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Jüdische Presse · 1934-12-07 · 46 (7.12.1934) · page 4

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Journal
Jüdische Presse
Volume
20 (1934)
Issue
46 (7.12.1934)
Date
1934-12-07
Page
– (sequence 4)
Language
German
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Am Ungarn *׳ ^ffäfeteef dtefusaleffl, hat aäaetae efilffiäiigeft Schüler in UhgaM wiedterhölt Briefe gerichtet* ■fafit %t ÄMä ans Hera legh sieh der Weit* Organisation der Agudas Jisroel änzusehiießeü. Die Tätigkeit Ä A|Ä BMtöe die feläMgi MSpöhMt* denAuf bau des Heiligen Laödeä im Sinne der Thora durchzuführen tffld die Jugend für die Religion zü retten. Wie nun aus einem Bericht des Herrn Markus Klein, Vorsitzender der orthodoxen israelitischen CheWra Kadiseha in Budapest, hervorgeht, haben die ehemaligen Schiller des Rabbi Duschihsky in Budapest beschlossen, die psychologischen Und politischen Voraussetzungen zur Schaffung einer umfassenden agudlstlschen Landesorganisation ln Ungarn zu schaffen. Dem Beschluß trat auch Rabbiner S u ßmann, Budapest, bei. — ln der letzten Zeit sind wiederholt a n t ij ü d isehe Hetz.werke in Ungarn erschienen, welche in der Druckerei der Universität und des Ungarischen offi- Ziösen Nachrichtenbüros hergestellt wurden. Die jüdische Dresse protestiert gegen diesen Mißbrauch der Staatliehen Hinrichtungen. — In Jänoshalma in der orthodoxen Gemeinde kam es zu unerquicklichen Zuständen dadurch, daß der Koscher- Fleisch-Metzger zum Vorsitzenden der Gemeinde gewählt worden ist. Nun hat das Kultusministerium auf Grund einer Untersuchung, welche die orfch, isr. Zentralkanzlei durchgeführt hat und die in gewissen Vorschlägen gipfelte, angeordnet, daß in der Gemeinde Neuwahlen stattfinden müssen.׳ Zugleich wurde die prinzipielle Ent- Scheidung getroffen, daß sowohl die .Präsidentenstelle, wie auch die Mitgliedschaft im Vorstände einer Kultusgemeinde inkompatibel mit dem Kosoher-Fleisch-Verschleiß sowohl aus materiellen, ,wie auch aus religiösen Gründen sind. — In Ungarn ist die Schreibfreiheit der jüdischen Kinder in der Schule an Sabbathen und jüdisehen Feiertagen an die Formalität eines Gesuches gebunden. Das Waisenhaus der Pester (neologen) israelitischen Kultusgemeinde, in deril 150 Kinder systematisch in Chillul-Schabbos erzogen werden, verweigert nun — wie ״Zsidö Ujsäg" meldet — die Einreichung derartiger Gesuche und läßt die Kinder Schabbos schreiben. * Das Zentralkomitee der orthodoxen Juden Ungarns hielt am 27. November eine Sitzung in Budapest ab, über deren Verlauf wir folgendes erfahren: Das Komitee heschäftigte sich eingehend mit dem neuen Statut der Neologen und stellte fest, daß mehrere seiner Bestimmungen gegen die Rechte der Orthodoxen verstoßen. Die ungarische Orthodoxie hält selbstverständlich unerschütterlich an den orthodoxen Prinzipien fest und wird demzufolge keinesfalls untätig eine Gefährdung ‘ ihrer vitalen Interessen dulden. Sie hofft aber, daß, auf Grund des bisherigen guten Einvernehmens mit der neologen Leitung, es ihr gelingen wird, auf friedlichem Wege die Beschwerden auszumerzen. Allerdings erscheinen die3e Hoffnungen infolge gewisser Aeußerungen der neologen Presse und einiger neologen Führer, die das alte Kraut der Unifikation nach einer langen Pause nun wieder einmal aufwärmen, ziemlich gewagt. Das von der Sitzung veröffentlichte offizielle Kommunique betont ‘ daher, gewiß zur Warnung der Neologie, ״daß die Orthodoxie von ihrer religiösen und prinzipiellen Stellungnahme nicht. einen Schritt weichen kann“. Das Komitee beschäftigte sich noch mit'der wirtschaftlichen Fundierung der Jeschiwos und der Talmud- Thora-Institutionen und mit der materiellen Lage der Gemeindebeamten. Die Frage der Erez-JisroeL-Arbeit und jene der Schaffung einer öffentlichen Rabbinerschule kamen auch diesmal nicht zur Erörterung, obzwar seitens der Kanzleileitung auch diese Fragen! auf die Tages- Ordnung gesetzt worden waren. Es scheinen Verschleppungstendenzen am Werke zu sein. Aus Rumänien. Eine siebenbürgische orthodoxe Gemeinde, in welcher eine zionistische Majorität herrscht, hat eine sonderbare Bedingung in die K o nkursausschreibung auf genommen, mit welcher sie die vakant gewordene Rabbiners'teile neu zu •besetzen ־wünscht. Die Bewerber müssen Personen sein, die ״den^Aufbau Erez Israels fördern“. Der offiziöse ״H o e m e s z“ bemerkt mit Recht hiezu, ob es wohl in der Geschichte einen orthodoxen Rabbiner gegeben hat, der nicht für den Aufbau des heiligen Landes gewesen ist. . Bei einem kirchlichen Empfang in Groß wardein, bei welchem der König durch einen Generäl und das Kabinett durch zwei Minister vertreten war, nahm auch der Oberrabbiner der orthodoxen israelitischen Kultusgemeinde, R. Benjamin Fuchs, teil und hielt eine deutsche Ansprache über die Brüderlichkeit der Staats- ׳bürger und die Liebe, die sie verbinden soll. Die Rede, welche durch Mikrophon übertragen wurde, hat allgemeine Begeisterung hervorgerufen und mit dem Kultusminister Anghelescu an der Spitze beglückwünschten die illustren Gäste den Redner. Der Mörder M. v. Tischlers freigesprochen! In Bukarest hat das Geschwornengericht diese Woche den Mordprozeß des Hauptmannes a. D.« Joan Siancu verhandelt, der vor zwei Jahren den jüdischen Großgrundbesitzer Moritz von Tischler, viele Jahre hindurch Vorsitzender der orthodoxen israelitischen Kultusgemeinde in Klausenburg, nach Abschluß einer Verhandlung im Gerichtssaal mit einem Revolverschuß getötet und Tischlers Sohn sowie den Staatsanwalt zu töten versucht hatte. Die Geschwornen verneinten die Schuldfrage und das. Gericht hat den Hauptmann, der , —::*; ׳ ■ ־ , Kaltes, nasses Wetter erfordert nichj; nur zweckmäßige Kleidung, sondern auch einen durch ,entsprechende Ernährung gegen Kälte widerstandsfähigen Körper. Süßspeisen sind Wärmespender, diese aber sind mit Doktor Oetkers Vanülinzucker und Dr. Oetkers Backpulver leicht zuzubereiten, Viele Backvorschriften enthält das Rezeptheft ״R“, das gratis bei jedem Kaufmanne oder von den Nahrungsmittelwerken Dr, A. Oetker, Brünn, angefordert werden kann. bloß fünfzeM Taga lang eine Untersuchungshaft verbüßfei sonst aber die fast zweiJahfe, weiche seit der Mordtat vergingen, auf freiem Fuß verbrächte und Übe Wüste äntijüdische Hetze in Wort und Schrift entfaltete, frelgesproeheh. Der Maatsähwalt meldete Nlchtigkeitsbesehwerde an. w * Das Urteil hat riesiges Aufsehen im ganzen Lande erregt. Die in Kiausenburg erscheinende jüdische Tages- Zeitung;,Uj Keiet*‘ beschäftigt Sich an leitender Stelle mit ihm und kommt zum Schluß zu folgenden Feststeliun gen: Der Geist, Weicher aus welchem Grunde immer zum Töten inspiriert, kennt keine Grenzen, hat keine Kriterien, kennt keinen Halt, falls die Strenge der Gesetze und die Unerbittlichkeit der Exekutive ihm keinen Halt gebietet. Das Verdikt der Geschwornen — wir versuchen vergebens, die Tatsachen zu verschönern — hat den Mord an Tischler sanktioniert. Eine Appellation gibt es nicht gegen ein derartiges Urteil und wir dürfen es nicht kritiseren. Aber es gibt keine Macht, die unsere Bestürzung meistern könnte, mit welcher Wir nun die Folgen dieses Urteils Spruches bedenken. Der Hauptmann Siancu ist frei und die Nachricht seiner großen Freiheit gelangt bis zur letzten Hütte der Gebirgsbauem. Ein derartiges Urteil faßt Wurzel in den Seelen. Hunderttausende, ja Millionen nehmen davon Notiz und verbuchen es als eine nützliche Lehre. Aus Jugoslawien. Aguda-Werbevortrag in Ada. Herr Dow Kohn, Petrovoselo, •hielt jüngst in Ada einen Werbevortrag, der sich eines guten Besuches erfreute. Herr Kohn behandelte die augenblickliche jüdische Lage und führte dabei etwa folgendes aus: Es gibt kaum eine Epoche in der Geschichte des jüdischen Volkes, in der die Gefährdung dessen Existenz so groß war, wie heute. •Nie hat sich der Satz ״we'atem b erez ojwechem“ soweit fühlbar gemacht, wie heute. Es ist wichtig, sich über die wichtigsten Ursachen, die zu der •heutigen Weltkrise geführt haben, klar zu werden. Als erste ist da wohl die G-ttlosigkeit der Gegenwart zu nennen. Diese •und nur diese steckt hinter der heutigen, immer verworrener werdenden! Weltkrise. Wir müssen es mit tiefem Weh aussprechen, daß selbst in Erez-Jisroel die G^ttesleugnung Platz gegriffen hat. Dort wird wohl ersprießliche •Arbeit geleistet, leider aber in einem thorafremden Sinne; die Thora, die Lebensseele der Nation, wird dort mit Füßen getreten. Auf solche Weise aber, auf areligiöser Grundlage kann Erez-Jisröel nicht wieder erbaut werden, das Lebensideal des jüdischen Volkes kann so nicht verwirklicht werden und wir sind besorgt darum, daß nach vorüberrauschender Scheinblüte Ernüchterung an deren!Stelle treten wird. Diese Tatsache verpflichtet jeden einzelnen glaubenstreuen Jehudi, sich als Mitglied der Agudas-Jisroel zu bekennen׳, um zur Wiederherstellung des G-ttesstaates, zur Wiedereroberung des Heiligen Landes für G-tt und seine Thora beizutragen. Die glaubenstreue Judenheit muß den Kampf aufnehmen, um der Thora zu der Machtstellung zu verhelfen, die ihr im Heiligen Lande gebührt. Reicher Beifall lohnte die Ausführungen des Redners und es ist nur zu hoffen und zu wünschen, daß der Erfolg nicht ausbleibt und der Mahnruf des begeisterten Redners starken Widerhall findet darin, daß die gesamte Orthodoxie Ada's geschlossen unserer Bewegung beitritt. KIIRPENSION dr. hecht m SEMMERING WIEDERERÖFFNUNG SSI. Dezember Separate Kinderabteilung unter pädagog. Leitung. Auskunft: J. Eisenberg, II., Große Pfarrgasse 8, Tel. A-45-4-92. 11111111111111111111111111111111111111111 1111111111111111111111 ו 11111111 ו^. I .כשר Heurige Weine כשר in vorzüglicher Qualität ~ D. STEINHÖF I >1, HAIDGASSE 5 TELEPHON A-48-3-49 .TllllllllllllllllllllllllllllllllllllIllllilllllimilllllllllllllllllllllF. BPEZIALHAUS FÜR WOLLE UND STRICKGARNE MORITZ NAGEL WIEN, H., TABORSTRASSE 17, TEL. A-45-8-69 FABRIKSNIEDERLAGE WIRK- UND STRICKMODEN Rasiere dich ohne Messer mit dem Ä Rasierpulver Langerin Es ist ärztlich begutachtet und unschädlich. 1 Paket, zirka ein halbes Kilogramm, S 1.40. — Zu haben bei Philipp Langer, Friseur, II, Franz-Hochedlinger-Gasse 25 Restaurateur Nagel ehern. Hotel New York jetzt: II. Praterstraße 33 ן Kurpension Dr. Hecht Semmering sucht selbständige, streng religiöse Köchin mit nur erstklassigen Referenzen, Auskunft: J. Eisenberg, II., Große Pfarrgasse 8, STATT KARTEN! Ä, L* RÖMERÄffe mäfm MARKUS OOLUmiSGU und' ftäit laden auf diesem Wege alle Verwandten, Bekannten und Freunde Xur TRAUUNG ihrer Kinder RELLA und LEO weiche &*אייה קשמו am Mittwoch, den 12. Dezember 1934 1׳ וייגע 1׳ לחודש &בה um 244 Uhr nachmittags in der Adäs-Jisroei-Schiffschui, Wien, II., Große Schiffgasse 8, stattfinden wird, Gratulation Samstag vor- und nachmittag. Gerti Holzer Feri Stadler Reichenau Verlobte Sopron-Wien Gratulation in Soprön Emmy Lamm Sandor Klein Wien Verlobte (Budapest . לאה אונסדארפער אביהם צכי כהן בח מהדר שלמד, זלמן נ*י L מאור שים *ן מד,ויד יוסף שמואל נ׳י פרעשבורג כסלו תרצ׳ה Die Jugendorganisation der Agudas Jisroel in der Slowakei und P. K. R. entbietet ihrem verdienstvollen Präsidialmitgliede, Herrn AWROHOM ZWI KOHN, anläßlich seiner Verlobung mit Frl. Lea Unsdorfer ihren herzlichsten ^to^tn-Wunsch. Juwelen, Uhren, Qold- und Silberwaren, Ins- Aja filffMl/NHIl besondere כלי קודש, Sederschüssel, Menoras, 110111« wUrilHIiy Leuchter und Bestecke in großer Auswahl, auch Gelegenheitskäufe. stets vorrätig II, TaborstraBe 14 Streng rituell Villenpension Kreuzberg Breilenstem a. S. Seehöhe 10 5 0. Telephon 11 Ab Dezember geöffnet. Separate Abteilung für Kinder und Er wachse ne. Leitung Frau Lol a Schiff, Wien, II., Krummbaumgasse 1/20. Telephon A-44-4-61. Auf Wunsch Prospekte. ■ ■■■■aaauuaaaaiauHUuauuauuuuBUUfliuauuuu« ■ Streng כשר Streng אפילו למחדרין מן חמחדרין ■ 1 Speiiehaui Hirsch [ ■ PRAG, I. Bilkovä 19 j m Haltestelle der Tramway Nr. 1 und 4 vom Bahnhot 5 Gut eingeführtes ארטה. כשר Restaurant in Prag wegen Familienangelegenheiten zu übergeben. Ernste Reflektanten mit tsch. K 25.000 für Inventar wollen sich wenden an Tannenbaum, Praha, I., Vözefiska 9. Bei einer distinguierten, streng orthodoxen Familie wird ein Fräulein aus gutem Hause als Pensionärin (eventuell Zweizimmerbenützung) aufgenommen. Familienanschluß. U n t e r Chiffre 365״“ an die Wiener Administration der ״Jüdischen Presse“. Bücher und n מ נ ו ר ו L. D. Hirschler & Co. Wien, I., Rabensteig 6. Telephon U-28-7-45. Sämtliche Ritualien. Installation Gas, Wasser, Elektro, Hirschberg, 11״ Tandelmarktgasse 7, Tel. A-49-401. Tag Teweth Dezemb. דף יומי משנה יומיח Kniet ככא קמא חרומוח משנה פרק Freitag 1 7 טו א א ו׳ דחנוכה Samstag 2 8 טז ב מ שבת חנוכה Sonntag 8 9 יז ג מ זאת ד,נוכה Montag 4 10 יח ד מ Dienstag 5 11 יט ה מ Mittwoch 6 12 כ ו מ Donnerst. 7 13 כא ז מ Freitag 8 14 כב ה מ Samstag 9 15 כג ט יפי ויגש ראש חודש פ׳ מק׳ן< j החלה זמן הנחה תפילין »25 1 058 (nur dringendenfalls) * סוף זמן קריאת שמע Uhr׳ N u 1 für Wien ז סוף זמן קדוש לבנה ’(טבת) Donnerstag, den 20 Dezember Adas Isroel (Schiffschul) . Gebetstunden in der Woche vom 1. bis zum 8. Teweth 5695. Freitag, den 1. Teweth Mincha 1 Uhr 4 קבלת שכח Uhr 4.10 לכו ברננה Uhr שכח קודש פ׳ מקץ Morgengebet 7.10 und 9.30 Uhr 8,30 דרשה Uhr. Mincha 3.30 Uhr 4.50 מוצשיק Uhr״ Am Wochentagen Morgengehet 6.40 Uhr, Mincha 4 Uhr. iido ei ist M 001 Leser, situ zu!atonalem .Eigentümer, Herausgeber und Verlegen David Türkl (für eine Arbeitsgemeinschaft), Wien, 'jj״ Malzgasse 12 a. — Verantwortlicher Redakteur: Karl Richter, Wien, n., Franz• HochedUnger-Gaese 2. - Druck: Druckerei- und Verlags-A,-G, lg, Steiwnann, Wien, IX., Universitätsstraße 6-8,;

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