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Jüdische Presse · 1934-10-12 · 38 (12.10.1934) · page 4

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Journal
Jüdische Presse
Volume
20 (1934)
Issue
38 (12.10.1934)
Date
1934-10-12
Page
– (sequence 4)
Language
German
Belongs to
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ai \ '-*ft. \ ’<?*'־V # Seite 4 ' JttDISCHEPftESSE Nr. 38 Stärket Anwachsen der Einfuhr deutscher Wären in Paläste« Der offiziöse ״Eildienst für Außenhandel“ verbreitet die folgende Meldung aus Jerusalem: Nach amtlicher Aufstellung zeigt die Einfuhr deutscher Waren nach Palästina in den ersten drei Monaten 1934 folgendes Bild: Jänner 1934 130.000 Pfund (Jänner 1933 76.000 Pfund); Februar 108.000 Pfund (69.000 Pfund); März 170.000 Pfund (106.000 Pfund). Demnach würden deutsche Waren in Palästina im ersten Vierteljahr 1934 um 408.000 Pfund (gegen 251.000 Pfund in der gleichen Zeit des Vorjahres) eingeführt. Die Steigerung betrifft 156.000 Pfund oder 60 Prozent. Da andererseits das Jahr 1933 bereits eine Steigerung der Einfuhrkurve deutscher Waren nach Palästina um ebenfalls 60 Prozent gegenüber 1932 gebracht hatte, springt die weitere Vergrößerung der Einfuhr deutscher Waren nach dem Mandatsgebiet in die Augen, um so mehr, als nach vorliegenden privaten Berichten auch im zweiten Vierteljahr 1934 die Wareneinfuhr nach Palästina für Deutschland ihre günstige Entwicklung beibehalten, hat. Deutschland steht unter den Einfuhrländern in Palästina an zweiter Stelle nach Großbritannien; 1933 stand es prozentmäßig unter den Einfuhrländern mit den Vereinigten Staaten von Amerika gleich, die inzwischen aber überflügelt sein dürften. Die Steigerung der Einfuhr deutscher Waren ist auf das berüchtigte ״Transferabkommen“ zurückzuführen. (2. T. A.) Aus Ungarn. Laut Statistik der Budapester jüdischen Zeitung ״Szombat" haben nicht weniger als 30.000 erwachsene Juden und Jüdinnen in diesem Jahre auch während der . hohen Feiertage die Synagoge nicht besucht. Die Pester neologe Kultusgemende ist in der letzten Zeit emsig bestrebt, dem G-ttesdienst ihrer Tempel einen ״konservativen“ Anstrich zu verleihen. Hoschana-rabba nachts wurden solar Nachtg-ttesdienste mit Predigten veranstaltet. Die Zedokoh-Büchse wird allerdings auch weiterhin durch elektrische Beleuchtung an den Sabbaten und Jomimtauwim den Spendern in ,Erinnerung gebracht und am Kol-Nidre-Abend standen auch in diesem Jahr Autokolonnen vor der Hauptsynagoge. Die weithin bekannte Status-quo-ante-Isr. Kultusgemeinde von Debrecen ist in eine katastrophale wirtschaftliche Situation geraten. Ihre Kreditoren pfändeten sämtliche Immobilien der Gemeinde. Jüdische Parteigezanke in Rumänien. Wie die jüdische Presse Siebenbürgens rückblickend bedauernd feststellt, ruhte das Partegezänk innerhalb der Gemeinden auch’ in den Feiertagen nicht und machte leider auch vor den Toren der Synagogen nicht halt. In den großen und berühmten Gemeinden Nagykäroly (Krohle), S z a t m ä r und Großwardein mußte sogar die Polizei eingreifen, um die Ruhe und Ordnung herzustellen. In Nagykäroly ist die Rabbinerfrage noch unerledigt, diese entzündete die Gemüter. In Szatmär kam es zwischen dem neuen Roschhakohol und einem alten Dajan wegen einer Alija am Simchas-Thora zu Meinungsdifferenzen, die zu guter Letzt in Handgreiflichketen ausarteten. In Großwardein hat ein vielleicht allzu eifriger Tempelvorsteher durch Anbringung eines Drahtverhaues die Geschlechter auch in den Pausen auseinanderzuhalten versucht und durch diese Neuerung das Publikum empört. Die offizielle orthodoxe Zeitung ״Hoemesz“ stellt nun als Ursache des wildgewordenen Kampfes den Verfall des aschkenasischeri Baälhabajis-Typus in Siebenbürgen fest. Der Großteil der Aschkenasim, so schreibt die Zeitung, kann die jüdische Tradition an die Kinder nicht weitervererben, diese werden von den radikalen, traditionslosen, den sogenannten nationalen Parteien aufgesaugt. Von der orthodoxen hebräischen Presse. ׳* Von der Wochenschrift •דרכנו, (hebräisches Zentralorgan der Agudas-Jisroel-Weltorganisation, Warschau, Sw-Jerska 22) ist das zweite Heft erschienen; es kann sich würdig dem ersten an die Seite reihen. Es enthält wiederum eine reiche Fülle von Aufsätzen, in denen die führenden Männer der Aguda in der Welt Stellung zu allen das Leben bewegenden Fragen, besonders auch zu Aguda- und Erez-Jisroel-Problemen, Stellung nehmen. Es sollte Ehrensache aller Agudisten der Welt sein, die Wochenschrift zu abonnieren, und wäre es auch nur, um auf diese חברת מחזיקי הישיבות Podporny Spolok Jesiv Unterstiitzungsverein der Jeschivvoth Einladung Die Vereinsleitung der Machsike Hajeschiwoth beehrt sich hiemit, die Mitglieder, Gönner und Förderer der heiligen Ziele des Vereines zu der am 5. Cheswan (14. Okt.) 1. J. um drei Uhr nachm, in Novä-Zämky stattfindendea vierten ordentlichen Generalversammlung höfl. einzuladen. Tagesordnung: 1. Begrüßende Ansprache Sr. Ehrw. O.-R. Josef Tiegermann. 2. Jahresbericht des Präses Julius Herzog. 3. Bericht des Kassiers H. J. Reichfeld. 4. Erteilung des Absolutoriums. 5. Verhandlung eingebrachter Anträge. 6. Schlußwort des Präses. Für die Vereinsleitung; Hirsch Kornfein, Julius Herzog, Sekretär. Präses. Weise das heute so'Wichtige ldbe&dige Löschon-Moködesch zu erlernen. Eine neue periodische Zeitschrift lassen die ״Poale Agudas Jisroe 1“ in E r e z Jisro e 1 unter dem Titel •שעריש• erscheinen, von der man nur wünschen möchte, daß sie regelmäßig fortgesetzt wird. Die leitenden Kräfte dieses Blattes sind die uns allen bekannten Jacob Landau und Benjamin Münz, die auch mit längeren programmatischen Aufsätzen vertreten Sind. Die Nummer enthält außerdem auch noch einen Aufruf zur Einigkeit von Rabbi Jonathan Horovicz, Artikel von Df. Jakob Segal, Dr. M. Schwarz, Benzion Bermann, S. Geis u. a. Auch dieses Blatt sollte in keinem Verein und in keinem Hause fehlen, wo ein Interesse für unsere heilige Sprache und die Erez-Jisroel-Probleme lebendig ist. Es ist zu erhalten in Tel-Awiw, Allenby Street 125. BiKIZZUR... — Bratislava. Die Leitung der Jeschiwoh gibt bekannt, daß die Einschreibungen für den Winter-Seman am 5. Cheschwan durchgeführt werden. Gleichzeitig ersucht die Leitung diejenigen, die Manuskripte vom Chasam und Ksaw Sofer besitzen, diese an die Rabbinatsschule, zwecks Veröffentlichung in der Zeitschrift ״Hamajon“, einzusenden. — Mukaöevo. Die Stadtgemeinde hat den Beschluß gefaßt, die Judengasse auf den Namen des verew. Oberrabbiners Zewi Hirsch Spira, des Verfassers des Sefers ״Darke Teschuwoh“, der 1893 bis 1913 der Oberrabiner der Kultusgemeinde Mukaöevo war, umzubenennen. Vereinsnactirichten. Agudas-Jisroel-Mädchengruppe, Wien. Schabbos Parschas Noah spricht Herr Sekretär Moritz Spitzer über den Wochenabschnitt. Der Vortrag findet diesen Schabbos ausnahmsweise im Dr.-Krüger- Heim, II., Malzgasse Nr. 7, um 1 Uhr vormittags statt. Trauergedenkfeier für Bundeskanzler Dr. Dollfuß im Jüdischen Waisenhaus in Baden. Die behördlich bewilligte Privatschule im Jüdischen Waisenhaus in Baden hielt, der Verordnung des Bezirksschulrates entsprechend, am Mittwoch eine Trauergedenkfeier für den verewigten Bundeskanzler Dr. Dollfuß ab. Der Lehrer der Schule, Herr Bernhard Mader, schilderte den Zöglingen der Anstalt die opferwillige Hingabe des Kanzlers für das Vaterland. Die Waisenknaben stimmten dann die Bundeshymne an, worauf Herr Direktor Philipp Friedmann in schlichten Worten des toten Kanzlers gedachte und die rührende, väterliche Fürsorge, die der verewigte Kanzler Dr. Dollfuß besonders den armen Waisen, deren Väter Opfer der Unruhen wurden, widmete, hervorhob. Personalnachrlrtnten. Verlobung. Am vergangenen Donnerstag fand in Pieätany die Verlobung des neugewählten Oberrabbiners Sr. Ehrw. B. Ungar aus Nitra mit der Tochter unseres unvergeßlichen Oberrabbiners Kälmän Weber s. Z. 1., in Anwesenheit der ganzen Gemeinde und vieler auswärtiger Gäste in recht gehobener Stimmung statt. Den Reigen der Tischreden eröffnete Se. Ehrw. Herr Oberrabbiner S. D. Ungar, der Vater des Bräutigams; in seiner meisterhaften Rede gab er der Freude Ausdruck, in der Tochter des unvergeßlichen, rühmlichst bekannten Pieätanyer Oberrabbiners seinem Sohn eine würdige, ebenbürtige Lebensgefährtin gefunden zu haben. Sodann ergriff das Wort Herr Karl Holzer,, Präses der Chewra Kadischa. Der Chosen selbst hat mit seinem scharfsinnigen, tiefdurchdachten Charifus-Vortrage die klare und gründliche Lernweise bewiesen. Es sprachen noch herrliche Tischreden die beiden Onkel der Braut, Herr M. Weber aus Stupava und Herr Kohn aus Nitra. Zum Schlüsse sprach Herr Rabbiner Simon Schreiber aus Nitra gediegene Thoraworte. (Wir wünschen dem Brautpaar herzlich Maseltow und dem jungen Oberrabbiner צלח ודבב! Red.) Todesfall. Vorigen Donnerstag verstarb in Paris Rabbi Joel Leb Herzog, der in einem der wenigen Tempel, der großen polnischen Synagoge, die nicht dem Consistoire de Paris angehören, jahrzehntelang gewirkt hat. Er war ein bedeutender Talmid-Chochom und hat auch mehrere Chiburim herausgegeben. Im Kreise der Pariser Judenschaft hat er recht Bedeutendes für Jüdischkeit geleistet. Seine Mussardroschos waren wirkungsvoll und beliebt. Das religiöse Judentum hat durch sein Hinscheiden einen bedeutenden Verlust zu beklagen. .חנצביה. S. Stern, Paris. cs sa I I SPEZIALHAUS FÜR WOLLE UND STRICKGARNE MORITZ NAGEL WIEN, n., TABORSTRASSE 17, TEL. A-45-8-69 FABRIKSNIEDERLAGE WIRK- UND STRICKMODEN I 1 ■ Streng כשר Streng א#ילו למתדרין סן חמחדרין ■ 1 Speisehauf Hirsch i; PRAG» I. Bilkovä 19 m Haltestelle der Tramway Nr. 1 und 4 vom Bahnhot ■ Restaurateur Nagel ehern. Hotel New York jetzt; II. Praterstraße •33 Rasiere dich ohne Messer mit dem gllä. Rasierpulver Langer!n Es ist ärztlich begutachtet und unschädlich. 1 Paket, zirka ein halbes Kilogramm, S 1,40, — Zu haben bei Philipp Langer, Friseur, II, Franz»Hochedtinger*Qasse 35 ווי׳ bm ווענער הרב «ציון יוסף חלף אונגאו בד הרד זצ׳ל אברקיק אביק׳ק פישמיאן חציו בן הרה־; שליט׳א אברק׳ק פישטיאן ניימדא ׳ פעולאבטע H Statt Karten. ןן I PHILIPP UND LONA LEITNER j 1 laden auf diesem Wege alle Verwandten, Freunde §j H und Bekannten zur g I בר סצוה ihres Sohnes ALFRED j Ü welche ,א**ה ש*ק פ׳ נד den 13. Oktober 1934 um halb M 1 8 Uhr früh in der Schiffschul, II., Gr. Schiffg. 8 I H stattfinden wird. 3 H Droschoh: 4 Uhr nachmittags, Restaurant g g W i e n e a, II., Ob. Donaustraße 91. בעיה יתברך אהובינו. ידידינו הכיבינו, הרב האברך,' המהולל ומתברך, בתורת ה׳ בלבו, ותומת ישרים בקרבו, בש־ם שכל ודבר שפתים, להרבות תורה ויראת שמים, המושלם המרומם ברוב תשבחות, הריף ובקי ומבין נכוחות, איש שהכל כו איש המודות, מוכן ומזומן לגדולות ונבבדות, ההתן מו־ה בן ציון יומה הלוי אונגאר m הגאון ההפיד ברוך בן לאדמו־ר זרע ן־ק פישמאן יצ*ו, י לאביק בהיר ה ק נייטרא שליט־א. יר*מ דק• האב*ד ו וכים, עם בת בואו בברית השד לעה מצעדיו מבורכים, ויהיו נא ר המנוח זצ׳ל דק־ק פישטאן. דאב* מדבדנא דאומתי׳ :!פורסם הגאון ה: וח מרוכבות, היום הזה. ברב מאתנו כן יהזה, וישא קדינו לו ובאשר נ י מספר וגבולות. , באין כפולות ומבופלוה ורבבות, לאלפים!והביו בלב ונפש נהנו א כרצונינו א תלמידי רבינו הגדור הגוז״ח המקום יהי׳ בעזרו imWHIIMMIHMHMWMaiMHHHINMHMMMinMt Juwelen, Uhren, Gold- und Silberwaren, ins- |U|f|vf41f fllffplrffllll besondeie כלי קודש, Sederschüssel, Menoras, 011111« WUlfltiny Leuchter und Bestecke in großer Auswahl, auch Gelegenheitskäufe, stets vorrätig II* TabOfStraH© J14 Konkurs. In unserer Gemeinde gelangt die Stelle eines ערב und בע״ת zur Besetzung. Die Reflektanten müssen ח־ה יר־ש מרביפ שו־ב מומהים und gute Vorbeter sein. Bewerber mögen ihre Offerte nebst Abschrift ihrer־ קבלות Wirkungszeugnisse, Angabe von Alter, Familienstand und Staatsbürgerschaft bis Ende dieses Monats an gefertigten Vorstand einsenden. Gehalt laut Uebereinkommen. Nur Berufene werden zum Probevortrag zugelassen, Spesen werden nur dem Akzeptierten vergütet. SERED, 7. Oktober 1934. Das Präsidium der aut. orth. isr. Kultusgemeinde. Emil Steiner, Präses. In Wien finden Schüler Wohnung mit vorzüglicher voller Verpflegung bei feiner, erstklassiger, streng orthodoxer Familie. Schulnachhilfe. Tadellose Erziehung. Prima in- und ausländische Referenzen. Mäßiger Pensionspreis. Näheres unter ״Familienanschluß“ an die Wiener Redaktion des Blattes. Zwei Pensionäre Knaben oder Mädchen, von gutsituierter Familie aus dem Ausland, welche in Wien studienhalber lernen wollenr werden bei angesehener, streng orthodoxer Familie in voller Pension auf genommen, mit Familienanschluß. Anfragen sind an Josef Brodi, Wien, II., Schiffamtsgasse 7/9, . zu richten. Sudie einen religiösen Lehrer (oder Lehrerin), der, resp. die fähig ist, Bürgerschüler slowakisch zu unterrichten, und die deutsche Sprache perfekt beherrscht. Diplomierte Lehrer werden bevorzugt. Gehalt laut Uebereinkommen. Reflektanten haben ihre Offerte binnen acht Tagen, einzusenden, unter der Adresse Jenö Raab, Kolta. Tag Chesch\v.| Oktober | דף יומי משנה יומית Kalendarium קדושין יעיח שב מסנה פרק Freitag 3 12 מ ו ד * Samstag 4 li מא ז P ,,פ׳ נח Sonntag 5 14. מב ח מ Montag 6 15 מג מ Dienstag 7 16 מד ו » Mittwoch 8 17 מה א ה Donnerst. 9 18 מו ב לז Freitag 10 19 מז נ לל Samstag 11 20 מה ד לו ם׳ לד לד CIO חחלח זמן הנחת תפילין C 311 (nur dringendenfalls) Nui für סוף ומן קריאת שמע Wien 15 (ז סוף ומן קדוש לבנה <השון Montag» 22. Oktober Adas Isroel (Schiffschul). Gebetstunden in der Zeit vom 3. bis 10. Cheschwan 5695. Freitag, den 3. Cheschwan, Mincha 5.05 Uhr. ש*ק פ׳ נה Morgengebet 6.30 und 9.30 Uhr. Mincha 3.30 Uhr 5.55 מוצשיק. An Wochentagen Morgengebet 6 Uhr, Mincha 5.20 Uhr. m jU״, Eigentümer, Herausgeber und Verleger! David TUrkl (für eine Arbeitsgemeinschaft)« Wien, U. Hochedlinger-Gasse 3, -י Druck; Druckerei׳• und Verlags-A.-G. lg. Malzgasse 12 a. Steinmann, Wien, Verantwortlicher Redakteur; Karl Richter, Wien, IX., Universitätsstraße 6-8. *

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