Jüdische Presse
- Journal
- Jüdische Presse
- Volume
- 20 (1934)
- Issue
- 23 (22.6.1934)
- Date
- 1934-06-22
- Page
- – (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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Misrachtetische ״Werbemeikoden“... Wir haben längst uns vofgenommefi, mit den Praktiken und schmutzigen Arbeitsmethoden ae§ Misraehi in Oester Äh uns nMtäü fessehäf tipö. Wenn wir.von diesem Vörsafö beute abweiehifi» s0 einzig aas dem ' Grund, .weil wif dehüachföigendabgedruckten Brief der OeÄeatiiehkeit döbh aieht vorenthälten wollen. Der Brief ist an einen agudistisehen Haeftäeharisten der ״Machne Oüm** in Sohäenendörf gerichtet, der diesen in gewohnter Disziplin sofort der LeitühgÜbergeben hat. Der Schreiber Spielt im Misrachi eine führende ״Rolle**, Wir enthalten tins jeden Kommentars, dieser Brief spr 1 ehl für S i c h s e 1 b s t und er spricht Bände, Bier der Wortlaut* Streng vertraulich, nicht weiterzeigert! Lieber Öhawer (folgt Namen, Red.)! Ich bin Dir scheinbar unbekannt. Auch Du bist mir leider nicht bekannt, ich kenne Dich nicht, höre aber von Dir, daß Du ein braver jüdischer Junge bist. Verzeihe mir, wenn ich mir erlaube, Dich gleich■ mit ״Du" anzusprechen; aber Du bist auch auf Hachschoro und . da kann man sich schon ״Du‘* sagen. Seit einem Jahr besteht in MatterSburg die Misrachi und ich gehöre auch dieser Organisation an. Wir arbeiten Ohne viel Gerede und Politik, ziemlich aktiv. In dieser kürzen Zeit unseres Bestehens war es uns möglich, 4 Burschen nach Erez zu schicken. Seit 7 Wochen• lernen bei uns in Mattersburg etwa 20 Leute die Maurerei und fahren mit Zertifikaten nach Erez. Ich stelle Dir riun folgenden Antrag: Laß Dich nicht länger zum besten halten, laß mit Dir nicht Politik des Separatismus, der uns nur Schaden zufügt, betreiben. Komme mit den Chawerim (folgen 3 Namen. Red.) und Ihr werdet alle auf sicherem Wege per Visum (?!' Red.) nach Erez kommen. Wenn Du und die anderen Chawerim diesen Betrag haben, könnt Ihr sofort am 17. Juni oder 17. Juli fahren. Melde Dich bei (folgt Namen und Adresse. Red.). Er geht mit Dir zu dem altbewährten, derzeit nicht aktiv tätigen Misrachiführer Isidor Austerlitz. Herr Austerlitz wird Dir alles, zufolge meiner. Empfehlung, erledigen. Es ärgert mich maßlos, daß ein hiesiger Verein junge Judenjungens auf Hachschoro schickt, jedoch diese nicht nach Erez schicken kann. Um Politik zu machen, wird dieses Manöver betrieben und Ihr braven Jungens müßt es büßen. Schade! Ich will Euch aus den Händen; dieser, Nichtstuer rausreißen und den Weg nach dem Lande der ,Väter zeigen, bezw. verhelfen. Kommet, liebe Chawerim, Ihr seid jung, stark, habt Idealismus. Wir wollen nach Palästina und nicht uns verhetzen lassen. Rufe nur brave Wiener Jungens mit und lasse einstweilen die anderen dort. Ich schreibe Dir, weil Du mir als Vertrauenswürdig empfohlen worden bist. Zeige dieses Schreiben keinem der anderen Burschen, nur den anderen drei kannst es sagen, daß sie hinkommen sollen. Bei (folgt Namen. Red.) kannst Du Dich auf mich erkundigen, sag aber ja nichts von diesem Schreiben. ' •. Es grüßt Dich herzlichst mit שלום (so im Original. Red.) L. S. aus Mattersburg. Wenn Du am 17. Juni noch fahren willst, kannst Du zusammen mit noch anderen Chawerim , aus dem ■ Burgenland fahren. ״ Diesem Brief ist folgender Nachsatz eines Wiener Jungen angefügt, der unter den erwähnten 20 ״Leuten“ die Maurerei in Mattersburg gelernt hat: Lieber Joschi! Da ich mir denke, daß Du und die anderen sowieso von der Aguda im Leben nicht fahren werden, da doch da lauter polnisches Gesindel ist, so rate ich Euch gut, fahret mit dieser Aktion.!Das ist das Sicherste und Verläßlichste, was es gibt. Anders wirst Du nicht nach'Erez kommen. Weiteres möchte ich alles mit Dir dann weiter besprechen. Lasse mir alle herzlieh grüßen. F. D. Einer , gewissen Pikanterie entbehrt die Geschichte doch nicht. Von den 20 ״Maurern“ ist nicht nur am 17. Juni kein einziger abgereist, sondern leider haben sie auch weiter keine Aussicht auf Zertifikate; Was wir von ganzem' Herzen bedauern. Die ״Neue Welt" über Ungarn, Herr Stricker umfaßt die Neologie und Orthodoxie in Ungarn mit gleicher Liebe, sind doch beide in politischen, sozialen und ethischen Be-‘ langen ziemlich einig. Besonders die Ablehnung des jüdischen Nationalismus als gemeinschädlich ist ihnen absolut gemeinsam. Daß er für einen Bericht über die Vorgänge in Ungarn glänzend informiert ist, zeigt am besten der Umstand, daß er die lächerliche Erfindung publiziert, ein von der Regierung angeordneter Kongreß der Neologen werde von den Präsidenten der .orthodoxen Landesk anz 1 ei eröffnet werden. Daß sich die zwei Kanzleien als zwei Konfessionen betrachten — stimmt. Aber es stimmt auch, daß die Neologie sich erst im Kriege dazu bekannt hat, die Bestrebungen, eine staatliche Unifikation, zu erreichen, aufzugeben, so daß auch beide Richtungen; gemeinsam an einem Tische sitzen konnten, um die Kriegsnot gründlich zu lindern. Dadurch war Budapest nahezu die einzige Stelle in der Welt, wo die Zionisten fast: gar keine Ingerenz auf die Wohlfahrt hatten, die demzufolge auch klaglos, absolut objektiv, raschest und; mit geringen Kosten sich-vollzog. Daß die Regierung dem Dualismus ein Ende machen wolle, ist ebenso eine 1 ä:0herli;0he Erfind u n g. Die Regierung sieht sehr gut, daß die Orthodoxie . tadellos funktioniert. Die ■Neologie entwickelt sich auch ganz gut und wenn dieselbe Aenderungen in ihrer Veffässung benötigt, so ist das ausschließlich ihr e Sache. Daß Herr Stricker die absolut areligiös orientierten Neologen doch vorzieht, ist natürlich, da sie leichter für den Nationalismus zu gewinnen sind, während die Qrthodpxie aus religiösen Gründen den antireligiösen Zionismus aufs schärfste bekämpfen muß. , י ־'■׳'■׳■•<■• Historisch interessant ist folgendes Faktum, zu kein Mensch an den Aus* tritt, der überhaupt noch nirgends existierte. Die Pester Neologen hatten sieh innerhalb zweier Jahrzehnte (Seit 1843) glänzende Positionen in Sozialer, intellektueller und finanzieller Hinsicht erarbeitet׳:;.tind wußten slelräiduren Liebkind bei der hohen Regierung. Diesen Einfluß wollten sie benützen, um die Orthodoxie absolut unter ihre Botmäßigkeit zu bringen. Da sie aber gar keinen Begriff von Juden und Judentum hatten, glaubten sie, daß dies wegen der geringeren sozialen Stellung der Orthodoxie eine Kleinigkeit sei. ünd sie erreichten vom Minister einen Kongreß zur Ordnung der Rechtsangeiegenheitett der Judenschaft, Ühsere Talmide ehächomim erkannten sofort, daß mit diesen intoleranten ^üngiauhensfanatikertt absolut nicht zu verhandeln sei und verließen den Kongreß nach einigen Wöchett, Leider hatte eine Anzahl von 35 hochachtbaren Orthodoxen an die Möglichkeit eines Kompromisses gedacht und sich dadurch gründlich kompromittiert. Der Kongreß, mit einer Brutalität der Verhandlungsart sondergleichen, brachte Elaborate heraus, deren Inkraftsetzung die ÖrthodoXen absolut an Händen und Füßen gebunden hätte. Diesen Elaboraten wurde durch kaiserliche Unterschrift Gesetzeskraft »verliehen, ln zweijährigem, unendlieh mühevollem, kolossale Opfer an Zeit Und Geld erforderndem Kampfe erreichten die Orthodoxen, daß das Parlament am Purim 1870 erklärte, in Anbetracht des Umstandes, daß sich ergeben hat, daß zwischen den beiden jüdischen Richtungen gewattige dogmatische Differenzen existieren, sind, also die Orthodoxen die in Ungarn seit Jahrhunderte n existierenden Juden und die Neologen als Austrittler zu betrachten, so daß deren Beschlüsse nur für diejenigen Geltung haben, die sich ihnen unterwerfen wollen. Das war eine halbe Rettung. Sieben Monate später, am Simchas Thora, bestätigte das Parlament die orthodoxe Verfassung und gestattete der Orthodoxie, sich auch zu konstituieren. Das Parlament sprach die v 011kommene Greichbereöhtigüng beider Riehtungen aus. . Wir haben es also effektiv der Herrschsucht der Neologen zu verdanken, daß wir in Ungarn und deren Gefolge, den Randstaaten, uns erheblich ent- Wickeln konnten und die perzentuelle Zahl der Schabboshalter und Jeschiwoh-Bachurim in diesen Ländern größer ist als vor 65 Jahren. Wir hoffen auch für Wien ein ähnliches Resultat. P. Der Zahnschmelz Ist die Sdiufzdacfce des Zehnes i Die Pufjmltfel dürfen diese gründlich, isf eber se we!d1, däfj euch der Schmelz zerfer Kinderzähhö nicht verleg wird, Darum lür Ihre Zahne u״ die Zahne Ihrer Kinder . Ö DDL- Za h n * I ©f86srub«K«^ Sie gibt Jen Zahn,n «Itanbainfwbenan Glantl!niändisches Brzeüanisl Personalnachrlchten* Am Sonntag, den 4. Thäffiüs fand in Säüefbtuän die Trauung des Herrn Leser Rosenberger, Wr. Neustadt, mit Fräulein Ser6neStern aus Mattersburg statt. Herr Obertabbiner Samuel Ehrenfeld, Mattesburg, vollzog die Trauung. Oberrabbiner Ehrenfeld als Lehrer des Choson richtete Worte der Belehrung und Glückwunsches an das Brautpaar. Der Dajan, Heft* Rabbiner Jisroel Taussig, Mattersburg, gab in liebevollen Worten seinen Gefühlen für Familie Rosenbefger-Stern Ausdruck.; Es sprach noch der Vater des Choson Worte des Ermahnens in väterlicher Zärtlichkeit. Zum Schlüsse sprach der Bruder des Choson, Herrn Josef Rosenberger, Worte Voll Humor und Gefühl. Für die echt chassidische Stimmung sorgte in vorzüglicher Weise Herr Oberkantor M. Grünhut, Mattersburg, der es meisterhaft verstand, dieser Sim choh eine Gepräge der Weihe Und Fröhlichkeit zugleich zu verleihen. M. Sp. Sicherheit beim Autounterricht. Die Schulfahrzeuge haben die gesetzlich vorgeschriebenen Doppelpedale, die dem Lehrer das blitzschnelle Eingreifen ermöglichen. Die Fehler der Schüler werden rasch und sicher abgestellt. Diese Behelfe und überdies das in! Lehrsaal am Stand mit Kraftstrom angetriebene Lehr- Chassis zur spielend leichten Erlernung der Prüflingstheorie haben die .renommierten Ne ud e g ge r Automo bi 1- Und Mo to rr ad- Fahr schul e n, Wi en, VIII., N e u degge r gas s e 18 (Ecke Lerchenfelder- Straße 18), T e 1. B-46-5-72, und I n z e r s d 0 rf (Nieder- Oesterreich). T sc 11 e e ho s 1 o wakei Das 44 Von I. K. Wenn man im Tempelhofe; des Heiligtums einer Frau, den Kelch des bitteren Entscheidungstrankes reichen mußte, weil sie ihrem Manne zu' dem entwürdigendsten Verdachte Anlaß gegeben hat," wurde ihr laut Vorschrift der Thora der Kopf entblößt, gleichsam als Zeichen, daß sie der ״Hauptverhüllung“, dieses Symbols sittsamer Keuschheit, mit. welchem Israels Frauen geziert sind, nicht mehr würdig ist. Denn die Umhüllung des Hauptes ist eine Würde, die jüdische Frauen immer mit edlem Stolze getragen haben. Und so hat die Hauptverhüllung als Symbol der Ehefrau auch bei fast allen gesitteten Völker der Erde Anwendung gefunden. So weit, daß in den meisten Sprachen Kopfvenbinden ein allgemeiner Ausdruck für Heiraten wurde. Wie so viele Zierden seines Sittenschatzes, ist dem jüdischen Volke durch Anbiederung an die wandelbaren Völkersitten leider auch dieser Schmuck vielfach in .;Verlust geraten. Unser größer Rabbi Moses Maimon sagt im Vorwort seines religiösen philosophischen ,;Werkes מ ו ר ד. נבו כים daß dieses für den Glaubens treuen eigentlich überf 1 üssig, für den Ungläubigen aber auch v e r g e b 1 i c h sei. Er hat es bloß für jene der Gläubigen geschrieben, die in der Erwägung religiöser Zweifel nicht klar, in der sinngemäßen Auseinandersetzung eine stützende Hilfe ihres guten Willens finden wollen. So sei auch der Zweck dieser Zeilen, den Wankelmütigen in ihrer Sehnsucht zur jüdischen Art und Sitte den E n t- Schluß zu erlei.chtern und den Treuen in ihrer Treue stolzen Halt zu geben. So sehr die Ehe eine rein persönliche Angelegenheit der in Gemeinschaft tretenden Gatten wäre, ist sie doch von dem jüdischen Gesetze *der heiligen Thora, aber ebenso auch von der vernünftig .denkenden Menschenwelt zu •einem . . Rechtsakte des'öffentlichen Lebens gestaltet worden. Es ist nun klar und selbstverständlich, daß diese öf f e n tli ch e Veranstaltung der Heirat zu- .,nächst ־ 'V ־v dem Nutzen und den» Schutze der Frau zugedacht ist. Denn, wenn es im Laufe der Zeiten auch nur einen Ehrlosen geben könnte, der das Weib seines Bundes gewissenlos im Stiche ließe, wäre es schon Ehren-, und :Gewissenspflicht■ jedes Mannes, seinen und jeden Ehe״ bund ehrlich und offen, nur unter dem wachen Auge der Mitwelt, zu schließen und schließen zu lassen, :3■^.-־■;■ -;/■ Mit dem Eintritt in die Ehe stehen der weiblichen Person naturgemäß Aenderungen bevor, die ihre Erwerbsfähigkeit stark beschränken, oft 'auch ganz unterbinden müssen. Beim Mindestmaß eines Ernstes kann und darf sie daher auf den Schutz ihrer Person und. des Frauenstandes im aUgemeinen, den ihr nur die öffentliche Kenntnis ihres ehelichen Standes bietet, nicht versiebten,. Wenn sie nun dafür ihre Hingebundenheit an den: Mann nicht nur; bekennte sondern mutig und frei, auch merklich zur Schäuiträg^' erfüiit ״sie damit isügieich äuchreineSEhreny Pflicht ihm gegenüber, der sich ihr in Treue und schützen» der Bereitschaft verbunden bat. Diese überwiegend wirtsebaftiiehe Betrachtung wird an Gewicht und Wert nur gewinnen; wenn ihr auch der besondere ideelle Inhalt der jüdischen Ehe vervollständigend, angefügt hat, Es ist auch bei anderen Völkern der gesunde Stolz ihres nationalen ׳Selbstbewußtseins,;ihre eigentümliche VQlMtc^äh£^ii»i1$kttRm(1ert 3ur. Schau tragen..Um' wieviei mehr darf die jüdische Frau ihre ständige Kopfbedeckung zu eigen behalten, als Zeichen ihres heiligen jüdischen Frauenberufes. < ׳ Die; jüdische Frau ist berufen, das menschliche Adam-Ideal des Mannes, als Diener des Schöpfers auf Erden, im seiner , erhebenden uiid heiligen Arbeit am Irdischen zu ergänzen und zu vervollständigen., t; Ihn zu vervollkommnen in seinem persönlichen und in seinem das Persönliche überdauernden Leben. Und wie Mann und Frau alle besonderen und gemeinsamen Be- Ziehungen ihres Lebens heiligen im Dienste und im Gesetze :•; des Schöpfers, so werden sie Baustoff und Baugeist in der; zur Vollkommenheit reifenden Zukunft ihres Volkes. und in der Zukunft der an diesem Priestervolke zuf Vollkommenheit und zum Segen reifenden Menscfiheit. In Anbetracht solcher Würde und solchen Berufes kann es ihnen wahrlich, wenn sie. es nur recht begreifen, nicht als Opfer fallen, als Jude und Jüdin erkannt zu wer- . den. Denn das größte Opfer, die größte Hingabe, kann im: Verhältnis zu einem erlangten Gegenwert, zu einer uri-, nennbar geringen Leistung herabsinken. Viel größere und schwererwiegende Verzichte als die Absage von moderner Haartracht kommen . ja außer acht im Anblick des jüdischen > Frauenberufes. Daß das jüdische Weib, ihr Haupt verhüllend, auf das Kopfhaar ganz v e.r z i c h t e t, bildet schon nur einen Akt - vernünftiger Erleichterung, der aber nebst seinen sonstigen religiösen Vorzügen ein heilig b e s tätigte r Brauch geworden ist. Wenn wir in die Vergangenheit des jüdischen , Volkes zurückblicken, sehen wir sein Familienleben auf ״ einer Höhe der Reinheit, die allen Völkern als•״ Muster diente. Den!Hauptantei! an dieser Würde hatte die jüdische Frau in, Händen, die mit. dem Eintritt in die Heirat nur mehr für die Pflege und die Zukunft ihres Hauses Sinn hatte und auch für die Welt nur als Gattin ihres Mannes, als Mutter ihrer Kinder gelten wollte, ohne jede Lust und Begierde, noch einmal als Ledige scheinen zu wollen. Und auf dieser Höhe steht sie auch heute, geheiligt als Bewahrerin und als Mutter der jüdischen Zukunft. Unter diesen Sitten soll der jüdischen Frau die Verhüllung ihres Hauptes eine der kostbarsten sein. Sie ist ein heiliger, strahlender Lichtkranz um das Haupt des jüdischen Weibes. Vom Wert der Rassentheorie. Präsident Masaryk hat gegenüber einem jüdisehen Journalisten u. a. folgende Mitteiiüngen geiäaokt; Unlängst habe ich einen Karlsbader jüdischen Arzt, Df. Zollsoha.empfangen, der einen internationalen anthropologischen Kongreß einberufen will, um festzustellen* daß es u nmö glich ist, die fnon äh *11י« h e n Rassen zu unterscheiden. Ieh habe ihn mit BegOisterung hiezu ermuntert und;habe ihna^ den Kat erteilt, zu diesen»ז Kongreß; auch die Vertreter der deutschen Wissenschaft einzuladen, damit sie vor der Weltöffentlich-' keit ihre Ansichten darlegem Dr. Ignaz Z 011 s c h a n, der Verfasser des ד be- .' deutendsten grundlegenden wissenschaftlichen, Werkes über ' die jüdische Rneiönfrage (״Das Rassenproblem unter, besonderer Berücksichtigung der theoretischen Grundlagen ־ der jüdischen Rassenfrage“, Wien, 1910) hat nun seinen . Vorschlag — eine Rassenenquete zwecks Erörterung' des ' folgenden Grundthenaas einzuberufen; Ob der .Rassenfaktor einen entscheidenden oder ausschließlich entscheidenden Wert für die Kulturentwicklung, besitzt? -י• auch״ im einem recht interessanten Heft, welches alle wichtigen Probleme ‘ der Rassenfrage in gedrängter Form aufrollt, wiederholt. v■'