Jüdische Presse
- Journal
- Jüdische Presse
- Volume
- 20 (1934)
- Issue
- 21 (8.6.1934)
- Date
- 1934-06-08
- Page
- – (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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Bette 4 ■י » v- ^יי» 21 arbeitet ״jrrager Mittag“ führt aus* ,öäß die in der TächeöhöälöWäkel verbotene Deutsche Natföfläfsozialistische Arbeiterpartei in letzter Zeit ihre Wühlarbeit iä einem Maße führt» daß man sich fragen muß, ob die Partei Wirklich verboten iit; Von' Provokationen durch illegale Flugschriften, Beschmieren der Wände mit ״«eil Miller״, antisemitliehen Exreisen, Reklamation antisemitischer Gedichte seitens prominenter Prager deutscher Behau- Spieler auf der deutschen, Gesandtschaft u. W ä. hört man immer häufiger.; Juden-Karikatur aus einer Freßburger Ausstellung entfernt» ln der Frühjahrsausstellung der Slowakischen Kunstvereinigung in Preßburg war eine vom Zeichenlehrer des Deutschen Realgymnasiums, Pinka, gemalte Karikatur au sehen, die das Dritte Reich in folgender Weise darstellte : ln der Mitte ein sich drehendes großes Hakenkreuz mit schaufelförmigen Haken, mit welchen die Juden, die mit; Hakennasen abgebildet sind, auf tschechoslowakisches Gebiet geschaufelt werden. Ein Tscheche und ein Slowake schauen der Sache lachend zü״ Auf Ein* schreiten der Judenschaft Preßburgs bei der Polizei wurde eine Kommission in die Ausstellung entsandt, worauf die Ausstellungsleitung das Bild ZurUckzog. Die jüdischen Flüchtlinge in der Tschechoslowakei. Nach einem amtlichen Bericht des Innenministeriums halten sich gegenwärtig auf dem Gebiete der Tschechoslowakei 1533 Emigranten aus Deutschland und Oesterreich auf. Von jüdischer Seite wird mitgeteilt, daß ־ sich beim jüdischen Hilfskomitee seit dem Umsturz in Deutschland 2800 Personen angemeldet haben, von denen mehrere mit Hilfe des Komitees, teilweise nach landwirtschaftlicher Ausbildung, ins Ausland, hauptsächlich nach 'Palästina, Brasilien, Argentinien und Tunis, sich begeben könnten. Heute führt das Komitee 220 Personen, die nicht untergebracht werden konnten, in Evidenz. Smetana-DvorakrFeier. Anläßlich des 50״ bzw. 30. Sterbetages obiger weit* berühmter tschechischer Meister veranstalteten die orth. isr. Knaben- und Mädchenvolksschulen in Bratislava am Sonntag, , den 26. Mai, eine überaus gelungene Feierlichkeit. Die Leistungen der mitwirkenden Schüler und Schülerinnen der deutschen Volksschule, sowohl in deutscher als auch in slowakischer Sprache lieferten den eklatantesten Beweis dafür, mit welcher Sorgfalt auch in der deutschen Schule die Staatssprache gepflegt und unterrichtet wird. Die sowohl technisch als auch inhaltlieh vollkommen gediegene Festrede hielt Lehrerin W. Löwy. V. BEKIZZUR — Dunajska Streda. Der hier seit fünf Jahren auf dem Gebiete von Limud Hatliora hervorragende Wirksamkeit entfaltende Tiferes B a c h u r im -Verein hat am 16. Siwan einen musterhaft gelungenen Sijum auf ״Chulin“ veranstaltet. Die Ehrw. Herren Rabb. Katz, Reb Juda Schwarz und Reb Leb Paskusz haben mit ihrer Anwesenheit, die ersten zwei auch mit ihren eindrucksvollen Ansprachen den Glanz des Festes gehoben. Nicht mindere Anerkennung haben die Vortragenden des Vereines, H. Josef Steiner und H. Salamon Schwarz, mit ihfeit Ge!eghhhöitäf־yeä giöMtöt. Heft Vizepfäseä Säl. Schwätz hat in seihet Rede auf das VefdieftZt des Vereines; hingewiesen, das Sefer?מצו« hefatiägegeben ■zu haben, dem die Herausgabe hoch weiterer Handsehrifteh felgen soll» Dann spraehen hoch die Herren J. Katzund S. B. Engel. Erst naeh Mltterhaeht würde der Sijüm ih gehobener Stimmung beendet. Die Gemeindestreitigkeiten in Be*eg szäsz sollen durch den Verwaltüngsgerichtshof zu Prag entschieden werden» Die, neugegründete Gemeinde fordert einen Anteil aus dem vermögen der früheren, einheitliehen Gemeinde!, bestreitet die Richtigkeit der Rah(־ binerwahl, da in die Wählerliste auch Mechallele-Schab bos und auch solche aufgenommen wurden, die keinen koscheren Haushalt führen. Die alte Gemeinde fördert Steuerleistungen von den Ausgetretenen für die Dauer von fünf Jahren. — In Sevius kam es zu einem Friedensschlüß zwi sehen den Parteien» Es werden neue Wahlen äusgeschrie ben. Bis zu deren Durchführung leitet die jetzige Re präsentanz die Gemeindeangelegenheiten. — In Uzhorod hat die jetzige Gemeindeleitung eine Broschüre veröffentlicht, welche die frühere Leitung wegen leichtsinniger Wirtschaft anklagt. Diese hätte 1,200.000 tsch. Kronen für Parteizwecke verausgabt. — In PreSov hat sich im Anschluß an den jüngsten Besuch von Dr. Deutschländer eine Bnos Agudas Jisroel gegründet. Frau J. Roß, Koäice, und Frau Silbermann, Lehrerin der Preäover Beth-Jakob-Schule, hielten gediegene Vorträge. — Zum Rabbiner der Status-quo-Gemeinde Trnava wurde Dr. Armin Duschinsky, Sohn des Rabb. J. M. Duschinsky, aus Räkospalota, gewählt. — Zu dem in Verecky rund um die Person des langjährigen verdienstvollen Dajans, Rabbiner Landau, von uns bereits gemeldeten Konflikt,* erfahren wir, daß dieser Konflikt lediglich von einigen bedeutungslosen Hitzköpfen herauf beschworen wurde, daß aber die überwiegende Mehrheit der Gemeinde hinter dem Dajan steht, den sie nun zum Rew wählen wird. — In Angelegenheit der jüngst abgehaltenen G emeindewahl in Chust hat die vom Bes-Din entsandte Untersuchungskommission einen Bericht erstattet, wonach die Wahl an sich in Ordnung vor sich gegangen ist und daß nur einige Formfehler unterlaufen sind. Die ganze Angelegenheit liegt jetzt in Händen des Munkatscher Bes- Din, welches für den Fall, daß eine Einigung zwischen den Parteien nicht zustande kommen sollte, endgültig - nach der Halacha entscheiden wird. Von gutmeinender Seite bemüht man sich, die Frage der Rabbinerwahl für eine gewisse Zeit hinauszuschieben, Um erst unter den erhitzten Gemütern Beruhigung eintreten zu lassen. Es wäre jedenfalls sehr zu hoffen, daß der heute mehr denn je notwendige Friedensgeist auch in Chust endgültig Platz finde. — Wir haben in unserer vorwöchigen Ausgabe über den zwischen der orthodoxen Gemeinde in Mukaöevo und den in der Gemeinde Rosvigov wohnhaften Juden entstandenen Konflikt berichtet. Die Gemeinde Rosvigov gehörte bisher zur Munkatscher Gemeinde, betreibt aber jetzt ihre völlige Los 1 ösung. Trotz des rabbinischen Verbotes wurde nun in Rosvigov eine Rabbinerwahl abgehalten und der bisherige Rabbinatsassesor, B. Weiss, zum Oberrabbiner gewählt. Angeblich soll die Muttengemeinde Mukaöevo Dokumente besitzen, welche die Abtrennung Rosvigovs unmöglich machen würden. Man hofft aber, daß es noch rechtzeitig zu einem Ausgleich zwischen den beiden Gemeinden kommen wird. (S. B.) BADE- und KURORTE PENSION HIRSCH, FÜRSTENHOF Pensionspreise im Juni von S 12.— inkl. aller Steuern Streng כשף 1200 Meter 9 Einzigartiger Höhenkurort, intensivste Höhensonne, Wassersport. Pension Geschwister Scheer im Hotel Hochalm. Bekannt erstklassige Verpflegung, mäßige Preise. Fahrpreisermäßigung. Villa Kurarzi Dr. R. Loebel Hofgasfein Am Plattensee streng orthodoxe Koscher-Pension WILHE LMKOHN . BALATON SUN E S Nächst Fichtenwäldern gelegen, zwei Minuten vom See und vom Bahnhof. Großer Strand, Gutes Trinkwasser, Bekannt erstklassige Küche. Im billigen Ungarn! Tief herabgesetzte Vorsaisonpreise. Referenzen; Siegmund Stern, Wien, H., Tabor״ straße 53a; Dr, Rudolf Weiß, VI,, Mariahilfer״ straße 95; Emanue! 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Am Scbwuos veranstaltete die Agudas-Jisroel-Orts־־ und Jugendgruppe in Subotica einen Vortragsnachmittag, Herr Marion Rosenfeld, der Von einer längeren Erez-Jisroel-Reise heimgekehrt ist, erstattete ein erschöpfendes Referat und bot ein anschauliches Bild über das Gesehene und Wahrgenommene im Heiligen Lande, Seine Konklusion geht dahin, daß es heiligste und dringlichste Pflicht der Orthodoxie ist, den religiösen Aufbau und die hiezu dienenden Finanzinstrumente Weitgehendst zu fördern. Hierauf folgte ein sehr inhaltsreicher und sinniger Vortrag des Herrn Bezalel Deutsch über das Jugettdproblem und über das Autoritätsgefühl der Jugend. Beide Vorträge hinteriießen einen nachhaltigen Eindruck, Einweihung eines Altersversorgungshauses in V.-BeOkerek. Am 27. Mai wurde das durch den Verein ״Maskil el Dol“ errichtete Altersversorgungshaus feierlichst eingeweiht. Die Festrede hielt Herr Oberrabb. Dr. M. Niedermann. Im Namen des Vereines sprach der Präses Herr Max Ullmann und im Namen der Gemeinde Herr Gemeindepräses Dr. M. Ivanyi. Die Judenheit Beökereks verdient ׳ vollste Anerkennung für diese edle und jüdische Leistung. Bris-Miloh. Am Freitag vor Schwuos fand ein Familienfest in Subotica statt, das sich zu einer erheben* den Feier der jüdischen Gemeinschaft Suboticas gestaltete. Es war dies die Seudas Bris-Miloh des erstgeborenen, Sohnes des Herrn Rabbiners Samuel Deutsch, bei der die beiden jüdischen Gemeinden durch ihre prominentesten Mitglieder und durch ihre Leitung vertreten waren. Beim Festmahl sprachen der ehrw. Großvater Herr Oberrabbiner Moses Deutsch, Herr Oberrabbiner Dr. J. Gerson, Herr Wilhelm Glied und Herr Rabbiner Samuel Deutsch. Dieses Familienfest war eine imposante und echt jüdische Sudoh schel Mizwoh, das lange in Erinnerung der zahlreichen. Teilnehmer bleiben wird. 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Herausgeber und Verleger; David Türkl (für eine Arbeitsgemeinschaft), Wien, ״מ Malzgasse 13 a, — Verantwortlicher Redakteur: Karl Richter, Wien,!!., Fraiaz״ HocbedUnger*Gasse 3* — Druck; Druckerei״ und Verlags״ A.״G, lg, steinmann, Wien,׳St, UnlverMtätsstraße 6-8,