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Jüdische Presse · 1934-05-18 · 19 (18.5.1934) · page 7

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Journal
Jüdische Presse
Volume
20 (1934)
Issue
19 (18.5.1934)
Date
1934-05-18
Page
– (sequence 7)
Language
German
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fSf. 19 dUUIol^JuLJLt rltlüÄölj mm t tea ein gutes Stück Arbeit da2u verwenden, um die Erhaltung der Jeschiwo-Zöglinge bis 2u deren Einstig in unseren Arbeitsstätten aus den Erträgnissen des ״Ifbera w'Derech Erez‘ 2u sichern öder Wenigstens kräftig ftachSuheifen. Es lag uns nicht minder am Herzen, das gan2e, was geistige Führung üttd Auswahl der Zöglinge anbelangt, der alleinigen Entscheidung unserer Rabbonim Zu unterstellen! Aber nur das geistige! Denn in Wirt* schaftssachen sind wir Baale Batim, Kaufleute und im praktischen Leben stehende Fachmänner berufen.“ Außenminister Dr. Benes in Podkarpatskä Rus. Minister Dr. Beneä wurde auf seiner Reise durch Podkarpatskä Rus überall herzlich empfangeh.Die gesamte jüdische Bevölkerung beteiligte sich an den Ovationen, die dem populären Außenminister bereitet wurden, und bei den Empfängen ließen sich alle jüdische Kultusgemeinden vertreten. Beim Empfang in S e v 1 u § erschien eine fünfgliedrige Abordnung der Kultusgemeinde beim illustren Gast und begrüßte durch Vorstandmitglied Herrn Salomon Fischhof in einer kurzen, aber kernigen Rede den großen Staatsmann. Dr. Beneä reagierte auf die Worte Fischhofs und antwortete folgend: ״... und verspreche Ich Ihnen, daß auch in Zukunft sowohl ich als auch Herr Präsident Masaryk die Interessen des Judentums bei jeder Gelegenheit wahren werden. Der tschechoslowakische Staat ist auf demokratischen Grundlagen auf gebaut und bei uns genießt das Judentum tatsächliche Gleichberechtigung, allen anderen Konfessionen gleich. Ich weiß, daß die Juden ein staatstreues Element sind, und ich bitte Sie, auch künftighin für die Konsolidierung des Landes mitzuarbeiten.“ J. H. ־» Anläßlich des Aufenthaltes von Außenminister Benes in Podkarpatskä Rk3 veröffentlichte die in UZhorod erscheinende Tageszeitung ״Uj Közlony" an der Spitze des Blattes eine begeisterte Begrüßung in ungarischer, russischer, tschechischer, hebräischer und jüdischer Sprache. Die hebräische und die jüdische Begrüßung haben denselben Inhalt. Sie feiern im Namen aller Juden von Podkarpatskä Rus, ohne Parteiunterschied, in Beneä ׳״den echten und verläßlichen Freund des jüdischen Volkes“. Was geht in Uzhorod vor? Die ״Jüdische Presse" hat seinerzeit wiederholt über die Aktion des zum großen Teile zionistisch gesinnten Uzhoroder Gemeindevorstandes berichtet, der vor mehr als einem Jahre die traurig bekannte separate Kanzlei ־für P. K. R. gründen wollte. Diese Aktion scheiterte an dem vernünftigen Widerstand der Kehillos, die sich gegen die ganze Aktion verwahrten, da eine separate Kanzlei für die wenigen verarmten Kehillos Rusinslcos keinesfalls möglich und erwünscht ist. Die ״Jüdische Presse“ tadelte auch die ganze Handlungsweise mit ihrem neuen Delegiertensystem נ;ד תקנית הקדמונים usw. Als diese Kanzleimacher den Zusammenbruch ihrer Aktion sahen, begannen sie unter dem Namen ״Zusammenschluß der Kehillos zur Schaffung eines neuen Gemeindegesetzes“ ihr Ziel: die Schaffung einer eigenen Landeskanzlei für P. K. R., zu verfolgen. Die ״Jüdische Presse“ kämpfte auch gegen dieses Projekt in ihrem Artikel ,,Sonderaktion“. Als schließlich das Kultusministerium alle diese Kanzleimachinationen endgültig zurückgewiesen hat, beginnen nun wieder die ׳bekannten zionistischen Kanzleimacher ihre Arbeit unter anderem Deckmantel. Da sie wohl wissen, daß die wenigen Rosche-Kehillos, die bis jetzt für ihre Pläne zu haben waren, nicht mehr weiter zur Verfügung stehen werden, riefen sie vor Wochen die Rosche-Hakohol nach UZhorod zwecks Gründung eines ״Wirtschaftsrates", um angeblich Sanierungen und Anleihen für'die Gemeinden zu erwirken. Selbstverständlich ist dies bloß ein Märchen und nur als Lockmittel gedacht, auf das die Gemeinden hereinfallen sollen. Die Herren irrten aber. Bloß einige Leute sind erschienen. Sie machen nun jetzt durch einige Zeitungen Reklame und wollen die Kehillos für sich gewinnen. Jeder ernste Gemeindevor- Steher durchblickt aber nur zu gut den Zweck der ganzen Aktion. Die Gemeinde» werden sich nicht mehr irreführen lassen. 1F. Beth-Jakob-Inspektionsreise von Dr. Deutschiänder. Wie bereits kurz gemeldet worden ist, hat der Leiter der allgemeinen Beth Jakob-Zentrale, Dr. Leo Deutschländer, einige der neugegründeten Beth- Jakob-Schulen in der Slowakei erstmalig besucht, ln An- Wesenheit des Schulvorstandes fanden Prüfungen statt, und zwar in Nitra, wo Frl. Steinberg unterrichtet, in Topoiöany (Lehrerin Frl. Mehr), in Novä* Zamky (Frl. Flora Silbermann), in Koäice (Frl. Roos) und in Preäov (Frl. Margit Silbermann). Die Prüfungen zeigten das erfreuliche Wachstum in der Bewegung und eine ebenso erfreuliche Anteilnahme weitester Kreise an der Beth-iJakob-Idee. Dies •kam auch aus den überaus anerkennenden Worten zum Ausdruck, die die Herren Oberrabbiner der gebannten Städte, ohne Ausnahme, an den Inspizienten richteten. Die Ortgruppen der Agudas Jisroel und die Kuratorien von Beth-Jakob benützten die Anwesenheit von Dr. Deutschländer, um an den Abenden größere Gemeindeversammlungen einzuberufen, in welchen der Referent über das Chinuch-Problem im allgemeinen und Über das Erziehungswesen in Erez Jisroel im besonderen wirkungsvoll sprach. Es erübrigt sich, hinzuzufügen, daß die Referate übe1*all, auch in Koäice, mit Zustimmung des Oberrabbiners stattgefunden haben. Nitraer Raw als Gast in Trnava. Aus Anlaß einer ,■ברית מילד im Hause eines unserer angesehensten Baale-Batim, Herrn Leopold Schick, haben wir die S’chioh gehabt, am letzten!Schabbos unseren Rebbe, Se. Ehrw. Herrn Oberrabbiner S. D. Ungar, Nitra, als Gast in unserer Kehülo begrüßen zu können. Die Gemeindeleitung ließ es sich nicht nehmen, den hohen Gast mit einer Droschoh zu beehren. Es erschien im Bes- Haknesses die ganze Gemeinde, um wieder vom Munde unseres Rebben, seine meisterhaften, von tiefen Gefühlen getragenen Worte zu hören. In einer l^atündigen Rede hat unser Rebbe Worte vom ׳Herzen, die wir von ihm immer gewöhnt waren, so eindrucksvoll zum Ausdruck gebracht, daß es jeden Anwesenden tief rührte. In seiner Rede hatte er die Dringlichkeit, ein geistiges Oberhaupt für die Kehillo zu erwählen, unterstrichen. Wir hatten auch Gelegenheit, vom Rebben, der der Präsident der slowakischen Agudas Jisroel ist, seine Ein- Stellung zur Brez-Jisroel-Arbeit zu hören. Er verurteilte eine einseitige Erez-Jisroel-Tätigkeit, die Erez Jisroel zu einer wirtschaftlichen Oase und Zufluchtstätte degradiere. Vielmehr muß Erez Jisroel als das heiligste Gut des jüdischen Volkes betrachtet werden, wo die echte Pflege der Thora-Hakdosche als Grundideal und echt jüdische Lebensführung über alles gestellt sein muß. :Spät nachmittags war der Rebbe;Gast der hiesigen Agudas-Jisroel-Jugendgruppe'-•־ man kann sagen, bei seiner Jugend — im Rahmen eines Sudo- Schlischis, wo sich auch die Mitglieder des Schomre- Thora-Vereines und mehrere Baale-Batim eingefunden hatten. Hier hat er seine väterlichen Worte und Weisungen an die Jugend gerichtet. -״■ B. B. Aus der Preßburger Jeschiwo. Wie alljährlich, fanden kurz nach!Eröffnung des Sommersemesters die Wahlen zu der!Chewrah- Charifus statt. Es wurden per Akklamation folgende Herren Rabbinalskandidaten gewählt: R. David Gross, Gyömöre, R. Binjomin Chajim Steiner, Bratislava, R. Naftoli Ch. Ehrentreu, :Sobotiste. Die neue Leitung wird sicherlich alles anwenden, um die ehrwürdige Chewrah auf die ihr gebührende Höhe emporzuheben, damit sie zur Zierde unserer Jeschiwo' werde. •Am vergangenen Schabbos hat Herr'Rabb.-Kand. David Groß den Reigen der Charifus-Vorträge mit einer auf festen Grundlagen aufgebauten Rede eröffnet. Die nachträglich erfolgte Wahl zu der Chewrah ״Magidus hatte folgendes Resultat:!Selig Weiß, Nitra, Juda •Löwi, Plesivec, Sch. Schik, Onod. | Aguda-Mitglieder Klassenlose beim §j Glflcksbauer q Y-U C K S ÖA Wien, IV., Favoritenstraße Nr. 4: (Tel. U-47-5-20) Filiale: II., Leopoldsgasse Nr. 35 (Tel. A-46-6-81) Haupttreffer: 1 Million Schilling Ziehung 1. Klasse: 23. u. 25. Mai Langer* Spezial-Frisier- und Aurumiar-Salen Wien, II., Franz-Hochedlinger-Gasse 25 Haarschneiden S 1.—, Aurumieren 60 g, Kinder-Haar- ■schneiden 80 g. Im Abonnement besonders billige Preise. Samstag geschlossen. iiuiBBUlaala&nulausiBiKiläfifilHBiaunssHBBgaaBHaiaanBa fl m a Streng כשר Streng א«ילו למהדרין מן המהדרין ■ I Spelsehaui Hirsch! י PRAG, I. Bllkov* 19 י g Haltestelle der Tramway Nr, 1 und 4 vom Bahnhof es B»WW»WOBi8nw»t®l«BÖSIBBBBH»««B»*«IBBBBBBBRB■ ספר מיליון דיונה י לרבינו יוגד. האומים זיצל על משנתית העז־ם נדפסטחדש עם חוספית חרושים מבחב יד כרפיס יפה ומשובח, נאה ומהודר מהירו כנייר עב ויפה.69 KC כנייר רענאל מן העידית ... . . ■•75 " הכריכה כולו כד.■•15־ " כהשנ יי ע״י הישיבה כנייטרא KABINSKA SKOLA, NITRA, TSOHECHOSLOV. ♦ * ♦ — Kezmarok. Bei der am 36. Omertag stattgefundenen Neuwahl der Leitung der hiesigen Chewra Bi kur Cholim, wurden gewählt: I. Präses: An dor Brody; II. Präses: M. Meller;!Schriftführer: Max Perlroth per Akklamation; in den Ausschuß: Aron Engel, Jakob Stieglitz, Rudolf Herz, Salamon Großmann; Ersatzausschuß und Rechnungsrevisoren: H. Sichermann, Ignaz Winczer mit Stimmenmehrheit. — Neue Zeitungsmeldungen wollen es wissen, daß die geheimnisvollen Geldüberweisungen für die armen Juden im Wege einzelner Kultusgemeinden Rusinskos vom griechisch-katholischen Bischof in Munkäcs •Sr. Em. Alexandru S 10 j k a herrühren. — In Nove-Zamky veranstaltete die orthodoxe jüdisehe Jugend eine!Sijjum-Feier, welche gleichzeitig eine Feier des Vortragenden, R. Chajim Druxler, wurde, der bereits seit einem Jahrzehnt die Talmudvorträge für die Jugend hier abhält. Ein silberner Becher wurde ihm als Ehrengeschenk überreicht. Nebst dem Jubilar sprachen Herr Oberrabbiner Tigermann, die Rabbiner Stern und Kahan. — Sevluä. Die Meinungsverschiedenheiten in der Repräsentanz in der hiesigen Gemeinde haben derartige Dimensionen angenommen, natürlich wegen der aktuellen D a j a n ־ F r a g e, daß 17 Mitglieder derselben abdankten •und damit erreichen wollen, daß in allerkürzester Zeit eine Neuwahl stattfinden soll. (S. F.) — In Vrbovö haben sich in der letzten Zeit zwei traurige Vorfälle ereignet. Ein jüdisches Mädchen beging Selbstmord, weil ihre Eltern ihre Heirat mit einem Beamten christlicher Religion nicht bewilligten. Zwei Mädchen aus religiösem Hause haben sich im Geheimen taufen lassen, um christliche Kaufmannsleute zu heiraten. Es wurde ein Fasttag angeordnet, der Rabbiner ermahnte zur Rückkehr und in der Gemeinde wird jetzt viel über die Neuorganisation der religiösen Erziehung der Mädchen gedacht und geplant. Ins Herz getroffen... Millionen Menschen Wagen heute über Störungen des Herzens oder, der Nerven, Da heißt es, gesundheitlicher leben als sonst und die Verordnung des Arztes streng befolgen, Dazu würde die Einschränkung des Kaffeegenusses gehören, wenn es nicht Kaffee Hag, den berühmten coffeinfreien Bohnenkaffee gäbe, Kaffee Hag ist im Geschmack und Aroma vorzüglieh und von keinem anderen Bohnenkaffee zu iibertreffen. Es gibt nur eine Qualität, •die beste. Sparen ist wihft es nicht aut Kasten der Gesundheit geht. Man überlege darum wo hl'ob es nicht besseLwäre, Katfee Hag den Vorzug 2u geben. Dieser echte cotfeinfreie Bohnenkaffee bietet die Gewähr Unschädlichkeit und unverkürzten Genuss. KAFFEE ,HAG SCHON* HERZ UND NERVEN Jugoslawien! Delegiertentag der jugoslawischen Landesorganisation der Agudas Jisroel in Subotica. Sonntag, den 6. Mai, fand in Subotica der erste Dele- * giertentag der Landesorganisation statt. Er bedeutet zweifellos einen wichtigen Wendepunkt in der Geschichte der Agudas Jisroel in Jugoslawien. Die an ihm erbrachten Beschlüsse und die im Laufe der Beratungen in Erscheinung getretene gesteigerte Willenskraft der *bestimmenden Faktoren erfüllen die unter der Fahne der Agudas Jisroel organisierten Massen mit neuer wohlberechtigter Zuversicht in bezug auf die Weitergestaltung und den Ausbau der Organisation. Vormittags um 10 Uhr eröffnet Herr Rabbiner Samuel Deutsch, Präses der Landesorganisation, die gut beschickte Tagung. Er heißt die anwesenden Delegierten der Zagreber, Somborer, Sentaer und Suboticaer Orts- und Jugendgruppen aufs herzlichste willkommen. Der kurzen, aber innigen Begrüßung des OrganisationS- Präsidenten folgte eine tiefdurchdachte und herzliche -Anspräche von Sr. Ehrw. Herrn Oberrabbiner Moses Deutsch, Präses des Rabbinischen Rates der Agudas Jisroel für Jugoslawien. Herr Oberrabbiner würdigt die besondere Bedeutung des Tages sowohl vom agudistischen wie auch vom allgemeinjüdischen Gesichtswinkel aus. Hierauf wird das Tagespräsidium gewählt, das aus nachstehenden drei Herren besteht: Samuel Ehrmann (Subotica), Dr. Milan Engelsrath (Zagreb) und Ernst Gewürz (Sombor). Herr Präses Rabbiner Samuel Deutsch erstattet nun unter allgemeiner Spannung der Anwesenden den Tätigkeitsbericht. Der Bericht umfaßt einen Zyklus von nicht weniger al3 elf Jahren. Bis zu dieser Zeit war der Aguda-Gedanke hierzulande völlig unbekannt. Es bedurfte einer unglaublichen Ausdauer, um die ungeheuren Hindernisse aus dem Wege zu schaffen und um die Tatkraft der anfänglich winzigen Schar von Gesinnungsgenossen und Mithelfern nicht erlahmen zu lassen. Es mußte auf allen Gebieten schwere Pionierarbeit geleistet werden. Vorerst wurden die Orts- und Jugendgruppen in Subotica ins Leben!gerufen. Ihnen folgte die Gründung det übrigen Gruppe n. Die Agudas Jisroel in Jugoslawien bestrebte sich trotz der relativ geringen Anzahl ihrer Gruppen, ihr Gepräge dem gesamt jüdischen Leben zu verleihen. Schon am Beginn ihrer Tätigkeit forderte sie nachdrücklich und entschlossen eine praktische Erez-Jisroel- Arbeit. Es gelang ihr auch, schon vor Jahren in Machpe Jisroel 36 Dunam Boden käuflich zu erwerben. Sie gründete Hachschoro-Stätten, wo die nach Erez strebenden Muchschorim für ein den Aguda-Prinzipien entsprechendes Leben vorbereitet werden. י Es wurden Beth-Jakob-Schulen und Aguda-Kinder: gärten gegründet, die sich in allen Schichten der Juden■• heit der größten Beliebtheit erfreuen. Die Agudas Jisroel verstand es auch, trotz der anfänglichen Aversion verschiedener Kreise ihr Ansehen nach außenhin in der Masse zu sichern, daß sie seitens der Behörden und der übrigen jüdischen Körperschaften bei allen Anlässen berücksichtigt wird. Redner weist noch auf eine Fülle von. Leistungen auf politischem, erzieherischem, organisatorischem und sozialem Gebiete •hin. Unter allgemeiner Spannung der Zuhörer erklärt der Präses, in Hinkunft die Zentral- 1 e i t u n g infolge seiner vielseitigen Inanspruchnahme nicht mehr ׳beibehalten zu können. Er wünscht der neu zu wählenden Leitung, das begonnene Werk fortzusetzen und das Banner der Agudas Jisroel auch künftighin, trotz aller Hindernisse und Widerwärtigkeiten zum Wohle des ganzen Judentums stets hochzuhälten. Das einständige glänzende Referat des verdienstreichen Begründers und Präses der Aguda-Bewegung in Jugoslawien übte auf die Zuhörer einen überwältigenden Eindruck aus. Vorsitzender Herr Samuel Ehrmann sagte Herrn Präses für seine mühevollen und opferreichen Leistungen im Namen aller Delegierten herzlichen und verbindlichen Dank. Herr Abraham M o s e s, Zagreb, ergreift das Wort und nimmt gerne Anlaß, um den Dankesgefühlen der bisherigen Zentraileitung gegenüber im. Namen seiner Gruppe Ausdruck zu verleihen. Nach einer kurzen Mittagspause nahmen die Beratungen ihren Anfang. Nach eingehender Behandlung verschiedener Aguda-Probleme wurde der Antrag des Herrn Rabbiners Samuel Deutsch, den Zentralsitz nach Zagreb zu verlegen, angenommen. An die Spitze der Organisation wurde ein fünfgliedriges Präsidium gewählt, das aus nachstehenden Herren besteht: Dr. Milan Engelsrath, Abraham Moses, H. Schwabenitz, Lazar Rothstein und Hermann Adler. Ferner wurde ein achtgliedriges Aktionskomitee gewählt, das sich folgendermaßen zusammensetzt: Rabbiner Samuel Deutsch, Isak Engländer, Jenö Berger, Gedalje Winkler, Marton Großberger (Subotica), Leopold Klein, Albert Gelbstein (Senta) und Ernst Gewürz (Sombor). Es ist nun zu hoffen, daß die neue Leitung das . eifrigste Bestreben haben ׳wird, ihren ganzen Energieeinsatz in den •Dienst der heiligen Sache zu stellen und das Aeußerste aufzubieten, um das so vielseitige Programm der Agudas Jisroel zu verwirklichen. Im Anschluß an den Delegiertentag fand die konstituierende!Sitzung der neugewählten Leitung statt. In deren Verlauf wurde zum Vorsitzenden des Aktionskomitees Herr Leopold Klein (Senta) und zum stellvertretenden Vorsitzenden Herr Dr. Milan Engeisrath (Zagreb) gewählt-

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