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Jüdische Presse · 1934-04-13 · 14 (13.4.1934) · page 3

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Journal
Jüdische Presse
Volume
20 (1934)
Issue
14 (13.4.1934)
Date
1934-04-13
Page
– (sequence 3)
Language
German
Belongs to
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Nt. 14 ppsp^^^ip Wff38? Ätts eiiieffi Bericht deä Herrn Dt. L. Deiitsc hländer an den G. A. def Agudas Jisföel. ״ . . . Fast eine Woche Verbrachte ich in Krakau, wo ich besonders efffeülichd Eindrücke gewonnen habe; öas Lehrerkollegium des Seminars unter Leitung von Herrn O r 1 e a n arbeitet mit einer Harmonie, Wie sie ohne Uebertfeibung wohl einzig in der Weit dasteht. Ich kann das Verantwortungsgefühl, das die Lehrerinnen beseelt, ihr Auf gehen in der Arbeit, ihren Fleiß in der Vorbereitung usw., nicht mit Worten wiedergeben. Die Konferenzen über alle jüdischreligiösen und pädagogischen Fragen tragen eine solche originelle Note, daß ich immer nur gewünscht habe, objektive Fachleute von internationalem Hang möchten an- Wesend sein. Herr Orlean ist ätif Grund seines ungeheuren jüdischen Wissens in der Lage, dem Ganzen eine tiefgeistige Note zu geben, und die in den früheren Jahren durch Judith Rosenbaum-Grünfeld herangebildeten jungen Dozentinnen vererben auch das Edelste der sogenannten westlichen Tradition. Die Kanzlei wird von den Herren Deutscher und S p i r a musterhaft geführt. Ein Beispiel: Wir haben in Polen 236 Schulen und zirka 400 Lehrerinnen. Jede Schule und jede Lehrerin hat ihr separat liegendes Aktenstück, täglich laufen durchschnittlich 50 Anfragen ein, von denen keine unbeantwortet bleibt. Frau Schenirer - Landau waltet in alter Ungebrochenheit ihres Amtes und ist nach wie vor der religiöse Eckpfeiler der Bewegung, Von außen hat Beth-Jakob kaum irgendwelche Subventionen, so daß die Erhaltung dieses Riesenwerkes wirklieh wie ein Wunder anmutet. Nur 14 Schulen sind im letzten Winter der Krise erlegen, dagegen haben alle K a n d i d a t i n n e n, die im Winter entlassen wurden, 66 an der Eahl, Stellen erhalten. Acht Kreiskonferenzen haben stattgefunden, an welchen alle in der Umgegend amtierenden Lehrerinnen teilgenommen haben, Geführt wurden diese .Konferenzen durch die Delegation aus Krakau, bestehend aus Herrn Deutscher, der das organisatorische, Herrn Örlean, der das pädagogische, und Frau Schenirer, die das religiöse Referat hielt. Wie ich aus den zahlreichen Briefen der Lehrerinnen ersehen habe, wird brieflich über alle angeschnittenen Probleme weiterdiskutiert und die Krakauer Zentrale vervielfältigt charakteristische Auszüge aus den Korrespondenzen . . . Ich habe Ihnen schon früher-mitgeteilt, daß in den drei Seminarklassen augenblicklich 85 Kandidatinnen lernen, außerdem sind im Hause zwei Vorbereitungskurse und ein allgemeiner Beth-Jakob-Kurs für schulentwachsene Mädchen, in Welchem das Profanprogramm etwas erweitert ist, Ueber das Wiener Seminar Wurde in den letzten Monaten öfters berichtet und so mag zur Vervollkommnung des Bildes nur nachgetragen werden, daß auch hier die Arbeit im Fortschreiten begriffen ist. Bereits zweimal konnten von hier aus die jungen Sendboten für die Beth-Jakob-Idee in die Nachbarländer geschickt werden, sö nach der Slowakei, Rumänien, Ungarn, Jugoslawien und 11 a 1 i e n, wo insgesamt etwa 30 Lehrstätten errichtet wurden. Wir sind keine Meister in der. Statistik, können aber mit Recht annehmen, daß wir bald das vierte Zehntausend jugendlicher Seelen, die von unserer Bewegung erfaßt sind, erreicht haben. Gebe Haschern Kraft zur Weiterarbeit . . ." ן V ן ן ן ZAH N PASTA fürJhre Zähne! Kritik und Betrachtung« Der dritte Sederabend Diesmal haben die Austro-Zionisten ihr Alibi in religiöser Beziehung erbracht, ihnen genügen nicht mehr die zwei Sederabende, die in der Gola gehalten werden, und sie haben einen dritten Rederahend am 1. April im Festsaal des Hotel Continental abgehalten. Der Verein ״Erez Israel“ gemeinsam mit der ״Zionistischen Bezirks- Sektion“ haben den dritten Sederabertd mit einer erstkiassigen Jazzesband bei Gesang und Tanz abgehalten. Wem sich da nicht der Magen dreht, dem ist nicht mehr zu helfen. Wenn diese Bande von Schlemmern sich einen vergnügten Abend bei Wein, Weib und Gesang _ machen will, so wäre das ja ihre Sache. Aber daß sie dazu sich die Devise .״Dritter Sederabend“ geben, ist eine Vermessenheit, gegen die kein Mittel schlecht genug Wäre, um ihnen diese Freude zu vergällen. Und daß der Verein ״EreZ Israel“ dabei ist, das steigert diese Unverschämtheit ins Maßlose. Sie haben das Land noch nicht und verunreinigen es schon. Daß sie den Begriff unserer heiligen Sederabende für ihre genießerischen Freuden mißbrauchen, sollte nicht ungestraft bleiben. Errichtung der ersten agudistisehen ״Macbne Olim“ in Oesterreich. Die Erez-Jisroel-Zentrale der Agudas Jisroel für Oesterreich verlautbart: Nach längeren Bemühungen ist es nunmehr gehingen, für die ganze bevorstehende Sommersaison eine ״Machne 01 im“, eine landwirtschaftliche A,u s b i 1 diu 11 g s s t ä 11 e für junge Agudisten, wie sie für Zwecke der Erlangung eines Einwanderurigs- Zertifikats nach Erez Jisroel und der landWirtschaftliehen Betätigung im Heiligen Lande notwendig ist, auf dem großen Gutsbesitz der Herrn Alex. Ungar in Schachendorf (Burgenland) zu errichten. Interessenten melden sich sofort im Sekretariat der Erez-Jisroel-Zentrale, Wien, II., Leopoldsgasse 16, oder allabendlich in der Agudas-Jisroei-Jugendgruppe, II., Floßgasse 1. Schächtverbot in Oberschlesien vor der Gemischten Kommission. Die in Kattowitz, ׳Polnisch-Oberschlesien, unter dem Vorsitz des früheren schweizerischen Bundespräsident.en C a 11 o h d e r tagende (Gemischte polnisch-deutsche Kommission für Oberschlesien hat sich noch in diesen Tagen mit der Klage des Rabbinerverbandes für Oberschlesien gegen das im deutschen Teil Oberschlesiens ausgesprochene Verbot des ׳Schächtens hach jüdischem Ritus zu beschäftigen. Der Rabbinerverband ■beruft sich in seiner Klage auf die Bestimmungen der Genfer polnischdeutschen Konvention, dergemäß die religiösen Belange der oberschlesischen Juden garantiert sein müssen. Als Vertreter des Oberschlesischen Rabbinerverbandes werden vor der Kommission Rabbiner Dr. Goldnski aus Beuthen und Rabbiner Dr. K a t z aus Hindenburg erscheinen, als juristischer Vertreter des Verbandes wird Dr. Fränkel plädieren. Die Kommission hat als Experten den jungen Kattowitzer Rabbiner Dr. Cham ei des geladen. Prof. Josef Caro צ" ל!• In Frankfurt a. M. verschied am 2. Tag Pessach '71jährig ganz plötzlich Studienrat Dr. Josef Caro זצ*ל Sproß und Namensträger des großen Ahnen und Träger in vollstem Ausmaß seiner Tradition. Studienrat Dr. Caro ist in Rawitsch geboren, absolvierte sein Studium der heuen Philologie in Breslau und Berlin, promovierte 1886 in Breslau, kam 1889 an die Samson-Raphael- Hirsch-Schule in Frankfurt a. M., der seine Lebensarbeit und Hingabe bis zu seinem Ende galt. Generationen von ׳Schülern und Schülerinnen verehrten und liebten in ihm in seltener Innigkeit den großen Wissenschaftler, wunderbaren Pädagogen, den begeisterten und unantastbaren Jehudi, den gerechten und gütigen Menschen. Generalversammlung der Wiener Jugendgruppe. Sonntag, den 8. April 1934, fand im großen Saal der Agudas-Jisroei-Jugendgruppe die Generalversammlung derselben statt. Der Saal war überfüllt, als der Vorsitzende Herr Heinrich H e r z o g um 1/28 Uhr die Generalver- Sammlung eröffnete und die vielen anwesenden Gäste begrüßte. Insbesondere begrüßte er den Vertreter der Adas-Jisroel, Herrn Med.-Rat Dr.• Isidor Reihiger, den Vertreter der Agudas -Jisroel-Orts: gruppe, Herrn David Bondy, und den Vertreter des Inspektorates der Israelitischen Kultusgemeinde, Herrn Inspektor O e h 1 e r. Redner gedachte sodann der in der vergangenen Berichtsperiode verstorbenen Führer der Agudas Jisroel, insbesondere des unvergeßlichen Gründers und Beraters der, Jugendgruppe Rabbi J. Baum garten s. A., des großen Chofez Qhaim s. A״ des oft in Wien gewesenen Rabbiners Moses M; Epstein, Jerusalem, s. A., des Lubliner Raiws s. A. 1und des Czortkower Rebben s. A. Die Berichte über die Arbeit der einzelnen Sektionen .gaben deren Leiter, und zwar für Unterricht Herr Artur Feld■״ hei m, der die Einführung von Frühschiurim auch im Winter und von Geschichtsvorträgen des Herrn D. Bondy an Sonntagabenden besonders hervorhob. Herr Hermann :B o n d i referierte über die trostlose Lage der Jugend* gruppenfinanzen und berichtete, daß der Gesamtumsatz im letzten Jahr bedeutend zurückgegangen ist, Herr Markus Schech ter schilderte die Vielseitigkeit der ‘Arbeiten der Erez*jisroe1*Knn1mission und teilte den Interessenten mit* daß esgelungen sei, eine eigene agudistische Hachschproh in Oester״• reich zu eröffnen. Es wird auch durch die neue Aufteilungsweise der Paläs tina-Zertifdka t.e eher möglich sein als bis jetzt, Bewerbern der Agudas Jisroel dieselben zu verschaffen. Herr Wilhelm Weiß berichtete über.die Arbeiten der B.־ un d C. -Grupp e und erwähnte insbesondere die Eröffnung des neuen Heimes in der Schiffgasse. Herr Emst Herzog referierte über die. beiden gelungenen ׳Saisonen des Ferienheimes und hofft, es den Besuchern, wenn möglich, im kommenden Sommer dort noch angenehmer zu machen als ■bis jetzt. Herr Emil Adler sprach namens des Geselligkeitsausschusses Über dessen Arbeit. Die gelungenen Turn ab ende im letzten Winter und die Ausflüge mit Autobussen im Sommer sowie die Eröffnung eines eigenen Klub- Zimmers in der Jugendgruppe fanden reichen Beifall. Das von Herrn Friedrich B r u n n e r beantragte Ä b s o 1 u* ״torium wurde dem Vorstand einstimmig erteilt. Namens des Vorstandes brachte Herr David T ü r kl den Antrag auf Aenderung des bestehenden Statutes ein, und zwar soll dem Vorstand die Möglichkeit; gegeben werden, verheiratete Beiräte mit Sitz und Stimme für die Dauer• von einem Jahre zu ernennen. Die Debatte über diesen Punkt gestaltete sich sehr lebhaft. Bei der geheimen Abstimmung wurde dann der Antrag mit Mehrheit ab g e 1 ehn t. Ein Antrag des Herrn Hermann Bondi, betreffend der Schaffung eines Punktes in den Statuten, daß der Rabbinische Rat der. Agudas Jisroel für Oesterreich die oberste Autorität •der Jugendgruppe sein soll und daß derselbe von jedem Vorstandsmitglied angerüfen werden könne, wurde mit allen gegen eine Stimme angenommen. Herr David Tür kl brachte nun namens des Vorstandes noch einige Anträge auf ־ stilistische Abänderung der Satzun-» gen ein, die alle einstimmig angenommen wurden. Die Wahlen verliefen stürmisch. Als um 1/.,l Uhr nachts Herr Hermann B o n׳di das Resultat verkündete, herrschte lautlose Stille. Nachstehende Herren wurden in den Vorstand gewählt: Adler Emil, Baumgarten Viktor, Bondi Hermann, Feldheim Artur, Herzog Ernst, Herzog Heinrieh, Heß Eugen, Lichter Nandor, Neumann Moritz, Schechter Markus, Schenk Salomon, Schiff Ernst, Spitzer Alexander, Stroh Alexander, Tauber Ernst, Teitelbaum Jakob, Weiß Salomon, Weiß Wilhelm. Die Herren Paul Richter und David Türkl wurden zu Revisoren gewählt. Die Mitternachtsstunde war lange vorbei, als der Vorsitzende die Generalversammlung schloß. Tagung des Landesverbandes jüdischer Jugendvereinigungen Oesterreichs in der Agudas Jisroel. Anläßlich seines fünfjährigen Bestandes hat der Landesverband agudistischer Jugendgruppen am Sonntag, den 30. Nissann 5694 (15. April 1934) , um 11 Uhr im Lokal der Agudas-Jisroel-Jugendgruppe, Wien, II., Floßgasse 1, ein großes Jugendtreffen, zu dem Mitglieder!und Gäste herzlichst willkommen sind. Tagesordnung: 11 Uhr vormittags: Empfang der auswärtigen Gruppen. Referat Dr. Leo Deutschländer: ״Das jüdische Weltbild der Gegenwart, beleuchtet vom Standpunkt ' der Agudas Jisroel“. Debatte. 15 Uhr: Referat Siegmund Stern: ״Die Aufgaben des Landesverbandes in den kommenden Sommermonaten“. Debatte und allgemeine Aussprache, (NB. Die allgemeine Aussprache wird sich insbesondere auch auf Erez Jisroel beziehen.) Sonntag, den 15. April, um 9, Uhr abends findet im Rahmen des Treffens des ״Landesverbandes agudistischer Jugendgruppen“ im großen Vortragssaal der Agudas-Jisroel-Jugendgruppe Wien, II., Floßgasse 1, ein Vortrag Sr. Ehrwürden des Herrn Rabbiner M. Flesch über das. Thema ״Rückblick auf die Gründungszeit und auf das angewandte Erziehungssystem“ statt. Der Vorstand: Hermann Bondi m. p., Siegfried Spitzer m. p. Bitte um Überlassung von jüdischen Büchern. Die Keren-Hathora-Zentrale in Wien bittet hdemit, ihr jüdische Lehr- und: Lernbücher, die in den Häusern entbehrlich sind, zu" überlassen. Die 'Sforim werden benötigt, •auch von religiösen ‘ Chaluzim, die sich auf den Hachscharoth zur Uebersiedlung in das Heilige Land ent* sprechend vorbereiten wollen; Die Sforim werden auf ' Wunsch abgeholt. Für *die KerernfHathora-Zentrale (n., Lebpoldsgasse 26, Tel. A-49-0-94): •Dr. L.t Deutschländer. Personalnachrlchten. Todesf alI, Am ersten Tag Jomtow verschied die zwölfjährige Tochter Edith des Herrn Rabbiners S. N eüwi rt b und Gemahlin ap den Folgen einerheimtückischen Krankheit. Die traurige Botschaft löste überall eine innige ״ Anteilnahme an diesem schweren Schicksals* schlag der in allen jüdischen Kreisen hocbgeschätsten Familie aus. Die l e w a j 0 b, an der sich . zahlreiche Freunde der Familie beteiligten, fand, am zweiten' Tag Jomtow statt, h Vereinsnachrichten. Agudas-Jisroel-Mädchengruppe Wien. Schabbos Parschas!Schemini spricht Herr •Sekretär Moritz Spitzer über ״Sefiroh - Gedanken" im Lokale ״Wienea“ um 1/all Uhr vormittags. Bethausverein. ״Jeschuas Achim“. Schabbos P. Schemini, 4 Uhr nachmittags hält Herr Rabb.-Kand. W. Benedikt, Sohn Sr. Ehrw. Rabb. S. Benedikt, im Bethause ״Jeschuas Achim“, II., Darwingasse 21, einen Vortrag über פרקי אבות. - Lustiges Frühlingsfest für Kinder findet* Sonntag, den 15 d., um */23 Uhr nachmittags im Hotel Post, Wien, I., Fleischmarkt 24, zugunsten der jüdischen Volks־/ und Hauptschule, Wien, II., Malzgasse 16, statt. — Restliche Karten an der Kasse. Pessach-Aktion der ״Frauenhilfe der Adas Jisroel“. Durch verspäteten Abschluß der Pessach-Aktion kommt unser Bericht erst heute. Mit bangem Herzen begannen wir, denn die Not ist. unbeschreiblich und die Spendenmöglichkeit immer schwerer. Doch unsere treuen Helferinnen brachten es doch in unermüdlicher, hingebungsvoller Arbeit fertig, vielen armen Menschen Hilfe zu Pessach zu.geben und zu vermittein. Ihnen allen gilt unser warmer Dank. Nachstehend der Ausweis der gesammelten Beträge, die wir noch vor Pessach den Bedürftigen zuführten. Ernestine Bondi S 490.—, N. N. 170.—, N. Weil 10.—, Gisela Glückselig 20.—•, Charlotte Nasch 60.—, Margit Breuer 35.—, Luise Spitzer 216.50, Elsa Kohn 20.—, N. N. 5.—, Gisela Weiß und Aranka Pisk 13.—, Berta Weiner 17.50, Sidonie Granik 47.—, Lily Engelsrath 109.—, Rosa Hönigsbeer 25.—, Malwine Kaufmann 20.—, Karoline Holzer 37.—, Nana Herzka 31.—, Sophie Pappenheim 205.—, Anna Proßnitz 100.—, Buchwalter 10.—, Frida Schiff 30.—, Melissa Schlesinger 5.—, Hermine Breuer 25.—, Hilda Höchberg 25.—, Elsa Breuer 15.—, Lola Kritzler 10.—, Frau Leopold Richter 11.—, N. Frohlieh 15.—, Lola Schiff 63.—, Jetti Raab 10.—, Flora Weiß 5.—, Therese Kohn 5.—, Therese Schreiber 80.—, züsammen S 1940.—. Diplomierter Herrenschneider Joachim Roseublura, Wien, II., Zirkusgasse 21. Erstklassige * Herrenkleider. Billigste Preise. Koscher gearbeitet. (R-41-8-83.). Tschechoslowakei. Rabbi Jonathan Benjamin Kohn 1צ״ל♦ Mittwoch; den 12; Nissan, verschied im Alter von 81 Jahren der Dajan der Sevluäer Gemeinde, Rabbi Jonathan!Benjamin Kohn זצ׳ל• Der Verewigte war bis zur letzten :Minute bei vollem Bewußtsein und hauchte mit den Worten: ש מ ע יש לא ל seine reine!Seele aus. Die Nachrieht hat in der ganzen Umgebung einen erschütternden Eindruck gemacht •und die Talmidim und Verehrer des großen iNiftar kamen von allen!Seiten, um demselbeü die letzten Ehren zu erweisen. ■ Der Verewigte hat sich in der jüdischen Gelehrtenweit durch •sein Sefer נפש יהונתן einen Ruf erworben. Er hinterließ auch eine Reihe von ]Handschriften, die noch nicht im Druck erschienen sind. Rabbi Jonathan Benjamin Kohn s. Z, 1. war 50 Jahre Dajan in Sevluä, Die Hespedim hielten der Sohn des Niftar, Oberrabbiner Kohn-Derecske, der Oberrabbiner von S ev 1 u§, der Kirälyhäzaer Raw, der Sapinker Rebbe und der Schwiegersohn des Niftar, Rabbi Klein. ,חנצב׳ד. R. S, Die Wahlen in der Kosicer orthodoxen Gemeinde. Bei der am 2. April vorgenomnaenen Neuwahl des. Gemeindevorstandes wurde zum Präses Herr Ignaz R o t h, zum Vorsteher Herr Frnst W e i ß, zum Kassier Herr Siegmund K a n n e n g i;e ß e r, zum Kontrollor Herr Eugen Ungar und zum Tempelvorsteher Herr. M. Salomon Hochhäuser gewählt. Außerdem wurden 36 Repräsentanzmitgiieder und 16 Ersatzmitglieder gewählt, Aus de» ־: einstige» 6 0 0 Stimmberechtigten sind wegen KultüsstcuerrUekatände 30 0 geworden, Bel der Wahl wurden bloß 1,8 Q. Stimmen abgegeben, Die Wahl* kommission hat 26 GemeindemitgUedern das Wahlrecht entzogen und wurde deshalb an die Landeskanzlei ein Protest gerichtet. Ob dem Protest stattgegeben werden wird und ob neuerliche Wahlen stattfinden werden oder ob ein Regierungskommissär eingesetzt wird, bleibt vorläufig offen. Es ist jedenfalls unbedingt notwendig, daß die zerrütteten finanziellen Verhältnisse in der Gemeinde dureir stärkere Heranziehung der w 0 h ihabend׳e r e n Gemeindemitgiieder wieder in. Ordnung gebracht, werden«

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