Jüdische Presse
- Journal
- Jüdische Presse
- Volume
- 20 (1934)
- Issue
- 13 (30.3.1934)
- Date
- 1934-03-30
- Page
- – (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
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Pessaehgedanken zur Agudaarbeit in Jugoslawien. Der Monat Nissan war int jüdischen Staat Jahreswende, als Beginn der Jahresrechnung der jüdischen Könige. So ist er wohl auch geeignet, eine kurze Jahreshilanz für jüdische Gemeinschaftsarbeit zu ziehen, wie sie die Agudas Jisroel leisten vVill. Agudas Jisroel kann sich nicht mit einem f o rmalen Bekenntnis, mit lauen Sympathleerklärungen begnügen. So wie Pärschas Schekollm an den Beginn der für das ganze Wesen jüdischer Volksaufgabe symbolisch belehrenden Zeit um den Nissan herum die Forderung des von aufrichtigem Herzen getragenen Opfers stellt, so wie das Pessachopfer in Mizrajim die Unerschrockene Einsetzung der ganzen Persönlichkeit für G-tt und sein Gebot verlangte, so muß sich auch der Einzelne v o r b eh a 111 ojs. mit stolzer Opferbereitschaft zur Agudas Jisroel als Organisation des Thoravolkes bekennen. Hierzu gehört in erster’ Linie auch die praktische mater i e 11 e. L e i s t u ng! Daß Orthodoxe für ihre Ge־ m e i n d en viel leisten, ist gewiß unbestreitbar. Aber ist dies schon allein jene Tat der Opferbcrcitschaft, wie sie sich in Parschas Schekolim, beim Pessachopfer, ausprägt? Man gibt und arbeitet für Agudas Jisroel" nicht als■ Gönner mit herablassender Miene. Agudas Jisroel fordert Einsatz der Persönlichkeit mit ihren geistigen und materiellen Fähigkeiten! Kann auch Agudas Jisroel auf manche schöne Leistungen •und auf viel verständnisvolle Förderung ,im letzten •Jahr blicken,״ so sprechen wir es doch offen aus, daß noch ah sehr vielen Stellen' jene warme Verbunden^ heit mit Agudas Jisroel fehlt, die in Mithilfe durch Herz und Hand zum Ausdruck kommen! müßte, jenes brüderliehe Zusammenarbeiten, das mit der Gesinnung des ״Nediw Lew“ in die erste Reihe der Spender zum Mischkon tritt! Und diese Forderung richtet Agudas Jisroel von nun ab an alle Juden Jugoslawiens, die sich zur Thora bekennen! LITERATUR IcD ק י & י ו ן ד י 1 נ ל, לחנאון הבינו יונה האימים דל נרפם מהדש בתופפור. הגיה והרושים מבת׳י בפקירה הישובה בניימרא. Am ersten Tag Pessach jährt sich jetzt zum 265. Male der Tag des Hinscheidens eines'unserer Größten רמינו יוגה האומיס דל,der berühmte Verfasser vom קיקיון דיונה. Zeitgemäß also erscheint die Neuauflage seines großen, tiefgründigen Werkes, welches schon Jahrhunderte hindurch seinen Ehrenplatz in den ersten Reihen der klassischen Talmudkommentare einnimmt. Allerdings war dieses Buch schon generationenlang eine sehr seltene und kostspielige Erscheinung im jüdischen Buchhandel. Im Aufträge der Jeschiwo in Nitra ist nun diese Neuauflage erfolgt, eine Prachtausgabe sozusagen, in schönster und sorgfältigster Ausführung. In dieser Ausgabe erscheinen zum größten Teil die zahlreichen Fehler der Erstdrucke des קד־י, nebst verschiedenen Stellennachweisen in Marginalnoten richtiggestellt. Ebenso erscheinen hier zum erstenmal, aus dem in Oxford befindlichen Manuskriptenschatz des Rabbi David Oppenheim דל die חרושי אה׳ע לפי י״ז vom Verfasser. Zweifellos wird dieses alt-neue, herrlichschön ausgeführte Werk als notwendigster Bestandteil in jedem Sforimkasten, bei jedem jüdischen ־ Bücherfreund zu finden sein. Rabbiner N. Stolzberg: ספר האביב Wien, 1983-;תרצ״ן. Der eben erschienene erste Teil dieses Kommentars zu מסבת אבות stellt eine sehr wertvolle Bereicherung unseres Schrifttums dar. Gestützt auf sein immenses ,Wissen, gelingt es dem Verfasser mit recht gutem Erfolge, uns in den Worten unserer Weisen vielfach ganz neue Gesichtspunkte zu eröffnen, die •jeder wirkliche Kenner auf das freudigste begrüßen wird. Sehr dankenswert sind auch die reichen biographischen Anmerkungen zu den einzelnen Tanoim sowie die — vielfach neuen — Aufzeigungen zwischen den einzelnen Lehrsätzen und den Lebensschicksalen ihrer Tradenten. Dem Verfasser, auf dessen segensreiche Lehrtätigkeit innerhalb der jüdischen Jugend Wiens nicht erst hingewiesen zu werden braucht, sei für sein Werk aufrichtigst gedankt, das Buch selbst, dessen Reichhaltigkeit hier nur angedeutet werden konnte, auf das wärmste empfohlen. A. B. ■אגיהס אק6 ' רינה שכטר ן.״א י ‘ ' וזינא ' מאוישיס > Gratulation am Sonntag 3 ב׳ רפפה Uhr nachmsittag, XX., Klosterneubürgerstraße 33, Tür 3. Anläßlich der Verlobung unserer Verdienstvollen Kassierin Frl. Flora Paschküsz gratuliert herzlichste der Aguda-Mädchen-Verein iii Dutfajskä Streda. Juwelen, Uhren, 001(4» und Silberwafen, insbesondere כלי קו1ש, Sederschüssd, Menoras, Leuchter und Bestecke in großer Auswahl, auch Gelegenheitskäufe, stets vorrätig II, Taborstraße 14; MeiMeitmoiMiHwenw»-««w——< i | כשר של פסח . כשר של פסח : Zuckerbäckereiwaren:! I! unter Aufsicht der Adas Jisroel (Schiffschul) be-!1! kommt man nur bei der einzigen Firma Abraham |: i Leib POMERANZ, Wien, II., Herminengasse 13, en ]:! I gros. Detailverkauf II., Floßgasse 7, Tel. A-41-7-78. j I WIMIWHIMIMMMMMHHIlWMMMWMMiMWIHUll > Langers Spezialisier und Aurumier-Salon Wien, n., Franz-Hochedlinger-Gasse 25 Haarschneiden S 1.—, Aurumieren 60 g, Kinder-Haarschneiden 80 g. Im Abonnement besonders billige Preise. Samstag geschlossen. ■ ■aaaHfianBiSHBnaaaanBRiHiaRnainiaH^aaaaBBiB» a Streng כשר Streng אפילו למהדרין מן חמחדרין * 1 Speisehaus Hirsch: ־ PRAG, I. Bilkovä 19 > B Haltestelle deir Tramway Nr. 1 und 4 vom Bahnhot K Baa1Ba1iB>Ba1a11asaaaRBa>BB1aaBaBB1nBBAs Pessach ist das Fest der jüdischen' Volksvverdung, die unter scheinbar unüberwindlichen Schwierigkeiten auf fremdem Boden vor steh ging. Im Zeichen des Frühlingsmonats ist dieses Volk geworden. Gibt es ein leuchtenderes Sinnbild der optimistischen Bejahung jüdischer Volks- und Gemeinschaftsaufgabe? Agudas Jisroel will durch ihre Organisation eine neue jüdische Volkswerdung auf Grundlage der Thora herbeiführen. Macht uns diese Aufgäbe nicht jenen gleichen tätigen Optimismus zur Pflicht, der unaufhaltsam das Ziel anstreben muß? Für Jugoslawien gilt die Frage, ob dieser Geist der Aktivität und des Erstrebens der Vervollkommnung des Gemeinschaftskörpers ausreichend vorhanden ist. Wir glauben, daß man noch nicht diese mutige, von Stolz zur agudistischen Sache erfüllte Gesinnung in genügendem Maß bewiesen hat, die dazu imstande sein muß, auch die Widerstrebenden mitzureißen und zum Anschluß an Agudas Jisroel zu bewegen. Agudas Jisroel muß lernen, im Interesse ihres hohen Zieles unbeirrt und auch mit der nötigen Härte vorwärts zu gehen. Ist es nicht überall die alte Generation, welche die Notwendigkeit der Aguda. einsieht, so ist es die Jugend, die stürmisch aktive Mitarbeit für das jüdische Volksganze verlangt und weiß, daß auch die Festigung des Einzelnen in thoratreuer Lebensführung!von der Kraft der Gemeinschaft abhängig ist. Wir wünschen, daß Agudas Jisroel im richtigen Sinne des Pessach-Gedankens von nun an entschiedener und energischer alle Maßnahmen ergreift, um in allen Orten Jugoslawiens, in denen sich.Jereim befinden, Gruppen und Stützpunkte für Agudas Jisroel zu schaffen. In diesem Sinne ruft die Agudas Jisroel allen ihren Freunden! zu Pessach zu: Stellt euch mit verdoppelter Opferbereitschaft und unersehrockenem Optimismus in die Reihen der Agudas Jisroel und arbeitet.mi't> daß die großen Auf gabe n des kommenden Jahres gelöst werden. Aus der Haehschoro-Arbeit in Jugoslawien. Berichte über die Arbeit und das innere Leben der agudistischen Hachschorostätten sollen in der Folge wiederholt erscheinen, um überall die Hachschoro als Kernstück heutiger jüdischer Erez-Jisroel-Arbeit immer stärker bewußt zu machen. Hier gehen junge Menschen neue Wege, die doch nur die alt jüdischen sind, und alle orthodoxen Juden in Jugoslawien, ob jung oder alt, müssen eine lebendige und verpflichtende Beziehung zu ihrer, der jugoslawischen Hachschoro, empfinden. Die Hachschoro in Subotica wird in kurzer Zeit auf das erste Jahr ihrer Ausbildungstätigkeit zurückblicken. Sie zählt heute wieder 14 Chaverim, hievon acht aus Deutschland, 3 aus der Tschechoslowakei und 3 hiesige. Die Ausbildung wird hier sowohl für Landwirtschaft als auch Handwerk systematisch durchgefühct. Auch die ״geistige Hachschoro“ wurde selbstverständlieh gleichermaßen gepflegt. Die Hachschoristen nehmen aktiv an der Arbeit der Agudas Jisroel bei allen, Gelegenheiten teil, sei es für Keren Hajischuw, sei es bei geselligen Veranstaltungen, bei denen stets der ״Hachschoro- Chor“ erfolgreich mitwirkt, sei es bei den, Schabbos-Vormittags-Vorträgen der Jugendgruppe, an welchen nicht zuletzt die Mitglieder der Hachschoro Redner und Diskussiönsredner stellen. ■So vollzieht sich die Ausbildung der Olim in agudistischem Gemeinschaftsgeist und Milieu, richtunggebend für spätere verantwortungsbewußte Mit-, arbeit am Aufbau Erez Jisroels im Geiste der Thora. Aus einem Bericht der Hachschoro in Gjurgjewac geht ebenfalls die zielbewußte Arbeit der dortigen 10 Olim aus Deutschland hervor. Die dortige Hachschoro ist eine rein landwirtschaftliche, auf dem 2 Stunden von Zagreb entfernten Braunschen Gut, sie begann im August vorigen Jahres. Im Sommer wurde Feld- und Gartenarbeit gründlich betrieben, im Winter vor allem Viehhaltung usw, Die Neuerrichtung von 2 landwirtschaftlichen Hachschoros steht s, G, w. bevor, Es werden dann 10 bis 15 neue Olim aus Deutschland aufgenomraeh werden können, wenigstens ein kleiner Teil der dort vorhandenen Bewerber. Es ist zu hoffen, daß eine Anzahl der Hachschoristen in diesem Jahr die AUjo an treten können, um in Erez Jisroel tatkräftig am Aufhau des neuen thoratreuen Jisehuw mitzuarbeiten. ״Wir bauen Palästina.“ So lautet der Titel eines im Fiba-Verlag (Wien, VI., Gumpendorferstraße 10) erschieneuen Buches, welches den offiziellen Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den XVIII. Zionistenkongreß beinhaltet. Es gibt manch aufschlußreichen Einblick in die politische ■und wirtschaftliche Tätigkeit der Zionistischen Organisation. Auch den politischen Gegner kann einiges in diesem offiziellen Bericht interessieren. ״Hebräisch — leicht gemacht.“ Die bekannte Reisegesellschaft ״P a g“, Wien, VI., Capistrangasse •2, hat durch den Verlag Ludwig Nath dieses von Dr. M. Patron und Dr. H. Kaufmann verfaßte Buch, welches 168 Seiten umfaßt, ■herausgegeben. Die Verfasser bemühen .sich, mit Hilfe der Transkription den Selbstunterricht ״leicht zu machen", was ihnen — unserer Ansicht nach — allerdings nicht geglückt ist. Wir halten Sie Zweckmäßigkeit eines derart aufgebauten Lehrbuches für sehr zweifelhaft. Das Buch kostet kartoniert S 7.20, bzw. tsch. K 36.—, in Ganzleinen gebunden S 9.60, bzw. tsch. K 45.—. ״Alijah“ betitelt sich eine regelmäßig erscheinende Informations-Broschüre des Palästina-Amtes in Berlin W. 15, Meinekestraße 10, dessen fünfte, im Jänner erschienene Auflage eingehende Berichte über Einwanderungsbestimmungen, Kapitaltransfermöglichkeiten, Berufs- Umschichtung, landwirtschaftliche und industrielle Mögl'ich'keiten, Arbeitsmarkt in Palästina, Lebenshaltungskosten, Gesundheitsfürsorge, Steuervorschriften usw. veröffentlicht. ב״ה וזיר האלטען היער אין ראאב מעעט אויך א״ין "בית אלפנא" (לעת־ אנשטאלנס וועלפע דורך איינען ה ׳ה מובהק ויר״ש שליט״א געלייטעט ווירד פרייז: 50 פענגע מאנאטליך מיט קץ.ט ט און קוואטיער. אנפראגען אן: Gestetner Adolf, Györ (-Sziget), Hitk. alelnök, Hid u. 4. TALMUD*THORA*VEREIN "אוי תויה, Schulleiter: Rabbiner M. Rothschild. Sommersemester 1934. Wien, II., Czernin-Platz •4. עברי-Kurs für schulpflichtige und vorschulpflichtige Kinder. Kurse für הימש, משנה וגמרא■■ für Schulkinder und Jugendliche. Fortdauer der Kurse auch während der Schulferien. Der Unterricht findet unen-tgeltlich statt. Auskünfte an Schultagen von 3 bis 4 Uhr nachmittags. Beginn der Kurse: Montag, den 16. April 1934. .ראש הדש אייר תרציד Bei genügender Anmeldung plant der Vereins vorstand, einen Abend-Lehrkurs für Erwachsene abzuhalten. Vereinsvorstand: Samuel Preiß. IEDERSALON ARNOLD KOHN Wien II, Obere Donaustraße 109/5 bei der Schwedenbrücke Erzeugung nach Maß laut den neuesten Pariser Modellen, Fregoli-Prinzeßmieder, Hüftenhalter. Gesundheits- und Umstandsbinden nach ärztlicher Vorschrift sowie auch Sportgürtel, Geradehalter und Büstenformer -Schomer Schabbos KLEINE ANZEIGEN Aato-Fahrschulen!!! Keine Lockpreise!!! Behördl. vorschriftsm. lehren die guten, billigen Neudegger- Schulen, VIII., Neudeggerg.'18, Tel. B-46-5-72, und Inzersdorf (Niederösterreich). ßaau. Galanterie- Spengler Leo Fenig, Wien, II., Gr. Sperlg. 41, Tel, A-49-4-19 Schomer Schabbos Bücher L. D. Hirschler & Co., Wien. 1״ Rabehsteig 6, Tel. 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Sc משנה פרק Freilag 14 80 ''מוי ה ה Samslag 15 3! מז .. ו . ff יזם א׳ דפטה Sonntag 16 1 מח ז ti Montag 17 2 מט ח Dienstag 18 8 נ א ו Mittwoch 19 4 נא מ Donnerst. 20 5 נב 3' מ Freitag 21 6 נג ד » שביעי של פסח Samslag 22 7 נד ה מ אחרון של פפה Sonntag •28 8 נה ו « ־ Mon'ag 24 9 גו ו מ Dienstag 25 10 נו ח » Mittwodi 26 11 נח ט 1) Donnerst 27 12 נט ו מ Freitag 28• 18 & יא M Samstag 29 14 &א א ו ם׳ שמיני, מברבין החודש חחלח זמן הנחח תפילין yj (nur dringendenfalls) יי Nur L25 :Uhr f ü 55לי - סוף זמן קריאת שמע r Wien Adas jisroel (Schiffschul). Gebetstunden in der Zeit vom 14, bis 28. Nissan 5694. Freitag, den 14. Nissan: Minchah 6.20, ש*ק א׳ פסח Morgengebet 6,45 und 9.30 Uhr, Minchah 4 Uhr, ב׳ פפח ,7.10 מוצשיק ויום טיב מעריב Morgengebet 6.45 und 9.30, Minchah 4 Uhr, ,7.10 מעריב במוצ׳יוט 6 בחולהמועד שהדירו Uhr, 645 מנחה Uhr, Donnerstag: קבלת יו״ט 6.30. Freitag:י׳ פפח Morgengebet 6.30 und 9.30, קבלח שבת 6.30, שבח קודש ח׳ פסח Morgengebet 6.30 und 9.30, Minchah 4 Uhr, 20־7 מוצאי שבח ק׳ אחרון של פפה Uhr. An Wochentagen Morgengebet 6 Uhr, Minchah 6.30 Uhr. säiss“