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Jüdische Presse · 1934-03-30 · 13 (30.3.1934) · page 5

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Journal
Jüdische Presse
Volume
20 (1934)
Issue
13 (30.3.1934)
Date
1934-03-30
Page
– (sequence 5)
Language
German
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imiimm. "«מ6אי־ה בהודים צהפ ״t>er Schmuck der rfügfenä iäfc ihre Kraft״ Am not werden es, fünf zehn ]ähre, daß einige junge l.eute uns dem Schiff schul-Kreise, Danid Baumgarten. Mann Felsenburg, Gustav Pappenheim, xtt mir. als Obmann der Agudas Jisroel. kamen, mit der Bitte, ich möge ihnen helfen, eine Jugendgruppe der Agudo ins Leben xu rufen, um עציר» וגמו׳יי nun im kreise der Wiener orthodoxen Jugend zu fördern, Mir war dies eine Botschaft vom Himmel, weil ich durch zwanzig Jahre im Vereine mit unserem tferrh Rabbiner Fürst אדמדר הדהיג שלימ׳א mich erfolglos bemüht hatte, die jüdische Jugend zu organisieren, Wo ein Will e, ist auch ein Weg. Da die Gründer als ernste, tüchtige Jereitti bekannt waren, gelang das (Internehmen und in ganz kurzer Zeit stand eine Gruppe von jungen Leuten da, die ausgezeichnet arbeiteten. Herr Rabbiner Fürst und .להבהל־ד unser unvergeßlicher Reh Jossefwt erkannten sofort die hohe Wichtigkeit dieser Verbindung für das jüdische Leben in Wien und förderten sie in jeder denkbaren Weise. Die Erscheinung, daß in der Großstadt• jeden Abend eine große Anzahl junger Leute nach getaner Arbeit ihr Heini aufsuchen, in dem inlenswes Talmudstudium und Mussar gepflegt werden und wo die jungen Leute Pläne entwerfen, wie man die Jüngeren und auch die Alten für Jiidischkeil gewinnen und begeistern kann und was man auf churitatioem Gebiete leisten kann, brachte der Jugendgruppe bald allgemeine Anerkennung und Einfluß im jiidisehen Hause. Seit Jahren ist die Jugendgruppe der wertvollste Teil, die Zukunft der Wiener Orthodoxie. Bezeichnend ist auch, daß die Jugend keinen U nt e r s c h i e d zwischen Ost- und Mitteleuropiiern kennt. Dieser letzte Umstand allein ist des Schweißes der Edlen wert. Auf diese Genossenschaft paßt (Zer ,לחברים :מדרש; מקשיבים, ו׳ ירמי׳וה) בשם ר׳ הייא שני חברים שהי׳ עוסקים בדבר הלבה ׳ונכבשים זה לזה בהלכה עליהם הבהוב אומר או נדברו יראי ה׳ איש אל רעהו ויקשב ה׳ וישמע ובו׳, 60. wünsche ich der Jugendgruppe, daß ihre■ Reihen stets voll seien, daß alle ihre Mitglieder, die. derselben entwachsen, stets Zierden der Orthodoxie bleiben. Wolf Pa p penheim. A<kUDA*WJ1m0ML JUGBNDGRUPPE 15 Jahre Agudas»Jisroel»Jugendgruppe« Agudas־ Jisroel-Jugendgruppe, Wien, II., Obere Donaustraße 69 (Floßgasse 1). Einladung zu der am Sonntag, den 8. April 1934 (23. Nissan 5694), um 7 Uhr abends stattfindenden Generalversammlung Tagesordnung: 1. Eröffnung und Begrüßungen. 2. Generalbericht des Vorsitzenden. 3. Berichte der Sektionen (Unterricht, Ferienheim, Geselligkeit, B-Gruppe, Finanzen, Erez Jisroel). 4. Bericht der Revisoren. 5. Aenderung der Statuten. 6. Neuwahlen. 7. Debatte. Der Vorstand. Anträge zur Generalversammlung müssen längstens drei Tage vorher beim Präsidenten eingereicht werden. — Aktives Wahlrecht genießen jene Mitglieder, die mit der Zahlung des Mitgliedsbeitrages bis Ende 1933 nicht im Rückstand sind oder, falls ihr Beitritt zwischen' dem 1. Juli und dem 1. Oktober 1933 erfolgt ist, den Mitgliedsbeitrag wenigstens für ein halbes Jahr bezahlt haben. (§ 8 der Statuten.) Am zweiten Pessachtage 5694 vollendet die Agudas- Jisroel-Jugendgruppe Wien II das fünfzehnte Jahr ihres Bestandes. Die Agudas-Jisroel-Jugendgruppe Wien hat mit der eruptiven Gewalt einer von Begeisterung getragenen wahren Jugendbewegung nicht hur sich selbst ihren Rahmen geschaffen, sondern — und das kann ohne Ueberhebung gesagt werden — das Gesamtbild des jüdisehen Wiens beeinflußt und dem orthodoxen Leben Impulse zugeführt, die sonst oft erst Generationen gebraucht hätten, um wirksam zu Werden. Wenige sind es, die die Anfänge genau kennen, ihnen möge das Nachfolgende köstliche Erinnerungen auffrischen. Und die Vielen, die heute in der Bewegung stehen, mögen aus dem kurzen Rückblick für sich die Konsequenzen ziehen. Es war nach dem großen Krieg. Die jungen Menschen fluteten aus den Kampfgebieten in ihre Heimat zurück, enttäuscht, um ihre beste Zeit, die sinnlos verloren war, betrogen. Die alten Ideale waren zusammengestürzt, ziel- und planlos sahen sie in die bange Zukunft. Umstürzlerische Gedanken fanden den■׳ Boden für ihre Saat gelockert vor und bemächtigten sich der jungen Menschen mit feilen Schlagworten, deren Wert zu überprüfen sie ungeschult und deren verhängnisvolle Wirkung zu erkennen sie zu unerfahren waren. Die Führer der orthodoxen Juden waren von den überstürzten Ereignissen auch selbst überrascht. Es drohte alles von den hoch- aufschäumenden Wogen der Revolution weggeschwemmt zu werden. Einige beherzte junge Menschen, die in der Not der Zeit gestählt worden waren, ergriffen die Initiative und riefen ihre Freunde zusammen, um zu beraten, wie sie ihre Zukunft jüdisch gestalten sollen. Am zweiten Tag Pessach vormittags fanden sie sich in der Privatwohnung eines Führers der Orthodoxie zusammen und besprachen die Gründung der Jugendbewegung mit dem einzigen Ziel, jüdisch zu bleiben. Politische Tendenzen, organisatorische Einzelheiten, vereinstechnisehe Details wurden nicht besprochen. Das sollte dem Lauf der Dinge überlassen bleiben. Am Sonntag Chol- H a m 0 e d fand die erste öffentliche V e r s a m mlung, die als Vereinsgründung gedacht war, statt. Drei Referenten wurden bestimmt, die über die nächsten Ziele und Aufgaben sprachen. Mit . dem natürlichen Instinkt, der den Gegnern der Orthodoxie nicht abzusprechen ist, empfanden die wenigen zionistisch und sozialistisch orientierten jungen Leute, die anwesend waren, daß die Sache sich zu einer starken Waffe für das glaubenstreue Judentum entwickeln kann, und opponierten aus Leibeskräften. Sie verlangten politische Zielsetzung, Orientierung nach den Schlagworten der Zeit, Umschreibung der Aufgaben usw. Die Sache verlief, wie sie verlaufen mußte. Die glaubenstreue Jugend Wiens hatte sich rasch um das Thora-Ideal und deren Repräsentanten geschart, sie hatte Feuer gefangen und die Widerstände lösten einen Kampfgeist aus, der im ersten Ansturm alles überwand, was sich der Idee in den Weg stellte. Alle Vorbehalte, Rücksichten und Bedenken zerstoben in Nichts an der Begeisterung, an der Schlagkraft und an dem hinreißenden Temperament der jungen Leute. Ein Lokal wurde erkämpft, Schiurim wurden eingerichtet und von Tag zu Tag stieg die Zahl der Teilnehmer, die begeisterte Mitarbeiter wurden. Nun mußte dem Ganzen doch auch eine Form gegeben werden. Der ״Verein zur Wahrung der Interessen des orthodoxen Judentums“, der innerhalb der liberalen Gemeinde des Vormärz die Vertretung der orthodoxen Interessen innehatte, bot den Rahmen und der Verein wurde als seine Jugendgruppe konstituiert. Inzwischen hatten sich die Gegner auch gefunden und sich in Dutzenden zionistischen und sozialistischen Vereinigungen zusammengeschlossen, mit Dutzenden Idealen die Jugend versorgt und verseucht. Die Züricher Konferenz der Agudas Jisroel beschloß damals die Fortsetzung der durch den Krieg unterbrochenen Organisationsarbeit der Orthodoxie. Was war denn selbstverständlicher, als daß sich die Jugendgruppe begeistert in den Kreis der kämpfenden Orthodoxie einreihte und ihre Umwandlung in die Agudas-Jisroel-Jugendgruppe vollzog. Das ^וווו1ווווווווווווווווווו11וווו1וחוווווווווווווווו1וווו11ווחווווווו1ווווווווווו1וווווו11ווווו1ו1ווווווווווווווווווווווווווווווווו1וווווווווווווווווווווו»^ Sommer-Schiur-Plan 5694 — תרצ״ד | 7 Uhr früh: R. Jak, Teitelbaum 5 מס׳ נדרים 7 Uhr früh: H. Schl, Kraushaar נמיא ע״ם חופפות 7 Uhr früh: H. Noach Lichter 7 Uhr früh: H. S. Spitzer, V. Baumgarten Anschließend . . . a/18 bis 1/210 Uhr abds.: r. Jak. t e i t e 1 b a u m מם׳ יבמות ע׳ מפרש ם von V210 bis 1/211 Uhr abds.: r. Jak. t e i t e 1־b a u m מם׳ פסחים ע״פ תוספות V19 bis 1/210 Uhr abds.: H. Benz. Schrenzei מ0׳ שבת ע״פ תוספות Ich von 6 bis von 6 bis von 6 bis von 6 bis von •‘7-18 bis מש׳ סנהדרין פ״ד חומש רש״י דינים, משניות תם׳ שחרית von Donnerstag von 1/210 bis 1/212 Uhrabds.: Rab.SchloimohBaum garten 12 Uhr vm.: 12 Uhr vm.: 4 Uhr hm.: 4 Uhr nm.: 4 Uhr nm.: 4 Uhr nm,; 11׳■/יי»0׳י שבת סוד ש b!s von •7411 bis von 3/!3 bis von 3 bis Sonntag חומש ע״פ רמב״ן h. EUeser Breuer , מנן אברהם הל׳ חפלה r. jak. t e i t e 1 b a u m מס׳ פסחימ ע״פ תוספות r. jak, t e i t e 1 b a u m עי מפרשים H. Schloimoh Weiß Vortrag. R, Jak, Teitelbaum, jeden zweiten Schabbos; שיעור חרי״ג מצות 8 Uhrabds.; Herr David Bondy: Jüdische Geschichte, Sonstige Vorträge und Veranstaltungen werden jeweils verlautbart, מס, יבמות חומש רש״י׳ פרקי אבות Beispiel wirkte aneifernd. In den äußeren Bezirken feuerten die Führer der Orthodoxie ihre Jugend an, sich in gleichgesinnten Kreisen zusammenzuschließen. So entstanden Jugendvereine Wien XX, XII, VI. Aber auch darüber hinaus machte die Wiener Jugendbewegung Schule. In den Provirizstädten Baden, Wr. Neustadt und in den burgenländischen Gemeinden wurden gleichgerichtete Vereine gegründet. Der begeisterte Schwung der Bewegung pflanzte sich über die Grenzpfähle weiter fort. Die tschechoslowakischen Führer der Orthodoxie erkannten den Wert•״ der freien Jugendbewegung im Dienste der Orthodoxie und feuerten, unterstützt von der Wiener Jugendgruppe, die treugebliebene Jugend an, sich in Vereinen zusammenzuschließen, und so entstand die tschechoslowakische, später die rumänische und in letzter Zeit auch die jugoslawische Jugendbewegung. So hat sich aus kleinen Anfängen die Jugendbewegung der Orthodoxie zu geschichtlicher Bedeutung durchgearbeitet. Und wenn wir heute nach 15 Jahren Rückschau auf dem zurückgelegten Weg halten, so können wir mit Befriedigung feststellen, daß die orthodoxe Jugendbewegung die Erwartungen, die die Führer der Weltorthodoxie in sie gesetzt haben, gerechtfertigt und die Besorgnisse, die an ihrer Wiege gehegt wurden, vollkommen zerstreut hat. Es würde zu weit führen, den Einfluß, den die österreichische Jugendbewegung auf' die Wieltjugend der Orthodoxie genommen hat, genau zu umschreiben. Aber eines darf wohl gesagt werden, wenn die Weltjugend der Orthodoxie oft genug von östliehen und westlichen Strömungen zum Schaden der Ge- ־ Samtbewegung beeinflußt zu werden drohte, so stand die österreichisch,e orthodoxe Jugend, bewußt. ihrer Jugend, bewußt ihrer Aufgabe als Mittlerin zw isehen Ost und West, auf ihrem Platze beispiel- und richtunggebend. Es sei in diesem Zusammenhang nur kurz und andeutungsweise an die inneren Kämpfe der Jugendgruppe in der zweiten Hälfte des vorigen Jahrzehnts erinnert, die die österreichische Jugendbewegung ohne den geringsten Schaden bestanden hat und deren Konsequenz ihren Niederschlag fand in der Stellung der Jugend auf der Breslauer Konferenz der Agudas Jisroel, auf der Frankfurter Jugendtagung 1927 und anläßlich der Jugendkonferenz bei der zweiten Kenessio-Gedauloh. Unentwegt und entschlossen hat die österreichische Jugendbewegung damals ihre Aufgäbe erfüllt und steht heute wie damals festgeschlossen hinter den Führern der Weltorthodoxie, werbend und kämpfend für das unverfälschte Thorajudentum. Und wenn wir nach eineinhalb Dezennien-a 11 e n Dank sagen, die mitgefühlt, mitgedacht, mitgearbeitet und mitgekämpft haben, so wollen wir einen Augenblick, unser Antlitz verhüllend, derer gedenken, die wir auf diesem kurzen unddoch so langen Weg verloren haben. Wir wollen mit Rücksicht auf die Festesfreude keine Namen nennen, wie wir es auch vermieden haben, den Lebenden namentlich zu danken. Diesen wie jenen ist der Dank der Weltorthodoxie sicher. Sie, die jenseits der Grenzen des irdischen. Lebens ruhen, sie mögen ihren Lohn für ihr Wirken vom Schöpfer empfangen, dem ihre Arbeit gewidmet war. Die Lebenden mögen in ihrer Arbeit nicht erlahmen, fortschaffen und fortbauen an dem Haus der Weltorthodoxie und es bewahren vor den Stürmen der Zeit, damit es ihnen Schutz gewähre und sie hinüberrette, bis der Ewige seinem Volke bald in unseren Tagen die verheißene und heißersehnte Erlösung schickt, der entgegen wir hoffen. Bezalel Stern. Anläßlich des 15jährigen Jubiläums sind für die nächste Zeit folgende Veranstaltungen vorgesehen, zu der alle Freunde und Gönner herzlichst geladen sind. 1. Tag 4 פסה Uhr nachmittags, Vortrag des Herrn Rabb. Dr. Joel Pollak: ״Die Jugend im Dienste des religiösen Wiederaufbaues“, 2. Tag פסח Empfang bei Reh Wolf Pappenheim. Ansprachen aller bisherigen Jugendgruppen-Präsidenten. Treffpunkt halb 11 Uhr vorm, in der Jugendgruppe. 1. Tag 1 חוה״ט Uhr nachm., gemeinsamer Ausflug, Treffpunkt Jugendgruppe. 8 Uhr abends: Vortrag ״Jugendprobleme in heutiger Zeit‘, Herr David Bondy. 3. Tag חוה״מ * Uhr abends, Herr S. Stern: ״Die Wiener Jugendgruppe auf den internationalen jüdischen Tagungen.“ 7. Tag 4 פסח Uhr nachm., Vortrag: ״Die Schiroh der Gegenwart“, R. Mosche Blech, 8. Tag 5 פסח Uhr nachm., Empfang bei Sr, Ehrw, Herrn Rabb. S. Fürst שליט״א Treffpunkt Jugendgruppe. Sonntag, 7 אסרו חג Uhr abends, Jubiläums-General- Versammlung. 14 ,מ ו צ ש״ק. April, 8 Uhr abends: Große Melawo- Demolko anläßlich der Abreise der Jeschiwoh-Bachurim. Sonntag, 15 ר״ח אייר. April, 11 Uhr vorm׳, Festversa m m lung, Jugendtreffen der österr. Jugendgruppen. Vortrag Dr. Deutschländer: ״Das jüdische Weltbild der Gegenwart vom Standpunkt der Agudas Jisroel“, 8 Uhr abends; Festrede; Se. Ehrw. Herr Rabb. Flesch. . ‘ An den folgenden Sonntagen Werbeversammlungen in mehreren Bezirken laut Ankündigungen, ijgjifefe iiiSlii*»

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