Jüdische Presse
- Journal
- Jüdische Presse
- Volume
- 20 (1934)
- Issue
- 9 (2.3.1934)
- Date
- 1934-03-02
- Page
- – (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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: ןןןןן1וןן1§ |f|§fj|gg|| Nr, 9 JÜDISCHE PRESSE liiii f Bin hygienischer Fortschritt ist eä öhfte Zweifel, wenn jedes Fäihiiienrftltglied seinen eigenen Becher für die Mundpflege besitzt. Aber Wie die Becher unterscheiden? find die Kosten? Da bietet die Odol-Fabrik eine ganz einfache Lösung: sie überläßt beim Kaufe einer Flasche Odol zu Ke 18.— bis auf weiteres ohne jede Berechnung schöne Pollopasbecher in sechs leuchtenden Farben. Nun kann jeder seinen Becher an der Farbe erkennen. Besuchen Sie möglichst noch heute Ihr Fachgeschäft und nutzen Sie dieses Angebot aus. VERBAND DER SABBATHFREUNDE ״SCHOMRE SCHABBOS“ WIEN, II.. LEOPOLDSG. 16 - TEl. A-48-4-15 STELLENVERMITTLUNG. Offene Stellen: Kinderfräulein, mit Kochkenntnissen und besten Referenzen, Köchin für alles, mit langjährigen Zeugnissen, nicht über 40 Jahre. Stellengesuche: Geschultes, verläßliches, kaufmännisches, gewerbliches und handwerkliches Personal jeder Art. Aus dem Leserkreis Für den Inhalt dieser Rubrik trägt die Redaktion keine Verantwortung. Probleme der Wiener Orthodoxie. . Diese Zuschrift stammt aus der Feder eines ehemals sehr aktiven Wiener Agudisten. — Red. Vor einigen Wochen habe ich mich in der ״Jüdischen Presse" mit allweltlichen Organisationsfragen der Aguda beschäftigt. Heute versuche ich, lokale Probleme der Wiener Orthodoxie zu behandeln. Zweifellos ist es die erste Aufgabe einer jeden Aguda-Ortsgruppe, s ä m tliehe in ihrem Orte ansässigen Gesetzestreuen zum Beitritt zu gewinnen. Wenn man überlegt, daß die Orthodoxie gleich den gemeinsamen, allweltlichen Aufgaben auch gemeinsame, sehr wichtige lokale Interessen hat, so muß mah ahnehmen, daß die Erfassung der gesamten Gesetzestreuen ohne besondere Schwierigkeiten möglich sein sollte. Leider ist dies in Wien nicht der Fall. Ein Großteil der Wiener Orthodoxie gehört allerdings der Aguda an; ein weiterer nicht unbeträchtlicher Teil sympathisiert auch bereits mit der Aguda-Idee, wurde aber organisatorisch für die Aguda noch nicht ge-, Wonnen. Dies ist darauf, zurückzuführen, daß sich die Wiener Aguda-Ortsgruppe hoch keine e i n h eit liehe Kehilla-Politik zurechtgelegt hat. Die ostjüdische Orthodoxie sieht zum Teil noch nicht ein, daß man in Wien, in einer Gemeinde mit einer überwiegenden, nicht gesetzestreuen Mehrheit gegenüber der Kultusgemeinde eine andere Stellung beziehen muß, als in einer durchwegs aus orthodoxen Juden bestehenden * galizischen Kehilla. Die im Prinzip aüf dem Trennungsstandpunkte stehende Orthodoxie übersieht hingegen, daß sich seit Einführung der Trennung in׳ Ungarn die Verhältnisse in der Judenheit grundlegend geändert haben und daß man -demzufolge jetzt in Wien nicht ganz die gleiche Kehilla-Politik führen kann, wie man sie vor vielen Jahren einmal in Ungarn geführt hat. Es ist notwendig, daß beide Richtungen, sowohl die ostjüdische als auch die trennungsorthodox orientierte, ihre Anschauungen bezüglich Stellung zur Kultusgemeinde unter Berücksichtigung der besonderen Wiener Verhältnisse im -Rahmen der Aguda-Ortsgruppe gründliehst revidieren und als Ergebnis ein einheitliches Programm für die Kehilla-Politik der Wiener Aguda- Ortsgruppe festlegen; eventuell unter Einholung eines rabbinischen Gutachtens, falls sich die Notwendigkeit eines solchen ergeben sollte. Selbstverständlich dürfen;die Interessen der Schiffschul oder anderer orthodoxer Institutioneri in keiner Weise ־ gefährdet werden, Ein solches den Anschauungen und Interessen der gesamten Wiener Orthodoxie entsprechendes Programm wird dann die Möglichkeit geben, die gesamte Orthodoxie restlos für die Aguda zu erfassen. Es handelt sich aber um viel m e h r’als um‘ den Ausbau der Wiener Aguda-Ortsgruppe. Wer nicht gedankenlos in den Tag hineinlebt, sondern die derzeitigen Parteienverhältnisse und Vorkommnisse in der Wiener . Kultusgemeinde verfolgt, der muß zur Ueber.- zeugung kommen, daß es höchste Zeit für eine Einigung der Wiener Orthodoxie, ist, wenn wir nicht ganz an die Wand gedrückt werden wollen. Nur eine restlos g eeinigte Orthodoxie wird imstande sein, die orthodoxen Interessen gegenüber der derzeitigen Kultusgemeindemehrheit dauernd mit Erfolg zu verteidigen. Unsere Gegner rechnen mit der Uneinigkeit im orthodoxen Lager. Machen wir ihnen einen Strich durch diese Rechnung! Vernünftige Menschen nehmen ■ rechtzeitig zu dem Zeitgeist Stellung, sehen die sich entwickelnden Dinge voraus und stellen sich und die Institutionen, für die sie verantwortlich sind, rechtzeitig ■um. Führer der Orthodoxie Wiens! Besinnet euch beiz e i t e n! B. R, Antworten der Redaktion. ״Agudist“: Sie fragen, ob Sie als disziplinierter Agudist die von den Revisionisten aufgelegte Petition unterschreiben dürfen; wir antworten selbstverständlich nein! Wir glauben nicht, daß noch andere Chawerim sich diesbezüglich im unklaren befinden könnten, denn es versteht sich von selbst, daß man als. Agudist nicht an einer Aktion einer fremden politischen Gruppe teilnehmen kann, wenn man nicht eine entsprechende Weisung oder zumindest die Zustimmung der zuständigen agudistischen Instanzen erhalten hat. Noch dazu, wenn es sich'um eine zionistische Gruppe handelt, welche wie die anderen in jeder ihrer Taten die uns selbstverständlichen primitivsten religiösen Gebote verletzt. Uebrigens sind die Hintergründe dieser ganzen revisionistischen ,Aktion’ so durch- Sichtig, daß. man auch mit weniger politischem Verständnis und sogar mit weniger agudistischer Partei- Disziplin, als objektiv beobachtender orthodoxer Jude, nur zu demselben Schluß gelangen kann. 1 Pa elektrische Lehrchassis. Unseren Lesern empfehlen, wir die kostenlose Besichtigung eines einzigartigen neuen Lehrbehelfes — des elektrischen Lehrchassis —י in den renommierten N e u d e g g e r F a h r s c h u 1 e n, Wien, VHL, Neudeggergasse 18, Tel. B.-46-5-72, und Inzersdorf (N.-Qe.), Diese Schulen empfehlen wir als solide, ohne L.ockpreise arbeitende. Institute. Referenzen in der Redaktion dieses Blattes (Tel. Ä-46-0-15). D ■ feBBBBBBBB'fe■•■•• ׳■•*•*■יBB*B*aBiBiBBB#iiiBt«BiBit»BiBiBiiBiBlBBB#BtB'BiB*Btiitit■ [ Ts che choslo w a fee fl BBBftBtt'BRBBaBBBBNBRftBBBBaB'iBftBBBBIfBBaftttftttBBBft'BBBBBBBBBllBB'BftttBtoRiBBiBitfBii'tBBfe'tfS Assifoh derTalmidim des Nitraer Raw imposante Feierlichkeiten. — 500 Teilnehmer. — Wichtige Beschlüsse materieller Natur. Der Dibuk-Chawerim der Talmidim des Nitraer Raw rief, einen Schabbos beim Rebbe gemeinsam zu ver* bringen, und überall, wohin der Ruf gedrungen war, folgten die ihrem Rebbe in Liebe anhänglichen Taimidim. Ein erhebendes Bild war es, als Freitag nachmittags von allen anlangenden Zügen die Gäste, von den dort lernenden Bnchurim freundlich begrüßt, ankamen. Es gab da ein Wiedersehen von Freunden, die sich seit langen Jahren nicht gesehen hatten, und sich jetzt gemeinsam an das so schöne Jeschiwahleben zurückerinnerten. Von so manchem hörte man den Wunsch: ״Könnte doch auch ich wenigstens kurze Zeit wieder in der Jeschiwo lernen!" Am Schabbos selbst. Im großen Bes Hamidrosch, das von der Nitraer Kehillo vor zwei Jahren, als der Rebbe seinen Sitz dorthin verlegte, im Stile des Tyrnauer erbaut wurde, standen Gäste und Bachurim dicht gedrängt in gemeinsamer, wirklicher -עבודה שבל Es würde den Rahmen dieses Berichtes sprengen, wollte man die Einzelheiten dieses mit so wunderbaren Eindrücken erfüllten Schabbos schildern. Wie sich das, Herz der Bachurim, die meist im tätigen Leben draußen stehen, miteinander und gemeinsam mit dem Rebbe vereinte, um die vergangene schöne Zeit wieder neu erstehen zu lassen. Wie haben wir •uns doch damals unseren zukünftigen Lebensweg vorgestellt — und wie ist es wirklich mit uns und in uns geworden,. , ״ Dieser Schabbos, mit all seinen, erhabenen Eindrücken, war eine Aufmunterung, um mit neuen, g e s t är k t e n Kräften in‘ denleider so grauen Alltag wieder hinauszutreten, um mit neuem . Mut weiter für Thora und Jiroh zu leben und zu kämpfen. Der Sonntag selbst, der neue Gäste von auswärts brachte, war ganz rler Zusammenkunft gewidmet. Ein vielhundertfaches und doch so einstimmiges ,,Jechi!" erscholl, als־ der Rebbe das festlich geschmückte Bes- Hamidrosch betrat, um das Wort zu der angekündigten großen Droschoh zu ergreifen. Ein herrlicher Anblick! Talmidim, die im jüdischen Leben verantwortliche Stellen innehaben, . Rabbonim, führende Bale-Batim aus Nitra, zahlreiche Gäste aus dem ehemaligen Wirkungskreis des Rebbe, aus Trnava und Piestany, und nun alle übrigen Talmidim, zusammen fast 500 an der Zahl, hatten sich hier vergammelt, um die Wörte’ihres teuren’Lehrers zu vernehmen. Ehrfurchtsvolle-Btiile’• geht durch den Saal und der Rebbe spricht. Ef״ selcht‘ nicht als strenger Lehrer, sondern ״ als Vater z^sdiägnrjünderh,? der. wirkliebes' Verständnis’für die Gefühle ■seiner Kinder hat. Er spricht über den Zweck und Wert der Zusammenkunft und vergleicht sie mit dem ־ großen Ereignis, da Jisroeldreimal des Jahres.nach Jeruscholajim zog und ״sich, sehen lassen mußte". — —■ ״Sich sehen lassen" soll sich der Talmid, ob auch ’1sein Aueßeres und sein Inneres hoch dem beim Rebbe Gelernten entspricht. Man sah es den Zuhörern an, daß die wirklich aus tiefstem (Herzen kommenden Worte auch tief in ihr Herz' drangen. Es war eine meisterhafte Droschoh, kaum zu überbieten, zum Teil mit .tränenerstickter Stimme ge-, halten, die ihr Ziel erreichen m u ß t e! Hernaoh ergriff der RoschrHakohol von ■Nitra, Herr Leb Weiß, das Wort. Er überbrachte in launiger Rede die Begrüßung der Nitraer Kehilla-Repräsentanz. ■Herr P a c h, der unermüdlich tätige .Mensa-Gabe, sprach über die großen Schwierigkeiten, mit denen die Mensa zu* kämpfen hat, versprach aber, .mit ganzen Kräften für das große Werk weiterzuärbei'ter. ' Wieder ein mehrhundertfaches ״Jechi!“ und die ־ Vormittagsversammlung war beendet ... . . r ■ Während nun der eine Teil der Talmidim zu einer Beratung zusammentrat, wie man für die Jeschiwo die nötigen Mittel äüfbringen kann, sah man im Jeschiwo- Hofe ehemalige Freunde ein freudiges Wiedersehen feiern und sah man Geschäftsleute und Bachurim eine Führung durchs jüdische Nitra unternehmen. Die *ehrwürdige alte Schul, die vielen Bote-Midrosch, das Aguda-Heim und das wirklich jüdische pulsierende L e b e n. Bachurim; wurden im ״Quartier" überrascht, wie sie sich trotz der gewissen Ereignisse schon über einem ״schweren Ram bam" plagten. Zum Abschluß wurde ein großes Bankett im Prunksaale der Gemeinde, ,verbunden mit einer Sijum-Feier, veranstaltet. Es sprachen hier noch der Rebbe und Vertretungen der Chewra Kadischa und Talmud-Thora. / ־ Und nun mußte seider der Abschied folgen, נןשה עלי פרידתכם sagte uns unser verehrter Rebbe in tränenumflorten Augen, für jeden ein herzliches Wort der Aufmunterung und väterlichen Liebe im Munde . . Und die Fahrt ins Leben hinaus begann ... Es war ein großes Ereignis und wird den Teilnehmern noch lange, lange in Erinnerung bleiben. . . Ein Talmid, * : , v ׳ ■ Ueber Anregung des Rebbe wurde von der Konferenz an Präsident Masaryk ein Huldigungstelegramm 0i«Q6f3hPC1n cl Ri$ i wt1© |P s welohen vor den Medizinalbonbons! PRQTt abgesandt. Von den Beschlüssen, die die Talmidim- Beratung ■bezüglich der materiellen Förderung der .Teschiwoth gefaßt haben, heben wir’den hervor, der jeden ehemaligen Talmid verpflichtet, einen regelmäßigen Monatsbeitrag in beliebiger Höhe zu leisten. Für das besondere Gelingen der Zusammenkunft verdient das vor* hereit.ende Komitee vollen Dank. Alle Teilnehmer sprachen mit Befriedigung davon, wie angenehm ihnen die Ankunft und der Aufenthalt in Nitra gemacht und wie in jeder Weise für sie gesorgt worden war. Traurig und beschämend. . y Vor uns liegt ein Schreiben eines Fleischhauers in Pilsen, gerichtet an einen Rabbiner, der sich über die rituelle Zuverlässigkeit der Pilsner Fleischwaren erkundigt hat. Das auch wegen seiner Naivität bezeichnende Schreiben, das einem die Schamröte ins Gesicht treibt, hat folgenden Wortlaut: - Herrn ... Ihre werte Anfrage habe erhalten und teile Ihnen darauf folgendes mit: Da es in Pilsen behördlich verboten ist, rituell zu schlachten, können wir unsere Wäre nicht als streng koscher bezeichnen, doch können wir unsere Kunden versichern, daß dieselbe nur aus Rindfleisch (Sperrungen im Original unterstrichen! Red.) bester Qualität erzeugt wird. Die Pilsner jüdischen Gemeindefunktionäre sind alle unsere Kunden. -— Stets gerne zu Diensten, zeichne hochachtend Max Tänzer,, Fleischer und Selcher, , Pilsen, Sedläökova 5. V Wir haben durch unseren Marienbader Korrespondenten Erkundigungen einziehen lassen und haben folgendes festgestellt: Das SchächtvCrbot, das früher einmal in Pilsen bestand, ist durch Entscheidung des Obersten Verwaltungsgerichtshofes längst aufgehoben. Trotzdem aber wird in Pilsen nicht geschlachtet und die jüdischen Ge-, meindefunktionäre, an ihrer Spitze der Rabbiner Prof. Dr. Max Hoch, essen — trefe... Bedürfen diese Tatsachen'!!och eines Kommentars? Das norddeutsche Fräulein; . י:. ־•׳ Üebef.V2ß:.«l(l^e'bedtand^i11 Budapest das ,;Deutsche Heim für Lehrerinnen und Erzieherinnen“. Von diesem . Heime aus wurden zumeist jene Häuser, welche in Ungarn und in der Slowakei ein norddeutsches Fräulein wünschten, mit diesen versorgt. Diese Damen häben ' auch in vielen jüdischen Häusern 1 Anstellung gefunden, d i e s e n hat man mit Vorliebe die Erziehung der zarten Sprößlinge an ver traut, denn durch sie glaubte man das Ziel, das Kind soll gut und schön deutsch sprechen, zu erreichen. Daß dabei die Gefahr drohte, daß das jüdische Kind unter ’dem Einfluß' des christlichen ״Fräuleins" dem jüdischen Glauben. entfremdet wird, das kindliche. Gemüt dem Christentum zugeführt wird — das wurde nicht beachtet. Oft wirkte der Einfluß der deutschen Erzieherin auch auf die Mutter des Kindes, dehn diese schämte sich, vor dem ״Fräulein“ als fanatische, ״zurückgebliebene“ Dame zu erscheinen,, schleifte allmählich die orthodoxen jüdisehen Gebräuche und Sitten ab. Als der Vater zur Erkenntnis kähi, da'ß seine Tochter' bereits eine Gegnerin des überlieferten väterlichen Glaubens geworden, da war es schon zu spärt... Durch verschiedene Verordnungen und Agitation von Seite der deutschen Nationalsozialisten wurde auch das Budapester Heim ״gleichgeschaltet" und bei genauer Einhaltung der Rassenfrage dürfen reichsdeutsche Fräulein den jüdischen Familien in Ungarn ■und in der Slowakei zur Kinderpflege und Erziehung nicht zugewiesen werden, was wir vom jüdischen Gesichtspunkt nur begrüßen können. Aus zwei Gründen; Erstens werden jetzt jüdische Eltern, wenn sie ihre Töchter Deutsch lernen lassen wollen, keine norddeutsche, sondern Wiener deutsche, resp. jüdische, deutsche Fräuleins ins Haus nehmen. Zweitens: jüdische, deutschsprechende Erzieherinnen werden mehr Aussicht und Möglichkeit auf eine Anstellung erhalten. Da denken wir in erster Reihe an die ״Beth-Jakob"-Lehrerinnen, welche in Wien ihre Ausbildung genossen haben. Wer seine Töchter unter die ׳ Aufsicht einer solchen Erzieherin stellt, die Erziehung der Töchter dieser anvertraut, der kann beruhigt sein, daß diese nicht nur die deutsche Sprache, sondern auch die traditionstreue jüdische Religion und die Religionsgesetze erlernen werden. Durch den Wunsch, deutsch zu lernen, wird die jüdische Tochter zu Religionswissen gelangen. Und nebstbei — das ist das Wertvollste: Nicht allein die Zöglinge, auch die Eltern müssen zu der Ueberzeugung kommen, daß die Intelligenz nicht mit der Unreligiosität beginnt, Im Gegenteil! Die Negierung der Religion zeugt von Unintelligenz! B. N, * Nachwort der Redaktion:. Soll es wirklich viele jüdische Familien—- und auch■ orthbdoxe gegeheö haben, die die Erziehung ihrer Kinder christlichen Ah-V solventinnen des ״Deutschen Heims“ anvertraut haheu?! Jedenfalls finden wir den zweiten Teil, die positive Seite, der obigen Ausführungen unseres geschätzten Mitarbeiters interessant und zutreffend. Die Orthodoxie in Uhersky Brod, Aus Uhersky Brod wird uns geschrieben! Die Orthodoxie in unserem Lanäe leidet noch immer unter dem unglücklichen Kultusgesetz vom Jahre_1890( welche!! es so weit gebracht hat, daß Böhmen, Mahren und Schlesien dem religiösen Verfall ausgeUefe^ wurdem; Es wäre eine Lebensnotwendigkeit, daß auch hier» ns-eh dem Muster der Sl9wadteir eine gänzliche , Tr e n ה u n s maam |