Jüdische Presse
- Journal
- Jüdische Presse
- Volume
- 20 (1934)
- Issue
- 2 (12.1.1934)
- Date
- 1934-01-12
- Page
- – (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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'־ י 'V- ין׳;־ ,*.;י, v ׳• ן,»‘ ׳,, , ז f /י5'"7 ’‘*י ”*”י *• '',‘fT'f: liefen. Wö befindet dich diese ,^Orthodoxie“, wenn es sich um dis Hilfe fü? unsere Brüder in Deutschland hättdett, um die Sicherung des Bestandes der religiösen fastituüööen iMHlüet-ReiCh?W0 war siey ais in Loftdön die jüdische Hilfsko׳nferen2tagte? Gewiß, auch Agudas Jisroel konnte in London keine großartigen Erfolge erzielen, sie hätte aber für tfaä »ffiodoke/dtideÄtüM Vidfäch mehr erreicht, wenn alte diece ^orthoibkeÄ^ Gruppen hinter ihr gestanden wären. Wenn ich die Agudaleitüng wegen ihrer Muttosigkeit und die abseitsstehenden Gruppen wegen des ihnen mangelnden Verantwortungsbewußtseins ättgekiägt habe, dann ist jedenfalfc diese zweite Klage die weitaus » e h w er,e r w i e g e n d e und bedeutungsvollere. Denn Sie ist auch die Ursache für die erste Klage, sie ist die Ursache für die Mutlosigkeit unserer Führer. , Wer trägt die Verantwortung? , Die Erez-JisroelKonferenz in Frankfurt a. M. t Zu unserem vorwöchigen Bericht über die Eres* Jösroei-Konferenz der Agüdas Jisroel in Frankfurt a. M. tragen wir noch einen Absatz aus dem politischen Referat desPräsidenten der Agüdas Jisroel, Jacob Rosenheim, teh, Hach Erörterung der durch das Abkommen mit der Jewish Agency in der Zertifikatsfrage geschaffenen Lage, führte Rosenheim aus: ״. . . Während es in der Zertifikatsfrage einzig und allein auf die praktischen Wirlaitigen und wertiger auf die Formen aiMötöM«^ der G e me in d e gese t zfrage nicht der Fall. Nicht nur die praktischen Not- Wendigkeiten, sondern die ganze WUrde der Orthodoxie und die Ehrfurcht vor der Thora-Autorität in den Herzen der heranwachsenden Generation sei davon abhängig, daß eine absolut paritätische Anerkennung der 8elbständigen orthodoxen Gern e insehaften Im heiligen Lande g e s e t ZI ich v era n k e r t werde. Sonst wird das geschichtliche Judentum immer als etwas Minderwertiges erscheinen gegenüber der neuen weltlichen Form des Nationalismus. Es bleibt zu hoffen, daß der Kampf der gesetzestreuen Judenhelt um .ihre Gleichberechtigung, so wie unser Standpunkt bisher schon erfreuliches. Würdigüng iim^Sbhosse der M andats ko mm i 88 io n in Genf begegnete, schließlich zum endgültigen Erfolg führen wird. Inzwischen haben in Jerusalem Verhandlungen eingesetzt, um zu versuchen, ob nicht auf. de.m Wege der’Ve’rständigung zwischen Agudas Jisroel, Oberrabblnat und WaadLeuml eine gemeinsame Plattform für die gesetzliche Anerkennung der orthodoxen Gemeinde durch7 einen g e m e i n 8 a m e n• Antrag bei, der Regierung gefunden werden : könnte. Leider sind es weniger Agency und Waad Leumi als gerade der •Mis r achi lind das Kuksohe Ob er r a bbin a t, deren :Haltung diese friedliche intern-jüdische Verständigung erschwert.“ Die agudistische Landeskonferenz in Warschau. 1 ־: Vergangenen Sonntag begann in Warschau die vierte Landeskonferenz der Agudas Jisroel in Polen. Obwohl die Eröffnung, der Tagung erst für 5 Uhr abends festgesetzt wurde/ füllten die Delegierten und ■ Zuhörer schon Stunden vorher die dem Tagungslokale naheliegenden Straßen. An der Konferenz nehmen ungefähr 1Q00 Delegierte teil, die 700 Gruppen vertreten. Mehr als 200 der bedeutendsten Rabbiner Polens und die führenden Rebbes beteiligen sich an der Konferenz und geben der-, selben durch, ihre Anwesenheit ein besonderes Gepräge. Außer den verschiedenen Nebonkonferenzen, wie der gali- Zischen Delegierten, der Delegierten aus־ den ״Kressen“,; der Zeirim und der Poalim, versammelt sich im Laufe der Woche der Rabbinische Rat der Agudas Jisroel: in 1 Polen zu einer Plenarversammlung. Die feierliche Eröffnungssitzung der Landeskonferenz fand in Anwesenheit Nf .2 der Vertreter der pol ftJfbמen Regi e r u n g, der SI ä d t W ä f s c h ä u und äftderer Behörden statt. Der Abgeordnete Rabbi Löwin Mett die Eröffnungsrede, in der er Ä Meisterhaften Worten einen Rückblick auf die agudistische Arbeit warf und die gegenwärtige Lage des Judentums besprach. Nach Begrüßungsansprachen der Regierungsvertfeter, der Rebbeim, der Vertreter der jüdisehen Körperschaften und der anwesenden ausländischen AgüdaB^hrer hielt I. M. Lewin sein Referat, in dem er der Konferenz den Tätigkeitsbericht der polnischen Aguda erstattete. Deputierter Minzherg referierte Über die politische Arbeit־ Die zweite Sitzung fand Mon* lag Vormittage statt und war mit den weiteren Referaten und mit der Wahl des Präsidiums und der Kommissionen ausgefüllt. Die dritte Sitzung, die am Abend des gleichen Tages stattfand, begann mit der Eröffnung der Generaldebatte, an der sich viele der Provinzdelegierten beteiligten. Die weiteren Sitzungen fanden am Dienstag Und Mittwoch statt. Am Dienstag begann die Session des Rabbinischen Rates. Bei der am Sonntag stattgefundenen Eröffnungssitzung geschah ein tragischer Zwischenfall. Der Poalim-Delegierte Mendel Sonnen- •Stein erlitt einen Herzschlag,• dem •er trotz sofortiger ärztlicher Hilfe erlegen ist.: ng nimm Die Jeschiwa in Fiume. Die jüdische Oeffentlichkeit ist von der Absicht, die Rabbiner Dr. Breuer in Fiume verfolgt, in Kenntnis gesetzt worden. Ein beträchtlicher Teil der reifen jüdischen Jugend in Deutschland, die bis jetzt ihren jüdischen Bildungsgang Über die Frankfurter Jeschiwa genommen hat, sieht sich leider veranlaßt, Deutschland zu verlassen. Die verantwortliche Leitung der Frankfurter Jeschiwa macht nun den Versuch, durch Gründung einer Jeschiwa im Ausland, wenigstens einen Teil dieser Jugend dem Geiste der Frankfurter Jeschiwa zu erhalten und sie über die Jeschiwa neuen, durch die Zeitverhältnisse gebotenen, Berufen zuzuführen. 75 Jeder Plan; der der deutschen Judennot zu steuern versucht, darf für sich das ganze Interesse der großen Oeffentlichkeit in Anspruch nehmen. Dabei ist es gleichgültig, ob ein solcher Plan großzügige Lösungsversuche, der bestehenden Not zu steuern, darstellt oder ,im Vergleich zur allgemeinen Notlage nur einem verhältnismäßig kleinen Kreise zugute kommt. Nach Ueberwindung der ersten natürlichen Schwierigkeiten hat die Jeschiwa bereits schöne Räume bezogen, die daselbst eingerichtete Mensa gewährt gute Verpflegung. Die Lehrverfassung ist die der Frankfurter Mutteranstalt. Die Jeschiwa bietet das erfreuliche Büd einer von heiterem Ernst erfüllten, gleichgestimmten Schülerschar. Was die künftigen Berufs.möglichkeiten betrifft, so besteht begründete Aussicht, daß tüchtige Hörer, nachdem, sie die italienische Sprache beherrschen, in Italien und dessen Kolonien Anstellung als geistige Führer finden werden. Auf der hiesigen technischen und gewerblichen Schule können Schüler zu Elektrotechnikem, Kunstmechanikern und Kunsttischlern ausgebildet werden. Verhandlungen, die eine gründliche landwirtschaftliche Ausbildung im Auge haben, •sind im Gange. Es braucht nicht •:gesagt zu Werden, daß die Fiumaner Jeschiwa nicht nur für die reife Jugend aus Deutschland bestimmt ist, sondern ihre Tore der jüdisehen Jugend aller Länder bereitwilligst öffnet. Sie möchte aber auch die Stärkung des : jüdischen Lebens in Italien, dem einst klassischen Lande der Thora, dienen. So schwierig dieser Teil ihrer Aufgabe auch erscheint, so löst doch gerade dieses Ziel an jedem Juden, der sich der Geschichte seines Volkes äüfs innigste verbunden fühlt, solch freudige . Erwartungen / aus, daß die Jeschiwa ihrer Aufgabe nicht’ gerecht würde; wenn sie nicht; ihre ganze Kraft einsetzte, um auch diesem Ziele näherzukommen. Lebensversicherung*־ Gesellschaft ' Aus dem Jahresberichte 1932: Versicherungsbestand . ׳. , . . . Prämien- und Zinseneinnahmen . . . Garantiemittel. . . ־ Auszahlungen ־'an die Versicherten ,.PHÖNIX a Gegründet 1882 2728 Millionen Schilling 179 Millionen Schilling 527 Millionen Schilling 60 Millionen Schilling Tätigkeitsgebiet: Oesterreich, Deutsches Reich, öechoslovakische Republik, Belgien, Holland, Frankreich, Spanien, Italien, Fürstentum Liechtenstein, Ungarn; Polen, Jugoslavien, Bulgarien, Griechenland, Rumänien, Palästina, ■ ־י Syrien, Türkei, Tunis und Aegypten. Erzählung von S. W i e z. : . (Fortsetzung) [28J ״Nein“, wehrte David ab, ,,die Selbstanklagen sind Iflcht berechtigt. Eher könnte ich mich als Ursache des Unglückliches ankJagen.., Aber mit Klagen ist nicht gedient, sie brechen den Mut und trüben den Blick. Wir Müssen handeln!“ ״Handeln, ja handeln.“ Beide, sowohl Debora als Sander, der immer noch starr und wortlos zuhörte, richteten ihre Blicke wie hilfesuchend nach dem ent' scMossenen jungen Manne. ״Wir fahren , gleich nach Sabbatausgang nach Krakau״; sagte dieser. ״So hat es• auch der Milchpächter angefangen“, flüsterte Ramuri tonlos.;״Fürs erste müssen wir es ihm nachmachen״, erwiderte David unbeirrt. ״Und schlägt dieser Weg fehl, so müssen suchen, Es darf nichts unversucht . bleiben.׳ :.״ *׳; :• ״;:; Der alte Baumer kam nach erquickendem Mittags' Ichlafe, um haeh den ״Seinen“ zu schauen, und fand die Verwirrung und Bestürmung im Hause seines .Freundes, Er erschrak so heftig, daß er seinen Sohn förmlich anschrie: } j ״Sq rede doch, was ist geschehen?"!-] David klärte ihn mit einigen Worten über das Vorgefallene auf. Mit offenem Munde und großen Augen hörte der Alte zu. Er konnte nichts begreifen.., ״Was? fqrt? wie? wohin? wozu?: So rede doch ordentlich, daß «rin dich versteht,“ .... , Dana aber ging ihm nach und nach ein Licht auf, und er fing an, den Zusammenhang zu finden: ״Dan nenne ich mir einen kurzen Schluß!1 kam es ihm fast unwilkürlich aus dem Munde. Er fand das Wort zu hart für die Situation. Da ihm aber nichts Besseres und Tröstliches einfiel, so setzte er sich schweigend zu Sander. Tiefe Stille herrschte jetzt im Hause, als beherbergte es einen Toten! Da ging mit großem Geräusche die Türe auf. Ein ungeschlachter Mann mit verwittertem -und verwegenem Gesicht kam, ohne anzuklopfen, ins Zimmer. Er nahm die kurze Pfeife aus dem Munde, zog die Mütze vom Kopf und setzte sich still auf die Ofenbank. Keiner nahm irgend Notiz von ihm, Es war der Holzknecht Wainka, der etwas munkeln hörte und nun ״klaren Wein" haben wollte. Er wagte indes bei der herrschenden Stimmung nicht zu fragen und hielt auch nach allem, was er da sah und hörte, eine Frage nicht mehr für nötig. , ' ״Eine solche Bande!“ brummte er wie zu sich selbst, ״Hat man je so was gehört? Kommen und holen Sie. Merelaika im Kloster, hei den schwarzen Nonnen, wo gefastet und gebetet wird! Da hört doch die Weltgeschichte auf.—He he he! So eine Schweinerei. — Will mir nicht recht in den Kopf!“ Keiner gab ihm Antwort, Er schien auch keine zu erwarten, Seine Aufregung war offensichtlich ehrlich und aufrichtig. Auch er mußte sich irgendwie Luft machen. v,HM man so was gehört? Es war halb drei Uhr, ich mußte nach meinen Gäulen schauen, da fährt ein Wagen vorbei, Ein Wagen wm Mitternacht? Woher, wohin? Ich schrie, ich pfiff, :Doch der Kutscher trieb die Pferde ׳vrte besessen und jagte; davon. Ich wette meinen Kopf, sie war״ darin, Ich hörte schreien. Ich dachte, es sei der Wind, ich schwöre nun, es war sie, die um Hilfe riefi — Das hätte ieb ahnen sollen, umgebracht hätte ich die ganze Gesellschaft. mich ln die Zügel geworfen, sie auf meinen Schultern beimgebracht. Am Wiesengraben sab leli auch dp#*: Reiter 1 ich wet*e, es war Borisowski, Was hat sieh so ein Mensch da in der Nacht berumzu* treiben? Von dem Schuft kommt alles. Erwürgen bürte ich ihn sollen, ihn an der Kehle packen und sagen: Gib mir Merelaika wieder, oder,,. So ein Hund.. ‘ (Fortsetzung folgt.). 4 Rabbiner Breuer hat durch Me Gründung dieser JHtpe dett ersten und gewiß nieht ieichten Sch^f|%.getan, t der sur Verwirklichung der gekennsS Sei6ft kann. Die öpferfreudigkeit der orthodöxen öemeinde in Mume hat Mete Gründung ermöglicht, ge Ist aber viei zu klein, Me daß sie em solches Jesädwa^ Werk^alldn su tragen vermöchte. Von Anfang an rechöete der .Blatt •mit der verständnisvoMen und tatkräftigen ^iMrbeit des to* und Auslandes. Daß das im Aufbau begriffene Werk diese Förderung verdient, dürfte keinem Zweifel unterliegen. In den kommenden Monaten muß es diese Hilfe M dem ausreichenden Maße erfolgt* die die Erhaltung und den Ausbau des Jeschiwa-Werkes zur Voraussetzung hat. Die hochinteressante kulturhistorische Erzählung. ״LICHT AUS DSM WESTEN“ von S. Schachnowitz (Redakteur des ״Israelit“) ist um den Preis von tsch. K 28.—, zuzüglich Porto, nur gegen VoraüskasSa oder Nachnahme (Postsparkassenköntö Prag Nr. 62.003) erhältlich beim Herausgeber: ^ijMaA^j^rod-Jttgend^nppe, BratisiaVa-Edelhof« Vereinsftachrkhten. _ Frauenhilfe der Adas Jisroel. Der 5-Uhr-Tee der Frauenhilfe findet Dienstag, den 12. Jänner, bei Frau Ernestine Böndi, II., Untere Augartenstraße 1, statt. Es wird zahlreiches Erscheinen der Damen erwartet. ״Geschichtliche Begründung der Agudas Jisroel.“ Vergangenen Sonntag sprach Herr David B o n d y in der Agudas-Jisroel-Jugendgruppe über dieses Thema. In meisterhafter Weise schilderte er den Werdegang des jüdischen Volkes von der Urzeit bis in die Gegenwart und wies nach, daß die Thora stets die Grundlage der jüdischen Gemeinschaft war. Agudas Jisroel brachte keine neuen Ideen, soll vielmehr die organisierte Gemeinschaft all jener sein, die sich zur Idee des alten, historischen Judentums bekennen. Wohl hat es zu allen Zeiten Minus und Apikorsus gegeben, jedoch nicht in organisierter Form. Die Organisierung des Minus und Apikorsus, der jüdische Liberalismus und der Zionismus, ist unserer Zeit vorbehalten geblieben. Deshalb ist es notwendig, daß auch das historische. Judentum sich in einer festgefügten Organisation zusammenschließt, um durch diese Organisation die fremden Efinflüsse leichter abwehren zu können und. die Souveränität der Thora im gesamten Judentum, wie ehedem, wieder zur Herrschaft zu bringen. Der interessante Vortrag wurde von den Anwesenden mit großem Beifall aufgenommen. ־ Personalnachrichten. Verlobung. In Mattersburg fand dieser Tage die Verlobung des Frl. Zseren Stern, Tochter des hier allseits beliebten Zdokoh-Gabe, mit Herrn Leser Rosenberger aus Wiener Neustadt, dem verdienstvollen Leiter der dortigen Aguda-Jugend, in Anwesenheit zahlreicher Gäste statt. ־ SESSEL/ Tische/ Lof terbetten Spezialwerkstätte, Adler VH., Apollogasse 18; ־ ׳ Tel. B-38-7-82. Billigste Preise, Zahlungserleichterungen. vos Woche s יי Wocltc — Der Züricher reformierte Kirchen rat hat an die Gläubigen einen Neujahr sauf ruf erlassen, in dem er in warmen Worten für Gerechtigkeit und gegen jeden Reli gi on s- und Ras s ein, H aß eintritt. — Der sraeli t“, das Organ der Orthodoxie in Deiitschland, ist in■ das. 7 5. J ahr seines Bestehens ein־ getreten. — Eine j üd is che K o mm ission aus Deutschland soll sich demnächst nach Lissabon und der portugiesischen Kolonie Ahg 01 a in Westafrika begehen, um die Möglichkeit der Niederlassung deutsche r J u d en in dieser Kolonie zu prüfen. Die portugiesische Regierung soll diesem Projekt freundlich gegenüberstehen. —• Infolge des antideutschen Boykotts ist der Export deutscher Bü eher von 284 Millionen Mark jährlich auf 125 Millionen Mark im Jahre 1983 g e su nk e n, trotzdem die Preise für Export ■um SO Prozent reduziert sind. — Nach einer Regierungsverordnung vmrde auch die 8 yna g o gen- Litur gie dem Reichspropagandaminister Göbbels u nt erste 111. Sämtliche Kantoren müssen sich beim Reichspropagandaministerinm registrieren. >1 — Der N azi-F ührer Julius Streicher veröffentlieht im ״Stürmet eine Ankündigung, die besagt, daß im Jahre 1988 die jü dis c he Vor herr s chat t gebrochen wurde, während im Jahre 1984 ״die vollstän di g e V ernichtun g der Juden in Deutschland, herbeigeführt werden soll“, —- Beim Jo int Foreign G ommittee in, London sind auß Af g h anist an alarmierende Nßchי richten eingelangt, nach denen etwa 2000 eingeborene J u d e n von den afghanischen Behörden v er tri e ben wurden. 1600 in Afghanistan lebende jüdische Flüchtlinge aus Rußland befinden sich außerdem in einer kritiselten Lage und müssen jetzt nach Rußland zurückkehren, ■ Die antisemitischen Studentenrevolten an dev, iin g a ris ch ein Unive r 5 itä t en dauern fort« In Debreozin und in P.ecs (Fünfkirchen} wurden die. Stu4entendusschüsse mfgelöst. ־— Trotz polizeilichen Verbotes bereiten die mtio* nalistisohen arabischen Führer in Palästina anläßlich des Schlusses des Ramadan-Festes am 16, Jänner Demon- Strationen vor; Arabische Agitatoren bearbeiten systernatisoh die Bevölhefang des ganzen Landes. Im jüdischen Viertel der Stadt Przemy sl eine gefährliche Grippeepidemie ausgebrochen, die bereits viele. Todesopfer zur Folge hatte. Das Rabhimt ordnete Bittgottesdienste sovtie Fastי und Bußtage an, H. Grün, II., Taborstraße 8 b, Tel. R-4^3-66, Atelier für feine Herrengarderobe.