Jüdische Presse
- Journal
- Jüdische Presse
- Volume
- 20 (1934)
- Issue
- 1 (5.1.1934)
- Date
- 1934-01-05
- Page
- – (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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Schließlich brachten die früher in engerem Sinn ungarischen Gebiete die in ganz Ungarn zu* findende gemeindliche Struktur mit, die durch , die klare Grenzziehung zwischen neologen und orthodoxen Gemeinden charakterisiert ist. So ist ohneweiters ersichtlich, daß eine einheitliche, das ganze Land umspannende Organisierung und Akti- Vierung der Orthodoxie zu einheitlicher Politik nach außen und innen in Jugoslawien zunächst der Voraussetzungen entbehrte, nämlich des Vorhandenseins einer über das ganze Land verbreiteten Orthodoxie, die sich in ihrer Eigenschaft als > solche bewußt sein und einheitlich handeln könnte. . Ja, es schien — und mag noch so scheinen —, als ob die Orthodoxie als solche sich nur im Rahmen einer kleinen Sphäre betätigen könnte, die auf die Verhältnismäßig wenigen und an Zahl geringen selbständigen Gemeinden des Donaubanats, von dem einen oder anderen außerhalb befindlichen Sprengel abgesehen, beschränkt wäre. Die Orthodoxie schien und scheint allzu sehr von der Vorstellung beeinträchtigt' zu sein, daß ihre der Zahl nach kleine Position ihr nicht gestatte, eine Aktivität zu entfalten, die über den engsten Kreis und das Gemeindepolitische hinausgehe und, die sich auf das ganze Land auswirken könnte. Die Prüfung der äußeren Lage nach Ziffern und Daten ergibt allerdings, daß die autonomen orthodoxen Gemeinden des Landes nur etwa 2000 Personen zählen. Es sind vorhanden die Gemeinden Subotica, Senta, Sombor, Petrovoselo, Ada, St. KanjiZa, Mol, Petrovac, Ilok und im gewesenen Kroatien Zagreb. Diese orthodoxen Gemeinden sind in der sogenannten ״Udruzenje“ als selbständigem Gemeindeverband zusammengefaßt. Die folgenden Ausführungen sollen der Erörterung ,und zum Auftakt der Diskussion der Frage dienen, ob die gegenwärtige Organisierung der Orthodoxie und ihre Betätigung denn tatsächlich die äußersten Möglichkeiten einer einheitlichen Willensbildung der Orthodoxie in den Fragen der Gegenwart erschöpft oder ob nicht vielleicht die besondersartige Struktur der Judenheit in Jugoslawien der Orthodoxie noch Aufgaben weit größeren Ausmaßes offenläßt, deren Verfolgung höchste Pflicht gegenüber yder Gesamtheit sein kann, ebenso wie sich, d. h. der Orthodoxie selbst gegenüber. (Fortsetzung folgt.) Die Pegischa der jugoslawischen Aguda in Subotica. Die erste Pegischa der jugoslawischen Aguda- Gruppen fand am 25. Dezember in Subotica statt und nahm einen eindrucksvollen Verlauf. Dem Ruf der Landeszentrale hatten in großer Zahl die Agudisten aus Subotica, Senta, Sombor und selbst aus dem weit entfernten Z agr e b Folge geleistet, auch Petrovoselo und .Mol waren vertreten, so daß der Beginn der Beratungen einen überfüllten Saal des Tagungslokals sah. Die Jugend machte ,bei weitem die Mehrzahl der Teilnehmer aus, ein ■hoffnungsvolles Zeichen für fortschreitenden gesunden Aufstieg der Aguda in unserem Lande. Die Begrüßung namens der Landeszentrale nahm Herr Präses Samuel Deuts.ch vor. Namens der orthödoxen Gemeinde und der Aguda-Ortsgruppe begrüßte mit sinnreichen Worten Herr Samuel Ehrmann die Tagung. Zum Mittelpunkt der Tagung wurde das Referat Sr. Ehrwürden Herrn pperf ab bin er Moses D e u t sch über ״Erziehung der Jugend im Geiste, der, Thora“. Auf Grund '׳tief ausgedeuteter Diwre Thora legte der Redner die Grundlagen der agudistischen Erziehungsarbeit dar,־ die in Thorosenu hakdoscho unerschütterlich wurzeln müsse.. Die ägudistische Jugend muß sich dieser Erziehung unter der Herrschaft der Thora willig unterstellen, um jeden Irrweg, den andere gehen mögen, •zu vermeiden, um Menschen hervorzubringen, die als Juden sich im Leben bewähren. Mit größter Begeisterung wurden die tief zu Herzen gehenden Worte des verehrten rabbinischen (Führers auf genommen. Anschließend sprach Generalsekretär Dr. Heinrich Klein über ״Aktuelle Aufgaben der Agudas Jisroel“. Der junge Mensch müsse zunächst ■ einmal Agudas Jisroel selbst als die im höchsten Sinn aktuellste Aufgabe seiner Persönlichkeit begreifen. Agudas Jisroel soll ihm seinen Platz als Einzelmensch inmitten seines Volkes weisen, ihm überhaupt bewußt machen, daß sein Leben, als Individuum, Glied der Volksgemeinschaft und der Menschheit eine unlösliche Einheit bilde. So werde die Erziehung des jungen Agudisten durch Agudas Jisroel als Wiedererweckerin des ״am echod und kodosch“ in die größten Zusammenhänge hineingestellt ■und in solchem Geiste sei jede Einzelaufgabe der Gesamtheit auch als eigene Sache zu lösen. Der Redner erläuterte dann noch praktische Arbeit, wie Keren Hathoro, Beth Jakob und die jetzigen Ziele der Palästina-Politik־ der Agudas Jisroel. Herr Ge dal je Winkler sprach über ״Arbeit der Jugend“. Er legte dar, daß die Agudas Jisroel in Jugoslawien die Eroberung der Gesetzestreuen, von dem Elan der Jugend getragen, fortsetzen und vollenden werde, mögen sich auch •an mancher Stelle yon nicht aufgeklärter Seite vorübergehende Widerstände erheben. Dje Jugend werde beweisen, daß sie die Zukunft des Thorajudentums in Jugoslawien ist und sein wird. Die Ausführungen fanden lebhaften Beifall. , In der anschließenden Diskussion sprach, der Vertreter Zagrebs, Herr Dr, Milan - Engel arath über die Sehnsucht der Jugend nach Erez Jisroel, die ihr diese Arbeit zu besonderer Herzenssache macht. Herr Friedmann, Senta, sprach über den festen Willen der dortigen Jugend, sich zu einer engen Gemeinschaft in der Agudas Jisroel immer mehr zusammenzuschließen, ׳. da Agudas Jisroel den wahrhaften jüdischen Klallbegriff verwirkliche.! Daß die Sentaer Jugend auch gewillt sei, den Kampf gegen übelwollende Elemente aüfzunehmen und um des großen Zieles willen durchzufechten,־ legte in feurigen Worten Herr Gelbstein dar. Herr Gewürz betonte . den Willen der Jugend in Sombor, praktische Arbeit zu leisten, Sämtliche Redner hinterließen den festen Eindruck, daß Agudas Jisroel allüberall ein mit Begeisterung und Energie angestrebtes Ziel ist. v ' Die A r be i ts s i t z un g am Nachmittag brachte eine Aussprache über die Fragen der Organisierung, über Lim u d H a t b 0 r a und Erziehungsarbeit, über praktisehe Erez-Jisroel-Arbeit und über Presse. Die Vertreter der •einzelnen Gruppen berichteten zu den einzelnen Gebieten über den Stand der Arbeit, und zwar für Subotica Samuel Deutsch und Jenö Berger, für, Zagreb Dr, Milan Engelsrath, für Senta Hfl-uer1 und Gelt; stein, für Sombor Gewürz. Es wurden erörtert:, die Notwendigkeit der restlosen Erfassung der in Betracht kommenden Jugend an den einzelnen Orten, die Propagierung der Aguda-Idee in den in der Umgebung der ftnzelrieh Gruppen gelegenen Orten, die Sorge dafür, daß jedes Mitglied in der Gruppe lerne —• besonders wurde die Einführung des Daf Jaumi von der Versammlung empfohlen. — Aus den weiteren Vorschlägen, welche die Aussprache.brachte, seien hervorgehoben: Einrichtung von Arbeitsgemeinschaften; für Lernen im kleineren Kreis, z. B. Tenach, Einführung des Tenach J a u m i, Aussprache der Jugend über jüdische Fragen aller Art in regelmäßigen Vorträgen, umfassende Durchführung der Geldaktionen für Erez Jisroel und für die Hachschoros, Verbreitung der neuen Presseorgane der Aguda, Errichtung, besonderer Kommissariate für die einzelnen Aufgaben. So brachte die Debatte, an der sich alle .Anwesenden beteiligten, truentoare Anregungen.!Stark. betont wurde auch der Wunsch nach Pfopagandama!teria 1, dem von seiten des Sekretariats auch bestmöglich nachgekommen ׳ wurde. Gegen 6 Uhr hielt Herr Präses Deutsch die Schlußansprache, in der er die gemeinsame Arbeit als gegenseitige Pflicht bezeichnete, so daß Dank an niemand geschuldet werde. Die Pegischa erfülle aber alle mit Freude als Auftakt zu erfolgreicher Arbeit der Agudas Jisroel in Jugoslawien. KLEINE ANZEIGEN Auto-1 ahrschulen S 40.— Spezialwinterfahrkurs nur in der' Fahrschule ,,Fraterstern", Praterstraße 66, Tel. R-48-0t16. Bauu. Galanterie- Spengler Leo Fenig, Wien, n., Gr. Sperlg. 41. Tel. A-49-4-19 Schomer Schabbos hücner L. D. Hirschler & Go., Wien, I., Rabensteig 6. Tel. ü-28-7-45, sämtliche Ritualien, bürste n L. M1unber, n^ “ Kleine Pfarrgasse 3j. Schomer Schabbos. 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Der Geburtstag Seiner Majestät wurde von allen Orthodoxen, Neologen und sephardiächen Gemeinden des Landes feierlich und mit aufrichtiger Begeisterung für das Königshaus begangen. In allen Bethäusem fänden Feiern statt, in weichen Gebete für das Wohlergehen der Dynastie gesprochen wurden. — Der Geburtstag des Königs in Zagreb. Anläßlich des Geburtstages des jugoslawischen Königs war auch die Zägreber A güdas-.Tisroel-J ugendgr uppe beim festlichen Umzug, an welchem alle Vereine und Institutionen teilnahmen, vertreten. — Am Vorabend des 17. Dezember wurde eine Manifestation in Zagreb, wo das jugoslawisehe Königspäar weilte, veranstaltet. Beim feierlichen G-ttesdienst, der am 17. Dezember im Tempel der orthodoxen Kultusgemdinde stattfand, ließ sich der König durch. Oberst Ing. Arandjelovic vertreten. Außerdem waren sämtliche Zivil- und Militärbehörden in! allen Bethäüsern vertreten. Die Juden Jugoslawiens genießen Dank der loyalen Gesinnung Sr. M. des Königs, der Regierung und der Toleranz der Bevölkerung, volle Gleichberechtigung. statt Karten Ing. Ludwig Kritzler und Frau laden alle Verwandte, Freunde und Bekannte zur בר מצוה ihres Sohnes בנימין זאב welche אי*ה Samstag, ם׳ וארה, den 13. Jännfer d. J. im Tempel, I., Lazzenhof 2 um ><510 Uhr vorm, stattfindet. דרשה um yt4: Uhr im Restaurant Wienea, II., Obere Donaustraße 91. v Ester Bernfeld Niksa Stern ■ Topolöany Stupava Verlobte Juwelen, Uhren, Gold- und Silberwaren, ins- MAiif Am filfiwIrftniV besondere כלי קודש, SederschUssel, Menoras, liUllIib WUrllUn V Leuchter und Besteckein großer Auswahl, au h Gelegenheitskäufe, stets vorrätig , II» TabOfStraB© 14 8 Tage Semmering inklusive Abgaben 95 Schilling{ Pension Dr. Hecht ] alace- Sanatoriums I Auskunft (ab 7. jnnner abends) Lehrer J. 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Bilkovä 19 ■ g Haltestelle der Tramway Nr. 1 und 4 vom Bahnhot H a^M^aii• aaae ■na» <■ ■&»■»■■ ■■■■■■»■ *«*<■*& Tag s | Tewes Jänner דף יומי נדרים Kalendarium Fteiiag 18 , ö נב Samstag 19 6 נג ם׳ שמוח Sonntag 20 7 נד Montag 21 8 . נח Dienstag 22 ...» ־ נו Mittwoch 28 10 נז Donnerstag 24 U נח Freitag 35 12 נט Samstag 28 8ו ס .׳ פ׳ וארא, מברבין החדש 1 (ß3 תחלת זמן הנחת תפילין ft 03 (nur dringendenfalls) | זמי שמע Ubr N u r t u r Wien ' ■ '■׳ V . - י . .. ■ יי. י , . ' Adas Jisroel (Schiffschul), Gebetstunden io der Zeit vom 18, bis 25. Tewes 15694. Freitag, den 18, Tewes: Minchah 4.15, ש׳ק פ׳ שמות . Morgengebet 7.10 und 9.30, Minchah 3.30, 5-05 ,מוצשיק Uhr. An Wochentagen Morgen־״ gebet 6,40, Minchah 4,15 Uhr. Eigentümer, Herausgeber und Verleger: David Ttirkl (für eine , Arbeitsgemeinschafti. Wien. II-. Malzgasse 12 a, — Verantwortlicher RedakteUr: Karl Richter,. Wien, II,, SÄ8* Hochediinger-Gasse. 2. י—Druch; DruehereL und yerlags״A,׳־Q. Ig, gteinmann, Wien, IK׳, Universitätsstraße 68״, ■: n..