Jüdische Presse
- Journal
- Jüdische Presse
- Volume
- 19 (1933)
- Issue
- 47 (1.12.1933)
- Date
- 1933-12-01
- Page
- – (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 4 JÜDISCHE RBES8E nt. 47 Liedern zu Beifallsstürmen hin. Nach der Pause sang Herr Ofoeidtantöf1 W e i & in gewohnter Meisterhaftigkeit einige Piecen, atunnisch bejubelt von der andächtig lauschenden Zuhörerschaft. Den Abschluß des nrachtvollen Abends bildete wieder Pterr. Oberkantor Frank ei mit Chor durch das Meisterstück von Jossele Rosenblatt ״Same madlikin". Während der Pause sprach das Publikum dem reichlich beschickten Büfett, das von den Damen Nahne Herzka, Lilli Holländer und ilotta Fleischs m a ü n, assistiert Von mehreren Mitgliedern der Mädchengruppe, glänzend versehen war, ״fleißig zu. Den Veranstaltem, den Mitwirkenden und den Mitgliedern des Damehkömitees, die den Abend vorbereitet haben, möge der Erfolg reichlicher Dank sein. S. S. Sijum in der Agudas-Jisroel-Jugendgruppe Wien. Am Montag veranstaltete die Agudas-Jisroel-Jugendgruppe Wien zum Ablauf der שלשיט nach der Petiroh des Lublincr RaW גיל» einen Sijum auf Schischo Sidre Mischno, die von ihren Mitgliedern לזבד •שממן ausgelernt wurden. Es haben sich zahlreiche Teilnehmer eingefunden und der Vorlemer desDaf Hajomi, R. Jakob Teitelbaum, würdigte in wärmen Worten die große Bedeutung des Niftör, beklagte den großen Verlust und richtete, ebenso wie der nachfolgende Redner Herr S. Spitzer, die dringende Mahnung an die Jugend, im Sinne des Niftör Limud Hathoiro zu pflegen und die Arbeiten für den Klall״ besonders für ״Jeschiwas Chachme Lublin“ mit allen Kräften zu unterstützen. Agudas-Jisroel-Madchengruppe Wien. Schabbos Parschas Wajischlach, halb 11 Uhr vormittags, spricht Herr Rabbiner Dr. I. Pollak in seinem Zyklus ״Unser Gebet" im Lokal der ״Wienea", II., Obere Donaüstraße 91. Deutschkreutz. Die bisherigen Leitungsmitglieder der Mensa des Vereines ״Machsike Jeschiwoh" in Deutschkreutz haben aus wirtschaftlichen Gründen ihre Mandate zurückgelegt. Die Leitung haben folgende Herren übernommen: Leopold Frischmann (Präses), Adalbert Bischitz (Vizepräses), Hugo Feige 1 stock (Kassier), Siegmund Goldner und Armin Goldschmidt (Kontrolle). Die neue Leitung bittet alle Freunde der Zelemer Jeschiwoh, ihr auch künftig Unter- Stützung in dem schweren wirtschaftlichen Kampf angedeihen und zugedachte Spenden ihr zukommen zu lassen,'; ' Jtechechoslowakei^ Der orthodoxe Kindergarten in Bratislava. ■ Der vor, kurzem unter Leitung von Frl. Blanka Weiner in Bratislava (Zochgasse, Dobs-Haus) eröffnete orthodoxe Kindergarten zeigt schon jetzt eine sehr günstige Entwicklung auf. Etwa. 40 Kinder aus allen Schichten der• jüdischen Bevölkerung besuchen den ■Kindergarten und 7der Zudrang zu •ihm nimmt täglich zu. Seiner ganzen erzieherischen Einstellung nach stellt er eine erfreuliche Erweiterung der orthodoxen Erziehungsanstalten Bratislaväs dar. Ein Besuch in den freundlichen Räumen dieser schönen Kleinkinderwelt überzeugten den Schreiber dieser Zeilen von der zielbewußten jüdischen Arbeit, die da an der Seele unserer Kleinsten beiderlei Geschlechts geleistet wird. Die Anstalt verlegt den Beginn der jüdischreligiösen gemeinschaftlichen Erziehung bewußt und programmatisch auf eine Altersstufe des Kindes', auf der es . noch möglich •und zusässig ist, zu lehren, ohne zu unterr ich teä Das Kind wird mit feinen, zarten Fäden in die ׳Schönheit der religiösen Welt des Judentums eingeführt und an sie gefesselt, ohne.es mit der harten Wucht der ״Pflichterfüllung“ erst ״gefügig“ machen zu müssen. Allmählich aufsteigend durch praktische Angewöhnung, wird ihm jüdisches Verhalten im Leben beigebracht. Das Kind bewegt sich in Gemeinschaft mit vielen kleinen Altersgenossen in einer jüdisch durchwehten Atmosphäre und fühlt sich glücklich und zufrieden in ihr. Es atmet eine Luft, die ihm ThoragemäßKeit des Lebenswandels \ohne aufdringliche Unterweisung* zur Selbstverständlichkeit macht. Es spielt und tummelt sich frei und natürlich mit dem schillernden Tau der Jugendfrische auf der kind-’ liehen Seele und weiß es nicht einmal, daß inmitten dieses lustigem Spieles seine ganze kleine ״Persönlichkeit“ eine wetterfeste Formung erhält, wie sie allein ihm später als Menschen und als Juden vor den Gefahren der Vernichtung zu bewahren vermögen wird. An diesen Kindern wird in wenigen Jahren zunächst die Schule und dann der Jugendverein und zuletzt am fertigen Menschen die religiöse und soziale Gemeinschaft merken, welch gute Vorarbeit der Kindergarten getan hat. Die beiden Kindergärtnerinnen, Frl. Blanka Weiner und Frl. Mimi Sing e r, verstehen es ausgezeichnet, den ,Kindern die Stunden und die Tage, die sie im Kindergarten verbringen, zu Stunden und Tagen ungetrübter Wonne zu gestalten und ihr kleines unschuldiges Dasein mit heiterem und zugleich jüdischem Sinn auszufüllen, Welch eine wohtuende Hilfe für die vielgeplagten Eltern! Die Kinder lernen da ganz unvermerkt und ohne jede Anstrengung's 1 o w a k i s c h sprechen. Sie lernen beten, singen, sich ״benehmen" und was sonst noch den jüdischen Eltern in unseren Tagen so viele Mühe und Sorgen bereitet, ohne jeden Zwang, spielend, in hellen, luftigen Räumen, unter sorgsamer, ge- Schulter Aufsicht. Kleine jüdische Menschenknospen entwickeln sich zusehends und zielgerecht gepflegt zu dem, was sich dereinst im Leben mit G־ttes Hilfe als j ü d ischer Mann und jüdische Frau• bewähren soll. .J. J. B. Hespech in Prag. Aus Anlaß des Ablaufes der שלשים f&nd im Sitzungssaale der Chewra Kadischa in Prag eine eindrucksvolle Trauerfeier nach dem Lubliner*Räw, Rabbi M e ir S ch ap i r a ייל» statt. In Anwesenheit des Oberrabbinerstell Vertreters und eines Kreises der Verehrer des heimgegangenen großen Führers würdigte Herr Professor Dr. Salomon Hugo Lieben in einer tiefbewegten Rede die Persönlichkeit des Betrauerten und beklagte den Verlust, den das gesamte Judentum durch seinen Heimgang erlitten hat Gerichtliche Klage gegen das Bratislavaer Rabbinat, Zwischen der Bratislavaer orthodoxen Gemeinde und einer der ihrer Aufsicht unterstellten Fleischereien und Selchereien wurde vor ejnifen Monaten das Vertrags- Verhältnis gelöst, Die betreffende Fleischerfirma benützt seither die Scheehitah der Bratislavaer Neologengemeinde, die zur Einführung dieser Scheehitah eigens einen zweiten Rabbiner anstelite. Das Rabbinat der orthodoxen Gerneinde sah sich dadurch veranlaßt, seinen Gemeinde mitgliedern Öffentlich bekanntzugeben, daß die Waren dieser Firma aus neologer Scheehitah stammen und im Sinne der benannten orthodoxen Grundsätze als ח t ר ZU betrachten sind. Der Besitzer der neologen Fleischerei ist daraufhin gegen sämtliche Mitglieder des Bratislavaer orthodoxen Rabbinats bei Gericht klaghaft geworden. Das ist ein Zeichen der Zeit. Die Vertretung der Gerichtsklage .gegen das orthodoxe Rabbinat hat ein Vorstandsmitglied der Neologengemeinde übernommen. Auch das ist ein Zeichen der Zeit! Man sieht dem Ausgange dieses im Interesse des orthodoxen Kaschruswesens nicht ganz belanglosen Prozesses mit Spannung entgegen. Von der Agudas-Jisroel-Jugendgruppe in Kezmarok. Aus KeZmarok berichtet man uns: Sonntag, den 16. Marcheschwan, veranstaltete die hierortige Agudas - Jisroel - Jügendgruppe ein gut besuchtes und gelungenes Meeting, Nach der Eröffnungsansprache des Herrn Awrohom Brody sprachen die Mitglieder des Organisationsvorstandes aus Bratislava, die Herren Dir. Daniel Grünwald und Awrohom Zwi Kohn, formvollendete,״wohldurchdachte und packende, an מאמרי הדל angelehnte Worte, welche mit großer Begeisterung auf genommen wurden. Darauf widmete Herr Awrohom Brody den . heimgegangenen Baal Chofez Chajim und Rabbi Meir Schapiro einen warmen Nachruf, welcher bei den Zuhörern einen tiefen Eindruck hinterlassen hat. R. Samuel Frankel זצ״ל. R. Samuel F r ä n k e 1 a. A., einer der hervorragendsten Mitglieder der orth. isr. Gemeinde in Kosice, ist am 24. Marcheschwan einem langwierigen Leiden erlegen. Die,H.alwajoh fand:noch am selben*Tag Unter großer Teilnahme der Gemeindemitglieder statt. An der Bahre sprachen: Se. Ehrwürden Herr Oberrabbiner Brach, der älteste Sohn und der Bruder Rabb. Dan F r ä n k e 1 aus Tokaj, welche alle warme Worte der Anerkennung für die Person des Verblichenen fanden und ihn als wirkliehen Jore HasChem, edlen Menschen und vorzüglichen Charakter schilderten. Die Chewra Kadischa ehrte seine Verdienste auch als Vorstandsmitglied des Vereines dadurch, daß sie ihm seine letzte Ruhestätte an der Seite seines Vaters Räbb. Mosche Fränkel s. A. anwies. Seefeld in Tirol (1200 m) hervorragendster Wintersportplatz und Höhenluftkurort, das Sonnenparadies für Kinder, jede Art Wintersport, schneesicher. Pension Geschwister Scheer Bekannt erstklassige Verpflegung, Wiener Ktiche, Streng כשד billige Pi eise. Telephon 28. Mitglied des Vereines zur Fördetung ritueller Speisehäuser, Hamburg. KL EINE ANZEIGEN Auto״ Fahrschulen Fahrschule ״Praterstern“, CI., Praterstratte 66, Tel. R-48-3-16, Autofahrkurs S 55.— auf Teilzahlung. Fahrschule ״Wik“ ״Curse S 65.—, Teilzahlungen. Wien, *VII., Lindengasse 49, Zugang Neubaugasse 15, Telephon B-31-706. Bau• u. 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Bewerber, welche von drei Rabbinergrößen זזורמדת besitzen,' über gutes Rednertalent und mindestens fünfjährige דינוח -praxis verfügen, mögen ihre Gesuche dem gefertigten Vorstand einreichen. Dem Gesuch sind beizulegen: 1. Abschrift ,der Autorisationen הורמנות 2. Nachweis des bisherigen Wirkens, 3. Angaben über Alter, Familienstand, Lebenslauf und 4. Referenzen. Zu eventuellem Probevortrag werden nur Berufene zugelassen. Reisespesen werden nur dem Akzeptierten vergütet., Sevlu§, den 14. November 1933. Marton Schwarz, Sekretär. Miksa Jozsef, Gemeindepräses. Schön möbliertes Zimmer, mit separatem Eingang, Telephonbenützung, sogleich zu vermieten. Auch werden, Pensionäre in volle Verpflegung genommen. Frau IClein, II., Schiffamtsgasse 17/7, Telephon A-49-9-37. Tag Kislew | Dezemb. דף יומי גדרים Kolentfarium Freitag 13 1 יז » Samstag 14 2 יה פ׳ וישלח Sonntag 15 3 ־ Montag 10 4 כ Dienstag 17 5 ותן טל ומסר Mittwoch IS 6 ככ: Donnerstag 11) 7 ב¬ Freitag 20 8 כד Samstag 21 9 י■ .כה' פי וישג 5!ß חחלח זמן הנחת תפילין' 0 50 (nur dringendenfaüs) ׳. MUfcr Q טיף קריאת | N u r f ü r Wien Adas Isroel (Schiffschul), Gebetstunden in der Zeit vom 13, bis 2Q. Kislew 5694, Freitag, den 13. Kislew: ׳ Minchah 4.Q5 Uhr, שיק % יישלח Morgengebet 7 Uhr und 9:30 Dhr; Minchah 3,30 Uhr; 4,55 ,?»*שיק Uhr, An Wochentagen: Morgengebet 6.30 Uhr, Minchah 4.15 Uhr, '' Ä? Tühu (für eine Arbeitsgemeinschaft), Wien, Jt, Malzgasse 12 a, — Verantwortlicher Redakteur: Karl Richter, Wien, IX-, Franz-' Hpcheahnger-Gasse % — Für die Tschechoslowakei: Jacob Joel Braun, Bratislava, — Druck: Druckerei- und Verlags-A׳-G, Ig^ Steinmann, Wien, IX., Universithtsstraße 6-8, 4<i )>■ .