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Jüdische Presse · 1933-10-27 · 42 (27.10.1933) · page 3

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Journal
Jüdische Presse
Volume
19 (1933)
Issue
42 (27.10.1933)
Date
1933-10-27
Page
– (sequence 3)
Language
German
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Nr. 42 iÜUISCHlI PRESSE GEGEN HUSTEN״ GRIPPE |tUeimUsi ״Was cten frischen 6uf< m^rnäs Atems vetttfSÄM? Ich esse tätlich einige der flirten Medltlnalbonböfts ״'׳Waldestrakt'*. Sie erhalten mich auch gesund und mun- »efrsödasS Ich im Beruf und in der ßeseiischaft nie mUde werde. Mach's auch sof...״ 01« A«u«10HELLER.Packung *oll b«*ondort *Ortollhatt sein! faf VERBAND DER SABBATHFREUNDE IM ״SCHOMRE SCHABBOS“ WKN, II.. LEOPOLDSG. 16 - TEL. Mt•«•« 1. STELLENVERMITTLUNG. Offene Stellen: ]Praktikanten im Alter von 14 bis 16 Jahren, Vertreter, in der Textilbranche eingeführt. Stellengesuche: Verläßliches, geschultes, kaufmännisches und gewerbliches Personal. 2. AÜTOFAHBKUBS. Der ״Schomre Schabbos" beabsichtigt, demnächst einen Autofahrkurs zu veranstalten.. Es ist gelungen* denselben gegen eine verhältnismäßig sehr geringe Gebühr abzuhalten, und zwar werden sich die Kosten inklusive aller Nebengebühren und exklusive der Prüfungstaxe, je nach der Zahl der Teilnehmer, auf S 60 bis 65 stellen. Das Kurs^ionorar kann, auch in Raten während der Kursdauer bezahlt werden. Anmeldungen werden im Sekretariat entgegengenommen. ׳ ' ׳ : Geld wegwerfen wird wohl niemand, aber oft kommt es vor, daß Hausfrauen Dinge wegwerfen, die sie leicht noch verwerten können oder für die sie Praktisches erhalten. So gibt z. B. die Firma Dr. A. Oetker, Brünn, hübsche Prämien für gesammelte leere Oetker-Packungen, Zuckerstreuer, . Mehlschaufeln,. Tee-Eier, Rezeptbücher üsw. Informieren Sie sich bei Ihrem Kaufmann! > Vereinstiaöhriditeii.: י: . Beth ftattiidrosch ״Thora fifc Chajlm“. Es wird fcö* kanntgegeben, daß außer deh allgemein bekannten allabendlich iM Beth Hamidroseh der Schiffschul tim 14? tJhr ein•;■שיעור für Kaufietite-•׳ mnam •s*•* »8׳גןרושץ ג8י» fhn Herrn Safomon Schreiber , atigehäiten wird. 1«־ Ans Schabbos-Vormittag üm Ühr findet ebendort eih iWm msto שיעור עיון, מגן von Herrn Abraham Feigelstock statt. Loschoti-Hakodesch-Kurs. Die Erez-Jisroel-Zentrale der Agudas Jisroel für Oesterreich eröffnet demnächst für Erez-Jisroel-interessenten ' einen Loschon-Hakodesch- Sprachkurs für Anfänger und . yorgeschrittene, unter Leitung einer bewährten Lehrkraft, gegen einen niedrigen Regiebeitrag. Interessenten meiden sich im Büro der Erez-Jisroel-Zentrale, Wien, II., Leopoldsgasse 16 (A-48-4-15). . Agudas - Jisroel - Mädchengruppe, Wien. Schabbos Parschas Lech-Lecho spricht Herr Rabbiner Dr. Pollak über ״Unsere Gebete“ im Lokale der ״Wienea“, II., Obere Donaüstraße 91, um halb 11 Uhr. Die Vereinigung der Talmidim der Jeschivvoh Galanta und früher Mogendorf. Am Schabbos Bereschis fand in Wien eine Besprechung der Vertreter der Zentralleitung mit den Wiener Talmidim der Jeschiwoh Galanta statt, in der die Reorganisation der österreichisehen Gruppe beschlossen wurde... Die Leitung haben die Herren Jenö Eisen, Oscher Stroh und Karl Adler über-, nommen. Talmidim, die ihre Anmeldung in die obgenannte Vereinigung noch nicht vorgenommen haben, werden er;• sucht, ihren Namen, Adresse und das Jahr, in dem sie bei Seiner Ehrwürden Herrn Oberrabbiner J. Buchsbaum gelernt haben, an einen der obgenanriten Herren'bekannt- Zugeben; ׳ i,; ' ■ ■ Bethausvereit) ״Meichisch Jeschuoh“. Im Bethausverein ״Meichisch Jeschuoh", II., Josefinengasse 7, hält jeden Schabbos-Nachmittag um 4 Uhr. Herr Rabbiner Samuel Hager •einen Sidra-Vortrag., — Die Zeire- und Poalei- Agudas- Jisroel- G r u p p.en .in Tel-Awiw und Petach-Tikwah haben eine Bibliothek und einen Le s es aal eröffnet und ersuchen um schenkungsweise Ueberlassung von jüdischen Büchern und Zeitschriften. (Adressen: Tel-Awiw, P. O. B. 329, Petach-Tikwah, P. O. B.’43.) * Vorzüglich schmeckt das ׳/Essen im Selchwarenrestaurant Eisen, Wien, II., Praterstraße 33. E Ferienheim der Wiener Aguda-Jugendgruppe. Der chronische Raummangel, der uns Woche für Woche bedrückt, hat uns dazu gezwungen, die Veröffentlichung dieses (Berichtes über das heurige Giabänweger Ferienheim der Aguda-Jugendgruppe, obwohl er längst gesetzt war, bis heute immer wieder aufzuschieben. Obwohl nunmehr reichlich verspätet, wollen wir ihn ,unseren L&sem . doch nicht :vorenthalten, weil er einen teieinen Einblick in die wunderbare, Leistung dieses Ferienheims. gewährt, f vv das alle Beteiligten den wärmsten Dank verdienen. Und so bringen wir ihn denn -— gekürzt. Redaktion. Die Einrichtung des Ferienheimes ist entschieden eine der schönsten Leistungen der Jugendgruppe. Ver-, wunderlich wirkt es daher, daß seitens der Jugendgruppe gerade dieser Glanzpunkt mit gar keinem ״Glanz“ umgeben wird. Daß; die große Oeffentlichkeit von dieser grandiosen Leistung gar'nicht, zumindest aber nur ganz wenig informiert, wird. Um nun diesem Uebel abzuhelfen, will ich hier kurz die während meines Aufenthaltes gesamelten Eindrücke wiedergeben und mögen sie dazu beitragen, die Leistungen der Jugendgruppe inv allgemeinen und die des Ferienheimes im besonderen ins richtige Licht zu rücken und; so der Jugendgruppe neue Freunde und Gönner zu bringen; ■■ ■ ׳ ז!*, ,^ ( •v . In Grabe n w e g, einem lieblichen . Neste im Triestingtale, in einem stattlichen Gebäude, umgeben von wundervollen Nadelwäldern, war das Ferienheim untergebracht. Im ersten Stock dieses Hauses waren fünf Bäume und ein Bes Hamidrosch, im Hofe, anschließend an die geräumige Küche, eine Art Veranda zum Speisen. Rings um das Haus Wald und. Wiesen, etwas entfernter die wunderschöne Waldwiese zum Spiel. In dieser herrliehen Umgebung hatten heuer zirka 10Q, Personen, Junge und Erwachsene, Gelegenheit, schöne Stunden zu verbringen, inmitten G-ttes freier Natur, inmitten echt jüdisehen Milieus. Da kamen sie alle zusammen, der Gymnasiast ebenso wie der Jeschiwohbochur, der Volksschüler ebenso wie der Handelsangestellte, der Handwerker ebenso wie der Maturant, und alle fanden sich in dem Gemeinsamen, ׳ alle wußten es so gut zu schätzen: die Atmosphäre des echt jüdischen Geistes, die da über .allem ruhte! Um sechs Uhr früh heißt es aufstehen, denn bald ist Sof-sman-Krias-Schemah, und außerdem, wer beim Dawenen nach den Beroches kommt, zahlt drei und nach Borchü sogar 10 Groschen K’nas. Es soll dies Disziplin und Pünktlichkeit lehren und •— tut es auch. Das Dawenen geht langsam und in Würde vor sich, es wird kaum geschmust. Nach dem Dawenen 10 bis 15 Minuten für die Jüngeren ein Mussar-Schiur, vorgetragen in leichtverstündlicher Weise von dem unermüdlichen Leiter. Anschließend Frühstück, gewöhnlich unter Aufstellung von Rekorden: 10 bis 12 bis 15 Butterbrote! Die zwei Stunden bis zur Jause!füllen dann die Schiurim aus. Je nach Kenntnissen wird Gemoroh ohne oder mit Meforschim, dann Mischnajos, Chumisch und . Kizzur gelernt. Es lernt jeder, niemand muß dazu gezwungen werden. Jeder fühlt die Pflicht hiezu! Beim Mittagessen geht es recht. lebhaft zu. Nach dem Essen — das Benschen würde inzwischen. versteigert — ist längere Ruhepause. Schlafen oder Lesen eines aus der reichhaltigen Bibliothek entlehnten Buches; pder aber Schachspiel bildet den Zeitvertreib während dieser Stünden. Diese Ruhepause ist in allen Erholungsheimen eingeführt, um dem Körper die so notwendigen Kräfte zuzuführem Und so hört man, daß Gewichtszunahmen von 5 Kilogramm zu gar keiner Seltenheit gehören und daß es einer sogar auf 6,5 Kilogramm Zunahme brachte! Das sind jedenfalls Werte, die nebst den geistigen auch nicht hoch genug einzuschätzen ־ * ־'.« . . . ׳ ' sind! Nach der Jause Spaziergänge in die nahen Waldungen oder kleinere: Ausflüge in die nahe Umgebung, bis zu Minchoh gerufen wird. Dies geschieht, wie alle Befehle, durch ein Pfeifsignal. Minchoh , wird . etwas früher,. Maariw etwas später, Schon;tief bei 'Nacht, gedawent; so däß genügend Zeit inzwischen ist, um die Aelteren und Jüngeren• gesondert zu Schiurim zusammenzurufen. Die Aelteren lernen Mischnoh-berüroh,. mit Mussarworten gewürzt; die Jüngeren Kizzur-Schulclian-pruch, öfters durch Geschichten aus der Gemoroh oder durch .chassidische Begebenheiten unterbrochen.׳ Maariw, Nachtmahl und vpr dem Schlafengehen noch' einökürzer Spaziergang im Takte,, eines Marschniggun. Damulst, Nachtruhe. Der Schabbos hat sein/ eigenes :Gepräge. Schon Freitag fühlt man so recht ,die Nähe des kommenden Tages. Alles ist nur darauf bedacht, sich für; den Tag herzurichten, alles steht im Banne des ׳ Kommenden. Nie kann ein im Berufsleben Stehender, so •recht die Nähe des Sphabbos fühlen und sich!auf diesen Moment vörbereiten, wie es hier der Fall ist. Am Vormittag wird — soweit es das Wetter erlaubt — in die Mikwoh, ein recht kalter Waldbach, gegangen und am Abend kann man dann mit richtigen Keduschoh-Gefühlen Mekabel-Schabbos sein. ׳ Die Mahlzeiten'am, Schabbos werden kalt eingenommen. Man fühlt aber* diesen Mangel gar nicht, denn? fröhliches Semiros und Stückchen Toiroh aus der Sidroh füllen die Mahlzeiten aus. Die Ruhepause am Schabbos wird von den meisten der Jüngeren zu fleißigem Lernen benützt, denn es muß wiederholt werden: um 6 Uhr ist Verhöfen! ... ,'■'•׳׳■׳’. Die Mizwos bei Mincho werden Versteigert* ebenso die Alijos. bei. Schacharis, ׳ wobei man bemüht ist, die Summe durch Heusofos recht hoch zu bringen. Nach Minchoh Seudoh schlischis. Bis spät in die Nacht hinein sitzt man hier bei fröhlich und auch traurig anmutenden Niggunim beisammen. Es ist so die richtige Stimmung in der Dämmerung und wunderbar ,ist es anzuhören, wenn bei atemloser Stille ringsherum irgend ein ergreifender Sologesang ertönt. Und sogar der. Förster . des Waldes, also ein richtiger Isch-Sodeh, findet es so herrlich .bei dem Jakeuw, jeuschew eüholim, und versäumt keinen Schabbos, um die Gesänge anzühören. Den Abschluß der Seüdob־ schlischis bildet eine Droschoh vdn Reb Jankel. Charifus I und Magidds, Pilpui und Mussar, alles ist darin enthalten. Wunderbär wirken die Worte, Von solchem Munde und in solcher Zeit vernommen. Alles lauscht gespannt und wenn auch die Jüngeren nicht so ganz die Größe der Worte begreifen können, eines fühlen sie. alle,;daß die Teuroh allein der einzige wahre Lebenszweck des Mensehen darstellt, und man fühlt' sich erst recht zusammengeschlossen in diesem Kreise, man fühlt sich eins mit G-tt in seiner freien Natur. ' Einmal eine Sensation! Es wird der Weizen für das Schmure-Mehl geschnitten! Alles will dabei sein, bei dieser selten getanen Arbeit, all^s will mit helfen. Was tut es, daß der Schnitter sich über den tiefen Schnitt ärgert, was tut es schon, es geht doch alles ״Leschem Mizwoh“! ... , I . * Ich habe nun versucht, ejinen kleinen Ausschnitt aus diesem Leben zu geben. Es ist, direkt erstaunlich, was da in geistiger Beziehung geleistet wird. Man reißt den nüchternen, abgestumpften Großstadtmenschen aus seiner düsteren Umgebung und setzt ihn hier in eine Atmo- Sphäre echt jüdischen Lebens, wp ihm in guter Gesell- Schaft jüdischer Geist, der eigentliche Lebensnerv eingeimpft wirdr• Jedem, der hier war, muß es bewußt wer-; den, daß. es im düsteren Alltag immer noch einen erhaben schimmernden.׳ Lichtpunkt gibt; das jüdische Fühlen und Denken! . '• —sch—,.. ' ’—י';1■?'■; ’ ^ussigo! Metallpul7: Seite-3 ist fneiätiiiteits auf NäbltliEiöIgkMt 10 def 2urück£üfüfifen. Die geäossefien Speisen hinteriasäen Rückstände auf ürid zWisöfcefi den Zähnen. Wenn män huft die Zähne ׳nur 'gelegehtiieh etemal putat üftd den Zahn^ belag fiieht täglich beseitigt* dann bilden sich Fäulnishefde* die sehließHch das Zahnbein angreifen. Die Zähne müssen deswegen täglich gefemigt werden, am besten mit ö d 01-Zahüpästä, die die Zähne gründlich reinigt. Odo 1-Zahnpasta hat außerdem einen köstlich erfrischen- (Jen Die Auilodttiig der NSDAP« in der 0• S. R. und die Juden« Die antisemitische Zwangsherrschaft im deutschen Nachbarreiche hat im letzten halben Jahr manche Wellen auch über die Grenzen der tschechoslowakischen Republik geschleudert und mit ihrer gefährlichen Propaganda breite Schichten der deutschsprachigen Bevölkerung infiziert. Die Auflösung der deutschen nationalsozialistischen Partei und der mit ihr gleichgerichteten politischen Organisationen, die von der Regierung jüngst verfügt wurde, bereitet diesem besorgniserregenden Zustand glücklicherweise noch beizeiten ein Ende. Sie muß daher auch vom Gesichtspunkt des konfessionellen Friedens und der ruhigen Wirtschaftsentwicklung, die von der gesamten staatstreuen Bevölkerung als eine Voraussetzung für die staatliche Konsolidation empfunden wird, von der tschechoslowakischen Jüdenheit als eine befreiende Tat betrachtet und gewürdigt werden. Wird schon jeder überspannte, an die wilde, instinktmäßige Leidenschaft der Masse appellierende und auf der Rassengemeinschaft basierende ״Nationalismus" vom Standpunkt der jüdischen Ethik als schädlich und für die Volkskraft als ruinös angesehen, so darf von den nunmehr der Auflösung anheimgefallenen politischnationalistischen Sprachrohren mit um so größerem Recht gesagt werden, daß ihr Bestand und ihr .weiteres Wirken geeignet gewesen wären, den ganzen moralischen Unterbau unserer Republik zu zerklüften und die Voraussetzungen des Ansehens, den der tschechoslowakische Staat in der gesitteten Welt genießt, rettungslos zu zerstören. Das wohlverdiente Los dieser Parteien war nicht in ihrer Zugehörigkeit zum deutschen Kultur kreis begründet, denn unser Staat gewährt gewiß der Pflege von wirklich nationalen Kulturgütern einer Bevölkerungsschichte von drei Millionen Seelen einen ausreichend breiten Lebensraum, wenn die Mittel, die bei dieser Kulturpflege angewandt werden, mit dem Geiste vereinbar sind, der.unserem Staate innere Festigkeit Und äußere Würde verleiht. Gerade das haben aber die aufgelösten Parteien von vornherein nicht nicht beachtet und deswegen war ihr Schicksal besiegelt. Ein Beweis dafür ist neben den anderen Gründen, die ihre Auflösung, zu i einer unabweislichen Staatsnötwendigkeit gemacht hatten, auch der immer mehr betonte und immer eifriger in den Vordergrund gerückte Judenhaß, den sie im engsten Zusammenhang mit Hitler betätigten und in be.wußter und gewollter Anlehnung an sein Prog r a m m propagierten.; ....: Es. handelt.. sic.hl hier /keine§Tye&s. •um Parteien, {die; £ ihre, von jedem Kulturmenschen,., respektierten naticnalen •geistigen. Güter im Rahmen der staatlichen. Gesetzlichkeit und auf dem Boden der friedlichen Entwicklung innerhalb der Grenzen unserer Verfassung zu wahren bestrebt waren, und der Antisemitismus trat bei ihnen durchaus ׳nicht etwa nur als politische Tünche, als unwesentliche Begleiterscheinung .und Staffage ihrer Tätigkeit auf, sondern es handelt sich um Organisationen, denen der Judenhaß Wesenszug ,und programmatisches Ziel war und die ihre Konnationalen aus Rassendünkel zu leiden-; schaftlicher Bekämpfung und Zerstörung jener unverrückbaren Grundprinzipien äüfstachelten, auf die unser Staat und der Frieden •unter seinen Bevölkerungsgrupperi aufgebaut ist. Es sind hierüber in jüngster Zeit recht be-' weiskräftige Einzelheiten bekanntgeworden. Aus ihnen' geht hervor, daß auch der •Lügenfeidzug,, der in. den jetzt' zumeist eingestellten Zeitüngen deutschnatiÖnalistiscli'er Geistesrichtüng in Böhmen viele Jahre hindurch nicht ganz erfolglos gegen die jüdische Gemeinschaft geführt wurde,' w e s' e n 11 i c h e r B e s t a n.d^t eil eineä. .politisch, festverankerten Umwälzungsprogramms war, das nunmehr ’ allerdings durch? den •zielsicheren Zugriff der!Staatsmacht in seinem ganzen Umfang bloßgelegt und seines gef ährliehen!Stachels beraubt ist. Ein kurzer Ueberblick über die innere und äußere Entwicklung der aufgelösten deutsehen nationalsozialistischen Partei wird, das deutlich be-, stätigen. . Die deutsche nationalsozialistische Partei in der , tschechoslowakischen Republik führt ihre Entstehung noch auf die österreichische Zeit zurück. Sie konstituierte sich noch im Jahre 1904 in Trautenau unter dem Namen ״Deutsche Arbeiterpartei“. Sie gewann bei den Wahlen in den Reichsrat im Jahre 1911 bereits einige Mandate. Im. Mai 1918 nahm sie auf dem Wiener Parteitag zugleich mit einigen kleineren Gruppen den Namen ״Nationalsozialistisehe Partei Oesterreichs“ an (im Jahre 1019 wurde in München die Deutsche Arbeiterpartei gegründet, der im Juni Hitle!r beitrat, welcher i. J. 1920 in einer Ver- Sammlung im Münchener Brauhaus die 25 Punkte, einschließlich der antisemitischen Punkte, seines Programms vorbrachte und den Grund zur Bildung der SA.-Verbände. legte). Nach dem Umsturz konstituierte sich in der Tschechoslowakei diese Partei unter dem Namen NSDAP. (Nationalsozialistische deutsche Arbeiterpartei) und nahm i. J. 1920 durch ihren Delegierten Jung an der Tagung der Nationalsozialisten unter Vorsitz Hi11 ers teil. Bei den Wahlen in die tschechoslowakische Nationalver- Sammlung im April fielen von den 72 deutschen Mandaten den Nationalsozialisten 5 und den Deutschnationalen 10 Mandate zu. Nach dem mißlungenen Hitler-Putsch in Müneben im November 1923 veröffentlichte Hitler seine staatsmännischen Erörterungen im Duxer ״Tag“, dem Zentralorgan dieser Partei. Im Jahre 1023 wurde von den Behörden eine Sammelaktion ״Mark in Gold für Adolf Hitlers völkische Bewegung“ verboten. Auf dem Parteftag in Eger im Jahre 1923 wurde zum erstenmal eine Fahne, mit Kakenkreuz ausgehängt. Im Jahre 1924 tauchte in Eger die erste aus 50 Egerer Hakenkreuzlern bestehende Sturmabteilung auf. Im Jahre 1926 hatte die Partei 3öß, Qrts^; und, ,140 Jugendgruppen, Im Jahre 1927 begrüßte Jung in zwei Erklärungen die reiehsdeutschen Nationalsozialisten und G o e b b e l s und bekannte sich * dabei zu Hakenkreuz, ״Drittem Reich״ und ״Freiem. sozialem AUdeutschland״. Im Jahre 1029 fing man im neugegründeten ״Volkssport*‘ an. b raun e K e m den zu tragen. Die Wahlen im Reich vom Jahre 1930 und besom

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