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Jüdische Presse · 1933-10-20 · 41 (20.10.1933) · page 3

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Journal
Jüdische Presse
Volume
19 (1933)
Issue
41 (20.10.1933)
Date
1933-10-20
Page
– (sequence 3)
Language
German
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Nr. 41 JÜDISCHE PRESSE ■Katt■ - ״ Kottlerenz iär Hilteati die deutsche JTudettfielf« Im Namen des Joint Foreign Committee (englischjüdisches Komitee für auswärtige Angelegenheiten), der Alliance IsraSHte Universelle in Paris, des American Jewish Congress in New Porte und des Corttite des D6I6gatibns Juives in Paris haben die Herren Neville Lasid und Leonard Monteflore Einladungen an alle repräsentativen jüdischen Institutionen der ganzen Welt ergehen lassen. Vertreter an einer am 29. Oktober im Hause des Jewish Board of Deputies in London beginnenden Konferenz zu entsenden, die der Beratung über das Schicksal der deutschen Juden gewidmet , sein wird. Die erste Sitzung wird öffentlich sein und einen repräsentativen Charakter tragen, die weiteren Sitzungen werden vertraulich und rein sachlichen Beratungen gewidmet sein. Hie Konferenz wird sofort an die Wahl von Kommissionen schreiten, die über die verschiedenen Zweige der Arbeit zugunsten der deutschen Juden zu beraten lind sodann der Plenarsitzung Berichte samt Vorschlägen zu unterbreiten haben werden. Die Anregung zur Einberufung einer solchen Konferenz, die zum Unterschied von einem parlamentarischdemagogischen voltesgewählten ״Jüdischen Weltkongreß“ in sachlicher Beratung von anerkannten Fachmännern allein imstande ist, die richtigen Wege für positiv-aufbauende Hilfe für die deutschen Juden zu finden und zu beschreiten, ist bekanntlich von der Agudas Jisroel ausgegangen. Wie wir hören, werden die repräsentativen Führer der Aguda an dieser Konferenz teilnehmen. Prozeß wegen Judenhetze gegen den deutschen Verein in Kairo. Vor dem Gemischten Gericht in Kairo begann am 16. Oktober ein Schadenersatzprozeß des jüdischen Bankiers Umberto Jabes gegen den dortigen Deutschen Verein statt. Der Kläger fordert vom Deutschen Verein einen Schadenersatz von 101 ägyptischen Pfund, weil dieser durch Veröffentlichung einer Schrift mit Statistiken über den Einfluß des Judentums jeden Juden geschädigt habe. Die Rechtsanwälte Leo Castro, Henri Torres und de Mora Giafferi stehen Jabes zur Seite, der als Vize- Präsident der Weltliga zur Abwehr des Antisemitismus bekannt ist. Geschäft Ist Geschäft. Die Hamburg-Südamerika-Linie richtet einen direkten Schiffsverkehr zwischen Hamburg und Haifa zur Beförderung auswandernder deutscher Juden nach Palästina ein. Die Schiffsgesellschaft hat Anstalten zur Versorgung der Passagiere mit Koscherkost (!) unter der Aufsicht des Hamburger Rabbinats getroffen. Auch wird auf jedem Schiff ein Raum zur Abhaltung jüdischer ö-ttesdiöfissto und hebräischer Kurse zur Verfügung gesteht. Unterbindung des jüdischen Zeitungswesens In Deutschland? Da das neue Schriftleitergesetz, welches festsetzt, daß nur Personen arischer Abstammung das Amt eines ״Schriftleiters" bekleiden dürfen, die Schriftleiter jüdischer Leitungen nicht ausdrücklich Vbtt dieser Bestimmung ausnimmt, befürchtet man, daß das neue Gesetz zu einer Gefahr für die Existenz der jüdischen Zeitungen werden könnte. Um dieser Gefahr entgegenzuwirken, haben sich die Schriftleiter der jüdischen Zeitungen in Deutschland zu einer Organisation zusammengeschlossen und einen Aus* schuß gewählt, der die maßgebenden Stellen der Regierung über die jüdische Presse aufklären soll, die doch nur jüdische Schriftleiter haben kann. Verei nsnachrichten. Droschoh In der Schönlaternschul. Sr. Ehrw. Herr Oberrabbiner S. Fürst hält am Schabbos Parschas Noach um halb 11 Uhr vormittags in der Schönlaternschul eine Droschoh. Agudas-Jisroel-Mädchengrnppe Wien. Der allwöchentliche SidraVortrag findet Schabbos Parschas Noach im Lokale der ״Wiertea", II., Obere Donaustraße 91, um halb 11 Uhr vormittags statt. Es spricht Herr Sekretär Moritz Spitzer über die ״Bedeutung des Fleischgenusses für den jüdischen Menschen". Landesverband jüd. Jugendvereinigungen Oesterreichs in der Agudas :Jisroel. Der Tag der Jugend. Für ש״ק ם׳ ויהי und Sonntag, den 30. und 31. Dezember 1933, ist der Tag der •Tugend nach Wien einberufen 'worden. Diese Tage sollen der gemeinsamen Aussprache über die jüdischen Gegenwartsprotoleme dienen. Das genaue Programm der einzelnen wichtigen Punkte, insbesondere das brennende Problem ארץ ישראל wird in einer der nächsten Ausgaben dieses Blattes bekanntgegeben. ־; In das Propagandakomitee wurden nachstehende Herren berufen: Siegmund Stern, Fritz Spitzer, Heinrich Herzog, Lazar Aschkenazy, Hermann Bondi, Markus Schechter (Wien); Theodor Klein (Baden), Leser Rosenberg (Wiener Neustadt), Breuer (Mattersburg), Josef Lipschütz (Zelem), Chaim Ungar (Lackenbach), Eugen Riegler (Kobersdorf), Dr. Gälandauer (Eisenstadt), M. Deutsch (Frauenkirchen). ln das Festkomitee wurden nachstehende Herfen beriifenr Jakob Teiteibäum, Lazar Aschkenazy,^ Hetmann Bondi, Emil Adlet, Ernst Schiff, Josef Keßlet, Ed. Röhn, iSfäei Türkl, Berkovitsch (Wien), Moses Kaufmann (Raden), Si. RosenhefF (Wr. Neustadt), Luria, Hügn Hirsch (Mattersburg), Goldschmidt (Zelem), Etigen Riegler (Kohersdorf), S. Fried (Frauenkirchen). Am MoZZe Schabbos Parschas Noach findet im Lokale der A. J. Jugendgrüppe Wien, Ü, eine MeiäWü4 Demalko statt, bei welcher die Herren Siegmund Bondi, Arthur Feigelstock und E. Spitzer zum Tag der Jugend sprechen werden. >־■׳''' Agudas Jisroel, Orts- und Jugendgrüppe Wiener- Neustadt. Der vor kurzem in Agudas Jisroel, Orts- und Jugendgruppe umgewandelte Tifereth-Bachurim-Vereih hat anläßlich der hohen Feiertage uüd einer Vom obigen Verein durchgeführten Sammelaktion alter Kleider, ein beachtenswertes Mitteilungsblatt herausgegeben. Dasselbe wurde nicht Wie gewöhnlich nur ah Mitglieder, sondern diesmal auch an alle Kultusgemeindemitglieder Wiener- Neustädte verschickt. Es wurde für den Palästina-Esrog und die Lotteriegemeinschaft des Keren Hathora Reklame gemacht. Mitteilungen aus der Vereinsbibliothek und Lehr- Sektion, deren Leiter auch einen Winterkurs für Hebräisch einführen möchten, als auch Gebetszeiten und Personalnachrichten fanden besondere Beachtung. Die Kosten der Zeitung wurden durch Annoncen lokaler Firmen gedeckt. Personalnachrichten. Todesfälle: Am Schabbos-Berechis ist in Wien, im• Lainzer Spital, Frau Heno Lea Schlesinger עיה nach schwerem Leiden im Alter von 32 Jahren verschieden, die Gattin des in Jugoslawien sehr bekannten Talmid- Chochom, R. Naftali Zwi Schlesinger aus Subotica. Die Verblichene war als wahre Esches-Chajil bekannt, die ihre Kinder in echt jüdischem Geiste für Thora und Awodah erzogen hat. Bei der Lewajoh, die am Sonntag stattfand, schilderte ihr Gatte in ergreifenden Worten das Zidkus der Verblichenen. —Nach kurzer Krankheit verschied in Wien Frau Esther März, die Gattin, des ihr in den Tod vorangegangenen ehemaligen Kultus Vorstehers Jakob März. Ihr Tod bedeutet für viele יder Armen einen schweren Verlust, denen sie immer in fürsorglicher Treue zugetan war. Als Esches-Chajil im besten Sinne des Wortes hat sie, der Kindersegen nicht beschieden war, sich speziell auf dem Gebiete von Hachnossas-Kaloh uhvergängliche Verdienste erworben.— תנצב׳ה Eine besonders billige Fahrt nach Polen findet vom 12. bis 26. November d. J. statt. Alter Paß genügt, Visa umsonst. Nähere Auskünfte: Francopol, Wien, III., Rennweg 1 (Tel. U-16-4-90). Winter-Schiur-Plan der Agudas Jisroel Jugendgruppe, Wien II, Floßgasse 1 Täglich: von 6 bis 1/28 Uhr früh: Zirkel-Lernen. von 8 bis 1/21.0 Uhr abends: R. Jak. Teitelbaum: .. von 8 bis 9 Uhr abends (Sonntag 7 bis 8 Uhr): H. Avvigd. Baunagarten: . . von 8 bis 9 Uhr abends (Sonntag 7 bis 8 Uhr): H. Noach Lichter:. von 1/010 bis 1/״ll Uhr abends: R. Jak. Teitelbaum: . .. Montag bis Mittwoch von 9 bis 10 Uhr abends: Schiur für Vorgeschrittene ... Donnerstag von 1/210 bis 1/012 Uhr abends: R. Schloimoh Baumgarten: ........ בליל שבח קודש Freitag abends von!1/.!8 bis 1/29 Uhr abwechselnd: ..:זגידות ביום שבת קודש von 11 bis 12 Uhr vormittags: H. Elieser Breuer: .. ״ ,, ״ von 3 bis 4Uhr nachmittags: H. Dovid Sputz: . ... . Vorträge und Veranstaltungen jeweils laut Ankündigungen. דף היומי מם* יבמות . . משניות, דינים . . . גמרא ע ״ פ ר ש י . . . מם׳ תענית ע ׳ פ. ת ו ם פ'ו ח גמרא ע*ם תוספות . . . חומש ע ׳פ ר מ ב ־ ן .; . שיעור חרי׳ג מצות und מגן אברהם ... . . . . חומש עי׳ פ ר ש י . . . . Gut und billig speisen Sie im Selchwarenrestaurant Eisen, Wien, II., Praterstraße 33. E Moderne Möbel gut und preiswert GROSSMÖBELHAUS D. HOROWITZ Wien II, Taborstrafle 75 / Fernruf A-41-5-67 Warnung. Wie wir feststellen konnten, hat eine Missionsgesellschaft in Wien an Hand der Adressen der in der Rosch-Haschono-Nummer unserer Zeitung erschienenen Neujahrsglückwünsche drei kleine Broschüren Versendet, die im Dienste der katholischen Mission geschrieben sind. Da die Broschüren in hebräischer, bzw. jüdis'cher Sprache gedruckt sind, liegt die Befürchtung nahe, daß sie von einzelnen Empfängern in Unkenntnis des Inhalts auf bewahrt oder gar an Unberufene weitergegeben werden könnten. Wir machen daher darauf aufmerksam, daß diese Broschüren sofort zu vernichten sind. Die Broschüren sind von ganz kleinem Format und mit einem grünen, bzw. rotbraunen Umschlag versehen. — Redaktion der ״Jüdischen Presse Lebensversicherungs- V) U Pfi AI B V Gesellschaft yy fr n W fu I A B Gegründet 1882 Aus dem Jahresberichte 1932: Versicherungsbestand ...... 2728 Millionen Schilling Prämien- und Zinseneinnahmen . ... 179 Millionen Schilling Garantiemittel .... 527 Millionen Schüling Auszahlungen an die Versicherten... 60 Millionen Schilling Tätigkeitsgebiet:. Oesterreich, Deutsches Reich, öechoslovakische Republik, Belgien, Holland, Frankreich, Spanien, Italien, Fürstentum Liechtenstein, Ungarn, Polen, Jugoslavien, Bulgarien, Griechenland, Rumänien, Palästina, Syrien, Türkei, Tunis und- Aegypten. Beim ״Liebhaber des Lebens66. Die Studienfahrt nach dem Osten, die der Keren- Hathora vor zwei Jahren veranstaltete, führte die Teil- , nehmer auch zu dem greisen Führer des jüdischen Volkes, dem Chofez Chajim זצוק״ל , den wir leider inzwischen verloren haben. Ein Teilnehmer an dieser Studienreise stellt uns nun die nachfolgende kurze Schilderung dieses Besuches zur Verfügung, die wir unverändert abdrucken, wie sie gleich nachher, noch bei Lebzeiten, niedergeschrieben wurde. Redaktion. Chofez Chajim heißt er nach seinem ersten Werke, in dem er, jung an Jahren, weise an Erfahrungen, Stellung nahm gegen den Kampf von Juden untereinander, der nicht immer ohne Verleumdungen und Verlästerungen abläuft. Heute ist er ein Greis von einigen 90 Jahren, der von allen anerkannte Nestor und Führer der orthodoxen Judenheit, innerhalb und außerhalb Polens. Seit Jahren ist er an seinen Lehnstuhl gefesselt, lernt, schläft, ißt und betet dort — aber, tut es not, verlangt es das allgemeine Interesse, dann beruft er sämtliche Rebbes und Rabbiner zur Konferenz nach Warschau, präsidiert ihnen oder läßt sich im strengsten Winter nach Wilna fahren, um in der großen Alten Schul vor Tausenden von Männern, nächsten Tages vor lauter Frauen, Moral und Eintracht zu predigen. Um sein sittliches Handeln und Wandeln webt sich schon hei Lebzeiten ein Kranz von Legenden. Den Chofez Chajim treffen wir nicht in seinem geliebten Radun; ein unbekanntes Dörfchen, Dugailiszok, beherbergt ihn über die Sommermonate, Das letzte Häuschen, eher Hütte, hart am Waldesrand, ärmlich, primitiv, wie man solche Anspruchslosigkeit nur in den litauischen Jeschiwos seiner Nachbarschaft findet. Durch die offenen Fenster dringen Luft und Duft, Fliegen und Mücken surren durch den kahlen Raum. Aber zwischen den weißen Polstern fies hohen Lehnstuhles ein Gesicht, das man nicht so bald vergessen kann. Reiner Geist, innere Geistigkeit ruht auf den Zügen, die, als ob sie alles sähen, hörten, unablässig vibrieren, wie mit geheimnisvollen Blicken ,in weite Fernen schauten. Die rosigen Wangen inmitten des eisgrauen Bartes verleihen dem ehrwürdigen Antlitz trotzdem einen Schein von Jugendlichkeit. Uns zu Ehren hat er Feiertagskleidung angelegt, die Sabbath-Samtmütze aufgesetzt, und als ihm sein Vertrauter die Namen der Angekommenen ins Ohr raunt, übermannt den alten Mann die Rührung: Der Chofez Chajim beginnt zu tränen. Weil Verehrer aus so großer Ferne sich zu ihm bemüht haben. Und nun erkundigt er sich nach jedem, einzelnen von uns, nach der Lage der Juden in den verschiedenen Ländern, Wie die Welt in unserer Heimat ausschaue, ob noch keine Aussicht auf Moschiachs Ankunft, den er gläubig täglich erwartet. Da, bei seinem Lieblingsthema angekommen, schlägt er Chumisch und Sidra auf und schon rollt der Strom der Belehrung und Bekehrung von seinen Lippen. Alles besitze schon das Judentum, seine Lehre sei vollkommen ausgebaut, nur die B,u ß e fehle. Auch diese lasse nicht lange auf sich warten, alle Juden der Welt! müßten Zusammenhalten und Frieden schließen, dann wäre der Erlöser vor der Tür. In seiner Jeschiwa lernen zehn auserwählte Kohaniten-Stipendiaten — man erkennt sie an ihrer edlen Haltung, an ihren Vorzugsplatzen in dem Lehrhause -י-, ständig die Talmudtraktate ״Kodoschim", um jederzeit parat zu , sein, wenn der große Ruf erschallt. Als wir dann — eine Ruhepause in den Redestrom des Alten einschaltend — unter den hoben, schlanken Fichtenstämmen uns zum Abendgebet stellten, ging wohl manchem von uns der Spruch unserer Weisen durch Gedanken und Gemüt: ״Keinen kostbareren Schatz hat der Allmächtige in seiner Welt, als den Frieden: G-tt segne sein Volk mit dem Frieden! “ Dp. A. Fürst, Budapest,* SESSEL, Tische, Lolterbeiten Spezialwerkstätte, Adler VH., Apollogasse 18, Tel. B-38-7-82. Tschechoslowakei. Mazewoh-Stellen für Oberrabbiner Hirschler ן״ל . Sonntag, den 2. Marcheschwan (22. Oktober), 11 Uhir vormittags, wird am Bratislavaer orthodoxen , בית עלמין auf dem Grabe des unvergeßlichen Moderer Raws Ober-' rabbiner Simon Hirschler זצ*ל die מצבה errichtet. Trauerfeier nach dem Chofez s. z. 1. in Prag. Am Zorn Gedaljoh fand im ״Beth Hamidrosch des Rabbi Bezalel Ronsberg" in Prag eine Trauerversammlung der Prager Agudas Jisroel statt, die der Ehrung des Andeijkens des Chofez Chajim זצוק־ל' gewidmet war. Herr Dr. S. Lieben lehrte Mischnajoth und las charakteristische Stellen aus den Werken des heimgegangerien Führers vor. Vom ״Verband der slowakischen Juden“. Der vor kurzem ins Leben gerufene ״Sväz slovenskychäi'dov" (Verband slowakischer Juden), der sich die Verbreitung und Pflege der slowakischen Sprache und Literatur unter den Juden in der Slowakei im Einklänge mit den religiösen Anforderungen des Judentums zum ,Ziele setzt, veranstaltet Sonntag, 22. Oktober, 9 Uhr morgens, im großen Redoutensaal seine konstituierende Generalversammlung. Bei der Generalversammlung wird Ministerialrat Dr. Edvard Lederer aus Prag einen Vortrag halten. Auch aus zahlreichen Provinzgemeinden sind Delegationen jüdischer Körperschaften und sonstige Teil-, nehmer avisiert. Eine jüdische Zeitung in slowakischer Sprache. Seit kurzem erscheint in Turö. Sv. Martin, vorläufig monatlich einmal, unter dem Titel ״S1 o v enskä Tribuna" eine Zeitung in slowakischer Sprache, die sich den Interessen des Judentums widmet. Die Zeitung wird von Herrn Karol Makrovini redigiert. In ihrer zweiten Nummer wird in einem Interview mit Herrn Koloman Neumann, das auch von anderen slowakischen Zeitungen übernommen wurde, hervorgehoben, daß das orthodoxe Judentum, wenn die vitalen religiösen Interessen der traditionellen Thoratreue in Theorie und Praxis ausreichend gewahrt werden, den patriotischen Bestrebungen zur Pflege der slowakischen Sprache im privaten und gesellschaftlichen Lehen der Juden jederzeit vorbehaltlos jede Förderung angedeihen läßt. Agudagründung in Senec. Ueber Einladung Sr. Ehrw. des Herrn Oberrabbiners Bresnitz in Senec versammelte sich* Sonntag, den zweiten Cholhamoed-Tag, fast die ganze Gemeinde im Bethhamidrasch, um die Gründung einer Orts- und Jugendgruppe der Agudas Jisroel vorzunehmen. Das Interesse für die Bestrebungen der Agudas Jisroel war seit Jahren in allen. Kreisen der Gemeinde wach und es ist dgs Verdienst 1• uioueime das beste OfenglanzmihheJ flüssiger Mefallpufz

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