Jüdische Presse
- Journal
- Jüdische Presse
- Volume
- 19 (1933)
- Issue
- 35 (1.9.1933)
- Date
- 1933-09-01
- Page
- – (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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׳־fScw|rir־ 3 Seite 4 Ti mm ■ > bi¥i fites' ia' Jerusalem* Jaffa, TibeHas, Sä^öjI1 Metiföa usw., die ausschließlich das Werk frommer jüdische? Siedlet sind, wie die große jüdisehe Siedlung inTel-Awiw mehr der Privatinitiative ein* seiner Juden, unfrommer und frommer, aber nicht der sionistisehen Organisation als solcher entspringt, eine weit größere Bedeutung zu als man es auf Monistischer Seite zugibt. Seihst von den Kolonien verdanken die größte und erfolgreichste, PetachTikwah, und manch andere ebenfalls ihre Gründung orthodoxen Juden und haben von dem modernen, thorafeindlichen Zionismus nichts den geringsten Segen erhalten. Wie die Vergangenheit und die Gegenwart, so ist auch die Zukunft Erez Jisroels nicht anders denkbar als auf Grundlage der thoratreuen jüdischen Gedankenwelt. ״Nationalismus", d. h. die Feststellung der Tatsache allein, daß das jüdische Volk vor zweitausend Jahren ״Land und Sprache“ hier besessen habe und deshalb sie jetzt wieder besitzen Wolle, ist eine viel zu brüchige Stütze für das Verlangen des jüdischen Volkes nach den Besitzerrechten dieses Landes. Viele asiatische Völker besaßen so gut wie unsere Vorfahren ״Land und Sprache“ und haben den!Schauplatz der Geschichte endgültig räumen müssen, Auch die Araber glauben mit gleichem Hechte, sich auf ״Nationalismus“, auf ״Land und Sprache" in diesem Lande und dazu noch während einer ׳längeren Dauer als das heutige Judentum berufen zu können. Der wahre und unbestreitbare Rechtsanspruch des jüdischen Volkes auf die Zukunft Erez Jisroels wurzelt einzig und allein im religiösen Judentum, in dem Willen und der Entsetiiössenheit des jüdischen Volkes, sein Leben und all sein; Streben auf die Verwirklichung der in T!iföra und Tradition dem jüdischen Volke f’Ü;FJ;älle Zeiten festgelegten Lebensordn'ung'einzustellen. Nur eine Zukunft als gradlinige Fort- Setzung der Vergangenheit und der Gegenwart, nicht aber e'iHH:?!S01che, die Vergangenheit und Gegenwart in ihr Gegenteil umkehren möchte, begründet unseren Rechtsanspruch auf Erez Jisroel als Land jüdischer Hoffnungen 1md;fg-rttlicher Verheißungen. Redner schildert sodann die Zerstörung, die der moderne ״jüdische Nationalismus“ auf allen Lebensgebieten, die mit der Religion zusammenhängen, in Erez Jisroel verübt und welchen Anteil daran ausnahmslos a 11 e Schattierungen des Zionismus, vom Trumpeldor bis Misrachi, haben. Wenn aus dem Gemeinschaftsleben des jüdischen Volkes in Erez Jisroel, wie es jetzt (p«rinzipiell und ostentativ vom Zionismus vollbracht wird, Grundbedingungen der jüdischen Existenz, wie Schabbos, Kaschrus, Familienheiligung, u..dgl. ausgeschaltet werden, so hat das historische, thoratreue jüdische Volk auf Grund der Thora und der Prophetenworte alle Ursache, von der Angst erfüllt zu sein, daß diese Art des ״Bauens“ zum Unheil des Volkes und zur Vernichtung alles dessen führen könnte, was das Judentum in Erez Jisroel besitzt. Deshalb lege dieses religiöse'jüdische Volk Protest ein gegen das Zer- Störung3werk des Zionismus und gegen die furchtbare Irreführung des jüdischen Volkes, die daraus erwachsen könnte. ״Wir verwahren uns?• gegen Bestrebungen, bei denen auch dem-Revolver und der Mordwaffe eine Rolle zukommt und verlangen u n!s eafefErez Jisroel. zurück. Wir verlangen u n s e r Erez Jisroel• zurück, damit das große jüdische Volk, das keineswegs die Absicht hat oder haben kann, aus Erez Jisroel ein thoraloses Land und aus dem jüdischen Volk <!?ein modernes, seelisch haltloses, thorafremdes Heidenvolk zu machen, seine alte Heimat, sein altes heiliges Land im Sinne der Thora als Stätte wahren jüdischen Lebens und jüdisch;.e‘n.1,Zukunft auf dauernder Grundlage wi׳e־dte׳r! aufrichten kann.“ Rabbi Mosche Biau schloß seine sehr eindrucksvolle Rede mit einem Dankgebet an י הקב• ה daß es dpr orthodoxen Gemeinde in Jerusälem; gelungen ist, an die Stelle des heimgegangenen großen; ,,Führers Rabbi Chajim Sonnenfeld זע• ל in der Person;jedes ehrw. Rabbi Josef Zwi Duschinsky einen würdigem Nachfolger zu berufen. Herr Max Weiß verdolmetschte den Dank der Versammelten , an den Redner und beantragte die Absendung eines Begrüßungs- Telegramms an Oberrabbiner Duschinsky anläßlich seiner Reise; nach Erez Jisroel. Der Antrag wurde angenommen. Anerkennung für einen orth. jüdischen Schulmann. *;Das Referat des Ministeriums für Schulwesen und yÖlksäufklärung in Bratislava hat unter Zahl 53664/133־ deif^pensionierten Direktor der orth. isr. Volksschulen in Bratislava, Herrn Wilhelm Kohn, aus Anlaß seines Uebertritts in den dauernden Ruhestand für seine eifrige Tätigkeit in und außerhalb der Schule und für sein musterhaftes Wirken schriftlich Dank und Anerkennung ausgesprochen. Eine jüdische Emigrantenzeitschrift in Prag. Unter dem Namen; ״Golus“ beginnt in Prag (H Jama 5, Zimmer 14) eine Zeitschrift zu erscheinen, die sich ausschließlich mit den Fragen der jüdischen Emigration beschäftigen will. Der :״Golus" will völlig U n<p o 1 i t i s c h bleiben und lediglich die Wirtschaft- 1 i chen Interessen der jüdischen Emigration aus Deutschland verfolgen. Der ״Golus“ ist als publizistisches Organ einer Organisation - gleichen Namens gedacht, die eine verbandmäßige Zusammenfassung der jüdischen Emigranten — in erster Linie zur Wirtschaftlich-kulturellen Arbeit in Ergänzung der Arbeit der bereits bestehenden Hilfskomitees —־ beabsichtigt. Versammlung der Galantaer ״Chawuras Talmidim“. Am שיק ם' חבא und am darauffolgenden Sonntag findet in Gal an ta, die sechste Zusammenkunft der Schüler Sr. Ehrw. des Herrn Oberrabbiners Buxbaum statt. Die Generalversammlung beginnt Sonntag, den 19. Elul, nachmittags 2 Uhr, mit einer Eröffnungsdrosche des Herrn Oberrabbiners Buxbaum. Einladungen werden nächsten Montag versandt. Bratislava Gaianta-Sahy Verlobte Tochter d. Rabbiner Isak Lemberger Roffiava Verlobte Cefed (Ungarn) Wir beglückwünschen aufs herzlichste unsere sehr geschätzte, äußerst verdienstvolle Präsidentin, die langjährige, erfolgreiche Leiterin unserer ״B“-Gruppe, Fräulein Rozsi Kohlmann, anläßlich ihrer Verlobung mit Herrn Max Frlebert aus sahy. Agudas-Jlsroel-Mädchengruppe Bratislava. Der Landesverband der Agudas-Jisroel-Mädchengruppen in der Slowakei gratuliert herzlichst seinem Präsidialmitglied Frl. Rozsi Kohlmann anläßlich ihrer Verlobung mit Herrn Max Friebert aus Sahy. Große inländische Versicherungsanstalt sucht für die ganze Slowakei und Karpatorußland Oberinspektoren und Inspektoren mit eigener Organisation, und seriöse Vertreter. Zu- Schriften unter ״Alle Versicherungszweige führend" an die Neue Zeitungsagentur Ludwig Werner, Teplitz-iSchönau. KLEINE ANZEIGEN Allg: Verkehr Petroleumkocher *7-״ kaufen Sie auf Teilzahlung zum Kassapreis. IX., Alserplatz 3 (Phönixhaus). Lotterbett s. 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(Postscheckkonto, Praha: 56.019.) פיליאלען ן Rev. H. Wohlberg for ״Schaare Orah", 313 E, lOth. St. New York, N- Rabbi Moses W. Kahn for ״Schaare Orah“ 1233 N. Hoyne Ave., Chicago, ILL., U. S. A. Orthodox jud♦ Knaben~Intfernaf Endesgefertigter eröffnet für das Schuljahr 193334־, unter Aufsicht des hiesigen orth. Rabbinates, ein Internat, woselbst jüdische Zöglinge volle Pension, Unterricht in חומש. רשיי, נ*ך, גמרא, ותום׳ wie auch Privat- oder öffentlichen Unterricht in allen Mittelschulklassen, für äußerst (billigen Preis — laut Uebereinkommen erhalten können. Für strenge Erziehung in יראת שמים wird garantiert. Zlate Moravee, Lörinc Schönfeld, Slovensko. Internatsleiter. Suche Gemeindeanstellung als Tempeldiener, event. auch עופות שוחט Unternehme mich auch, Kinder zu unterrichten in י חורש״י גמרא וחום׳ wie auch im profanen Wissen. Bin 30 Jahre alt, verheiratet (keine Familie). Zuschriften unter ״Fromm“ an die Bratislavaer Administration des Blattes. Zu vier Mädchen wird pädagogisch gebildete, der . drei Landessprachen mächtige, streng religiöse Erzieherin gesucht. Zeugnisse mit Lichtbild sind zu richten air Schwarz Jenö, Komärno, Dunarakpart 52. Juwelen, Uhren, Gold- und Sllberwaren, insbesondere כלי קודש, Sederschüssel, Menoras, Leuchterund Bestecke in großer Auswahl, auch Gelegenheitskäufe, stets vorrätig Moritz Many II, Taborstraße 14 SCHIDUCHIM *rn EA| 1־^ Konz. OetektiV'Auskunftei BR12S Zlpperer, Polizelbeamtar HUSKIIVI116 Wien, Mariahillerstraße 164, Telephon R-39-0-02 Tag 3 m Septemb. דף יומי כתובות Kalendarium Freilag 10 1 לז Samstag 11 2 לח ם׳ תצא, פרק ב׳ Sonntag 12 8 לט Montag 18 4 מ -■ Dienstag 14 5 מא Mittwoch 15 6 ■ מב Donnerstag 16 7 ם: Freilag 17 8 מד Samstag IS 9 פ׳ כי חבא פרק נ׳ ד׳ 1 15 M חחלת זמן הנחת תפילין W50 (nur dringendenfails)“סיר ז°ז נ!דא״ ׳ ״*״ fuig Nur für Wien (1 סוף זקן קדוש לנגה (אלול Sonntag Nacht. 3, September Adas laroel Schiffschul) Gebetstundeu in der Zeit Vom tQ bis 17 Eiul 5693, Freitag, den 10, Elui Miuchab׳ 6,25 Uhr, — ש״ה 0׳כי חצא Morgengebet 6,30 und 8.30 Ubrr Vortrag von 3,30 0רהיא3יח, Minchah 4 Uhr, 15 י סוצש״ק Uhr, An Wochentagen: 5.15 השכמה, M0rgengebet 6'Uhr. Minehah 625 Uhr,