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Jüdische Presse · 1933-08-04 · 31 (4.8.1933) · page 3

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Presse
Volume
19 (1933)
Issue
31 (4.8.1933)
Date
1933-08-04
Page
– (sequence 3)
Language
German
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i m 31 VERBAND DEi SABBATHFBEUNDE ״SCHOMRE SCHABBOS“ WIEN, IL, LEdPOLOSG. fö - fÜ. A-46*4*15 Stellenvermittlung. Offene Stellen{ Gesucht werden: Praktikantin mit Stenographie- und Maschinschreibkenntnissen; Pf äktikanten im Älter von 14 bis 16 Jahren. Stellengesuche: Tüchtiges, geschultes, verläßliches, kaufmännisches und gewerbliches Personal. Aus dem Leserkreis 2,ur Frage des Din Thora. Wir erhalten folgende Zuschrift: Die Redaktion der ״Jüdischen Presse“ verdient gewiß Anerkennung für die von ihr zur Diskussion gestellte Frage des Din Thora, bzw. für ihr :Eintreten, daß jüdische Differenzen vor einem jüdischen Gericht äusgetragen werden. Auch ich bin der Ansicht, daß heute Juden, zumal religiöse Juden, es sich nicht erlauben dürften, die Öffentlichen Gerichte anzurufen, wenn sie nicht erst versucht haben, im Wege des Din Thora zu ihrem Recht zu gelangen. Wichtig erscheint mir jedoch, daß die Herren Rabbiner in stärkerem Maße als bisher dazu übergehen, in klarliegenden Streitfällen einen klaren Urteilsspruch zu fallen, und nicht immer gewaltsam auf einen Ausgleich drängen. Solange dies nicht der Fall ist, d. h. solange eine klagende Partei Gefahr läuft, vor dem Din Thora schließlich auf einen größeren oder kleineren Teil ihrer Forderungen verzichten zu müssen, während sie vor dem ordentlichen Gericht fraglos oder höchstwahrscheinlch obsiegen würde, wird das Din Thora nicht jene Popularität und Verbreitung finden können, die von der ״Jüdischen Presse“ und überhaupt von der breitesten jüdischen Oeffentlichkeit, im wohlverstandenen Interesse der jüdischen Gesamtheit, gewünscht werden. — Dwasch. Badetrikots, Zwickeleinsetien, Wenden, Reparieren, Äendern. Repassierwerkstätte, I., Weihburg־ gasse 29. XIII., Hauptstraße 28. Tel. R-21-9-08, R-31-2-63. Lebensvers1d1e1»ung§gesellsd1aft ,,Phönix" Am 29. Juli d. J. fand die 50. ordentliche Generalver- Sammlung der Lebensversicherungsges. ״Phönix" statt; von Feierlichkeiten aus diesem Anlaß wurde in der jetzigen Zeit abgesehen. Der Versicherungsbestand Ende 1932 umfaßt 845.706 Polizzen mit S 2.685,748.380.— versicherte Summe •und S 4,278.331.— jährlicher Rente; hiebei sind alle fremden ־Währungen auf Goldschillinge umgerechnet, während eine Umrechnung von Goldschillingen auf Papierschillinge nicht erfolgt ist. Die Prämieneinnahme beträgt S 150,512.096.99, die Erträgnisse der Kapitalsanlagen S 28,740.800.83. An Versicherte und deren Hinterbliebene' wurden S 60,181.396.21 ausgezahlt. Der Grundbesitz der Gesellschaft im Gesamtwerte von S 82,717.233.70 Umfaßt 117 Realitäten in Oesterreich, in der Tschechoslowakischen Republik, im Deutschen Reiche, in Frankreich, Belgien, Italien, Ungarn, Polen Rumänien, Jugoslawien, Bulgarien und Aegypten. Der Wertpapierbesitz beträgt S 240,622.383.66, wovon S 229,061.844.94 auf ..festverzins-. liehe Anlagewerte und S 11,560.538.72 auf Anteile von Notenbanken, diverse Aktien und Beteiligungen an Versicherungsanstalten entfallen. Die Hypothekardarlehen haben sich auf S 30,413.419.50 und die Darlehen auf die eigenen Polizzen auf S 55,306.794.40 erhöht. Die gesamten Gewährleistung smittel der Gesellschaft betragen S 526,946.302.46. In der Gr Üppenve ^Sicherung (gemeinsam mit der Metropolitan Xiife Insurance Company in New York) ist 42.439 Angestellten und Arbeitern Versicherungsschutz für rund S 64,000.000.— geboten worden. Die kostenlose ärztliche Gesundheitsberatung der Versicherten wurde ausgestaltet. Die in- und ausländischen Versicherungsanstalten, an denen die Ge- Seilschaft durch Aktienkapital und gemeinsam mit der Prudential Assurance Company Ltd. in London durch Rückversicherung beteiligt ist, haben sich befriedigend entwickelt. Die Gesellschaft hat im Berichtsjahre gemeinsam mit der Schweizerischen Rück- Versicherungs-Gesellschaft in Zürich, der Compagnie d'Assurances G<5n6rales in Paris und. der Warschauer Versicherungs-Gesellschaft in Warschau ap dem Neuaufbau der Krakauer Wechselseitigen Versicherungs-Gesellschaft in Krakau teilgenommen. Nach Abrechnung der an die Versicherten ausgeschütteten Gewinnanteile ergibt die Jahresrechnung einen Ueberschuß von S 788.127.38. Hieraus erhalten die Aktionäre, wie im Vorjahre, 5 Prozent Dividende, .das ist S 200.000.—; aus dem Rest werden die Kapitalsreserven dotiert und S 184.660.18 auf neue Rechnung vorgetragen. . Zwischen der Lebensversicherungsges. ״Phönix“, die zu den größten auf dem Kontinent zählt, und der Agudas Jisroel wurde bekanntlich vor mehr als 3 Jahren ein Begünstig 11 n g s v e i t rag abgeschlossen, der den Mitgliedern und Freunden der Aguda weitestgehende Begünstigung e n einräumt und dabei auch den Wohlfahrtszwecken der Aguda Vorteile bringt. Auf Grund dieses Vertrages wurden bereits Ver- Sicherungsabschlüsse von Millionen Schillingen getätigt. Nach wie vor empfiehlt es sich, in allen Versicherungsfällen (auch Elementar-Versicherungen) die kostenlose fachmännische Beratung Ges Sekretariats der Agudas Jisroel in Wien, II., Leopoldgasse 16 (Tel. A-48-4-15) in Anspruch zu nehmen. Tüchtige Vertreter können gleichfalls, durch Vermittlung des Aguda-Büros eine dauernde günstige Verdienstmöglichkeit finden. Kredite aller Art, auch die schwierigsten Kombinationen, ferner Kauf, Bevorschussung und Eintreibung von Außenständen, kostenlose Steuerberatung und Rechtshilfe, ״Accedo", Wien, I., W e i h b! u r g g a 3 s e 4. , Seit einer Reihe von Jahren-Wird die: Auto fahrschule ״Gumpend0rf“, Wien, VI., Gumpendorfer- Straße 86, von unseren Glaubensgenossen vielfach besucht und gerne weitererapfohlen, weil der Leiter der Schule, Herr Ing. Skorpik, es verstanden hat, durch gediegenen Unterricht die uneingeschränkte Anerkennung aller Absolventen zu erwerben. Der Unterricht erstreckt sich nicht nur auf das Fahren von Personen- und Lastkraftwagen, sondern auch auf Motorräder und ist, da auch Wägen verliehen werden, die beste'Perfektionsmöglichkeit gegeben. Herr Ing. Skorpik hat sich in seiner bekannten Liebenswürdigkeit bereit erklärt, ׳ seinen Schülern bei Wagenkäufen und Abschlüssen von einschlägigen Ver- Sicherungen .mit seinen reichen Erfahrungen vollständig kostenlos zur Seite zu stehen, 1 Eine Besserung der Wirtschaft scheint vor allem durch die Wiederbelebung der Bautätigkeit in die Wege geleitet zu sein, da das Baugewerbe als Schlüsselgewerbe die größte Anzahl der Gewerbetreibenden und Arbeiter beschäftigt- Wer die Bautätigkeit fördert, hebt die Konsumkraft, belebt die Wirtschaft. Die Volks-Kredit reg, Gen, m. b, H., Wien,; V., Kettenbrückengasse 3, gibt die bei ihr gesparten Beträge in Form von mehrfach sicbergesteüten Darlehen hinaus;‘ gleichzeitige gibt sie aber ihren Einlegern die gleichen Sicherheiten, Jeder Einleger ist vom ersten Tage an bevorrechteter Gläubiger, sohin niemals der Gefahr eines Verlustes, sei es an Kapital, sei es an Zinsen, ausgesetzt, Die Einlagen werden treuhändig, unter gieichsseitiger Mithaftung des Treuhänders, verwaltet und können somit nie mit dem Gesamtvermögen zusammengelegt werden, daher bei bester Sicherheit schönster Zinsenertrag. m MOfitt inw siftMOiCL f 11 f t A ft 1 11 f Skfziert und R03t4rtvorartscfttäge unverbindlich Persoüalnaclirichten. Todesfall: Am Tage nach Tischo b’Aw wurde die Wiener örthödokie in tiefe Trauer versetzt. Nach kurzem Krankenlager verblich im besteh Mannesalter von 57 Jähren Herr Alter Kamm ל•; Vor Jahrzehnten aus Tamow nach Wien gekommen, bewährte er sich als würdiger Sproß einer guten altjüdischen Familie. Er nahm an allen Arbeiten der Orthodoxie lebhaften Anteil, gründete die Zabner Klaus zum Andenken an den Zäbüer Zaddik זצ*ל nahm an den Arbeiten der Aguda als Mitglied der Exeku-* tive Sehr eifrig teil und bemühte sich mit besonderer Vorliebe für die in Wien lebenden Gedolim. Obwohl alle Angelegenheiten der Östjuden ihn außerordentlich beschäftigten, fand er zeitlich Anschluß an die Schiff schul, in der Erkenntnis, daß Schiff schul und Beth Hamidrasch Unentbehrlich seien zur Erhaltung des altjüdischen Geistes in Wien. Seit einigen Jahren frequentierte er das Beth Hamidrasch, wo er einer der geschätztesten Besucher war. תורה, ועבודה וגירו in Wien haben einen schweren Verlust er- AD1»it1wim CO NPAS* TOURS Wien NEW YORK PARIS II, Spltalflasse 3, Tel* eu4a-s»3a iu^cEHASCfUNAHnach ' P fl LAS I Hfl Im Anschluß au den!8. Zlööistenköngfeß fteite I: f* J0pf0mb«MV33 mit dem Rleser,-02eart-Lü*üädäffißfer *Roma“ (40.000 tonnen) fteii« ll: 1$. Japttmbar 1933 mit dem Eüdampfec ״Matthä Washington“ Butter —- Eier — Käse täglich frisch, besonders billig nur im Spezialgeschäft H., Schreigasse 6. litten. Er war ein herzensguter Jude und ausgezeichneter Familienvater. Alle, die ihn kannten, werden ihm ein. ehrenvolles Andenken bewahren. Die allgemeine Teilnähme wendet sich der schwergeprüften Familie zu, besonders der betagten Mutter, der er ein ausgezeichneter Sohn war. חנבציה ■ 1_ Tschechoslowakei : י...1 ■ ... ... S Präsident Masaryk über Zionismus and Religion. Präsident Masaryk ist bekanntlich ein warmer Freund des Zionismus. Zahlreiche Aeußerungen sind von ihm bekannt, aus denen hervorgeht, daß ihm am Zionismus besonders das erwachte jüdische Selbstbewußtsein der assimilierten Juden, mit denen allein er Umgang gepflogen hatte, imponiert. Orthodoxe Juden kannte er in früheren Abschnitten seines Lebens nicht; es war ihm daher auch nicht bekannt, daß es Juden gibt, ja daß es die überwiegende Mehrheit des jüdischen Volkes ist, die die zionistische, thorafremde, nationalistische Ideologie auf das entschiedenste ablehnen und dennoch starke, selbstbewußte Juden sind, die von ihrer unlöslichen Zugehörigkeit zum jüdischen Thoravolk niemals ein Hehl machen oder machen möchten. Um so mehr überrascht jetzt eine im ״Neuen Preßburger Tagblatt" vom 1. August wiedergegebene Aeußerung des Präsidenten, die er Professor Dr. Oskar Epstein gegenüber über . Zionismus und auch über das negative Verhältnis des Zionismus zur Religion getan hat, aus der hervorgeht, daß dieser feinsinnige Nichtjude nach einigem. Nachdenken über den Wesenszug des jüdischen Volkes besser und klarer herausgefunden hat, was dem modernen Zionismus mangelt, als die tausende Zionisten, die dem Thoraleben und der Agudas Jisroel gehässig und feindlich gegenüberstehen. Präsident Masaryk sagte' über den Zinismus folgendes: :/ן ״—י־Ichhabe - vom Zionismtis ־'erhofftr daß־ er den־ Juden ein Rückgrat geben wird.׳ Seine Wurzeln sind moralischer Natur und wir brauchen Bürger, die aufrecht und verantwortungsbewußt sind. Vom jüdischen Palästina habe ich trotz vielem Bewundernswerten einen pessimistischen Eindruck ge- Wonnen. Mir ist es symptomatisch vorgekommen, daß das Hebräische im Vergleich zum Arabischen einen so künstlichen Eindruck macht. Als Amtssprache wird sich das Hebräische wohl noch,, einige Zeit halten. Aber die Umgangssprache wird allmählich das Arabische werden. Damit aber würde die ganze Problematik des Judentums auch in Palästina aktuell werden. Die Juden täten gut daran, sich keinen Illusionen hinzugeben. Besonders, das rciligiöse Problem müßte energisch angepackt werden.“ Die Munkacser Regierungskommission. Die provisorische Regierungskommission zur Leitung der Munkacser jüdischen Gemeinde übersendet uns einen Aufruf, den sie sofort nach ihrer Einsetzung in jüdischer und ungarischer Sprache an die Gemeindemitglieder. gerichtet hat. Die Leitung zeichnet den Aufruf als ״Provisorium der aut. orth, isr.. Kultusgemeinde“ und stellt sich die Aufgabe, die Einheit der Gemeinde wieder herzustellen, den seit zehn bis ׳zwölf Jahren erbittert geführten Parteienkampf auf Basis der brüderlichen Gleichberechtigung allelf* jüdischen Einwohner der Stadt vollständig zu liquidieren, die be- . rechtigten Forderungen der Mitglieder und Funktionäre der aufgelösten ״Neologen“-Gemeinde' ״auf Basis der Gleichberechtigung innerhalb der orth.- jüdischen Grundprinzipien“ zu befriedigen, die Wirts c h a f t s 1 a g e der Gemeinde zu sanieren, Kultus- Steuer, die Gabe 11 a- und Mi k wagebühren zu verringern und in der Administration Ersparnisse zu machen. Sie erwartet, daß sie hiebei von allen Mitgliedern unterstützt .wird. In dem uns zugleich zugesähdten offiziehen Kommunique der Regierungskommission finden wir unsere vorwöchige Darstellung der bisherigen Ent- Wicklung und der letzten Ereignisse in der Munkacser Gemeinde vollinhaltlich bestätigt. Die Regierungskommission wendet sich darin mit scharfen Worten gegen die Existenzberechtigung der . ״Pseudo-Neologen-Gemeinde“, deren Mitglieder sie nun mit einem Male als צדי ין י ס גמורים wörtlich als ״kleine Schar Kaftan-Juden mit ultrareligiöser Lebensweise (!) charakterisiert. Die Regierung habe diese Gemeinde im Interesse des Friedens aufgelöst und ״aus demselben Grunde gleichzeitig die Leitung der orth. Gemeinde ’suspendiert, damit es keine Parteilichkeit. mehr gibt“. Das von der Regierung ernannte Provisorium bestehe nach' seinem Selbstzeugnis —. aus ״neutralen, verläßlichen .-,־und;.?fähigen .• Männern,.. deren Person schon allein dafür vollständig bürgt, daß ein wahrer und dauernder Frieden geschaffen und gleichzeitig die Sanierung der Gemeinde durchgeführt wird“, Demnach darf trotz der bisherigen Erfahrungen ein guter Wille bei der neuen Leitung angenommen werden, Dennoch bleibt ein Erfolg zweifelhaft, zumal über die St eilungnahme des Munkcser Oberrabbiners zu de*־ neugeschaffenen Lage in seiner Gemeinde und besonders zu dem von der Regierungskommission von vorn-?herein konzedierten gleichbehechtigten Wieder?» eintrttt seiner ״Beizer“ Gegner in die Gemeinde! bisher offiziell nichts verlautbart wurde. Sollte es der ״Regierungskommission“ gelingen, das ihr von den Behörden gestellte Programm zu verwirk??׳ liehen, und sollte Wr in diesem Rahmen namentlich die; Möglichkeit gegeben werden, Neuwahlen durchzuführen und Maßnahmen zu treffen, die auch zu dem bis-, her nur allzu nachdrücklich betonten halachisehen Standpunkt ihres Oberrabbiners״ bezüg? lieh der Rechtsgültigkeit von Wahlen und Anordnungen solcher nicht von der Ge• me in de autonom gewählten, sondern von der Regierung eingesetzten־ Kommissäre nicht im Gegensatz stehen, so wäre ihr Wirken ein großes Verdienst um die Munkacser religiöse Judenschaft und vielleicht auch ein kleiner Trost für die furchtbare Schmach, die ״Munkacs“ seit mehr als einem Jahrzehnt dem gesamten thoratreuen Judentum bereitet. Konferenz der slowakischen Beth-Jakob-Lehrerinnen in Kosice. Herr Hermann Löwy in Novd Zamky ersucht uns, mitzuteilen, daß!die in der Slowakei wirkenden Beth- Jakob-Lehrerinnen am 13. und 14. d. M. in Koäice eine Tagung yeranstalten.־ Zweck der Tagung ist, den ״Beth- Jakob-Gedanken“ und Ziel und Bedeutung dieser Schulen in die .weitesten Kreise zu tragen. Zur Teilnahme an dieser Tagung sind alle jüdischen. Frauen und Mädchen einge-• laden. Die Bahnverwaltung gewährt den Besuchern dieser Tagung Begünstigungen und die Veranstalter , haben das Bestreben, den Gästen die Teilnahme angenehm und interessant zu gestalten. Die am 21. und 22. Aw (13. und 14. August) in KoSice stattfindende. Tagung hat folgen-, des Programm: Sonntag, 21. Äw vormittags, Empfang der Gäste; 12 Uhr Mittagspause; 13 Uhr: Konferenz der wirkenden Beth-Jakob-Lehrerinnen, Führung durch die Stadt; 16 Uhr: photographische Aufnahme; 17 Uhr;:! öffentliche Sitzung: Begrüßung der Gäste, Referate, Darbietung der Schülerinnen, Schlußrede; 19.30 Uhr: Gemütliehe Zusammenkunft der auswärtigen und Koäicer Schülerinnen und Damen. — Montag, 22. Aw: Gemeinsamer Ausflug. Lokal und Namen der einzelnen Rednerinnen werden noch bekanntgegeben werden. Zur Steuerung des jüdischen Bettelwesens. Von Herrn Dr. Desider Kornhauser, Präses.' der orthodox-israelitischen Gemeinde, in Kezmarok, ging־: uns ein Aufruf ״An die jüdische Oeffentlichkeit“ zu, der auf das in jüngster Zeit infolge der Wirtschaftsnot in erschreckendem Maße überhandgenommene, im ganzen Lande umherreisende Bettlertum hinweist. Durch das bisher geübte System der Unterstützung dieser Notleidenden geht viel Geld verloren und wird den Armen selbsT nicht־־ viel geholfen. Herr Dr. K. schlägt also ״vor, eine Zentralkasse zu errichten, aus der die Bedürftigen in:.iü^rem Heimatsorte unterstützt werden sollen,, Zu dieser Zentralkasse sollen alle Gemeinden entsprechend beisteuern. Herr Dr. K. wünscht eine öffentliche Aussprache; über seine Anregung zur Schaffung dieser neuen Organisation. Der sehr beschränkte Raum unserer Zeitung err j laubt uns leider nicht, .׳den Wortlaut des Aufrufs zu ver- : öffentlichen. Wir möchten jedoch zur Sache selbst bemerken, daß es auf Grund der bisher mit solchen Zentralkassen in anderen Ländern gemachten Erfahrungen‘pa.ehr als fraglich erscheint, ob es gelingen könnte, die? notgetriebenen armen Leute daran zu verhindern, den.Bettelstab zu ergreifen und von Ort zu Ort zu wandern. So viel Geld könnte auch eine Zentralstelle für die Dauer nicht . aufbringen, um auch nur der allerbittersten Not unserer ׳ Brüder und Schwestern an Ort und Stelle zu steuern. Wer nicht genug bekommen wird ל— und deren werden leider Tausende sein müssen wird die Spender auf suchen. Außerdem ist gegen dieses Kassensystem bereits vielfach eingewendet worden, daß Volks- und jugenderzieherische Gründe und der wahrhaft jüdische Zedokoh-Begriff es keineswegs erlauben würden, den Bittsteli er unter Hinweis auf die Zentralstelle als lästigen Störer von der Tür zu weisen. Eine orthodoxe jüdische, zentrale soziale Fürsorgestelle ׳zui^ Verringern n־g des allgemeinen sozialen Notstandes ' müßte allerdings errichtet und von den Gemeinden verpflichtend gespeist werden. Aber ein jüdischer Mensch dürfte es a.ueh dann nicht über sich bringen, den verarmten Bruder, der an seine Tür pocht, ganz ohne persönliche Teilnahme an Mizwas Zedokoh abzuweisen und sei die Gabe, die er zu bieten vermag, jn.oob'sö.geringv . ״ ■׳■׳ Frau ObefrabWner Singer עיה Am J5,; d.?M« verschied nach langem, schweren Leiden; die Witwe des hochangesehenen Rabbi Sal. J, Singer זצ*ל Oberrabbiners zu Rimawska Sob 01 a, Am darauffolgenden Tage nahm an der לוי׳ der edlen, frommen, als Wohltäterin und צדקת öffentlich bekannten Rabbinersfrau eine fast unübersehbare Schar von Leidtragenden?ohne Unterschied dar Konfession teil, £uersb hahih?ihr Sohn, Herr Oberrabbiner R. Singer .(Rim, Sobota) Ah»;schied von der Mutter, hernaeh settlderten die׳ Schwieger* söhne, die Herren Qberrahhiner Isak 14e*nberger; (Ro^ttava), Qberrabbiner Dr. Abrahäm Le *ab arg er (Nyirbätor) und Rabbiner Dr*. Nathan W e i s z (Balassg? gyarmat) und ebenso Herr Oberrabbiner HiUel U n s?V

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