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Jüdische Presse · 1933-07-21 · 29 (21.7.1933) · page 3

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Journal
Jüdische Presse
Volume
19 (1933)
Issue
29 (21.7.1933)
Date
1933-07-21
Page
– (sequence 3)
Language
German
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* gib dlt die Angelegenheit netieHich de* Gehetalvetsäfnmlüfig zu* ätettüngnahme t׳ortegen 2x1 wollen. Vofäitiehde* bespricht HteMxif die Frage de* :Ah-. Stellung ausländische?■ Ritüälfunktiotiäre, xyelche Frage den Landeszefitralkanzlei und den betroffenen Kultüsgemeinden Mottäte schwerster Sorge bereitet hat. Die Landeskanzlei hat unablässig Und Unermüdlich im Inter•‘ esse der endliehen günstigen Erledigung dieser leidigen Angelegenheit alles mögliche Aufgeboten und ist nun nach wiederholtem Mißerfolg in der angenehmen Lage, berichten zu können, daß die Angelegenheit G. 1. auf dem besten Wege zur endgültigen Bereinigung im Sinne der 2ustimmung ist. Allen Persönlichkeiten, die Sich hiebei für die gerechte Sache der Kultusgemeinden eingesetzt haben, sei von dieser Stelle aus Dank und Anerkennung gewidmet. Oberrabbiner Kraus, Lackenbach, nimmt diesen Be» rieht zum Anlaß, dem Mitglied der Zentral-Kommission und ehrenamtlichen Sekretär Moses Reiner für die 28111losen Bemühungen zu danken, die sich dieser in Angelegenheit der Schochtim gegeben hat. Br Weise bei dieser Gelegenheit darauf hin, daß, sich Herr Reiher um die Schaffung und Ausgestaltung unserer Organisation unverwelkliche Verdienste erworben und sich damit unser aller Dank und Anerkennung verdient hat. Nachdem auch Oberrabbiner Löwy, Frauenkirchen, zum Gegenstände gesprochen und gleichfalls Worte der Anerkennung Herrn Reiner gewidmet hat, werden die Ausführungen des öberrabbinefs Kraus, Lackenbach, einheilig zustimmend zur Kenntöla; genommem VoMtzeiider ergreift nun die Gelegenheit, um im Sinne der Prbfhetenwortej ,.dfi*ehü ess schieum hoir“ den Anfafag üu stellen, sowohl unseren allverehrteri Bundesprästdenten, als auch die Regierung aus Anlaß der Tagung Zu begrüßen und an diese den Appell zu riehten, unsere Religionsgemeinschaft auch fürderhin M ihren Bestrebungen zur Ausgestaltung der konfessionellen Binriehtungen und der Vertiefung des religiösen Geistes im Kreise ihrer Angehörigen tatkräftigst fördern zu wollen. Nachdem noch verschiedene Fragen allgemeiner Natur äurchberateh wurden :Und. einmütig festgesteilt . FÜR MOSEL UND *IttMOBtl, 0 11 re arbe 1 r ■;׳• Skizzen und Rostenvofanechläge , unverbindlich — ־■-I-. wurde, daß der von den Gedeuloh hadeur vor zwanzig Jahren erlassene Issur gegen jedwede Beteiligung an zionistisehen und misrachistischen Aktionen auch heute seine volle Gültigkeit besitzt und sich die Mitglieder der orthodoxen Gemeinschaft diesen Organisationen femhalten mögen, fand die Tagung mit dem Schlußworte des Landespräses, welcher allen Erschienenen für die rege Anteilnähme an den Arbeiten der Tagung warmen Dank aussprach, den würdigen Abschluß. K. TiifULimi 11m%II mimwmBl. AOLER, VII, APOLLOG. Id Ueberraschende Veroffentlichung des ״French^-Berichtes Der seit fast zwei Jahren sehr umstrittene Berieht über landwirtschaftliche Entwicklung, und Land- Siedlung des früheren Palästina-Landentwicklungsdirektors Lewis French wurde am 14. Juli veröffentlicht. In einer am gleichen Tage abgehaltenen Sitzung des englischen Unterhauses gab der Kolonialminister Sir Philipp Cunliffe-Lister eine Erklärung, betreffend die in dem erwähnten Berichte behandelte Frage der Wiederansiedlung der sogenannten ״dislozierten“ Arab e r in Palästina und die geplante Palästina-Anleihe, ab. Die 2-Millionen-Pfund-Anleihe soll zur Durchführung öffentlicher Arbeiten, wie Anlage von Wasserleitung Und Kanalisation in Jerusalem und Haifa, Errichtung von Schulgebäuden, Hafenarbeiten usw., sowie zur Ansiedlung von 8 89 landlosen arabischen Fami- 1 i en verwendet werden. Colonel Wedgood erhob Ein- Wendungen gegen den > French-Plan, weil die Last des Zinsendienstes der Anleihe hauptsächlich die Juden treffen würde. Die plötzliche Veröffentlichung des B*crichtes ruft allgemeine Ueberraschung hervor, weil derselbe die Notwendigkeiten der jüdischen Siedlungsarbeit nicht genügend, berücksichtigt und der Bericht oh ne. die jüdischen und arabischen Ein wände erschienen ist, insbesondere aber auch, deshalb, weil die Tendenz des ״French“-Berichtes auch vom High Commissioner Sir .Arthur Wa u c h o p e nicht gebilligt wird. Unmittelbar nach dem Erscheinen des ״French“-Berichtes wurden durch die Jüdische Telegraphenagentur die Einwände der ״Jewish Agency“ gegen’denselben, veröffentlicht. Im diesem, noch von Dr. Arlosoroff gezeichneten, Dokument wird im großen und ganzen festgestellt, daß die in dem Bericht festgelegte Politik nicht im Einklang mit der״von. der Mandatarmacht zugesicherten Förde-׳ rung der jüdischen Arbeit steht. Großrabbiner von Sadagora über Erez Jisroel. Sr. Ehrw. Herr Großrabbiner M. Friedmann- Sadagora, der mehr als zwei Monate in Erez Jisroel weilte, ist dieser Tage nach Wien zurückgekehrt. Zu seinen Ehren fand am Montag im Zentralbüro der Agudas Jisroel ein Begrüßungsabend statt, bei welchem Herr Großrabbiner Friedmann vor einer auserlesenen Schar geladener Gäste über seine Eindrücke in Erez Jisroe 1 berichtete. Großrabbiner Friedmann schilderte eingehend die wirtschaftliche und politisehe Lage \ im heiligen Lande und sprach sich sehr lobend speziell über die agudistische Erez -Jisroel- Arb e i t und insbesondere über das r e 1 i g i ö s e S c h u iwerk aus. Das Schulwerk wird in mustergültiger Weise .geführt und hat ausgezeichnete Erfolge in jeder Beziehung aufzuweisen. ״Tatkräftigste Unterstützung dieser Institution ist unbedingt notwendig. Zum Schlüsse appellierte Großrabbiner Friedmann an die Anwesenden, in noch stärkerem Maße sich für die Erez-Jisroel-Arbeit der Agudas Jisroel einzusetzen. Die ״Melchett“-Konferenz. Die von Lord Melchett initiierte ״Jüdische Weltwirtschaftskonferenz“, die am 15. Juli in London stattfinden sollte, ist verschoben worden und soll erst im Herbst zusammentreten. Die amerikanischen Mitglieder des Komitees Dr. Samuel Untermayer und Doktor Koralnik haben eine eigene Konferenz für den 20. Juli nach Amsterdam einberufen und sich zu diesem Behufe mit den Hilfskomitees für deutsche Juden in den einzelnen Ländern in Verbindung gesetzt. Diese Konferenz soll jüdische Gegenmaßnahmen gegen Deutschland beschließen. Der Zionistenführer und ״Makkabi“-Präsident Lord Melchett — ein Jude! Die Jüdische Telegraphenagentur meldet aus L o ndon, daß der bekannte Zionistenführer und Präsident des nationäljüdischen Welt-Sportverbandes ״Makkabi“, Lord Melchett, der jüdischen Religion sgemeinschaft beigetreten ist. Vergangenen Montag fand in einer Londoner Synagoge aus diesem Anlaß eine feierliche Zeremonie statt. Lord Melchetts Großvater war ein deutscher Jude, während er selbst im katholischen G1 a üben er׳ zogen worden ist, In den letzten Jahren trat er der zionistischen Partei bei und nimmt in derselben ■— getreu dem Grundsatz! ״Re 1 igioh ist Privatsache“ ־. — ■ eine führende Stellung ein. Er nimmt an der zionistischen Palästina-Arbeit besonders aktiv Anteil. Lebensversicherung;׳ Gesellschaft Von meinem Besuch bei der rumänischen Orthodoxie. Von Schabse Schönfeld. Eine der Hauptaufgaben, die die Agudas Jisroel ,sich bei ihrer Gründung gestellt hat, war, die einzelnen Teile der Weltorthodoxie einander näherzubringen und alle orthodoxen Juden zu einer geschlossenen Gesamtheit zu vereinen, um so die heiligen Besitztümer des Judentums zu erhalten. Diese Aufgabe durchzuführen, ist der Agudas Jisroel mit G-ttes Hilfe zum großen Teile gelungen. Wenn auch führende »Persönlichkeiten in Kattowitz dem Bestreben, orthodoxe Juden aus dem Osten mit solchen aus dem Westen zu vereinen, skeptisch gegenüberstanden, so ist dieses Ziel heute doch so gut wie erreicht. Auf der Grundlage der Thora ist es gelungen, die orthodoxen Massen aus allen Teilen, der Welt unter der Fahne der Agudas Jisroel zu vereinen,״önd was damals ein Traum gewesen, ist heute zur Wirklichkeit geworden. Und eben diese Aufgabe hat die Agudas Jisroel jetzt in Rumänien zu erfüllen:‘ Rumänien besteht eigentlieh aus fünf Ländern: Transsylvanien, Bukowina, Marmarosch, Rggat und Bessarabien. ,Es dürfte kaum noch ein Land geben, wo die einzelnen f Bevölkerungsteile einander so fremd, ja vielleicht sogar feindlich gegenüberstehen. Bestehen schon bei den Nichtjuden diese Unterschiede, so sind die Differenzen bei den Juden— und noch mehr bei den orthodoxen Juden — weit größer. Die transsylvanische Orthodoxie, - mit ihrer altungärischen autonomen Orthodoxen Organisation, die Marmaroscher Qrthodoxen, großtenteils Chassidim, die zu den* anderen Orthodoxen kein rechtes Vertrauen haben, die Orthodoxen der Bukowina mit ihrer ״deutschen“ Bildung;! die besSarabischen ״russisehen“ Orthodoxen und die kleine Zahl der Orthodoxen in Altrumänienr~alle^sind־^me*gesehiossene*Gruppe״ für sich. Diese fünf Gruppen der rumänischen Orthodoxie zu gemeinsamer Arbeit zu vereinen und in einer großen agu- Badetrikots, Zwickeleinsetzen, Wenden, Reparieren, Aendern. Repassierwerkstätte, I., Weihburggasse 29. Xin., Hauptstraße 28. Tel. R-21-9-08, R-31-2-63. ^444444444444444444444444444444444444444444444444444444^ distischen Landesorganisation zu organisieren, ist das Ziel der Agudas Jisroel in Rumänien, das zu erreichen von ganz eminenter Bedeutung für alle Teile der Orthodoxie ist, weil die antireligiösen Strömungen,! in Rumänien eine große Gefahr für das orthodoxe Judentum bedeuten, der nur durch eine straffe Organisation begegnet werden kann. Bei unserer Tournee durch Rumänien ist es uns gelungen, diesem Ziele näherzukommen. Allerdings ist dies bloß der Anfang und die Agudas Jisroel wird den Verhältnissen in Rumänien zukünftig ihr Augenmerk weit mehr zuwenden müssen, als bisher. Die Idee der Agudas Jisroel ist in Rumänien in allen Kreisen der Orthodoxie so verbreitet, daß man in allen Orten, auch in den kleinsten Doffern, begeisterte Agudisten findet. Es gibt kaum noch Orthodoxe, die die Bedeutung der Agudas Jisroel für die Erhaltung des historischen Judentums, noch nicht erkannt j haben. Von rechts gibt es keine Gegner, mit Ausnahme des Kroler Raw שליט׳א der die Agudas Jisroel jedoch auch nicht in ihrer Gänze ablehnt, ihre Tätigkeit aber nur auf die Großstädte beschränken will, während er die Notwendigkeit der agudistisehen Organisation in der Provinz bestreitet. Es ist aber charakteristisch, daß die zionistisch-misrächistische Propaganda gerade in seinem Ort verhältnismäßig große Erfolge erzielen konnte. u Vor kurzem fand in Großwardein die Landeskonferenz der transsyl v an i s c h e n Agudas Jisroel statt, der die maßgebendsten Persönlichkeiten der Orthodoxie beiwohnten, auch solche, die noch vor einigen Jahren der agudistischen Organisation fernständen; ' Die praktische Tätigkeit der Agudas Jisroel in Rumänien bezieht sich auf aIle Gebiete der orthodoxen Klall-Arbeit, insbesondere jedoch auf die B e th - J a ko b- Bewegung und den Daf jQnxi-Schiur. Die B eth- Jakob-Schulen werden immer größer und zahlreicher und die Lehrerinnen, die die Ideale der Agudas Jisroel bei der weiblichen Jugend verbreiten, genießen in den Kreisen der Wir verweisen unsere Leser auf die Anzeige des jüdischen Knabenpensionats in Brüssel. Hier wird eine moderne Bildungsstätte allerersten Ranges geschaffen. Das Institut wird in streng Jüdischem Sinn geleitet. Referenzen von bekannten Rabbinern und Leitern der höheren Schulen. ׳>׳■ ׳ Mit ruhigem Gewissen können jüdische Eltern Ihre Kinder dem Holm anvertrauen. Gegründet Vetsichermigsfcsstand Ende 1931 . . . . , . . . . . 2775 Millionen Schilling Prämien- und gineeneinnMunen im Jahre 1931 . - ... Gärantiemittel Ende 193! ..... . .. . . . . ׳ , . . . . . ,; . , J Jpnen Schi inr Aw§?äWungen an Versicherte im Jähre 1931 . - ..••י ■!.־ Millionen be&uung Am Ende des Jahres 1931waren bei der Ge$ellschaft 336-664 Personen versichert. , . ..v.־Y;TS|iglseit18gebtet: Oesterreich! Deutschland! Frankreich, Belgien, Holland, Spanien, Itahen, Tschecnoslowakische Reptthlik! Polens Ungarn! jRhmänienV Jttgosla.wien, Bulgarien, Griechenland, Türkei, Aegypten und J ...׳--'־:x;. ׳;v\ Kleinasien. Natürliche Köhlensäurebäde*, anstalt, Moor! subaquäle Dt Auskünfte eft61 Orthodoxie die höchste Achtung. Der Däf jomi-Schiüf hat sich in Rumänien so eingebürgert, däß es kaum einen KibüZ orthodoxer Juden geben dürfte; WO er nicht alltäglieh äbgehaiten wird. Auf der Durchreise hielt iCh mich in einem ganz kleinen Städtchen auf, wo nur einige Juden leben, die alltäglich den Dafjomi-Schiur lernen, ohne von Agudas Jisroel viel mehr zu wissen, als daß sie den Dafjomi-Schiur eingeführt hat. Fahrpreisermäßigung für den Besuch tschechosl. Orte. Mit sofortiger Gültigkeit hat das Tschechoslowakische Eisenbahnministerium eine öOprozentige Fahr- Preisermäßigung für sämtliche Orte der Tschechoslowakei bewilligt nach mindestens siebentägigem Aufenthalt für die Rückfahrt bis zur österreichischen Grenze. Der Reisende nach einer beliebigen Bahnstation der Tschecho- Slowakei erhält bereits in den österreichischen Reisebüros ermäßigte Fahrkarte für die Hin- und Rückfahrt in Schillingen und hat nur das dazugehörige Nachweis-Formular in der Grenzstation bei der Hinfahrt abstempeln zu lassen. Sämtliche Auskünfte erteilt das Tschechoslowakische Fremdenverkehrs- und Bäderbüro in Wien, I., Herrengasse 12, Tel. U-23-3-28, und die großen internationalen Reisebüros. Aus dem Leserkreis ׳ Zur Frage des Din Thora. In der letzten Nummer Ihrer geschätzten Zeitung befassen Sie sich mit Recht mit der Frage der Anrufung * eines jüdischen Gerichts in Streitfällen zwischen Juden. Es ist in der Tat gerade in der heutigen Zeit unglaublich, daß es in den meisten Streitfällen nicht möglich ist, die Parteien zur Anrufung eines Din Thora zu veranlassen, so daß wir leider gar zu oft inner jüdische Angelegenheiten vor der breiten Oeffentlichkeit verhandelt sehen müssen.', ■ Ich glaube, daß es zweckmäßig wäre, durch scharfe Machtmittel für die Zukunft derartige Verhandlungen vor ' dem weltlichen Richter zu verhindern, und erlaube mir zu diesem Behufe eine bescheidene Anregung zu geben. Es ist bekannt, daß das Rabbinat einer jüdischen Gemeinde Oesterreichs einen Issur ausgesprochen hat* wonach Herren, deren Frauen nicht umhülltes Haar tragen, nicht zur Thora gerufen werden dürfen. Ich glaube, daß ein solches Mittel für den vorliegenden Fall von großer Bedeutung wäre. Wenn die ehrwürdigen Herren Rabbiner, eine Entscheidung fällen wür- . den, wonach Juden, die gegen einen anderen Juden bei Gericht klagbar Vorgehen, nicht ״äule thäuro“ sein, dürfen, daß solchen Juden auch sonst irgendwelche Ehrenfunktionen innerhalb der jüdischen Gemeinde versagt bleiben, dann ' dürfte wohl ein großer Schritt nach der Richtung,. der: Vermeidung von , Ghillul Haschern einerseits una der Erstarkung der Autorität jüdischer Gerichtsbar. keit andererseits getan sein. , sutra. , Personalnachrichten. Geburten: Eine Tochter, Edwin Stroh und Frau, ,geh. Kaufmann. — Ein Sohn, Philipp Feldheim und: Frau, geh. Kalisch. Bris am Montag. , ך Verlobung: Fräulein Edith Lewin, Sarvar, hat sich mit Herrn Miklos Weiß, Miskolc, verlobt. . Tschechoslowakei• Aguda-Vorträge in HumennA Aus Humenn6 berichtet man uns: Auf Einladung der hiesigen Orts- und Jugendgruppe der Agudas Jisroel hielt am ש׳קפ׳בלק der hervorragende Agudaredner Herr David Lissauer aus Michalovce im großen Beshamidrasch vor einer zahlreichen Zuhörerschaft einen großarigelegten Vortrag über das Thema: ״Religiöses Judentum und Erez Jisroel“. Nach den einleitenden Begrüßungsworten des Herrn I. Z. K l ein entwickelte der Redner im ,Anschluß an glänzende Diwre- Thora die Gedanken des religiösen Judentums in ihren Beziehungen zu den Siedlungsbestrebungen in Erez Jisroel auf streng religiöser Basis, wie sie in der Jischuw-Arbeit der Agudas - Jisroel in stetig verstärktem Maße zum Ausdruck kommt. Er schloß mit einem Appell zur aktiven Anteilnahme an ״ diesem Werke. Die begeisterten Ovationen, die dem Redner bereitet wurden, bewiesen, daß seine Ausführungen. in den Herzen der Anwesenden Widerhall fanden. Die Aguda-Gruppen benützten auch diese willkommene Gelegenheit, und beehrten Herrn Lissauer am Sonntag mit dem Vorlernen des täglichen דף יומי• Der Vortragende kam auch bei den Erläuterungen zu diesem Schiur auf verschiedene Aguda-Frobleme zu sprechen und wies auf ihre Wichtigkeit für das gesamte orthodoxe Judentum hin. Seine dankenswerten Anregungen zur Pflege der Zusammengehörigkeit mit Klal Jisroel durch die Agudas Jisroel machten tiefen Eindruck.

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