Jüdische Presse
- Journal
- Jüdische Presse
- Volume
- 19 (1933)
- Issue
- 20 (19.5.1933)
- Date
- 1933-05-19
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
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׳?־?ר,•; ItortiiüvS *fölAtnrpöVölenft fijuiit pm a teiofwiföv ־- .41572-11140 \; kMT % m$■;. pipp Zeitungen Voft» Verleget \ Joutnal^MlApät ORGAN FÜR DIE INTERESSEN DES ORTHODOXEN JUDENTUMS. Redaktion und Ädmlhiäträtloh: Wien, H., MftlZgässe 12 a. Tel. ׳—* Tschöcho- Slowakei: Bratislava, Postfach 140. Erscheint jeden Freitag. W Redaktlonsschluß: . Miltwoöh Mittag Abomiementpreise: Ganzjährig;iüf öesterfeich $!6, Tschechoslowakei tschech. K. 80, das übrige Ausland 3 Dollar. Einzelnummer Öst.. Gr. 40. ‘ ■■'■ *:•*uv,;״-■-.׳.׳• «ft!!. ■ Zahlungen auf Konto •Jüdische Presse‘, Wied, für OesterreiehiP0«fäpafkäsieAK0fliri Nf, 06uticf11si)tf t Pöit* 8cfteckkooto Berlin Nr. ÜU619; Jugöslawlen i Postspk.-A»t Zagreb Nr. 40217; eolenj P08t8park.-Amt War8chauNr.l90409; Uhg&rn t P08(8pk.*Amt Budape3tNr.6öi70; Schweiz iptfat* icheckk. Zürich VIII, 4117,• für die Tschechoslowakei ״tfl. disehfe Presse”, Bratislava, Postspk. »Amt P«g Koatö Nr. 53386 Nr. 20 Wien-Bratislava, 19. Mai 1933 /; .ב** ווינא-פרעפכורג כ״ב אייר תרצ׳ג 19. Jahrs ROMAN VON LEOPOLD HICHLER Mit gleicher, Liebe und Anschaulichkeit wie in seinem früheren• Roman' ״Moses Mauther und sein Sohn“ schildert HiChler •hier die Freuden , und die Tra,gik; einer Wiener jüdischen Familie. So ist. auch . dieses Werk berufen,L:;^vie’ der ״Moses Mautner“,י ein echtes'-Volksbuch ׳״' zu Karto nierfS5 "4-80׳ v־v; R. LOWIT VERLÄO, WIEN I N J E D E jR : B' U C1H H Ä N D L U N G I > ♦ ♦ ♦ (Fortsetzung des vorwöchigen Artikels אגרא דתעניתא צדמתא) iV. J.f ' l.'v IN- UND AUSL MODENEUHEITEN |׳j g|fgL EIDE ÖÜL.E:::;. GEGR.1869 m m Gl;amte TEL. 11-2154־0־ , FRANZ NEUMANN, I, CONCORDIAPLÄTZ 5 Reklameverkauf vom 12. bis 20. Hai .llllllllllllllllllllllllllllimilllllllllllllllllllllllllllllillimillllll AGUDASJISROEL-ORTSGRUPPE WIEN II Leopoldsgasse 16, Tel; A-4S-4-15 Einladung ב*ה zu der am Sonntag, den 28. Mai (3. Siwan) d. J״ um halb 4 Uhr nachm, im Saale der Agudas-Jisroel-Jugendgruppe, Wien, II,, Floßgasse 1, stattfindenden " Generalversammlung Tagesordnung; 1. Tätigkeitsbericht. 2. Rechenschaftsbericht. 3. Bericht der Revisoren und Erteilung des Absolutoriums. , 4. Neuwahl des Vorstandes und der Revisoren. 5. Anträge und Debatte. Wolf Pappenheim, Obmann. Im! Anschluß an die Generalversammlung wird Herr Dir. Dr. Leo Deutschländer, der eben von einer längeren Westeuropa-Reise zurückgekehrt ist und an den jüngsten Agudah-Konferenzen teilgenoraraen hat, einen V o r t r a g halten über das Thema ״Die Neugesta 11ung der Agudas Jisroe 1 in den Ländern des Westens“. Der Vortrag verspricht besonders interessant zu werden. lill||IIIIIIM«illl«lllllll9lllll9IIIIIIIIRIIIIII!UII9IIVillllllllllllllllKI IL / Haben wir in unseren‘ bisherigen Ausführungen gesagt, daß wir als religiöse:• Menschen auch aus dem fluchwürdigen Verlauf der Zeitereignisse die Stimme der g'ttlichen Vorsehung hören müssen, so wollen wir in der Folge die Konsequenz aus,dieser Auffassung für uns in Oesterreich lebende Juden ziehen. In Oesterreich selbst I ist die . Entwicklung der Dinge, wie sie sich heute deit Weg im politischen Leben zeichnen, gar nicht n e u! Die Aelteren. unter uns erinnern sich noch, wie zur (Zeit Georg Schönerers ün-, garische .Husaren nach Wien*! kommandiert wurden und an den Laternenpfählen vor , dem Parlament und den Übrigen öffentlichen Gebäüdefl ihre Pferde angebunden hatten, um den Radauäntiseiriitismus hiederzuhalten. Das kaiserliche Regime, das damals den österreichischen Träditionen gemäß ein wahres Mälchus schel Chesed (gnadenreiches Regime) war, hatte sdie Ausschreitungen gegen die jüdische Bevölkerung mit Gewalt niedergehalten Selbst Dr. Karl L ü e g e r, der später sein berühmt ge ' yyordenes ״Laßt mir meine Juden in; Ruh׳ l“ sprach, müßte erfahren, wie schärf die' I Ablehnung des Radauantisemitismüs beim Hof war.. Zweimal wurde seiner Wahl zum Bürgermeister, die kaiserliche Bestätigung versagt und erst der wesentlich g e rni I d.e r t 'e Dr. Karl Lueger erhielt die Bürgermeisterkette ümgehängt. : Diese Ein dämmiing der antisemitischen‘Hetze war aber nicht nur vom Hof befohlen; sondern auch 1>ön׳ der Bevölkerung in m&mi gereqhfc 5j־empfonära.1^B1er'psterreichxsoher4Beyolkerung/ die, zutiefst religiös‘ und konservativ orientiert ist, kann mit ihrem sittlichen Empfinden und in ihrer gemütvollen Charaktereigenheit keineh Geschmäck an der unbegründe t en Veff 6lgung unschul diger Mens chen finden. Auch heute, da. in Oesterreich sich der Anti- .׳semitismüs als eingeschleppte Krankheit in neuer Form Ibreitmachen will,.zeigt es.sich,- daß er hier nur bei, jugend- )liehen Hitzköpfen,. Studenten, und ähnlichen Elementen Platz greifen kann, die sich vielleicht auf akademischem,;;sicher aber nicht auf realem■ Boden gut bewegen. V Die Regierung und hinter ihr die überwiegende Mehrheit der Bevölkerung; lehnen das Treiben eindeutig ab. Das religiöse Empfinden ,und die Gemütsart , des Oesferreichers, die In den regierenden Persönlichkeiten vornehm repräsentiert sind,'; haben die Atmosphäre in;Oesterreich wesentlich entgiftet,: wofür wir G’tt . und ' den Männern, die er zu den VoUstreokern I seines Willens gemacht hat, nur dankbar sein können. Und sind wir es? Seien wir auch darin bußfertig und •aufrichtig! Die Regierung hat in klarer Weise den österreichischen Staatsgedanken auf ihr Wappen erhoben. Mit Recht sagt sie, , daß das österreichische Deutschtum eine b e s o n d e r e Mission zu erfüllen hat. Mit Recht nennt sie Wien die stolze Empore gegen den Osten, die ihrer Aufgabe als Kulturträgerin stets bewußt war. Wir österreichischen Juden haben;; die Pflicht, diese österreichische Mission anzuerkennen und hochzuhalten. Wohl haben Juden immer auch in Politik und Kultur ihren Mann gestellt, •was wir aber entschieden Das schönste Geschenksind in Preis’und Qualität / Gratlsberätung durch’ erst- Massige Architekten / Beachten Sie die Adresse W1:1 n I, Schotlpiiri ng Nr. 35 Samstag geschlossen (,SchomraSMitglied) Semmeringer Ferienheime Leitung: Staatl. gepr. Lehrer J, nElsenberg׳, W»6»י׳11 ׳ Große Pfarrgasse 8, Tel. A-45-4-92. a b 1 e h n e n, ist das Eindringen in die Kultur und in' die Politik der ä n d e r e n. Wir wollen keine Ghettomauem neu errichten, aber wir wollen auch nicht den Irrlichtern feiner mißverstandenen Freiheit folgen und geblendet ins Unglück stürzen. Auch hier gilt unser Zurück! Zurück aus den vordersten Reihen des politischen Lebens!Zurück in die Reihen der jüdischen, der1 jüdisch-religiösen Front! Das in seiner Religion zurückgezogene Judentum konnte erreichen, was das Gerechtigkeitsempfinden der Völker uns zu Beginn des neunzehnten Jahrhunderts gegeben hat. Die Welt hat erkannt, daß es ungerecht ist, ein Volk, das in stiller, friedlicher Zurückgezogenheit seinen sittlichen Grundsätzen lebt, zu verfolgen und zu .unterdrücken. Sie ,hat uns F r ei he i ten .gewährt. Und diese Freiheiten hat ein großer Teil 'des jüdischen Volkes schwerer ertragen als den Druck des Mittelalters. Wenn nun .ein Rückschlag eingetreten ist, so weist uns dieser Rückschlag deutlich auf die begangenen Fehler. Und daher die Konsequenz: Jude, zurück zürn Judentum! . > Entwickeln wir unsere Fähigkeiten jüdisch! Zurück in die ״splendid isolation“, in der das Judentum sich und den Wirtsvölkern am besten dient'! Die größte Anerkennung, die das Judentum sich je erobern konnte, war die, die es als Trägerin jahrtausendealter Traditionen lind י sittlicher Grundsätze erworben t hat. Eine sittlich /;hoCbittehenäe Jugend und ein geistig^eli^ösi itöchslähen,*; , ׳.־Üei^Judentum werden * sich viel.\ leichter,;die " Anerkennung;der;Umgcjbüng;; erk^ äfiv &f^Jüm icäeich־•; berechtigung־ und 'Gleichwertung aüf Sportplätzen und in der politischen Arena es vermag. ■ ' \׳ ״Zurück zu ’der alten .s£^|spöU^(üien);l.^WeiäiiMtf| unserer Vorfahren, die sich als loyale Bürger eines jeden Staates bekannten, ohne in die Entwicklung, der •Dingeeinzugreifen! Zur.üc k zu den jüdischen Erziehungs- Grundsätzen unserer Väter, die ■ das jüdische Kind zu bescheidenen, religiös empfindenden und religiös denkenden Menschen erzogen! Ziehen wir deutlich den•Tr e;nnungs- . s tri c h zwischen jenen, die, als Juden geboren, dem Judentum längst den Rücken gekehrt haben und nur ,von unseren Gegnern als solche beezichnet; werden^ ׳un«! vtun wir, wie es unser Gewissen’und unsere Religiöse Pflicht!gebieten! ■.. ■;"'׳ .■ ::׳•'׳'/■'־ .;'ך'׳' ״;: י י'׳;ד Alle religiösen Menschen der Welt wissen und sind unerschütterlich davon überzeugt, daß alle Versuche, eine neue Weltordnung zu bauen, die die Menschen wirklieh frei, wirklich glücklich machen und die die , Völker wirklich. versöhnen könnte, zum Scheitern verurteilt״ sind; wenn sie nicht unterbaut sind von dem Glauben an ein wahres und gerechtes g-1tliches Wirkenr. Seien wir Wegbereiter d i e s e r Erkenntnis und unsr braucht um die Zukunft des Judentums nicht bangezü sein. Näher, als wir es glauben konnten, ist das .Ziel Unseres Gebetes; ״Und es möge erkennen alles Geschaffene, daß du der Schöpfer bist!“ > וידע כל פעול’כי אחה פעלת "סמ׳ז Einvvanderungszertifikate für Jeschiwah-Bachurim. Vergangenen» Dienstag ist aus Warschau־ eine Gruppe von zehn Talmidim der Jeschiwah ״Bes Josef“ nach Erez Jisroel abgereist. Die Agudas Jisröel hat von der Palästina-Regierung eine Anzahl Einwanderungs- Zertifikate, speziell für Jeschiwa-Bachurim erhalten, wodurch dieser Gruppe die Einreise nach Erez Jisroel ermöglicht wurde. Bei der Abfahrt fand sich• am Warschauer Hauptbahnhof eine große Anzahl orthodoxer Juden ein, die von den Jeschiwah-Bachurim Abschied nahmen.; ' Schildermaler Cohen XX, WailensteiiistralSe 64, Tel. A-4G-8-4G Die nächste Ausgabe der ״Jüdischen Presse“ erscheint am Dienstag Erew Schuwos, den 30, mm bei rnir sc;ltÜn ״Innerhülb 6 Stirnd©n eine individuell ihrem Gesichte entsprechend modellierte Besitzertier welfoe'Kannten Wien I, Kärntnerring 6 SN^ .*relejijioni Nr• '3£י %