Jüdische Presse
- Journal
- Jüdische Presse
- Volume
- 19 (1933)
- Issue
- 13 (31.3.1933)
- Date
- 1933-03-31
- Page
- – (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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m m ־•־ ״ ■ iS KV $&töWpfyä*:: «;; -ן.?־ ״״...... . ..... M#ä._^__ Ersatzwahl der: ©Ir iw:f m :Kdiae ha Ii BäÄ wüf^ Üe??efi Ert$Ei* i*§ n 41 ei n und Dawltf beide Vertreter der Orthodoxie, die eich tim die KultüSgemeinde und ädereH ritiielle Einrichtungen sowie um die; Öhewra Mädieeült große Verdienste erworben haben, gewählt.; ״* .■ל Der Präsident der Öhewra Kadischa, Herr Ludwig L a c k e n b a c h e r, feierte vor aeht Tagen י seinen V0i Geburtstag- und hat aus diesem Anlaß die Gemeinde diesemh verdiehstvölien Manne aufrichtige Glückwünsche dargebracht. öberrabbiner Dr. Carlebaeh würdigte in einer Ansprache das große Verdienst des Jubilars, daß er ihm in besonderem Maße darin behilf• lieh war, daß heute die מ ה י מ in Baden משה וישראל ms ihrem Schöpfer zurückgegeben Werden können. Möge עייdiesen arbeitsfröhen jugendlichen Greis unserer Gemeinde noch viele Jahre erhalten. Vereihsnadmchten. Stumperschul-Talmud Thora. Am Sonntag, den 2. April, um halb 10 Uhr Vormittags findet in der Talmud Thora des Isr. Tempel- und Schulvereines, VI., Stümpergasse 42, eine Prüfung statt. ״Ohel Awrohom.“ Im Bethause ״Ohel Awrohom", IX., Grüne Torgasse 28, findet jeden Samstag von viertel 12 bis viertel 1 Uhr vor dem Mincha-Gebete! ein Sphiur statt. Dreimal Wöchentlich, Sonntag, Dienstag und Donnerstag, werden von Sr. Ehrwürden Herrn Rabbiner Moses Blech nach dem Maariw-Gebete talmudische Vorträge abgehalten sowie auch während der ganzen Sefirsi Zwischen dem Mincha- und Maariw-Gebete. Ahawath Achim. Am 19. März fand im Bethause ״Ahawäth Achim", VI., Millergasse 43, ein Chinuch- Sef er-Thora statt. Herr Direktor - Josef Weidenfeld und Geschwister ließen zum Andenken an ihre Eltern ein Sefer-Thora schreiben, das im Rahmen einer Feierlichkeit seiner Bestimmung Übergeben wurde. Herr Rabbiner Flesch hielt in flammenden Worten die Festrede, r Meichisch Jeschuoh. Se. Ehrw. Herr Rabb. Samuel Hager' hält im Bethause ״Meichisch Jeschuoh", n., Josefinengasse, am Schabbos Hagodol um halb 5 Uhr eine D rose ho. f . Verein zur Bekleidung und Unterstützung armer alter Männer israelitischer Konfession. Die General- Versammlung dieses Vereines findet am Donnerstag, den 6. April, um 7 Uhr abends im Sitzungssaale der Israelitischen Kultusgemeinde; I., Seiteristettengasse 4, 2. Stock, statt. ... Konzertsänger I. Segall-Rosenbach ist von seiner Tournee durch Erez Jisroel, wo er' mit großem Beifall konzertierte, wieder nach Wien zurückgekehrt. Am Schuschan-Purim trat der Künstler bei der Purimfeier der Talmud-Thora-Schule auf und erntete brausenden Beifall. \. : Personalnachrichten. Bar Mizvvoh: Schabbos Parsc'has Wajakhel fand die Bar Mizwoh des Sohnes des Herrn Leopold L e d e r e r statt. ־׳׳ ” " : ׳, ד ל-- ׳ '■-’■׳ '׳ ׳ Goldene Hochzeit. In voller Rüstigkeit feierten Herr und Frau Jakob Leuchtmann ihren 50. Hoch- ,zeitstag. : 1;.!v■;. '׳ל; ■■■״,:: i:; , .:; י י .כשר לחג הפסח ״Die einzige koschere Gurkenkonserviefung ist nur die ״MARKE PERLE" Essig-und Salzgurken in allen Packungen. Unter Aufsicht Sr. Ehtw Herrn Rabb. S. Fürst (Schiffschul ־ Wien) Hauptniederlage: Marke ״PERLE" Wien lI,Schönngasse l9 Telephon R-44-4-61 Ueberrall erhältlich! Alles darf alt sein, Geflügel muß frisch sein. Ihr eigener Vorteil ist ein Einkauf bei M. F R I E D MAN H — Wien, II., Große Scbiiffgasse 6, Spezialhaus für Geflügel und Eier. Telephon A-43r2-25. Unter Aufsicht der Adas Jisroel (Schiffschul). Eigene Mastanstalt und Schlachthaus. •׳' Moderne Seidenstoffe tltJsl it Sffl g M. Heschel II, Heinestraße 13 / Tel. R-44-2-40 ‘ 1——״y—1 ׳׳׳״ Briefkasten. , An mehrere: Familienereignisse können in der Rubrik ״Personalnachrichten" nur dann veröffentlicht werden, wenn, wir — und zwar rechtzeitig! — eine Verständigumg erhalten. Propheten und Alleswisser sind auch Redakteure nicht! Redaktionsschluß ist bei der Wiener Redaktion stets für Nachrichten Dienstag, abends, für Inserate Mittwoch mittags. In Preßburg ist Redaktions- Schluß für alles Dienstag mittags. Wiener Redaktion. An mehrere: Die P r ä m i e n pro 1933 an die Empfangsberechtigten in der S1 owakei gelangen wegen der schwierigen Einfuhrvorschriften erst in zwei bis drei Wochen zum Versand. Reklamationen haben keinen Zweck. Mewasser Tovv. in M. Aus technischen Gründen vorige Woche weggefallen. Erscheint heute mit, Zusätzen. 4 Bratisiavaer Redaktion, Der Mittelpunkt des Familienlebens ist und bleibt der gedeckte Tisch, der alle vereinigt und von dem immer nur das Beste erwartet wird. Gelingt es der Hausfrau, stets wohlschmeckende und nahrhafte Küche zu führen,! dann wird sich die damit geschaffene Zufriedenheit dem ganzen Familienkreis mitteüen. Wichtig ist dabei, in das tägliche Einerlei des Mittagstisches auch etwas Ab-, wechslung zu bringen. Dabei wird den Hausfrauen die jüngst erschienene Zusammenstellung von bestbewährten Oetker-Rezepten, Ausgabe H, hochwillkommen sein, weil sie ihnen viele neue und wertvolle ■Anregungen zur Bereicherung und Abänderung der Speisenfolge bietet• Das Büchlein ist bei jedem Kaufmanne unentgeltlich zu heziehen, sollte es in dem einen Oden anderen Fälle vergriffen sein, ko wende man sich direkt an Dr. A, Oetker, Brünn, Rossitzergasse^2, vonwo es allen^ interesiehtihheh gerne auf Wunsch umsonst und spesenfrei zugesandt wird. '(1׳ Äl ttk Ml ־•? E* :,'i Urlaub und Relutum für jüdische Mili- In Erledigung des Ansuchens derLandeakanzlei der aut. orth. jüdischen Konfession in der Slowakeiund Podk. Bus in Bratislava hat das Ministerium für nationale Verteidigung sub Zahl 10.763*1/3. odd. t 1/2 1933 nach* stehenden Erlaß herausgegeben: Militärpersonen jüdischer Konfession, die ihren gesetzlichen Präsenzdienst leisten, kann für die jüdischen Feiertage ein besonderer Urlaub nach den Vorschriften 3. si, predp. A-V-2, soweit dies die Dienstverhältnisse erlauben, oder Dienstfreiheit, soweit dies möglich ist, nach den Bestimmungen 16 der erwähnten sl. predp. gewährt Werden. Das gleiche gilt auch für Gagisten, die aktiven Dienst leisten, wie auch für Gagisten und die Mannschaft in der Reserve und der Ersatzreserve, welche zur Waffen- Übung einrücken. Soweit es sich um die rituelle Verköstigung der Angehörigen des jüdischen Glaubensbekenntnisses handelt, können die Kommandanten der Truppenkörper diesen Militärpersonen auf Verlangen das Relutum Überall dort ausbezahlen, wo die Kultusgemeinde der betreffenden Garnison die Verpflichtung übernimmt, den erwähnten Militärpersonen gegen die Entrichtung des Relutums die rituelle Verköstigung zu ermöglichen, so daß dem Aerar dadurch keine Mehrkosten erwachsen. Das Relutum kann in der Regel v nur in ständigen Besatzungsorten ausbezahlt werden. Pessachfeiertage: Von mittags um. 12 Uhr des 10. April bis um. 8 Uhr abends des 12. April und von 12 Uhr mittags des 16. April bis um 8 Uhr abends des 18. April. Der 13., 14., 15. und 161 April sind Halbfeiertage. . Schewuos: Von 4 Uhr nachmittags des 30. Mai bis um 8 Uhr abends des 1. Juni. V Rosch haschonoh: Von 4 Uhr nachmittags des 20. September bis um 8 Uhr abends des 22. September. Der 23. September, also der Tag nach Rosch Haschonoh, fällt auf Samstag, an welchem Tage den Juden das Reisen religionsgesetzlich verboten, ist. . Jom Kippur: Von 12 Uhr mittags des 29. September bis um 8 Uhr abends des 30. September. Sukkos: Von 4 Uhr nachmittags des 4. Oktober bis um 8 Uhr abends des 6. Oktober und von 4 Uhr nachmittags des 11. Oktober bis um 8 Uhr abends des 13. Oktober. ״ Der 7., 8., 9., 10. und 11. Oktober sind Halbfeiertage. Der 7. und 14. Oktober, also die Tage nach den ersten und letzten Sukkosfeiertagen, fallen auf Samstag, an welchn Tagen den Juden das Reisen religionsgesetzlich verboten ist. V (Laut obigem Erlaß haben die angeführten Be- ^ünstigungen für die jüdischen Militärpersonen während der bevorstehenden• Pessachfeiertage auch auf die Manns chaf t der Er satzrieserve Bezug. Darnach •haben insbesondere. auch die ,am(J;E re v P e s s ach .einrückenden Ersatzreservisten Anspruch auf diese Begünstigungeri, was übrigensauf Ersuchen der orthodoxen Landeskanzlei — wie wir erfahren ,— vom Landesmilitärkömmando in Bratislava; sub Z a h l 2 1.6 7 7 / d o p 1. z. r.. 1933 vom 23. Märzfl93j3 auch ausdrücklich bestätigt wurde; ■Die Redaktion.) ׳ ־ . , .!ד Generalversammlung des Jessöde- Hathora• Schul Vereins in Bratislava. Sonntag, den 28. Adar, hielt der Je ssode- Hathora-Schulverein in Bratislava unter Vorsitz seines Vorstandsmitgliedes Herrn Arnold Kämpfer im großen Saale der Schule seine Generalversammlung ab. Die Versammlung war außergewöhnlich gut besucht, was am besten beweist,; welches Interesse gegenwärtig von seiten der orthodoxen jüdischen״ Oeffentlichkeit den Angelegenheiten der thoratreuen Jugenderziehung entgegengebracht wird. Vor der Generalversammlung wurde den Mitgliedern und Gönnern der Schule ein 60 Druckseiten starker.. Bericht zugesandt, der ■ über die Tätigkeit des Vereines während der vier Jahre 5689 bis 5692 reichen Aufschluß gibt. Die programmatische Zielsetzung der Schule dürfte gerade heute von allgemeinem Interesse sein. Darüber sagt der Bericht folgendes': ״Die Jessode Hathora dien,t der heiligsten Pflicht, 'י die das Judentum kennt: sie sorgt .für intensiven ־חורה Unterricht der herünwachsenden Generation in dem . Geiste, der von?*חן gefordert wird, und in dem Höchst-;maße, das die Verhältnisse, in denen wir leben, gestatten. - . Die Jessode-Hathora-Schule verfolgt seit ihrer Gründung bis auf den heutigen Tag dieses Programm und sie wird ihm m. G. H. über alle Hindernisse hinweg treubleiben und ihre Pflicht auch in der gegenwärtigen wirtschaftlich und kulturell upgemein schwierigen und ־ verworrenen Zeit erfüllen, wenn ihre Freunde und För« derer es an Verständnis für die Größe und Heiligkeit der Aufgabe, die ihr zufällt, nicht Werden fehlen lassen, . Im, Sinne, der obenzitierten Deutung unserer Weisen zu והגנתם לכניך widmet sie sich dein ודברת בם indem sic, das חורה- Wissen! .עיקרvעשת אותם zur vorne.hmlichen Erziehungs- und Lebensgrundlage des Kindes, macht und um die ausschließliche oder doch fast ausschließlicbe Beschäftigung mit der חורה חקדושח das Sinnen und Trachten des Kindes konzentriert, ^^Gerade. in den Jahren, da das Kind der Schule und der Staatliehen Schulpflicht entwächst und sieb zuip Eintritt in das vielumworbene Leben der jübglingsjabre rüstet, soll ihm die Unterweisung in unserer Jessode-Hathora- Schule wie ihr Name andeutet — die heiligen Grund- Sätze der רוויה und der . יראה שמים ins Herz pflangen und sie zu seinen Weigweisern für ganze Leben gestalten. Möglichst vielen Eltern biesu die Gelegenbelt zu geben,' war und bleibt; unser Yerein mit dem Aufgebot seiner gangen Kraft ► bemüht; diesem Ziel allein ist unsere Schule geweiht. Verwaltung und Lehrer sind glücklich, wenn ihnen dies in der geistigen Verwirrung unserer Tage בעזחיי einigermaßen gelungen sit." Die Jessode-Hathora-Schule besteht derzeit aus fte c h s Kl aas an voa^^ Kinder»^ die die Volksschule^^ und die Talmud-Thora-Schüle bereits absolviert haben. Der Schulbesuch geigt während der. vier Berichtsjahre eine *Jetig aufsteigende Richtung auf, was in den Jahren der Wirtschaftsnot sicherlich bemerkenswert ist. Im Jahre KVfv•"',־ . W . ^w' ::■fcR 6692 besuchten die Schule 187Kinder, Gunter 60 Rfogent äuä BfätikiäVa* Ern beträchülehei‘ Teil der Kinder stammt aus unbemittelten Häusern; ihrer nehmen Sich 1;verschiedene Fürsorgeaktionen im Rahmen der Austaii an. Die Schule beschäftigt derzeit s e c hs L e h r e r, denen für ihre tüchtigen Leistungen iin Bericht Wohlverdientermaßen Dank und Anerkennung gezollt Wird. Die E r h a 1t u iä g der Sehule bereitete in den Berichtsjahren begreiflicherweise die größten Schwierigkeiten. Die Geldmittel zur Besoldung der Lehrer und für die anderen Kosten, die mit der Erhaltung der< Schule verbunden sind, flössen aus ״ den Schulgeldern, Mitgliedsbeiträgen, Spenden, Subventionen und Stiftungszünsen zu, Die Schulgelder erfuhren aber in den letzten Jahren trotz der erhöhten Zahl der Schüler infolge der geschwächten Leistungsfähigkeit eine empfindliche Verringerung. Diese Schwierigkeiten könnten allerdings zum größten Teil behoben werden, wenn die Jessdde-Hathöra- Schule unter absoluter Siche/Stellung ihres bisherigen, ausschließlich auf לימור התורה und יראה שמים eingestellten Lehrprogramms gleich der Talmud-Thora-Schule in d 1 e Reihe der offiziellen ÜnterrichtsanSta 1ten der orthodoxen Gemeinde aufgenommen werden könnte. Dankenswert erscheint immerhin, daß die Gemeinde die erzieherische Bedeutung dieser Schule für das orthodoxe Judentum richtig erkennt und sie entsprechend subventioniert. Das Prestige und die moralische Selbstachtung des orthodoxen Judentums in einer altehrwürdigen Gemeinde, wie es die Preßburger ist, erfordert es aber in Unserer Zeit, daß seine t h ö rä־' gemäßen jugenäerzieherischen Aufgaben nicht־ erst auf Umwegen durch Sondervereine, sondern direkt Und programmatisch auf dem geradesten Wege von der WeißeZähne: Chlorodont orthodoxen Gemeinde selbst erfüllt werden. Dazu ist doch die orthodoxe Gemeinde in erster,Reihe geschaffen, wenn man ihren Sinn richtig versteht! Die Bilanz für das letzte Berichtsjahr (5692) balanciert mit tsch. K 295.724. Aus den Einnahmen sind kurz hervorzuheben: Mitgliedsbeiträge tsch. K, 13.212, Spenden tsch. K 44.282, Schulgelder 78.618, Stiftungen : 11.910, Subventionen 42.500, Stiftungszinsön 8905. Unter den Ausgaben figurieren an erster Stelle Gehälter und Unterstützungen mit tsch. K 166.821. Die Generalversammlung verlief imposant. Zunächst hielt Vereinsvorsteher Herr Moritz K ohn einen tiefschürfenden Vortrag über die Bedeutung des Thoralernens in der Gegenwart und die'Ziele der Jessode-Hathora-Schule. Seine Ausführungen lehnten sich an geistreiche; Deutungen *von.??Tö.^bKp.afl.^und'hb^eth'auf. die Zuhörer eine gute Wirküng aus. Sodann erßtatt'efen 'Herr^;Arnold^ Kämpf n e r den Kassenbericht und Herr Jak. Her zka den ReviSoren- . bericht. Herr Philipp B e n e d i k t widmete in einer ־wirkungsvollen Rede den in der Berichtsperipde und, nachher verstorbenen Leitern, Mitgliedern und Gönnern der Schule einen warmen Nachruf. Herr Markus Fü r s t stattete in einer schönen Ansprache den Vorstehern und Lehrern der Schule namens der Mitglieder ' Dank ah. . Landes-; und Gemeindepräses Herr Isidor P a p p e n h e i m' sprach der Jessode-Hathora-Schule, ihren Lehrern und Verwaltern den Dank der Gemeinde und der;Landesorthodoxie aus. Er versicherte, daß die. Gemeinde die Bedeutung dieser Schule, die nur aus Zweckmäßigkeitsgründen von einem separäten Verein verwaltet wird, richtig zu schätzen wisse, ־ünd-sie wird ihr, wie den Thora-Anstalten überhaupt, selbst in dieser scheren Zeit der Wirtschaftsnot und des allgeiheinen Abbaues ihre weitestgehende! Unterstützung nicht־' :versagen. Die Erklärung des Gemeindepräses löste ratiSchenden Beifall aus. In der Debatte kamen die Herren Siegmund •W!e i n berge r, Wilhelm K o h n. Ernö P o ll a k, Rabbiner,S. Unsdorfer, Jakob Quitt und Abraham Kunstadt zu Wort. Zum Schlüsse wurde die Neuwahl des Vorstandes per . Akklamation und des Ausschusses mittels Stimmzettel vorgenommen. Der Vereinsleitung gehören nunmehr an die Herren: Oberrabbiner Schreiber (Präses), Rabbiner D. Wessely (Vizepräses),.Ph. Benedikt, Arnold Kämpfner und Moritz Kohn (Gaboim),; Moses Gelber (Ehrenvorsteher), Je1:em.- Duschinsky, J. B. Fischhof, Isidor Fleischmann, Moritz Friedmann, Markus Gelber, Julius Goldberger, Markus Gottesmann, Juda Grünwald, Adalbert Kästner, Josef Kohn, David Koth, Salomo'n Neuhaus, Isidor Pappenheim, Lazar Stern un'd Rabbiner Sal. Unsdorfer. v J. J. B. Hochzeitsfeier beim Munkacser Oberrabbiner. Am 17. Adar verheiratete Oberrabbiner Lazär S p'ir a in Munkacs seine einzige Tochter Frime-Irmus an den Rabbinersohn Baruch Rabbinowitsch aus P^rcew in Polen, einen Enkel seines Onkels. Der Hochzeit wohnten eine mehrtausendköpfige Menge Juden und Nichtjuden bei, darunter die Vertreter der Munkacser Orts- und .der karpathorussischen Lahdesbehörden, sowie zahlreiche Rabbiner, unter ihnen auch einige aus der. Slowakei, hei, Die Trauung vollzogen der Brautvater,. der Groß vater der Braut, der Öberrabbiner vön KÖinärno, Oberrabbiner Josef Kohn aust U2li0röd und Oberrabbiner M i r s e i aus U j h e 1 \Täg©7 .vor i4w zeit-wurden alle>Armcn der Sthdt und der Umgebung zu Ehren, des Tages gespeist und beschenkt. Infolge des von einem agilen Propaganda- und Vorbereitungskomitee woebeniahg zuvor ähgekündigtch großem Aüftäkts4 zu diesem freudigen FamilienereighiS unÜ der allerlei Sensationen versprecttenden beispiellosen Reklame, die ihm vorangegang^m war, erschienen auch etwa vierzig Vertreter der in- und ausländischen nichtjüdischen Presse zur Hochzeit, Oberrabbiner Spira richtete eine sehr herzliche' Be» grüßung an die Journalisten und verweilte längere Zeit unter ihnen, um mehrere photographische Aufnahmen von sich und seiner Tochter für. die Zweoke. der ,.Fresse anfertigen zu lassen, Sowohl der religiöse .Trauakt wie. die; ganze Hochzeitsfeier wurden von der F0x-G^8ellacha|t, auch im Tonfilm aufgenommen. Öberrabbiner Spira richtete aus diesem. Aulaß iu freudig, erregter Stimmung im Wege des Tonfilms eine warme Ansprache und;seihen rahhlhischen-Segen.an die gesamte jüdische und nichtjüdische •Welt. In einigen Wochen dürfte also diese ganze Feier als Groteske in. allen Kinos der Welt zu sehen und zu hören sein. Dies dürfte zugleich hie erste chassidischrabbinisebe Hochzeitsfeier sein, die in allen ihren Einzel-