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Jüdische Presse · 1933-02-17 · 7 (17.2.1933) · page 3

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Journal
Jüdische Presse
Volume
19 (1933)
Issue
7 (17.2.1933)
Date
1933-02-17
Page
– (sequence 3)
Language
German
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Nr. 1 Adas Jisroel (ScMfisdiiii)* II, Gf. $<MSg*S Kanzlei; 11., Große Seltiffgasse 1. Vom Rabbitiät der orthodoxen Gemeinde iö Frankfurt a. M. Wird aufmerksam gemacht, daß die nachbenannten Käse^Arten nicht als koscher zu verwenden sind.» ״Schweizer ]Käse", ״Berglämmle", ״Altenlob*‘, ״Illermädel — große Packühg" und die SäfdeÜem paste ״Sardelka". VERBAND DER SABBATHFREUNDE ״SCHOMRE SCHABBOS“ WIEN, II., LEOPOLDS(!. 16 - TEL. A.48.4.15 Stellenvermittlung. Offene Stellen: Lehrling als Setzer in Buchdruckerei unter 16 Jahren; Schneiderlehrling bis zu 16 Jahren; Praktikanten im Alter Von 14 bis 16 Jahren; Praktikant für ein Lebensmittelgeschäft; Ausgelernte Monogramm^ Stickerin für Maschine in Ajourieranstalt; Sekretär und Reiigionslehrer für österreichische Povinzstadt (ledig, unter 30 Jahren); Köchin für Alles. Stellengesuche: Tüchtiges, geschultes, verläßliches kaufmännisches und gewerbliches Personal. Schnelldienst. Der ״Schomre Schabbos" beabsichtigt einen ״Schnelldienst" einzurichten, der jederzeit in der Lage sein sollte, gegen telephonische oder schriftliche Verständigung innerhalb einer Stunde jede gewünschte Arbeitskraft für Botengänge, Bestelldienste und dergleichen zur Verfügung zu stellen. Um festzustellen, ob genügend Interesse für eine solchen ״Schnelldienst" vorhanden ist, bzw. mit welcher Inanspruchnahme diese Einrichtung .rechnen könnte, werden hiemit alle jüdischen Firmen ersucht, dem ״Schomre Schabbos“ (Sekretariat II., Leopoldsgassc 16, Tel. A-48-4-15) telephonisch oder Schriftlieh unverbindlich mitzuteilen, ob sie den ״Schnelldienst‘’ nach 'der erfolgten Einrichtung in Anspruch nehmen würden, bzw. voraussichtlich wie oft in der Woche. Chamischo-Ossor-Feier des Keren-Hathora. Wer Gelegenheit hatte, am Sonntag den 16. Schwat die Raume der A.-J.-Jugendgruppe zu betreten, der hat allen Grund, optimistisch über die Zukunft unseres Nach- Wuchses zu denken. Das Chinuchamt der Keren Hathora hatte an diesem Tage ein Chamischo-Ossor-Fest veranstaltet und wohl an die 300 Kinder aus allen Bezirken Wiens hatten sich eingefunden, um an dieser Feier teilzunehmen, durchwegs Schüler Wiener Talmud Thoras. Die Unterhaltung der Gäste hatte die rührige Pirche Agudas Jisroel, die jüngste Gruppe innerhalb der Wiener Aguda, übernommen. Da wurde schon seit Wochen geprobt und beraten, jeder war bemüht, sein bestes herzugeben, um das Fest so schön, so eindrucksvoll wie möglich zu gestalten und den Kreis der thoratreuen Jugend Wiens zu vergrößern. Der Festredner, B. Schenk,, der sich seiner Aufgabe mit begeisternden Worten vorzüglieh entledigte, der eigene C h o.r, die Violinspieler und Solosänger sind Mitglieder dieser Gruppe und alle unter 14 Jahre. Woher haben nun diese Kinder dieses Gefühl für Verbreitung des Thoragedankens, woher den Ansporn zu aufopfernder Klallarbeit? Wenn wir hören, daß in dieser Kindergruppe der Agudas-Jisroel-Jugendgruppe, die den stolzen Namen ״Pirche Agudas Jisroel" führt, bewährte Kräfte• den Kindern die hehren Ziele des Agudogedankens beibringen, dann wird uns das alles klar. Hier herrscht echter Thorageist, hier wird aber auch gespielt, Kurse abgehalten, Ausflüge gemacht, doch nie läßt man das Kind vergessen, was es ist und wofür es zu kämpfen hat, denn an erster Stelle steht hier das Lernen. Von hier aus erhält die Jugend Animo zum Thoralernen und viele Kinder sind hier zu bewußten Juden geworden. Es folgte eine begeisternde Rede von dem alten Vorkämpfer der Jugend, Herrn S. Stern, und als Ab- Schluß ein Lichtbildervortrag über Erez-Jisroel, gehalten vom Führer der Pirche Agudas Jisroel Herrn E. Sehe er. Schülerprüfung in der Talmud Thora Zwischenbrücken. Die erst verhältnismäßig kurze Zeit bestehende Talmud-Thora Zwischenbrücken veranstaltete am Mozze- Schabbos, den 15. Schwat, in Anwesenheit der Elternschaft, ferner des Herrn Rabbiners Babad, des Vertreters der israelitischen Kultusgemeinde und der Vertreter des Keren Hatliora eine öffentliche Prüfung der Schüler. Die Prüfung ergab ein außerordentlich günstiges Resultat von dem Lehrerfolg und zeugte für die aufopfernde Tätigkeit der Leitung und des Lehrers der Talmud Thora. Namens des Keren Hathora gab der Chinuchreferent, Herr Jakob Teitelbaum, seiner Befriedigung über die guten Erfolge der Talmud Thora Ausdruck lind wies auf die große Bedeutung von Limud-Hathora für die Erhaltung eines jüdischen Geschlechtes hin. Er versicherte die Leitung, daß sie tatkräftigste Unterstützung seitens des Keren Hathora finden werde. Vereinsnachrichten. Generalversammlung des Bethausvereines ״Marpe Xanefesch". Unter zahlreicher Beteiligung fand am Moze Schabbos im Restaurant Nägel die Generalversammlung des Bethaus Vereines ״Marpe Lanefesch"■ statt. Folgende Herren wurden in den Vorstand gewählt:- Eduard Beer, Heinrich Futterweit, Nathan Herzka, Emanuel Hönigsber, Kommerzialrat Moritz Leitner, Moritz Nagel, Medizinalrat Dr. I. Reininger, Josef Schiffeldrimm und Hermann Schräge, ־ Sijum-Feier in. der Storchenschul. Der orthodoxe Tempelverein ״Emunas Aves“ veranstaltete am Sonntag, den 16, Schwat, eine Sijum-Feier, an der neben dem Rabbiner der Storchenschul, Herrn Rabbiner Aron Weiß, die. ehrw. Herren Rabbiner Benedikt, Flesch, Fried*, mann, Rosen und Schenk teilnahmen. Se, Ehrw. Herr Rabb. Weiß hielt den Hadron, der Obmann des Bethauses, Erna* nuel Weisz, hielt die Begrüßungsansprache. Es folgten geistreiche Thoraworte der anwesenden Rabbiner. Die Generalversammlung des orthodoxen Tempel* Vereines ״Emunas Aves“ findet am Sonntag, den 19. Fe■׳ bruar, um 9 Uhr vormittags im Vereinsbaus, XIV., Storchengasse 21, statt. Generalversammlung der ״Einheit“, Am Sonntag, den 19, Februar 1, J-, findet die XIX. ordentliche General* Versammlung in den Vereinslokalitäten, II-, Malzgasse 12 (im ersten Stock, Mittelstandsspeisesaal), um MIO Uhr vormittags statt, Fefsonalnachrichten. *JO. Geburtstag. Am 21. Schwat vollendete der jüdi* sehe Gelehrte Schewach Knöbil in voller geistiger Rüstigkeit sein siebzigstes Lebensjahr. Er stammt aus Tysmieniää und ist der Verfasser der Schrift 0״u Biographie des Räbi Meschülem von Tysmienicä, des Vorgängers des Ghasam Sofer 1צ־ל auf dem Preßburger Rabbinerstuhl. Außerdem veröffentlichte ' er einen Korn* Jüdische Wünsche vor dem Parlament. Vor kurzem besprachen wir an dieser Stelle die unmögliche Art, wie der Abgeordnete der sogenannten ״Jüdischen Partei" Dr. Angeld Goldstein im Budgetausschuß sich, erlaubt hat, seine persönlichen und bestenfalls zionistischen Wünsche politischer und zionistischkultureller Natur .als Anliegen der jüdischen Gesamtheit in dieser Republik darzustellen und ihre Erfüllung vom tschechoslowakischen Staat zu ״fordern“. Heute sind wir in der Lage, auf eine Parlamentsrede hinzuweisen zum Beweise dafür, daß man’s auch anders machen könne, als der Abgeordnete Dr. Goldstein glaubt. Wir meinen die Rede, die der Abgeordnete Dr. Julius Reiß in der Budgetdebatte des Abgeordnetenhauses gehalten hat. Auch Dr. Reiß gehört der ״Jüdischen Partei“ an und ist auf die Vertretung des nationalistisch-jüdisch-zionistisehen Programms dieser Partei mitverpflichtet. . Und dennoch hat er gezeigt, daß auch ein Abgeordneter ״jüdischen Stammes“ Anliegen zur Sprache bringen könne, die der jüdischen Wirklichkeit in diesem Staate mehr angepaßt sind. Wir wollen ihm deshalb unsere Anerkennung nicht versagen und auch vom Standpunkt derjenigen, die mit der ״Jüdischen Partei" nicht gehen, für die Worte, die er der jüdischen Not verliehen hat, Dank aussprechen, nicht obgleich, sondern gerade weil wir sonst im allgemeinen gegen die Politik seiner Partei auf das entschiedenste ankämpfen müssen. Abgeordneter Dr. Reiß sprach in der Hauptsache von den allgemeinen Fragen, an denen die Bevölkerungs- Schicht in unserer Republik interessiert ist, der auch die Juden zum größten Teil angehören. Und er durfte im Namen der Juden mit Recht die Erklärung abgeben: ״Die jüdische Bevölkerung in der tschechoslowakischen Republik steht mit voller Loyalität und größter Opferbereitschaft hinter dem Staate. Die jüdische Bevölkerung wird im Rahmen ihrer wirtschaftlichen Kräfte sowohl die gesetzlichen Steuern zu zahlen trachten, als auch die neue Staatsanleihe durch entsprechende Zeichnung kräftig unterstützen. Wir, Juden, dielin der Tschechoslowakei leben, haben Vertrauen zu dem. Staate und zu den Staatliehen ׳ Finanzen. Aber gerade diese unsere unstrittige Loyalität berechtigt uns dazu,‘ anläßlich der Verbandlung des Staatsbudgets eine objektive Kritik zu üben", um dann zu einer gerechten und .nicht allzu überheblichen Kritik der Steue ru n d Fi־nan z wi rtschaf t des Staates — nicht als Jude, sondern - als Bürger dieses Staates — überzugehen. Dr. Reiß , sprach, von der Sonntagsruhe in Bratislava, wie jemand, der in einem Kreise lebt, wo der Sabbat nicht bloß ein parteitaktisches politisches Schlagwort, sondern reale Tatsache ist. (Wir nehmen dabei von einer Beurteilung der Zweckmäßigkeit seiner Vorschläge Abstand.) 1 Diese geographische und gefühlsmäßige Nähe zur jüdischen Wirklichkeit offenbart^ sich ganz besonders in dem Teil seiner Rede, in dem er sich mit der furchtbaren Not der, Juden׳ in 1■der Slowakei und Podk. Rus beschäftigte. Wir zitieren hierüber aus dem uns vorliegenden Berichte folgende Stelle, die allen Juden* aus der Seele gesprochen sind: ״Ergreifend schil- ׳ dert er den himmelschreienden?Jammer, namentlich in den Dörfern von Podk. Rus, welchen die jüdische und nicht jüdische Bevölkerung dort erleiden muß. Die Woh- 1 nungs-, Verpflegungs- und die hygienischen Verhältnisse sind dort katastrophal. Es wäre dringende Pflicht der Regierung und des Staates, sich um eine ausgiebige Hilfe zu kümmern. Es wäre für unsere Republik ein Armuts- Zeugnis und eine Schande, wenn unschuldige Leute innerhalb der Grenzen der Republik, 'Bürger dieses Staates, : mit ihren Familien ohne jede Hilfe infolge Hungers zugründe gehen müßten!" Auch in der Frage der S.taatsbürgerschaft, der Ausweis u h g e n und namentlich der sehr aktueilen und für viele Juden lebenswichtigen Wiedererstattung der Plünder.ungsschäden sagte Abgeordneter Dr. Reiß Worte, die allgemeinen Beifall finden dürften. Der Wahrheit kam er auch mit den Worten nahe, die er für die kulturellen Forderungen sprach, wenn er sagte: ״Die jüdischen religiösen, sozialen und kulturellen Anforderungen sollten im Budget mehr berücksichtigt werden, um so mehr, da־ das Judentum in diesem Staate ,bei der derzeitigen Krise nicht mehr in der Lage ist,, seine berechtigten und dringenden religiösen, sozialen und kulturellen Anforderungen, so wie bisher, aus eigener;Kraft zu befriedigen." , Diese Rede eines Abgeordneten der ״Jüdischen Partei" hat einmal ausnahmsweise die Kluft zwischen ihr und den orthodoxen Juden dieses Staates nicht erweitert! Civis Judaeus. Vom ״Kolel Schomre Hachomoth44 Unter den jüdischen Institutionen in der Tschecho- Slowakei, deren Wirksamkeit über die Grenzen des Laudes hinausreicht, ist., ohne Zweifel der ״Ko lei Schomre Hachomoth“ die größte. Von welcher weittragenden Bedeutung dieser ״Kolel" für das gesamte Judentum auch in unserer Zeit ist, erhellt aus der Tatsache, daß aus den Mitteln, die er in kleinen und kleinsten Spenden und Sammlungen aufbringt, tausende A r m e, unter ihnen zahlreiche hervorragende" Talmide, Chachomim, Witwen und Waisen, ihre ausschließliche Existenz haben und bedeutende Schuten und Lehr* häuser, wie etwa die berühmte ״Jesehiwath Ghasam Sofer‘‘, erhalten werden. Der Kolel besitzt in Jerusalem .seine zentrale Verwaltung, an deren ■״ Spitze hoch* angesehene Männer des öffentlichen Lebens und Deposi* täre des allgemeinen Vertrauens stehen. Richtunggebend für die Leitung des ״Kolel“ 1!nd die gesamte Verwaltung der eingeflossenen Gelder ist das Kuratorium, ■ das. in Bratisiava unter Leitung Sr, Ehrw. des - Herrn ►Qberkurators Oberrabbindr Schreiber seinen fiteftfcär auf Pedsäch-Hagädalt. Seine fand in Getehrtenkreisett Aberkennung, Todesfall. In S ä r v & r (Ungarn) verstarb sah Miltwoch, den 5. Schwat, Herr Ludwig (Eiiasar EUjafau) Schwäre z, ein angesehenes führendes Mitglied der dortigen orthndoxen Gemeinde, ln ihm betrauern die Ge■* meinde ihren jahrelangen Vorsteher, eine Witwe ihren Gatten und drei Kinder ihren Vater. Sitz hat. Bedenkt man, daß es sich hier um eine religiöse Wohltätigkeitsinstitution handelt, deren Aufgaben schon seit Jahrhunderten von allen religiösen Autoritäten des Judentums als allgemeine jüdische Pflicht bezeichnet und namentlich vom ״Ghasam Sofer“ ןי*ין mit besonderer Wärme Vertreten wurden und die vor genau 70 Jahren durch den ״K’saW Sofer" זי• ע auch schon ihre organisatorische Form erhalten und seitdem sich in stetig aufsteigender Linie entwickelt hat, so wird man sich der Erkenntnis nicht verschließen können, daß es einem einsichtigen Juden am Herzen liegen müßte, den ״Kolel" moralisch und finanziell zu unterstützen. Wer den ״Kolel Schomre Hachomoth" fördert, wird mit Recht von der Ueberzeugung erfüllt sein dürfen, daß er mit seiner Anteilnahme nicht nur an den direkt unterstützten armen, notleidenden, frommen Menschen, sondern a m ganzen jtidisch'en Volke eine unermeßliehe Wohltat übt. Chlorodont-Zahn paste ist die beliebte Zahnpaste von höchster Qualität.■ Die vielen Millionen Menschen, die sie täglich benutzen, erfreuen sich gesunder und weißer Zähne. Hüten Sie sich vor Nachahmungen und vielversprechenden Ange• boten, verlangen Sie ausdrücklich n ur Chlorodont. Diese - Ueberzeugung. dürfte eine Stärkung erfahren, wenn man den Rechnungsausweis aufmerksam durchsieht, ,den das Bratislavaer Kuratorium soeben in Druck vorlegt. Er umfaßt ein stattliches Heft von 48 Seiten und erstreckt sich auf!1/2 Jahre, auf die Zeit vom 12. Tewes 5691 bis 26. Siwan 5692. In einem Vorwort erläutert der Nassi des Kolel, Herr Oberrabbiner Akiba Schreiber, die Aufgaben des Kolel und den Geist, von dem er beseelt ist. Darauf folgt ein Verzeichnis aller eingegangenen Spenden, nach Orten geordnet, in alphabetischer Reihenfolge. Aus dem summarischen Rechnungsausweis ist zu entnehmen, daß in der Berichts- Periode an Spenden aus Büchsen (Rabbi Meir baal Hanness) und an Keren-Kajemeth- und Häuserbau-Stiftungen zur Verfügung der Verwaltung insgesamt Kc 1,418.999, an Spenden für bestimmte Empfänger ־ Kc 27.715 und! an sonstigen Einnahmen .Kc 2493 in Bratislava eingegangen sind. Zusammen mit dem Saldo der vorangegangenen Berichtsperiode ergibt sich eine Gesamteinnahme von Kc 1,546.48 5. Der Ausgäbenausweis ergibt, daß an die .Verwaltung in Jerusalem in der Berichts- Periode zur selbständigen Verwendung Kc 1,098.566 gesandt, an Darlehen, Heilerfordernissen, Brautunter- Stützungen, Reisespesen und sonstigen Sonderunter- Stützungen Kc 83.519 bewilligt und als direkte Verfügungen seitens der Spender an Einzelne Kc 10.076 überwiesen wurden. Recht auffallend und angenehm berührten im Ausgabenausweis die verhältnismäßig geringen,. Ausgaben für Verwaltung, Gehälter, Reisen und Propaganda, die zusammen nicht mehr als zirka Kc 80.000 he- * tragen. Die Rechnung schließt mit einem Saldo von Kc 214.521 per 1. Juli 1932. 1 Sitzung des orthodoxen Verwaltungansschusses. Der vorige Woche gewählte orthodoxe Verwaltung«- ausschuß ist für Montag, den 24. Schwat (20. Februar), 10 Uhr vormittags, nach Bratislava zu seiner konstituierenden Sitzung einberufen worden. Die slowakische Orthodoxie und die neueste Affäre ״Munkacs“. Die in Munkacs erscheinende ״Jüdische Zeitung" veröffentlicht in ihrer jüngsten Nummer einen Bericht über die Sitzung der orthodoxen Landesrepräsentanz, die am 11. Schwat stattgefunden hat, und macht hiebei auch Mitteilungen im Zusamenhange mit der Verunglimpfung, die dem ehrwürdigen Herrn Oberrabbiner Brach in Koäice vom Munkacser Besdin zugefügt wurde. Wir sind von zuständiger Stelle ermächtigt, fest zu stellen, daß alle diese Mit- Teilungen der ״Jüdischen Zeitung" von Anfang bis zu Ende unwahr sind. Im übrigen erhalten wir zu dieser Angelegenheit zahlreiche Berichte und Zuschriften, aus denen hervorgeht, daß die gesamte Orthodoxie unseres Landes ■ das Verhalten des ehrwürdigen Koäicer Oberrabbiners als äußerst korrekt betrachtet und seine Person über die wider sie erhobenen Verdächtigungen als erhaben ansieht. Im besonderen hat die von uns bereits ausführlich und wahrheitsgemäß geschilderte Angelegenheit die stärkste Erregung in Koäice selbst ausgelöst. Arap•®^ 8׳ בא fand dort unter Vorsitz des Herrn Aron Glück eine Massenkundgebung der Gemeindemitglieder statt, in der nach den Ansprachen der Herren Aron G1 ü c k, Hermann S c b w e i d, B, B a y e r n, Simon E h r* lieh, Desid. Goldstein und. Alexander Schweid eine Huldigungsresoiution für Se, Ehrw. Herrn Oberrabbiner Brach einstimmig angenommen wurde. Die Kesolution verurteilt das Munkacser Vorgehen aufs schärfste und fordert strenge Maßnahmen, um die Wiederholung solcher Schmähungen gegen anerkannte גזיולי חחורה zu verhüten. Auch die offizielle Gerne i n d e 1 e i t u n g ver* sendet ein Protokoll ihrer Vorstandssitzung, die sich mit dieser Angelegenheit befaßte. Sie will sich,**7 wie aus idem Protokoll hervorgeht —״ mit der Massenkundgebung nicht identifizieren, sondern — offenbar aus wahltaktischen Gründen —י andere Wege suchen, um ihrem Qberrabbiner wegen des Vorgehens des Munkacser BesdinGenugtuung zu verschaffen. Dem Protokoll ist. der Wortlaut eines* Briefes beigefügt, den der Koäicer Gemeindevorstand an die Munkacser Gemeindeteitung in diesem Sinne ge» riebfet hat ■ - . ■ v,׳א...׳■’;.;י*■-' m i m m i ■ 1 m a m m m a m m 1!11t a ■ ■ m m m 1 ■ ■ « m * m m m m ft i a ■ a ׳• ■ 1 ■ •׳ ■ ■ ■ m m m i 11 a m m m a * * a 1 m m w fl a i ■ «1 j Tschechoslowake I 1 KaiMiias■■« ׳ ׳ aaaH

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