Jüdische Presse
- Journal
- Jüdische Presse
- Volume
- 19 (1933)
- Issue
- 4 (27.1.1933)
- Date
- 1933-01-27
- Page
- – (sequence 3)
- Language
- German
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•f Nr. 4 vaasatmי SeifeS wv er k.u/111 allen rtscni. 1un1 «׳־* * ßiöe jüdische Sleitüttg in Deutschland, die in Schwierigkeiten geraten tat,.•Klagt über die unerfüllbaren Anforderungen, welche von der Lesersehaft an die jüdisehen Zeitungsredaktionen zuweilen ’gestellt werden. Das Blatt schreibt: ״Fast in jeder Woche werden wir durch private Zu* Schriften, erfreut. Der eine findet, daß wir zuviel vott ,Leuten, die ohnehin jeder kennt‘, bringen, der andere ärgert sich, daß wir mit ganz Unbekannten, bloß weil sie achtzig oder neunzig Jahre alt geworden sind, zuviel Auf* hebens machen. Elin dritter interessiert sich zwar nicht für Ereignisse in fremden Familien, um so mehr will er aber von seiner eigenen im Blatte lesen. Wehe uns, wenn; Wir .etwa die zehnte Wiederkehr des ^,ages übersähen,! an dem die Tochter der Base seiner Schwiegermutter sich beinahe verlobt hätte! Ist sie aber gar richtig unter die Haube gekommen, dann ist ein Leitartikel das Aller-‘ mindeste, was der Würdigung dieses Ereignisses gewidmet werden muß — natürlich ein Leitartikel, der von der ersteh Seite bis zur letzten reicht! Und weil er der 'Redaktiondie geistige Fähigkeit zur Verfertigung eines solchen literarischen Monuments nicht zutraut, schickt er selbst, gleich einen Aufsatz ein. Erlaubt sich die! Redaktion den bescheidenen Einwand, daß der Artikelז zu umfangreich sei, kömmt die gekränkte Antwort, daß der Verfasser noch viel mehr hätte schreiben können. Da : der Artikel sich als eine Aneinanderreihung von Bibel- Zitaten entpuppt, stimmt dies. Denn schließlich sind die : Blbelverse, die nicht zitiert wurden, immer noch in der; .Majorität . . .״ Die G—ttlosenbewegung. . . Die immer stärkere Ausbreitung jüdischer G-tb; : losigkeit, welche durch die Lehre des Bolschewismus in Westeuropa verbreitet wird, erfordert eine genaue Ver- ׳! trautheit mit ihrem Wesen. Die G-ttlosenbewegung ver-; i dankt ihre Popularität den Propagandaschriften deut-> j scher Gelehrten. Der Chef der Weltg-ttlosenbewegUnjg aber ist Jaröslawski Hubeimann. Jaroslawski hat schon j j zahlreiche Schriften׳ über ״seine Bewegung“ heraus- ׳ gegeben, u. a. die berüchtigte Broschüre über ״den Kampf gegen G-tt“, Auf seine Initiative hin wurden nach deh sog. Toteninseln im Weißen Meere Hunderte von großen Rabbinern aus Zentralrußland geschickt, wo sie zusammen; mit Geistlichen anderer Religionen, elend zugrunde gehen. ( Eine Protestbewegung wird vergeblich sein, wenn man! nicht die von Rußland ausgehende Welle des Atheismus und ihre entsetzliche Wirkung auf die •Menschheit be-; kämpft. Das beste Mittel der Abwehr des G-ttlosenstromes : kann nur die lebendige Verkündigung der großen jüdisehen Tradition sein, Welche durch ihre Lehre und die dazu gehörenden Kommentare einer weiteren G-ttlosen- י;.Propaganda den Riegel vorschieben wird. Heute macht sich bereits eine starke Sehnsucht nach den heiligen Quellen der Ueberlieferung bemerkbar. Zionistische Obstruktionsmethoden. Aus Warschau meldet das ״Jüdische Tagblatt“:: .Die zionistische Minderheit in der Warschauer Kultus-■ gemeinde versucht, mit allen Mitteln, die erfolgreiche Tätigkeit der Aguda-Mehrheit zu sabotieren. In einer der letzten Sitzungen führten die Zionisten eine dreistündige; Obstruktionsdebatte ab, um die Erledigung der Tages-, " Ordnung zu verhindern. Zum Schluß stellte einer ihrer Mitglieder einen ״Antrag“, den er in einer längeren Rede ״be- Kaufmänner demnächst nach Palästina fährt, sucht —zwecks Reiseverbilligung. —׳ die Mitnähme irgendwelcher Artikel oder die Uebemalime von Erledigungen etc. Zuschriften unter ״Absolut verläßlich“ an die Wiener Administration erbeten. 5׳ Zum Wochenabschnitt. Inmitten des g-ttliohen Auftrages an Mosche und Aharpn, bei Pharao zu intervenieren, daß er Israel ziehen; lasse, wird die Abstammungstafel ehjgesohoben: :אלה ראשי ביה אבוחס dies sind die Häupter ihres Vaterhatises'!und schließt mit den Worten הוא משה ואהרן ׳ Von einem gefeierten Rabbi, dem Sohne eines ein-' fachen, schlichten Bäckermeisters, wird folgende Humoreske erzählt: Er saß im Kreise gleichgesinnter Größen, um über Klall Jisroel zu raten. 'Die Beratung nahm mehrere Tage in Anspruch. Ehe sie aüseinandergingen, wollte ,ein jeder die Tafel mit einem'köstlichen Thorawort־ schmücken; um aber den Bäckersohn, der sie an Gei'st •;und Scharfsinn weit überragte, ״in Verlegenheit! zu, bringen, sprachen sie alle von den herrlichen Geistes- Produkten ihrer Väter und Ahnen. Nun kam die Reihe an j ihn, der sich auf ״Ahnen“ nicht ׳!berufen konnte, und er hub an: ״Mein Vater pflegte zu sagen: eine frischgebackene .Semmel schmeckt besser als eine alte, darum will ich euch mit neuen, erst heute gewonnenen Früchten: meines Geistes aufwarten, die unverbrauchter sind als die' Sprüche von Vater und Großvater,“ Es ist gewiß erhebend, wenn man auf edle g-tt-'׳ begnadete Vorfahren sich berufen und. stützen kann, aber nur dann, wenn man auch s e 1 b s t bestrebt ist, eigenes Verdienst und die erhabenen Vorzüge der Ahnen sich anzueignen. Wie oft brüsten sich Leute,!bei denen die Jüdischkeit nicht in besonders hohem Kurse steht, mit der! Frömmigkeit der V ä f e r. Stünde es ihnen nicht besser an, mit ״eigenen Verdiensten“ zu glänzeni?,1 Das edle Bruderpaar, das die Erlösung Israels sich ־ zur Aufgabe machte, אלה ראשי waren selbst ״Häupter“, deren •Schmuck ihre eigenen Verdienste und Taten waren. Erst dann durften sie auf ihre ״־Ahnen“ sich berufen. Sie begnügten sich mit der edlen Abkunft allein nicht, sondern, הוא משח ואהרן ihre Persönlichkeiten' selbst mußten eigenen Klang haben! ' R, Ä״W« ModerneKüdien« Vorzimmer« Wohnzimmer« F« HOHN; ISS Wien U* TABORSTRASSE NR Telephon R-4Q-7-14 Samstag geschlossen •״ Abgeschlossen der ״Schomra“ # gründete״ Der Antrag war ein solche* Unsinn, däß bei de* Abstimmung nicht einmal s e i n e Parteigenossen ünd nicht einmal —- er seihst für ihn stimmten. Kommentar überflüssig• Der ״Zweck“ heiligt die ״Mittel“! T. Kauft nicht bei Juden — aber jüdische Inserate!Werden angenommen. Die Wiener Nationalsözialisten haben eine starke Hetzpropaganda gegen die jüdischen Geschäftsleute eröffnet. In allen Gassen, insbesondere vor jüdischen Geschäften, werden von ihnen Flugblätter verteilt: ״Kauft nicht bei Juden!“ Aufforderungen zum Boykott jüdischer Geschäfte bringen auch täglich die nationalsozialistischen Zeitungen ״DÖtz“ und ״Kampfruf". Beide Blätter brachten aber *auch ein Inserat, auf dem man vier SA.-Männer mit einer Hakenkreuzfahne erblickte, die geradewegs in das Geschäftslokal der Radiofirma Frimoris ziehen. Darunter VefefftsMcbficbten, m ״IMüiflMIfö der Adäi »te0el״ Met ihm Mitglieder höfliöhät für Dienstag, den 31. Jänner, zum 5-Ühr-Tee bei Fraü Michael Stirnfeld, 11.* Große Speidgässe 6. Von Mitgliedern eingeführte Gäste sind herziiehst willkommen. Die EreZ-Jlsroel-Kommission der Agudas-Jiaroet- Jugendgruppe ladet alle Mitglieder der Jugendgruppe zu der Vollversammlung ein, die am Sonntag, den 29. Jänner (2. Schewath) um? Uhr abends im Jugendgruppen- Lokale, U., Floßgasse 1! stattfindet. Pet^onalfiöclirielt ten. Todesfälle. Mittwoch, den 20. Tewes, verschied, in Graz Herr Ignaz Adler im Alter von?7 Jahren. In Lackenbach geboren, lernte er bei Rabbi Chaim Sonnenfeld s. z. 1. und bei Rabbi Feiwel Plaut in Surany. Als Schüler dieser Großen formte er seine Persönlichkeit im altjüdischen Sinne. Durch seine Bescheidenheit und Menschenfreundlichkeit erwarb er sich die Achtung und Verehrung seiner Umgebung. Seit mehr als 20 Jahren wirkte er segensreich als Präsident der Chewra-Kadischa. Die Beliebtheit des Verschiedenen kam in der großen Teilnahme an dem Schmerz um diesen Verlust deutlich als Text: ״Wir ziehen zu Primoris," Der Besitzer dieser Firma — ist ein Jude und heißt Samuel Schmorak. Daß die Nazi gegen die Juden hetzen, sich aber nicht scheuen, gleichzeitig unbekümmert jüdisches Geld einzustecken, ist nichts Neues. Daß aber jüdische Geschäftsleute die Hetze der Nazi gegen sie noch־ mit Inseratenauf trägen an die Nazipresse beantworten, überrascht immerhin... SEIDENWAREN UND $ AMTE In- und ausländische Modeneuheiten FRANZ N E UM A NN Wien I,.... Concordiaolatz Nr. 5 Engros / En detail zum Ausdruck. — Am Dienstag, den 26. Tewes, verschied Frau Feige Teitelbaum, die Gattin des Herrn Israel Mordche Teitelbaum und die Mütter des allseits verehrten, Leiters des Chinuchamtes des Keren Hathora, Herrn Jakob Teitelbaum. Die .Verewigte war eine wahrhaft. fromme Frau, die ihr ganzes Lebensziel darin sah, ihr. Haus echt jüdisch zu leiten ,und ihrem Mann und ihren :Kindern die Möglichkeit zum Thoirohlemen .zu schaffen. — Frau Elise Bischofswerder,. geborene Helft, die Gattin des hochgeschätzten Mitgliedes der Adas Jisroel, Herrn Julius Bischofswerder, ist nach langem, mit großer Emunoh ertragenen Leiden, verschieden, Einer angesehenen Halberstädter Familie entstammend, die Thora und Derech Erez im Herzen hatte, war sie von zartsinnigem Verständnis und liebenswürdiger Bescheidenheit. Edel und traditionstreü bereitete sie ihren Kindern den Weg und Enkel umblühten ihr Haus. Dem schwer geprüften Gatten wendet sich die allgemeine Teilnahme zu. T s c h e ch o s 1 o wakei Das Präsidium der örthöd. Landeskanzlei bei Minister Dr. Derer. Dr. Ivan Derer, Minister für Schulwesen und Volksaufklärung, empfing Mittwoch, den 25. Jänner, in Präg Herrn Präses Isidor Pappenheim, Vize- Präses David Ehrenfeld und Sekretär Schwarz . in Audienz. Das Präsidium brachte Bedenken vor, die vom Gesichtspunkte der jüdischen Konfession gegen das geplante neue Schulgesetz geltend gemacht werden müssen. Der Minister erklärte, daß der Gesetzentwurf noch nicht als endgültig zu betrachten sei. Die Verhandlungen über die. vorgebrachten Bedenken sind noch nicht abgeschlossen, •und werden nach Ueberreichüng eines Memorandums f o.rtge s e tz t werden. Oberrabbiner Rabbi Israel Reich זצ״ל Die vörwöchige kurze Meldung vom Hinscheiden des Batorkesyer Oberrabbiners Rabbi Israel Reich דצל hat das gesamte orthodoxe Judentum in. Trauer versetzt. Rabbi Israel Reich zählte zu den ganz Großen in Israel. Seine Größe lag in dem immensen rabbinischen Wissen, das er beherrschte. Ein תלמיד הכם מפורסם nicht etwa im landläufigen Sinne, sondern ganz wörtlich genommen, ein Siegelbewahrer der gesamten rabbinischen Gelehrsamkeit in allen ihren Zweigen und Verästelungen, lebte er fast ausschließlich der Erforschung und Ergründung des heiligen Schrifttums. Ihm war Thora und alles, was mit Thorakenntnis zusammenhängt, Lebensinhalt und Lebenssinh. ' . Rabbi Israel Reich וצ״ל war Abkömmling einer Famüie, die dem Judentum seit Jahrhunderten Thoraäutoritäten geschenkt hat. Er; war Nachkomme des berühmten Koppel Charif זציל in Verbö und der älteste Sohn des Budapester Oberrabbiriers Rabbi Koppel Reich זציל Im Jahre 5622 in Sobotiäte, wo sein Großvater mütterlicherseits, Rabbi Israel Schauer זציל , dessen Namen er erhielt, Rabbiner war, geboren, genoß er in seinem Elternhaus und später auf der Preßburger Jeschiwa eine gründliche rabbinische Ausbildung. Seine erste Rabbinerstelle bekleidete er vom Tewes 5649 bis Tewes 5651 in Novaky. Von da ab wirkte er als Oberrabbiner, des Rabbinatsbezirkes Batorovö Kesy. Schon.im Jahre 5650 lenkte er die Aufmerksamkeit auf sein reiches Wissen mit seinen, talmudischen Novellen und Abhandlungen, . die unter dem Titel;,Jaschresch Jakob“ dem Werke ״En Meir“ von Rabbi Meir Tauber זצ-ל (Preßburg 5650) beigegeben sind. Einen wohlbegründeten Ruhm erwarb er sich mit seinem großen Werk über den sonst wenig kommentierten Traktat ערובין unter dem Titel מנחת ישראל (Paks 5669—71, Bardejov 5687), von dem drei starke Bände in Druck vorliegen und noch unvollendet ist. Hier kommen seine vielseitigen Kenntnisse ünd sein scharfer, umfassender Geist zur vollen Geltung. Von größter Bedeutung für das praktische Gemeindeleben in den Irrungen und Wirrungen der Gegenwart ist sein leider ebenfalls unvollendet gebliebenes Werk תקנות הקהלה über die religionsgesetzlichen Grundlagen der, jüdischen Gemeinden und ihrer religiösen und sozialen Einrichtungen. In diesem Werke greift er mit kritischer Sonde in die Gegenwartsfragen ein und schafft als Erster und bisher Einziger auf diesem vielumstrittenen Gebiet eine sehr nützliche hälachisch-wisfensch^tUche Grundlegung des gesamten jüdischen Gemeinwesens nach orthodoxgesetzestreuer Auffassung, Wie dringend eine solche Erörterung gerade jetzt angesichts der nationalistischen Bestrehungen notwendig ist, hebt er selbst im Vorwörte zu diesem Werke mit׳ der Bemerkung hervor: התשומות אשר שלחתי לשואלי דמר היו דמריס מעחם". ,ומפרה מימינו תחיינה התקנות וידיקת חוויתן למגן ולשריון, דלתים ומריה {גד המההדשיס הדואים לתת לקהליה מכיס חד־ש מאמרם מי הקהלה ההיה לאומיה", אמנה כל הקורא ממהקרח הזאת ידק וימין;מי מועים הס", ומי שרואה לסרדן גדר שגמלו הראשוניה ולהרוס;יסודות אלי לומר נ{י הקהלת: היא או תהיה לאומית, חדי הוא מזייף קורות דורות הריאשוגים, ■ Oberrabbiner Rabbi Israel Reich ואיל würde in >inem Wiei^r ßahsMiüm io der Nacht auf den 2Q. Tewes vom Tode ereilt, Awf seine» Wwsch:wurden seiiit ifdls<^»ea I Chlor odont-Zahnpast ist die beliebte Zahnpaste von höchster Qualität. Die vielen Millionen Menschen, die sie täglich benutzen, erfreuen sich gesunder und weißer Zähne. Hüten Sie sich vör Nachahmungen und vielversprechenden ,Anse* boten, verlangen Sie ausdrücklich n u r. C h 1 o r o d o nt. Reste nach seinem Geburtsort Sobotiäte, wo auch seine Mutter, die er an seinem 10. Lebenstage verlören hatte,, beerdigt ist, gebrächt. .Dort war man auf die Ankunft eines solch teuren Toten nicht vorbereitet, so .daß nur die allernächsten Gemeinden von der הלו׳י verständigt werden konnten. Die Mittoh wurde zirka 3 Uhr nachmittags ins;Beshakneses ״gebracht; wo die Brüder - des Heimgegangenen, die Herreh Oberrabbiner Armin R'e i c h- Ösiany, Oberrabbiner Samuel R e i c h - Vrbovö,! sein מ ה ו ח ן Rabbiner Vorhand-Nitray sein-Sphn Oberrabbiner Josef Reich- Namestovo, dann tu Vertretung der orthodoxen Landeskanzlei Herr Oberrabbiner״ Josef Broda- Myjaya sowie ein Vertreter ,der BatÖrkesy er Gemeinde , und schließlich ,am Bes Almin bei .inzwischen eingetretener Nacht sein Sohn , Oberrabbiner Dr. Isidor Reich- Boskovice in ergreifenden Nachrufen die Verdienste des Verblichenen würdigten und der Trauer über seinen Heimgang Ausdruck verliehen. זב״צדיק לברכה Sein Andenken möge gesegnet sein! J, J. B. ' Dajanwa.111 in Beregsas. Die orth.-isr. Kultusgerneindie in.Berehö.v0 (B:eregsas) wählte Herrn Vereinsrabbiner J. F, F r ie d m.a ä n in Koäice, Schwiegersohn des Herrn Oberrabbiners': Sal. Brach, zum Gemeindedajan. Herr Rabbiner Friedmahn genießt den Ruf eines gewiegten הלמיד חכם Wie wir vernehmen, hat sich Herr i Rabbiner Friedmahn Bedenkzeit für seine Entscheidung erbeten. Frau Jehuditk Bernfeld verw. Frau Oberrabbiner , Ungar iYtf♦ ״ Se. Ehrw. Herr Oberrabbiner S. D. Ungar in Nitra betrauert den Verlust seiner in den weitesten Kreisen des slowakischen Judentums als vorbildliche ארקת üekannten Mutter עיה• Was sie in ihrem Elternhaus, dem Oberrabbiner•B. Fischer זציל in Pieätany, an wahren jüdischen Frauentugenden gesehen hat, was sie bei ihrem ersten, leider allzu jung verschiedenen Gatten, dem aki צדיק וגאון berühmten nachmaligen Piestanyer Oberrabbiner Rabbi J09ef Ungar .מגיל an überzeugter jü-״ discher Frömmigkeit erfahren durfte, das alles verkörperte sie in ihrer Person auf eine rührend schlichte Weise, Ihre Freude und ihr Lebensglück war es; ihr einziges^^^ Kind, den Nitraer Raw, השיית mit ganzem Herzen dienen zu »ebep. Als sie später in; zweiter Ehe die Gattin - des. im ganzen Lande verehrten R, Mosche Bernfeid דל in Topoiöan wurde, offenbarte sich ihre; Herzensgüte erst recht in ihrem vollen Glanze, Während der letzten Monate weilte sie bei ihrem Sohn in Nitra, wo eie nach längerer Unpäßlichkeit durch die Besohwerden des Altera , am 43. Tewes zum tiefsten ßchmerze ihrer Angehörigea ן und, der ganzen Gemeinde verschied. Sie wurde am I nächsten Tage auf dem כיה החיים. i» Pieätany an der Seite ihres ersten Gatten גיל» zu Grabe gebettet, Vor der Ueberftthrung Welt Se, Ehrw, Herr Oberrabbiner