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Jüdische Presse · 1933-01-06 · 1 (6.1.1933) · page 4

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Journal
Jüdische Presse
Volume
19 (1933)
Issue
1 (6.1.1933)
Date
1933-01-06
Page
– (sequence 4)
Language
German
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* Seite 4 PRESSE Nr. i 531131 Kampfe, zu dem eie alle Reservekräfte mobilisiert hat, bloß eine Mehrheit von 14 Stimmen (!) erreicht , halse... Ein gan2eä Schock Reisende vom Oberlahd, welche der ״Kamarilla״ vertrauenswürdig waren, Wurden als Ordner, Arrangeure ünd sonstige Kochlöffel herangezogen, nicht etwa unentgeltlich, sondern gegen wirklich schönen Löhn und dazu noch aüs den Mitteln,,der Gesamtheit (!) . . . Wenn ein Rabbiner oder ein Delegierter von der Opposition sprach, haben ihn diese gedungenen (!) ... Mit einem Wort . . . die Opposition braucht ihre Beschwerde nur durch einen Din-Thora vor neutralen Rabbinern geltend zu machen. Werden aber die Rührer damit nicht einverstanden sein, so ist es unsere Aufgabe, unsere Beiträge an die jetzige neue Leitung einzuStellen. Wir wollen sodann noch auf den kommenden Pessäch. unser Mazzoh-Mehl von anderer Stelle beschaffen, um nicht behilflich zu sein denjenigen, die unsere elementarsten Forderungen mit Füßen getreten haben.“ Von den Aeußerungen in den positiv-orthodoxen י Zeitungen ist wohl die Bemerkung eines Einsenders in den ״ J Ü d 1 s c h en Nachrichten“ beachtenswert, weil ihre Veröffentlichung uns weder zeitgemäß noch ganz gerecht und am allerwenigsten dem Interesse der Orthodoxie dienlich erscheint. Dort heißt es: . . Ich verwahre mich schon im voraus dagegen, als sollten meine Ausführungen ch. w. als Kritik des Resultats der Teplicer Wahl aufgefaßt werden, weil mich dasselbe aufs höchste befriedigt... Das ganze Präsidium besteht aus westslowakischen Juden und hat unter den vierzig weltlichen Mitgliedern der Repräsentanz des Oberlandes nicht weniger als 28 Sitze inne, so daß unbedingt etwas geschehen muß, um in der unterländischen Orthodoxie nicht den bitteren Geschmack der im vorhinein geplanten Unterdrückung (?) auf kommen zu lassen ... - Nie war weise Selbstmäßigung so am Platze wie im vorliegenden Falle." Wir haben den wesentlichen Teil dieses Artikels nur deshalb zitiert, um zu zeigen, wie man in verantwortungsbe wußten orthodoxen Kreisen nicht denken sollte. Wann, wo und von wem wurde je in der Orthodoxie ein Wahlresultat, das nach gewissenhafter Prüfung durch alle in Betracht kommenden Kreise zustände gekommen ist, mit dem falschen Maßstab eines frei erfundenen Zwiespaltes zwischen einem ״Oberland“ und einem;,Unterland“ gemessen? Wir wissen nicht, ob das Zahlenverhältnis .28 :12 stimmt. Wir halten aber die hier etwas zu leichtfertig unternommene, bisher in den Fragen der Rechte und Pflichten von keiner Seite auch nur hypothetisch zugelassene und vom orthodoxen Standpunkt aus sicherlich auf das entschiedenste abzuweisende Zweiteilung der slowakischen Orthodoxie in ״oberländische“ und ״unterländische“ für zu gefährlich, um an ihr — wie es die Redaktion der ״Jüdischen Nachrichten“ tat — ohne Einspruch vorbeizugehen. Wer die schwierige Arbeit der Kandidierungskommission kennt, weiß, daß sie alle Namen — sogar aus der Gegengruppe —, die ihr als seriös empfohlen wurden, in die Liste aufnahm, ohne Rücksicht auf Wohn- oder Geburtsort. In dieser Kommission waren — auch geographisch gesehen — alle KLEINE ANZEIGEN Auto-Fahrschulen Fahrschule ״Praterstern“, II., Praterstraße 66, Tel. R-48-3-16, Winterkurs S 75.— auf Teilzahlung. Bücher L. D. Hirschler & Co., Wien 1, Rabensteig 6. Tel. U-28-7-45 sämtliche Ritualien._ Hermann Tuchner, Wien, H., Ecke Taborstraße 52. 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Wozu also jetzt im nachhinein den Willen zur Einheit schwächen, wo nichts so nottut wie gegenseitiges Vertrauen und einheitliche Arbeit. Ja, ״nie war weise Seibstmäßigung so am Platze wie im vorliegenden Falle“, Wo nicht alles ungeprüft in die breite Oeffentlichkeit geschleudert werden sollte, was irgend jemandem — und sei es auch in bester Absicht — in den Sinn kommt. IDie Schüler des Oberrabbiners J. H. Duschinsky. Se Ehrw. Herr Oberrabbiner Duschinsky in Chust wurde — Wie unsere Leser wissen — Vor einigen Monaten zum Nachfolger des Rabbi Josef Chajim Sonnenfeld גיל» als Oberrabbiner der unabhängigen orthodoxen Gemeinde in Jerusalem gewählt. Er gedenkt, wie wir ebenfalls bereits mitgeteiit haben, dieser ehrenden Berufung, die seiner langjährigen tiefen Sehnsucht nach dem Heiligen Lande entgegenkommt, za folgen. Auch in der Jerusalemer Gemeinde werden bereits die Vorkehrungen für seine Üebersiedlung und Amtseinführung getroffen. Die nunmehr so gut wie feststehende Tatsache seines bevorstehenden Wegzuges aus unserem Lande er; füllt seine zahlreichen Schüler im In- und Auslande mit dem Wunsche, sich enger zusammenzuschließen, um die Verbindung mit ihrem verehrten Lehrer auch für die Zukunft in organisierter Weise aufrechtzuerhalten. Die Form dieses organisierten Zusammenschluses und die sonstigen Zeichen dankbarer Anhänglichkeit, die die Talmidim aus diesem Anlasse ihrem רבי beweisen möchten, soll in einer Zusammenkunft besprochen werden, welche ehebaldigst stattfinden soll. Die Vorbereitungsarbeiten zu dieser Zusammenkunft hat ein Komitee prominenter Talmidim übernommen. Von diesem Komitee wurden wir um Veröffentlichung des folgenden Aufrufes gebeten: בע׳ה An alle תלמידים des הרה־ג שליטיא אבדק׳ק חומט יע*א im In- und Auslande! Die bevorstehende Üebersiedlung unseres verehrten Lehrers und Meisters כ־ק אדמויר הרהיג מויה יוסף צבי דושינטקי שליטיא אבדק״ק חומט .nach עיודק ירושלים תיו zur Uebemahme der Oberrabbinerstelle der dortigen orthodoxen Gemeinde als Nachfolger des הגאון הצדיק מו־ה יוסף היים זאננענפעלד זצוקיל gibt uns aut Anregung mehrerer תלמידים Veranlassung, nach Möglichkeiten zu suchen, um das innige Verhältnis der Liebe und Verehrung zu unserem רבי ניי enger zu knüpfen und auf die Dauer zu erhalten. Zum Zwecke der Besprechung dieser Angelegenheit בצוותא חרא beabsichtigen wir, in kürzester Zeit בעוהיי — noch vor der Abreise unseres אדמויר :*י — eine Zusammenkunft möglichst aller seiner תלמידים aus dem In- und Auslande zu veranstalten. Dazu benötigen wir aber ein genaues Namen- ^und Adressenregister sämtlicher תלמידים• Wir richten daher auf diesem Wege an dieselben die dringende Bitte, uns sofort ihre Adresse und ebenso ,־ die Adressen ihrer חברים — sowohl von der ישיבת גאלאנטא als auch von ישיבת חומט freundliehst bekanntzugeben und uns mitzuteilen, ob sie an der vorbereiteten Zusammenkunft teilnehmen wollen. Zuschriften sind zu richten an: Ephraijim Kaiser, Bratislava, Ursulinergasse 10. Bratislava, den 3. Tewes 5693. Für das Vorbereitungskomitee: Arnold Kämpfner, Bratislava; A. L. Müller, Bratislava; Ephrajim Kaiser, Bratislava; Juda Grünwald, Bratislava; Ferdinand Kraus, Preäov; Bernat Kalisch, Galanta; Rafael Kohn, Nove Zämky. '_ Notschrei aus Rußland. Von Herrn Prof. Dr. Eugen Lieben in Prag werden wir um Veröffentlichung des folgenden Notschreies gebeten: Witwe nach berühmtem Rabbiner, der jetzt auch der älteste Sohn, Ernährer der Familie, gestorben, steht mit sechs schwachen, kränklichen Kindern völlig mittellos da, dem Verhungern preisgegeben. Spenden (die zuverlässig an die Adresse gelangen) erbeten an Professor Dr. Eugen Lieben, Prag, I., Dlouhä 4. Gemeindewalil in Nove Mesto n. V. Am 26. Dezember fand in der aut. orth. isr. Kultusgemeinde in NovO Mesto n. Vah. die Wahl der Gemeindeleitung statt. Folgende Herren wurden gewählt: Max Handwerker (Präses), Ludwig Fürst (Vizepräses), Alexander Fischer (Kassier), Adolf Spiegel (Kontrollor), ■Josef Klein (Sekretär), Moritz Gottlieb, Josef Lichtenberg, Moritz Reichmann, Jakob Wachtel, Siegmund Schreiber und Theodor Brinzer (Repräsentanten). ■■■ SCHIDUCHIM -ECKE W₪₪M Inserate in dieser Rubrik im Einheitsausmaß von 20 mm werden mit S 3.— (K tsch. 75,—) berechnet. 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Samstag 16 14, יג Afla« Uroel (Schiffschul) Gebetstunden in der Zeit vom §. bis 15, Tewes 5693. Freitag, den 8. Tewes 4.1Q ש״ה 9׳ 1ינשי Morgengebet 7.10 und 9.30 Uhr Minchah 3,30 Uhr, 5 סוצש״ק Uhr. An Wochentagen Morgeugebet 6.40 Uhr, Minchah 4.15 Uhr. |igentto§r,^Herausgeber und VfHeferf David ׳HirW teeine Anbeitsgemeinschaft), Wien, II., Mabgasse r ranz-Hochedbnger-Gasse 2. — Für die Tschechoslowakei: Jacob Joel Braun, Bratislava,״™י Druck; Druckerei m, 7 Verantwortlicher Redakteur; Karl Richter, Wien, II. und Ve rlags-׳A.*G, lg, Steinmann; Wien, IX., Universitätsstr. 6-8►

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