Jüdische Presse
- Journal
- Jüdische Presse
- Volume
- 18 (1932)
- Issue
- 49 (16.12.1932)
- Date
- 1932-12-16
- Page
- – (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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mgsg₪$1ווווווויוווו! Mk W ■ erschreckend arm i!$f an abgerundeten. festen, orthotbxea Persönliehiceitett, wirtl <lie Umschau im Kreise' derjenigen,, die für dieses holte Amt empfohlen werden können, m dem *Resultat .führen, daß mit Isidor Pappen* heim der orthodoxen La ml esorga n isat io n ein Präses erstehen könnte, der m. G. H. im ffiäf all der Männer ih Vergangenheit und Gegenwart, an denen er sich emporzu ranken bemüht, die Wünsche in Erfüllung gehen lassen wird, die ,sfeh an sein zukünftiges Wirken knüpfen. Möge der Allgütige, die שלהד *מי * die nächste Woche 111 Trencianske Teplice zu wichtigen Entscheidangen ״usammehtrete*־ gnadenvoll׳ leiten und sie ,רימורה ות״־אד PP ’ den richtigen Weg!finden lassen! J. J. B. Oer Auftakt zur Delegierten- Versammlung. Vorbereitende Versammlungen und Konferenzen. Sonntag, den 12. Kislexv, fanden abermals in Ost und West verschiedene Zusammenkünfte statt, um von den diversen Gesichtspunkten über die bevorstehende Delegierten Versammlung zu beraten und Beschlüsse zu fassen. In Bratislava tagte abermals der westslowakische Teil des vereinigten Aktionskomitees der Jereim bei guter!Beteiligung aus allen umliegenden Gemeinden.'Es wurde mit Genugtuung konstatiert, daß der Zusammen- Schluß der zueinander gehörenden Gesinnungsgenossen aus Ost und West das Durchdringen der Prinzipientreue an der :DelegiertenVersammlung ausreichend gewährleiste. Man ist übereinstimmend entschlossen, unter allen Umständen bei der Bestellung der Führer der orthodoxen Landesorganisation auch i n p e r s o n a'l e r B e z i e h 11 n g d i e R i c 1111111 i e s t r e n g e i n z 11־ halten, die v o n d e n 11 :תלי הרבנים n s e res L ä ndes gewiesen wird.!Mit der größten Entschiedenheit wurden die Methoden verurteilt, die in dem Wahlkämpfe von gewissen Kandiclieruiigsgruppen angewendet werden und die ohne Prüfung und ohne ,Rücksicht auf -die eingefiihrten Interessen von חורה und יראה jetzt die ׳Beschuldigungen gegen die Führer in ihr Kampfarsenal auf nehmen, die bis jetzt nur die ärgsten!Feinde des orthodoxen Judentums verbreiteten. Die Teilnehmer verpflichteten sich, solchen!feindseligen Kampf memo den schärfstem« entgegenzutreten uncl dafür.zu sorgen, daß diejenigen, die ,sich ihrer bedienen, ׳in die Einflußsphäre der slowakischen Orthodoxie nicht eindringen. In Uebereinstimmung mit ׳den ostsloxvakischen Gesinnungsgenossen ■wurde namentlich in bezug auf die Wahl des!La udespräscs die!Kandidatur des Preßburgcr Gemeiiulepräses Herrn I s1 d o r.iP a p p c n 11 e i m mit allgemeiner Zustimmung aufgenommen. Das Aktion«- komitee hofft, daß cs gelingen werde. Herrn!Pappe 11heim zur Annahme ׳der Kandidatur zu 1bewegen und ist überzeugt, daß sämtliche ralbb'inisclicn Führer ,des La 11 cles in ihm, eben,falls, den , bewährten,.Manu.!erblicken, / in dessen 11 lande die Zügel der ,Landesorthocloxio gelegt werden sollen.!Die Rabbiner und Delegierten aus Ost und West, ■die in dieser Kandidatin־ derzeit ׳die Erfüllung ihrer Forderungen •im Interesse der Orthodoxie erblicken, werden in Trencianske Teplice weitere iBcratungen abhalten, und unter allen Umständen zusaiumenhalteu, um jeden Versuch, der die ׳Herbeiführung einer Zersplitterung der Stimmen unter den יראי ד׳ ,bezweckt, mit Entschiedenheit zu bekämpfen.!Es ׳wurde namentlich darauf besonderes Gewicht gelegt, daß die -L a 11d e s 1־ epräse n d a n x in gerechter Beteiligung der östlichen und westlichen ראי ד׳ so zusammengesetzt wird, daß sie möglichst eine große ■Anzahl von f ä 11 ig en u nd h e w ü!11 1• t e 11 M ii 1111 e r n umfaßt, damit sie selber und die aus ihr hervorgehenden Körperschaften und Kommissionen, •den A11 f g a b e n g e xv a c h s e n s e i e 11, die ׳ihrer harren. Sn den Beratungen beschäftigte mau sich eingehend ,und objektiv auch mit den munnigfaltigen F o 1■ d e r u n g־ e n, W ü n s c 11 c:11 ׳und A n- 1• c g u n g c xi, die anläßlich der Delegiertenversammlung .und der Wahlagitation du Zeitungsartikeln, ׳Resolutionen, Zirkularen und Flugblättern laut winden. Man kam dahin .überein, daß die Delegierten' •und Kandidaten . alle berechtigten, von der ׳Sorge um ,die-Erhaltung und Forteutwickliing der Orthodoxie eingegobenen, Anregungen — mögen sie von welcher -Gruppierung immer innerhalb der Orthodoxie stammen — ׳sich zu eigen machen in ii s s e 11 ai n d d a 1־ a 11 f z u a c 111. e n h a b e 11, d a ß d io Vorsussetz 11 n g e n g esc 11 aff e n ■w e r d e 11, die ■ihre Durchführung׳ ermöglichen. Tiefen Eindruck machte der Bericht über die eine Woche zuvor in Kosice stattgefundene, sehr gut beschickte Vorver- Sammlung ׳aus den ostslowakischen Gemeinden, bei welcher trotz der dort mehr •noch als in der West- Slowakei geübten unbegründeten Verhetzung der •Gelne'uulen ein vollständiges ,Einvernehmen z xv i s c 11 e n d e n נן r i 11 ,z i p i e n b e xv u ß t e 11 Ort h od ö x e 11 im Lau d e 1111׳ cl ein u n e i n g cs ch r ä 11 kt 0 s V e 1• t r •a 11 e 11 s v -c r h ä 11 n 1 •s u 11׳• t e r. i ,11 n e n festgestellt wurde, Ebenso rief die Konstatierung Befriedigung hervor, daß in d■ieseii Kreisen vo11׳ ■ei 11 e 111 An t a g• o 11 i s'111 us o tl er von arge 11 d xv e 1 ch e 1־ s ach 1 i c h er o d e 1־ person a 1 e r G e g e 11 s ä t zlichkeit oder Differenz;zwischen den lute 1־ esse n cl e r R a b b i n e r 1111 cl d e 1• ״L a i e n* n i c h t d i.e ,R e d e sein k ö 1111 e u 11 d a 11׳ c h i 11 d e r Z u k u 11 f t nie h t z u b e f ii r c 11 t e n s e i, Geifteinsame Ziele und gemeinsame Wege schmieden ein unzerreißbar starkes Baud um alle überzeugten Wächter der xvahren Orthodoxie, mögen sie xvelchem Stande immer angehöreu. Das trat auch in den letzten Wochen mit wunderbarer Klarheit an den Tag, da es aller Verlietzung und aller verwerflichen Demagogie nicht geliingen ist, in die geschlossene Phalanx der prinzipielltreuen Orthodoxen eine!Bresche zu schlagen oder auch nur eine Verstimmung zxvischeu Rabbinern und ׳Laien liervorzurufen. Diese Einigkeit xvird auch an der Dele- •giertenver,Sammlung ׳ wohltuend wirksam xveitlen und letzten Endes über alle xvohl- oder übelgemeinten Fehlkandidaturon hinweg vielleicht auch noch zu ■dem Resultäte führen, daß Herr I s i d 01• ׳P a p p e n 11 e i m als Ve 1־tr auenspos i tär.׳ aller ausschlagg eben* de 11 K r eis e ini t E inheliigk ei t an cl■ie Spit ze der Lapdesorga 11 isation berufen xc•ird. mmmm msmmm ÜM dte gfdiehe Stüifrfe winirtte ätielt itt eitieiü Lehtfattiüe d0r otthödökfeü JaMelitiaehieh Schüfe ift Zämky ein© Konferenz einiger nähegelepnen Gemein■• den abgelfaltenU *Sie tvitrtle ton den beidefi Nevö ZämJcyer Öefegiertenj den Herren ■Rafael Koh n und Caspar 1B ine th, an zweifellos guter Absicht elnberufen und sol'lte eine freie Änssprache. über die Gesichtspunkte herbeiführen, die bet den EhtscheMhngen in Trenöin-T’eplitz für die Delegierten maßgebend zu sein hätten. Acht Gemeinden mit etwa 20 Personen xvaren anxvesend, als Herr!Rafael Kohn die Erschienenen in einer herzlichen Ansprüche begrüßte und den Vorsitz Herrn Julius II e r z o g übergab. Dieser leitete die Beratung mit einer schönen und verständnisvollen Rede ein. Die Aussprache ■führte zu keinem sehr fruchtbaren Resuiltat, zumal sie in der Hauptsache von den oppositionell eingestellten Anträgen des Herrn Moritz Graus aus Topolcany und eien durch die Herren Danzig, Steiner, Schlesinger und Blum vertretenen kategorischen und ultimativen Forderungen und den maßlosen Angriffen der ,Zlate Moravccr Oppoisition“ gegen die bisherige orthodoxe Landeskaxizlei beherrscht xvar. Es sprachen noch die Herren Harry Ulima 11 n-2abok,reky, Raab-Meder, J. J. B rau n-Bratislava, F 1 e i s c 11 nxa n ti-Komärno uncl Herrn. L ö xv y- Nove Zämky, xvorauf die Fortsetzung der Aussprache bis zur Zusammenkunft in Trencin-Teplitz verschoben xvu rde. . ׳ Zur »ollben Zeit fand auch itn Gemeinde.saale der Kosicer orthodoxen Gemeinde über Einladung der Gemeindeleitung eine Versammlung statt, die offensiebtlieh alis Gegendemonstration gegen die eine Woche früher im Kosicer Jeschixv־asnal veranstaltete Vorkonfcrenz gedacht war. Wie aus dem uns zugegangenen off.iziellen Protokoll dieser Versammlung hervorgeht, xvurde dort eine ganze Serie von Resolutionen angenommen, ׳die.— allerdings in sachlicher..!Form — hanptsächlich Forderungen aufstcllen, die, ■seitdem es eine organisierte Orthodoxie gibt, bisher zumeist bloß im gegnerischen Lager als Kampfmittel gegen die Ortliodoxie Heimatsrecht besaßen. Da sie mit der bevorstehenden Delegierten Versammlung* nur schxver in einen Zusammenhang י gebracht xverden können und überdies sicherlich nicht so. arg gemeint xvaren. vielmellir nur von rührender Unkenntnis der behandelten Probleme zeugen,!müssen xvir cs uns heute versagen, auf sie nähe!־ einzugehen. Angriffe, Pamphtete, Deminziafionen ttswv Hs gehört schon gewassefhtäßen zu den normalen Erseheimxngen des jüdischen LebPüs, daß;gegen 0rth0d0:k־jüdise,lte Gemeinschaften und fültrende jPersöniiehkeiten sich eine ETtit v־pn Zeitüngs• artikeln und Pamphleten der n,1!.ftätigs t en So r t e sich ergießt, SO oft das orthodoxe Judentum •sich zu Irgend einer ■Lehettsäußerung attsehidet. .׳Es ist ja xvahrlich nicht gar zu schwer, heim ״Stöv. Denik“ ocler bei der ,Eid. ׳Noviny” einen Artikel oder eilte Notiz durchzusetzen, xvorin das sloxvakische orthodoxe Judentum' aus diesem ,Anlasse von guten inneren und äußeren!Freunden und eventuell auch von solchen sauberen Personen, die unter dem Drucke solcher Denunziationen beim Wahlakt etxvas recht Lockendes erreichen möchten, mehr oder weniger verhüllt der Illoyalität gegenüber dem Staate, dem Sloxvakentum, der Staatssprache u. dgl. bezichtigt wird. Das ist eben deshalb, weil es sozusagen eine längst ,gexvohnte Sache ist, nicht sehr tragisch zu nehmen. Es glaubt ja doch ׳ ׳kein ernster Mensch an solche Denunziationen, die durch den außergexvöhnl• dien!Anlaß beinahe gerechtfertigt erscheinen.!Und daß alle orthodoxen Persönlich• keiten, die begründete Aussicht ,haben, aus der!Wahl mit dem (Füllrerstab der OrtodOxie hervorzugehen, in Flugblättern, ■Zeitungen und besonders in anonymen •11 ud. pseudonymen Briefen schon im Voraus mit Schmutz und Unrat ׳beschüttet xverden, ׳kommt Kennern der ■noblen ,Agitationsmethoden unserer ״gloriemimkränzten Kämpfer“ gleichfalls schon lange nicht mehr über• rascheud. Anständige Menschen xvenden •sich von solcheu ״Begleiterscheinungen“ unserer Wahlkämpfe mit!Ekel und Abscheu all. ,Das ist ihre ganze •uncl einzige Wirkling. Fahrpreisermäßigung. Die orthodoxe^ ■Landcskanzlci ,hat beim Eisenbahnmiuisterium für die Teilnahme an der Trencin-Teplicer Delegiertenversammlnng eine Ermäßigung der Fallt־- knrtenprei.se um 35 ■Prozent erxvirkt. Diese wird an der Fahrkartenkasse bei VorxveisUing. einer speziellen. Legitimation bexvilligt, die die orthodoxe Landeskanzlei den Teilnehmern auf Namen ausgestellt zusendet. Sie gilt vom 18. bis 23. Dezember von der ■Aiisgangsstation bis Trenciansky Teplice und zurück, •und zxvar auf Strecken bis 100 Kilometer für ׳Personenzüge und über 100 Kilometer mich für Schnellzüge in׳ der 3. oder 2. Klasse., ׳ י h ־ 1 Wieder ״Gemeindebund" in Podkarpatskä Rus? Neuer Munkntscher Anschlag gegen die Grundprinzipien ' des orthodoxen Judentums. •Im-WetterWinkel׳ des Judentums unserer Republik, in Podkarpatskä R׳us, ist eine neue Idee aufgetaucht,׳ bzw. eine alte Idee xviede.i־ aufgetaucht. Sic stammt aus der •geistigen Küche •des Munkatscher Oberrabbiners. Wir berichteten vor kurzem, daß der Lieblingsgedanke des Munkatscher ׳Oberrabbiners, nämlich die!Errichtung einer separierten orthodoxen Organisation für Podkarpatskä Rus unter ilgnorieriing des bestellenden RechtsziiStandes und bei völliger Ausschaltung der freien Willensäußerung der ,betreffenden!Gemeinden und ihrer rabbinischen Führer, an den maßgebenden Stellen eine Ablehnung erfahren hat Unsere In'formation stammte aus absolut unterrichteter Quelle; an ihrer Richtigkeit ist nicht im entferntesten zu zweifeln,' Wir haben auch bei dieser ,Gelegenheit nicht unterlassen, auf den e Ln;,z i g e n gesetzlichen und gangbaren W e g hinzuweisen, auf dem eine Konsolidierung der jüdische!x Gemeiiideverhältnisise. in Podkarpatskä Rus und die Wiederaufrichtuiig des durch die zionistisehe Wühlarbeit lind ■die Unterstützung, die sie seit einem Jahrzehnt durch den Munkatscher Oberrabbiner erhielt, der xmlligen Vernichtung nähegebrachten ortliodoxen Judentums in diesem Landesgebiete a 1 1 ein;möglieh erscheint. Wir verstehen.׳■■darunter die Aufhebung־ des seinerzeit .:vom Munkatscher' Oberrabbiiici־ durchgesetzten gesetzlosen ■Zustandes, der mit der!Suspcndierung der orthodoxen iLändeskörperschaftcn von• Podkarpatskä ■Rus zxvangläufig׳ eintreten mußte. Nach der von uns befürworteten und unseres Wissens aii den maßgebenden staatlichen StelIe!1 ■ebenfalls für richtig־ gehaltenen Wiedereinsetzung־ der nicht aufgelösten, ■son- (lern ,bloß suspendierten orthodoxen Körperschaften xvircl xvieder die organisatorische Basis für die freie Willensäußerung־ 'der Gemeinden gegeben sein!./ Die Gemeinden xverden ■sodann auf sicherer, gesetzlicher Grundlage, nach eigenem ■Ermessen darüber entscheiden können, ob!sic inx organisatorischen ,Zusammenhänge mit der sloxvakischen Orthodoxie verbleiben oder — nach der •Idee des Munkatscher Oberrabbiners — diese Verbindung־ abhvechen xvollen. Die;slowakische!Orthodoxie , hat xveder die Absicht, noch den ,Wunsch, auf die ■Gestaltung־ der Gemeindeverhältnisse in Podkarpatskä;Rus einen• Zxvang־ auszuiiben. Sie hat aber zum iSchutze des von den ■Großen der Vergangenheit übernommenen hei-' lägen Erbes die Pflicht und zur Fortführung־ der thoratreuen Gemeinschaft in ihrem eigenen Landesgebiete ein d 1־ in g0 ־ nd es I n te 1־ e s s e daran, daß ׳in den, Angelegenheiten des orthodoxen Judentums nicht Gesetzlosigkeit, (Willkür ■und yerxvildevmig־, wie sie das gemeinschaftliche Ideal des Munkatsclier!Oberrabbiners uncl der ,Zionisten ,bilden, zum Dauerzustand erhoben xverden. Das erkennen auch die staatlichen Stellen an und desxvegen konnten sie sich nicht entschließen, den anmaßenden Forderungen zur Stabilisierung־ des gesetzlosen Zustandes, xvie sie von einer ini vorigen ■Sommer in .Uzhorod stattgefundenen und vom Munkatscher Oherrabbiner behex־rschteai Konferenz aufgestelll xvurden, ilu־c ■Zustimmung־ zu geben. Das Organ des Munkatscher Oberrabbiners, die Munkatscher ״Jüdische Zeitung‘״ hat den Mut, unsere ■Nachricht in mehreren Nxinimeni ,hintereinander zu dementieren obgleich ■es selber, xvie der Munkatscher Oberrrabbiner, ganz genau xv i s s e ji. in u ß t e, d a ß u n s e 1־ e N a c 11 r i eh t d 0,1־ Wahrheit entsprach. Nun!sind xvir in der (Lage, auf ׳Grund verläßlicher Uzhoroder Informationen, die auch von anderer gutinformierter Seite;bestätigt werden, v011 einem neu en A11 s ch la g •g eg e n di e In t׳e r ess e n d es 0 1־ t J10 cl 0 x e 11 J11 d en t u ms ■Nacliriclit zu geben. Nachdem der Plan zur zxvang'sxvcisen Separieru ng der podkarpatskärussischen Orthodoxie von der sloxvakisehen an dem Rechtssinn der entscheidenden Stellen gescheitert ist, nahmen die Protektoren der Mmnkatsöher Wünsche den Gedanken auf, an Stelle dei; bisher bestandenen, von den גאונים und צדיקים der früheren Generation errichteten und seit sechs Jahrzehnten ununterbrochen zum Segen des Tliorajudentums unter dem Schutze staatlich an-; erkannter Gesetze wirkenden Zusammenschlusses der orthodox-jüdischen Konfession eine freie Ver- einigung einzelner orthodoxer Gemeinden ins Leben zu rufen. , Die orthodox-jüdische Konfession, xvie sie bisher auch für Podkarpatskä Rus gesetzliche Geltung hätte, soll weichen und bei staatlicher Tolerierung eine neue ״freie Vereinigung von orthodoxen Gemeinden“ errichtet xverden. ■Keine orthodoxe Gemeinde •soll verp f l i c h t e t sein, dieser Vereinigung anzugehören, aber sic soll bestellen als eine Art G e n o s s e n s c h a f t z u ■1־ gemeinsamen Vertretung dev ili 1־ a n- . gesc 11.1:0ss.e.11 e 11 •Gemeind׳e•11. Wer ihr nicht angehört, bleibt eben . uii o 1׳ ־g a n i s i e 1־ -t c orthodoxe Gemeinde. Das xvird ■geplanl uncl mit verlockenden Argumenten!begründet. Erkennt man di e U 11 g eli e u e r 1 i chk ei t, die hin ter diesem Plane steckt? Das ist ein sehr alter, guter Bekannter des orthodoxen Judentums: der ״Gemeindebund“, wie er von nltersher der Ur- Neologie und allen anderen Erzfeinden des orthodoxen Judentums wünschenswert erschienen war. Es ist klar: ein solcher genossenschaftlicher freier Zusammenschluß von orthodoxen Gemeinden an Stelle der 1bisherigen staatlich anerkannten uncl gleich allen anderen rezipierien Glaubensgemeinschaften, im Staate als feste einheitliche ,,Konfession“ organisierten ״ortliodox-jüdischen Konfession“ wäre ein an Wahnsinn grenzendes Attentat gegen die alten Beschlüsse, Manifestationen und heroischen Geistestaten der גאונים וצדיקים , die vor mehr als sechzig Jahren unter מסירת נפש die Landesorthodoxie in •unverrückbaren organisatorischen Formen begründet und sie mit תקנות ואם ר ים iimhegt haben. Wehn es חו*ה nachdem neuen Munkatscher Wunsche 01־g־anisierte und nichtorganisiente orthodoxe, den Namen ,,orthodox“ tragende ■Gemeinden — und ■sei es auch nur׳ in Podkarpatskä Bus ־— geben kühnen xviirde, so verlöre der alte אסור der großen Begründer der ״ortkodox-jüdisehen Konfessiou“, ivonacli jede Gemeinde, die der ־Organisation niclut angescMossen ist, nicht als orthodoxe, thoratreue Gemeinde zu betrachten sei, von selbst jede Geltung. Es xväre dann begreiflich und ist auch leicht vorauszuseheii, daß auch in allen anderen Gebieten des ■Gc'ltungskreises dieser תקנות ואסורים die für das gesamte orthodoxe Judentum dieser Länder bisher unangcfoclnten heilige, bindende Kraft besaßen, das. auf- ■lehnende Beispiel dos Mumkalsclier Oberrabbiners Nachahmung finden xvürcle. Ein!gef äh r 1 ich e r er Anse ,111 a g gegen d i e O!1־ g a n d s a t i o :11 d e •s orthodoxen J ud e 111 uan s ist bis •zur Stunde von!keiner Seite ausgedacht xvorden. Wohl hat der Uzlioroder Zionislenführer Dr. M. Jiiszkovics —ל xvie die Leser unserer Zeitung׳ sich erinnern ׳dürften — vor einigen Jahren schon einmal den Plan zu einem solchen Gemeindebund ausgearbeitet und es^ gelang ihm auch damals, diesen Plan von der Uzhoroder Geiheinderepräsentanz einstimmig akzeptieren zu!lassen. Er konnte aber infolge der Wachsamkeit der Orthodoxie nicht zur Ausführung gebracht xverden. Jetzt nehmen ihi! aber die Leute, die dem Mukatsehor öberra'bbdner gefällig sein zu müssen glauben, unter clor Aegide des Munkatscher Oberrabbiners mit mehr Aussicht auf Erfolg xvieder auf. Der Statutenentxvurf, der vor kurzem von der Uzhoroder Gemeinde mit Gutheißung des Munkatscher Oberrabbiners herausgegeben wurde, zeigt nicht umsoust und nicht zufällig, in xvesentlichen und für orthodoxe Belange entscheidenden Punkten solch auffallende Uebereinstimmung mit clem alten ungariseheii neologcn Kongreßstatut und mit dem eben genannten Uzhoroder Entwurf zu einem ״Gemeindebund auf, Allen Widersachern der selbständigen Orthodoxie ist der Wunsch gemeinsam, xvie er in diesem Entxvurf zum Ausdruck kommt, daß z. B, Rabbiner von der Wahl ins Landes- Präsidium g r uucls ä t zli ch a u s geschlossen seien, oder daß das nun einmal unentbehrliche RabbineröitfM