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Jüdische Presse · 1932-11-04 · 43 (4.11.1932) · page 2

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Journal
Jüdische Presse
Volume
18 (1932)
Issue
43 (4.11.1932)
Date
1932-11-04
Page
– (sequence 2)
Language
German
Belongs to
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Mölt «en rfeit Wahlert Jp * * •*dcrt Vojstiirtd der israelitischen Kiilttijsgemeirtde twtltt irt Jietrtifigert. zuf einer Einigung de| orthodoxen jüdertheitWiens auch in kehillo* politischer Hibhiurtf beitrageir. l;. ׳-■ .'׳' Med.-ßat Dr.I. Reiniget•, Vizepräsident der Adas Jisroet-Schiffschul: Bef den altert, iiiberzengtert Anhängern des pasöi* ven Widerstandes erregte es schivere Bedenken, als vor zwölf Jahren die Adas Jisroel Vertreter in den Kultus* verstand entsandte, die dort für die VeriWirkliehiiiüg des alten und rtrtaihiirtderlichen ׳Pfogramtnes’ der glaubenstreuen: Judenschaft — fitr die Schaffung und Erhaltung völlig selbständiger urtd unabhängiger, Einrichtungen — eintreten sollten. Man ,glaubte annelwnen zu!können, daß nach Beseitigung -des diktatorischen Obr.igkeits- Staates auch in dieKuItUsstube der Geist der Demokratie einziehen׳, würde. Die Erkenntnis würde sich Eingang verschaffen, daß die!Regelung von Fragen der Weltanschauung und des Gefühles nicht ׳Machtfragen seien״ die nach׳Mehrheit und Minderheit zu entscheiden sind. Unsere Vertreter arbeiteten ehr,!ich und erfolgreich bei allen ^humanitären und sozialen '!Aufgaben. der!Kultusgemeinde mit. Ihre Arbeit fand allgemeine Anerken- »nng. Unserem Ziele aber, bezüglich der elementarsten Forderungen der ׳Glaubeiistrciie, konnten sie!um ׳keinen Schritt näh erkdrti,men. Ueberdies ergaben sich ׳für sie infolge ihrer 'gnujdsätzlichen Haltung vielfach 1111angenehme Situationen, die ihnen eine gedeihliche Mitaiibcit i:m Vorstand geradezu!Unmöglich .machten.!Und so mußte Inan derzeit auf die Aufstellung'einer selbständigen orthodoxen Kandidatur verzichten. ' Wie der •einzelne sich!zu der Wahl stellen soll, ist ,nicht leicht zu beantworten. Die religiöse Lebensführung der :beiden ׳führenden Parteien ist so ,ziemlich gleich. Es!besteht aber ein theoretischer!Unterschied. Die einen nehmen den!Gedanken der!Religion, wohl nach ■ihrem Sinne, als!Grundlage der Gemeinde; die anderen wollen sie national aufbnuen. Unser Begriff vom jüdischen Volke, der ethische Begriff des G-'ttesvolkcs, wird dadurch •zum politischen Schlagwort in den Streit des Tages gezogen. /Das können!wir nicht mit,machen. Außerdem wird durch •die mißbräuchliche Anwendung dieses Schlagwortes die bürgerliche und wirtschaftliche Stellung der Judenschnft bedroht. ,Dieser Umstand,!meine ich, zwingt uns -dazu, wenn auch ohne M Von Woche zu Woche =Ä ' Die linier agudislischer Verwaltung stehende Kullusgemeinde W a rsc h a 11 hat im Einverständnis .mit den Angestellten und Beamten, im Verlauf everschiedener Spa r m u ß n a h m e 11 sämtliche Gehälter über 500 Zloty um 8 bis 12 Prozent reduziert. Die Rabbiner der Warschauer Gemeinde haben sich freimittig mit einer Reduktion ihrer Bezüge einverstanden erklärt, * Eine vom polnischen Innenminister beabsichtigte Verordnung, welche Erleichterungen d e r S o n n t a g s r u h e für die jüdischen Gewerbetreibenden bringen sollte, haben die Antisemit e n h in t e r t r i eben. Einer Delegation unter Führung von Rabbi Lewin erklärte der Innenminister, daß er infolge der Gegnerschaft gewisser Kreise gegen die bereits vor der Veröffentlichung ge-. slundene Verordnung, .diese zurückziehen mußte. Hingegen wird dem Sejm eine diesbezügliche Gesetzesvortage zur Beschlußfassung vorgelegt werden. ׳ " :i! , Die Verwaltung der L u b li n er J e sc h iw a h.} erklärt, daß sie zum , kommenden "Wintersemester die Zahl der Zöglinge infolge des einge- .schränkten Budgets auf 200 lierabselzen muß.!i! Durch ein Allenliif v e r u n g l ii c k l e ein mit Arbeitern des Rulhenberg-Eleklrizilätswerkes besßlztev E i s e ji b a h n z u g in der Nähe von II a i f a. Vier jüdische Arbeiter wurden verletzt. •* ■ . ־ - . Dr. Bernhard Kahn, europäischer Direktor des Joint Distribution Committee, gab die Erklärung ab, daß der J oi n t in nächster Zeit mit ■dop pelt er Euer g i e an eine neue S a m mein k t ion herangehen wird. Die notleidenden jüdischen hisliiutionen in Osteuropa hoffen auf die Hilfe der amerikanischen Juden. * : Ernst M e z ei, der Kämpfer gegen die Ritualmordliige von Tisza-Esziar ist, 81 jährig, gestorben. # . Am 24. Oktober ii b e r f i et e ri Kommunisten in Kisch ine w die S ynagöge in der Straße Stefan eel Mare während des G-ttesdienstes, mißhandelten die Betenden und versuchten die ’Thorarollen zu schänden. Es gelang den Synagogen-Besuchern, nach heftigem Handgemenge die Eindringlinge zu entfernen. * - Eine.vor kurzem in Athen gegründete ״Anti- 1kommunistische Organisation“ verbreitet Aufrufe [zum B oy k o 11 j ii dis ch e r W a r e n h au s e r. iDie jüdische Gemeinde von Athen überreichte den (zuständigen Stellen einen Protest, In Athen leben }unter 800,000 Einwohnern rund 4000 Juden.!v. * Die Exekutive der arabischen Jugend- ׳Organisation Palästinas hat für den 2. November, den Jahrestag der Verkündung der Balfour-Deklarätion, einen allgemeinen S t r e i k der arabischen Bevölkempg ßrpkjtnfiierti . ■ JÜDISCHE PRESSE 45 .%!. ־ . ■; .־ * Begeisterung und ohne Liehe, für die nichtnationale Gruppe einzutreten. Wir müssen immer ״ für die Ver* ן tiefung des religiösen Sinnes -und da,mit für die!Erstarkrtng des Gefühles für Recht Und Billigkeit eirttfeten. mir so werden wir unser Ziel erreichen. David Bcmdy, Mitglied der Exekutive der österreichischen Landes* Organisation der Agudas Jisroel: Der Exodus unserer Mandatare aus der Kultusgemeinde wird in der• Wiener Orthodoxie wie eine Befreiung von einem bösen Alpdruck begrüßt ־werden. Eis War nicht nur eine entwürdigende, sondern auch eine vollkommen unfruchtbare Ehe und mußte nach mehr als zehnjähriger Dauer zwangsläufig gelöst werden. Wir wollen jedoch der Wahrheit die Ehre gehen. Ein wertvolles Resultat hat dieses Zusammenarbeiten gezeitigt: die Ueberzeugung, daß für die gesinnungstreue Orthodoxie in dev Gemeindestube der Kultusgemeinde nichts zu holen ist. Was jetzt zu geschehen hat? Zunächst wird ein Organ geschaffen werden müssen, welches sich mit den durch die neue Situation akut gewordenen 1Problemen beschäftigen wird. ׳Dieses Organ soll mit der Zeit zu einem brauchbaren Instrument ausgestnltet werden mit der Aufgabe: die Interessen derjenigen orthodoxen Maasen, zu vertreten, welche die Unterstellung und Bcvormundu 11g ihrer religiösen Belange d u r c h d i e K ii 1111 s g e.m e i n d e a u s re 1 igionsgcsetzlic h c n G v -ii n d e m a b 1 e h neu. Eine solche Vertretung der Orthodoxie außerhalb des Kultusvorstandes wird, meiner. Ansicht nach unbeschwert von Kompromissen, ihre reine Gangart bewahren können und deshalb nicht nur reibungsloser, sondern auch mit dem gewünschten Erfolg arbeiten können. - Unser Mitarbeiter halte Gelegenheit, von dem Spitzenkandidaten der. ״Orthodoxen. Liste“, -Herrn Jakob Halpern, folgende Erklärung zu erhallen: Ich bin der Meinung und mit mir noch viele andere führende Persönlichkeiten, daß die Tausende strenggläubigen: Juden in Wien, die die sozialen, kulturellen und religiösen Einrichtungen der Kultusgemeinde in Anspruch nehmen, ihre eigenen, orthodoxen Vertreter im Kultusvorstand haben müssen. Nur aus diesem Grunde habe ich mich nach reiflicher Ueberlegumg entschlössen, die Führung der ״Orthodoxen Liste" zu übernehmen. Ich hoffe, daß die orthodoxen Juden die ״Qrthodoxe Liste“ kräftigst unterstützen werden. Vortrag Dr. Lieben Herr Dr. S. Lieben aus Prag hält am Dienstag, den;; E l?. November, d, J., um. halb 8 Uhr abends im E I: kleinen Saal der Urania einen Vortrag, ״D ä s *; E al te '׳.G.h;e,t'.t.o:,^nit Lichtbildern. E 11 Drs ► * l Bearbeitung :der SchäShtwäge grolle Verdienste um׳ E ► o das Judentum ,erworben; Seinem Vortrag wird all- E <► gemein größtes Interesse entgegengebracht. E Sechzig Jahre Austritt. Vön Wo« Pnppenheim. In. diesen ,tagen jähH sich zum sechzigsten Male iter Sieg der iingatischert OrfhodoXie und damit def Ge- Wissensfreiheit über die Unterdrückiingssrtcht der Neologie. , * Das Freihe.itsjahr 1848 hatte aus dem jüdischen Dorfe Pest bald eine blühende, reiche Gemeinde gebildet. ״Wenn ,feschurum fett wird, schlägt er aus.“ (Deuteronomimn,) , •, Der Pester Oberschicht genügte es nicht, selbst das jüdische Gesetz mit Füßen zu treten, sie!wollte die gläubige Judenschaft dazu zwingen. Vertrauend auf ihren großen Einfluß, erzwang sie von dem objektiven, aber schlecht informierten Kultusminister durch Dentinziation .gegen die Orthodoxen, selbe seien unpatriotiscli und Kulturfeinde, die Einberufung eines Kongresses Zur Ordnung der jüdischen Angelegenheiten, verschwieg dem Minister aber wohlweislich, daß es in Ungarn überall zweierlei Juden gibt, traditionsgläiibige und bibelleugnende. ' Durch eine, gefälschte Wahlgeometrie brachte sie die große Majorität der Orthodoxie in die Minorität und beschloß ein Statut, das die Orthodoxie den neologen Machthabern absolut unterwarf. . Aber ״der Hüter tsroels schläft und schlummert nicht“. . t Die Orthodoxie hatte sich in Voraussicht der Dinge, die sich vorbereiteten, Mitte der Sechzigerjahre in einem Verein ״Schomre Hadas“ — ״Hüter des Gesetzes“ gesammelt, dem kein Orthodoxer fernblieb. Dieser Verein organisierte einen Abwghrkampf, der ■unter -ungeheuren Schwierigkeiten und Opfern an Geld, Zeit und Gut, m. G. H. zum Siege führte. Das Parlament erklärte, daß es in Ungarn nur ein truditionstreues Judentum! gäbe, und da dieses erklärt, das Kongreßstatut sei heterodox. seien die Schöpfer desselben •als Austrittler zu betrachten. Demgemäß ist das Statut nur gültig für die Gemeinden, die sich ihm unterwerfen, während sich die Orthodoxen eine unabhängige Verfassung geben können. /Diese Entscheidung hat das Resultat gezeitigt, daß im alten Ungarn heute nach sechzig Jahren noch mehr Schahboshiiter und mehr Talmud jünger existieren als zu jener Zeit; im Gegensatz zur ganzen übrigen Welt, in der die Jüdischkeit stark abgenornmen hat. Fleute ist das Verhältnis in ׳■Budapest'zwischen den beiden Gemeinden nahezu freundschaftlich geworden. Beide Gemeinden blühen und gedeihen und gehen in politischen und cliaritativen Dingen zusammen. ״SCHOMRE SCHABBOS“ WIEN II« Leopoldsgasse Nr. 16, Fernsprecher A-48»4-15 Schomra-Verlosung. Die . angekündigte Verlosung von zwei Preisen ä S 15.— für die bis Erew Sukkoth zur Einlösung gelangten ״Schomra“-Bücl11ein findet anv Montag, den T. November d. J., um 10 Uhr vormittags im Vereinslokale statt. . Stellenvermittlung. Offene Stellen: Praktikantin mit guten Mäschinschreibkenntnissen, Praktikanten im Alter von 14 bis 16 jabreri״ Provinzvertreter, Volontär für eine Seidenfirma. . "■׳׳־׳■׳׳• Stellengesuche: Tüchtiges, geschultes und verläßliches kaufmännisches und gewerbliches Personal. Lebensversicherungs- Q || |8יי AI fl Y*® Gegründet Gesellschaft ||K V1 W IM I A 1882 Versicherungsbestand Ende 1931 . . . . . . . . ... . . . . . ...... 2775 Millionen Schilling Prämien- und Zinseneinnahmen im Jahre 1931 . ..... . . . . ... 182 Millionen Schilling Garantiemittel Ende 1931 . . . . ..... . ... . . . 472 . . ...... .-־־ Millionen Schilling Auszahlungen an Versicherte im Jahre 1931 . . . . . ... . . . . . . 43 Millionen Schilling Am Ende des Jahres 1931 waren bei der Gesellschaft 836.664 Personen versichert. Tätigkeitsgebiet: Oesterreich, Deutschland, Frankreich, Belgien, Holla'nd, Spanien, Italien, Tschechoslowakische Republik, Polen, •Ungarn, Rumänien, Jugoslawien, Bulgarien; Griechenland, Türkei, Aegypten und ״ Kleinasien.' Freiheit und Zwang. von H. Einstädter Au!s ״Mein Kind“ (Verlag Sänger & Friedberg, ׳Frankfurt a. M.). Das Kind muß enzogen werden. Nicht aus sich heraus erwirbt es die mannigfachen Kenntnisse!und Fertigkeiten, deren cs bedarf; durch bewußte Einwirkunig Erwachsener erst entfalten sich!seine Anluigen.!Um sie ,zweckdienlich zu ,gestalten, bedarf der!Er,zie.her vor allem einer ,gründlichen Vertrautheit mit der!Eigenart des Kindes. Sie wird •gewonnen durch ,fortwährende sorgfältige Beobachtung. ׳Die Gelegenheit dazu gewährt dein Erzieher am• besten das zwanglose Spiel. Viele Eltern verkennen seine hohe!Bedeutung für die Entwicklung des Kindes. Durch dieses iibt das Kind seine Sinne!und •seine Glieder. Es!beschaut Teile dos Spielzeugs, beachtet ,Gestalt und Farbe .der Teile. ,Es hört die Töne und lernt, sie!zu ׳unterscheiden. Es fühlt ■die Stoffe und er- (gänzt tastend seine. Kenntnis vom Wesen der Dinge. Seine Geschicklichkeit nimmt ׳zu. Beim Spielen wächst sein Verstand lind erstarkt ,seine •Einbildungskraft. -Das eigentliche Streben setzt ein. Es beobachtet Erwachsene bei ,ihrem Tun und versucht, ihnen naclizuahmen.• So ist das Spielen in den ersten Lebensjahren wichtiger als das Lernen. Jenas ist das Konkretere, dieses das ■Abstraktere. Es ist entschieden ein Fehler״ in der frühen Kindheit die Freiheit des Spielens durch den Zwang des Lernens zu beschränken, und vergrößert wird er, •wenn die übermittelten Kenntnisse und Fertigkeiteu wertlos sind, Eine unentschuldbare Eitelkeit veranlaßt anauolie Mütter, ihren Kleinen schon Sprüche, ׳Var-se oder ,gar fremdsprachige Redensarten einzutriohtern, mit denen sie vor ihren Bekannten prunken vollen, Sie .wissen nicht, wie sehr sie dadurch die geistigen ,Fähigkeiten des Kindes schädigen. Je zarter der Penkapparat ist״ desto empfindlicher ist er. Überanstrengung im frühesten' Alter kamt die schliiuinsten Feigen nach dich ziehen׳ Dadurch, daß das Kind beim Spiel seine Sinne übt, wird es befähigt, seine ׳Umgebung ,genau!zu beoibaohten. Die Erfahrung!lehrt, daß Kinder ,sogar reolit scharfe!Beobachter sind. Daizu kommt,׳ daß in dev ׳frühesten Kindheit der Nachahmungstrieb am stärksten sich äußert und aus dieser Tatsache ergibt sich die hohe Bedeutung des Beispiels für die Erziehung. Wenn Erwachsene dem Kind Gutes vor l e b e n, so bereiten sie damit einen festen; dauerhaften Baugr.nnd in •seiner Seele. Das friedliche,!gütige Verhalten der Eltern und der Geschwister entgeht ihm nicht. Die opferfreudige Liebe, ׳ die ihm gezeigt wird, .macht es empfänglich und bereit für Forderungen, die allmählich an es gestellt werden. Religiöse Formen, regelmäßig geübt, •prägen sich ihm ein und schon bevor es sprechen kann, ahmt es sie nach und beteiligt sich an ihnen. Der zweijährige Knabe!greift schon an sein ׳Mätzchen, wenn Kidciusoh ' gemacht wird, und wenn .die Sabbat-lichter brennen und dev Vater von der -Synagoge hciinkommt, streckt er dje Aewnchen nach ihm aus״ um von ihm gesegnet!zu werden. Das kleine Mädchen sondert gleich der Mutter in seiner!Puppendeliehe die Fleischabtauung von dem Miilohgeschirr und ahmt alles genau nach, waß es an Erwachsenen beobachtet hat. Nicht weniger wirkt das schlechte!Beispiel, Zanlcen, Schreien, Schimpfen findet bei dem •Kind einen Widerhall. Jede Unart, die es bemerkt, prägt sich ihm ein. Das Unrecht, das es in frühester Kindheit seine Eltern /hat üben seheii, trägt für es auch noch in späteren Jahren den ,Charakter des Erlaubten, Schwer läßt es sich durch Erkenntnis!und :Belehrung dazu bringen» die Anschauungen seiner Kindheit wesentlich zu berichtigen, ' Davum dürfen־ Eltern nie glauben, sich jemals vor ihren Kindern gehen lassen!zu dürfen, Sie müssen alles vermeiden, ,was •nachteilig auf •seine reine Seele wirken könnte, und dürfen nicht darauf verzichten״ es ,möglichst lange in ihrer Umgebung und ,Gesellschaft weilen zu!lassen, damit es gerade ihnen abschauen kann, was sie in ihm sich widerspiegeln sehen möchten, und damit sie schlechte Beispiele sogenannter ׳Mit* erziehen■ nach Möglichkeit auszuschalten vermögen. י Flüchtige Eindrücke verwischen sich wieder. Nur

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