Jüdische Presse
- Journal
- Jüdische Presse
- Volume
- 18 (1932)
- Issue
- 41 (14.10.1932)
- Date
- 1932-10-14
- Page
- – (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 41 Seite 6 JtlOßCHE PRESSE FEINE Wäsche- und Handarbeiten, komplette Braut- und Baby- Ausstattungen nach Maß in feinster Ausführung tu billig- Sten Preisen sowie alle einschlägigen Handarbeiten. Es wird auch mitgebrachtes Material verarbeitet. iiti Baumgarten*Stern, Wien, 11., Herrn ineng. 6 Angeschlossen der ״Schomra“. Antastung verwahrte, sein gepflegter Sinn für Verschleiertes, für 7״/ n i u s“, für ״G e s c h 1 e c 111 s e t h i k“, für kristallreiues F r a u e u t u m im ״verschlossenen Garten“ der ״Schwester-Braut“ — ,גן נעול אהוה* כלוי —, fiir felsenfeste ״e 11 die 11c Treue“ in ihrer wahren Bedeutung־, ,für erhabenes, heiliges Mutter tu •in und erzieherische, fürsorgende Elte r n p f l i c h t, all das, was bis in unsere Tage hinein die geheime ״Lebensquelle“, die alle Unwetter seiner Geschichte überdauernde, aus G-ttes Wort geschöpfte ״.Lebenskraft“ des Judentums bildete, wird von dem Einfluß der modernen Lehrer verhängnisvoll umspiilt. Vorläufig noch nur umspült! W.ollen wir nicht, daß unser ganzes jüdisches Dasein dieser neuen . Lebensriehtuug zum Opfer falle, so muß eben in diesem einen Falle wohlbegründete Schamhaftigkeit überwunden werden und mit mächtigem Eifer auch an heiliger Stätte im Lichtstrahle der jüdischen Ewigkeit, von den!Dingen gesprochen werden, die dem beschränktesten Schulmädchen kein Geheimnis mehr sind. Und weil die Erkenntnis hiezu bereits in den Merzen erwacht ist, darum machte der ״P rötest der U n g ebor e n e n“, wie wir die Worte des Herrn Oberrabbiners von den ״Kaiigorim“, den zahllosen ״Auklägern vor dem himmlischen Gericht“, bezeichnen möchteil, einen solch aufregend tiefen Eindruck. Sollen wir es aber bei diesem einmaligen Eindruck bewenden lassen dort, wo es gilt, einem so furchtbaren Uebel beizeiten zu steuern? Wir sind überzeugt, daß von jiidisch-gkuibenstreuer Seite eine weitblickende und um fassend e G egen p r o p a g u n d a ohne jede E n gherzigkeit einsetzen müßte.!Die jüngst im Frankfurter Hcrman-Verlag erschienene, vom gleichen Geiste getragene Studie ,Die sexuelle Not in jiidischer Schau“ von Dr. mcd. Jakob Levy konnte dabei wegweisend gute Dienste leisten. Das wäre aber noch nicht alles,, ja, noch nicht einmal die Hauptsache. Es müßte eine allgemeine jiidi s c 11 e B e w c g u n g inauguriert werden, um neben der aufklärenden B e I e h r u n g aller jüdischen Volksklassen auch die s o z i a i c n U r s,a c J1 e n, an <lie, sich die Propaganda heftet, nach Möglichkeit zu beheben oder auf ein Mindestmaß zu beschränken. Hiezu werden Kenner der Verhältnisse ganz gewiß gangbare Wege weisen können, wenn d icSo r g c u m d i e j ii d i s ch e PamiIio11heilig.ke.it von der Kanzel auch in de n B erat u n g s s a a 1 de r j ii d i s c h c 11 G e- Seilschaft den W eg f i 11 d c n w i 1־ d. J. J. B. Gedenkfeier und Sefer Thora-Einweiliung in Kosice. Aus Kosice wird uns (unlieb verspätet) berichtet: . Dem ehrenden Andenken des in diesem Jahr verschiedenen R. Mosche Lieb er mann in Kosice 'war die mit der Aufstellung des Grabsteins verbundene Gedenkfeier gewidmet, die am 17. Eliil auf dem Kosicer ביח החים stattfand. Die Reihe der Hespedim eröffnete ein Sohn des Betrauerten, Herr Secharjo L ieberman n. In ergreifenden Worten schilderte er den Lehenslauf seines Vaters s. 1., .sein segensreiches Wirken und markgnte Züge aus dem Leben des Heimgegangenen. Zum Schluß gelobte Redner, dem edlen Vorbilde seines Vaters in Treue nachzuleben. Hierauf ergriff namens der,orthodoxen Gemeinde und der Chewra!Kadischa Herr Gemeinde- Sekretär Sch. Wiesenberg das Wort. Persönlich Verehrer des Dahingeschiedenen Chewrapräses und chemaligen. Gemeindevorstehers, fand der Redner eindrucksvolle Worte, um die Persönlichkeit des R. Mosche Lieb e r m a n n, in doppeltem Sinne als einen der ״Jakire Jerüscholajim“, der ״würdigen“ und leider ״sehr seltenen“ Männer zu würdigen. Als letzter Redner sprach der jüngste Sohn des Verblichenen. Auch er knüpfte an treffende Auslegungen der Worte unserer Weisen an und schilderte in kindlicher Liebe, die großen .Vorzüge und edlen Eigenschaften seines Vaters. Am Nachmittag fand dann die erhebende Einweihung des Sefer Thora statt, das Herr Secharjo Li eher mann zum Andenken seines Vaters schreiben ließ. Nach dem Minchogebet hielt Sc. Ehrw. Herr Oberrabbiner Brach von der Kanzel herab eine schwungvolle Droscho, in der er die Bedeutung dieses schönen Aktes erläuterte und die Gelegenheit benützte, um den Dahingeschiedenen als einen weisen Menschen und Baal Zecloko zu würdigen, dessen Wahrheitsliebe und Geradheit ihm Richtschnur während des ganzen gesegneten Lebens blieben. Für die Aufrichtigkeit der Jiras Schomajim des Betrauerten zeugt am besten die Tatsache, daß auch seine Kinder sich als Jereim und Schlemim bewähren. Die stimmungsvolle Gedenkfeier bewahrheitete den weisen Königsspruch: זבד צדיק לברכו)! Konkurs. Bei der Sabinovcr aut. orth, isr. Kultusgemeiude ist die Stelle eines Kantors vom L!November 1. J. zu besetzen, Derselbe muß von drei anerkannten orth. Rahhinein Zeugnisse beibringen, unbescholtenen Vorlebens 111kl vorzüglicher Vorbeter sein. Alter 36 bis 38 Jahre, Gehalt laut Ueberciivkammen. Zum Probevortrag werden mir Berufene zugelassen, Spesen werden nur dem Akzeptierten vergütet. Offerte sind an Gefertigten bis 21, Oktober 1, J, einzureicheu. H. G r o ß m a 1t n, Präses. Amtliche Verlautbarungen der Israel. Kultusgemeiude Wien. (Raummangel. halber gekürzt.) Auf Grund der vom Biimlesministeiiiun für Unterrieht genehmigten ׳ Bestimmungen des Statuts־ mul der Wahlordnung der Israelitischen Kultusgemeinde Wien wird am Sonntag, den 4. Dezember 1932 die Neuwahl von 36 Mitgliedern des Kultnsvor,Standes und 120 Vertrauensmännern der Knltusgemeinde stattfit lden. Bezüglich Wählerliste und Reklamation usw. siehe die ״Jüdische Presse“ vorn 7. Oktober d. J. Abschriften des Wählerverzeichnisses können von den vvuhlwerhetulcn Parteien gegen Vergütung der E i g e n k o s t e il (S 50 per Stück) bei der Amtsdirektiou der Israelitischen Kuliusgomeinde bezogen werden. Das führende Damenmodenhaus Oesterreidis Mödenpalai s JULIUS KRUPNIK NUR VII, Kaiserstr«ll5 SONST NIRGENDS t Sie kaufen Ia QUALITÄT und BILLIG in der i! 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An1 \Vochentagen Morgengebet 6, Minchah 5 Uhr Eigentümer, Herausgeber und Verleger: David Türkl (für eine Arbeitsgemeinschaft), Wien, II., Malzgasse 12«• *r ^er °r1wCcfJj3,f.?n J' niwm-riSh1 ־V8 Franz-Hochedünger-Gasse 2. — Für die Tschechoslowakei: .Jacob. .Joel. Braun, Bratislava,־־'Druck; Druckerei- und Verlags-A.-G. Ig.Steinmann, Waeu,IX.,UnneisitaUsti. 6-8-