Jüdische Presse
- Journal
- Jüdische Presse
- Volume
- 18 (1932)
- Issue
- 40 (7.10.1932)
- Date
- 1932-10-07
- Page
- – (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 40 Sonnlag Erew Jom Kippur sind die Geschäfte def Plif««ll*$ #iff% Ge• flttgtf• und fttthttäftdiuftgen m 11, ix., xv und XX׳ Öetifk von 8 bis 10 Uhr vormittags gcKfnet. Eine Aguda-Abordnung beim Hicrh Commissioiier. Der Higli Comniissiötier General Sh* .Arthur Wauchopo. empfing am 28. September eine Abordnung der Agudas Jisroel, die an ihn die Forderung nach offizieller .Anerkennung der selbständigen orthodoxen Gemeinden Palästinas stellte und ferner!besondere, ■Ei tiwa n d e ni ngszertii f.ika te für jüdisch-orthodoxe Eie* .mente sowie Befreiung der in öffentlichen Acmtern; tätige!» Juden von der Arbeitspflicht an iSabbattagen verlangte. , Der Higli Cmnniissioner erklärte, er achte durch-! ans die religiösen Gefühle der Orthodoxie und werde: sich bemühen, für die zur Sprache gebrachten Auge■* legenheiten eine Lösung zu ,finden. " ׳; Von der Agudaarbeit in Erez Jisroel. . Die Frankfurter Palästina-Zentrale der Agudas• Jisroel, hat soeben wieder ihre Mitteilungen heraus-, gegeben, denen wir folgendes entnehmen; Durch Errichtung von Kindergärten nach etiropäi-] schein Muster soll der Unterbau des religiösen Schul-1 Werkes in Erez Jisroel mißgestaltet werden. Es werden■ soeben die Vorbereitungen!getroffen, um ein Kinder-! tuges.heim in Petacli Tikwah zu eröffnen. Die Orangenpreise bewegen sich in befriedigender Höhe, der Export betrug heuer mehr als 3,000.000 Kisten.! Auf der britischen Reichskonferenz in *Ottawa erreichten ן die .jüdischen Pflanzer Zollfreiheit für palästinensische; Produkte. Die Ausfuhr von Grappefruits .ist bedeutend gestiegen. Nach sachverständigem Gutachten ist^ der Boden der agudistischen Kolonie ,.Maehne Jisroel“ für den Anbau von Orangen und anderen Citrusfrüchten sehr geeignet Herr Isaak Nußbaum, der landwirtschnftliehe Fachmann der Palästina-Zentrale, beabsichtigt, im Herbst nach Erez Jisroel zu reisen, und man hofft allgemein, daß es nunmehr gelingen wird, ״Maehne Jisroel“ produktiv auszubauen und zu einer ertragreichen Kolonie zu machen. Vorausgesetzt natürlich, daß der ״Keren Haijischnw“ in verstärktem Maße unterstützt wird. Die geistige Not der Juden in Rußland. Unter den religiös ׳gesinnten Juden Moskaus besteht große Sorge im Hinblick auf den Mangel au Synagogen für die kommenden hohen Feiertage. In Moskau leben etwa 250.000 Juden, fiir die aber nur vier Synagogen, die insgesamt etwa 3000 Andächtige ׳aufnehmen können, vorhanden sind. Man befürchtet, daß: tausende Anclachtswillige in diesem Jahr in den: Synagogen keinen Platz finden werden. Früher wurden freistehende Säle für Andachtszwecke zu den hohen Feiertagen gemietet, was ■jetzt nicht mehr möglich ist. Man geht daran, auf den jüdischen Friedhöfen!Anidachts- Stätten zu errichten. - Aus der polnischen Agudah. .׳;Eine agudistische ־Hachscharah-Kolonie. Die ver-!stärkte.:!Pa 1 äs tina-H rinnt in Polen hat zur 'Gründung einer liachscharah־K010nie in Korsel geführt. Die Idee ging von einem Kreis der Zeire Aguda aus und konnte nun als Folge der durch den Vorsitzenden der polnischen';Landesorganisatiou seit dessen Rückkehr aus Palästina :überall entfachten Begeisterung für Erez Jisroel reali- Isiert werden. Das Leiirgut trägt den Kamen des ver-;stor'bencn Agiidafiihrers Elie Kirschbraün.! Vorsprache des Rabbiner verbandes beim polnischen Kultusminister. Der Kultusminister empfing eine‘ : Abordnung des polnischen Rabbinerverbandes unter 'Führung des agudistischen Sojmdepuiierten ' Ober- : rabbiner ■Lewin und des ,jKlezker!Raw“;Rabbi Sarodschj kin. Zur Besprechung standen die Einwände der Ortlio- : doxie gegen das neue, von der. Regierung veröffentlichte•׳ Gesetz, für die jüdischen Gemeinden. Der •Kultus- :■ minister sagte den Herren wohlwollende Prüfung und ׳ tunlichste Berücksichtigung zu. .; Weiße Zähne: Chiorodont Günstige Entwicklung der Gewerbe-Jeschiwotli in ■ . Rumänien. ■Der Generalsekretär des liilfsvereins der deutschen; J adern Herr iDr. Wischnitzer, hat eine Instruktionsreise! durch Rumänien unternommen und berichtet über die; günstige Entwicklung־ der mit Geweibekursen ver-; ,bundenen Jeschiwos, ■wdlche von der vorn Hilfsyerein;!deutscher Juden verwalteten Pr0f.-Haff kine-Stiftung ' j unterstützt werden. Eine Reihe von jungen Heulen; die ■ zu Tischlern und Webern ausgebildet wurden, konnten!!sich bereits Existenzen begründen. Die Weberei der! jjeschi'woh in Marmaros-Sziget hat sich ■einen mechanij scheu iWebstuhl angeschafft. Diese Jeschiwoh besitzt auch;ein, Grundstück, auf dem die Zöglinge Gartenarbeit ver- 'richten. Herr Dr. Wischnitzer berichtet ferner ü!ber die gute ]Entwicklung.,der Gewerbe-Jeschiwos in Oberwisclio itittd ldc>Icl. )Die letztere, in der die Zöglinge zu Tischlern *ausgebildet werden, soll demnächst in eine größere Stadt j :verlegt, werden, wo die Absatzmöglichkeiten für Möbel j!günstiger sind,;! ־ Verein Nord-Ost. Der ״Jüdische Verein Nord-Ost;‘ j ersucht uns, mitziiteüeu, daß Präsident dieses. Vereines j ]nicht Herr Dr. Jacob Rappaport, sondern!Herr Adolf j Hecht ist. ,; ‘ j j ■ Wir suchen ■:\y; •; V;־:: I] 1. eiuen tüchtigen Inseratenakquisiteui•,! 2. einen tüchtigen Vertreter zur Akquirierung von Abonnenten» ׳ 3. einen Inkassanten.! ־•; H Bei bescheidenen Ansprüchen bieten diese' StelleA Exißtenzmögiichkeit, Offerte wollen u n v e rzHi g li q hschriftlich an die Verwaltung gerichtet werden, j)jp Verwaitnrig! der ״Jüdischen presset * JÜD1SCHEPRESSE Seile 3 Denkmal für WilMm VasMftgL Führende ungarische Politiker, Schriftsteller und Repräsentanten der Gesellschaft' haben sich zu einem Komitee vereinigt, um . detit groffeh Voffeäntpfef der bürgerlichen Ideale. ■itt Ungarn, Wilhelm Väszonyi, ein .Denkmal zw seken. Vrisäöttyi; defi König Karl im Jahre . IM? zum Justizmiraster Ungärhs ernannt hatte, war auch einer der Führer des ungariseben Judentums and in der Zeit des ״Weißen Terrors“ einer der unerschrockensten Verteidiger der jüdischen iGleidliberechtigung. Er war deshalb von den ״Erwachendef! Ungarn“ seTtr gehaßt. Auf der Straße wurde er von zwei ״Erwachenden‘^überfallen und niedergeschlagen. Dies Erlebnis war mit Ursache zu seinem Tode. Interessant ist, daß gerade jetzt Vaszonyl ein Denkmal gesetzt Werden soll, wo der gewesene ׳Führer der ,Erwachenden“, Gömbös, die Regierung übernommen hat. Dem Komitee gehören der Regierung sehr nähestehende Persönlichkeiten, wie der frühere Justizminister und Oberbürgermeister von Budapest, Dr. Barczy, Graf Albert Apponyi, Dr, ■Desider iBalthazar. Graf Moritz Esterhazy, der gewesene Außenminister Dr. Gustav Grutz, an. _ Zwei Jahre vor der dritten knessioh Gedauloh Von M. D. Lewenstein, Zürich Wir veröffentlichen gerne den nachfolgenden Artikel des Führers der ״Aktivisten“, ohne daß , wir. uns mit allen seinen Gedankengängen identifizieren. Die Redaktion Zwei Jahre — in der Weltgeschichte eine kaum zu erkennende Zeitspanne -*-. für alle diejenigen, denen Agudas Jisroel jüdische Weltauffassung ist, von eminentef Bedeutung. In dieser relativ so kurzen Zeit muß große Arbeit geleistet werden, um die dritte Knessioh Gedauloh s. G. w. zu einem Markstein in der Agudas Jisroel-Bewegung zu gestalten. Raschlebende und raschvergessende Epoche nennt man unser Zeitalter — doch als warnendes Signal steht tagtäglich die nunmehr 3 Jahre zurückliegende zweite Knessioh Gedauloh vor unserem geistigen Auge. Wie ein Treuegelöbnis klingt es, bereist man die verschiedenen Agudazentren und kommt mit den Jugendverbandsleitungen zusammen: •Keine Knessioh .Gedauloh in der Art •wie die ׳.zweite wieder! ״Kritik der Kritik“ nannte sich ein vor wenigen Wochen im ״Israelit“ erschieinener Leitartikel und unter ״Lau su haderech“ veröffentlicht Herr Eisig Münster in der Czernowitzer Zeitung ״Der jüdische Weg“, ebenfalls in den letzten Wochen, einen sehr beachtenswerten Artikel. Die Publizisten der genannten Artikel behandeln verschiedene Gebiete der Kritik. Jedoch ein Problem ist ihnen gemeinsam: Die Führerfrage. — Im ״Israelit“ Verteidigung gegen Kritik und Angriff der Herren Dr. Isaac Breuer, Frankfurt a. M., und Ch. J. Eiß,. Zürich, bezüglich Führerschaft und deren Tätigkeit; in der Czernowitzer Zeitung. Kritik an der Führerschaft wegen Maftget an Selbstvertrauen. : Die uns beschäftigeftde Fühterfrage ist düfeh den Leitartikel des *»Israelit“ nicht erledigt; Um *däs dort etörterte Exempet ftefäüszugf eilen,sei auf die;,Schornre Sehabb0s“-Aftgelegenheit vervyiesetr. Fern Von allen kleinlichen persönlichen Verun* gfimpfuttgen, .die leider auch in der jDiskusstöh über diese Frage scheinbar unerläßlich waren, fragen wir uns: Ist die große agudistische Masse mit der erfolgten Lösung einverstanden? Die Zweite Knessioh Gedauloh sprach sich gegen Eintritt in die ״Jewish Agency“ aus, falls nicht die gestellten Bedingungen erfüllt werden, die den Eintritt der Agudas Jisroel ermöglicht. Die gegebene.Direktive würde Von der Führerschaft strikte befolgt. Die Führerschaft hatte die agudistische Masse in geschlossener Meinung hinter sich! Im Schoße des G. A. wurde bereits vor über änderthalb Jahren Stellung zu dem schon öfters aufgetaüchten Projekt einer ״jüdischen Weltkonferenz" genommen. Nichtbeschickung wurde beschlossen. Die Führerschaft hielt an der Direktive fest. Die erst vor wenigen Wochen zu Ende gegangene Genfer ״Konferenz" bewies abermals, daß die Führerschaft sich auf die ganze agudistische Masse verlassen kann. Beweist dies nicht, daß es die agudistische Masse ist, die konzessionslose Vertretung ihres agudistischen Weltauffassung verlangt? Wo waren, abgesehen von ganz vereinzelten •Votanten, Stimmen von Gruppen oder gar Landmannschaften zu hören, die sich gegen die Aus- Wirkung der gegebenen Parole wandten? Mit dei* ״Schomre Schabbos“-Frage hat sich die Knessioh Gedattloh und der G. A. in der für uns heute bestehenden Bedeutung nicht befaßt! Nicht nur Gruppen, ganze Landmartnschaften können sich mit der Erledigung nicht zufrieden geben! * '.'׳• Disziplin der Massen verlangt Disziplin der Füllrerschaft! Disziplin der Führerschaft bedeutet auf Grund der Erfahrungen der letzten Jahre: Konzessionsfrete Führung! Allüberall in der Welt kämpfen die jüdischen Organisationen infolge der Verhältnisse um ihren Weiterbestand. Nur eine jüdische Organisation nimmt Stundlieh numerisch und geistig zu: Agudas Jisroel. Der von uns auf unsere Fahne geschriebene jahrtausendealte •Ruf: ״Schma Jisroel, Haschern Elaukeinu, Haschern edhod“ wird Gemeingut einer immer größeren Anzahl unserer Brüder und Schwestern. Versteht .unsere Führerschaft das Zeichen? . ׳ ״Echod“! Für einen, einen Weg, geeint! Zwei Jahre bis zur dritten •Knessioh Gedauloh! Diese Zeit muß uns dienen, eine gut vorbereitete Vertretung der Jugendorganisationen zur Knessioh Gedauloh heranzuziehen. Die dritte Knessioh Gedauloh soll unserer Führerschaft überzeugend sagen: ״Wir fürchten eine temporäre Einsamkeit nicht, wir sind vom Siege überzeugt, darum lautet , unsere Devisc: Konzessionslos! i■—■—■■MMWBWW——■MHmHHiHromiWMMWMMfMjll{i! Tschechosl o w a k ei: Oie Rekruten am Rosch-Haschono. Wir berichteten in der Rosch-Hascliono-iNummev von der betrübenden und die gesamte .jüdische Bevölkerung unserer Republik aufs tiefste kränkenden Tatsache, daß es im Gegensatz zu früheren Jahüeri, da der gleiche Fall vorlag, in diesem Jahre den seit ane'hveren Monaten andauernden und bis zum!Eintritt des heiligen Festes fortgesetzten Bemühungen der orthodoxen Landeskanzlei in ■Bratislava nicht gelungen ist, für ׳die jüdischen Rekruten oiuen kleinen Aufschub des anv Rosch Haschono fülligen Einrückungstermins durchzusetzen. Wir waren• nach unserer Kenntnis der gegebenen Zusicherungen '׳:nur in der Lage, den jüdischen Rekruten in Aussicht zu stellen, daß ihnen sofort nach ihrer Meldung in weitestem Maße Gelegenheit gegeben' wird, an diesen heiligen Tagen am G־ttesdienste teilzunehmen. Das war •gewiß sehr ׳wenig. Zu unserem; größten Leidwesen ■mußte jedoch walhrgenommen!werden, daß selbst diese bescheidene und minimale Hoffnung im. allgemeinen n•icht in E(r f ü LI ü 11 g g eg a ng e n is t. Die ,Heeresverwaltung und ihre Truppenteile, in deren Hand die Bewilligung dieser geringfügigen Wünsche der gesamten Judenheit unserer Republik lag, bekundeten in diesem Falle eine unbegreifliche und unseres Erachtens auch unbegründete ablehnende Haltung. Sie zeigten nicht das ausreichende Maß von Verständnis für die einfachsten Erfordernisse des Seelenlebens und für die religiösen Bedürfnisse ■eines Teiles׳ der jungen Menscheu, die von cler Bevölkerung dem Heere zur militiirischen Ausbildung in Präsenzdienst gestellt werden. Es ist doch nur ein kalendarisches Mißgeschick, daß der I. Oktober in diesem Jahre wieder — ziim dritten Male seit dem!Bestand unserer Republik —״ gerade auf ■einen hohen jüdischen Feiertag, nämlich auf den Tag des jüdisch-religiösen Jahresbeginnes fiel, dessen mächtige, g-ttesnahe Wirkung schon seit Jahrtausenden jüdische Seelen im Banne hält und auch, den!entfremdetsten Juden zur religiösen Gebets- und Lebensandacht emporhebt. Gerade dieser Tag stärkster menschlich veredelnder Eindrücke durfte aber im Gemiite des jüdischen Rekruten, den Bürgerpflicht und Vaterländsschutz 2i\m Militärdienst einberufen, n i c h t zun! unauslöschlichen Erimherungstäg an ungerechtfertigten, eisenharten Zwang und qualvolle persönliche Demütigung gemacht werden. Die historische Eigenart des jiidisidien religiösen Lebens, •tlas der gesitteten■ Menschheit ■manche ihrer höchste»! und beseligendsten religiösen Güter gegeben hat und an däs .sich trotz allem geschichtlichen Ungemach und aller Ungunst der kulturellen Entwicklung auch,heute noch Mil-;Bönen Juden mit allen Fasern ihres Herzens und allen 'Regungen ihres Denkens gebunden wissen, erlaubt nicht ■nur, sondern gebietet ihnen strenge den G e h 0 1־ s a m;׳gegen •das anerkannte, staatliche Gesetz. Entspricht es ־aber den I n t e n t i ö n e n des Rechtes, die in Verfassung rund Gesetz unseres Staates zur anstitutionellen Geltung '■gelangen wpUen, daß dem Juden gesetzliche Disziplin und büjrgeplicher Gemeinschaftssinn solche, u an ö ti g e O p i er auferlegen und/dieser Gehorsani ihm überhaupt nur bei Antastung seiner religiösen Freiheit möglich iemacht ,wird? Wir gilauben nieht. daß der G;ei׳s t def Jeeresid' i s 2 i p 1 i n, die ״soldatische M o r a l“, wie man das nennt,' darunter gelitten hätte, wenn dei* Rekrut am Tage seines :(Dienstantritts sich seinem <*dte hätte;qahe/ fühlen duHem.■ * Verfassung und Gesetz verbürgen auch dem Juden, wie jedem anderen Staatsbürger, Freiheit der Religiöns- Übung. Wir berufen uns nicht gerne auf dieses Grunclgesetz unseres!Staates, weil aller Hinweis ■auf Gesetze nutzlos ist, allsolange der Gedanke, der ihnen innewohnt, nicht zum kulturellen Gemeingut aller Menschen und in der Praxis nicht zum Lebenselement aller Staatliehen Institutionen geworden ist. Hier ׳handelt es »ich- •jedoch um einen solch krassen Fall, einen so auffallen־׳ den Mangel au Entgegenkommen bei den entscheidenden Stellen, daß es einmal klar ausgesprochen werden muß: Das ׳Judentum in der 'freiheitlich ge- ■si n n t e n t sc h e c 11 o s 1 o wa k i s qhe n Rep übli k Zur Auffrischung des Blutes trinken Sie einige Tage hindurch ׳frümorgens ein Glts natürliches ״Franz- Josef“־Bitterwasser! Das •voii vielen Äerzteq verordnet« Franz-Josef-Wrisser regelt die Darmtätigkeit, stärkt den Magen, verbessert das Blut, 'beruhigt die!Nerven und schafft so allgemeines Wohlbefinden und!klaren Kopf. Das ״Franz-Josef“״Bitterwasser ist!in Apotheken,/Dfö-' gorien und Mineralwasserhandlungen ernältlicü! b e s t e h t a.u f s ei n e m Rech t cler F r e ih e i t z u 1־ R e li g i o 11 s übü 11 g u 11d g la u b t, nich t z u vi el ve r 1 a ng t z u habe 11.!wenn es die Ge wäh rii ng. dieses A ns p r n c h e s i n J ah r e n e i iun ti 1e r- \v artet׳. Wir leben doch schließlich, G-tt sei Drink, mitten im Frieden. Die Tüchtigkeit unseres Heeres bildet f ’“ allergeringste Einbuße erlitten, wenn — ebenso wip,!aus Transportgründen für die Rekruten ganzer Landesgebiete der Einrückuagstermin bis •zum,3. Oktober •verschoben wurde — auch der religiösen;-Freiheit der jüdischen Rekruten am Tage ihres Militärdienstantrittes ein klein wenig״ Rechnung getragen worden ■wäre. Vom Verein ״Marpe Lenefesch44.!Dem iBratislavaei־ Verein ׳״M a r p e Len e f o s c li“ gebührt seit nunmehr 6 5 Jah r e n das unvergängliche Verdienst, fiir die Verköstigung der jüdischen Kranken in den Bratislavaei־!Spitälern in der umsichtigsteh Wqdsc gesorgt zu haben. Viele tausende heilungsbedürftiger Menschen denken dankerfüllt an die Tätig' keit dieses Vereines, die sie in schweren Stunden seelisch aufrechterhielt dadurch, daß sie ihnen auf dem Kranken*־ lager gute, schmackhafte, bekömmliöhe und zugleich dpa religiösen «Anforderungen entsprechende ״ ■Nahrung •gc| boten hat. Und diese Wphltat übt der Verein״Marpi^ Lenefesch" nunmehr 65 Jahre ununterbrocheii! Vor üijf liegt der Kassengebarungsausweis dieses; Vereines pijQ;1931, der , seine •MU^Rißd6r:':׳tmd Förderer versandt wird. Wir entnehmen ihm, daß in diesem Jal1r| yon dem Verein 1317 Kranke an 19,03 2 Verf p f .10 g s t a g e n ‘ f ü n f in a 1 t ä g i i c h m i t געור -K 0 s je nach den Anordnungen der Aerzte, v e r so 1• gj w u r d e n, Das ist * wahrlich eine Leistung» die in dies^l schweren Zeiten nicht hoch genug 'bewertet werden kann, Sie erforderte die volle Hingebung der Vereinsleiter au das menschenfreundliche Ziel des Vereint Berichtigung,. Pas Gleichnis von Rabbi Eliesöv Deutsch (Bonyhad) ״'Das Rosch-Haschono-Fest ain Bchabbös*‘! das!wir In der vorigen Nummer; gehilriht : ׳Uabeii. ist . ,uns Von; Herrn Rabbiner Josef* bchwart^ (Oradea) eingesendet worden,