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Jüdische Presse · 1932-09-30 · 39 (30.9.1932) · page 9

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Journal
Jüdische Presse
Volume
18 (1932)
Issue
39 (30.9.1932)
Date
1932-09-30
Page
– (sequence 9)
Language
German
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Nr. 59 JÜDISCHE PRESSE Bachurim ist nicht immer der gerechteste Schlüssel der Verteilung. Die ״Machsike Hajeschiwotli“ hat niemals selbstsüchtige Ziele verfolgt. Die reine Flamme des Altruismus, die in unserer Brust loderte, war nie und niemals von vereinsegoistischen Interessen getrübt. Wir haben den Verein nicht gegründet und aufgebaut um des Ver- 1' eines willen; jeder Schritt und jedes Unternehmen stand im Dienste aller Jeschiwoth. Die ganze Tätigkeit des Vereines war stets vom selbstlosen Willen inspiriert, allen Jeschiwoth den Bestand und das Aufblühen zu ermöglichen. Dies müssen wir vorausschicken,!um das sagen zu können und zu dürfen, was lastend auf unserem Herzen liegt. Manche Jeschiwoth haben Sonderaktionen veranstaltet, sind ihre separatistischen, von unserer Chewra abzweigenden Wege gegangen und haben darauf nicht geachtet, daß sie unsere Kreise stören, unsere Arbeit hemmen und unserem Vereine Schwierigkeiten bereiten. Man kann nicht von einer Seite den Brunnen auspumpen und ihn von der anderen Seite mit Erde und Geröll verschütten. Die traurige Wirtschaftslage, die immer mehr und mehr Parnossois zertrümmert, lehrt, daß sich eine Jeschi wo nicht auf einzelne, nicht auf gewisse Kreise stützen kann. Die Jeschiwoth kann nur eine Organisation retten, die vom ganzen Volke getragen wird und alle Schichten zur Hilfeleistung heranzieht. Sie helfen darum in tmzulünglichem Maße, vorübergehend, ihrer Jcschiwo auf Kosten der Organisation, die sie für die Dauer retten kann, ln der Gemoro wird uns folgendes erzählt: "מעשה באדם אחר שהיה מסקל מרשותו לרה״י ומצאי חסיד אחר אמר לי: מפני מה אתה מססל מרשית שאינה שרך לרשות שלך? לגלג עליו. לימים נצרך למבור שריהי יהי׳ מהלך באותי רה״ר ונבשל באותן אבנים. אמר •י יפה אמר לי . איתי חסיד, מפני מה אתה מסקר מרשות שאינו שלך לרשות שלך". Die Jeschiwoth schützen mit heiliger Selbstsucht — dies muß zugegeben werden — ihre Einnahmsstätten und schleudern die Hindernisse auf den Weg unserer Chewra. Wir fürchten, daß sie die Krise belehren wird, daß nur unser Verein das Gemeingut ist, das mit gleicher Sorgfalt alle Jeschiwoth zu retten!bestrebt ist. In einer Zeit, in der religiansverneinende Stirnmen in mächtigen Chören ertönen, in der thorafeindliche Bestrebungen tausend Netze und Fallstricke!bereithalten, um unsere יThoraju׳gend einzugarnen und zu Fall zu bringen, wo auf allen Seiten Irrlichter aufleuchten, um die Träger unserer Zukunft in Verderben und Tod in sich bergende Sümpfe zu locken, in einer Zeit, in der Sünde und Abfall auf Schritt und Tritt in verschiedenen Gestalten verführerisch ihre Arme aus- , strecken, um die einstigen Hüter des unverfälschten jüdischem Geistes unserer תוה״ק zu entfremden, müssen um die jüdische Zukunft besorgte Männer alles aufbieten, um den כבוד התורה zu heben und die Bachurim enger und fester an die Thora zu schmieden, ihre Liebe zu ihr zu vertiefen, ihren Lerneifer zu steigern. Aus dieser Erkenntnis haben wir die B ekleidungsaktion unternommen. Wir haben an sechs Jeschiwoth Beträge für diesen Zweck ibereitgestellt. Der Verein wird auch die übrigen Jeschiwoth in diese Aktion einibeziehen. Dies ist ja nur der Anfang, die anderen Jeschiwoth werden turnusweise folgen. Nun setze ich den Punkt nach der Geschichte des verflossenen Vereinsjahres. Im!Bewußtsein meiner Verantwortung sage ich, daß ich,unvoreingenommen die Eveignisse geschildert, nichts verschwiegen, :nichts verheimlicht habe. Meinen Pinsel führte das Leben und nicht die Eingebung meiner Phantasie. Ich habe nichts verschönert, nichts verschlechtert. Nun lege ich den Pinsel zur Seite, Rolle die Leinwand zusammen und übergebe ihnen das Bild zur Beurteilung. Wir legen das Mandat, das wir von Ihnen erhielten, in Ihre!Hände zurück und überlassen es Ihrer Entscheidung, ob wir des Vertrauens würdig gewesen. Wie immer diese Ent- Scheidung ausfallen mag, bitten ׳wir Sie das eine, zweifein Sie nicht an der Lebensfähigkeit des Vereines. Ohne Furcht und Bangen kann der Verein seiner Zukunft entgegensehen. Das Thora volle wird das Werk nicht im Stiche lassen, welches mit der alleinigen Aufgabe geschaffen wurde. חשי״ת und seiner Lehre zu dienen. Wir haben einen Verein aus dem Boden gestampft, aus nichts, ohne an etwas Vorhandenes anzuknüpfen, den ragenden,, sturmfesten Bau unserer Chewra aufgeführt. Unsere Helfer und Mitarbeiter waren nur die nie versiegende Thoralicibe, die nie versagende Freigiebigkeit unseres Volkes. Die werden immer zu Taten und zu Opfern bereit sein. In den zwei verflossenen Jahren hat der Verein mächtige Etappen auf dem Wege nach vorwärts, seinen Zielen entgegen zurückgelegt,!Diese zwei Jahre verkünden es mit überzeugender Kraft: der Bestand des Vereines ist kein Seifenblasendasein, das für den Augenblick in den herrlichsten Farben prangt, in dem nächstem Moment aber, mit der Wirklichkeit in Bc~ rührung gekommen, zerrinnt. Das Leben unseres Vereines ist kein ״קיקיון Leben, welches kaum von den Wurmstichen kleinlicher Nörgler, böswilliger Kritiker angestoehen, verdorrt und verkümmert. Die schöpfetische, wuuderwirkende Begeisterung, die ihn in der 'Vergangenheit beschirmte, wird ihn auch in der Zukunft beschützen. Sie werden jetzt über unsere Tätigkeit zu Gericht sitzen. Manche kritische Stimme wird laut werden, auf manche Fehler werden sie die Aufmerksamkeit lenken. Der unvollkommene Mensch kann ja kein vollkommenes Werk schaffen. Die Stimme, die wir aufgebracht, die: Hilfe, die wir den Jeschhvoth gewährt, die Liebe, mit der wir gearbeitet, bestellen wir" zu unseren Anwalten. Wir stoßen nicht in die Posaune, rühren nicht die Trommel, lassen keinen Weihrauch aufsteigen. Wir schweigen, die Tatsachen, die Jeschiwoth, haben das Wort; sie mögen sprechen. Stuhlverstopfung. Zeugnisse der Kliniken für kranke Frauen bekunden, daß das sehr mild abführende natürliche ״Franz-joseF,-Bitterwas'ser besonders bei Wöchnerinnen mit ausgezeichnetem Erfolg angewendet wird. Aus dem Jahresausweis der ״Machsike Hajeschiwoth“ Der Jahresausweis der ״Machsike Ha jeschiwoth“ vom Jahre 5692 informiert recht lehrreich über die Eingänge zur Unterstützung der Jeschiwoth in der Slowaker. Darnach besitzt (der Verein derzeit 59 Ortsgruppen (statt 17 im Vorjahre). An einzelnen Sammelaktionen — wie am ש׳ במדבר und שמחת תורה — nahmen aber auch zahlreiche Gemeinden teil, in denen Ortsgruppen noch nicht bestehen. Den größten Einnahms- Posten nehmen die Mitgliedsbeiträge und Spenden aus diesen Ortsgruppen mit Kc 75.254 ein. Dann folgen die allgemeine!) Sammelaktionen am ש׳ במדבר und ש״ת mit Kc 41.921.!Recht vielversprechend erscheint auch der Posten ״Subventionen“ von Gemeinden, Vereinen und Institutionen. Bis zum Abschluß der Jahresrechnung waren unter diesem Titel jedoch nur Kc 11.882 wirklich eingegangen. Die gesamten Einnahmen des Vereins, einschließlich des Saldos vom vorigen Jahr, betrugen im Jahre 5692 Kc 152.681. Diesem Betrag stehen Ausgaben an U 111 e r s t ü t z u n gen der J e s c h i w o t h i n d e 1• Höhe von Kc 85.000 und an die Kleidungsgegenüber. Die restlichen Beträge wurden fiir Gehälter, einmalige Anschaffungen, Reisespesen. Drucksorten. ׳Porti und Administration usw. verausgabt. Unterstützungen an Jeschiwoth ׳wurden im Wintersemester während fünf Monate (Cheschwan, Kislew, Teweth, Schwat und Adar I) und im Sommersemester während vier Monate (Ijar, Siwan, Tamus und Aw) geleistet. Vier Monate dieses (Schalt-) Jahres (Adar II, Nissan, Elul und Tischrl) wurden also als ״Ferialmonate“ betrachtet. Es wäre u. E. zu erwägen, ob es angesichts der wenigen Jahre, die der Jüngling jetzt dein Jeschiwostudium widmet, nicht angezeigt wäre, mit dieser Tradition zu brechen und die Jeschiwoth das ganze Jahr hindurch in Betrieb zu erhalten, zumal die Reise ins darbende Elternhaus vielen Bachurim bei den gegenwärtigen traurigen Zeitläuft eit keineswegs eine Zeit der ■Erholung und'der Kräftesammliing bedeutet.!Dagegen sollte während des Sommers an einem geeigneten Orte auf dem Lande (vielleicht Hunsdorf?) auf gemeinsame Kosten der Jeschiwoth mit Unterstützung anderer Körperschaften (Hafkine-Stiftung?) ein iE r 110.1 u n/gsh e i m für Jes c h .i w o 11 - ß c h ü 1 e 1• ׳errichtet werden. Die monatlichen Unterstützungsbeiträge, die der Verein den einzelnen Jeschiwoth gewährte, bewegen sich zwischen Kc 1200 und Kc 50. Je Kö 1200 erhielten gleichmäßig die vier Jeschiwoth mit ׳mehr als 140 Schülern. Die anderen Jeschiwoth erhielten Subventionen je nach der Zahl ihrer Schüler unter Berücksichtigung der Verhältnise in ihrem Standorte. Das ergab, daß der Verein an Subventionen im Winter insgesamt Kc 44.850 (Cheschwan 8700, Kislew 8800, Teweth 8600, Schwat 8700, Adar 8600) und im Sommer Kc 40.450 (monatlich je 9250) verteilte. Von den Kc 5000 der Kleideraktion erhielten ׳die sechs größten Jeschiwoth!je Kc 500. Werdende Mütter müssen jegliche Stuhlverhaltung durch Gebrauch des natürlichen ״Franz-Joesf“-Bitterwassers zu vermeiden trachten. Vorstände von Universw täts-Frauenkliniken loben übereinstimmend das echte Franz-Josef-Wasser, da es leicht einzunehmen ist und mild öffnende Wirkung in kurzer Zeit und ohne unangenehme Nebenerscheinung sicher eintritt. Das Franz-Josef- Bitterwasser ist ׳in Apotheken, Drogerien und Mineral- Wasserhandlungen erhältlich. Statistisches über die Jeschiwoth in der Slowakei. Dem vom Verein ״Machsike Jeschiwoth“ herausgegebenen Jahresbericht entnehmen wir recht inter- (׳.•isanite!statistische Daten. Der Verein unterstützte im vV:i 11 tersemeste 1• 5692, insgesamt 2t Jeschiwoth; mit Ausnahme von Kosice sämtliche in der West- Slowakei. An den unterstützten westslo wakischen jeschiwoth lernten im Winter 9 95 Bachurim. V011 diesen waren ortsansässig zusammen 140, aus der S 1 o w a k e ׳i 515, aus P o!tl k a r p a t s k a Rus 287, aus U n g a r 11 154, aus O e st e r ־1׳ eie 19 11׳, aus R u m änie 11 48, aus Polen 5 und aus dem ׳übrigen Aus-!and 28. Im Sommersemesfei׳ wurden 20 Jeschiwot.11 unterstützt (inklusive Kosice). Diese zählten insg e samt 1112 S c 11 ü 1 ׳e r, und zwar 145 o r t sansässige, aus der Slowakei 327, aus Poclkarpatska R u s 534, aus U 11׳ g a r 11 185, aus Oesterreich 27, aus Rumänien 61, aus Polen 4 und aus dem •übrigen Ausland 29. Me'111• als 5 0 Bachur i 111 hatten: Bratislava (145), Dun. Streda-Rabb. Katz (109), Galanta (150), Kosice (88), Sered (66), Surany (172) und. Nitra (184). Die meisten Bach 111־ im aus der Slowakei hat äurany (78), aus P. K. R. ebenfalls Surany (55), aus Ungarn Galanta (47), aus Oesterreich Nitra (13), aus Rumänien Bratislava (22), aus Polen Surany (2), ׳aus dein übrigen Ausland ..Galanta (12). Mensa besitzen 8 Jeschiwoth (Bratislava, Dun. Streda-Obcrrabbiner Wciuberger, Dun. Streda-Rabbiner Katz, Ga-!aiita, Kosice, Serecl, Surany, Nitra), internat nur eine Je!schi\va (Sered). Interessant und für• ׳gewisse^ Folgerungen über den Stand des Thorastudiums auch wichtig wäre eine Aufstellung nach A 11 e r s s t 11 f e n. Vielleicht holt dies der Verein in seinen künftigen ׳Berichten nach. Grabsteinsetzung für Landespräses Oberrabbiner Rabbi Kalman Weber אצ״ל Sonntag, xlen ersten S’lichostag, versammelte sich rings um das Grab des vor einem Jahr auf tragische Weise verschiedenen orthodoxen Landespräses Oberrabbiner Weber זצ״ל auf dem PieStanyer בית החיים ßb1 Großteil seiner Gemeinde und ein intimer Kreis seiner Freunde und Verehrer aus den umliegenden Gemeinden, _ Seite 9 um ihm die jfäiö zu stellen. Noch drückt die Trauer 11m den heimgegangenen Führer, Kämpfer und Sachwalter schwer aiif alle Gemüter. Der Schmerz» der vor einem Jahr alle diejenigen erfaßte, die angesichts ׳der Führerlosigkeit um die Zukunft des thoratreuen Juden* tums in unserem Lande!besorgt sind, fand hier neue Nahrung und erneute Bestätigung. Auf dem Grabhügel des ersten Präses der slowakischen Orthodoxie erhebt sich nun ein mächtiger Stein, dessen Inschrift in lapidaren Sätzen den kommenden Generationen erzählt, was Rabbi Kalman Weber צ״ל? uns war und was er für uns leistete. Noch ist aber nichts geschehen, um das zu erhalten, was er geschaffen, und das w e!i t e r z uentwickeln und n us z u b a u e n, wozu er nur die Umrisse gezeichnet und die Grundlagen niedergelegt hat, und von dannen ziehen mußte, ohne sich seiner Vollendung freuen zu dürfen. Die trostlos zurückgebliebene Familie hüllt noch in Trauer ihr;Haupt und nur spärlich dringt wieder ein Lichtschimmer ׳der Hoffnung und der Freude in ihren Kummer. Die Gemeinde Piestanv, die des starken geistigen Lenkers so sehr bedarf, späht immer noch in die gähnende Leere nach ׳dem Manne aus, dem sie die Zügel vertrauensvoll in die Hand legen könnte. Alles steht noch verlassen da, was Rabbi Kalman Weber ^>זצ״ sorgsam betreut und über Klippen und Fallstricke hinweg ein Stück Weges vorwärts, aufwärts geführt hat . . . Von solch trüben ׳Gedanken ergriffen, lauschten die Versammelten den Gedenkreden, die auch heute, wie vor!zwölf Monaten, in ׳unzähligen Variationen die Wolken zeichnen, die sich über ׳das Judentum breiten, seitdem sein willensstarker Geist nicht mehr wegweisend voranschreitet. Als erster spricht ,in tiefer Bewegung Herr Rabbiner T e i c 11111 a 1, Dajan der Piestanyer Gemeinde. Er ist von der Gemeinde!beauftragt, ihrem Schmerz über die Größe ihres Verlustes, den er mit ihr gemeinsam erlitten hat, den entsprechenden Ausdruck zu verleihen. Und was sich seiner Brust entringt, ist ein Aufschrei der Hilflosigkeit gegenüber der Wucht des mächtigen Schlages, der sie aufs Haupt traf . . . Herr Religionslehrer W einberger schildert!in einer formvollendeten und wirkungsvollen Rede .die vielseitige und ■dennoch abgerundete, weil aus einer reinen ׳und heiligen Quelle igenährten Persönlichkeit des großen Heimgegangenen und versteht es, Saiten anzuschlagen, ■die im Herzen aller Anwesenden noch lange fortklingen werden. Ihm folgt der vor jüngste Sohn des Verewigten, Herr Bunim Weber, ׳der dem Vater, Lehrer un!d Erzieher ■rührende Worte des Dankes und des Gelöbnisses widmete. Der folgende!Redner, Herr Schächter Israel ׳Grün, fand im Anschluß׳ an aufwühlende דברי מוסר ergreifende und erschütternde Töne tiefgefühlten Leides über das. Hinscheiden eines Mannes von der weitreichenden Konzeption des Oberrabbiners Weber זצ״ל Zum ׳Schlüsse sprach als der einzige anwesende auswärtige Rabbiner Herr Oberrabbiner Samuel Reich aus Vrbovö. Es berührte alle Anwesenden wohltuend und erschien auch korrekt, daß der Redner diesen Nachruf!benützte, uom dem Heimgegangenen זצ״ל für den Kampf, den er viele Jahre hindurch gegen ihn geführt hatte, an seinem Grabe öffentlich ״Satisfaktion“ zu. geben. Er versicherte, daß . sein Kampf nicht eigentlich gegen ■die Person des Führers, wie man allgemein irrtümlich angenommen habe, sondern gegen dessen ״Umgebung!und Berater“ gerichtet gewesen sei. Der heimgegangene ׳Führer der slowakischen Orthodoxie teilte darin das Schicksal aller großen Männer des Judentums von Awrohom owinu und Mosche rabbenu bis auf den heutigen Tag, die leiden mußten wegen der Fehler anderer, die sie, ohne selbst an der Schuld Anteil zu haben, auf sich nahmen. Der Hesped schloß mit der warmen und eindrucksvollen Aufforderung an die Gemeindeleitung, die Dankesschuld gegen den Verewigten ׳damit abzutragen, daß sie das Eribe des Rabbinats bei seinen Hinterbliebenen!beläßt und baldigst einen jungen Rabbiner an seine Stelle wählt, der die Gemeinde auf seinen Wegen leiten ׳wird: In tiefer Ergriffenheit verließen die Versammelten die Stätte ׳der Trauer und segneten das Andenken eines Großen in Israel, dessen Seele zur Ewigkeit emporgestiegen ist, um in diesen Tagen der Schicksalseutscheidung vor dem Throne unseres Schöpfers für die jüdische Gesamtheit מליץ יושר zu sein. Grabsteinsetzung für Isidor Engel s. A. A!m 24. Elul wurde in Bratislava in Gegenwart einer ansehnlichen Versammlung Herrn Isidor E 11 g e 1 s. A. das Denkmal gesetzt. Die ■Herren Rabbiner Sal. U 11 s cl o 1־ f e 1׳ ־und Dr. Fleisch h a c k e r widmeten dem Betrauerten tiefempfundene Nachrufe, in denen sie seine unermüdliche Arbeit zur Verwirklichung seiner humanitären Bestrebungen und im besonderen seine hervorragenden Verdienste um die Gründung und E.- haltung des neuen jüdischen Spitals würdigten. Seniesterprüfnngen in Bratislava. Am ש״ק 0' נציץ und Sonntag fanden an der •J e ss o d e - H a 111 o r.a -Schule und der T a 1 m u d T h o r a in Bratislava die Semesterprüfungen statt. Die ,.Prüfungen wurden von Sr. Eh1־w. Herrn Oberrabbiner Schreiber und den Herren Rabbinern D. Wessely, S. Lebovitscli und Jes,!IC alisch in Gegenwart der Eltern uiid zahlreicher Freunde des לימור התורה vorgenommen. Das Prüfungsresultat war durchwegs zufriedenstellend. Die Lehrer waren mit gutem Erfolge bemüht, das Unterrichtswesen in allen religiösen Lehrfächern auf seiner Höhe zu erhalten und׳ sein Niveau nach Möglichkeit zu heben. Die Kinder zeichneten sich durch Fleiß uncl Streben nach Vervollkommnung aus und ■wiesen auch ein recht hohes Maß von Kenntnissen auf. Se. Elmv, Herr. Qberrabbiner Schreiber gab seiner ׳Befriedigung über das Lehrergebnis Ausdruck.

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