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Jüdische Presse · 1932-08-19 · 33 (19.8.1932) · page 4

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Presse
Volume
18 (1932)
Issue
33 (19.8.1932)
Date
1932-08-19
Page
– (sequence 4)
Language
German
Belongs to
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Seite 4 ימ% JÜDISCHE PRESSE Residenz-Atelier rar nodense Wieo, LFLslschmarkt 1, Tel. R-29-2-80 Aafn»hm6ü i&tflieh töti 9 bi« 6 Ü&f. io Sonm**en von 9 bi« 6 Üi f Rabblnat «dar orthodox UraelUlithen Kultusgemeinde, Bratislava. Verlautbarung. Es wird biemit להםי1* מכשול ׳ zur allgemeinen Kenntnis gebracht, daß* sowohl die Fleisch-Ausschrotung als auch die Selch waren-Erzeug ung der Firma ־ Lustig in Bratislava und ihrer Fi 1 i a 1 e n und Ve r s c h 11 e i ß 6■ t e■11 e 11 nicht mehr unter orthodoxer Aufsicht stehen. י Die Erzeugnisse dieser Firma!können daher nicht mehr als orthodox gelten und das gefertigte Rabbinat lehnt für deren כשחת jedwede Verantwortung ab. B r a tisla va, den i2. August 1932 10. Aw $692. I 1 Das Rabblnat der orthl Isr. Kultusgemeinde. nahmen zur Aguda bekennen — würde die Ortsgruppen zu weiterer Tätigkeit anspornen. Erst jüngsten שבת hörte ich einen unserer bedeutendsten Oberrabbiner ausführen, daß es im jüdischen Leben keinen Stillstand gebe., Entweder geht man im Glauben vorwärts oder zurück. Dasselbe gilt vom Agudo-Leben. Entweder schreiten wir mit neuer Aktivität vorwärts oder wir sind untätig und fallen zurück 1דלא מוסיח יסיח N. ־Z., 15. Aw 5692. 1 י H. L. Vortrag Rabbi Mosche Blaus in Bratislava v Als ein Wort zur rechten Zeit kann der Vortrag bezeichnet werden, den Rabbi Mosche Blau •aus Jerusalem am מיש״ל׳ נחמו in der Bratislavaer Aguda über das aktuelle Thema ״Die orthodoxe Gemeinde in J e r u s a 1 e m u 11 <1 i 11 r e E n t s t e 11 u n g“ hielt. D'er Vortragssaal der Agudnh-Jugendgruppe war überfüllt and das Publikum horchte trotz der großen Hitze auf vdie schlichten, sachlichen und mit Absicht auf jedes rhetorische Beiwerk verzichtenden Ausführungen des Redners mit größter Spannung. Präses der Jugendgruppe, Herr Max Weiß, begrüßte die Erschienenen. Dann hörte man aus dem Munde des besten Kenners der Verhältnisse im Heiligen Lande die Geschichte einer orthodoxen Gemeinde, wie sie wohl einzig ־in der Welt dasteht. Dort, in der heiligen Stadt Jerusalem, wo ein jeder Stein Zeugnis^ für die Währheit der Thora und der g-ttlichen Prophezeiungen ablegt, wo das jüdische Volk seine Thoratreue vier Jahrtausende hindurch mit Strömen von Blut dm Kampfe mit äußeren Feinden und inneren Widersachern erkauft ׳hafte, dort mußte das Recht auf die orthodoxe Freiheit und Selbständigkeit in unseren Tagen abermals erst erfochten werden!! Wohl keiner der Anwesenden konnte sich einer schmerzlichen inneren Ergriffenheit erwehren, als er Rabbi Mosche Blau von den letzten dreißig Jahren in Jerusalem erzählen hörte. Vor dreißig Jahren noch war das Recht der Thora auf Souveränität dm gesamten jüdischen Leben in Jerusalem so unbestritten selbstverständlich, daß es dort formell und gesetzlich nicht einmal eine organisierte und konstituierte ״jüdische Gemeinde“ gab. ׳Einer solchen bedurfte man dort a׳u011 gar nicht, wo die Autorität der ״ גמלי התורחunngetastet war und sich jedermann ihrer Führung willig fügte. Erst die ״(Eroberung“ des jüdischen Lebens in Erez Jisroel durch die Zionisten in Anlehnung an die englischen Waffensiege schuf Zustände, in denen das orthodoxe Judentum ins Hintertreffen geriet, ׳und. sich genötigt sah, das Ge-!meindewesen der Orthodoxie auch in formaler Bezie-. hung auf feste Grundlagen zu stellen. Wie das alles vor sich ging, wie die großen und weitblickenden Führer Rabbi Jizchok Jerucham D i s k i n| . und Rabbi Josef Chajini ־S 0 1111 e 11 f e 1 d s. z. 1,, innerlich widerstrebend, Schritt um Schritt im Ausbau der orthodoxen Gemeinde fortschreiten m u ß t e 11, um der jüdischen Gemeinschaft in Jerusalem den. Charakter der Heiligkeit, der קהלה רחשי zu bewahren, das bildet ein solch wichtiges, lehrreiches und bezeichnendes Stück neuzeitlicher jüdischer Geschichte,, daß man die Entstehung der orthodoxen jüdischen Gemeinde im Jerusalem der national-jüdisehen Aera unseren Kindern schon in der Schule erzählen müßte, damit sie rechtzeitig darauf vorbereitet werden, was ihrer in der Zukunft wartet, und damit sie wissen, was auf dem Spielo ist, wenn sie ח׳ין nicht stark, sehr stark bleiben •in ihrer Treue zum orthodoxen ׳Judentum und in ihrer Opferbereitschaft für dasselbe. Anderseits sprach aus den Worten des Redners eine überzeugte und feste Zuversicht, wie wir ihr in den Kampfeszeiten nur ׳bei denen begegnen, die wissen, daß 11er Allmächtige mit ihnen ist. Die orthodoxe jüdische Gemeinde in Jerusalem hat die Schwierigkeiten ihrer Fntstehungskümpfe glücklich hinter sich. Sie ist heute schon mit fast allen Institutionen und mit manchen der wichtigsten Rechte ausgestattet, deren eine orthodoxe Gemeinde bedarf, 11־m lebensfähig zu ׳sein. Der Heimgang Rabbi J. CJ1. Sonnenfelds s. z. I. riß eine blutende Wunde an ihrem Körper, aber sie ist von der Hoffnung beseelt, daß es ihren Bemühungen bald gelingen werde, an seine •Stelle einen rabbinisclien ־Führer zu berufen, dessen Wirken m. G. H. von gleicher felsenfester Ueberzeuguugstreue geleitet und von gleichen Erfolgen gekrönt sein wird. Die Anteilnahme der Thorntreuen in der gesamten Diaspora stärkt und hebt den Mut und, die Ausdauer der Orthodoxen in Jerusalem. Wie die zionistische Organisation der eigentliche bewegende Geist zur Bildung jener neuen Körperschaften und Institutionen ist, die auf die Schaffung eines bis in seine letzten Verästelungen zionistisch beeinflußten und mit allen guten jüdischen; Traditionen brechenden Gemeindewesens in Erez Jisroel hinauslaufen, so bewährte sich die Weltorganisation der Agudas Jisroel in der Entstehungsgeschichte der orthodoxen Gemeinde in Jerusalem als der Schutzwall des wahren jüdischen Geistes, dessen Heimstätte Erez Jisroel m. G. EI. bis ans Ende der Zeiten bleiben wird. Mit einem Hinweis auf das jetzt jin Jerusalem aus seiner Feder erschienene Werk עמידא דנהורא das eine Biographie Rabbi Jos. Chajim Sonnenfelds 1s. z. 1. und zahlreiche Dokumente zur Geschichte der orthodoxen Gemeinde enthält, schloß der Interessante und lehrreiche Vortrag unter dem rauschenden Beifall der Versammelten. .. 1׳1 Rabbi Mosche Blau in Nitra. Anläßlich seines Aufenthaltes in der Slowakei -besuchte Rabbi Mosche Blau aus Jerusalem auch unsere Gemeinde. Auf Einladung der Gemeindeleitung hielt er Dienstag Abend vor )ממ י״כקט .Gemeindesaal einen informativen Vortrag über das ,religiöse Eraiehungswesen in Erez Jisroel, der alle'Anwesenden in Spannung hielt.. Am nächsten Abend, Mittwoch, hielt er, bei weit überfülltem Saal, in der Agudas-Jisroel-Jugendgruppe einen!begeisternden Vortrag über die Agudas Jisroel und die (Notwendigkeit der Ausdehnung der Organisation auf alle Volksschichten. Seine Darlegungen ernteten rauschenden Beifall. Sclilnßverhören; an der Bratislavaer Jeschiwa. Sonntag, den 27. Tämits, hielt Seine Ehrwürden Herr Oberrabbiner Schreiber an der Jeschiwa-!in üblicher Weise die Schlußprüfung des Sommer-Sman in Hauptschiur ab. Die..Schüler zeigten auch diesmal ein ganz vorzügliches Resultat auf und bereiteten mit reichen Kenntnissen allen Anwesenden eine Freude. Die Haffkine-Stiftung und die Jescliiwotli in der Slowakei. Wie wir einem (Bericht entnehmen, wurden im Schuljahr 1931-32 von der Haffkine-Stiftung in der Slowakei nur zwei(, Jeschiwoth mit Beiträgen bedacht. Und zwar erhielt‘die Jeschiwa Surany für Renovierung der Mensa('(Beitrag für die Mensa und für Turngeräte Pf. St. 100. und die Jesöhiwa B r a t i S 1 h v a als erste Rate des Zuschusses für ein Internat Pf. St. 250. Barmizwafeiev. Am ש״ספ׳פנחם feierte R. Schimon •S t ra ssev in (Bratislava das Barmizwafest seines Sohnes Awrom. Der Barmizwa hielt in Anwesenheit zahlreicher Gäste eine Giiarifus-Drosöhoh in der סיג' נר, קטן und legte dabei vi'elverheißencte Begabung an den Tag. (Elevzliehe Gratulation! — Die Redaktion.), . . Rosa Sobelmana Albin Porges Mattersburg, ,Burgenland Csorna Verlobte Jolan Stern Adolf Frankl Galanta! Velky Mager Verlobte In gutem jüdischem Hause werden Schüler in Kost urijd Quartier genommen. Zuschriften unter »Aller Komfort« an die Wiener Administration d. Bl. -_יי I — —-;—--- Suche Verbindung mit Schadchen aus Wien1׳'der in besseren orthodox-jüdisehen Kreisen ,Zutritt heiF. Angebote unter ״Fromm‘ an die ״Jüdische Presse“, Bratislava.! ״ Möchte meinen Sohn nach Bratislava in Tausch gelben zu• einer ■Familie, die ihren Sohn in der Ghuster Jeschiwa lernen lassen möchte. Zuschriften unter ״Tausch“ an die Bratislavaer Adm■ Schulpflichtiges Mädchen oder Knabe wird ׳bei besserer jüdisqher Familie (orth.) in nächster Nähe der Schulen in Verpflegung genommen( Näheres bei r J u 1 i u s Weiß, Bratislava, Spitalska 12, Telephon 32-25. ־ Intelligentes Mädchen aus feiner orth. Familie, mit besten Referenzen, sucht Posten als Köchin, Stütze der Hausfrau oder zu Kindern, Gefl. Anträge unter ״Vollwaise“ an die Wiener Adm, Konkurs An der isr. V01k6|chiile in Nitya ist ab 1, September 1, J. die Stelle eines 2, Religiouslehrers zu besetzen, Ledige Beweüberl; die befähigt sind, הימש, רש*י eventuell auch n״J zu 41ntervichten,und auch dev slowakischen Sprache mächtig sind, wollen ihre Gesuche snätestens bis zum 25, f (iVugust 1952 au den Schulstuhl der orthodoxen israelitischen Volksschule eihsenden. Vornehme Familie aus den besten orthodoxen Preisen •nimmt Mädchen aus ebensolchen Familien in erstkkssige. Verpflegung. Streng religiöse!und intensive profane Erziehung, auf Wunsch Referenzen, Besonders mäßige Preise, Zu- Schriften an: Löwinger, Wien, II., Holland- Straße 8/8. Judisdie Tagesheimslälte in Hüfteldorf nimmt noch einige Anmeldungen entgegen' 3 Mahlzeiten, Liegekur, Spiele, Nachhilfe. Leitung: Dt. M. Tennenhaus. Treffpunkt: Augartenbrücke 1/,8 Uhr früh und ׳/a7 Uhr abends. Vornehmes orthodoxes Dr.KRiftiER-HElM Ulen, II,Masse 7; Sorgfältige religiöse Erziehung Schultyp Erstklassige Verpflegung . nach Wahl Bürgerliche Preise Auf Wunsch Prospekt Befti - JaHob - Letireriooeobililungsaostalt Wien Dr.-KRÜGER-HEIM Wien, II, Malzgasse 7 ■HB■ Beginn des neuen Schuljahres: Hi Rösch- Chaudesch-Cheschwan 5693 HIH Internat // Halbinternat Externat H Massige Preise Aufnahmszahl beschränkt Auf Wunsch Prospekt uiiiiiiiijiiiiiiiiiijiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiimiiiiiiuHiiiiiiiiiiii E NEURENOVIERT NEURENOVIERT streng orthodox אפילו'למהדרין מן המהדרין כשר § i Vegetarisches Speisehaus M. EILEN | E Wien, II, Untere AugartenstraBe 13 E Eingang: Eörstergasse 5׳, Tel. A-49-3-13 5 E Volkstümliche Preise V0r2ügliche und reichhaltige Küche 5?miiiimmimmmimimmmimiimimmiiimmimiiimri? ■ Streng בשר Streng י אפילו למתדרין מן חמחדריו I Speisehaus Hirsch I ־ PRAG, I. Bilkovä 19 י B Haltestelle der Tramway Nr. 1 und 4 vom Bahnhot a JÜDISCHE MÄDCHEN Wählet die Schulen im Dr.-KRÜGER-HEIM Zweijährige Fachschule für Kleidermachen und Wäschewarenerzeugung Einjährige Kochu. Haushaltungsschule• streng rituell, mit erweitertem Lehrplan für allgemeine Bildung Wien, R«> Malzgasse 7. Telephon A-48-0-77. Streng rituelles Internat. Samstag schulfrei KINDERGARTEN■■■ Knaben- und Mädchenreligionsschule sowie ganztägiger Jeschiwa- Vorbertitungs- und einjähriger Handelskurs der ״JESSOD HATHORA“ der Adas Jisroel Wien II, Nestroygasse 11 Tag Aw August סוכה Sonntag . 19, 21, 25. Montag 20. 22, 26. Dienstag 21. 23. 27, Mittwoch . 22 24. 28, Donnerstag 23. 25. 29. Freitag 24. 26. ,30־ Samstag 25, 27. 31. A'das Isroel (Schiffschul) Gebetstunden in der Zeit vom 17 —24, Aw 5692. Freitag, den 17. Aw Minchah;7 3ש״ה עק Morgengebet 6.30 und ‘9,30. Vortrag von £ר קי 3.30 אביס Uhr. Mihchah 4 Uhr, 7,50 מוצש״קv An Wochentagen 5.15 השכמה. Morgengebet 6.׳Uhr. Mlnchah 6.45 Uhr Eigentümer, Herausgeber, Verleger und verantwortlicher Redakteur; Dr, Joel Pollak, Wien, 11״ Gr. Pfarrgasse 3/3. י- Für die Tschechoslowakei Jacob Joel Braun, Bratislava Druck: Drucktreb und Vertags*A.*G< :lg- Steinmann, Wien. IK» Universitätsstraße 6?8.

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