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Jüdische Presse · 1932-07-15 · 28 (15.7.1932) · page 4

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Journal
Jüdische Presse
Volume
18 (1932)
Issue
28 (15.7.1932)
Date
1932-07-15
Page
– (sequence 4)
Language
German
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jüdische Nr, 28 5 N£(|R£NOy|ERT NEURENOViERT 5 5 streng orthodox אפילו למהררץ מן המו?1רין נשף I | üesetnriscnes Speisehaus H. EILEN I Wien, II, Untere Augartenstraße 13 E s Eingang: Eöretergasse /, Tel. A49-3-13 E S Volkstümliche Preise Vorzügliche und reichhaltige Küche 5 חוןןןןןוןןןן)ןןןוןןןווווןןן)1וווווו1)ווו1))1ו)1וווווווווווווווווו1))ווווו1ד Absicht, um sieh die Hilfe und den 1Bcif4t 11 der 11n- Frommen Elemente zu sichern — in personaler Be- Ziehung sehr lax erwiesen und die oberste Leitung der angeblich beschlossenen ״separaten“ Kanzlei überwiegend aus Männern zusammengesetzt habe, die in Gesinnung und Leben von dem, was man bisher unter ״orthodox“ verstanden wissen wollte, sehr fernstehen.!Das ist wohl auch die ־Ursache dafür, daß die Behörden mit empörten Protesten überschüttet werden. Sitzung des orth. Verwnltungsnusscliiisses. ■Am 8, Tamms itaigte in!Bratislava unter dem Vorsitz des Herrn Vizepräsidenten 1D. (Ehr e,n!f e ld der ■orthodoxe’‘ Verwailtungsauissohiuß ifiiir die Slowakei. Auf der Tagesordnung standen gnundsätzlidhe mnid aclroini-!strative Angelegenheiten ■des orthodoxen Judentums, zu denen Stellung!genommen wurde. Von den!Mitgliedern itles (Roibbinenkomltees waren die elirw. Herren Qbierraibfbiiner S all r e iib c r-Bratislava, T!i,g e 1־,ma n n- Novo Zamky, B r a c 11-Kosice und Spitzer-Sp. Pod- Jiradie, von den iLaienmitglieder.n des Veriwakungsaius- Schusses die!Herren!Markus 1F ii r s t-Bratislava, Isidor Pap p em 1h eim-iBratiisiIava, Leopold Weiß-!Nitra, Leopokl Pa ■s cdi k uis-iDmn.!Streida, Jer. iS t e r n-Piestany, Simon E11 r 1 i c 11-Kosice, Jgnaz K a 1 i s c 11-Galanta, Josef ׳B e r mf e 1 d-TopoIcaiiy anwesend. Säimit liehe lErsöhienenen nahmen a!n den iBeratumigen regen (Anteil. Aus der Prager Chewra Kadischa. Die letzte noch nngescbwächt in (Blüte befindJiche Institution .!!rechten religiösen jüdischen Lebens!in der großen Prager jüdischen Gemeinde ist seltsamerweise gerade jene Vereinigung, deren Funktionen an den Juden erst 11erantreten,“wenn seine irdische Laufbahn abgeschlossen ist und er entseelt daliegt, 11m in die ״Welt der Wahrheit“;cinzuziehen, nämlich die Chewra Kadi s c h a oder — •wie man sie (heute!nennt — die Israelitische!B e crd igun g s-iB r iid e r s chaf t. (Ein auffallendes Verständnis — oder war es vielleicht nur ein gesunder Instinkt für Ueberzeittiches? — •hat es der Prager Judenschaft eingegeben, die Leitung der!Körperschaft, die an. die Pforten der Ewigkeit pocht, selbst in den unseligen Jahrzehnten des schwersten religiösen Ver-!alles bis auf den heutigen Tag vornehmlich Männern anzüvertrauen, die anerkanntermaßen als die konservativsten in der Gemeinde galten und die ■in ihrer persünlichen Lebensführung als Garanten der Thoratreue und namentlich durch die Pflege des Th oraler ne ms und der Thoraforschung als Siegelbewahrer aller guten Traditionen auf der Höhe ihrer Aufgabe!zu stehen vermochten. Dem ist es in erster [Reihe zu danken, daß die Prager Chewra Kadischa, die älteste •Chewra Kadiseha auf dem Kontinent, auch mit den veränderten Menschen und unter den veränderten Verhältnissen der Gegenwart ihren streng traditionellen Charakter zu bewahren weiß und ebenso ihren Veranstaltungen und Festen immer noch den Stempel des Adels und der Schönheit zu verleihen versteht, den ihnen die großen Männer der Vorzeit aufgedrückt haben. Das konnte man am letzten!Roschchodesch Tamus bei der usuellen Chewra-S’udoh wieder, einmal mit aufrichtiger Freude wahrnehmeu. 1N.achde.1n ■am Sonntag nach Sclvwuos statutengemäß die!Neuwahl ,von fünf Vorstandsmitgliedern vorgenommen wurde, fand letzten!Montag!in!althergebrachter Wfeisc im Festsaal der Chewra Kadischa auch die große S’.udoh statt. Die Befriedigung über die '(Erhaltung des traditionellen Geistes in der Chewra Kadischa!kam in den Tischreden, die bei dem Fest gehalten wurden, in den verschicdensten Variationen zmn Ausdruck. Solche Reden wurden gehalten von den Herren Rat Artur Kauders, Vorsteher S. Freiberger, Knltusgemeinclepräsidenten B. Stein, Abgeordneten Dr. A. Goldstein, Oberrabbiner- Stellvertreter Dr. A. Deutsch, Rabbiner Dr. Ar je, Dir. V. Kohn, Dr. Kacer, Dajan Epstein, Dr. Sal. Lieben und zum Schluß in sehr eindrucksvoller Weise über die Aufgaben der Chewra Kadischa vom Obmann Herrn Prof. Dr. Sal. Hugo Lieben. Ucbcr die Tätigkeit der Chewra während des Vereinsjnhres!931-52 liegt ein sachlicher, bei aller Knappheit dennoch äußerst genauer Bericht auch gedruckt vor. Diesem Bericht ist zu entnehmen, daß die Chew.ra am l. Jänner 1932 insgesamt I486 Mitglieder zählte, und zwar 487 ״Altmänner“ (״ 7 ,(זקניםAltmänner mit Verzicht“ (יזקנים מיד 414 ״bewährte Mitglieder" (חתומים) und 584 ״nicht inkorporierie ׳Mitglieder“ (איננם חתומים), Im Berichtsjahr wurden bei der Chewra Kadischa 4(5י Todesfälle — darunter 80 (40 männliche und 40 weibliche) von auswiirts Ueberlührte — angemeldet. •Beachtenswert ist auch folgender Passus in. dem!Bericht: ״Da die Kenntnks der rituellen Vorschriften und Gebräuche ini Laufe der Jahre bei einem Teil der ■Mitglieder mehr oder weniger in 'Vergessenheit geraten ist, Hat der Vorstand die Ausgabe eines speziell diesen Gegenstand behandelnden kurzen Leitfadens vorbereitet, der den Mitgliedern zur Verfügung gestellt werden wird.“ Es ist ,bei dem furchtbaren Tiefstand des jüdischen Lebens im heutigen Prag für das glaubenslreue Judentum ein kleiner Trost, wenn der Bericht mit den Worten schließen kann: ״Der Vorstand ,glaubt berechtigt zu sein, die Hoffnung aussprechen zu dürfen, daß die Mitglieder seinen Bestrebungen, unsere Chewra als letzten Ueberrest Alt-Prager jüdischer Tradition du voller Frische zu erhalten, das richtige Verständnis entgegenbringen werden.“ Aus der Mimkacser Chewra Kadischa.. Wie wir einer zionistischen Nachricht entnehmen, hat die C h e w r a K a d i s c h a in Mukacevo aus Anlaß der ersten Matura im dortigen zionistischen Gymnasium eine Summe Geldes als Prämie für die Studenten ausgesetzt, die die Reifeprüfung mit Erfolg bestehen. — Ein orthodoxer Verein, der den Namen ״Chewra Kadiseha“ trägt und, ausgerechnet in — Munkacs, als Förderer der Jugenderziehung im Geiste der bekannten •zionistischen Tendenzen, etwas Groteskeres u n d Frivoleres hat sich das J u d e n t u in schon wirklich nicht träum e il 1 a s s e n! ״ Dem Andenken des Oberrnbbiners Weber ן״לי Der Ausschuß der orthodoxen Gemeinde in Nove Mesto n. V., die!ihre!Gründung clem verewigten Landespräses Oberrabbiner Weber זצ״ל zu danken bat, faßte den Beschluß, das Andenken des heimgegangenen Führers in ehrender Weise zu ver-!ewigen. 1Es wird!ihm eine (besondere Maskoroh gewidmet und am Jahrzeittage Mischnajoth gelernt und Kadisch gesagt werden. Eine Gedenktafel soll ■eine Widmung in diesem Sinn enthalten. Der Gemeindeausschuß erwartet, daß andere Gemeinden ihrem Beispiel folgen werden. Ein Erfolg der Aguda in Humenne. Aus Humenne wird uns berichtet: Gleich nach der Gründung cler A g udas-Jisroel-Jugendgruppe machte es sich die Leitung zur Aufgabe, cler Immoralität, die immer größere Maße annimmt, dadurch zu steuern, daß sie sich bemühte, eine auch religiös-sittlieh denkenden Menschen entsprechende Badegelegenheit zu schaffen.׳ Schon vor zwei Jahren veröffentlichte das Rabbinat gemeinsam mit den Geistlichen cler anderen Religionsgemeinschaften einen Aufruf an die gesamte Bevölkerung unserer Stadt, worin gegen das gemeinschaftliche Baden beider Geschlechter gewarnt wurde. Der Aufruf blieb jedoch erfolglos, zum Teil wohl deswegen, weil es an einer separaten Badegelegenheit mangelte. Die orthodoxen jüdischen Menschen mußten selbstver-, ständlich unter solchen Umständen auf das Baden im Freien überhaupt verzichten. Jetzt ist es der Aguda- Jugendgruppe gelungen, vom Stadtrat ein schönes Stück Ufers zugewiesen zu erhalten, auf dem das gemeinsame Baden von Männern und Frauen polizeilich verboten ist. Die erfolgreiche Durchführung dieser Aktion ist vornehmlieh den unermüdlichen Bemühungen des verdienstvollen Mitgliedes Herrn Hermann Spiegel sowie den Herren Emanuel Eich ler und Ignatz Groß zu danken. Vermählungsfeier. Dienstag, R. Ch. Tamus, fand im orthodoxen Tempel der Kazincyz, in Budapest die Trauung des Herrn 'Wilhelm Donnebaum aus Bratislava mit Frl. Manci 'Kohn aus Zenta in Anwesenheit eines großen Kreises von Verwandten und Freunden statt. Die Trauung vollzogen die Herren Oberrabbiner A. W e i ß-Topolcany, Oberrabbiner Simon FI i r s c h 1 e r- Modra und Rabbiner Jon. S t e i f-Budapest. In angeregter Stimmung folgte dann im Saale der orthodoxen Gemeinde das Festessen, bei welchem die genannten Herren Rabbiner, sowie Herr Daniel L ö w y-ßratislava die Gäste mit schönen Tischreden erfreuten. In diesen wurden auch die Verdienste des Bräutigams und seines, allverehrten Vaters und die Agudas Jisroel hervorgehoben. (Wir gratulieren! — Die Redaktion.) Schomre-Schabbos-Stellenvermittlung der Agudas-Jisroel- Jugendgruppen in der Slowakei, Landeszentrale, Bratislavü, Edlhof. Offene Stellen. Schneiderlehrling (Bratislava), je ein selbständiger Tapezierer und Zimmermaler (Taschkan, C. S. R.), Uhrmacherlehrling (Bratislava), Erzieherin, Slowakisch, Deutsch (Sala n. V.), Köchin (Trnava). Wir suchen Beschäftigung für Vertreter, Kommis, Lehrlinge und Büroangestellte in allen Branchen, Inkassanten, Hilfsarbeiter, Kinderfräulein, Köchinnen usw. Anfragen ohne Rückporto bleiben unerledigt! Amtsstunden Montag und Mittwoch abends von A9 bis 9 Uhr. Erklärung. In der vorigen Nummer der ״Jüdischen Presse“ ist durch ein grobes Versehen eine mit der religiösen Riehtung unserer Zeitung und der Auffassung des thoratreuen Judentums über die Heiligkeit des T’naeli unvereinbare Buchbesprecküng שלמה ובת נדיב׳) zum Abdruck gelangt. Wir lehnen die in dieser Besprechung geäußerte Ansicht über das Sefer Schir Haschiriin auf dns entschiedenste ab und bedauern die Veröffent- Heilung. R e d n k t i o 11. d. ״J ii d i s c 11 e n Press e“. ח!!וווווווווווווווו!ווווו1ווווווו!ווווווווווווו!ווווווווווווווווווווווו§׳ 1 .1 ב״ה I STATT JEDER BESONDEREN ANZEIGE | 1 Resine Frietimann Hillel Preßttr 1 § G 01 s Sohn des ראש בית דין || §§ Michael Preßburger, Päpa ־=j | Verlobte j llllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllillllllllllllllllllllllllllilllllllllllllll Vornehme Familie aus den (besten orthodoxen Kreisen ■nimmt Mädchen aas ebensolchen Familien in erst- Massige Verpflegung. Streng religiöse nimd intensive profane Erzieh nag, auf W,umseih Referenzen. Besonders mäßige Preise. Zu- Schriften an: •Löwinger, Wien, 11׳., Hollandstraße 8/8. «mR, ii! Seltenatetteng* 2 TQi.U-28.1-28 XI., Zentral! riQdhof, neben d. 1. Tor, fei« U« 18-0-8S A. NEUFELD, 3.5/1 Religiöses Kinderfräulein gesucht, Zuschriften unter Chiffre ״Topolcany“ an die Bratislnvaer Administration. im Israel. Mtidelienwaisenhause. Bratislava wird •per 1. iSept. 1. J. ein Zögling auifgenommen. Gesuche!au richten an das Präsidium, Helene K 0!11 •n, Michaelengasse 25. ס א נ ס ו ר ז- שו״ב מומחה ומנקר מופלג, יר״א מרבים, ניט ער בע-ת ובע״ק - קיין חזן - וואמענליך אבער אייך מיט קבלות על ווצה״ג אינד רוטיניערטער מוהל, איינהיימישער שטאאטסבירגער מיט קבלות פאן דרייא אנערקאננטען ארטה. רבנים, מעגע אייגענהענדיגעס אפפעיט - אהנע יעדוועדע נענענזייטיגע פערביברליכקייט — אן ענדעסנעפערטיגטען עהע־ מעגליבסט איינזעגדען• האנאייאר לויט איבעראיינקאממען. .אייבעזלעהרער •אקצעפטיערעו וויר פער זאפארט, בחור, יר״ש. פיר חומש רש״י עיוענט. ארך גמרא, דע ־ ריע ררייא לאנרעסשפראכען אי שריפט אינר ווארט בעהעררשט. האנאראר מאנאטליך—.300 Ke אונר אנשטענייגע וואנדערקאסט. מעגליבעחעייזע געאייגנעט דיע שריפטליכען אגענדען דער נעמיינדע צו סערזעהען, וואס סעפאראט האנאריערט ווירד. דער סאסטען איזט ד ו י ע ר נ ד. אפפערטע אן: Jeno Kaufmann, Gemeindepräses, JelSava ■ ■■■■■■■■■■■■■«■■■■■■ויי■■■■■■■■■■■■■■■■ ■ Streng כשר Streng אפילו למחדרין מן חמחדרין ■ 1 Speisehaiis Hirsch I S PRAG, I. 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An Wochentagen השכמה Morgengebet 6 Uhr, Minchah 7 Uhr, — 7,30 מנחה בתענית Uhr.__ w₪₪₪m₪m₪m₪m₪m₪₪₪₪₪₪₪₪₪₪₪₪m₪m Bade« und Kurorte BAD & ISCHL FRAUENGASSE 8 כשד REST A U R A N T בשר Gute Küche. — Schattiger Garten. — 3 Minuten von der Esplanade. — Einzige vom Hamburger Speiseverein anerkannte 3עור Küche am Platz.— Vegetarisches Nachtmahl. Unter persönlicher Aufsicht von ADOLF GLATTER Wien VI, Schmalzhofgasse 12 Eigentümer, Herausgeber, Verleger und verantwortlicher Redakteur; Dr, Joel Pollajc, Wien, II., Gr, Pfarrgasse 3/3. — Für die Tschechoslowakei Jacob Joel Braun, Bratislava Druck*. Druckerei* und Verlags#A.*G. lg. Steinmann, Wien, IX״ Universitätsstraße 6*8,

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