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Jüdische Presse · 1932-07-01 · 26 (1.7.1932) · page 4

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Journal
Jüdische Presse
Volume
18 (1932)
Issue
26 (1.7.1932)
Date
1932-07-01
Page
– (sequence 4)
Language
German
Belongs to
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Seite 4 J ÜDISCHE P RESSE Nr. 26 i Rffltionntetiiim ln Mm falte Ute j«wor11m8 mm m Mm i mmmm ml b ist Same ttt Leser, sldi «1 iHmfet1!11 Residenz-Atelier **Mm Photographie ÄysWBKPiÄKWÄ | NEÜRENOVIERT NEURENOVIERT | 5 streng orthodox אפילו למהררץ מן חטהדרין , נשל | 1 Vegetarisches Speisehaus M. ULEN ן 2 Wien, (I; Untere Augartenstraße 13 2 s Eingang; Pörstergasse 7, fei. A-49-3-13 2 S Volkstümliche Preise Vorzügliche utld reichhaltige Küche £ -immiimiimiimmiimmiiiiiimmmmiiimimmimimir: reits Enthüllten, sich gleichsam selbst zur Erklärung darbietet, zu deren Begründung uns jedoch einheitlich auch nicht einer der schon von altersher gepflegten, wirklich aufschlußreichen Forschungswege ausreicht, so daß oft abwechselnd verschiedene Methoden zur Erklärung eines Abschnittes• herbeigeholt werden müssen. Ein reiches Ergebnis schon, wenn es uns gelingt, aus den Tiefen der Teuro wertvolle Einzelperlen ihres wundervollen Sinnes heraufzuholen. Aber die einheitliche Erfassung eines ganzen Systems zu ihrer Belichtung, da sie ihrer Prägung durch den unendlichen Schöpfer entsprechend auch selbst Zeit und Raum überschreitet, kann wohl keinem Sterblichen gelingen. * Unter dem Titel Midrasch Pinchas ist in chassidisehen Kreisen eine Sammlung fast visionär anmutender Aphorismen und Betrachtungen populär, unter denen sich die Aufzeichnung findet, daß der Autor derselben, Rabbi Pinchas aus Karitz s. 1. den Meure N’wüchim nicht aus dem Hause gehen ließ, mit der Begründung, daß die Werke des Rambam im Hause dem Menschen Jiras Schomajim bringen. Bei der bekannten Aversion der chassidischen Welt gegen die vom Rambam entwickelte philosophische Gesetzforschung muß diese überraschende Episode ttnwillkürlich auf den Gedanken bringen, daß diese Gegnerschaft eigentlich nur pädagogisch, mit Hinblick auf die Gefahr der Entgleisung schwacher Geister begründet ist, die große Menge des Erhabenen und Wertvollen in seinen Werken aber voll anerkannt ist und für die entsprechend veranlagten Zeiten und Gemüter sogar einen unentbehrliehen Schutzwall zum Bestände des Judentums bildet. Seit langem schon hat die einstige Volkstümlichkeit des Meure bei jüdischen Schriftkundigen anderen, tiefschürfenden Forschungssystemen Raum gegeben. Es ist auch schon viel zu offenkundig, daß sich die Richtungen in jüdischen Anschauungsdingen viel weniger an Beweisen entscheiden als an einem Maß von Opfer- ״'Sinn, sich und sein Haus in das Joch von Teuro und Mizwetiss zu fügen. Vielleicht mehr als einst gilt der Rambam allen als unproblematische heilige Größe, dessen halachische Entscheidungen zu verantworten den Ehrgeiz eines jeden Lernenden bildet, aber für seinen Meure hat schon kaum jemand ein Interesse übrig. : Viel trägt dazu auch die völlig veränderte Natur-! betrachtung der Neuzeit bei, die entgegen der altertiim- : liehen Physik, auf die vieles im Meure aufgebaut ist, auf ganz andere Weise der Teuro angepaßt und unterstellt werden muß. Wer aber auch die Schriften außerjüdischer •Denker und noch mehr neuzeitlicher Publizisten, wie sie sich namentlich in der Zeitungspresse, Wissenschaft- und anschauungsvermittelnd gebärden,' liest, der darf einmal auch den Meure zur Hand nehmen, wenn auch nur um zu sehen, mit welchem immensen, geistigen Aufwand eine Anschauung gestützt werden muß, oder angefochten werden kann. Er wird sich dann schon nicht so leicht •jedes launigG Hirngespinst als begründetes Sittengesetz, j'ede leichtfertige Mutmaßung als wissenschaftliches Forschungsergebnis und , als Tatsache auftischen lassen. Fest- und Generalversammlung der Aguda in Trnava. Aus■ Trnava berichtet man uns: Donnerstag, den 12. Siwan veraastaltete unsere Orts- und Jugendgruppe der A g * d a s J i s ro e 1 aus Anlaß des zwanzigjährigen Bestandes der Weltorganisation bei großer Beteiligung eine wohlgelungene Festversammlung. Daran anschließend fand eine Generalversammlung der Ortsgruppe statt. Vorsitzender Herr Simon Schönfeld eröffnete die Versammlung mit einer schönen Ansprache, in der er des Ablebens des Rabbi Chajim Sonnenfeld ץ״ל in tiefer Trauer gedachte. Darauf hielt Herr Israel A b e 1 e s ein inhaltsreiches und überzeugend wirkendes Referat über Entstehung, Entwicklung und Zweck der Agudas Jisroel. Sodann erstattete Herr Josef Raab den Rechenschaftsbericht, der zur Kenntnis genommen wurde. Ueber die Tätigkeit der Jugendgruppe erstattete der Vizepräses Herr Bela Beck einen eingehenden Bericht. Mit eindringlichen Worten wandte sich Redner an die älteren Agudisten, die Arbeit für die Ziele der Aguda nicht ausschließlich der Jugend zu überlassen,• sondern auch selber an ihr aktiv teilzunehmen. Die darauf folgende Debatte lieferte den Beweis, daß das Interesse für alle Zweige der Agudatätigkeit auch bei den Aelteren rege ist. Die Wahl in die Leitung der Ortsgruppe ergab folgendes Resultat: Simon S c h ö n f e 1 d, Israel Abelen, Josef R a a b, Paul Winter, Albert Halle, Hermann W e i s z und Max Roth. Die erweiterte Repräsentanz wird später gewählt werden. B. B. Sijumfest in Bratislava. Am Isruchag von Schwuos versammelten sich die Teilnehmer am täglichen Lernen im ״N a c h 1 a s - E s r i e 1“ - B e t h a u s und ein großer Teil der Tempelbesucher zu einem Sijumfest über die allabendlich gelernte כ ת א D D in freudig, erregter Stimmung. Ledergroßhandlung sucht Lageristen, auch in schriftlichen Arbeiten versiert. Zuschriften unter ״Sabbathaltend bevorzugt“ an die Bratisl. Adm. Suche 10 Kinder aus gutem Hause auf Sommerfrische (Skleno) mitzunehmen. Wöchentlich ärztliche Visite. Für gute, streng rituelle Verköstigung und gewissenhafte Fürsorge wie auch für Zerstreuung wird garantiert. Beste Referenzen, Täglich deutsche Uebungsstunde in Grammatik, Rechtschreiben und Lesen. Jedes Kind muß ausgiebig essen, beten, spielen und lernen, Mäßige Preise, Gefällige Zu- Schriften unter ״Kinderliebend“, hauptpostlagernd Bratislava, 1A. NEUFELD, » Streng נשו Streng אפילו לסיזדוין מן חמוזדוין ■ : Speltehaui Hlrtch: : PRAG, I. Bilkovä 19 י m Haltestelle der Tramway Nr. i und 4 vom Bahnhot B Konkurs. An der israelitischen Volksschule mit slowakischer Unterrichtssprache in der orthodoxen israelitischen Kultusgemeinde S e n i c a n./Myj. gelangt mit dem 1. September 1932 mit den staatlich ergänzten Bezügen die Stelle des Lehrers (Lehrerin) zur Besetzung. Erfordert wird auch die Vollkommene Beherrschung der deutschen Sprache. Bewerber (auch Absolventen) wollen ihre mit den erforderlichen Dokumenten versehenen Gesuche ehestens •an den gefertigten Schulpräses einsenden. Bewerber, die auch zur Führung des Gemeinden o t a r i a t s fähig sind, können auf ein bedeutendes Nebeneinkommen rechnen. Dr. Josef Winter m. p. Schulpräses. Konkurs. An der orth. isr. Mädchen-Bürgerschule mit deutscher Unterrichtssprache in Bratislava ist am 1. September 1932 eine Fachlehrerstelle für die erste (Geographie, Sprache, Geschichte) und dritte (Zeichnen, Geometrie, Handarbeiten) Fachgruppe , zu besetzen. Bevorzugt werden jene jüdischen Lehrkräfte, welche die Befähigung für die Erteilung des Unterrichtes in der deutschen und slowakischen Sprache nachweisen. Die mit den erforderliehen Dokumenten belegten Bewerbungsgesuche sind bis einschließlich 31. Juli 1932 beim Schulstuhl der orth. isr. Kultusgemeinde in Bratislava, Zochovä 14-16, einzubringen. Schulstuhl der orth. isr. Kultusgemeinde in Bratislava. Konkurs. An der Bratislavaer orth. isr. Volkschule mit slowakischer Unterrichtssprache gelangen mit dem 1. September 1932 zwei provisorische Lehrstellen, mit den staatlich ergänzten gesetzlichen Be- .zügen, zur Besetzung. ,Erfordert wird auch dievollkommene Beherrschung der deutschen Sprache .und die Fähigkeit, Religionsunterricht zu erteilen. Bewerber (Lehrer oder Absolventen) mögen ihre mit. den erforderlichen Dokumenten versehenen Gesuche bis zum 31. Juli 1932 beim Schulstuhl einbringen. Schulstuhl der orth. isr. Kultusgemeinde Bratislava, Zochgasse 14-16. Fffedläoder&DeDtsdi WIEN, I., Seltensteifeng. 2 TAI. U-38-1-28 XIM Zentral friedhof, neben d. l. Tor, Tel.U-18-0-85 Grabstein( Vertrauensposten Von größerer Firma wird in allen Orten eine Niederlage errichtet. 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Eisenberg- Wien II, Große Pffrrg, 6, TsüMH« Eigentümer, Herausgeber, Verleger und verantwortlicher Redakteur: Dr. Joel Pollak, Wien, II., Gr. Pfarrgasse 3/3. י־ Für die Tschechoslowakei Jacob Joel Braun, Bratislava Druck; Druckerei* und Veriags*A-*G. Ig. S teinmann, Wien. IX., Universitätsstraße 63־,

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