Jüdische Presse
- Journal
- Jüdische Presse
- Volume
- 18 (1932)
- Issue
- 22 (3.6.1932)
- Date
- 1932-06-03
- Page
- – (sequence 3)
- Language
- German
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!< ייי־יאי ־'"י׳־- *X ־יל **־ ־״ mmmp > Koschere tnäefstföHef .Ktetniidetft» Eilte» Ittht- •' böten Bedüffitrs tfäp die bekannte• Iiweefstlöffet Nahhtttptt1itteP;fab1f1fe Reehintn& iiidetn sie ihre.- betühiiften •T e i g w a t e ft. insbesondere E i e t li tt d eIn*‘ Äuch den streng orthndoxen KreisenJugänglieti ittaehh Die Erzeugnisse, die auf iftasehineMettt Wege .W hygieniseh mustergültiger Weise hergestellt werden, stehen unter Aufsicht Stv Ehrw. des r a b b i n e r s F ii r s t der Adas Jisroet Schiffschul. Wir können somit dieselben unseren Glaubensgenossen aufs beste empfehlen, um so mehr, als sie dadurch «ii Zeit und Mühe viel ersparen; Judenpogrom in Aden* Auf Grund eines plötzlich aufgetauchtett Gerüchtes, Juden hätten, eirte arabische Moschee geschändet, indem sie Kehricht in den Hofraum der Moschee warfen, drangen große Trupps Araber in das jüdische Viertel von Aden ein und schlugen mit Stöcken und Steinen auf die jüdischen Einwohner los. Die ‘ Araber eröffileten auch ein Steinbombardement gegen die jüdischen. Häuser, durch welches hunderte Fensterscheiben zertrümmert und mehrere Einwohner verletzt wurden. Nach der ersten Ueberraschung konnten die Juden sich zur Gegenwehr sammeln. Sie gingen geschlossen gegen ‘die Angreifer vor und trieben sie nach kurzem Kampf .iius deni jüdischen Viertel wieder hinaus. Inzwischen war Polizei eingetroffen und stellte einen Wachtdiehst im jüdischen Viertel auf. Bei den Kämpfen wurden 16 Juden und 3 Araber schwer verwundet, Rabbi Elijaliti Klatzkin צל"* Am 23. Mal starb in Jerusalem der. seit zehn Jahren dort lebende ־.Lublinei‘ Rabbi Elijah 11־ Klatzkin זצ״ל im Alter von 80 Jahren. Der Verstorbene hatte in jüngeren Jahren zum, KrCise 'von Rabbi Jizchok lilchonon in Kowuio gehört, amtierte daiin als Rabbiner in mehreren litauischen Gemeinden und war schon als Verfasser halacliischer Werke bekannt, als er an ,der ersten Kenessio Getlnulö in Wien teilnahm.• Schon; lie? tagt, folgte Rabbi Klatzkin einem ehrenvollen. Rufe auf den Rabbinerposten der altehrwürdigen Gemeinde Lublih in Polen. Der litauische Gaon konnte zunächst keine tiefen' Wurzeln fassen im chassidischen Boden von Polen., Die große. Thora-Bewegung . mit den Jesehiwoth, wie sie heute unter dem Einfluß des Gerer Robben und des ■unermüdlichen Rabbi Meier Schapirp gerade in diesem Striche,.Polens G. s. D. immer meh1j die Jugend erfaßt,;hatte sich damals ,!!och nicht durch•׳ gesetzt, und der *grolle, stille Gelehrte mit seinem vor- .nehmen, •zurückhaltenden'Wesen war nicht der' Mann großer,.:•׳■durchgreifender■; Aktionen. Seine , Welt war sein Lernzimmer, zu dem, wie es in Litauenvon jeher üblich war, sich• die Menschen erst, die Kanäle schaffen mußten. Die Welle aus seiner stillen Klause konnte“ nicht in die Gemeinde, so• .hinausfluten., wie. .es dem Meister• vc5rwiinscht gewesen wäre,' wie 'er es in, seinen durchgeistigten• litauischen Gemeinden wohl' auch ge-, ׳wohnt war. Diese Tatsache, aber nicht zuletzt;die. un-, widerstehliche Liebe zum Lande dpr Väter A'eranlliaßten ihn, seinen späten Lebensabend nach Jerusalem,■zu ver* legen. Ging.. ihm schon großer Ruf voraus und wurde! et־ dort mit größter Verehrung empfangen, so gelang csi ihm schön in kurzer Zeit, dort die'höchste Ehrenstelle, in den, Herzen aller sich zu erobern. Man sprach von Rabbi- Elijahu•• in Jerusalem--stets gleich nach Rabbi Ghajim und immer in Verbindung .mit diqsera. •In Liebe verbunden, wie sic im Leben waren, sind sie jetzt auch im Tode vereint. " ■-■‘ •׳׳ ־ . .Verschärfung des Kampfes gegen die .jüdische Religion. Die jüdische Sektion־ des Verbandes der Gottlosen Weißrußlands hat aus An'laß des, Beginns des zweiten Füll fVjahvpl ans eine 'versch'ärft'q' 'Kampagne gegen die;jüdische Religion eingeleitet. In dien, soeben bemusgegebeneii neuen, rlnstruktjanpn'.•,wipcj^fei'fje^striefige. Kontrolle der . jüdischen Artels ’ (Hciniarbeiterprdduiktionsgenossenschaften) zwecks ״Ausrottung־ dcr religibsen Ueberreste in den Artels‘‘ gefordert... Einer gleichen Kontrolle sollen die jüdischen׳ lancRvirtschaftlichen. Kollektiven Weißrußlands! unterzogen) werden.’!Jrisb'e* sondere sollen die jüdischen,;Frauen, die nielir noch׳äis.!die lvläiHier der Religion anhängen,. jns ,Gebet genommen!werden.. Die Minsker jüdische Tageszeitung ״Oktiahr‘‘ teilt mit, daß während des letzten . Anti-Pessach-Feldzuges 28.000 neue Mitglieder dem ■.Gottlosenverband zu-!geführt werden konnten. Das Moskauer Regie rungs* .organ ״Pravda“ wirft dem Atheisteuorgan ״Bezbosliiiik■‘;Lässigkeit in der• Führung der, antireligiösen Propa*!ganda vor. . , Literarische Nachricht Im September dieses Jahres erscheint aus der Feder.... unseres Mitarbeiters L. Moses eine. Arbeit über Synagogen und Synagogenbaureste in Nieclärösterreich. Amtliche Verlautbarungen der Israel. Kultusgemeinde Wien, Zu den Unterschlagungen des Material Verwalters der israel. Kultusgemeinde Wien, Max Popper; Der Vorstand' der Kultusgemeinde; teilt: mit:' Für \ Montag; den 30. d., war die Disziplinarverhandlung geg;en den Material- Verwalter Max Po pper und. die ihm ׳,.zugeteilt; gewe-, sene Beamtin Lina Bernat vor dem.VjCrtreterkollegium der isräel. Kultusgemeinde Wien äls' PlszipUnargericht anberaumt. Gemäß § 67 des Kultüsgemeinde-Statuts ist der Beschuldigte berechtigt, in der Verhandlung zu erscheinen und alle zu seiner Verteidigung dienenden Umstände geltend zu machen. Da jedoch dem Ansuchen des Kultusvorstandes um Vorführung des in landesgerichtlicher Haft befindlichen Materialverwalters Max Popper vom Untersuchungsrichter im derzeitigen Stadium der •JJntersiichung keine Folge gegeben werden konnte, mußte dem Anträge seines Verteidigers auf Vertagung der Verhandlung entsprochen werden. Die Durchführung der abgesonderten Verhandlung gegen die infolge bescheinigter Erkrankung gleichfalls ferngeblie- ' zweckmäßig, so daß auch diese Disziplinarverhandlung bene Mitbeschuldigte Lina־ Bernat erschien derzeit nicht bis auf weiteres vertagt wurde. ,; Stipendien der Gemeinde Wien; Der Vorstand der• israelitischen Kultusgemeinde;Wien gibt hiermit bekannt, daß .im, Studienjahr 1932/33 [,für Schüler der Wiener Obermittelschulen (Ober* igymnasien,' Oberrealschulen und sonstigen Qbermittel*!schulen, die dieselben' Berechtigungen zum ־Besuche der!Hochschulen gewähren), der Akademie für Musik und! darstellende Kunst in Wien, der Wiener Bundes-Lehrer* 'bildungsanstalten, der Bildnhgsänsfalteh für Kinder* gärtnerinnen in Wien, der Wiener Staatsgewerbeschulen, des Wiener Technologischen Gewerbemuseums, der Wiener Handelsakademien mit ÖeRefttHehkeitsfCeh^ der KunstgeWefbeschüle des österreichischen Museums für Kunst und Industrie^ derfiundeslehranstält für Textil* indüstrie tihd der Graphischen Lehr- und Versuchsanstalt in Wien v 0 n d e r G e m e 1« d e W r e h ir richtete Stipendien von Je S-". JÖß jährlich und für Mdrer der wiener Universität, der Wieder Technik, der Wiener Tierarztliehen Hochschule, der Hochschule für Welthandel, de* Hochschule für Bodenkultur, der Akademie für bildende Künste und der Akademischen Spezialschule für Medail- ICurkuttst in Wien von d e r G e m e rn.d e Wien errichtete Stipendien von je S 420 (S 396 für Hörer der Rechte) jährlich nach den hiefür bestehenden allgemeinen Vorschriften und unter nachstehenden besonderen Voraussetzungen und Bedingungen zur Verleihung gelangen. Zum Genüsse dieser Stipendien sind nur tiftbemitteile öffentliche Schüler und Schülerinnen und ordentliche Hörer *und Hörerinnen der genannten Lehranstalten berufen: Privatisten an Mittelschulen und außer o r d e n 11 i che Hörer an Hochsc hu len sitid von der B et ei 1 ün g mi t einetn Stipen; dfüm aus ge schlössen. Unter sonst gleichen Be- Stimmungen haben nach Wien zuständige Bewerber den Vorzug. Die mit der Würdigkeitsbestätigung der Schulleitung und dem Nachweis der österreichischen Bundesbürgerschaft versehenen Gesuche sind bis 20, Juli d. J.- Un mit t e 1 bä r b ei m<W i e n e r Magistrate, Abteilung 8 (I., ,Neues Rathaus) e in z ubringen. Dem Gesuche sind beizüschließen: a). Gebtirtsschein, b) Heimatsschein, c) Studiennachweis der beiden letzten• Semester, allenfalls• auch Prüfungs- und Frequentationszeugnisse, Hörer der Technischen Hochschule haben überdies das vorgeschriebene Einheitenverzeichnis beizubringen, d) legales Mittellosigkeitszeugnis, aus welchem die Erwerbs-, Vermögens- und Familienverhält- Chforocjorif!! nisse des Einschreiters Und seiner untefhaltspflichtigen Angehörigen, insbesondere äiich der allfällige Genuß von Stipendien oder FfeiplätZeh des Bewerbers öder seiner Geschwister zu ersehen sind, e) ein Fragebögen, der vof tJeherreichung des Gesuches in' der Magistratsabteilüng 8 zu beheben und in allen Rubriken genau äüszüfüllen ist. Die mit einem MittellösigkeitSzeugnis belegten Gesuche sind stempelfrei. Die‘ Stipendien werden Mittelschülern für eine Zeit verliehen, die zur Vollendung ihrer Studien an der Mittelschule bei normalem Studienfortgange erforderlich ist, Hochschülern bis zum Schlüsse dieses Studienjahres, jedoch kann das Stipendium in der Regel bis zur Vollendung der Studien alljährlich wieder verliehen werden, falls nicht besondere Gründe dagegen sprechen. Maskir-Andachten am Schewuothfeste. Zur Vernieidung des großen Andranges in den Gemeindetempetn zur ״Haskarah", veranstaltet der Vorstand der israel. Kultusgemeinde Wien am diesjährigen Schewuothfeste, Samstag, den 11. Juni, um 6 Uhr früh im Stadttempel,!., Seitenstettengasse 4, und im Leopoldstädter-Tempel, II., Tempelgasse 5, sowie um 9 Uhr vormittags im Festsaale des Hotel ״Continental", II., Taborstraße 6, an* läßlich der Maskir-Andachten feierliche Gottesdienste. Jugendgottesdienst. Samstag, den 4. Juni 1932, findet um 3 Uhr nachmittags der Jugendgottesdienst für die’ israelitische Schuljugend in den Gemeinde- und Bezirks- Synagogen statt. , Ttch e c hosl o w a ke I | ׳■ ' ״ ׳ *, -ן.'.;■-׳ י־ ■:;׳■׳•■׳ Zum Schütze der Sittsamkeit. Die Badezeit während der Sommermonate bildet in den letzten Jahren eine schwere Sorge für alle diejenigen, die ihren Söhnen und Töchterrr jüdische Sitte und jüdische Moral einer zeitgemäßen J’hrase zuliebe nicht rauben lassen wollen'. Das• ,׳,gemeinschaftliche‘‘ Schwimm- und Strandbad ist, eine der ״Forderungen der Neuzeit", die schlagwortartig alle Gesellschaftkreise erfaßt und leider auch in jüdischen Kreisen Gefolgschaft findet. Es ist zur Schmach des Judentums sogar schön so weit'ge-־ kommen, daß in besseren und vornehmeren nichtjüdischen Gesellschaften das Judentum, das jahrtausendelang als Musterbild der geschlechtlichen Reinheit und Sittsamkeit auch ,von seinen gehässigsten Gegnern anerkannt war, für diese Entartung verantwortlich gemacht wird^ nur weil •manche entartete Söhne und Töchter des .jüdischen Volkes, wie leider .in•; vielen■ -anderen ׳ Belangen des jiidisehen Pflichtenlebens, sich nunmehr auch in den Fragen der GeschlechtsmQrai so. weit der jüdischen Gedanken* Und Gefühlswelt entfremdet haben, daß sie sich• nicht scheuen, beim Besuch der ״gemeinsamen" Bäder lärm* schlagend voranzuschreiten. Das jüdische Volk hat aber ein dringendes Interesse darans seinen wohlbegründeten, alten guten Ruf in dieser Beziehung zu schützen und dem Verderben einen Dämrh zu setzen. Die eindringlichen Warnrufe der rabbinischen Autoritäten haben nicht viel genützt; vielleicht waren sie auch nicht in die. Volks* klassen gedrungen, in denen der Krankheitsherd liegt. Das sollte natürlich dje Führer nicht entmutigen. Im Gegen* teil! Die Sache ist wichtig genüg; daß eine Versammlung von Rabbinern und Laien sich eigens mit dieser Frage beschäftige und neue Wege und neue Mittel suche, dem Uebel zu steuern. Es gilt die Wahrung uralter, heilig* ster, jüdischer THoragüter! Und es gilt die Rettung des jüdischen Namens unter den Völkern! Ein Mißerfolg därf nicht, Abschrecken. Vor allen Dingen sollte man nirgends den Versuch unterlassen, vorbeugend zu wirken. In Nove Zamky und anderwärts haben* die Agudagruppen auf diesem Gebiete schöne Erfolge erzielt. Sie haben die Möglichkeit geschaffen, die Wohltat von Luft, Licht' und Wasser ohne schamlose Verletzung des jüdisch-religiösen und menschlich-sittlichen Anstandes zu genießen. Jetzt ist in"Kogic.e der orth. Jugendverein ״Bne Emunim" mit einem mutigen Schritt diesem Beispiel gefolgt, allerdings freilich ohne hiebei von den offiziellen Stellen ihrer ,Gemeinde auch nur moralisch unterstützt worden zu sein. Wir erhielten hierüber folgenden Bericht: Nach langjährigen Bemühungen ist es dem Vereine ,,Bne Emunim“. endlich gelungen, das hiesige städtische Schwimmbad auf die Dauer von drei Jahren in Pacht zu bekommen. Dem allgemeinen Uebel des gemeinschaftliehen Badens beider Geschlechter, das leider in Ermange- Jung einer entsprechenden Badegelegenheit auch in orth. Kreisen stark eingerissen ist, wird jetzt abgeholfen werden und auch der orth. jüdischen Bevölkerung unserer Stadt, insbesondere der Jugend beider Geschlechter, die Möglichkeit des Badens iß einem modernen, den heutigen Anforderungen entsprechenden Schwimmbad, geboten )yerden können. Es; ist. zu hoffen, daß das Besuchen gemeinschaftiicHer, Bäder seitens der orth. Kreise, nunmehr ganz aufhören wird. Bei der Erlangung der Pachtung hat sich ..Stadtrat, Herr Dr.; Ernst Weiser (Jüd, Wirtschaftspartei), der das Wohlwollen; sämtlicher Parteien im ■Stadtrat für diese Aktion giwann, besonc}ere Verdienste erworben.־ Dank gebührt auch dem Vörsf^ndsmitglie^e Herrn Alex Schwe.id, der jahrelang durch unermüdliche Arbeit der Aktion den. Erfolg gesichert hat. V '׳׳' Es gelang uns, dank der Opferwilligkeit mehrerer Baale-Batim'4er. Ko^lcer, Gemeinde, die zur Pacht nötige Kaution; von Kö IQ.ÖOQ äulzubringen.־ Die Gemeindeleitnpg die wir um Gewährun1g, eines Gjrqs 5?ur Erlangung der Kaution ersuchten, Hät dieses Gesuch bei einer Vorstandssitzung abgevriesjen, was allgemeine Entrüstung hervorgerufen hat, :; ■ ׳ Dieser Weg sollte in allen Orten — einerlei ob die Verfechter der guten Sache bei der offiziellen Gemeindeleitung Verständnis finden oder nicht —־ beschritten werden. * Ein recht charakteristischer Beitrag zum Kapitel ״Schutz der jüdischen Sittsamkeit" wird diesör Tage in fast sämtlichen Zeitungen der Republik geliefert. In der Nitraer orthodoxen Gemeinde soll die Leitung der Volksschule angeordnet haben, daß die Mädchen in eih* wandfreier, sittsamer Kleidung in die Schule zu kommen haben. Der Schulrat beruft sich dabei, wie berichtet wirdj darauf, daß in den nichtjüdischen konfessionellen Schulen eine solche Anordnung schon vor Jahren, getroffen wurde* Daß die Tageszeitungen aller Zungen dafür nur hämische Bemerkungen übrig haben, nimmt weiter nicht wunder, י Diese Zeitungen vvaren die Mitschöpfer de?• neuen ״hygienischen Zeitgeistes" in den Fragen der Sittlich* keit ,und sie haben sogar Grund, in der Erziehung unserer Mädchen zur Sittsamkeit auch in der äußeren Ersehe!- nung, wie dies das Thorajudentum fordert, ein Attentat auf ihre neue ״Weltordnung“ zu!erblicken. Das Uzhoroder Zionistenblatt ״Z s i d 6 N eplap" aber,. das nichts geschaffen und nichts mitgeschaffen hat, geht in seinem ״jüdischnationalen“ Eifer für die neuen Sitten einen Siebenmeilenschpitt weiter. Es bezeichnet die Anordnung als ״religiöse Reform" (!) und kerbt sie natürlich dem eben erst installierten, neuen orthodoxen Oberrabbiner von Nitra an. Es läßt sich aus Nitra berichten, daß darob in der Nitraer Judenheit ״große Entrüstung" (nagy felhäborodas) herrsche, und erhebt gegen. ihn alien Ernstes die Anklage der Nachahmung von — ״C hu kos Hagoj“ (!). Kommentar ist diesmal wirklich überflüssig. Isidor Engel 8. A. An! 20. Ijar verschied in Bratislava im Älter von nur 56 Jahren Herr Isidor Eng e 1, der als Initiator und Gründer des neuer! jüdischen Spitals über die Brat!־ slavaer jüdische Gemeinde hinaus rühmlichst bekannt wurde. Der Heimgegangene ging aus kleinen Anfängen hervor und war im engsten Sinne des Wortes ein seif; made man. Er stammte aus Dun. Streda. Als Jüngling kam er nach Bratislava auf die Jeschiwa, zu deren begabteren Schülern er gezählt wurde. Er wohnte zuerst in Racisdorf. Von dort kam er nach Bratislava; Hier fand er Gelegenheit, sich im jüdischen Gemeinschaftsleben seinen Neigungen und reichen Fähigkeiten entsprechend zu betätigen. In Gemeinde und Ch ewra Kad i s c h a( verstand er, starke Mitgliedergruppen um sich zu sammeln und sie mit ungewöhnlich festem Willen für die Ziele, die er seiner Tätigkeit gesteckt hatte, zu organisieren und mobilzumachen. Er genoß bei seiner Anhängerschaft hohes Ansehen und die Schar derer war nicht gering, die in ihm ihren überragenden Vorkämpfer und Führer verehrten. Innerhalb der Bratislavaer orthodoxen Gemeinde hatte die Richtung, für die der Heimgegangene mit dem Einsatz seiner ganzen Tatkraft kämpfte, manche vielbeachtete Erfolge zu verzeichnen, Noch bei den jüngsten Wahlen gelang es seiner Partei, ihn persönlich in den Gemeindevorstand zu wählen. Allgemeine Anerkennung wurde seinem Verdienste um den Bau eines neuen Schulhauses für die ״Jessode H ä t ho r a" gezollt. Er gehörte zwölf Jahre dem Vorstände der JessoÜe Hathora an, bis er sich in rastlosem Arbeitseifer einem; anderen Banziele zuwandte, dem er nicht nur seine eigene ganzq geistige und körperliche Kraft vorbehaltlos widmete, sondern auch ebenso in zahlreichen auswärtigen Gemeinden wie in Bratislava selbst opferbereite Freunde gewann-. Er organisierte das jüdische Spitalwesen von Bratislava auf neuer Grundlage und brachte solchergestalt ein Bau* kapital von Millionen auf, für das unter seiner Leitung g Hא7ר $ ה, כ עז ר . Heuisi . יי»— beziehen bei Fa. Flsoher & Künstlicher, Banekä Byetrlca I Teleplwin Mn U9 ' v . Ts!fSraöj^?A!Jw5«t?9 Ä? fA tt.