Jüdische Presse
- Journal
- Jüdische Presse
- Volume
- 18 (1932)
- Issue
- 21 (27.5.1932)
- Date
- 1932-05-27
- Page
- – (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr, 21 Mm t ZwftifUftfifitAiiftihe ia Australien ' AU Ergebftii «inet seit *iftiger Zeit ift eine!» fall dat iusttilischei* Presse geführtem atitijüdischeft Kam# p*g«e wurde dm Piflimertt des Sttites Vicfotü am Gesati übet dia Zwittglseftfitegsfühe unterbreitet, dal trahrseheinlich ift aiftigaa Tage« zur Armahme gelangen wifd. Dil Gesetz *erbietet nicht nur dia Arbeit ad Sonntagan, sondern beschränkt auch an Wochentagen dia Arbaitlüf dia Zeit fbfl 8 Uhr morgens bis 6 Uhr abends, Sonnabends bis mittags. Dia antijüdisch gestimmte Presse behauptet, die jüdischen Industriellen und Geschäftsleute lassen ihre Angestellten ungebührlich viel arbeiten. Man müsse dem durch ein Gesäte einen Damm entgegensetzen. Andere Zeitungen weisen die Angriffe zurück und unter# streichen den sozialen Sinn und die Hilfsbereitschaft der luden in Australien. 1000jährige Synagoge in Wronke. Die Synagoge in Wromke an der Warthe,!Bezirk Posen, blickt nun auf ein tüOOjähriges Alter zurück. Nach der Udberlieferung wurde die Synagoge durch portugiesische Juden im jüdischen Jaihr 4693 (933 nach christlicher Zeitrechnung) erbaut, Dieses Datum ist in einen Pfeiler eingrayiert. Im Vorraum des Betsaales befindet sich eine in die Wand ei »gemauerte schwarze Steintafel, in der mit goldenen Buchstaben in hebräischer und deutscher Sprache ein Spruch eingraviert ist, in dem das Jahr 4693 als das Erbnuungs jaihr der Synagoge bezeichnet wird. Ein uralter Friedhof bei der Synagoge fiel erat vor fünf Jahren einer Strafienregulierung Zum Opfer. Kurz vor der ersten Teilung Polens zählte die Gemeinde 483 jüdische Kopftsteuerzaliler. Ende des achtzehnten Jahrhunderts lebten dort 382, 1846 813, 1895 569, 1921 18? Juden. Heute leben in Wronke nur noch!5 jüdische Familien, von denen nur 6 Familien Gemeindesteuern entrichten. Dieser kleinen Gemeinde fehlen die Mittel zur würdigen Begehung des 1000jährigen Jubiläums ihrer Synagoge. Da aber der Bestand der Synagoge Zeugnis dafür ablegt, daß in der Zeit vor der Bildung des Staates Polen auf polnischem Territorium Juden gewohnt haben, gibt Herr Moses Feinkind (Pietrkow) durch die J. T. A. die Anregung, daß das polnische Judentum dieses Jubiläum begehen soll, wobei der Warschauer Gemeinde die Arrangierung der Feier obliegen müßte. Amtliche Verlautbarungen der israel. Kultusgemeinde Wien. Konkurs Der Vorstand der israelitischen Kultusgemeinde Wien beabsichtigt anläßlich der diesjährigen hohen Feiertage Funktionäre (Kantoren, Vorbeter, die auch als Kaure Wirken können,. Chorsänger und Schofarbläser) für die temporären gottesdienstlichen Veranstaltungen zu bestellen. Es werden ferner geeignete Bewerber um Chorsängerstellen für die Gemeindetempel in Vormerkung genommen. In Betracht kommen solche stimmbegabte, musikalische Personen (Tenüre und Bässe), die des Blattlesens kundig sind unxl die erforderlichen .Ke1mtnis.se im ITebräischlesea besitzen. Nähere Auskünfte werden im Schulamte der israelitischen Kultusgemeinde, Wien, I., Seitenstettengasse 2, I. Stock, während der Amtsstunden von 9, bis J2 Uhr vormittags erteilt. Der Vorstand. Jugendgottesdienst.%Am Samstag, den 28. Mai 1932, findet um 3 Uhr nachmittags der Jugendgottesdienst für die israelitische Schuljugend in den Gemeinde- und Bezirkssynagogen statt. ' Predigten in den israelitischen Gemeinde- und Bczirkssynagogen. F r e i t a g, den 2?. Ma i 1 9 5 2, wird bei dem um? Uhr 45 Minuten beginnenden Abendgottesdienst in der Bezirkssynagoge, III., Unt. Viaduktgasse 13, Herr Rabbiner Prof. Dr. K. Kupfer einen exegetischen Vortrag halten. Samstag, den 2S. Mai 1 932 (beim Vormittagsgottesdienst), Drosch 011: II., Pazmanitengasse 6 (Rabbiner Dr. Z. Taubes). Exegetische Vorträge: XX., Kluckygasse 11 (Rabbiner Dr. ,B. Murmelstein); XXI., Holzmeistergasse 12 (Rabbiner Dr.'M. Rosenmann). Gründung einet Schorn fe-Sehftbbos-GrupiJe in Rftlisch. .... Dank der rührigen Initiative des Herrn Oberfabbinefs .Sctrapitö wnfde ftief eitle Vereinigung ״Schomte ÜmaZhife Schabbos‘1 gegründet, die sich als eine Ortsgruppe des Weltverbandes Schomre Schabbos konstituieft hat. , Die junge Gruppe hat ohne Verzug ihre Arbeit aufgenonimen, defen Erfolg auch anderen polnischen Kehillaus!Ermunterung sein wird, die Schonvbfe Schabbos Zu lebenskräftigen Organisationen zusammenztischtießen. Neue spaniolische Synagoge in Rom. In diesen Tagen fand in Rom die feierliche Einweihting der neuen spamolischett Synagoge statt, zu deren Bau Ruinen alter spaniolischer Synagogen Roms, die aus dem 14. Jahrhundert stammen, verwendet worden sind. Die Synagoge ist ein Werk des bekanntet! jüdischen Architekten ׳ Del Monte. mm dtüMtt ®ttetüpM 80׳ mm mnmt »Map* ilfjöllÄfSvSflfck« Sie rnm Sttäftg 3a8n8Ütfte (SpcjiaMtlte Witt geÄWW «Botttttnföftffl), MMe nun na# atlett Setten, an# öön unten na# o&Vn^toudjeftettt jt{? Sie SürffHit Sßaffer unb föÜM Sie rnft (^10t0b0ni*®lUnbt00flet unter ©itrgeln grflnblt# rta#. ®et Gtfolg tnitb Sie ü6ertttl#ert! ®er mi|fatBene ®SSIm ■U mmmmM ®erlangen Sic nusbtütüid) (ff)lörobüttt*3ai)rtpalte. 3:ubfe Kö4.- unb K56.־. Die Synagoge der spaniolischen Gemeinde Roms befand sich bis jetzt in den Raumen der römischen jüdisehen Volksschule, sie mußte aber die Lokalitäten in def Schule räumen, da die Schule sich stark entwickelt hat — die Zahl der Kinder war in wenigen Jahren von 200 auf ungefähr 500 gestiegen — und sie darum sämtliche Lokalitäten für sich selbst benötigt Tschechoslowakei g Die Scliabbos-bamidor-Aktion der ״Maclisike Hajeschiwoth“. Wir erhielten folgende Zuschrift: Zum zweiten Male seit ihrem Bestände ruft die ״Machsike Hajeschiwoth“ alle Groß- und Kleingemeinden, Reiche und Arme, zum Altar der Thora, damit sie dort ihre Spenden niederlegen. Zwei Jahre sind seit jenem denkwürdigen Tage verflossen, an dem der Verein ins Leben gerufen wurde, der sich die stolze, aber schwierige Aufgabe stellte, die JeSchiwoth aus ihrer materiellen Not zu befreien und ihren Bestand und ihre Entwicklung zu ermöglichen. Die Leitung des Vereines muß sich die Frage vorlegen: ״Hat der Verein die Hoffnungen verwirklicht, die an seine Existenz geknüpft wurden?“ Die groffen Summen, mit denen der Verein die Jeschiwoth unterstützt, antworten mit einem entschiedenen ״Ja". In einer Krise, die fast beispiellos dasteht und alle und alles in ihren Bereich zieht, die Güter zertrümmert und1 Werte vernichtet, ist es בע״ה gelungen, Summen hervorzuzaubern, die einer Zeit der höchsten Prosperität Ehre machen würden. In der Vergangenheit hat• die ״Machsike Plajeschiwoth“ ihre Pflicht erfüllt; nun ist die Frage, ob sie die Aufgaben und Schwierigkeiten der Zukunft meistern kann. Die Aufgaben, darüber dürfen wir uns nicht täuschen, werden ja von Tag zu Tag größer und schwieriger. Die Jeschiwoth sind mehr als je auf Hilfe von außen angewiesen. Ihre Hilfsquellen versiegen, ihre Stützen brechen ״ zusammen, ihre materiellen Säulen sind ins Wanken geraten.. Wäre keine ״Machsike•Hajeschiwoth“, so müßte jetzt eine gegründet werden. Es ist ja die heiligste Pflicht des Judentums, die Jeschiwoth — die Bildner und Erzie-■ her der jüdischen Jugend — zu, retten. Am Schabbos bamidbor wird die חוה״ק Heerschau halten, ob ihre Söhne dessen eingedenk sind, was sie der חוה״ק schulden. Der Verein hat an alle Groß- und Kleingemeinden unseres Landes Aufrufe versendet, die die gesamte jüdische Oeffentlichkdit auffordern, am Schabbos bamidbor alle Spenden dem Vereine zu widmen. Es ist zu hoffen, daß der Schabbos bamidbor viele Sorgen verscheuchen und den Jeschiwoth die Gewißheit bringen wird, daß ihr Bestand gesichert ist. Von der Aguda- Jugendorganisation in der Slowakei. Am 9. Ijar tagte in Bratislava der Landesausschuß der Agudas-Jisroel-Jugendorganisation in der Slowakei. Es waren1 die Vertreter mehrerer Gruppen anwesend und man verhandelte über die Gegenstände der Tagesordnung mit der Gründlichkeit, die die Fortführung und Entwicklung der Agudabewegung unter der orthodoxen Jugend in der Gegenwart erfordert. Der Vorsitzende, Herr Emil Herczl, eröffnete die Sitzung. Herr J. J. Braun richtete ari' die Anwesenden eine ermutigende Begrüßungsansprache. Herr Daniel L ö w y begrüßte die Sitzung namens der Bratislavaer Jugendgruppe. Aus dem verlesenen Tätigkejtsberichte geht hervor, daß seit dem jüngsten Delegiertentag vom vorigen Jahre sechs neue Jugendgruppen gegründet wurden und derzeit mehrere andere in Gründung begriffen sind. Herr Max Weiß referierte über den neuen Statutenentwurf, der durchberaten wurde. Herr Gerson König referierte über die Erez-Jisroel-Tätigkeit. Herr Ernst Ungar berichtete über die Entwicklung der ״Jugendblätter“ und Herr Aron Rosenzweig über die Abteilung der Untergruppen. Kranke Frauen erfahren durch den Gebrauch des natürlichen ״Franz-Josef“-Bitterwassers ungehinderte, leichte Darmentleerung, womit oft eine außerordentlich wohltuende Rückwirkung auf die erkrankten Organe verbunden ist. Schöpfer klassischer Lehrbücher für Frauenkrankheiten schreiben, daß die günstigen Wirkungen des Franz-Josef-Wassers auch durch ihre Untersuchungen bestätigt seien. Das ״Franz-Josef'-Bitterivasser 'ist in Apotheken, Drogerien und Mineralwasserhandlungen erhältlich. Hie Böhmen — hie Podkarpastka Rus. Aus einem kleinen%Orte in Böhmen erhalten wir folgende Zuschrift: ״In letzterer Zeit hatten sich alle jüdischen Kreise mit der Lage unserer Brüder in P. K. R. befaßt und von verschiedenen Seiten wurden auch Hilfsaktionen durchgeführt. Ob selbe den gewünschten Erfolg 'auch zeitigen werden, ist noch sehr fraglich. Jedenfalls wurde getrachtet, der materiellen Not Einhalt zu gebieten. Es wäre jedoch ein nie wieder gutzumachender Fehler, wenn wir dächten, unserer Pflicht damit Genüge geleistet zu haben, wenn wir durch Sammlungen unseren Brüdern momentan über das;Aergste geholfen haben. Nun, wie schaut es mit dem Judentum in Böhmen aus? Wäre da nicht eine raschere Hilfe notwendig? Natürlich brauchen wir keine materielle, sondern geistige Hilfe. Und die tut dringend not! Sehnsüchtig wenden sich da unsere Blicke nach dem Osten der Republik, vielleicht könnte uns von dort Hilfe kommen? Also, im Osten materielle, im Westen geistige Verarmung; Wie schön könnte uns da der Osten helfen und sich dadurch auch die eigene Lage verbessern. Also glaube ich, eine Besiedlung Böhmens durch jüdische Elemente aus P. K. R. könnte Böhmen wieder zu dem machen, was cs einst war. Seit kurzer Zeit erscheinen — wie Pilze nach dem Regen — allerorts hier Bücher und Broschüren über ״Die Vergangenheit der Juden in Böhmen", d. h. man setzt bereits den Grabstein über das böhmische Judentum! Nein, leben wollen wir und da rufen wir unsere Brüder im Osten zu Hilfe! Rettet uns vor dem gänzlichen Verfall. Abfall vom Judentum, Misch- I NEUES! Prima geräucherte כ שר א ר ט ה. u. vollfette NEUES! Zu beziehen bei Fa. Fischer & Künstlicher, Bf nska Bystrica Telegramm-Adresse: ״Q A Z 0 A* Telephon Nr. 129 man wohl annehrhen darf, sie seien an Akhenaton geschickt wqrden oder allenfalls an seinen Vorgänger, Amenhotep III., und seien dann in die neue Stadt mitgeführt worden, als die Hauptstadt von Theben pach Tel el Amarna übersiedelte. War Amenhotep der Empfänger, so beweist das, daß die Bibel vollkommen exakt datiert. War es Akhenaton, so würde sich eine Diskrepanz von nur 30 Jahren ergeben. ״Was wir in Jericho zu finden hoffen“, so schloß Sir Marston seinen Bericht, ״ist das einzige Glied, das noch fehlt, um die Beweiskette völlig zu schließen. Es wäre eine oder mehrere Tontafeln, die die Antwort des Pharaos an seine palästinensischen Statthalter enthielte." Hugo Marx, Amtsgerichtsrat, Mannheim-Heidelherg. ״Das Schicksal der deutschen Juden in der sozialen Kris e,“ Verlag Westdruckerei Wiesbaden G. m. b. H., Wiesbaden. 1932. RM. —.60. Die Judenfrage ist in Deutschland erneut mit großer Dringlichkeit gestellt. Das empfinden heute Nichtjuden ebenso wie Juden, Judenfreunde nicht minder wie Judengegner. Die Behandlung aller jüdischen Fragen leidet meist darunter, daß die Erkenntnis durch Wunschbilder getrübt ist. Das Ergebnis mündet dann in Romantik. Der Verfasser hat diesen Fehler vermieden. Mit den Methoden des historischen Materialismus.hat er in konzentriertester, zum Teil höchst zugespitzter und außerordentlich anre- Sender Form zunächst eine Analyse der objektiven Wirk- Hchkeit gegeben und bietet von dieser realen Basis aus den Versuch einer konstruktiven Lösung, Dem Unternehmen einer individuellen Lösung der Judenfrage, mit der sich das liberale Zeitalter erfolglos versucht Hat, wird eine kollektive Lösung gegenübergestellt, die der soziologischen Struktur unserer Zeit angepaßt ist. Der jüdischen Jugend, die, umbrandet, von einer stürmischen Welle der'Judengegnerschaft unsicher die Frage nach dem5 Was wird \mden? stellt, wi^!us dem labyrinthisehen Dünkel ein Weg ins Fteie gewiesen• Den zur Erziehung berufenen Generationen zeigt der Verfasser klar die Richtung, in die sie den jüdischen Nachwuchs lenken müssen, wenn sie ihm und damit der deutschen Judenheit und ihrer kulturellen Mission die Existenzgrundlage bewahren wollen. ״Brockhaus66 im deutschen Geistesleben. Es wäre sicher reizvoll und nicht ohne Wert, einmal zu untersuchen, welche Rolle das Konversationslexikon, dem man heute die schönere Benennung ״Handbuch des Wissens‘‘ gegeben hat, in der geistigen Ent- Wicklung gespielt hat und noch heute spielt. Aus der Literatur kennen wir zahlreiche Zeugnisse bedeutender Persönlichkeiten, die sich gern und offen zu ihrem ״Brockhaus" bekannt haben. In Eckermanns Gesprächen können wir nächlesen, daß Goethe oft nach diesem Werk gegriffen hat, um sich dort Auskunft zu holen, und noch heute steht die 6. Auflage von Brockhaus‘ Konversationslexikon in seiner Studierstube im Haus am Frauenplan zu Weimar. Ja, in den Fieberphantasien der letzten Krankheit unseres größten Dichters spielte der ״Brockhaus“ ein Rolle, wie der verdienstvolle Goethe-Forscher Freiherr von Biedermann berichtet. Der siebente Band cjes Werkes war nämlich abhanden gekommen, und in seinen Wahnreden beschuldigte Goethe seihen Diener Friedrich, ihn gestohlen zu haben. Friedrich war verständig genug, nicht zu widersprechen, und sagte: er müsse bekennen, den Band an sich genommen zu haben, worauf Goethe besorgt fragte: er habe ihn doch nicht etwa verkauft? Der .Diener verneinte dies und fügte hinzu, er habe ihn verschenkt. ״Nun", ineinte Goethe darauf, ״so kann dir noch durchgeholfen werden". Was hätte Goethe wohl gesagt, wenn er den jetzt erscheinenden ״Großen Brockhaus" zu Gesicht bekommen hätte! Pünktlich zupv festgesetzten Zeitpunkt ist jetzt der 11. Band erschienen*), ׳mit einer unerschöpfliehen Fülle an neuem Tatsachenmaterial, mit zahlreioben einfarbigen und bunten Abbildungen prächtig .aus״ gestattet. Es ist von eigentümlichem Reiz, sich beim Durchblättern des Bandes einmal zu vergegenwärtigen, welche Artikel dieses Bandes sich in der in Goethes Besitz befindlichen Auflage des Werkes hoch nieht ge״ funden haben können, und wir kommen auf diesem Wege zu einer eipdrucksvQlle1> Vorstellung d^r Weit, in der unsere Vorfahren vor etwa hundert Jahren gelebt haben. *) Der Große Brockhaus, Handbuch des Wissens in 20 Bänden, Band 11t L״״״Mah, in Leinen S 47; bei Umtausch eines alten Lexikons nach den festgesetzten Bedingungen S 43• Da sind vor allem die Artikel, die über die beispiellose technische Entwicklung des letzten Jahrhunderts berichten: Lichtspielwesen (18 Spalten Text, 46 Abbildungen), Lokomotive (reiches Abbildungsmaterial!), Luftschiff und Luftverkehr (58 Abbildungen, Flugstreckennetz, Karten!). Mit welcher Anteilnahme seines allumfassenden Wissensdranges, hätte ״der Alte von Weimar" wohl die ausgezeichneten naturwissenschaftlichen Artikel des Bandes studiert, die wir unter den Stichwörtern Leucht- Organismen (mit einer farbenprächtigen Bildertafel), Luftdruck (mit bunten Karten: Luftdruckverteilung und Windsysteme, Luftkreislauf) oder Laut finden. Oder die Artikel, die zu aktuellen Geschehnissen im Zusammenhang stehen: Lappobewegung, Litauen (zur Memelfragil). Gerade auch bei diesen Artikeln, die mit unbestechlicher Sachlichkeit geschrieben sind, zeigt sich die Unentbehrlichkeit des ״Großen Brockhaus‘‘ für jeden von uns, der sich über die Ereignisse unserer Tage ein eigenes Urteil bilden und nicht nur nachsprecheq will, was ihm andere Vorreden. Der Verlag macht den Bezug des Werkes §0 leicht wie möglich: wer die bisher erschieneneu Bände nicht auf einmal abnehmen kann, für den ist auch ein bandweiser Bezug nach und nach möglich. Jüdisches Jahrbuch für Oesterreich• Unter diesem Pitel erscheint in Bälde ein Almanaöh für das jüdische Ulenderjahr 5693 (1932/33), heraulgegeben von Lobei [ a üb e s und Chajiiu Bloch, Dieses Jahrbuch soll las Sinnbild friedlichen Schaffens des österreicnischeu udentums sein und keiner Sonderpartei dienen. Ls soll las Leben der österreichischen Juden und deren geistige nteressen veranschaulichen. Neben einem Kalendarium vird das Jahrbuch ein ausführliches Verzeichnis aller üdischen Gemeinden Oesterreichs sowie ,deren., reu״;iösen, sozialen, kulturellen und geseUschaftMchen JÜrperschafteü bringen. Wertvolle Jitemriigbe•1 ׳Beitroge lamhafter Vertreter des jüdischen Schrifttums bilden len weiteren Inhalt dieses Jahrbuches. Adresse; Judi״ ches Jahrbuch für Oesterreich» Wien! DL* Liechten’ teinstraße 60/9. ״.' Literarische Nachricht, Im Verlage von ,Kurt Wplff rscheint!in einigen Wochen^ unter dem TiteL״ miste ind gelobtes Land״ ein Oescluchtswerk von Dr. Elms tuerbach. das di© jüdischo Geschjohtß■ ׳ bis zuin lode!ulnninc nohnnripH. ■