Jüdische Presse
- Journal
- Jüdische Presse
- Volume
- 18 (1932)
- Issue
- 48 (9.12.1932)
- Date
- 1932-12-09
- Page
- – (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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4 JUDISCHEPRESSE Nr. 48 LAlJEife Die kostenlose Stellenvermittlung der ״SdiomretSctiabbos" vermittelt verläßliches, geschultes Personal jeder Art. Wien, II., Leopoldsgasse 16. — Tel A-48-4-15 ihre bisherige Tätigkeit votiert •wird und iweitene ■zum Beschluß erhöben wird, daß die ostslowakischen Gemeinden sich ih entschlossener Einheitlichkeit der Aktion der BratisläVaer Vertrauensmännerkonferenz anschließen und zur Sicherung des gemeinsamen und einheitlichen Verhaltens auf der Trencin-Teplitzer Delegiertenversammlung das Aktionskomitee mit zwölf Mitgliedern aus der Ostslowakei ergänzen. Nachdem die Mitglieder des Aktionskomitees einstimmig gewählt worden waren, schloß der Vorsitzende die Versammlung unter begeisterter Zustimmung aller Anwesenden zu den erfreulichen Resultaten dieser Konferenz, die geeignet sind, der IDelegiertenversammlung ein schönes Prognostikon zu stellen. Die Versammelten begaben sich hierauf gemeinsam zu Sr. Ehrw. Herrn Oberrabbiner Brach, dem Herr Braun in kurzen Worten über das Ergebnis der ,Konferenz referierte. Der elirwürdige Herr Oberrabbiner gab seiner Befriedigung datiber beredten Ausdruck und sprach für die Tätigkeit des einheitlichen Aktionskomitees seine besten Wünsche aus. Aus der Bratislavaer Gemeinde. Die alte, ehrwürdige Preßburger Gemeinde ist nicht nur ihrem Werdegang nach» sondern auch in ihrer Zusammensetzung ein kompliziertes Gebilde. Sie dem orthodoxen Judentum zu erhalten und als Bastei des religiösen Gemeinschaftslebens den stetig wechselnden und steigenden Bedürfnissen entsprechend auf der Höhe zu halten, ist in einer Zeit wie der unserigen mit gar vielen Widerwärtigkeiten verbunden. Sind diese in der Tücke des Objekts begründet, so ist das weiter kein Malheur. Die Führer und Verwalter der Gemeinde müssen eben ihre ganze Kraft einsetzen, um alle sachliehen und persönlichen Widerstände aus dem! Wege zu räumen. Sehen sich aber die verantwortlichen orthodoxen Sachwalter der Gemeinde einer Gegnerschaft gegenüber, die keinerlei moralische Hemmungen kennt und die sich ihrer Art nach ׳überhaupt nicht auf dem‘ Niveau zu bewegen vermag, auf dem jüdische orthodoxe Arbeit innerhalb , einer komplizierten Großgemeinde geleistet werden soll, so bleibt ihnen in der Regel kaum etwas anderes übrig, als über solche Gegnerschaft einfach hiniwegzuschreiten und ihre Kraft dort zu verwenden, wo sie in׳ positiven Taten dem Gemeinwohl nützlich werden kann. Die gegenwärtige Leitung der Bratislavaer orthodoxen Gemeinde unter dem Präsidium des Herrn Isidor Pappen heim befolgt diesen Grundsatz mit äußerster Konsequenz. Sie sucht einerseits mit vervielfachter Anstrengung der Schwierigkeiten Herr zu werden, die aus Wirtschaftsnot und religiöser P r i n z ipentreue einer großen orthodoxen Gemeinde in unseren Tagen naturgemäß entstehen, und sie kümmert sich anderseits um den Lügenfeldzug nicht im geringsten, der von Zeit zu Zeit in gewissen Zeitungen gegen sie in Szene gesetzt wird׳. Auch in den letzten Wochen tauchten in Zeitungen, die für alles zu haben sind, Nachrichten auf, die Herrn Gemeindepräses Pappenheim!bald allein, bald gemeinsam mit Herrn Gemeindevorsteher Arnold ,K ümpler unter dem Deckmunter der Anonymität in!der unwürdigsten Weise vor der Qeffentlichkeit verleumden und seiner Arbeit Absichten zu insinuieren sich erdreisten, wie dies unter gesitteten Menschen bisher für unmöglich gehalten wurde. Man erkühnt sich diesmal sogar, die gesamte Gem e i n d erep.räsentanz zu Bundesgenossen in dieser häßlichen Kampagne gegen den Gemeindepräses zu stempeln und ihr eine Stellungnahme gegen ihn und . sein Wirken anzudichten, die sie in den Augen der Welt in demselben Licht erscheinen lassen müßte wie die unbekannten Urheber und Verbreiter dieser .unwahren Zeitungsnachrichten selber. Dagegen richtet sich die öffentliche Kundgebung als Vertrauenskundgebung für die Person und die zielbewußte Tätigkeit des Herrn .Pappenhehn, die wir nachfolgend veröffentlichen und auf welcher die Vorsteher und fast alle (24 von 29) Gemeinderepräsentanten unterzeichnet sind. Oeffentliche Kundgebung. In manchen jüdischen Zeitungen erscheinen seit einiger Zeit abermals entstellte Berichte und unwahre Mitteilungen über Vorgänge und Verhandlungen in den Sitzungen unserer Geuieiiulcreprüsentanz uncl einzelner Kommissionen. Der Zweck dieser falschen Berichte ist viel zu durchsichtig, als daß er erst enthüllt zu werden brauchte. Es spricht aus ihnen klar die verwerfliche Absicht, Verwirrung in der Gemeinde hervorzurufen und ihre friedliche Fortführung ‘zu stören, oder mindestens zu erschweren. Im besonderen sollen die über jede niedrige Verdächtigung erhabene Person und die verantwortungsvolle Arbeit des Herrn Gemeindepräses Isidor Pappe 11 heim herabgewürdigt und womöglich in ein schlechtes Licht gesetzt werden. Diese Tendenz liegt namentlich ganz offenbar dem anonymen Bericht zugründe, der in Nummer 41 des ״Jüd. Herold“ unter dein Titel ״Pappenheim von seinen Freunden niedergestimmt“ erschienen ist und in welchem die Abwicklung eines Gegenstandes der Tagesordnung in einer Repräsentanten- Sitzung so dargestellt wird, als ob die Mehrheit der Reprüsentanz sich von .dem Herrn Präses losgesagt und irgend welche angebliche unredliche Absichten, die er dm Schilde geführt haben soll, durchkreuzt hätte. Demgegenüber sehen sich die Unterzeichneten Gemeindevörsteher und Repräsentanten zu folgender öffentliehen Kundgebung veranlaßt; Die Würde der Bratislavaer orthodoxen Gemeinde und die Achtung, die wir der Person und dem uneigennützigen, mühevollen Wirken des Herrn Pappenheim entgegenbringen, verbieten uns, seinen Mitarbeitern, auf derartige tendenziöse Berichte und Dar- Stellungen zu erwidern uncl Bestrebungen entgegenzutreten, die jeder anstüudige Mensch weit von sich weisen muß. Wir sprechen Herrn Gemei 11 dep 1• äses Isidor Pappenheim unser vollstes Ver- 11• a 11 e n a u s u n d v e r s i e h e r n. i 11 m, d a ß w i v m i t s ihm solidarisch unsere Kraft daran setzen \ werden, seine Arbeit u 11 d’sein Wirken zum Segenjiu*,unsere Gemeine uncl für das ge- *.^amte ortÜodoxe Judentum zu gestalten, A11 seiiiei^i bewährten, entschlossenen Willen, clas Wohl der Gemeinde zu fördern, und an nnserer tuten d* wegten Bereitschaft, ihn darin zu unterstützen, werden alle grundlosen Angriffe scheitern und alle unwahren Ausstreuungen ihr Ziel verfehlen. Bratislava, den 1. Kislev $693 (30. November 1932). Vorsteher: Philipp Neumann, Vizepräses, Arnold Kämpfner, Isidor Fleischmann. Repräsentanten: Philipp Benedikt, Heinrich Braun, Berthold Donnebaum, Sarnu Eckstein, Mt W. Fischer, Moritz Friedmann, jnlitts Goldberger, Juda Grünwald David Haberfeld, Bela Kästner, Ludwig Kästner, Jakob Katz, Lazar Kohlmann, Wilhelm Kohn, David Koth, Alexander Kraus, Emanuel Leuchter, Arpäd Neumann, Sam. Reichner, Dani Rosenbäum, Wiih. Rosenberger, Dr. Snlomon Rotter, Samuel Stemfeld, Zsigüionjcl Weiß. * Diese Kundgebung dürfte ein nicht uninteressanter Beitrag zum gegenwärtigen Charakterbild des jüdischen Gemeindelebens in!Bratislava sein. Zu ergänzen wäre nur noch, daß von sämtlichen 'Repräsentanten bloß eine kleine Gruppe,!bestehend aus den!Herren Dr. Bela Beer,, Aron Grünhut, Jakob Hertzka. Ignaz Licht enfeld und ׳Ludwig Mayer, diese Kundgebung nicht unterzeichnet hat. Blanko Relclunann Max Sctirötter Nova Mesto n. V. Topoläany—Nov6 Mesto n.V. Verlobte ArankaGrünwald Armin Rosenbaum Myjava Dun. Streda Verlobte רבקה שאנפעלד יעקב שמואל הלוי האבערסעלר נייטרא בן הרב הגאון המנוח דקיק פאבאטיש דל _ טאירשים _ David Sobelmann und Frau (Mattersburg) und Wätwe Benö Poryesz (Gsorna) laden hiedurch Verwandte, ׳Freunde und Bekannte zur Trauung ihrer Kinder Rosa und Albin, welche אי־ת Sonntag, 12׳. Kislew (!11. Dezember) d. J.» halb 2 Uhr nachmittags, im orth. Tempel in der Kazinczygasse zu Budapest למדט stattfmden wird. Der Dunajskastredaer Ma 1 bis ch Arumim- Verein gratuliert herzlichst seinem verdienstvollen Vorstandsmitgliede Herrn Armin Rosenbaum anläßlich seiner Verlobung mit Fräulein Aranka G r ü n w a 1 d. Zeitlebens Freude an Möbeln vom Großmöbelhaus Max Bergmann, Wien II, Praterstr. 33 Ausstellungsräume 2000 ma Telephon Nr. R-43-1-70 Konkurs. Bei der israelitischen Gemeinde St. Pölten!gelangt ab 1. Jänner 1935 die Stelle eines Oberkantors zur Besetzung. Bewerber, die über eine klangvolle Stimme ver- •fügen, Kabulaus auf Schechitoli und Bedikoh von namj haften Rabbinern haben und gute Thoravorleser sind, ferner nachweisbare Fähigkeit zum Religionsunterricht an öffentlichen Schulen besitzen, auch eventuell Kanzleiarbeiten verrichten können, wollen ihre ausführlichen Offerte — Alter uncl Familienstand — •unter Dokumentenbeilage an den Gefertigten richten. Der Vorstand der israelitischen Gemeinde St. Pölten. . Kommerzialrat Albert Leicht. JESOD HATHORA, Schulverein der Adas Jisroel, Wien, II., Nestroygnsse 11. Konkurs. Der Schulverein Jesod Hathora der Adas Jisroel sucht per sofort einen מלמד פיר חומש רש׳י גמרא ומפרשים, der vor- ZügliclierLehrer וייש מרבים sein muß. Gehalt laut Uebereinkommen. Anmeldungen sind bis spätestens den 14. Kislew (13. cl. M.) schriftlich an die Direktion des Schulvereines Jesod Hathora zu richten. Wien, Kislew 5693, Der Vorstand. Nagei’s Seichwaren-Restaurant Eisen & Hönigsber streng orth., השר unter Aufsicht der Adas Jisroel (Schiffschul) Wien, II, Praterstrafie 33, Telephon 1U-47-4-49. Hochzeiten und Banketts werden in und außer Haus bestens arrangiert. Für Studenten und Angestellte besondere Ermäßigung. , Für Stammgäste Samstag• geöffnet. ■mSCHIDUCHIM-ECKE Inserate in dieser Rubrik im Einheitsausmaß von 20 mm werden mit S 3.— (K tsch, 15,—) beredtnet. Für größere Inserate ist entsprechender Aufschlag zu bezahlen, Junger Mann, 25 ,Jahre alt, mit Existenz,' chassidisch, intelligent, gebildet, sucht hübsches Mädchen aus ,guter Familie, •intelligent und gebildet, mit einer Mitgift von Kö 100.000. Offerte unter ״Masol Tow“ an die Bratislavaer Administration. S 100.- für 9tägigen Aufenthalt inkl. Fahrspesen Wien taur-retour. Eigene Ski-, Rodel- und Eislaufbahn. Für Gruppen __ Spezialhaus für Wolle und Strickgarne Moritz Nagel Wien, IL, Taborstraße i?. Fabriksniederlage. Wirk- und Strickmoden. 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An Wochentagen: Mörgengebet 6.30 Uhr, Minchah 4 Uhr. ^gentümer, ^ferausgeber und'Verleger: David Türkl (für eine Arbeitsgemeinschaft), Wien, II., Malzgasse 12a, ־^ Verantwortlicher Redakteur: Karl Richter, Wien, IL, Fränz-Hoehedlinger-Gasse 2. — Für die Tschechoslowakei: Jacob Joel Braun, Bratislava. —Druck: Druckerei- und Verlags-A.-G, lg, Steinmann, Waeu, IX״ Umversitatsstr, 6-8־-