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Jüdische Presse · 1932-04-20 · 16-17 (20.4.1932) · page 5

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Journal
Jüdische Presse
Volume
18 (1932)
Issue
16-17 (20.4.1932)
Date
1932-04-20
Page
– (sequence 5)
Language
German
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Nr.-lh/lf Seite 5 mmm mm* Schulprüfuttgen in Bratislava. *4 ■e s s 0 d e H ä t h o f *״ - Sch u I« e; Am שי שסיני und den;.dnJÄttljfotg^iidett.^Ä^ faiiden ’die'Pjfcttftin*:' gen an der ״Je s sod e - J 1 a t h 0 ra “- Sc 11111 e statt. Die Schule hat ihre Traditionen und sie hält an ihnen auch Unter den jetzigen schwierigen Verhältnissen fest. Sie setzt sich zum Ziele, die von der Talmud Thora abgehenden Schüler aufzunehmen, und hauptsächlich im ,fl 3'3׳ Lernen so weit zu bringen, daß sie an einer ,ישי2ף sich mit Erfolg vervollkommnen können. Diesen Schülern gesellen sich Kinder aus der Fremde an. die ״ der gute Ruf der Anstatt anzieht. Außer dem ״Lernen“ im eigentlichen Sinne legt die ״Jessode Hathora“ grundsätzlich Gewicht auf die Erziehung der Kinder 7,11 יראי שמיס• Dieser Aufgabe Stehen heute größere Hindernisse im Wege als früher. Das Etternhaus ist in vielen Fällen in bezug auf das j ii d i s c h e Efziehungsziel schwankend und wirr geworden und kan 11 gerade deswegen und zuweilen auch wegen seiner Wirtschaftliehen Sorgen der Lehranstalt nicht die erzieherische Assistenz leisten, ohne welche der Erfolg der Erziehung zweifelhaft wird. Anderseits wurden seit geraumer Zeit die •Straße und die ganze Umgebung, in der das Kind lebt, zur Gefahr für die Wegrichtung von thoralernenden Kindern, die sich dereinst als Kereim bewähren sollen. Die Leitung und die Lehrer der Jessode Hathora sind sich dieser Schwierigkeiten bewußt und kämpfen gegen sie an. Davon legte auch diesc_ Prüfung Zeugnis ab. Die Lehrer setzten ihre beste Kraft ein, um dem Geiste der Kinder in diesem Alter die. jüdischen Grundlagen zu geben, auf denen die Jeschiwoh weiterbauen kann. Die Schüler zeigten zum überwiegenden Teil ein hohes Maß von Kenntnissen auf, die sie gründlich genug beherrschten und die Eltern und die zahlreich anwesenden Freunde der Schule in der Hoffnung auf eine trostvolle Zukunft bestärkten. ..T a 1 in 11 d ־ T 11 o r a" - S c 11 1 11׳ e: Nicht minder erfreulich erscheint das Lehrergebnis, das bei der Sonntag. den II. Nissan, in ■der Talmud-Thora-Schule stattgefundenen Prüfung wahrgenommen Werden konnte. Diese Schule ist die o f f׳i z i e!1 I c Thora-Sch u 1 e der Gemeinde, sie wird von der Gemeinde erhalten, und ist der Elementar-, bzw. Volksschule angeschlosseu. Sie vermittelt in vier Jahrgängen parallel zur 2. bis 5. Profanklasse (außer dem religiösen Unterricht, der in der Volksschule als solcher ausnahmslos allen Kindern erteilt, wird) den (Kindern, die von ihren Eltern einem erweiterten Thora-Unterricht zugeführt werden, die ersten Kenntnisse in גמרא ר ש׳י sowie Partien aus חנ׳ןי und der hebräischen Grammatik so weit, daß sie nach Verlassen der Schule zum intensiven ״Lernen“ in der Jessode Hathora befähigt werden. Es muß auch jetzt mit Genugtuung konstatiert werden, daß die Zahl der Volksschüler, denen dieser Talmud-Thora-Unterricht von seiten ihrer Eltern ••entzogen •wird, von Jahr zu Jahr stetig in Abnahme begriffen ist. Es müßte allerdings mit verstärkter •Propaganda danach getrachtet werden, daß sämtliche Eltern, die ihre Kinder in die ortliodoxe 'Volksschule geben, von der Notwendigkeit dieses erweiterten Talmucl-Thora-Unterrichts überzeugt werden. Eiiie; Vereinheitlichung• des elementaren Thora-UnterriCjitT zumindest ‘ in! U n •t eWb a u des׳ -;Schulwesens' .erscheint1 uns dringend ' geboten. Die Zweiteilung der Schüler d erselb en o'.r tho'doxen’V o 1 kssc 11 u 1 e in'■orthodoxe Yolksschüler p 1 u s-Talmud Thora־ und in orthodoxe Schüler ohne Talmud Thora ist pädagogisch anfechtbar und pflanzt überdies in die Seele des׳ Kindes schon im zarten Alter!Eindrücke, die sich später im Gemeindeleben zu verhängnisvollen Gegensätzen über die geistige und religiöse Richtung der orthodoxen Gemeinde und ihren Aufgabenkreis ausreifen. 11m Erziehungsplan einer orthodoxen Gemeinde aber sollte es bei der Unterweisung in Thora- und G-ttes- ־ furcht ein ״plus“, von dem man — wenn die Gemeindeleiter einmal gerade!nicht sehr ״gnädig“ gestimmt sind — imter Umständen auch Abstand nehmen kann, nicht geben. Kinder dürfen von der ortliodoxen Gemeindeschule nicht den Eindruck mit hinaus ins Leben nehmen, als ob es zwei ״Orthodoxien“ gäbe, die eine!für ״Uebertriebene“ •und die andere für gewöhnliehe Jelrudim, oder auch •umgekehrt, die eine für Vollorthodoxe und die andere für ״Minderwertige“. Die ״Öpportunitätsörthodoxie“ und die ganze, aus ihr •sich . notgedrungen ergebende Staffelung der Orthodoxie kann getrost der ״Gemeindepolitik“ der ״Großen“ vorbehalten bleiben. Im E r z i eh u n g s p 1 a 11׳ einer orthodoxen Gemeinde (vorausgesetzt, daß ״Erziehung“ und ״Plan“ überhaupt vorhanden sind!) sollten logischer- und raoralisc 11 erweise ganz gewiß mir ein Geist und eine ei nh e i 11 i ch e, für jeden Angehörigen der Gemeinde gültige, offen bekannte lind systematisch und ehrlich verwirklichte Tendenz zutage treten. Dieser Geist muß alle Lehranstalten der Gemeinde von! 1K i n d e r g ä r 1 e n bis zur J •e s c h i w a beleben und dieser Tendenz müssen sie allesamt einheitlich dienen. Nur so kann es gelingen״ den furchtbar ernsten Aufgaben der Gegenwart gerecht zu werden und ganze M •e 11 s c h e n, •ganze, thoratreue J •u den für die orthodoxe Gemeinde und für das. orthodoxe Gemeinschaftslaben zu erziehen. Und nur so wird die Freude ungetrübt sein können, die den Anwesenden das •Herz erwärmte beim Anblick dieser prächtigen Kinderschar in der Talmud Thora, die von wirklich tüchtigen und in ihrem Berufe aufgehenden 'Lehrern mit Sachkenntnis und pädagogischem Talent in die wahre Geisteswelt des Judentums eingeführt werden. . J.J. B, Feierlicher Sijum in der Bratislavaer ״Jeschiwoh K'tanoh“. Aus Anlaß ihres zehnjährigen Bestandes veranstaltete ,die unter Leitung des Herrn Rabbiners Baruch Löbl stehende Vorbereitungsjeschiwoh־, ־,Jeschiwoh K’tanoh“ in Bratislava am 4, Nissan ein intimes Fest ihrer ehemaligen Schüler und ihrer Freunde,. Mit dem Fest war ein Sijum auf alle Talmudtraktate des חלמיד ככלי verbunden, die an der Anstalt während der letzten drei Jahre gelernt wurden. Die große Anzahl von Gästen, die sich zum Feste einfänden, bewies, mit welcher Treue und Dankbarkeit auch die früheren Schüler der׳ Jeschiwoh K’tanoh an ihrem Lehrer hängen und wie groß der Kreis Unter den □כעלי כתי in Preßburg ist, die den Leistungen dieser Anstalt auf dem Gebiete des י ליסוד התירה a^s Zwischenglied zwischen der Jessode-Hathora-Schule und der Jeschiwoh, Anerkennung?ollen. Die Festmahlzeit wurde in der Jeschiwah^Mensg veranstaltet. Nach dem Schlußlernen wurden von den Herren Rabbinern David Wessely, Baruch Löbl und Oberräbbiner K ö n i g aus Jöka scharfsinnige CharifusWorträge gehalten. Um Bei .Dickleibigkeit regt der kurmäßige ,Gebrauch des «atimichen ^FMft^Jo®efWiöitfet#n^ets die Darmtäti&keit kräftig ttt tt®d ffiäekt dCii Körper schlank; Viele, Professoren lassen das Frätt2.Josef-Wasser auch bei Blütkfeislaiifstötttngett als ein höchst wertvolles Mittel nehmen, und zwar morgens, nfttttägs nna abends re ein drittel Gks. —- In Apotheken, Drogerien und Mineralwasserhandlungen erhältlich. das Gelingen des Festes machten sich die Herren J. Taub, S. Donnebaum, L. Glück, J. Koth, M. Mahdei, Jak, Kohn und A. Rosenzwerg verdient. Delegiertenversammlung^der podkarpatskarussischen Gemeinden. Das Vorbereitungskomitee versendet soeben im Aufträge der jüdischen Gemeinde von Sevljus die Einladung an sämtliche Kailtusgcmeinden von!Podkarpatskä Ras zur Teilnahme an einer auf den 1. Mai (די ש ים D א' פרשה) anberauniten Delegiertenvcr- Sammlung. Die Versammlung soll sich in Durchführung der Beschlüsse dev Vorkonferenz vom 13. März (über die wir ausführlich berichteten) mit der Frage der orthodoxen Landeskanzlci •beschäftigen und bindende Beschlüsse fassen. In der •Einladung wird ausdrücklieli hervorgehoben, daß die Einberufung dieser entscheidenden Delegicrtenversatnmlung mit Zustimmitng der Oberrabbiner von ,Munkacs und. Hust und unter günstigen Zusicherungen der Behörden geschieht. Zusammenkunft der ostslowakischen Aguda-Jugend. Auf Einladung der Presover Expositur der slowakischen A g •u d •a s - Jji s r o e 1 - J u g e ת d o r g a n i s ation findet Sonntag, den 2. Tag Cholhamoed P es•sa ch in M•i ch a lovee (Talmud-Thora-Schule) eine Zusammenkunft der Aguda-Jugend der Ost- Slowakei statt. Hoffentlich •gelingt es den Veranstaltern, durch Zusammenschluß aller lebendigen׳ Kräfte der* orthodoxen ostslowakisclien,;Jugend in der Agudas Jisroel an die Heilung der Schäden zu schreiten, die in־׳■ diesem Landesgebiete das orthodoxe Judentum bedrohen. R. Mosche Liebermann ז״ל. , Am 6. Nissan verschied in ,K o s i c e eine führende orthodoxe Persönlichkeit, deren Heimgaing über diese Gemeinde hinaus in der gesamten Judeulicit unseres Landes tief beklagt wird. R. Mosche Liebermann זצ״ל war einer jener Männer von Charakter und festumrissener Weltanschauung, von denen man du weiteil• Kreisen gewünscht hat, daß ihr von der ח1ה״לן bestimmter Wille •iui öffentlichen Leben zur Geitiuig komme. Er war ein ״ibalebatischer“ Talmid Choeliom guten, alten Schlages aus hervorragender, im Kampfe um ״תורה ומצות vielfach bewährter .Familie. Als , Großkaufmann^enoß er allgemeine Achiitung, und er stellte seine reiche Erfahrung gerne in!den Dienst' deS Gemeindewohles. Seinen 1׳Kindern gab er eine 'zielbewußte, ■sorgfältige. ■Erziehung, in deren Mittelpunkt die Vorbereitung auf ein g-ttgefälliges, widerstandsfähiges, jüdisches Leben stand. Durcn seine persönliche, vom Scheitel bis zur Sohle würdeVölle Lebensführung und Lebensbestätigung •in Familie, und ׳Gemeinde, wurde er ihnen und vielen anderen nachahmenswertes Vorbild und stiftete dadurch fortwirkend Gutes und ,Edles. Dem Vorstand der orthodoxen Gemeinde gehörte er zwölf Jahre an, darunter drei Jahre als Präses. Während diesei• Zeit verstand, er es •mit ruhiger Zielsicherheit, die Gemeinde eine ■groß Stück aufwärts zu entwickeln und ihr jene Festigkeit zu geben, die ihr auch heute, inmitten der Stürme, die sie umtosen, zugute kommen. Er erreichte ein Alter von 68 Jahren und• verschied nach kurzer Krankheit unerwartet infolge einer Verkalkung der Herzadern. An seiner 0\« ל ן •beteiligte sich die gesamte jüdische und ein Großteil׳ der niehtjüdisclien Bevölkerung von KoSice und bekundete in, warmer und aufrichtiger Weise ihre Teilnahme mit ,der zahlreichen trauernden Familie des Verewigten. Wegen der religiösen Vorschriften für den ׳Monat Nissan wird der Hespecl. vom, ehrwürdigen Oberräbbiner erst beim Mazewoh-Stellen zu Ende der יש ל ש י ם ,gehalten werden. Möge das Andenken des Heimgegangenen זצ״ל ein ewiger Segen bleiben ח״נ״צ״ב״ה. Die Installation in Nitra. Die Amtseinführung Sr. Ehrw. des Herrn Oberrabbiners ß. D, Ungar aus. Trnava dn das Rabbinat von Nitra findet, wie uns mitgeteilt wird!, Donnerstag, ׳.5) §ערב ראש חודש אייר Mai) statt. Mit Beginn des Sommersemesters wird Herr Oberräbbiner Ungar seine Lehrtätigkeit an der Jeschiwoh ebenfalls schon in Nitra fortsetzen. (Siehe auch die offizielle Bekanntmackung im Inseratenteil!) Ein neuer Krösus in Bratislava. Wahrheit in der Reklame! Sich streng diesem Gebote anpassend, verkündete wiederholt die Geschäftsstelle der Eskompte und Volkswirtschaftliche Bank A. G״ in Bratislava, die große Chance, gegen die geringen Erstehungskosten eines Loses der Tschechoslowakischen Klassenlotterie eine runde Million gewinnen zu können. Nun wurde bei der Ziehung am 13. d. M., das Los Nr. 68.762 mit dem Haupttreffer von 1,000.000 tsch, K. gezogen und einige Stunden später erhielten die neugebackenen Millionäre diese Riesensumme bei der vom Schicksal so begünstigten ,Bratislavaer Bank abzugfrei ausbezahlt. Barmizwafeier. Herr Julius Blum an T 0 v n a 1 a beging am ש״ק תזריע das Barmizwafest seines Sohnes in Gegenwart vieler Gäste, Der Jüngling hielt einen Vortrag. •Beim Festmahl sprachen die Herren Jung־* rei s z, Jul. BI u m, Samuel Blum aus Ko§ice, Herrn. F riedmann, M. J. Vitript u, a. nn. Gastrede .׳ in Toruala. Herr M. J. V i t r i o t hielt am ש״ק תזריע im Verein ״Tiferes Bachurim“ von T o rn a l a, eine mit großem . Beifall aufgenommene Gast' drosphoih _w Gegenwart aller Vereinsmitgüeder und mehrerer Bne Thora der Gemeinde, Wanzenmittel ii ges. gesch. hilft In allen Pillen. Einmalige ÄnwendungTgeiiUgt für Immert .WIR* hilft soföfh Wirkt datternd SULB1M rottet die Wanzen und deren Brut aus fftf D1H“ verhindert die Wiedereinnistung, der ,,11UI1DII1 Wanzen für immer flllDIN“ ist leicht anzuwenden, daher für Private, ״iULDlll Hotels, Anstalten, Kasernen, Pensionen das beste Mittel. Mit ״SULB1N“ sind nur die schlafstetten einzustreichen, sonst nichts Oetieraiyeftrieb { DaHlek, Zliaim V Verkaufsstelle: Rrnfit1n1lflk Dr°9erie Franz Pohl, Langegasse 4 Ulllllolllvll• Corsodrogerie Mag. Pharm. K.elln.er, Langegasse 14, Filialen: ״Hygiena“ Tatra Banka Palais, ,,Cosmetica Regia“, Suche Myto 30 Verlangen Sie überall nur ״StlLBIN“ Weisen Sie in Ihrem Interesse alles andere zurück! Abschiedsfest für Rabbiner Mark. Unsdorfer. Aus Pute berichtet man uns: Sonntag, den 4. Nissan, hatten wir eine schöne Abschiedsfeier für unseren hoch ver׳-"' dienten und allbeliebten שוחט וסרק und מו׳צ Herrn. Rabbiner Unsdorfer, der nach 35jähriger segensreicher Tätigkeit unsere!Gemeinde verläßt, um nach Novo Zamky zu übersiedeln.. Im Anschluß an das Mincliagebct begann die Feier im Tempel, wo sich die gesamte Gemeinde, Männer, Frauen und Kinder, versamemlt hatte, um ihrem verehrten väterlichen Freund in würdiger Weise Zeichen der Liebe zu beweisen. Als erster bestieg der Sohn des Gefeierten, Herr Rabbiner. Sal. U ת sd 0 r f e r. aus Bratislava, die Kanzel, um im Namen der Gemeinde und •der Familie,!das zum Aus- •druck zu bringen, was sie in diesem Augenblick bewegt. Er schilderte die Entwicklung des religiösen Lebens in der Gemeinde während der letzten Jahrzehnte und dankte dem Schöpfer, •daß es durch das rastlose und zielbewußte Wirken des •Gefeierten gelungen ist, sie auf die Höhe ihrer Aufgabe zu bringen. 'In tiefer Rührung wies hierauf Herr Rabbiner Mark. Unsdorfov die Lobesworte für seine Tätigkeit zurück־ und dankte der Gemeinde, daß sie ihm Gelegenheit bot, seine Kraft, in;den Dienst des G-ttöswillens zu stellen. Daran schloß sich eine Festsitzung der Gemeinde, bei welcher der scheidende Rabbiner Uinsdorfer zum lebenslänglichen Ehrenmitgliede gewählt wurde. Beim Festbankett, das hierauf stattfand׳, zeigte es sich erst, wie sehr alle Kreise an dem gefederten' in aufrichtiger Verehrung •hängen. Als erster hielt Herr Oberräbbiner Jecli.!Baum eine stellenweise von Tränen erstickte Rede, in der er die Verdienste des Herrn Rabbiner ,Unsdorfer um die Gemeinde!schilderte. Es sprachen .noch die Herren Ml. W. Kohn im Namen der Gemeinde,■ •G׳ande 1 für die Talmud-Thora, I. Weingarten für die Schass- Chewra, Rabbiner Sal. U n s d b r fei•׳ und zum Schluß tiefbewegt Rabbiner Mark, Unsdorfer. Erst um Mitternacht nahm die Feier ihr Ende, Möge es dem Gefeierten gegönnt •sein, noch viele Jahre die Ruhe zu ,genießen und für תורה ויראת שמים zu wirken. Eine Entscheidung zur rechten Zeit. Wir veröffentlichten in der vorletzten Nummer die Entscheidung des Obersten Verwaltungsgerichtshofes, betreffend das Monopolrecht der jüdischen Gemeinden zur Herstellung und• zum Verschleiß van• Mazzotli, Diese Entscheidung kam gerade zur •rechten Zeit!. Denn ׳durch sie wurde den seit Jahren, gerade vor Pessach, sich immer wieder erneuernden Versuchen, den jüdischen Gemeinden auf dem ,Gebiete # des Kascliruswesens Schwierigkeiten zu bereiten und ihnen auch finanziell Schaden zuzufügen, ein für allemal ein Ende ׳bereitet. Die Entscheidung gewinnt namentlich in den Gemeinden an Bedeutung, wo ernste Menschen entschlossen sind, den Hebelnim Kasdu-Uswesen von Gemeinde wegen zu steuern. Durch sinngemäße Anwendung der betreffenden Gesetze, Erlässe, Verordnungen ■und die wicht i g e En t s c h e ,i d 11 n g •auf a 1 l e. Erzeugnisse, deren Gebrauch bei Juden strikten religiösen Vorschriften unterworfen ist, würde sich vielleicht auch eine Möglichkeit eröffnen, dem Unfug, der •sehr oft mit der freibeuterischen und mißbräuchlichen Verwendung der Be- Zeichnung ״K o s c h e r“ getrieben wird, ähnlich •wie in den Vereinigten Staaten von Amerika, auch bei ׳uns auf gesetzlichem Wege an den Leib ,zu rücken. Eine. Rahbinerversammiung sollte sich einmal auch mit den gesetzlicheu Konsequenzen dieser Obersten Verwaltungsgerichtshof-Entscheidung z u r Regelung u n d V e rbesser un!g des Kaschr us w esens im allgemeinen eingehend beschäftigen. Wir ^möchten bei dieser Gelegenheit dankbar hervorheben, daß um die Herbeiführung dieser günstigen Entscheidung sich besonders Herr Ober rat Doktor Friedrich Karl Pick vom Ministerium für Unterrichtswesen und yolksaufklärung verdient gemacht׳ hui Herr Oberrat Dr. iPick, der, wie alljährlich, zu Pessach und anderen Gelegenheiten, auch m unserer heutigen Nummef einen Beitrag geliefert hat, vertrat bei der betreffenden Verhandlung die angefochtene Entscheidung des Ministeriums vor dem Obersten Verwaltungsgerichts•» hol mit vielbewunderter Sachkenntnis und verhütete dadurch einen Ausgang der Angelegenheit, der in!seinen Konsequenzen geeignet gewesen wäre, den jüdischen Gemeinden unermeßlichen Schaden zuzufügen. Stnhlverstoplnng, Vorstände von üniversitäts* Frauenkliniken.loben ühereiustimmend das natürliche *Franz«jQsePLÜitterwasser, da es leicht einzunehmen ist uhd die mäd öffnende Wirkung in kurzer Zeit und ohne unangenehme Nebenerscheinungen sicher eitritt. #

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