Jüdische Presse
- Journal
- Jüdische Presse
- Volume
- 18 (1932)
- Issue
- 13 (1.4.1932)
- Date
- 1932-04-01
- Page
- – (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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1 15 ab mmtäpnmt Äftläßliih DÜS vergessefi Sie nieht ftirä^tt altbewährten, verläßlich kosdteren KAFFEE/ der mit dem Namen Franck und der Kaffeemühle auf dem Kistel ift einzigartiger, stets gleichmäßig guter Qualität hergestellt und dessen Verläßlichkeit von Sr. Ehrwürden Herrn Oberrabbiner SIMON SCHREIBER aus Erlau in seinem Hechscher bestätigt wird.! Den FRANCK KAFFEE kann nicht nur für P e ß a c h, sondern auch das ganze Jahr hindurch jeder Israelit ganz beruhigt ohne das geringste Bedenken genießen, weil die Erzeugung verläßlich כשר unter ständiger Aufsicht frommer, verlaßlicher Maschgichim geschieht. Die Hausfrauen wissen seine Vorzüge zu schätzen und immer größer wird die Zahl -*seiner Anhänger. Scliächtfrage im Straf rech tsausschuß des deutschen , Reichstags. Von der Reichszcntrale für Scliächtangelegenheiten wird mitgeteilt, daß der Strafrechtsauschuß des Deutscheu Reichstags zu $ 412־ des Sträfrechtseritwurfs die Einfügung eines Absatzes 2 •mit folgendem Wortlaut beschlossen hat: :•!Handlungen an Tieren dürfen nicht mit Strafe bedroht werden* soweit sie zur Verfolgung ernster wissenschaftlicher Zwecke oder zur Erfüllung der Gebräuche einer Religionsgesellschaft des öffentlichen Rechts geboten sind.“ Bekanntlich hat ,bereits der Strafrechtsausschuß des vorigen Reichstags diesen,^Rsatz auf Antrag Doktor Beils beschlossen. Er ist unverändert /übernommen worden.. . : ' י Rabbiner Dr. Moritz Silberberg gestorben. ־ Am 20. März verstarb tin Berlin im 65.!Lebensjahr Rabbiner Dr. Moritz Silberberg. Er entstammte einer alten ׳Posener jüdischen .Familie. Nach dem Kriege zog er nach!Berlin und betätigte sich hier als Rabbiner des Synagbgenvereins Adass Jakob und als Religianslehrer, außerberuflich in der Agudas Jisroel und dm Bund jiidischer; Akademiker. Kampf um die Sonntagsruhe in Polen. Unter dem Vorsitz des' Hahdelsministers Zaszicki wurde im Handelsministerium eine Konferenz abgehalten, in'.der über Einführung‘ von Erleichterungen für den polnischen Handel beraten wurde. Der Beratung״ wohnten, bei der Finanzminister, der Land,wirtschafteminister, der Minister für sozialen Schutz, Abordnungen der Hühdelskammer'n und der' kaufmännischen Verbände n• a. m. Der jüdische Deputierte, aus Lemberg, Tgnatii Jäger, hielt einen längeren Vortrag ■über die Folgen des Sonntagsrühegesetzes für den jüdischen Han05j del und richtete die!folgende ״letzte Mahnung“ an die? Regierung: Für die jüdische .Kaufmannschaft in Polen hat be- ™«*M zwölfte Stunde zu schlagen angefangen, Kommt der Staat der. Kaufmannschaft, nicht .zu Hilfe, so ist sie dem Untergang geweiht; dies über wird,für den polnischeu Staat 'von den schwersten Folgen sein., Per Todeskampf imr jüdischen Kaufmannschaft -wird beschleunigt durch döri Zwüng, zweieinhalb Tage in der Woche zu feiern, dabei aber die Steuern für die volle Arbeitswoche zu leisten; Im Rahmen der Notaktion für den Handel müsse eilte Erleichterung der Sonntagsruhe in dem Sinne Platz grellen, daß es Juden erlaubt sein soll, an Sonntagen tuid an christlichen Feiertagen von 7 bis 10 Uhr morgöijs - Und von 5 bis 6 Uhr nachmittags zu arbeiten und Handel zu treiben. Die Zwangssonntagsruhe für die jüdische;^Bevölkerung schädige , die gesamte nationale Wirtschaft Polens, sie ist auch ,für große Teile der Christliehen ,/JBevülkerung unerträglich,: ׳ k ' _ .. Gegen die;Ausführungen Ignati Jägers trat der Direktor• der;tPp&ener HariaelskamtneL 0zikdrski,' auf, der im;Namen des christlichen Haridelsstandes gpgen jede» Yürsuch, , das Sonntagsrubegesetz fimzugreiferi, protesiejrte'■'*' :י1■1 .׳ .י" י /ייי'י י- ־'■י 1.י';'־ -;׳־ Der Kalyszer Raw Jeoheskiel Libszyz זצ״ל Ip ־kälysz verstarb im Alter von 74 Jahren der in ganz Pole» populäre Kalyszer Raw Jeche&kiel Libszyz. Er galt als. einer der bedeutendsten polnisch-jüdischen Gelehrtbit. Seit! Vater war der berühmte Liibliner Gab»' Rabbi!Hjllei Libszyz, Verfasser des Buches ,,!Beth Hiliel“, Rabbi JbPiieskiel (Libszyz war Präsident des.!polnischen Rabbin^rVerbandes; sein bekanntestes Werk ist ״Hamb drasch;,wjüiamaasse“., חגצנ״ה. Antiseniiijsche י Studente» ״ zerstören die Synagoge liiid indische Geschäftsviertel in Jassy. Der!Kähßikt zwischen den rumänischen Studenten und der׳ Regierung, der im wesentlichen wirtschaftliche Ursachen hat uacl der sphon in Bukarest zu blutigen Zusammenstößen zwischen demonstrierenden Stüdehten und' Polizei geführt hatte; hat in Jassy ein Nachspiel gehabt»ז $ä6; in schwere .antisemitische Manif »Stationen lind mH 1870 die basten!Fabrik! Wlan, XV., staglgasso 10 bet Maflahllferstr. 148 ״ / Tel. R-35-8-47 und R-30-5-38 lind mH 1870 die beiten äitsklang und zuMißhandlungen von Juden sowie Zer- Störungen jüdischen Gutes führte. Die Studenten der Jassyer Universität veranstalteten eine Sympathiekundgebuhg für ihre ,Bukarester Kollegen, wobei cs auch hier zu sehr schweren Zusahimenstößen zwischen Demonstranten und (Polizei kam. Auf beiden Seiten zählte man mehrere Verletzte. Plötzlich wurde aus der Mitte der Studenten die Parole gegeben, gegen die Juden loszuziehen. Die Studenten zogen in das jüdische Viertel und vor die Synagoge, richteten zunächst am G-tteshaus ein rücksichtsloses Zerstörungswerk an und demolierten auch eine Anzahl jüdischer Geschäfte.־ Auch in anderen Teilen der Stadt wurden jüdische Geschäftsläden tzerstört. Jüdische Einwohner wurden vielfach angegriffen und zum Teil verletzt. Einzelheiten über das Zerstörungswerk *und die Zahl der Verletzten und Verhafteten fehlen in diesem Augenblick noch. Die Universität Jassy wurde als Folge der Unruhen für unbestimmte Zeit geschlossen. In Bukarest trat die Regierung zn einer speziellen Beratung über die Methoden der Bekämpfung der die öffentliche Ordnung gefährdenden Studentemtnruhen zusammen. Ein Fiinfjahrplnn für den Kampf gegen die Religion. Das Organ der jüdischen Gottlosen, ״Apikojres“, führt aus, mit ■Beginn des zweiten Fünfjahrplans der Sowjetunion beginne für die Gottlosen ein Fünf jahrplan der Bekämpfung der Religion. Die Ursachen, die den ״religiösen Aberglauben“ speisen, müssen verschwinden, \1nd die Klassen, die an der Existenz einer Religion interessiert sind, müssen mit den Wurzeln aus der russi- Sehen Erde herausgerissen werden. Das ■Präsidium des פיר פסח קעבנען אץיעדעם יודישען הויסהאלט Dr. Oetker’s Backpulver Dr, Oetker’s Vanillinzucker א 31 3 עד ע נ ק. ל י ך . צור שפימענצובערייטונג פעתוענרעט ווערדון. דאס אטעסט זר. עהרוי• רעם העדרן ראבבינער היינייך פאקק, אונטער דעססען אייפזיכט דיעזע פרעפאראטע ערצייגט וועררען* מרנט יערעם גלויבענסגענאססען דאפיר,דאםס דיעזעסרעפאראטע ן פערלעססליך כשר!?*תוווווווווווווווווווווווווווווווווווווווווווווווווווווווווווווווווווווווו ״Verbandes der kriegerischen Atheisten“ ■hat in einer Resolution ein Programm der Religionsbekämpfung in 13 Punkten aufgestellt, das während des zweiten Fünfjahrplans zur Durchführung gelangen soll. 8 Tschechoslowakei j S ___—._. 9 Das Pessachmehl pro 1932.; 1 In einer der jüngsten Nummern des ״Jiid. Herold“ richtet ,*Rab io“ •gegen einzelne Mitglieder des orthodoxen Zentralbüros in Bratislava Angriffe im •Zusammeuhang mit dem cliesjähri^efi, Einkauf des Pessaclimelües für die orthodoxen Gemeindem Diesen Angriffen gegenüber werden wir ' von ־׳der orthodoxen Landeskanzlei in Bratislava zur Veröffentlichung der folgenden E r kl ti r 11 n g ermächtigt: ■ . ... ♦ ••“•״ •־׳Die iin י ,Jüd. Herold*‘-׳ w< bez 11 g.-auf-׳ •den~ Kaufabschluß des Pessachmehles Tür ־das Jahr 1932 veröffentlichtep Angaben •en'tspi^ecUgjv keineswegs den Tatsachen. ■Der Abschluß erfolgte unter den. gegebenen Verhältnissen vollständig n$ch den Intentionen samtlicher Mitglieder der L.ejtujal^nd^jbedentet durchaus nicht׳••eilte' Schädigimg der" Iilieres.sen, die bei einem solchen Abschluß in!Betracht gß.zpge», werden sollen. ■Ganz im, Gegenteil! Der Mehlßinkanf gestaltete sich : bei gleichen Weizen- und MelRpreisen wie im vorigen Ja]11* gerade infolge der von der Landeskanzlei er-, wirkten Einfuhrerlaubnis in diesem Jahre um ein beträchtliches billiger, als ׳ durch die Mehlpreise begründet Wäre. Es wurde keiner Firma Limit zu einem billigeren Preis erteilt, und es ist auch nicht richtig, daß vor .Abschluß des Kaufes der!Landeskanzlei oder einzeliien ihrer Mitglieder ein Offert zu einem billigeren | Preis Vorgelegen hätte. '; ' * Die orthodoxe Landeskanzlei schloß den •Mehl-!kauf ausschließlich für ihren Wirkungskreis, also nur für;■die Orthodoxien Gemeinden in d e r Slowakei, ab und erhebt auch für das Mehl, das mich Böhmen, Mähren, 'Schlesien und Podkar- ■patska , Rus. oder an! neologe Gemeinden geliefert wird, keinerlei Gebühren. ‘ Der Kaufvertrag'\yurde demnach unter JBerück- J siclitiguiig dieser Umstände vorteilhaft und bestens v abgeschlossen. An diesen offenkundigen Tat- Sachen zerschellt jede böswillige Abs ich t, die ö'f fcntlic 11 e M e i!111 n g z u v e rgiften.“ , j Jüdische Militürpersone» wählend Pessach.׳ Wie alljährlich, richtete die orthodoxe Landeskanzlei in ׳Bratislava auch in diesejp Jaöi‘6 schon im Npvejnber Gesu.che an alle zuständigen Behörden wegen Reürlaujju'ng, Refreiung vom Dienste imd ritncller Ver. köstiguug der jüdischen Militärpersouen während des bevorstehenden?essachfeiertages. Die Gesuche wurden günstig erledigt. Die bezüglichen Verordnungen werden Veröffentlicht werden, sobald sie amtlich .herabgelangt, sind. ■ ■/-; , Die Unterstützung der ostslowakischen :....! ר ׳:•;; ^■oin Verean״!Maabsike Jaschiwotlli“ erhalten wir foigendeZinsohriifft: ׳t ־ '׳•^.;;-dw;;;ile4s5ten!Zeit .wurden in der Oshdaw^kei gegen Ueituag wiseres Yexpnm JStionmen laut, die in 6 ׳.^׳ de«: ״ Jüdischen. FöraiUehiWntteß” ihre» ־•pubili- Zistiisolien, AnÄlr'Ucik lallen, Die Autoren des׳ an!ge-- füihrten Aiiikels lühreh Reaohiwerde,' daß die Jesdwwöth der Qstsloiwakei׳ ,MiefÄtteriieh ׳ ׳ IbÄod'alt״״• *werdenv Die Vereinsleitung,^ deren Tä#gkeiL?eeit dev Verein^** gr.üiKtunig ein ■olfenes ,B!uch gewesen,!in weloliem ein jeder blättern ׳lind ׳lesen ■ka,n׳n, ,legt Gewicht ׳darauf, vor!der Oeffentl׳ioh.keit ihren Staindipunkt zu präzisieren, •unkl k'lav.zaisteilen, num jeder auftkebnenden Mißstimimaiiiiig vorziubeuigen. Das •Hauptziel, welches unserem Verein vor Augen!schwebt, ife't: Kiindern tmittelloser Eltern zu ■ermöiglichen, die Jesohiwoth zu besucihdn. Ein Blick auf die Statistik der sulbventioinierten Jesohiiwoth!zeigt,!daß die Zahl der Zöglinge uus icler!Ostslowakei an diesen Jesolviwoth dairchsohndttlioli 50 Prozent ülbensohreitet, in einzelnen Jesdhiwoth sogar 80 Ibis ■i00 Prozent ׳er- *!reicht. ׳So kom:mtt ׳imsei• iHilfswerk in ,׳elfter Reihe den Bachiinim, die <aäi.s <ler ’׳Östisloiwakei stairnmen,!zugiute. Wir geben ׳unumiwinnden izü. daß Unser •Verein die Jesolüwotli der OstslaWakei Ibis mun!nicht sulbyontionierte. Dies geschali a!Us dem!Grunde, weil sich unser Verantwortliohkeitsigefiülhl •und unser Menschen- ,'verstand dagegen a uf l ehnte,!mit ■dem Gelde, '׳da1s!wir zu 100 Prozent in Westslawakei auf!brächten »und!das dmr!die •Jeschiiwotli in der Westslawakei ־ ־ 'gesp endet wurde, die Jesdhiiwoth der!Gegenden ■zu!uhterstützen, ■in denen ־!unser Verein ,keine Eiuna111!msqueilen besitzt ünid ׳d׳ie orgauitsatprisoh!uicht zu erfassen waren. Mit ihrem Beiseitestellen, N1iohtk!ümm׳e11־n, mit ihrem Hände- In-den-Sohoß־Lege.n haben ׳sie sioli ‘!selber aus dem Hilfi&werk für die ,Jeschiiwotli aiiisgesoliaitet.!Utnsere Äufr-ufe venhallten 1wdrk!1u1!gslos,!unsere Aktionen zeitigten!nicht ■den geringsten Erfolg,!unsere Versuche, .Ortsgruppen,!zu gründen, scheiterten ׳überall. Es ׳ist der iseHnnlioliiSite W1nnsch״־der iLeit11׳n׳g!und, ailler Mi1tg׳lieder des Vereines, das ,iHilfsnv.erk auch. auf, die Jeschiiwotli *der Qsis11awak׳ed auszudehmen. Die׳ ‘.;VdraUssetzunig ast Jeclooh: Mithilfe, Mataribeit. Wir Ver־••'; [weisen auf das 1B©is׳piie:l Kolice, wo die'׳ JesbliAvvd!!gleich nach dem. orgainisatorisoUen Ansoliluß der Gemeinde an derselben Weise!wie;!die* Jescli!iw!otl1 der. Wies!Slowakei siibventioniert!wird. Zum Schluß wollen wir noch betonen, daß als. Richtlinien ib.ei ׳der iSubventioniieriung!nur die. iBediürfjiisise der einzelnen Jesohiwoth ׳und der orgamisatorisdie Ausbau unseres Vereines maßgebend!waren -und sind;und •nicht; d!ie geagrapthiisahe Lage der Jasohiwoili. Hirsch K o 1־!n f .e!i :11, Julius Herzog, Sekretär. Präses.; Bei Magenbeschwerden, Sodbrennen, vermindertem Hungergefühl, Darmverstopfung, Druck gegen die Leber, Beklemmungen bewirkt ein Glas natürliches ״Franz-Josef“-. Bitterwasser prompte Belebung der darniederliegenden Verdauung. Aerztliche Mitteilungen aus den Tropenländern rühmen das Franz-Josef-Wasser als ein wichtiges Hilfsmittel gegen Ruhr sowie Magenerkrankungen, die im Anschluß ho Wechselfie.ber auftreten. In Apotheken, Drogerien jund Mineralwasserhandlungen erhältlich! -i Versicl1eru11jgs«Jrteilw»g Rey Ag»das Jihroel in \ Möhren, ׳. Gleich ׳der Slowakei ist nunprehr auch für M ä h v ein a»f Grund eines Vertrages mit der ״P11 ö n i x‘׳ eine Versicheruagsabteilung der Agudas Jisroel ins Leben gerufen worden. Wie •in der Slowakei, verspricht, dieses neue Arbeitsgebiet der Aguda auch in den Gemeinden Mährens gute Erfolge, Interessenten wollen sich bis auf weiteres an Herrn GAza Weiß, Brünn, wenden. Spendenausweis. Für die jüdiche Notlißfe.Aktion . gingen bei der’ ״Jüdischen Presse“ in;Bratislava weiter, folgende Be^ träge ein; 'Rabbiner. Dr. E,״ Baß. Siez. Ostrava Kö 50,y früher ausgewiesen Rß 370, zusarämen Kß 320. Aerz'tUche.^'Fachgrößen . )egen; davon׳' Zeugpis .ab, daß das natürii9.h.c: »Franz-Josef. Bitterwasser selbst bei. Reizbarkeit des Darmes י schfnerz^ los wirkt. , , 232323232323234853532353482348235353235348485348234853235323 23534823535353235353235323235348535323482323232353232323232348