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Jüdische Presse · 1932-03-25 · 12 (25.3.1932) · page 4

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Journal
Jüdische Presse
Volume
18 (1932)
Issue
12 (25.3.1932)
Date
1932-03-25
Page
– (sequence 4)
Language
German
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Piggü Nr. •12 Bit WaiiilMMM in Mm falle lle Mmmi tHSBlifli i« Mm im lammaBfene Mi 8 ist Satüe tfer l», 1M a Mm\tm Residenz-Atelier nr ו»״«™ Photographie B&kBfMgKPJj&igjÄ D. Eh r e 11 f e 1 d und Sekretär Mein rieh Schwa 1־ /.. ■Bei der Verhandlung war die geklagte Gemeine! e durch Herrn Dr. Sal. II o 11 e r - Bratislava Und das Ministerium für Unterrichtswesen durch Herrn Ober rat Dr. Pick verteten. Das Urteil folgt in seinem vollen Wortlaut in der nächsten Nummer unseres Blattes* Für ״Kolel Schomre Hachomoth“. Beim ,Purimanfzug der Jeschiwah-Bachurim in Bratislava ergab die Biichsensammlung für ״Kolel Schomre Hachomoth“ Kc 384.45. Bekleidung jüdischer Schulkinder in Bratislava. Wir erhalten folgenden Bericht: Der hier seit Jahrzehnten segensreich wirkende isr. Mädchenverein hat dieser Tage abermals eine große Anzahl bedürftiger Schulkinder, wie auch andere verschämte Arme mit gutem Sch uh werk und warmen Kleidern versehen. Mit Rücksicht auf den Umstand, daß die Präsidentin obgenanten Vereines, Frau Juliska Singer, durch das Ableben ihrer Mutter, der unvergeßlichen Philanthropin Stühlverstopfung. Zeugnisse der Kliniken für kranke Frauen bekunden, daß das sehr mild abführende natürliche ״Franz-Josef-Bitterwasser besonders bei Wöchnerinnen mit ausgezeichnetem Erfolg angewendet wird. Frau Rosa Schlinger s. A., in Trauer versetzt wurde, fand die Verteilung diesmal im stillen — mit Ausschluß der großen Öffentlichkeit — statt. Nur der Agilität der Präsidentin dieses Vereines, nicht minder aber der Op f er Willigkeit der edlen Spender, ist es zu danken, daß dieses Werk der Menschenliebe ermöglicht wurde. Es sei nun der unermüdlichen Präsidentin, wie auch dem rührigen Ausschuß — einem holden Mädchenkranz — im Namen der Beschenkten auch auf diesem Wege warmer Dank gesagt. Es reiche ihnen zur Genugtuung, daß sie mit diesem Liebeswerk viele Tränen getrocknet, vielen armen Schulkindern den Schulbesuch ermöglicht haben. < ״Großverhören“ in Bratislava. Donnerstag, den 9. Weadar, wurde an dev Bratislavaer Jeschi wafih das ״große Verhören“ für den abgeschlossenen Winters’man ahgehalten. Se. Elirw. Herr Oberrabbiner Schreiber prüfte seine Schüler aus dem gesamten ־Lehrstoff, der während des Semesters als Hauptschiur durchgenommen wurde. Die Baclmrim bewiesen auch diesmal, wieder, daß sie fast ausnahmslos den Anforderungen entsprechen, die gerechterweise an ihren Fleiß und an ihr Wissen gestellt werden können. Eine recht beträchtliche Anzahl von Schülern legte sogar ein solch außergewöhn- Helles Maß von Kenntnissen an den Tag, daß man die besten Eindrücke gewinnen mußte. Als besonders ertreulich kann es verzeichnet werden, daß unter diesen Vorzugsschiilern nicht wenige Preßburger Kinder sind, eine Tatsache, die zu der Hoffnung berechtigt, die kominende Generation der Bdale-Batim <ler Preßburger Gemeinde werde einen guten Kern von בני רודה besitzen, die bei zielmäßiger Vorbereitung für die Fragen des praktischen jüdischen Gemeinschaftslebens, und ausgestattet mit starker Gesinnung manch Wertvolles leisten könnten. Bei dem Verhören waren aucli die Mitglieder des Rabbinates, des Gemeindevorstandes, die Dozenten der Jeschiwali und zahlreiche Freunde des Thoralernens anwesend. — Am selben Abend nahm Se. Elirw. Herr Oberrabbiner S c 11 reibe r auch das Verhören in der unter Leitung des Herrn Rabbiners Raruch L ö b 1 stehenden Jeschiwo K’t •a n o“ vor. Die: Schüler dieser Vorbereitungs-Jeschiwah zeichneten sich ganz besonders durch Gründlichkeit ihres Wissens ans und bewiesen, daß auch der ״Nachwuchs“ unserer Jeschiwah in guten Händen , ist. Josef Salzer s. 1. Eine erschütternde Traiiernachrieht erschreckte;in den Abendstunden des 12. Adar II die Bratislavaer Judenscliaft. Der in allen Kreisen der Gemeinde beliebte und hochgeachtete Kaufmann Herr Josef Salzer s. 1. sei auf einer Geschäftsreise in Hlohovec plötzlich einer Herzlähmung erlegen. Der Heimgegangene stand erst im 47. Lebensjahre, und der Tod ereilte ihn inmitten seines rüstigen Schaffens. Er war ein guter Mensch und wahrhaft frommer Jude. Er übte Wohltaten aus, wo solche nur verlangt wurden. 111 seinem Geschäft, ■sowie im Privatleben war ihm schlichte G-ttesfuroht Wegweiser für Tun und Lassen. In allen öffentlichen Angelegenheiten hielt ׳er standhaft mit den 1 יראי > er wurde auch von diesen in die Gemeinderepräsentauz gewählt. Vornehmlich in der Erziehung seiner Kinder zu guten Juden לומדי תורה לשמה wurde er für weite Kreise vorbildlich. Die הלויךן um תענית אסתר zeigte, wie sehr die ganze Gemeinde diesen rechtscluiffeilen Mann würdigte. Hunderte folgten der!מטר in tiefer Trauer. Die Herren Rabbiner Simon II i 1• s c h l e r, Sal. Undorf er und D. L. Groß gaben dem Schmerze der Familie und der Allgemeinheit in warmen. Nachrufen beredten Ausdruck. Möge השי״ח die tiefgebeugten Hinterbliebenen trösten, daß sich auch an ihnen die Verheißung erfülle, daß das Andenken der Frommen zum Segen wird! חנצב״ה. Samuel Weißberger auf freiem Fuß. Der im Zusammenliang mit den Vorgängen, die sich während des Umsturzes voi* 12 Jahren abgespielt haben, vor einigen Monaten verhaftete Kaufmann Samuel W e i ß b e r g e 1• in Michalovce, ist vor einigen Tagen nach Abschluß der Untersuchung gegen Erlegung einer Kaution von Kö 350,000 ans der Haft entlassen worden. Ebenso sind in Lu&cnec alle׳ wegen ähnlicher Beschuldigungen verhafteten Personen auf freien Fuß gesetzt worden. Damit sind diese Affären natürlich noch nicht erledigt. In dem Prozeß gegen Weißberger werden die Organe, der ׳staatlichen Gerechtigkeit Gelegenheit haben, all dem übelwollenden Gerede'über willkürliche Justifizieriiüg von .Plünderern durch Juden ein Ende zu bereiten. Per Blutbesehuldigungspiozefi von Saniere — eingestellt. v JWjv berichteten wiederholt über den Versuch, vary einem tschechoslowakischen Gericht eine Art r von ״Rjfualipqrdp rpzeß“ künstlich in Szeneז zu; setzen, £wei jndisplie Geschäftsreisende, yobeymaun; . und Stein״ berger aus Uzhorod wurden in dem Bericht eines Gendarmen beschuldigt, zwei christlichen Kindern Verletzungen an den Fingern beigebracht zu haben, tim das Blut zu rituellen Zwecken zu verwenden. Die Schauergeschichte beschäftigt das Kreisgericht in B e r c z n a_schon annähernd zwei Jahre. Verhandlungen fanden statt oder wurden angesetzt und bald wieder abgesagt, Zeugen und Sachverständige wurden vernommen und der ״Fall“ hochnotpeinlich so behandelt, als ob es sich um einen ernsten Fall der Rechtspflege und nicht um eine lächerliche Schauermär von dummen Dorfweibern handelte. Am 16. März sollte nun eine neue Verhandlung in dieser Sache stattfinden, obgleich der Staatsanwalt auf Grund des ärztlichen Gutachtens, feststellte, es könne sich bei den Hautverletzungen, die sich die Kinder offenbar während des Spieles mit Glassplittern und Holzspänen zugezogen haben, unmöglich um beabsichtigte Verwundungen mit Blutverlust haudein, die Anklage schon früher fallengelassen hatte. Am 16. März sollte die Verhandlung auf Verlangen der Privatkläger vor dem Richter Lukäcs ahgehalten werden. Diese zogen es aber vor, nicht zu erscheinen. Das Gericht stellte darauf das Verfahren auf Grund des § 323 des Str. G. B. ein. Das ist das Ende eines sensationellen ״Judenprozesscs“ im dunklen Mittelalter, genannt: 0 2״. J a h r h unde 1• t“! Eine Fortsetzung könnte der Prozeß nur noch insofern haben, als die beiden Advokaten der Angeklagten, Dr. Kol. Salamon und Dr. Jos. Gati, wegen der Weigerung des Gerichtes, über die Kosten ein Urteil zu fällen, einen Rekurs an das Bezirksgericht in Uzhorod cingereicht haben. Bei Ischias erfolgt, auf ein Glas natürliches ״Franz- Josef״-Bitterwasser, früh nüchtern genommen, beschwerdelos ausgiebige Darmentleerung, an die sich ein behagliches Gefühl der Erleichterung anzuschließen pflegt. Aerztliche Fachschriften erwähnen, daß das Franz-Josef-Wasser auch gegen Kongestionen nach der Leber und dem Mastdarm, sowie bei Hämorrhoiden, Prostataleiden und Blasenkartarrh sicher und angenehm wirkt. In Apotheken, Drogerien und Mineralwasserhandlungen erhältlich. ״Jüdische Jugendblätter“ in Prag. Unter dem Titel ״Jüdische Jugendblätter“ gibt der Prager Verein ״Tiferes Bacliurim“ seit einigen Monaten eine monatlich erscheinende, auf der Maschine vervielfältigte kleine Zeitschrift für die Prager orthodoxe Jugend heraus. Der Inhalt bietet schön geschriebene Aufsätze, lehrreiche Erzählungen aus dem Geistesschatz des Judentums und andere Mitteilungen und verfolgt den Zweck, dem Worte der Thora den Weg zum Herzen der Jugend zu ebnen. Abermals ein erfreuliches Zeichen für die Neuhelebung guten jüdischen )Geistes auf verödetem Boden! Briefkasten. S. K. in Tr. Bereite in anderen Zeitungen erschienen. — Oberrabbiner T' in W. und S. P. in N. Dem Hilfskomitee zur Verfügung gestellt. — Frau O. in K. ״W iz o“ ist eine reiti zionistische Vereinigung. Das Wort bedeutet ״Women' International Zionist Organisation“. Ernste orthodoxe Damen bleiben ihr daher fern. Wir empfehlen Ihnen das gleiche. — W. in D. Str. und L. in G. Unser Bericht beruht auf Wahrheit. Obgleich die Sache sehr unwichtig ist, konstatieren wir auf das bestimmteste, daß Oberrabbiner D. als Mitglied der A. /.־Reisegesellschaft gefahren ist. Statt Karten! Malchen Leitner M.U.Dr. Dezsö Oesterreicher zeigen ihre am Dienstag, den 29. März .4»/1כ״א.״ א״ש תרצ״ב לפ״ק s. G. w. im Jüdischen Rathause zu Prag stattfindenden Trauung an. —י Telegramme wolle man zu jüdischen Zwecken ablösen. (Adresse Praha-Lieben, Kozi 5.) Marienbad, Gold. Schloß. Wien, VI., Mariahilferstr. 43. Einheirat. Sudie tür meinen Schwager nach Ungarn, tüchtiges, wirtschaftlich erzogenes Mädchen mit zirka 12,000 bis 15.000 Schilling Mitgift. Zuschriften unter ״Glänzende Einh e i r a t“ an die Wiener Administration. הכנסת כלה Zur Versorgung der Tochter eines von der ganzen jüdischen Welt als גדול הריר anerkannten Gaons, der vor mehreren Jahren verstarb, wird eine mäßige Summe Geldes gebraucht. Leistungsfähige Anverwandte sind nicht vorhanden. Wer sich an dieser außergewöhnlichen Mizwo beteiligen und sich die Fürbitte des heimgegangenen צדיק לקדוש für sich und seine Liefen am Throne des Höchsten sichern will, wolle Beiträge an die Expedition dieses Blattes unter ״M i z w o“ einsenden. Die Suränyer Agudas Jisroel-Jugendgruppe gratuliert herzlich ihrem verdienstvollen Vorstandsmitgliede, Herrn Samuel F r e y! .־ anläßlich seiner Verlobung mit Fräulein Laura Benedikt. שדוד הגון! Für 22 jährige Tochter eines angesehenen orthodoxen Rabbiners, äußerst geschäftstüchtig (auch derzeit Stütze des, Chefsjn^Pייסתחוארויפת fromm, bescheiden, mit einer "נדן vcm Kö 50.000, Möbel und Stafr fierung, wird junger, frommer Mahn aus passender Familie, der ein Geschäft, eine Agentur oder eine An״ Stellung besitzt, gesucht, Anträge auch'von Sehadchonim worden. unter״ ׳B. 04“ an die Bratislavaer Administration dieses Blattes erbeten. . . ■ ■; «Vien, ix*, Cfiiiiiiigasie 12. Auch Kuranstalt. NICHTRAUCHER garantiert in drei Tagenf Auskunft kostenlos! 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Der verein תומכי אלמנות Witwen-Unterstützungsverein hält am 27: März 1932, nachmittags halb 2 Uhr, Turnergasse 3 b, seine XXIV. ordentliche Jahres- Generalversammlung ab, zu welcher ־üue^p. t. Mit-־ glieder höflichst geladen werden. Das Präsidium. — Verhandlungsgegenstände: 1. Jahresbericht. 2. Neuwahl. 3. Verhandlung etwaiger Anträge. Sollte die Versammlung nicht beschlußfähig: sein, wird selbe um 2 Uhr ohne Rücksicht auf die Zahl der Erschienenen abgehalten. מודעה רבה לאורייתא! זזנני מודיע בזה בשער בת רבים את כל חובכי התורה די ככל **תר ואתי, כי בעזה״י אפתח פה ק״ק לייטשוי בר״ח אייר הבע״ל ישיבה לבחורים ׳ ־הרוצים לישב עה״ת ועבורה ויתקבלו גם אותם אשר עדיין לא ׳הגיעו למדרגת הולכי שיעור הלומדים מעצמם והבחורים יקבלו לאצלי ארוחה ומלון וכל הצטוכותם ואלמוד עמהם בעצמי וכל היום יהיו תחת השגחתי. יסדר הלימור: חומש ורש׳יי, גמרא ותוס׳ ומפרשים, שו״ע, או״ח, יו״ד וספרי טיסה., ‘ \ 'בשעה ידועה ביום ילכו לשאוף אויר צח תחת השגחתו. תשלומי החודש נער הכל 450 Ke. האבות הרוצים בהדרכת בניהם בדרכי התורה והיראה יזכירום , כמוקדם ער ראש חודש גיסן הבע< י , י ה״קדודיהזרןאל המי יונגיייז מירה הוראה. ה כתיבת : בן הרב הגאון הגדול הצדיק המםורסם האב״יד ,Rabbiner D, jungreis קיק סולעק שליט־א וחתן הרב הגאון הצדיק .Levoöa מוהרייס גליק שליטיא רב דחברת השים דקיק קעזמארק יעיא. spendet für den der Adas Jisroel, Wien, H., Nestroygasse 11. Tag Sonntag Montag Dienstag Mittwoch Donnerstag Freitag Samstag Adar 11. 19. 20. 21. 22. 23. 24. .25. März-rApri! 27. . 28. 29. 30. 31. : h % Pesachim 97. 98. 99. 10», 101. 102 103. Adas Jisroel (Schiflfschul). ל . : Gebetstunden in der 'Zeit vom 19, bis 25, Adar II, 5692; Freitag, den 26. Adar 1 j.; Minchah 6,10 Ufrr. יק סי צו# Morgengebet 7 und 9.30 Uhr, ‘ ׳״־י Minchah 3.30 Ulir. 7 ס״ש״ק oo ״־ An Wochentagen: Morgengebet 6;15׳ Uhr; Minchah 6.10 Uhr, '־' '1:’ Eigentümer, Herausgeber. Verlege? und verantwortliche? Redakteur; Dr. Joel Politik, Wien, II., Gr, Pfarrgasse 3/3. rH Für die 4' ׳"'^Dru(^?; Druckerei* und Verlags*A.*G, lg, Steinmann, Wien, IX״ UmversitatsstraBe Für die Tschechoslowakei Jacob Joel Braun, Bratislava*.! 6*8.

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