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Jüdische Presse · 1932-03-04 · 9 (4.3.1932) · page 3

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Presse
Volume
18 (1932)
Issue
9 (4.3.1932)
Date
1932-03-04
Page
– (sequence 3)
Language
German
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kannten wendet sich der Witwe und den vier zarten Kindern zu und Öberrabbiner F ü r s t verlieh diesem Schmerze auch im Trauerhause beredten Ausdrück. Die Bestattung fand in Stampfen (Slowakei) statt. . WaisenhÄUsdirektdr Rabb. Dr. Hermann Deutsch זצ׳׳ל Aus Fürth i. B. kommt die Trauerbotschaft von tlem plötzlichen Hinscheiden dos Waisenhausdirektors Rabb. Dr. Hermann Deutsch, ln Frauenkirchen (Burgenland) im Jahre 1856 geboren, war Rabbiner Dr. Deit tsch Schüler des K s a w Soler gewesen und hatte bis zu seinem 22. Lebensjahre talmudische, später in Heidelberg. Berlin und Gießen weltliche Ausbildung genossen. Er war dann Religionslehrer in Frankfurt a. M., Leiter der Israelitischen Priiparandenschule und Distriktsrabbiner in Burgpreppach und Direktor der Israelitischen Waisenanstalt in Fürth geworden. Neben diesem Amte gab Dr. Deutsch ehrenamtlich Religions- und Gcmoro-Unterricht und leitete Schiuriin. Durch seine vielseitige Tätigkeit erwarb Dr. Deutsch eine große Schar von Yerehrern und auch seine Bestattung legte Zeugnis von «einer großen Beliebtheit ab. Frau Sara Schreiber ,ע״ד. Im Alter von 76 Jahren verschied am Ausgang des verflossenen Sabbats!Frau Sara Schreiber, geborene Liudeubautn, in Budapest. Eine der edelsten und besten Frauen ist nicht mehr. Geist, Güte, g-ttinnige Gläubigkeit und große Gliicksgiiter w־aren bei Frau Schreiber;in seltenem Maße lind in seltener Harmonie vereinigt. Sie war ein אשת חבר die w ürdige!Lebensgefährtin des vor 25 Jahren verstorbenen!Rabbi I. L. Schreiber, Sohn des Ksaw Sofer, Nach dem Ableben ihres Gatten übersiedelte sie aus Drohobyez nach!Budapest und bildete ׳hier den' mit inniger Liebe und ■ehrfurchtsvoller Achtung umgebenen!Mittelpunkt einer großen und geachteten Familie, deren Mitglieder, wie. ihre Söhne David Schreiber (Drohobyez) ’ und Samuel Schreiber (Biidapest). und Schwiegersöhne, darunter Oberrabbiner Akiba Schreiber •(!Prcßburg) und Abraham von Trendiger (Budapest), im jüdischen Leben eine große Rolle spielen. Der vor dreizehn Jahren verblichene bekannte Präses der Großwardeiner orthodoxen Gemeinde, Sändor XJllmäun, war ebenfalls ein Schwiegersohn der Vcrblicbenen gewesen. Die!Bestattung fand unter müsseniuifter Beteiligung aller .Kreise der ׳Budapestcr Judenheit am Montag statt. Alle!Mitglieder das;Rabbinats •sowie ihre Söhne lind Schwiegersöhne!würdigten .in Trauerreden den Heimgang dieser edlen Frau, die wie eineאשח חיל־ der Vorzeit die höchsten jüdischen und menschlichen Eigenschaften in sich vereinigt hatte. S z o m b a 111 e 1 y. Am 16. Adar verschied hier im Alter von 75 Jahren nach kurzem Leiden Frau Leopoldina E 1i I a n d, die als fromme und wohltätige Frau Hervorragendes geleistet hatte. ■Öberrabbiner Benedikt und Rabbiner Ein- 11 o r 11 hoben in ihren Trauerreden das verdienstvolle Wirken der Verblichenen als langjährige Präsidentin des Frauen Vereines hervor. Die zahlreiche Teilnahme am Leichenbegängnis gab Zeugnis von der ■ Verehrung; deren sich Frau Eiland erfreut hatte. ת״נ״צ״ב״ה. ' Für ־ ■Menschen• der Wirklichkeit wird der ״Größe Herder“ geschaffen. Er ist bestimmt, denen ein täglicher Berater zu sein, die den klaren Blick und die Kenntnis der Notwendigkeiten und Dinge des Alltags ebenso schätzen wie geistiges und moralisches Zielbewußtsein. —-! «—c V. Amtliche Verlautbarungen der Israel. Kultusgemeinde Wien. Predigten in den israelitischen Gemeinde- und Bezirkssynagogen. Freitag, den 4. März 1952, werden bei dem um 5 Uhr 45 Minuten beginnenden Abendgottesdienst . in uachbenannten Gemeinde- und Bezirks- Synagogen Predigten abgehalten, und zwar: II., Tempelgasse 5 (Rabbiner Dr. M. Rosenmann); III., Untere Viaduktgasse 13 (Rabbiner Prof. Dr. K. Kupfer); IX., Müllnergasse 21 (Rabbiner Dr. A. Z. Schwarz); X., Humboldtgasse 27 (Rabbiner Dr. Albert Weiner); XIII., Eitelberggasse 22 (Rabbiner Dr. M. Lewin); XVI., Hubergasse 8 (Rabbiner Dr. I. M; Bach); XVIIL, Schopenhauerstraße 59 (Rabbiner Dr. D, Feuchtwang). — Samstag, den5 ׳. März J 932 (beim Yormittagsgottesdiensi): D r o s c 11 o 11 r II., Paznmnitengasse 6 (Rabbiner Dr. Z. Taubes). — E x e g e t i s c 11 er V ortrag: XX., Kluckygasse II (Rabbiner Dr. B; Murnielstein). (Beim Nachmittfigsgottesdienst:) XIII., Eitelberggasse 22 (Rabbiner Dr. M. Lewin). — M i d r a s c h v o r 11־ a g: II., Pazmaniteng.asse 6, halb 4 Uhr nachmittags (Rabbiner Dr. Z. Taubes). ־ ' ,; Israelitischer Jugendgottesdienst. Samstag, den 5. März 1952, findet in allen Gemeinde- und Bezirks- Synagogen der Jugendgottesdienst um 3 Uhr nach- ׳mittags statt. ' . I Stuhlvetstopfung, Gütächteri von Krankerihäusefn bezeugen, daß das natürliche «ffanz-JöseF-Bitterwässef selbst von Bettlägerigen gern genommen und sehr bekömmlich gefunden wird: ,.Schomra“ Konsumrabatt. Das Sekretariat des ,.Scho!mre Schabbos“ ersucht jene Firmen, die der Rabattaktion *,Schomra" angeschlossen sein wollen, sich bis Freitag, den 11. März, schriftlich oder telephonisch atizumelden, da gegen Mitte des Monates die erweiterte Fir,menliste bereits veröffentlicht'werden soll. Wien, IL, Leopoldsgasse 16, Tel. A-48-4-15. Fnmiliennach richten. In Szombathely feierte am Purim koton die jüngste Tochter des Oberkantors S. Berkovits ihre Vermählung mit Herrn Julius Wozner, Rabbiner Dr. Jsak Unna, Mannheim, ein Enkel des Würzburger Raw, feiert in diesen Tagen seinen 60. Geburtstag. Pessachhilfe für Rußland. Die drei großen Führer ־ der orthodoxen Judenheit, der Chofez Chajim, Rabbi I.; Schneersohn (der Lubawitscher Rabbi) und Rabbi Chajim Oser Grodziensky in Wilna, veröffentlichen einen Aufruf, in dem sie auf die schwierige Lage der Juden in Rußland hinweisen und die Juden aller Länder zu Geld- Sammlungen zur Beschaffung von Pessachmehlpaketen י für Rußland auffordern. Das Hilfskomitee in Berlin N 24, Linienstraße 3 (Rabbiner Dr. M. Hildesheimer, nimmt Spenden an. Leute, die an erschwertem Stuhlgang leiden und : dabei von Mastdarmschleimhauterkrankung.en, Fissuren, Hämorrhoidalknoten, Fisteln gequält werden, nehmen zur Darmreinigung• früh und abends je etwa ein viertel Glas ‘ natürliches ״Franz-Josef“-Bitter\VasSer. Leitende . Aerzte chirurgischer Anstalten erklären, daß vor und nach Operationen das ״Franz-Josef“-Wasser mit bestem JllllllllllllllllllllllllllfliHIIIIIII■ Erfolg attgerüeftdet Wird. Tri Apotheken, Drogerien und Mineralwassefhändtün gen erhältlich. '«״SS» eVj?' V*j$> •*8"■״ יa6״W8״ ׳teo 11 lllglfflii! iliHiiiillll iiiiliilll | Tsc he ch o sIowak ei!■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■«■■■■■■■■וו■■■■■■■■■■■■»■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■? Zum 7. März Der 82. Geburtstag des‘' Herrn Präsidenten Masaryk lenkt wieder die Augen der ganzen gesitteten Menschheit auf den ersten Staatsmann unserer Republik. In einer Zeit, da die verantwortlicben Lenker der Staaten verzweifelt nach einem leitenden Gedanken in der ' geistigen und politischen Wirrnis, in deT sich die Welt Befindet, suchen, schätzen wir uns glücklich, an der Spitze unseres Staatswesens einen Mann ragen zu sehen, dem das Prinzip, der Ge r e c h t i׳g k e i t und der gesetzmäßig gewährleisteten und, geregelten F 1• e i h ei t bei allen seinen Stäatshandlungen in‘? inigeschwächtem 1 Glanze vbranleuchtet. G-tt läßt Thomas G. Masaryk ein langes Leben beheit ein Mahner bleibe und damit vor allen Dingen hier, in diesem Staate, dessen •Verfassung den Stempel seines sozialen Denkens! und s e i n e r bürgerlichen Ideale trägt, die Gesamtheit der Bevölkerung in den Zeiten der gegenwärtigen Wirtscliaftsnot den־ Sinn für die moralischen G •r־u 11d:la'gen , staatl j.c 11 en Gemeins c h a f t s 1 e b e 11 s nicht aus den Augen verliere. Die jüdische Bevölkerung der Tschechoslowakischen Republik wird den Geburtstag des Staatsoberhauptes in gewohnter Weise würdig begehen; sie wird in ihren Bethäusern für sein Leben und das Wohlergehen cles Staates beten und wird ihrer Schuljugend in angemessenen Veranstaltungen jene Ideale des friedlichen Zusammenwirkens aller Kräfte im Staate ans Herz legen, für die Leben, und Wirken des! Menschen, des Gelehrten lind des Staatsoberhauptes Thomas G. Masaryk das: lebendige Beispiel ist und als solches in Blüte uncl Frische noch lange da.stehen möge! Oberirabbiner Lau iiji Bratislava. Seit einigen Tagen weilt Herr Oberrabbiner M. Ch. Lau aus P1׳ e ä o v zur Regelung ׳amtlicher Angelegenheiten in Bratislava. Ihm geht der wohlbegründete Ruf eines glänzenden Redners und begeisternden Vorkämpfers der orthodox-jüdischen Ideenwelt voraus. Die Agada-Jugend wollte sich seine Anwesenheit in Bratislava begreiflicherweise nicht entgehen lassen, ohne seiuen anregenden Worten zu lauschen, und ersuchte ihn mit Zustimmung Sr. Elirw. des Herrn Oberrabbiners Schreiber, am Sabbatnachmittag im Saale der Agudas-Jisroel-Jugendgriippe einen Vortrag z!u halten. Obgleich Herr Oberrabbiner Lau erst kurz vor Sabbatbeginn seine Zusage machte, strömten schon lange vor der angesetzten Stunde Hunderte in die Aguda-Räume, wo sich jung und alt aus allen Volksschichten, 1m besonderen aber aus den Kreisen der ,בני תמיר in buchstäblich!lebensgefährlichem Gedränge aneinanderpreßte^ um die Rede anhören zu können. Trotzdem erwies sich der Saal als!so klein; daß eine mehrfache Bezahl derjenigen, die in den Saal und seine Zugangsräume Einlaß fanden, Platzmangels wegen unverrichtet ter Dinge Weggehen mußte. Dieser außergewöhnlich große Andrang des Publikums galt allerdings nicht ausschließlich dem religiösen Volksredner, sondern er ist vielmehr zugleich als Ausdruck der Sympathie zu werten, die dem ,Oben a'b b icn e r in der peinlichen S i 111 a t i o n, in der er sich olwie sein Verschulden gegenwärtig befindet, von der ganzen/ B rafisj'ayae r Juden Schaft ent gegen gebracht wird, ,und nicht zuletzt als Zeichen dafür anzusehen, daß alle r echtdenkenden Juden die gegen ihn, gerichtete Kampagne verurteilen und namentlich die Mit t el, durch die einige Mitglieder seiner Gemeinde seine rfejigiösc T!'ä)t i gik ©|i t erschweren möchten, als nnjüdisch und verwerflich betrachten. Dies :hervorzuheben erscheüit uns heute auch schon deshalb notwendig, damit die jüdischen Brüder im Auslande und die amtlichen und nidhtamtliehen Stellen außerhalb des Judentums die furchtbare Schmach nicht der ganzen slowakischen Orthodoxie, anrechnen und etwa denken, es gäbe auch nur einen Eine Gruppe für sich bilden die ■Nowogrudoker Jeschiwoth, etwa 30 an der Zahl, auch. Bet.h Joseph- Jeschiwoth genannt, bei denen’ die Sittenlehre. (Limud Hamussar) eine besondere Rolle spielt. Lehrer und Schüler waren ,vor den bolschewistischen Verfolgungen geflüchtet. Die Lage dieser Jeschiwoth ist fürchterlich, es. wird buchstäblich gehungert. Vielleich wäre hier Zusammenlegung zu empfehlen. Ein hoffnungsvolles Bild bietet’ Lublin, die Stätte der vor zwei Jahren eröffneten ״J es.chiwat Chachme L u b li n“. Der große Hörsaal geht , durch mehrere Stockwerke. Das Monumentalgebäude der Jeschiwah besitzt alle modernen Einrichtungen, ist mit Wasserleitung und elektrischem Licht , versehen, die Verpflegung ist gut. Die Lubliner Talmud-Hochschule ist ein Jeschiwah-Typ für sich. Unteij der Jugend bestehen Neigungen zum Chassidismus* Warschau ist für die Jeschiwoth ein ungeeigneter Bodenj Die allgemeine Atmosphäre ist ihnen ungünstig. Die politischen Gegensätze innerhalb der großstädtischen jüdischen Massen sipd scharf zugespitzt, die, Jeschiwah-! Jugend wird in den Kampf hineingezerrt. ■ Dr, Wischnitzer berichtete dann über seinen, Besuch in den Jeschhvqth.in ״Huszt (Tschechoslowakei), wo die Schüler ihren Unterhalt1 selbst bestreiten können, und ity,:M»rm»ros Sziget (Rumänien), wo der Leiter JLdh binfL'%lw3n Leib, Groß vor vier Jahren Üpr Jeschiwa eine ' Weberei-Lehr\yerkstä'tte arigliederte. Groß gehörte zu den’ sozial 'denkenden Führern des orthodoxen Judentuib’S, Wie’ es deren mehrere in Rumänien und Ungarn! gibt, die der wirtschaftlichen Not 4er; Jugend entgegen! steuern/weil sie in der Verelendung eine sittliche Gefahr, eine Bedrohung 4er religiösen Lebensauffassung sehen. Andere‘/Versuche! manueller Beschäftigung fand Doktor Wischnitzer in dem ebenfalls rumänischen OberwischpE vor. Die dort von Öberrabbiner Mendel Hager geleitete Jeschiwah Beth Israel zählt 300 Schüler, von denen 32 sich bei jüdischen Meistern als Uhrmacher, Schneider, Schuh- , macher, Tapezierer, Drucker, Tischler, Klempner, Zimmermaler, Buchbinder usw. ausbilderi lassen. Ein Internat mit 70 Betten besteht. Es wird erwartet, daß nach Einführung eines regelrechten Schul- und ־ Fachunterrichts das Institut Oeffentlichkeitsrecht / erhalten . und vom Staate subventioniert werden wird. Auch im siebenbürgischen Iclod wird der Jeschiwah-Unterricht durch Kurse in manuellen Fertigkeiten' ergänzt. Oberrabbiner Braun ist ein Vorkämpfer äuf diesem Gebiete. In den Jahren 1926 bis 1931 haben ,28 Zöglinge die Jeschiwah verlassen, die jetzt als Tischlermeister oder als •Gesellen tätig sind. In Cluj berichtete der dortige Jeschiwah-Leiter Oberrabbiner• Glaser, daß vor Jahren der Czortkower Rabbi versucht hatte, Stimmung für einen Werkunterricht in den Jeschiwoth zu machen. Er stieß jedoch auf die Opposition des Rabbi von Beiz, In Debrecen hingegen sind׳• Bestrebungen für handwerkliche Ausbildung der Bachurim vorhanden. Auch der Leiter der alten Jeschiwah in ,Hreßkms (Bratislava), Öberrabbiner Schreiber, ist im Prinzip nicht gegen die Einführung des gewerblichen Unterrichts, In der Slowakei gibt es 20 Jeschiwoth, von denen die in Surany Velki (Leiter Rabb, Frey) durch vielfache Sportbetätigung der Schüler bemerkenswert ist, Dr. Wischnitzer gab einen Abriß der Geschichte der Bewegung für Einführung allgemeiner Bildungsfächer und gewerblichen Unterrichts in die Jeschiwoth und wies auf diesbezügliche Beschlüsse der .Petersburger Rabbinerkonferenz 1887, auf Versuche, des Rektors der Woloschiner Jeschiwah, R&bbi Berlin, und der Jeschiwah in Lida, Rabbi Reines sowie auf ähnliche‘ Versuche in Biaiystok׳ und Odessa hi«. Die *Leiter׳ der klassischen'Jeschiwoth IH Litauen und Pole»: , lehnen ‘ bishehte! die •Eihführuhg־ weltlicher Fächer .ab, weil ein tiefschürfendes Talmud- Studium keine Zeit für profane Lehrgegenstände ״übrig läßt. Dr Wischnitzer nahm selbst zu dieser Frage nicht grundsätzlich Stellung und erklärte, er habe mit seinen Ausführungen nur zeigen wollen, wie sehr auch in diesem Bezirk des jüdischen Lebens alles in Fluß, in der Ent- Wicklung ist. 1 Fünfzig Jahre Jugendg-ttesdienst A׳m Sabbut Schekalim werden es fünfzig• Jahre, daß in Wien auf Anregung, des Vorstehers Emanuel, Baum gart 011׳ der Jugendg-ttesdienst eingeführt wurde. Prof. Moritz A n ts ch e r 1 hebt in einem Jubiläumsartikel in der ״Wahrheit" aus seinen Er-, innerungen hervor, daß zur Zeit der Einführung des Jugendg-ttesdienstes kaum 80 Prozent der jüdischen; Jugend ein G-tteshaus gekannt hätten. Unter diesen Umständen war denn auch tatsächlich die Neueinfüh-i rung eine rettende Tat gewesen und es kann nur mit ■ Genugtuung vermerkt werden, daß der Jugendg-ttesdienst in neuester Zeit, dank der Bemühungen des Kultusvorstehers Dr, Ti ehe, sogar eine, weitaus^ greifende Vertiefung und Erweiterung erfuhrL Einen* Ersatz für jüdische .Völlerziehung in Schule und Haus . kann die Institution des Jugendg-ttesdienstes selbstverstündlich nie bieten/auch wenn er noch so sehr ausV gebaut wird und restlos die ganze jüdische J«^e^;;ei;j; faßt,, Und darum ist uns auch sein Jubiläunj nur •wjede^ Anlaß, ׳ bei aller Anerkennung, die auch wir ihm müssen, die Notwendigkeit sler jüdischen Volieiziebußfi : jn der jüdischen Schule zv betone», , , ' «Ijl .1 t...-. •.!■!!. .. .■.1.'.־ .,!!*■ JL v. f .,.■>!» JJ»!4»■-!'1..W■ -V.U .1 UU-Ul.- i.J.J!!!1'*W■».. Berufen Sie sich bei Ihren Einkäufen auf die ״Jüdische Presse״.

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