Jüdische Presse
- Journal
- Jüdische Presse
- Volume
- 18 (1932)
- Issue
- 7 (19.2.1932)
- Date
- 1932-02-19
- Page
- – (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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Sei!# 4 jüdische presse m■ — 1 RetfaktmiiMiit in mm fam dii?miitwiiiii! mm in Hanum tiii iuBButumnt ml b nt satfieder 1«6ז. iiä! 2b iBiirmM Residenz ■ Atelier atmtsm Photonrapliie g&kgWBjBSKMafeHWg Herr Ober rabbiner Spitzet begründet seine Thesen in einer ausführlichen hakchischen Abhandjung, deren Wiedergabe sich jedoch fiir eine populäre Zeitung nicht eignet. Tratiungen in Grcnaortcti der Tschechoslowakei. In den Grenzorten der Tschechoslowakei finden oft Trauungen auf Grund von Delegationen, d. s. Be•־ tratiungen, ausländischer, •zumeist deutscher Rabbiner, statt. Aus solchen Trauungen können den betreffenden Brautlauten unter Umständen manche Unannehmlich־ keilen erwachsen, wenn ihnen die bezüglichen Gesetze Und Verordnungen sowohl des betreffenden aitsländi sehen Staates, als auch der Tschechoslowakei, nicht genügend bekannt sind. Der Preußisciie Landesverband gesetzestreuer Synagogengemeinden (Sitz ,Hallberstadt) gibt deshalb von der folgenden, von dem Preußischen Minister für Wissenschaft, Kunst und Volksbildung unter G. 1. Nr. 3889, G II, am 29.!Dezember v. J. erlassenen neuen Verfügung an die kirchlichen Behörden und jüdischen Verbände Kenntnis: r*•• »du den letzten Jahren haben sich mehrfach Fälle ereignet, in denen Brautleute auf Grund einer von deutschen, evangelischen und katholischen Geistliehen, sowie insbesondere!Babbinern erteilten, als sogenannten Ehedelegation auifgefaßten Genehmigung zur Vornahme der Trauung in der Tschechoslowakei daselbst die Ehe geschlossen haben. Die dort von einem!Geistliehen oder!Rabbiner vorgenommene Trauung hat .i!m allgemeinen nicht nur kirchliche, solidem zugleich bürgerliche Wirkung. Gegen die ׳bürgerlichrechtliche Gültigkeit der Ehen, die auf Grund derartiger Delegationen deutscher Geistlichen in der Tschechoslowakei geschlossen worden sind, haben sich , jedoch Bedenken erhoben. Das tschechoslowakische Recht verlangt, was häufig nicht beachtet wurde, daß י die Brautleute mindestens sechs Wochen vor der Trauung ihren Aufenthalt in der Tschechoslowakei nehmen oder!Dispens von diesem Erfordernis erwirken. Es erkennt vor allem aber die bürgerlichrechtliche Wirksamkeit solcher Ehedelegationen nicht an, die von Geistlichen oder Rabbinern vorgenommen 1 sind, welche in ihrem Heimatstaate die Befugnis zur Vornahme bürgerlich-rechtlicher Trauungen nicht 1besitzen. _ _ Um die hieraus für die Rechtssicherheit und die Beteiligten selbst entstehenden Unzuträglichkeiten zu vermeiden, erscheint es zweckmäßig, daß die um die Erteilung einer sogenannten Ehedelcgation nach der Tschechoslowakei angegangenen Geistlichen oder .Rabbiner dig Brautleute über die Bedeutung und die ,!Rechtsfolgen einer in der Tschechoslowakei vorgenommenen Trauung jeweils unterrichten. Ich ersuche ergebenst dies den Geistlichen, bz!w. .Rabbinern, ihres Äufsichts'bereichcs tunlichst nahezulegen.“ . Stuhlverstopfung. Wissenschaftliche Feststellungen bekräftigen, daß das natürliche ״Franz-Josef“-Bitterwasser bei Verstopfungszuständen aller Art mit bestem Erfolge dient. . Ge״er״IVersammlung des ״Tiferes Bacliurim“- Vereins in- Senica. Aus •Senica wird uns ׳berichtet: Am.. 31. Jänner wurde hier im Saale der ״Chowra Kadisoha“ die ׳ _Ja!11fesversammliing ׳unseres Jugend- Vereins ,,Tiferes .Bacliurim“ ׳bei zahlreicher iBeteiliiguhjg der Mitglieder abgehalten. •In seiner Eröffnungsan- Srache begrüßte .Vereinspräses Herr Moric •Ko ihn die ■schien eilen •und hob zunächst den erfreulichen Aufschwung der Vereinstätigkeit, den Zuwachs an begeisterten Mitgliedern sowie den vor kurzem vollzogenen Ans ch 1 uß an die Ag u das J i s r o e I und die brüderliche Aufnahme, die der Verein in der Aguda gefunden hat, hervor. Er besprach auch eingehend das Tätigkeitspragramm!für die Zukunft. Das jjauptgewicht wird auf die Vervollkommnung, der Mitglieder auf iqillen' Gebieten jüdisch-religiösen Wissens gelegt. Zu diesem Zwecke ist auch eine entsprechende Büchersanwnl׳u11g angelegt worden. In warmen Worten des Dankes gedachte Redner besonders der geistigen ■und erzieherischen Unterstützung, die der Verein vom clvriw. Herrn Oberrabbiner S. W e i ß. genießt, der keine Gelegenheit vorübergellen läßt, um ,die Jugend an die Thoraziele des Judentums heranzubringen. Die Rede wurde mit starkem Applaus quittiert. Im Anschluß . daran 'wurde die Neuwahl vorgenommen; sie ergab 101g e 11 des!Resultat: ׳M. Kolm (Präses), Arp. •Griinwald (Vizepräses), Alex. Kaufmann (Kassier), Emmerich Grünwald (Sekretär), L. Sterner und K. Weiß (Kontrollore), Z. Grüuwakl, L. Fischer •und W. Steriler (!Ausschuß), I, Winter (Bibi.) und I. Keßler (Ersatz). Frau Fradel (Fanny) Grünsfeld!Tj;• Am 9. Adar verschied in Bratislava nach jahrclangem, ■schwerem Siechtum im Alter von 65 Jahren die an; der gesamten Gemeinde hochgeachtete!und als Zadekcs bekannte Frau!Fradel Griinsfeld ע״ה» Gattin des nllbelicbten GtMueiiidenotürs Herrn Abraham Grünsfeld. Mit ihr schied eine ׳Frau aus dein Leben, deren Leben und Wirken auf Erden für jüdisches Frauentum vorbildlich sein müßte. Liebevoll treu den. Traditionen ihrer Familie, erblickte sie ihr Lebensglück in der reügiösgcweiliteii Häuslichkeit und in der Erziehung ihrer Kinderschar zu tüchtigen, wuvzelfesteu Juden und Jüdinnen. Ihrem Gatten war sie opferfreudige Helferin umU Genossin in allen Lebenslagen und ihren Kindern Beraterin •und Leiterin in!,'round und Leid, Seit Jahren ‘ von Krankheit heimgesucht, trug sie. ihr Leid g-ttergeben und Vertrauensvoll, bis de!• Wille des!Allmächtigen ihre reine . Seele in seine Höhen zu rück rief. Von der Achtung, die sie .sich in der Preßhurger Judehschaft erworben hat,, zeugtז auch die allgemeine Teilnahme an ihrer תליי׳ Im Trauerhauso widmete Herr Rabbiner Simon Hirschler der Verblichenen einen wurmeil, tiefbewegten Nachruf. Auf dem 3ית החייס beklagten die Alle Zimmer- Weichholz- FaBbSden sollten statt nüt einer decnendsn Farbe mit CIRINE-BeizepOlitur gestrichen werden. Dadurch wird das weiche Holz schön wie Parkett, die wiraungsvoUe Struktur bleibt dauernd erhalten und die Bodenpilege vereinfacht sich sehr, in allen Drdgerien und einschiägigen Geschäften in 4 modernen Farben erhältlich, AulkldrungMCltritf u. Aut« strichmuster umsonst durch CIRINE-Werke Josef Lorenz & Co., Eger Herren Rabbiner S. Kalis c׳h und Sal. Unslorf er den Heimgang dieser mustergültigen Frau ,in eindrucksvollen Hespedim. Möge ihr Andenken ein Segen bleiben zurrt Tröste für den gebeugten Gatten und die gesamte trauernde Familie Grabsteinsetzung fiir Frau David Krauß. ע״ה .. Sonntag, den 7. 'Adar, versammelte sich gemeinsam mit den Familienangehörigen und dem Freundeskreis eine ansehnliche Gemeinde um das Grab der vor einem Jahre heimgegangenen E r a u David K r a u ß s. A., Gattin des inzwischen ebenfalls verblichenen langjährigen, verdienstvollen Bratislavaer orthodoxen Gemeindepräscs ץ״ל um der Grabsteinsetzung beizuwohnen und ihr Andenken zu ehren. Die Erinnerung an die Wohltaten, die diese edle Frau im Leben zahllosen!Notleidenden erwiesen hatte, lebt noch!frisch in allen Herzen fort und der Gedanke an ihren Heimgang löst auch jetzt noch in weiten Kreisen wehmütige Trauer aus. Diesen Gefühlen verlieh Herr Rabbiner Salomon Uasdorfer in einer schmerz,- erfüllten, formgereahten Gedächtnisrede schönen Ausdruck und bekundete damit im Sinne aller Anwesenden, daß edles!Wirken im Judentum für alle Zeiten ein Segen bleibt עליה השלום- Griechische Weine in der Slowakei. Das orthodoxe Rabbinerkomitee sieht sich veranlaßt, die jüdische Oeffentliclikeit darauf aufmerksam zu machen, daß die seinerzeit gegen die, griechischen Weine erlassene אזהרה Kraft besteht. Demnach sind nur solche Weine griechischer Provenienz als כשר zu' betrachten, die nachweisbar unter den Bedingungen hergestellt werden, die das Rabibinerkömitee. festgesetzt hat. Großes Sijumfest in der Bratislavaer Aguda. Sonntag, den 14. Adar, feiert die Bratislavaer Ag.udas Jisroel (Orts- ,und Jugendgruppe) den Jahres- Sijum auf ש״ס בבלי, dessen; einzelne -^DÜ'von. 'den׳ (Mitgliedern im Laufe des, Jahres gelernt wurden. Als Sonderlcrnen!für das Sijumfest hat Se.' Ehrw. Herr Oberrabbiner ,Sehreiber die סלגי' מך;ןך bestimmt. Hesped in Galanta. In Galanta fand, einer alten Sitte gemäß, schon am 7. Adar der übliche Jahreshesped statt. Diesmal erhielt diese Trauerfeier durch den immer noch alle Gemü'ter tiefbedrück enden Schmerz um den Heimgang des unvergeßlichen Oberrabbiners Rabbi ,־.iBinjamin Seidl זצ״ל erhöhte Bedeutung. Der Redner war Se. Ehrw. Herr Oberrabbiner M. Eckstein aus S e r ed. ln •seinem rhetorisch und inhaltlich gleichermaßen hervorragenden הספר gedaeilte er •unter größter Be- Wogung aller Anwesenden aller bedeutenden religiösen Führer זי״ע, die im In- und Auslande in diesem Jahre das Zeitliche!gesegnet hatten, besonders aber des Landespräses Oberrabbiner Rabbi Kalman Weber und unseres Oberrabbiners Rabbi B. Seidl זצ״ל. Am Abend wurde dann׳ das .״תיסוף k g'ewalmtei• Weise abgehalten, bei welchem aktuelle דבריתיךה gesprochen und für die Zwecke der Seredcr Jeschiwa und des ״Machsike- TInjcschiwoth“-Vereins ein ansehnlicher Betrag gesammelt, wurde. Oberrabbinerwahl. Einer der beliebtesten und strebsamsten Schüler der Preßburger Jeschiwa, Herr Rabbiner G. J. Iliovitsch, wurde einstimmig zum Oberrabbiner von Hajdusämson (Ungarn) gewählt. Herr Oberrabbiner Iliovitsch hat sich gleichzeitig mit Fräulein iMalka S c 11 1• e.ib e r, Tochter des verewigten Oberrabbiners J. H. Schreiber זצ״ל verlobt, (׳Wir -wünschen sowohl der Gemeinde •Hajdusämson als auch ihrem neugewählten Oberrabbiner zur Wahl und dem Brautpaar zur Verlobung herzliehst מזל טוב I — Die Redaktion.) Verniüliluiigsfeiei*. Am 2, Adar I wurde in! Hause des Herrn Restaurateurs ©.Hirsch in Prag bei A11- Wesenheit eines großen Kreises von Verwandten und Freunden die Vermählung seiner Tochter Fräulein Trude mit Herrn Ludwig Berkwitsch aus Bratislava-Kosice freudig gefeiert. ' מלכהשרייבער גבריאליוז־א איליאוויטש Briefkasten. א1־ר ו־ק-ק ד" שאגיעואן מדא 3וראפעשט*פ1עםבורג ים או ר ש י ם •בי. ריוג ד.:א*ר.־צ מוודר י&ף 1גב• ט*&י זצ־ל ־1t,״ אצ״ד דצןיק האיחשאמשאן K. Mukacevo; Für diese: Nummer• zu spät augelangt. הנני מברכים נזח את חברנ1 המיפרג בחי״י סר שימה פאילאק נ״י מק״ק פישטיאן ירנל ביאו נקשר הארושין עם ©■יבקר. בת מו״ר יעקב עהרנטאל מסיה נייטרא. יה״ר שי׳ קשר זה אמיץ וחזק וקיים ערי ער ויופה לבנית ביתי נאמי לה׳. טובי׳ מאגהיימער, שמעון שטערן; זלמן וועבער. דור וויינבערגער, יצחק נאגעל, מנחם וויצטער. Wir gratulieren herzlichst unserem verdienstvollen Mitglied und Mitbegründer unseres Vereines Herrn Artur Weisz anläßlich seiner Verlobung mit Frl. Blanka Neuhaiiser, Dun; Streda. Tiferes-Bachurim-Verein, Dtinajskä Streda. Einheirat Fiir 26jähriges frommes Mädchen mit Kurz-und Mode- Warengeschäft wird frommer junger Mann, mögl. ׳ חורהp,■ vom Fache oder mit kleinem Nebenberuf, tschechoslowakischer! Staatsbürger, gut Slowakisch sprechend, über 28 Jahre alt, gesucht. Offerte unter ״ט'בים השני□״ an die Bratislavaer Administration. Tüchtiges, intelligentes Fräulein mit Praxis zu drei Kindern gesucht. Weiß, Budapest, Szabadsag-ter 1. __- __ Schwererziehbares Kind bis zu zwölf Jahren (Mädchen bevorzugt) wird in orthodoxe Familie, in volle Verpflegung genommen. Langjährige Erfahr ungen. 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Adar: Minchah 5.20 Uhr, ־ש״ק 0׳ .תצוח Morgengebet 7 und 9.30 Uhr. — Minchah 3.30 Uhr. — 6.1° ס״ש״ק — An Wochentagen: Morgengebet 6,30 Uhr,. Minchah 5,30 Uhr, Eigentümer, Herausgeber, Verleger und verantwortlicher Redakteur: Dr. Joel Pollak, Wien, II., Gr. Pfarrgasee 3/3, — Für die Tschechoslowakei Jacob Joel Braun, Bratislava, Druok; Druokerei* und Yer|age?A,*G, lg. Steinmann, AVien, IN׳, Üniversitätsstraße 68־.