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Jüdische Presse · 1932-02-05 · 5 (5.2.1932) · page 4

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Journal
Jüdische Presse
Volume
18 (1932)
Issue
5 (5.2.1932)
Date
1932-02-05
Page
– (sequence 4)
Language
German
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nesmenz״ m\m rar monerce rnuiugrapnie nlBU, l.ritildbliniar&l 1, 1BL n״Äa-Ä״ÖU Aufnahmen tlfllich ton 9 bis 6 Ühf, in Sö^tagen ton 9 bis 6 Üb sich Rechenschaft darüber <״ ^biegen, ob er sich dadurch allein nicht schon'gegen die :Herbeiführung einer ״Einigkeit“, der e i n k. i gfc n; ini Sinne der Thora b er e c h t i g t en Einigkeit» 'auflehnt. Mit den Eihzelfragen der Erziehung der ,׳Jttgend zur Thora beschäftigte sich in außerordentlich wirksamer Weise der4 nächste» Redner, Herr Rabbiner ׳ Moses B 1 e t h aus-Wien. In Anlehnung an zahlreiche Bibel- und Talmudstellen; die er ■geistreich deutete, stellte Redner die Folgen der thoragediäßen und der thorawidrigen י Erziehung einander gegenüber und zeigte, weshalb. Agudas Jisroel, als Wortführer des Klal Jisrocl, aüf die Tnoratreue der Jugend in erster Reihe Gewicht legt. Um dieses £iel überhaupt erreichbar zu machen, Wendet sich die‘' Aguda? an Eltern und Kinder zugleich /Und' erwartet namentlich, von* der verständigen Jugend treüe' Gefolgschaft in ihrem Kampf für die Integrität d6r. Thöraherrschaft ln Israel. Rauschender Beifall lohnte dem Redner die treffenden Ausführungen. Der Vorsitzende, Herr Max W e i ß, dankte den Rednern und schloß mit der .,Aufforderung an die Anwesenden zum Anschluß ah die Jugendgruppe. Sppntmi meldeten zwanzig neue Mitglieder ihren ’׳Eintritt in aie Jugendgruppe an, . was , angesichts 1» der Tatsache; daß die Agudas-Jisroel-Jugendgruppe ohnehin schon‘;fast die gesamtc orthodoxe Jugend Bratislavas;. ünffaßt, auch äußerlich ein durchschlagender Erfolg ist. Karpathöfussischer Ritualblutprozeß vor dem Ende? * ׳Wie/ h'uSv'lCÄrpatlior.ufttend1 gemeldet wird, hat das Bezirksgericht in Velka Berezna nach Wiederholten Vertagungen den Prozeß in Angelegenheit der Ritualbltftaffüre von ,Velka Simera nunmehr für den 16. Febrriar 'angesetzt. Es »Wurde gleichzeitig bck'aiiritgegeben, daß die Staatsanwaltschaft Von der Anklage gegen Steifiberger und Liebermann zurücktrete. ׳Es wird nur noch über den zivilen Strafantrag der Vertreter der unmündigen Kinder verhandelt werden.;Diese Wendung bedeutet die offizielle‘ Abkehr der־ karpnthorussischen Gerichtsbarkeit von der Version, als seien die. beiden ‘ Kinder Bogdan und Kost ja zu Zwecken ritueller Blutentnähme verletzt;worden. Völlig unaufgeklärt bleibt, wie der staatsanwaltliche Vertreter sich diesen Inhalt der Strafanzeige der; Gendarmerie zu eigen machen und zur 'Grundlage einer Anklage machen, konnte und wie es möglich war, daß das Justizministerium tatenlos den VertagungSmänövern in dieser Angelegenheit, die über ein Jahr dauerten, zusah. Es ist bisher auch noch nicht bekannt, welche Maßnahmen das' Justizministeriiim im karpathorussischen Richterdienst zu treffen beabsichtigt, •um eine Wiederholung solcher Vorkomm־ nisse unmöglich zu machen. ■־׳־ Schnupfen, Husten pnd Grippe, kurz alle Vorkühlungeii werden durch' Massage mit Alpa-Franzbrarintwein vermieden. Wollen sie stets gesund Und -\v;idersta 11 dsfähig sein? Dann beachten Sie ׳die vorstehenden .Worte. Beachten Sie den Original-Plombenverschlnß. Sijumin Galanta. Am .15. Schwat: feierte der Jtigendverein ״Tifcres Baohurim“ in Galanta sein 2^tjühriges Jubiläum. Das Fest war mit einem großzügigen Sijum auf נדרים ,DD und עירובי( ־ verbunden. Zirka 50 junge Leute nahmen daran teil. Sne. Ehrw. Herr Oberrabbiner Büx ׳bäum hielt eine faszinierende דרשה, in der er die Bedeutung des לימור התורה speziell fpr diq Jugend darlegte und die Anwesenden für weiteres Lernen*begeisterte. In, gewohnt schöner Weise sprach auch Herr Rabbiner Josef Müller; Seitens der Jugend würden sehr schöne und inhaltsvolle Reden von den Herren ‘Armin L ö w i 11 g e r, Salanion Kaiser, Michael Kali s c 11, Simon K a 1 i s c 11 und AlbinLö.wjnger gehalten. Unter, den Vertretern der Gemeinde war auch Herr Präses Simon M ii 11 e r anwesend. Verlobungsfeier. Tri K osice fand am ש״ס בשלח im..Hause .des Herrn Emanuel Berkovics die fVer- Joburig:seiner, Tochter Frl. Charlotte mit Herrn Ferdinari'd''Eh:rlich, Präses des orth. Jugendvereins ״Bne Emrinim“, statt. Sne. Ehrw. Herr Oberrabbiner Sal. Brach sprach dem Brautpaare seine guten Wünsche im /־Rahmen einer schönen ררשה aus. Bei Tische hielt aricli der Bräutigam eine Ansprache von hohem Niveau. (Wir gratulieren! — Die Red.) SCHOMRE-SCHABBOS-STELLENVERMITTLUNG cler Agudas-Jisroel-Jugendgruppen in der Slowakei, Landeszeiitrale, Bratislava, Edlhof. ' י‘ Offene Stellen. '. Nr. 615: Schneidergehilfe, Verpfl. iri.Bez. Nitra); Nr. 617: Kolonialwarenkommis (Galanta); Nr. 618: Agent für Reinigungsmittel (Bratislava); Nr. 620: Kinderfraulein in. Wirtschaftsk. (Koniarno); Nr. 621: Modewarenlehrling• (Bratislava); Nr. 623: Sohlenzusclincider für Schuhfabrik (Sered); Nr. 624: Modewarenlehrling (Bratislava); Nr. 626: Modewarenlehrling (Bratislava); Nr. 627: Tapeziererlehrling (Bratislava); Nr. 628: Kinderfräulein (Topolcany); Nr. 629: Eisenwarenlchrling (Batorove Kesy).; Wir such e n Beschäftigung für Kommis, Lehrlinge und Büroangestellte in allen Branchen, Kindcrfräulein, Köchinnen, Stenotypistinnen, Hilfsarbeiter, Vertreter, Drogisten, Zuckerbäcker, engl. Sprachlehrer usw. Amtstiindeu: Montag und Mittwoch abends von 8. bis 9 Uhr. Anfragen ohne Rückporto bleiben unerledigt! .הדרת קודשי Unter diesem Titel hat Rabbiner Josef Schwartz (Oradea) ein Werk' heruusgegeben, welches .Gebräuche der ׳ Cliewra Kadischu iu praktischer Weise geordnet enthält. Da am אדר ‘T überall Versammlungen aligehalten werden, wollen wir einige Auszüge daraus bringen:. , l. Wie man erzählt, war einmal Rabbiner Jesaje Bineth (Knllp-Szabolcs), Sohn des berühmten Landes-״ Qberrabbhiers Mordche Bineth (Nikolsburg) aufל)3י אכוח und sah am Friedhof einen großen Berg Heu. Da er :fragte, was das bedeute, gab man ihm zur Antwort, die :,.Cliewra .Kadischa“ habe es ziisammemicluncn lassen und verkauft. Er ging zornerfüllt weg und noch am selben Tag brach ein Feuer auf der anderen Seite der Stadt aus, der Wind trieb die Funken bis zum Friedhof ,und das Heu verbrannte. Jn Balassa Gyarmat war eine Frau, welche mit Obst gehandelt hat. Thr ,.Mitihag“ war, daß sie jede Woche dein ״ רבSibesz-Obst“ brachte. Broche zu * machen, besonders wenn es neues Obst gab, wegen שהחיינו. Nach ihrem Ableben ist bei ihrem Grabe ein großer Baum gewachsen, welcher schöne Früchte trug und noch heute zu sehen ist. Bei den ״Persern“' war einst der Gebrauch, wenn jemand gestorben ist, ihn nicht gleich zu beerdigen, sondern in einem Sarg so lange arifzubewahrcn, bis ein großer Mann gestorben ist. Darin trug man alle Särge auf den Friedhof. Wie es im Jalkut heißt, war dies die Ursache dafür, daß, als'׳die,מרגלים nach .ארץ בגען gingen, sie ארץ אזכלת יושביה, sagten, , weil damals איוב der גדול הרוך war> gestorben ist und man auch viele Särge zur Beerdigung führte, was Jlitieii auffallend war. Jn M.-Sziget werddn an jedem Hause, wo ein Verstorbener ist, (bis nacli־? der *לוי) große Tafeln. aufgehangen, welche die Aufschrift haben:אמר אל הכהגי□ לנפש לא יטמאו Hier in diesem Haus ist der Eingang כהניס^ח (wegen StcrbcfalJ). verboten! Dieser מנהג sollte überall eingeführt werden. 1־' » Der berühmte Gaou ח עקיבא איגף (Schwiegervater (108חת□ סופר ז״ל) pflegte |ibe1־äll, wohin er kam und sich einige Tage auf hielt, sich1־ in die ״Cliewra Kadischa“ als Mitglied einzukaufen.. ' In Krakau, und Kiew setzen die Statuten fest, daß niemand sowohl bei einer Sitzung der ,,Cliewra Kadischa“ wie auch bei einer 'לוי eine Zigarre oder Pfeife anziinden darf. Bei. dieser Gelegenheit, möchte ich auch fragen, warum man die Wunderbar schönen תפלות, סליחות ופיוטים, welche zu ז! אדר־ verfaßt sind .(und, sich in den ganz alten Mochsorim befinden), abgeschafft hat, so daß selten eine Gemeinde sie noch kennt. Moses Kohn. Die Jridenfrage: —■ im Vordergründe. Eine neue Zeitschrift, dem Umfange nach ein ganzes Buch, hat eben die Presse verlassen. ״Der Philosemit“ ist der Titel der neuen, von Dr. Alexander Sandor heraiisgegebenen Zeitschrift,; welche ־durch׳ die letzteu politischen und soziologjftchpn Ereignisse ins Leben gerufen worden ist. ־ ן , Die MonatsschriftDer Philösemit“ vereinigt in ihren Spalten Beiträge djqr; prominentesten Vertreter der Literatur, Wissenschaft!Upd Kunst, ohne Unterschied der Religion und Nation, ,,sofern ihr; weltanschauliches: Be-., kenntnis der integralen Richtung ihres Programms ent-, spricht:. Kampf gegen ejen Antisemitismus, Aufklärung ,und Belehrung und1 Projektion jüdischer Arbeit im 'Interesse der ganzen Aljpnsohheit als Beweis der Solidarität iin Geiste. f. , - Die neue Zeitschrift, beabsichtigt, eine unparteiliehe Tribüne des Judentums zu, sein :und durch fortlaufende Zusammenfass ringvon Ereignissen, Gescliehnissen und Strömungen י die Kulturfrönt des Judentums darzustellcn. Das soeben;;erschienene erste Heft enthält auf 82 Seiten Artikel und״. Beiträge von Max Brod (Prag), Heinrich Eduard Jacob (Wien), Prof. Hugo .Bergmann (Jerusalem), FrantiSek Langer (Prag), Ludwig Windei* (Prag), Josef Delmont (Berlin), Otto , Pick (Prag) usw. Das Heft ■ist reichlich illustriert und. zeigt beim Durchblättern, daß jeder Artikel und Beitrag die Richtung der Zeitschrift klay zum-,Ausdruck bringt. ÖaßDfffcftönffe&r11tfdjeW0nat£fcf)rfft3S0flMmßnn{| SnOI1Ql06ßf(0 f&ren J3reW nf d)t nur be&eutenö $er• obgrfetjt, fon&mi auch einen 5Jb0nnemcnt$0Wl8 rtngrfübrt hat? -. 6iC tan gegenüber Dem btfberfgenPrelfe Mbrffc^ W. 3,60 ©enutjen 0(e Dtefe fetten günftlge Oelegen&cft un& beftelleh ©fir noch brüte bei einer ©ucbbmitXung SDeftermannö Jhonatubefte @(e werben für btefen D?at bejhmmt Oanfbar fetn. XXr Sinfü^rung Dti HbonnmcntäpTtlfeö frlfldjtfrl &(e ^Drr6ear6((t■ *33erber ln olltn Orten gtfudjl @lltflf)Cln Qtn Den! , ®erlag 0eorg 2Deftermann ©raunfebwetg ©rite fenben ©fr mfr un• verbfnblicbu.foftenfoä efiie Probenummer oonlöefter: manng 5B0natd()ffiten mft 100©.$ejrt,60b(S70efn־ unt> buntfarbigen ©ilDern unö etwa 7Äunftbeffagen. 30 Pf. für Porto (aufb^lutf* (anDömarfen) füge feb bef. Orlu.'Datum: geitellfiftefn «n Die ©lubbnnblung 3tb befteUe bfermtt ©Jefter* mannö?Honatöbefte ab *JJlonnt... bfö auf SSDföerruf jum ,?(bonneinent^pretfe uon 1,70 Warf für Daö &eft ®ame: ..,״״״ 2 Schmuroh-Mehl קמח שמורה vollkommen verläßlich, orthodox, mit besten Referenzen, in Dampfiniihle oder Handmülde erzeugt, in jedem Quantum zu haben bei Btticfor Goldberger, Bratislava (Preßbürg), Nosmenbahn 9 Postpaketveisand von 2 kg aufwärts auch ins Ausland ׳IUjsAjiI Mן1ןןןן^ןןןןןןןן<ן. 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' Orth. Jugendverein '״Bne E1nunim‘v Kos,icc•1 1 «■■■■■■.. ■». ■ -■י—.׳■■׳—r...־~ ■ ־.-׳ ■ ■׳־״■׳■.■■ ׳ ־ ׳־׳־״־ -־י— Berta Spiro Adolphe Citron. Antwerpen Medias ...Verlobte Suche Ehe mit wirklich hübscher Dame ': entsprechenden Alters aus vornehmer orthodoxer Familie. Bin 38׳ Jahre,־ ledig,•stattlich,- modern, dabei streng;konservativ denkend, in gesicherter, leitender Position!mit sehr gutem Einkommen. Nichtanonyme Anträge unter ״Vermögensangabe“ an, die Wiener Schriftleitnng. j ־״ erwünscht.; Studentin!mit Eebräischcn Kenntnissen möchte!Privatunterricht er-;‘; teilen oder eventuell die Stelle einer Erzieherin fii 1•!Nachmittage annehmen. Zuschriften unter ״Erprobte , Pädagogin“ an die Wiener Administration. 1 Jüngling aus gutjüdisclieni Hause wird als Lehrling in meinem Eisengeschäft für sofort auf genommen- Anträge unter ■״Provinzstadt“ an die Bratisjlayaer Ad-, ministration. -; Engros En detail offerier! 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Minchah 3.30 Uhr. — 5.50 מ״ש״ק. — An Wochentagen: Morgengebet 6.30 Uhr Minchah 5 Uhr. ׳ 445 .מנחה.בתענית• Eigentümer, Herausgeber, Verleger und verantwortlicher Redakteur: Dr. Joel Pollak, Wien, II., Gr. Pfarrgasse 3/3. — Für die rI schephoslowakei Jacob Joel Braun, Bratislava• Druck: Druckerei# und Verlags#A.#G. Ig. Steinmann, Wien, IX., Universitätsstraße 6*8. 75

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