Jüdische Presse
- Journal
- Jüdische Presse
- Volume
- 17 (1931)
- Issue
- 47 (4.12.1931)
- Date
- 1931-12-04
- Page
- – (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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Einen wertvollen Beitrag zur Religionsgeschichte des jüdischen Mittelalters, und Zwar jener Epoche, die in Spanien eine Renaissance jüdischer Dichtung und Wissen» schaft wie des religiösen Lebens hervorbrachte, gibt Karl Dreyer in seinem Buch ״Die religiöse Ge» danken weit des Sal o m o Ihn Gabirol“ (Ver» lag Eduard Pfeiffer, Leipzig). Gabirol war als Schrift» steiler von erstaunlicher Vielseitigkeit. Seine Leistungen auf den Gebieten der Sprachforschung, Exegese, Psycho» logie und Ethik sind schon vielfach behandelt worden. Auch die Darstellung seiner Philosophie hat zahlreiche Bearbeiter gefunden Aber jene Dichtungen Gabirols, in denen die ganze religiöse Inbrunst eines der erlauchte» sten Menschen des jüdischen Mittelalters ihren Nieder» gewürdigt worden. Einen Versuch dazu macht Dreyer in gewürdigt worden. Ein Versuch dazu macht Dreyer in dem vorliegenden Werke. Nach einer kurzen Einleitung, die die religiöse Dichtung der Juden bis zur spanischen Epoche, das arabische Spanien des 10. und 11. Jahr» hunderts, sowie Leben, Persönlichkeit und Werke des Dichters behandelt, gibt Dreyer eine eingehende Dar» Stellung des unvereinbaren Gegensatzes zwischen den Gabirols (!Galuth, Messias, Sünde, G»tt). Vieles Dunkle ' und Unverständliche erhält durch die Einbeziehung in einen größeren Zusammenhang erst seine richtige Er» klarung und manches dieser religiösen Gedichte kann man erst dann ganz würdigen, wenn man die zentralen Ge» danken der religiösen Weltanschauung Gabirols kennt. Die gründliche und fleißige Arbeit Dreyers sollte jeder lesen, der um das Verständnis des dichterischen Schaffens Gabirols ernsthaft bemüht ist. ״Glauben und Wissen bei den großen Denkern des Mittelalters“ nennt W. Betzen» dörfer eine Studie (Verlag Leopold Klotz, Gotha), welche das Zentralproblem der Scholastik behandelt, nämlich die Frage nach dem gegenseitigen Verhältnis von Glauben und Wissen. Der Verfasser geht rein historisch zu Werk und läßt die betreffenden Denker ständig selber zu Wort kommen. Aufgezeigt wird der Weg des scholasti» sehen Denkens, angefangen von der Identifikation von wahrer Philosophie und wahrer Religion bis zur Fest» Stellung des unvereinbaren Gegenstandes zwischen den beiden Größen durch Wilhelm von Ockham und den lateinischen Averroismus. Der Verfasser zeigt, daß die treibende Kraft dieser gedanklichen Entwicklung der Aristotelische Wissensbegriff ist. Aristoteles ״d e r Philo» soph“ der Scholastik, war es letzlich, * der mit seinem Wissensbegriff die Scholastik gesprengt hat. — Bei der starken Abhängigkeit mancher scholastischer Denker von der jüdisch־arabischen Religionsphilosophie des Mittel» alters ist Betzendörfers gründliche Untersuchung auch für diese Periode der religionsphilosophischen Spekulation von Bedeutung. _ Das in der letzten Nummer des Literaturblattes der ״Jüdischen Presse“ besprochene ״Hebräische Schul» buch“ von Hollenberg ist im Verlag der'W e i d m a n n* sehen Buchhandlung, Berlin SW. 68, Zimmer* st.raßc 9 8, erschienen. Der Antiqüariatskatalog 300 der Buchhandlung •-:Mjktih, L e m.p. e r t, B o n n a. Rh., . Franziskaner» straß'e 6, bringt über 3000 Nummern Memoiren, Bio» graphien, Tagebücher, Briefwechsel.! 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(Verbandsanwalt), Bankhaus Alex, Suehanek,' Brünn (Finanzberafcr), F, Els^hleger, Versandhaus Brünn, als ge* achäftsführender Obmann, M, Ikrath/ 'Äugölvertrieb; Reichenberg, ' Qu. ׳Hochmuth, Versandhaus Kaaden, K. Hölpert, technischer Berater, JägerndorUWeißkirch, E, Drabke, Reklamechef in Firma Elgavertrieb, Brünn, Rudolf Passig, ehern. Labörat., Käthariftberg*Reichenbefg, Gerhard Martiny, physiol. Labor., Dr. F. Sigmund, Prag* St. Boleslav. — Versandgesehäfte, Neuheiten», technische und Vertriebsfirmen, Hdndelskaufleute usw. werden ge* beten, ihre Anschrift dem ״Verband der Versandgesehäfte und des Versandhandels in der Tschechoslowakei“ m Brünn, XV., Podebfadöva 447, bekanntgeben zu wollen. Eine sensationelle Erfindung für die medizinische Wissenschaft, Wie wir erfahren, wurde ein Massage* appafat unter der Bezeichnung ״Elega“ zum Patent an ge* meldet, der eine vielseitige Verwendung in der medizi» nischen Wissenschaft erfahren dürfte. Gegenwärtig be» schäftigt sich die Aerzteschaft mit der Verwendung dieser Erfindung und liegen bereits ärztliche Gutachten vor, die Heilungsmöglichkeiten bestätigen. Es steht zu er* warten, daß Aerztdschaft wie Oeffentlichkeit dieser neuen Heilbehandlung gemeinsame Interessenförderung bekunden werden. :; Dr. E. ן» 4 ך 4 Lj * | בת הגה״צ מי״ה חיים עקיבא כ״ץ הליין זצ״ל שהי׳ אבד״ק ב׳ טשאכא וא״ש^תע״א מי־דב• מעליות יפה? שלעדנגעי בהנה׳יצ אברקה״י ול.מ$ראבעץ נ״י., האכרק״ק אייזענשטאדט נ״י _מאורשים__ Irene Steiner Miksa Cziffer Györ—Wien Hegyfalu .Verlobte TEE, daÄle; KAFFEE, das Beste!! El GIENE KAFFEERÖSTEREI!! Bitte, versuchen Sie in Ihrem eigenen Interesse!! 0. STEINHOF, II, HAIOGASSE 5 :: Tel. 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