Jüdische Presse
- Journal
- Jüdische Presse
- Volume
- 17 (1931)
- Issue
- 44 (13.11.1931)
- Date
- 1931-11-13
- Page
- – (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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;Seite 4 JÜDISCHE PRESSE Nt. 44 __, I.rnmiiniäiiu 1, m. n »äu-ä-i Aufnahmen täglich tott 9 b18 6 tlhr, an Sonntagen von 9 bi* 6 Üht Wenn am Linoleum und Parkttt bei jedem Schritt der Abdruck des Schuhes zurückbleibt, wenn Teppiche u. Möbel festhaften, so verwenden sie nickt das pichttoe Pfiegemlttel. Nehmen sie doch CIRINE-HARTWAC.HS flüssig 1 Chine flüssig gibt einen harten, trockenen Spiegelglanz und Ist feucht wischbar. Cfrine flüssig Ist nur In Original* flaschen, farblos, rot, gelb und braun, überall erhältlich. Probeflssche umsonst durch CIP1NE-WERKE Josef Lorenz & Co., Eger wird als ein Bruch der Disziplin angesehen. Eine Ab- Ordnung der polnischen Agudah wird sich nach Palästina begeben, um die dortige Orthodoxie und die Institutionen für religiöse Erziehung organisieren zu helfen. Ist dein Haushalt auch nur klein, . ״Cirine“ muß vorhanden seinl (Siehe Inserat) Erlagscheine erbeten! Das Sekretariat der Aguda, Wien, richtet an die breite Oeffentlichkeit das Ersuchen, unverwendetc Erlag* scheine jeder Art an die Sekretariatsädresse, Wien, II., Leopoldsgasse 16, einsenden zu wollen. Erlagscheine sind bekanntlich sehr teuer. Es wäre daher für die verschiedenen Vereine, deren Erlagscheine zum Teil unverwendet bleiben, eine große Ersparnis, wenn sie die Erlagscheine zurückerhielten. ' ־ Unsere Erlagscheinsammel'stelle will aber überdies auch Erlagscheine von Firmen und Geschäftsleuten ent* gegennehmen, um diese Erlagscheine den bezüglichen Kontoinhabern gegen eine Spende in der Mindesthöhe des Kostenpreises der Erlagscheine zur Verfügung zu stellen. Der hiefür erzielte Erlös wird ausschließlich zur Unter* Stützung Fürsorgebedürftiger verwendet werden. Eine belgische Jeschiwa. In Heide bei Antwerpen befindet sich seit einiger Zeit eine Jeschiwa ״Ez Chajim“. Diese Jeschiwa erzieht ihre Jünger zu ״Äulim“ im Sinne des Birnbaumschen Pro* gramms und es soll ihr auch in nächster Zeit eine land* wirtschaftliche Siedlung angeschlossen werden. Der Rosch Jeschiwo ist Rabbi S. S c h a p i r a aus Chelm, eine von den Schülern hochgeschätzte er* zieheriscHe Kraft. Ehrenpräsident ist D r. R i 11 e r, Rot* terdam.' Rabbi Mördechai Rottenberg, Ant* werpen, darf man wohl als einen warmen Freund der Jeschiwa betrachten. Herr Isidor Masel, ein dem Ideal jüdischen Aufstiegs ergebener Mann, hat die materielle Erhaltung der Jeschiwo bisher ermöglicht. Katastrophale Finanzlage der jüdischen Gemeinde Kiscliinew. Die Repräsentanz der. Jüdischen Gemeinde Kischinew hat sich dieser Tage in' einer außerordentlichen Sitzung mit der ungemein schwierigen finanziellen Sitiiation der Gemeinde befaßt. Sämtliche Institutionen der Gemeinde stehen infolge des katastrophalen Rückganges der Einnahmen, insbesondere des bedeutsamsten Einnahmepostens, der Koscherfleischtaxe,_ vor dem Z11sammenbruch. Die Gemeindeschulen, die bereits seit Wochen ihre Tätigkeit hätten aufnehmen sollen, sind aus Mangel an Mitteln noch immer geschlossen. 2000 jüdische Schulkinder der ärmsten Bevölkerungsschichte sind ohne Unterricht, tagsüber auch ohne Aufsicht. Unter den Gemeindeangestellten, die monatelang kein Gehalt bekommen, herrscht Not. ■ Friedhofssclinndung in dev Marmaroscli. In einer der letzten Nächte haben unbekannte Täter den jüdischen Friedhof in der rumänisch-tschechoslowakischen Grenzstadt Ilalmeiu (Departement Mainmures) geschändet. Es wurden neun Grabsteine umgewoyfen und teilweise zertrümmert; außerdem wurde versucht, ein Grab zu öffnen. Antisemitische Stiiclentenunruhen auch in Tunis. Studenten der Landwirtschaftsschule in Tunis veranstalteten in den letzten Tagen zweimal Judenexzesse. Mit den Rufen ״Nieder mit den Juden!“ schlugen sie in den Straßen jüdische Passanten nieder. Ber Beginn tler zweiten antisemitischen Kundgebung organisierten M^kkabi und Britli Trumpeldor eine Selbstverteidigung. Sie hielten die Demonstranten in Schach, bis Polizei eintraf pnd mehrere der Studentenhuligans verhaftete. Kein neuer Oberrabbiner für die Türkei. Die Frage der Neubesetzung des durch den Tod von Chajim Bedjarano Effendi, des letzten Ober* rabbiners! der Türkei, freigewordenen Postens soll, nach einem Beschluß der dafür maßgeblichen jüdischeil Instanzen, gar nicht erst diskutiert werden. Die türkisclie Judenheit sieht sich nicht mehr in der Lage, einen Oberrabbiner zu erhalten. (Praktisch ist der Posten eines Obe'rrabbiners der Türkei diirch die Maßnahmen der Regierung so bedeutungslps geworden, daß seine Neubesetzung nur demonstratiVen lind repräsentativen Wert hätte haben, können. Anm, d. Red.) 70.000 jiUUsehe Kiudcr in Polen ohne Sehuiunfeiv rieht. r Viele jüdische Gemeinden, in Polen sind wegen Mangels an Mitteln riipht in der Lage, jetzt, zu Beginn des neuen Schuljahres, die von ihnen er* halten©» Schulen zu öffnen, andere jüdische Gemeinden werden,die Zahl der Schulklasse» stark' einschränke^ , müssetti•3p daß schätzungsweise 70,000 .jüdische Kinder ohne Schülunterrieht bleiben werden, Hauptsächlich werden davon Kinder arnier und ärmster Familien be■׳ troffen sein, also Kinder, die in einer Atmosphäre nabesohreiihUcheu Elends leben und die nun de» *PU. der Nahrung und Kleidung, den sie bisher in der Sehnte erhielten, werden entbehren müssen. Die Gemeindebiiros sind von verzweifelten'Eltern belagert, die stürmisch die Wiedereröffnung der Schulen, bzw. Klassen fordern. In Warschau, wo an den Schulen der Jüdischen Gemeinde mehrere Klassen nicht wieder geöffnet Werden, werden die Schulen von Kindern, die nicht mehr aufgenommen werden können, und ihren Eltern bclagert. In einer der Schulen kam es zu einem schweren Tumult. Eine Gruppe Eltern von nicht , mehr aufgenommenen Kindern drang in das Büro ein Und demolierte die Einrichtung. Die Gemeindeverwaltung hat angeordnet, daß alle Kinder irgendwie bemittelter Eltern ausgeschult werden, um Kindern unbemittelter Eltern Platz zu machen. . Ein neues jüdisches Zentrum in. London. Vor kurzem fand in London die Grundsteinlegung zu einem jüdischen Gemeindehaus statt, in dem alle religiösen, er* zieherischen, philanthropischen, politischen und sozialen Institutionen der englischen Judenheit beherbergt werden sollen. Die Kosten dieses neuen ״jüdischen Zentrums“ sind auf 100.000 Pfund veranschlagt. Das Gebäude wird in Tavistock Scjuare*B100msbury errichtet und soll in. einem besonderen Flügel unter anderem das englische Rabbiner* seminar, das Jews’ College, das bisher in einem Gebäude in Queens Square^üntergebracht war, aufnehmen. Man rechnet damit, daß "der Bau bereits Ende dieses Jahres beziehbar sein wird. Kongreß der .,Eisernen Garde“ in Großwardein. Der Präfekt von Großwardein hat den für den .12. und 13. November nach Großwardein einberufenen Kon* greß der antisemitischen ״Eisernen Garde“ verböten, im Hinblick darauf, daß anläßlich des vor einigen Jahren in Großwardein abgehaltenen Studentenkongresses Syn* agogen und Geschäfte in der ganzen Umgegend demoliert und mehrere Juden verletzt wurden. Der Innenminister aber• *hat die Abhaltung des Kongresses in .Großwardein entgegen dem Bescheid des Präfekten erlaubt. Dies hat unter der Judenschaft Siebenbürgens Besorgnis erregt. Appell der Aguda in Polen an die Regierung.r^ Der Zentralrat der Agudas Jisroel in Polen nahm eine Resolution an, in der die Regierung aufgefordert wird, das Gesetz über die Zwangssonntagsruhe abzu* ändern, um den jüdischen Kaufleuten, Handwerkern; An* gestellten und Arbeitern den Existenzkampf in dieser schweren Zeit zu erleichtern. Die Regierung wurde ferner aufgefordert, den Steuerdruck auf die. zu einem sehr großen Teil jüdische Bevölkerung der Städte zu lindern und die jüdischen kulturellen, erzieherischen und phil* anthropischen Anstalten in dem gleichen Maßstab wie die polnischen Anstalten finanziell zu fördern. Chaim Salamon Klein Rifka Monhet Wien v< Tarnow empfehlen sich als Verlobte . ב״ה י י חתונת בגי החתן כמר יצחל! דוב נ״י עב״ג הכלה מרת ביכה תחי׳ בת המניח הרב המופלג בחרי מוהר״ר אהרן י ה ו ש י ע ה א ר ן ז״ל מבוקטשעוויץ תהי׳ אי״ה בשטי״מ ביים ג׳ פרשת ויצא הכע״ל (ז׳ כסלו תרצ״ב — 1931 117. November בשעה 4אחה״צ, באולם (Hotel Zipper Lembeig (Lwöw .בנימין קאצענע-לנבויגען Rituelle Kochkurse im QoKrüger-Heim, II, Malzg. 16, Tel. A-48-0-77 HÖbel erhalten Sie umsonst nirgends; dagegen äußerst preiswert bei erstklassiger Qualität und größtem Entgegenkommen in jeder Hinsicht im Möbelhaus M. Redler, Wien, I., Wipplingerstraße 35, Mezzanin (gegenüber der Börse). Kein Gassenladen, kleine Regien, daher um so billiger. 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Offerte sind im Gemeindesekretariat (VII., Dobu. 35) längstens bis 30. November I. J. einzureichen, wo auch die näheren Bedingungen 2u erfahren sind, Später eingelangte Offerte werden nicht in Betracht gezogen. Budapest, 4. November 1931 (24. Marcheschwan 5692) Der Vorstand der Budapester aut. orth. isr. Gemeinde 44 Das Wiener כשר Reslaurant voy internationalem Range. Unter Aufsicht A d a s j i s ro e 1 Wien, II. Obere Donaustraße Nr. 91 Matur avorberei tu n g Gymnasium, Realschule und Handelsakademie Sicherer Erfolg. —־ Sämtl. Handelswissenschaften. Nachhilfe in allen Gegenständen des Gymnasiums, der Realschule und Handelsakademie. Englisch und fcanttch mit Ugivmitätsglung Dr. Wundermann und Dr. Bojko geprüfter Lehrer für Handelsschulen und Akademien Wien, II., Pfeffergasse 1. Achtung! Wichtig! Für Möbelkäuter, die bar bezahlen. Habe große Quantitäten Schlaf*, Speise*, Herrenzimmer, Küchen ein* fachster bis feinster Ausführung, staunend billig einge» kauft. 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