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Jüdische Presse · 1931-10-23 · 41 (23.10.1931) · page 3

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Journal
Jüdische Presse
Volume
17 (1931)
Issue
41 (23.10.1931)
Date
1931-10-23
Page
– (sequence 3)
Language
German
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JÜDISCHE PRESSE ,:;jmiiiMinM , L Tschechoslowdkei« Sitzung des 0*tl10(Icixe1t VefwaHttiifsatidseltttsses.!Mittwoch, den 10. Marcheschwan hielt in, JSrath% slava cter Verwalttmgsaussclmß der slowakischen •orthodoxen Landesorganisation hei Beteiligung :sämtlicher Mitglieder eine Sitzung ab, die den gan- Zen Tag währte. Den Vorsitz führte ViZeprases Herr David E h r e n f ej d. der die Sitzung mit einem kürzen, warmen Nachruf attf den heimgegangenen iPräses, Öberrabbiner Weber צ״ל?, eröffnete. Er schilderte tiefbewegt den großen Verlust, den die gesamte Jitdenheit, vor allem aber die Orthodoxie, in der Slowakei erlitten hat. Im Vorder•* gründe der Beratungen stand die Klärung der;Situation, die in der Leitung der Organisation in-;folge des linerwarteten Ablebens ihres Präses entstanden ist.!Es wurde*beschlossen, bis zur Neu- Wahl de,s Lande s‘p rase« dem V i z e p r ä- S e s zur Leitung der Angelegenheiten der Konfession aus d e r K e i h e d e r Mit- J? 1 i e d e r d es V e r w a 11 u n gs a us s c h uss e s einen engeren Beirat beizuordnen, Die Sorge für die Hinterbliebenen des Präses 1צ״ל Wurde in pietätvollster Weise geregelt. Die Sitzung beschäftigte sich zum Schlüsse auch mit diversen ,laufenden Angelegenheiten der Organisation. Die tschechoslowakische Regierung und die Kalenderreform. Wie uns aus Prag berichtet wird, befaßte sich die tschechoslowakische Regierung in ihrem letzten Minister־ rat auch mit der Frage der Kalenderreform. Der Ministerrat nahm das Referat, in welchem eine Kalender־ reform mit Blankotag aus sozialen und wirtschaftlichen Gründen ab gelehnt wird, einstimmig zur Kenntnis. 2m Referat wurde auch eine Würdigung des Sabbats für die jüdische Bevölkerung und Seine Gefährdung durch eine Kalenderreform mit Aenderung der stabilen Sieben# tagewoche hervorgehoben. ,Amtseinführung und Vermählungsfeier in Sahy. Der 3. Marcheschwan d. J. war für die orthodoxe jüdische Gemeinde in Sahy ein denkwürdiger Tag. An -diesem Tag fand die Amtscinfühning ihres neugewählten Dajan, Herrn Rabbiners C11. J. Weiß aus Bratislava, und seine Vermählung mit der Tochter des verewigten Ober# rabbiners Schreiber 1צ״ל : aus Hajdusämson in er#!bebender Weise statt. Zu diesem’Fest waren die gesamte Gemeinde und Vertretungen derihr ■angeschlossenen Filialgemeinden, ■ soAvi'6 ״ zahlreiche , ־ Gäste•־ und ,-׳Verwandte^ beider Familien aus nah und fern freudig vereinigt. 1 Die “Gemeinde,■ mit ihrem Präses'Herrn Mäno Schmie dl an «der Spitze,-• überbot sich an Freundlichkeiten, um ihren Dajan und die versammelten Gäste ■würdig und herzlich zu empfangen. Der ehrwürdige, seit mehr als fünf Jahr# zehnten erfolgreich als geistiger Führer der Gemeinde wirkende lind .weit über die Gemeinde hinaus bekannte Oberrabbiner R. Jochanan Weiß, erblickte in' dieser Feier; durch die, ihm eine strebsame junge Kraft an die Seite gestellt wurde, die Krönung seines Lebenswerkes, und war zusehends mit aufrichtiger Freude erfüllt , über •die schöne Entwicklung, die seine unter mannigfacher Mühsal aufgebaute Gemeinde durch sein Wirken genom« men hat. ln der Mittagsstunde fanden sich die Gemeinde־ leitung und zahlreiche Gemeindemitglieder und auswärtige Gäste im Bahnhof ein, um den anlangenden Rabbiner herzlich zu begrüßen. Eine Reihe von Autos, führte die ־.Gäste in das Haus des Herrn B i n e 11 e r, :wo sie freund# lieh bewirtet wurden. Nach einem kurzen Besuch beim ehrwürdigen Oberrabbiner,, an dem auch der Väter des 'Bräutigams, R. Mosche Weiß,' und sein Onkel, der ehr# ־würdige Oberrabbiner R. Schöftel Weiß aus Simonyi,' teil# nahmen, fand vor der Synagoge unter starkem Andrang der jüdischen und, nichtjüdischen, Bevölkerung die‘Training statt, die Herr Öberrabbiner Jochanan Weiß vörnahm. An ■der Festmahlzeit im Restaurant Moskovits beteiligten sich•1 ■die Mitglieder des Gemeindevorstandes und die üusWär#'' tigen Gäste. Während der Mahlzeit hielten an gediegenen 'Thoraworten und tiefschürfendem Mussar reiche An־■ sprachen die Herren Oberrabbiner Jochanan Weiß, Öberrabbiner :Scheftel W ei ß, Jacob ז Joel Braun aus Bratislava, Oberrabbiner Simon H i r s c h 1 e r#Modra und in tiefer Rührung der Vater des Bräutigams und instal# lierten Rabbiners, R. Mosche Weiß, sowie namens der IBratislavaer Aguda*Jugend Ä. Z, Kohn. Nach dem Benschen begann der zweite Teil des Festes, die Amts־ einführungsfeier. Zu dieser erschienen die Gemeindemit# glieder ausnahmslos. Zunächst richtete Herr Öberrabbiner Joctiaüan W e i ß an den jungen Rabbiner eine überaus wärmte Begrüßungsansprache, auf die Herr Rabbiner! 'Oh, T. Weiß' in •bewegten Worten antwortete. Hierauf richtete Herr Salamon im .Namen der Jugend eine aus־ gezeichnete Ansprache an den Dajan bei Ueberreichung; eines Geschenkes und bat ihn, sich in besonderem. Maße , der!,Jugendpflege im’Geiste der Thora und des Jiras Schomajitn anzünehmen. ,Herr Rabbiner W e i ß dankte für die Begrüßungsworte und versicherte in einer schönen' T, x ׳,.. . ... . . Ansprache,־ daß er das SchwergewichLjiejfter Arbeit gerade auf die Heranbildung eitler in der. Tliora Und in G#ttes# furcht ־wurzelnden• jtthgen GeMgrätiön legen wolle; Hefr Gemeindepräses Schmied! überreicht^ Herrn Rabbiner;Weiß wertvolle Geschenkes TÖäS gleiche •tat : Mötf Li Fettmährt aus Bratislava riamens der Jeschnvä Bei weit überfülltem Saal hielt, sodann Herr Rabbiner ,H i i s c h 1 e r aus Bratislava eine, hinreißende; fülrtiinartte Rede, fes sprachen auch noch im Namen der Gemeinde und ihrer,Jugend die Herren SChmiedl u. a. Jetzt ent־ wickelte auch Herr Rabbiner : W e i ß in einer groß« angelegten, an tiefsinnige Thoraworte sich anlehnenden Rede, sein Programm. Die ganze Gesellschaft blieb noch lange in froher Stimmung beisammen. Für? den gesang# •liehen und unterhaltenden Teil1 sorgten in vorzüglicher VVeise die Herren Kantoren von sahy und Herr A. Z. Kohn aus Bratislava. An den Tagen der Schiwas Jeme Hamischteh und besonders an dem dazwischenliegenden Schabbos fand Herr Rabbiner Ch. J. Weiß reiche-Gelegen# heit, vor vielen Gästen den Geist seiner zukünftigen Amts־ tätigkeit bekanntzugeben. (Auch wir wünschen unserem geschätzten. Mitarbeiter Herrn Rabbiner Ch. J. Weiß Masol Tow und *DT צלח t Die Redaktion.) ״ . Abschiedsfeier in Bratislava. Am מוצ״ש בראשית ver־ artstaltete die Agudas#JisCoel# J ü gendgruppe in Bratislava zu Ehren ihres zum Dajan nach sahy ge־ wählten langjährigen verdienstvollen Präsds Herrn Rah# hiner Ch. J. Weiß eine Melaweli#d’malkoh, mit der zu־ gleich das übliche Abschiedsfest für die nach den ver# schiedenen Jeschiwotli in die Fremde ziehenden jungen Leute vereinigt wurde. Das Fest war durchwegs von dem erhabenen Gedanken des לימיל תוה״ק und. der Begeisterung für •sie erfüllt. Selbstverständlich fehlte .es auch an den Freuden edler Geselligkeit nicht. Ansprüchen hielten die Herren Rabbiner Ch. J. Weiß, Max Weiß und A. Z. Kohn u. a. : ־ } Rabbinerwahl in Levoca. Die orthodoxe Filial־ gemeinde in Levoca wählte Herrn Rabbiner Jung# reis z,. Sohn des Oberrabbiners von Filakovo, zu ihrem Oberrabbiner. Oberrabbinerwahl in Neded. Montag, den 1. Mar־ eheschwan fand in N c d e d die Wahl des Oberrabbiners statt. Der Wahl ging wochenlang eine intensive Agitation für die einzelnen Kandidaten voraus. Im ersten Wahlgang teilten sich die Stimmen auf die Herren Buxbaum aus Galanta und Abel es aus Sarluhy mit Stimmengleich־ heit. Da hiedurch ein zweiter Wahlgang notwendig wurde, einigten sich die‘ beiden Parteien auf einen dritten Kan« didaten, nämlich auf Rabbiner Moses Frey, Sohn des Herrn Oberrabbiners Meier Frey in Surany und derzeit Dajan der yuranyer Gemeinde. Dieser wurde dann auch einstimmig gewählt. (Wir gratulieren dem neugewählten Oberrabbiner und wünschen ihm צלח!ירכב! — Die Red.) Gastvortrag in Nitra. Der vorübergehend in Nitra weilende ehrw. Herr;Rabbiner Josef Eilen# b'erg aus Kossow hielt am 5. Oktober in der Agudas Jisroel-Jugendgruppe einen ausgezeichneten Vortrag über die Gegenwartsfragen des orthodoxen . Judentums. Der Redner beschäftigte sich. in seinen ^virkungsvollen Aus־ führungen besonders, mit der .'Aguda^ Jisroel und - dem segensreichen Einfluß ihrer Tätigkeit zur Stärkung der Orthodoxie in den jüdischen Genijieinden Polens. Der Vor־ ‘ ttäg wurde von dem zahlreichen‘. Publikum mit starkem Beifall aufgenommen. . ■ Gründung einer Aguda־Orts־ und Jugendgruppe in Brünn. Wie uns mitgeteilt wird,‘ ׳soll' riünmehr ׳auch' in Brünn eine Orts« und Jugendgruppe der Agudas J i s r o e 1 gegründet werden. Wer die Verhältnisse des Judentums in den historischen Ländern der tschecho« slowakischen Republik kennt, wird diese Gründung, die zümerstenmal' die Zusammenfassung aller •Kräfte erstrebt, die für das prinzipiertbewußte orthodoxe Judentum in der Hauptstadt Mährens in Betracht kommen, in ihrer vollen Bedeutung zu. würdigen . wissen. Die Gründungs« Versammlung findet am. 25. Oktober, 3 Uhr nachmittags, ■ im Speisehaus ״Dänemark״ (Koliste 77) statt. Sijumfeier; in Prag. Am מוצ״ש בראשית veranstaltete, der , Verein ״Tifereth Bachurint“ in Prag im kleinen Sitzungssaal der Chewra Kadischa eine schöne Sijumfeier , auf Traktat Brochoth, die sehr würdig verlief. Es sprachen die Herren Oberrabbinerstellvertreter Prof. Dr. A. D eutsch, Dajan : Rabbiner E pst e i n, Prof. Dr. S. H. .;Liebe n, Dr. Sal. Lieb e n, Präsident P erlmann und . , d׳er Vortragende des Vereines; Herr Religionslehrer Sjimmermann. . ’ ■; Sijjumfeier in Tacovo. Man berichtet uns aus י Tacovo: Unsere Chewra ״Machsike Thora“ veranstaltete; r ajm ersten Tage des Rosch Chodesch«Marcheschwan ein; Sij.umfest auf ׳ שבתDD. Djie Fe^tmahlzeit ׳ \yar von sämt*•, liehen Talmide, Chachonim der Gemeinde spwie zahl«; reichen anderen. Baalqbatim unter FüKijprig des Herrn Oberrabbiners Grünwald besucht. ,Das Schlußlernen trug Herr Rabbiner Chajim We i ß .vor; Den Sijum er# öffnete Herr Martin Groß mit einer Begrüßung der : erschienenen Gäste. Er machte zugleich die erfreuliche Mitteilung, daß sich Herr Oberrabbiner Grünwald bereit; erklärt •habe, die Leitung, bz\y. •das Modernen in der; Chewra Herrn B e r g’er und Frau —- in ״deren Haus dey; poch die Herren Oberrabbiner GriinwaFH^und Dajon Majer Weiß; Die S’udoh dauerte bis in ‘ den späten Abend hinein und verlief in sehr guter Stimmung. In seiner Schlußrede dankte Herr Martin Groß .namens der Chewra Herrn B e r. g e r und Frau — in deren Hause der Sijum. stattfänd •— für’die viele Mühe und .die Hingabe, mit der sie das wohlgelungene Fest veranstaltet haben,י Urn das Arrangement macnteia sich die Herren L e b o« witsch und Alexander Öesterreicher verdient.׳.; M. G. 3 Hausfrauenidole — 3 Weltschlager! I, Der ״motorlose” Kühlschrank! . Keine. Reparaturen, unerreicht billige Betriebskosten, : II, Pie DreisTellerÄBürste für ideale Bodenreinigung! Automatisches Waschen des Bodens mittels be*; sonderer ReinigungsflüssigHeit (daher kein Werfen I der Parketten!). י . III, Der Staubsauger, der die Welt erobert hätt . Ueber VA Millionen Apparate im Betrieb. Höchste Desinfektionswirkung durch spezielle Bakterien« filter. Der treueste Helfer im Kampfe gegen Krank# י heitskeime.!״f; Schützen Siel h r e und I hlf-fer Lieben Gesundheit!! Verlangen. Sie. unverbindliche Zusendung einer. 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Die Gemeinde hatte das Vergnügen, im Laufe des Sommers in ihrer Mitte sehr, ehrenwerte Gäste zu be# grüßen.' Die ehrw. Herren Oberrabbiner H.’Künis't« Ti c h e r aus Szeben und Rabbiner J. Welz aus Budapest weilten züm Besuch ihrer hiesigen Anverwandten, die zu den unermüdlichsten Vorkämpfern des hiesigen ortho־ doxen Lebens zählen. Ihr Aufenthalt trug, viel zur Förderung des jüdischen Geistes im Gemeindelehen bei. ’ Die'•׳ ehrwürdigen' Herren Rabbiner hielten begeisternde Proschos, ־die einen nachhaltigen Eindruck machten. Am Schabbos vor Rosch«Haschonoh weilte Ehrw. Herr Oberrabbiner Unsdorfer aus Luöenec hier. Seine schöne Mussar־ und Agodoh־Droschoh brachte allen Zu« 1hörern einen wahrhaftigen seelischen Genuß. Er ermahnte in zündenden Worten zu Frieden und Achdus, damit die friedliche Entwicklung der Gemeinde keinen Abbruch : erleide. Seine Worte riefen tiefen Eindruck hervor. Als’ ein erfreuliches Ergebnis der ehrwürdigen Be« suche darf auch die Gründung eines orthodoxen Jugend־ Vereins verzeichnet werden. Zur Gründungsversamrhlung ,erschienen der Vorstand der Gemeinde und zahlreiche ׳Bale-Batim. Der Präses Herr E.’ Weiß׳ eröffnete die 'Versammlung und beglückwünschte die Jugend zu ihrem für die Entwicklung der־ Gemeinde bedeutungsvollen Unternehmen. Hierauf übertrug Herr Gemeindepräses das 'Wort Herrn Bezalel Deutsch, der das Programm des zu •gründenden Vereins in überaus begeisternden Worten?entfaltete; Nebs't'ljLer zu leistender.t^E)*'Arbeit im Rahmen des Vereins sefbi^ solLdie Jugend zur Arbeit für das. Ge־ meinwohl angei?aiteh werden, damit sie nicht von der Blützirkulation des jüdischen Völkskörpers für die Däner :ausgeschaltet bleibe. Die mit großem Beifall aufgenom« imenen Worte brachten den erwünsclien Erfolg; die!Jugend sprach einmütig voller Begeisterung die Gründung des Vereins aus. Hierauf schritt man zur YorstandswahV!die folgendes :Resultat, erg^bi’ H.' Ickovits, Präses; H. Greschler sen.,' Vizepräses; H. Wollner, Kassier;' H. Großherger# TControllor; " H. Karmiol, Sekretär; ■ H, Grjeschler jun., Ausschuß. Hierauf ergriff unter• all* gemeiner Spannung der bewährte Vö’rkätripfer der Agtidä־ Idee, Herr Pinchos Stark, das Wort. In der Geistes- 'richtung steht der Verein der Agudas Jisroel nahe und ist die ganz berechtigte Hoffnung vorhanden, daß auch der offizielle Anschluß in der allerriächseri Zeit erfolgen wird. : : , Ch. Tr. Bei Darmträgheit, Leber# und Gallenleiden, Fett# sucht und Gicht, Magen« und! Darmkatarrh, Geschwülsten der Dickdarmwand, Erkrankungen ־.des Enddarmes be* seitigt das natürliche ״Franz*JosePVBitterwasser Stauungen in den Unterleibsorganen rasch und׳ schmerzfrei. Lang* jährige Krankerihauserfahrüngen ’tehrert, daß der׳׳Geb?Ä11ghy des Franz* Josef *Wassers die DarnWerachtung vorzüglich regelt.' 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