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Jüdische Presse · 1931-10-16 · 40 (16.10.1931) · page 4

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Journal
Jüdische Presse
Volume
17 (1931)
Issue
40 (16.10.1931)
Date
1931-10-16
Page
– (sequence 4)
Language
German
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Nr, 40 ■■■mim ß i mumm 1d n ist sadte m un. lizoiiM ■■■* Residenz-Ate liier für moderne PhOtOgPI inhiß Wim, L Fleischmarkt 1, Tel. R-29-2-8II 1JIIII1J Aufnahmen Üblich ton 9 bis 6 Uhr, an Sonntagen toft 9 bii 6 üb» gebührende' Anerkennung zu zollen, bot sich weiteren Kreisen bisher keine Gelegenheit. Herr Filip Mayer leitete die Feier mit einer tiefempfundenen Ansprache ein, in der er dem Brautpaar die guten Wünsche der Ver־ einsleitung und aller Anwesenden verdolmetschte. Hier־ auf, sprach Herr Rabbiner David W e s s e 1 y im Anschluß ר13*י תיירה niit Begeisterung und Rührung von den Lei־ stuügen und persönlichen Eigenschaften der Braut. Herr Rabbiner Moses Go Idstein hob in seiner gelungenen Rede hervor, daß Fräulein Benedikt in dem bekannten Philanthropenehepaar Oedön D. S t e i n e r in Dun. Streda und in ihrem Hause in bezug auf edle Werke die schönsten Vorbilder besaß. Ihm schloß sich Herr Rab־ biner Sal. Unsdorfer mit herzlichen Wünschen an, die allen Anwesenden aus dem Herzen gesprochen waren. Möge das Brautpaar die Erfüllung dieser Wünsche ein langes Leben hindurch in Freude und Glück genießen! Rosch-Besdin#Waht in Stfopfeow, Aus Stropkow wird uns berichtet: Mittwoch, den 12. Tischri, wurde hier die seit einiger Zeit vakante Stelle des ראש 3״ך mit Herrn Oberrabbiner David Halb er stamm aus Dobra, dem Sohn des hiesigen Qberrabbiners, besetzt. Beim Wahlakt entfielen auf ihn 1/0 gegen 11 Stimmen. Der Gewählte erfreut sich allgemeiner Beliebtheit. Unmittelbar nach dem Bekanntwerden des Wahlergebnisses begab sich die ganze Gemeinde in freudiger Stimmung in das Haus des ehrw. Oberrabbiners, wo sogleich die Amtseinführung des neugewählten Roschbesdin vorgenommen wurde. In seiner beifällig aufgenommenen Antrittsrede gab er seiner Hoffnung Ausdruck, daß es ihm gelingen werde, für הרמת קרן התורה 1>»״ חזרה הרת Ersprießliches zu leisten. Sein Augenmerk wolle er hauptsächlich' der Jugend zu־ wenden, die schon lange der besonderen umsichtigen Pflege bedarf. Daran schloß sich ein Bankett an, bei welchem gute דברי תורה gesprochen und fröhliche Gesänge vorgetragen wurden. H. T. Bücher. Dr. Adollf Jellinek. Sein Leben und Schaffen. Zu־ gleich ein Beitrag zur Geschichte der israelitischen, Kultus־ gemeinde Wien in der zweiten Hälfte des neunzehnten Jahrhunderts. Von Rabbiner Dr. M. Rosenmann. Wien, 1931. Josef־Schlesinger־Verlag. Es ist eine hochbedeutsame Publikation aus der Feder des rühmlichst bekannten Autors. Aus der Fülle der interessanten Details wollen wir nur eines hervor# heben. Oberrabbiner Dr. Armin Flesch in Mohacs berichtet über eine Begegnung mit dem alternden Jellinek: ״Es war im Jahre 1892, im Sommer. Ich kam aus einem Kurorte und nahm direkt Gelegenheit, einen Tag in Wien zuzu# bringen, um Jellinek sehen zu können. Man sagte mir,'er sei in der Buchhandlung Schlesinger zu sprechen. Ich wartete dort und es erschien der Mann, den ich nach seiner Photographie gut kannte: Glattes Gesicht, langes Haar, Mantel und Spazierstock. Ich in meiner Begeisterung — damals noch ein junger Rabbiner י— stellte mich ihm vor und schrie ihm ins Ohr mit meiner sonoren Stimme, nicht beachtend, daß sein SpazierstöckChen ein Hörrohr bildete. Er schrak zurück und packte mich beim Arme: ״Sie, junger Kollege, wenn Sie schreien wollen, schreien Sie zu Hause mit Ihrer Kehillo! Sie meinen auch, Jellinek ist taub; nein, die Wiener Gemeinde ist es. Ich predige seit 30 Jahren tauben Ohren!“ Diese vom Autor in einer Fußnote auf Seite 180 seines Buches mitgeteilte Episode ist in mehrfacher Hin# sicht charakteristisch. Sie kennzeichnet Jellinek auch im Alter als den schlagfertigen, geistsprühenden Gelehrten, sie kennzeichnet aber auch seine Stellung. Jellinek wollte zwar selbst gleich seinem Vorgänger Mannheimer nur als Prediger gelten und lehnte prinzipiell die Bezeichnung als Rabbiner ab. Aber er sah mit seinem scharfen Verstand nur zu gut, daß sein bloßes ״Predigen“, die ■bloße Beein# flussung durch Worte, ohne die entsprechende Werturn der Tat und des Beispiels fruchtlos bleiben müsse. war sicherlich nur ein Abgehen von fehlgeschlagenei Experimenten und Zurückgreifen auf altbewährte Tradi# tionen, daß Dr. M. Güdemann״ dessen Anfänge in Wien Rosenmann ebenfalls behandelt, und der noch zu Jellineks Lebzeiten ihm zur Seite gestellt worden .war, den Titel eines Oberrabbiners annahm. Unbewußt gab sich darin ein Erstarken der gesetzestreuen Elemente Wien kund, die unter Leitung der Schiffschul bereits feste Gestalt ge# wonnen hatten. Wenn auch Güdemann selbst einmal er# klärte, er sei den Reformfreunden in Wien zu fromm, den Orthodoxen aber zu wenig fromm, ist es ja doch Tat# sache, daß die Orthodoxie an ihm gewollt oder ungewollt einen Bundesgenossen besessen hatte. Doch solche Erinnerungen laufen nur so nebenbei unter während der Lektüre von Rosenmanns neuem, auf mit ungeheurem Fleiß und großer Sachkenntnis zusammen# getragenem Material beruhenden Buche über Jellinek, Man weiß nicht, was man an diesem Buche mehr rühmen soll, sicher ist es aber nicht zuletzt seine schöne Aus# stattung. Rosenmänns Buch reiht sich äußerlich und inner# lieh würdig an sein früheres, bereits 1922 erschienenes Werk über Isak Noa. Mannheimer, und ebenso wie dieses wird es jedem, der sich auf Grund eingehender Forschun# gen über die innere Geschichte der Wiener Judengemeinde im 19, Jahrhundert orientieren will, einen, brauchbaren Leitfaden bieten. Und pls ein solpher Leitfaden sei es, da es sich da um. ein Gebiet handelt, das eigentlich alle jüdischen Zeitgenossen interessieren, sollte, allen empfohlen,; __ * Volkswirtschaft. Verband der Versandgeschäfte und .des Versandhandels in der Tschechoslowakei. Zwecks wirtschaftlichen Zusammenschlusses und Vertretung*!'der . Stahdesihteressen der Versandgeschäfte fand kürzlich in Brünn die Gründung eines Verbandes der Versandgeschäfte und des Versandhandels für die Tschechoslowakei statt. Mitglieder dieser Standesvereini# gyng•' können 'Versandgeschäfte, Technische#Neuheiten# Vertriebsfirmen, Handelskaufleute und Vertreter werden, ,dig ihren Sitz in der Tschechoslowakei haben. Nähere Auskünfte erteilt die Hauptleitung des Verbandes der Versandgeschäfte und des Versandhandels in der Tschechoslowakei, Brünn, XV., Pbdebradöva 447. Nur Gutes Hat Bestand! Seit 30 Jahren wird CIRINE-HARIWACHS flüssig, in fast allen Haushaltungen mit Erfolg zur Pflege von Linoleum, Parkett, Xylolith usw. verwendet und ist tnfoiee der stets gleicn* bleibenden Güte ein Vertrauensartrkel aller, selbst der verwöhn* testen Hausfrauen geworden. 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Stupava bei ßtatisiava, und Frau Hulda Weissler» Nikolai bei Kattowitz מרשה בראשית חרצ״ב ברגשי גיל וחדוה־אני מביעים ברבתנו החמה ונלבכה במז״ט לכבוד ירי״ג הם מורם ב1עם מומ׳ חו״ב זי״ר עטרת חפאית הבחורים חוטר מגזע תרשישים כמו״ה פנחס יצחק אייזיק אדלער ג"־ מ יקיר לכ״ק אדמו״ר הגה״צ אב״ר האגשאוויטץ לרגלי ארושיו את בת הגה״צ אכד״ק פוטנאק יה״ר שהקשר יחי׳ קשר של קיימא ויזכה לבנות כיח נאמן ויעלה על במחי הצלחה כאונונ״י __ מנהלי הישה״ר האנשאיויטץ הננו מברכים בברכת מזיט מקירות הלב את הנכאים הקודמים של חברתנו היה הם המ׳ מר אברהם. יונגרייז נ׳/י בן להה״ג רב דק״ק נאדאודוואר ואת הם המוט׳ בתרי חי״ב מר מרדכי נ״י מ להה״ג אברהם שטערן דיין דסה״י נ׳ זאמקי לרגלי התארשותם. בשם חברת מגירות דישיבה הרמה פרעשבורג: הגבאים: מתחי׳ דייכענבערגער, שמואל שי״ק. ישוע ועליג ווייס Heirat Verläßliche, alleinstehende F1׳au wird zur selbstständigen!Führung eines jüdischen Haushaltes gesucht. Dauerposten. Zuschriften an S a 1 o m o n ■B 1 a ß b e r ■g e r, B 1־ ii n n, Glacis 87. 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Cheschwan 5692 Freitag,, den 5. Cheschwan Minchah 5,05, ש״ק פ׳ נח Morgen-- gebet 6,45 und 9.30 Uhr, Minchah 3,30 Uhr, 5,55 ס״ש״קUhr:: An Wochentagen Morgengebet 6.15 Uhr, Minchah 5.15 Uhr״‘ Eigentümer, Herausgeber, Verleger und verantwortlicher Redakteur; Dr. Joel Pollak, Wien, II., Leopoldsgasse 26.-״״ Für die Tschechoslowakei Jacob-Joel Braun, Bratislava. '..*׳ Druck: Druckerei* und Verlags*A.*G. Tg, Steinmann, Wien, IX״ Universitätsstraße 6*8, 994552449987

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