Jüdische Presse
- Journal
- Jüdische Presse
- Volume
- 17 (1931)
- Issue
- 38 (25.9.1931)
- Date
- 1931-09-25
- Page
- – (sequence 3)
- Language
- German
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!¥*, 38 , - אל תי^לרו töi . Hat der Chassam Sofer צ "ל? die Mendels* t: söhnschen Schriften verpönt? Eine in der Rösch«Haschonoh־Nummer der ״Leip- :zig.er Jüdischen Wochenschau" veröffentlichte Be« .sprechung des . von der Agudas JisroeLjugendgruppe in Preßbiirg herausgegebenen Werkcheris ״Minhoge; Bai Htachassam Sofer" gibt Anlaß zu einigen Bemerkungen: In der erwähnten Besprechung finden Wir näm־ ilich nachstehenden Passus: ״Anhangsweise wird in dieser Broschüre noch j. einmal das Testament des Chassam Sofer abgedruckt, ."י ohne jeden Kommentar und ohne. Erwähnung der . Zweifel, die gegen seinen Wortlaut laut wurden. Das ist bedauerlich. Denn seit Jahren wird die Lesart — uwssifre remad al tischlechu jad — angezweifelt, d. h. f •die Stelle, nach welcher der Chassam Sofer seinen Kinclcrn die Lektüre der Schriften von’ M.ases Mendels־ sohn verboten habe (Mendelssohn heißt in der hebräi־ sehen Literatur gern Rabbi Moscheh midessau, daraus entsteht die Abkürzung Remad). Es soll nach einer Angabe des vor etwa zwei Jahren in ITamburg verstörbenen Dajan R. Josef Kohn, der früher Dozent an der Preßburger Jeschiwah war, in dem Testament an erster Stelle kein Resch, sondern ein Ches gestanden haben, so daß das Wort ChemeckLust zu lesen wäre, und der Sinn wäre dann, daß der Chassam Sofer seinen Kin־ dern das Lesen frivoler Romane untersagt habe. (Vgl. ׳ Ph. Fischer, In seinen Spuren, S. 21, 1.) Hiezu wäre folgendes zu bemerken: 1. Der ver- •^öffentllchte Wortlaut des Testaments ist genau nach der ,■,Originalhandschrift abgedruckt. Dort hat ursprünglich :ganz bestimmt kein Ches, sondern ein , Resch gestanden. Fälscherhände haben •sich allerdings mit dem Manuskript .zu schaffen gemacht. Dies läßt sich daraus, beweisen, daß «der Chassam Sofer das Ches aus zwei, oben spitz zu« sammenlaufenden schrägen Strichen, ungefähr einem um« ■gekehrten ״V" ähnlich, bildet, wovon sich jedermann «durch Einblick in die zahlreichen nachgelassenen Hand« Schriften überzeugen kann. (Siehe auch die photogra« -phierten Briefe im ״Igroth Sophrim".) Demgegenüber •erscheint das ominöse Ches an dieser Stelle der Hand־ ״schrift aus einem Resch und einem darangehefteten senk« rechten Strich gebildet. 2. Daß dieser Strich von Fälscherband stammt, geht auch daraus hervor, daß er mit ״anderer .Tinte geschrieben ist. 3. Bei dem Worte רמ״ד ״in der Handschrift muß es sich unbedingt um eine Ab־ kürzung handeln, da die einzelnen Buchstaben dieses ’Wortes das übliche Abkürzungszeichen aufweisen. « .4. Wäre die Lesart nicht ״Remad“, sondern ״Chemed“, so könnte der Reim nicht stimmen: ״Uwesifre remad, al “•tischlechu jad, olme ad os raglechem 10 jimad." Und r, , •4r 5. noch etwas Merkwürdiges: Die Hand, die aus dem :Resch ein Ches gemacht hat, muß vor Aufregung ge« zittert haben,׳ da der kleine Strich «von a-bis 3 •mm; Höhe: in der Mitte gebrochen erscheint, wie viele ein hebräi« sches Sajin schreiben. Vielleicht sind diese Ausführungen geeignet, die Zweifel endgültig zu zerstreuen. G.' Löw. m HfiCflfticHTEfl US)] Antisemitische Ausschreitungen. In Berlin. Am zweiten Rosch Haschanah«Abend fanden in!Berlin schwere nationalsozialistische Ausschreitungen statt,!die teilweise' pogromartigen Charakter annahmen. In Riga. Während größere Massen orthodoxer Juden Rigas :am Dünafluß zum Taschlichgebet versammelt waren, kam >es zu einem schweren Zusammenstoß mit antisemitischen Huligans. ': N ,, Im Reich. * Auch in Elbing, Königsberg und Lyck'fanden in >:den letzten Tagen antisemitische Ausschreitungen statt!;und in Neumägen an der Mosel׳ wurde der jüdische Fried« hof geschändet. Es ist. dies die 105. Friedhofsschändung. - Hamburger Bürgerschaftswahlen am zweiten Sukkoth-Tag. Die diesjährigen Hamburger .Bürgerschaftswahlen «sind vom Senat auf den 27. September, den zweiten Tag des Laubhüttenfestes, angesetzt worden. Es werden so schätzungsweise dreitausend jüdische Wähler, die aus ״religiösen Gründen an ׳diesem Tage nicht schreiben, der «Urne fernbleiben müssen. Synagogenoinweihuiig in Fimne.! Am ersten Tag Slichos fand hier die Einweihung des ersten von der Israelitischen Orthodoxen Vereinigung ׳?gebauten Bethauses' statt. Das nach dem Entwurf des .:Architekten Angyal in modernem Stil‘ errichtete Gebäude ^enthält' nebst dem Bethaus, welches 120 Männer« und :80 Frauensitze faßt*; eine Mikwoh,. einen Sitzungssaal und veine Dienstwohnung; 'יי ■ Es bedurfte der ganzen Opferwilligkeit1 aller Mit« •glieder der Vereinigung und der Förderung der städtischen Behörden, in einer Zeit der schwersten Wirtschaftslage, dieses Werk mit G«ttes Hilfe zum Erfolg zu führen. Am Nachmittag desselben Tages wurden die Sifre;Thora feierlich von dem alten Bethaus in das neue ge« tragen. Hierauf hielt Rabbiner Wachsberger, als Rabbinats« Verweser, die Festrede und erwähnte der unermüdlichen Arbeit des Regiefungskommissärs Berger sowie der Initiative des früheren Präsidenten. Albert Engelsrath. Ansonsten hatten sich .besonders an dem heiligen Werk «die Herren Grauenfels und Einhorn beteiligt. Am Abend vereinigte ein Bankett ’ im Restaurant Stern die Gemeinde« *nitglieder, wobei schöne Diwre Thora gesprochen wurden, Für die Talmud Thora wurde eine neue, bewährte Kraft gewonnen und besteht so die berechtigte Hoffnung, daß in der Kehilioh eine junge; vom Thorageist erfüllte Ge« neration heränwäohst. .. Für den Einkauf von Möbeln empfehlen wir bestens das bekannte Möbelhaus M, Redler, Wien L, Wipplinger« straße 35 Mezz. (gegenüber der Börse), dessen Inhaber. ״W nullst ,#nd bei Berufung auf die'״Jüdische Presse’* .5 Prözeht'Rabatt gewährt, is־ suemjä 131C/1* Lebenskttnstler s ״Ein kleines Quantum täglicher Freude braucht der bescheidenste Mensch. Eine harmlose Freude, die tu Schaffenslust anregt und ein behagliches Gefühl des öenießens auslöst) ist der Genuß echten Bohnenkafees, Aber ein guter Kaffee muß es sein, und . . . deshalb kaufe Ich MEINL-KAFFEE“ Gesprengte Wahlversammlung. Die, auf מוצ״ש שיבה in den Turnsaal der orth. Volks« schule einberufene Wählerversammlung der sabbathalten« den Juden von Bratislava, in der vom Standpunkte der Sonntagsruhe«Angelegenheit zu den Stadtratswahlen Stel« lung genommen werden sollte, wurde polizeilich aufgelöst. Eine Gruppe von etwa 30 Zionisten mit den Rechts« anwälten Dr. F1 e i s c h h a c k e r und Dr. Beer an der Spitze erschien nämlich im Saal in der offensichtlichen Absicht, jede freie Meinungsäußerung der orthodoxen Juden in ihrer eigenen Versammlung mit Gewalt zu ver« hindern. Ungestört passieren ließen sie bloß die kurze Eröffnungsrede des Versammlungsleiters, Herrn Isidor Engel. Als sie aber sahen, daß auch dieser — bei aller Gebundenheit seiner Aeußerüngen —־ ausdrücklich im betonten Gegensatz zu den vor an ge« gangenen Wahlen weder im Namen der Ge« meindeleitung, der er angehört; noch als Vorsitzender des von ihm vor einigen Monaten in׳ Anlehnung an die ״Jüdische Partei“ gegründeten Lmräesyerbandes der sabbathaltenden Kaufleute den sabbathaltenden Juden die Stimmenabgabe auf die Liste der ״Jüdischen Partei“ zu empfehlen in der Lage war und daraus schließen durften, daß die folgenden Reden, je sachlicher sie ge« wesen wären, für sie nur umso׳ niederschmetternder sein mußten, so wollten sie durch laute Rufe schön den ersten offiziellen Referenten am Sprechen hindern. Der aufsicht« übende Polizeikommissär griff ׳ darauf den Lärmszenen vor und löste kürzethand die Versammlung auf. In einer zweiten am selben Abend von den jüdischen Nationalisten im Redoutensaal äbgehaltenen Versammlung kam. es zu scharfen Auseinandersetzungen zwischen den Zionisten unter sich, wobei esä nach der gewaltsam ge« störten orthodoxen Versammlung an wuchtigen Zwischen« rufen auch von seiten der orthodoxen Jugend nicht man« *.gelte’.' Am bösesten erging es: dabbi dem hervorragendsten und zweifellos befähigtesten Führer der Partei, nämlich dem Abgeordneten Dr. 'Reisä selber, den die empörte Zuhörerschaft in seiner eigenen Parteiversammlung nicht zu Worte kommen lassen wollte. Bei Magen«, Darm«!und Stoiffwechselleideh führt der Gebrauch des natürlichen . ״Franz«Josef“«Bitterwassers die :Verdauurigsorgane zu regelmäßiger. Tätigkeit zurück und erleichtert so, daß die Nährstoffe ins Blut gelangen. Aerzt« liehe Fachurteile heben hervor,ג daß sich das FranzsJosef« Wasser hei Leuten, die zu wenig Bewegung haben, be« sonders nützlich erweist, In Apotheken, Drogerien und Mineralwasserhandlungen erhältlich. ... Warnung vor ״Wahltricks“. * Aus• den Kreisen der ״Partei der orth 0־d o x e n. J u d eb*‘ werden wir um Veröffentlichung der folgenden Warnung ge« beten.; .׳'׳ Da die Kommunalwahlen am .2. Tag des Sukkoth« festes stattfinden und es an-den beiden letzten Tagen vom Religionsgesetze verboten ist, neue Zirkulare und Flugblätter drucken zu lassen, erscheint es auf Grund der bisherigen Erfahrungen dringend notwendig, die jüdische Wählerschaft vor jeder Irreführung zu warnen. Die Stellungnahme der religiösen Wählerschaft ist end« gültig festgelegt. Man lasse sich Von keinem der bei den Zionisten so beliebten ״Wahltrioks“ unter keinen Umständen dazu‘verleiten, seine Stimme, auf die Liste der;,Jüdischen• Partei“ abzugeben.. Daran wird nichts mehr geändert werden,, was immer im letzten Augenblick verbreitet werden sollte. In Bratislava stimmen die Juden, die nicht ip. einer anderen allgemeinen politischen Partei fest organisiert sind und denen die Heiligung des Sabbat und die ]Rettung der sabbathalten« den Juden vor wirtschaftlichem Verfall am Herzen liegt, auf Liste Nummer 3. Einzig in Güte, bequem im Gebrauch , Ist nur ״Cirine“, verwenden Sie ’s auch! Siehe Inserat;״ gV: >?, Pensionierung eines Rabbiners. Der in hohem Ansehen stehende greise Hör 1• Oberrabbiner Mendel Tanneiubaum.ia T u ׳r n a hat mit Rücksicht auf die ׳körperlichen Beschwerden des Alters bei der 1Gemeinde um...die Enthebung׳ vom Amte nach,gesucht. Diese ist ihm auch bewilligt r worden. In Anerkennung seiner Verdienste bestimmte die Gemeinde seinen Sohn ׳zum Nachfolger. ' ־) V S. B. Tempeleinweihung in St; Lubovna, Die neuerbaute Synagoge in S t, Lubovna wurde nunmehr ,feierlich glllllllllllllllll'llllllllllllllllllllilllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllll Einzige jüdische | für Weißnähen und Kleidermachen | 1 mit Öffentllohkoltareoitt | | Wien, II., Malzgas«« 7» Dr, KrUger*Heim | 1 Staatsgut!«© Zewgiüsse QebUUunciwecbt |f g Samstag geschlossen ׳׳"־ •.* § 11111^ eingöweihL Bei dem $*este wafön atinerdenGertidittde* mit|Iiedern utfd den Deputationen dör umlieföttdii' jüdischen Gemeinden auch die Vertreter der BeTiöMd^*״ und die Geistlichen der anderen iKottfeftSidnett arttvö^end» j Herr Oberrabbiner F r i e d m a n״h hielt eine ifth&ftlitiL und rednerisch ausgezeichnete!Festrede. Der Gemeinde* präse« dankte in einer Ansprache den Gästen für ihr Erscheinen. Auch bei dem darauf :folgenden 'Bankett wurden .schöne rischreden gehalten. # ׳ S. B. Gastvörtrag in Nitfä. Aus Nitra berichtet man unsi Herr Rabbiner '•Gh. M e i s 1 i k, der seit einem Jahre hief als סירח ה(יאה tätig ist, hielt letzten שיש auf Einladung der Agudas*Jisroet«Jugehdgruppe in ihren Vereittsräümen eine gutdurchdachte ירשה. Die vom Herzen kommenden begeisterten *־)D1D1 ריח fanden ungeteilten Beifall und hinterließen einen tiefen Eindruck auf die Zuhörer, die den Redner zu seinem Erfolg beglückwünschten. Vereinsfest in Snla n. V. Anläßlich der erstjiihrigen Tätigkeit des Vereins ״Scliomre Thora“ in äala n. V. wurde am letzten ■;,שבח;.שובר v eine schone S’udo schel• )Mizwoli veranstaltet, an der alle Mitglieder und zahlreiche Gäste tcilnahmen. Als erster ergriff der Vereinsprüses Herr Salomon Feldinar das Wort, lim m einer eineinhalbstündigen glänzenden Rede die Be* deutung der CHewra und ihrer Tätigkeit zu schildern. Im besonderen dankte er dem Gründer und Vizepräses Herr«. Alois Gansl für seine;rührige Arbeit.« Dieser erwiderte in einer •kurzen Ansprache und sprach das Hauptverdienst um den Verein Herrn Präses Feld mar zu. Auch die Herren M.!Donath, A. ׳Roth, 1D. Raab, . H. N. S e.11 w a r t z, S. Reiche n t h a 1 und S. Weiß sprachen eindrucksvoll :Diwre Thora. A. S. Das neue holländische Sonntagsgesetz. In Kürze tritt in Holland ein neues Gesetz in Kraft, djis die Sonntagsruhe für Ladengeschäfte regelt. Auch dieses Gesetz enthält, der holländischen Tradition getreu, Ausnahmebestimmungen für die• sabbathaltenden Kaufleute. Ladeninhaber, die am Sabbat schließen, dürfen am Sonntag bis 2 Uhr ihre Laden offenhalten. Geschäfte; in denen Brot, Zuoker, Gebäcik und Schokolade verkauft wird, dürfen den ganzen Sonntag offengehalten; werden: Ein jüdischer Kaufmann, dermehrere Läden besitzt, muß jedoch alle Laden gleich behandeln, also-entweder alle Laden am Sonntag oder am Sabbat schließen. Dagegen ist es ihm nicht gestattet, den einen Laden am Sabbat und den anderen am Sonntag offenzuhalten. Ein be« sonderer Paragraph des neuen Gesetzes bestimmt,, daß in Gemeinden mit vorwiegend jüdischer Bevölkerung eine spezielle Verordnung erlassen, werden kann. Es bedarf besonderer Hervorhebung, daß nicht nui; die Gesetzgebung, sondern auch die Verwaltung sich bis« her stets dem Schomre Schabbos gegenüber äußerst, loyal ,verhalten hat. So gestattet zum Beispiel das Arbeits« ministerium in der Regel, daß auch Nichtjuden, die in am Sabbat geschlossenen Geschäften tätig Sind, am Sonntag eine bestimmte Zahl von •Stunden arbeiten, wenn sie Freitag mittags ihre Arbeit einstellen. Das ist freilich ge« setzlich nicht festgelegt, aber das Arbeitsministerium gibt in der Regel die bezügliche Dispensation. ,״'f‘ Anfangs dieses Jahres wurde auch eine neue Ord« nung für Reichsbeamte erlassen, ,die bestimmt, daß für Be« »amte, die Mitglieder einer Religionsgemeinschaft sind, die die Feier des Sabbats gebietet, das gleiche, was bezüg« lieh des Sonntags angeordnet ist, für den ,Sabbat zu gelten hat, vorausgesetzt, . daß der betreffende; ■Beamte ein entsprechendes Gesuch an die Vorgesetzte,Behörde gerichtet hat und daß die Interessen des Dienste^, oder die Interessen der anderen!• Beamten nicht beeinträchtigt werden. '־ . ■ , Amtliche Verlautbarungen der ' israelitischen Kultusgemeinde Wien Predigten in den israelitischen Gemeinde- und Bezirkssynagogen Am J. und 2. Tage des kommenden Laubhütten־ festes werden in naehibenannten Gemeinde- und Bezirkssynagogen beim Hauptgottesdienste Predigten ahgehalten, und zwar: Samstag, den 2 6. Septemher 1931 (1. Festtag): V., Siebenhrunhengasse la Rabbiner ,Dr. M. G. Mehrer); VI.,;, Schmalzhofgasse .3 Rabbiner Dr. J. Drobinsky); XIII., Eitelberggasse:22 ׳ (Rabbiner ,Dr. M. Lewin); WVT.,' Huber׳gas£e 8 (Rabbiner Dr., J.. M. Bach); XXI., Holzmeistergasse 12!(Rabbiner Dr. M. Rosenmann). Sonntag, den 2 7 September 193 1 (2. Festtag): I., Seitenstettengasse 4 (Rab5• biner Dr. D. Feuchtwang); II., Pazmanitengasse 6 (Rabbiner Dr. Z. Taubes); VIII., Neudeggergasse 12 (Rabbiner, Dr. M. Bauer); X., Humboldtgasse, 27 (Rabbiner Dr. A. Weiner); XV., Turnergasse 22 (Rabbiner Dr. I. Taglieht); XX., Kluckygasse 11 (Rabbiner Dr. B. Murmelstein). Am Vorabende des 1. Festtages, F r e i t a g, d e n 2 5. September 1931 (Beginn 5־ Uhr 45• Minuten nachmittags), IX., Mullnergas&e 21, Rabbiner Dr, A. Z. Schwarz. Chorelevenkurs der Israelitischen Kultusgemeinde Wien . Zwecks Heranbildung eines geeigneten Nach« Wuchses an Chorsängern, für die Gemeinde« und Vereinstempel wird von der Israel, Kultusgemeinde Wien die Errichtung eines Chorelevenkurses beabsichtigt. Aufnahme in den Kurs finden solche stimmbegabte und, musikalische Bewerber, welche das 30. Lebensjahr nicht überschritten haben und des Hebräischlesens kun« dig sind. Die Aufnahme in den Kurs wird von . dem Er« folge einer kommissione 11 en Prüfung abhängig gemacht. Der Unterricht soll z w e imal.wqc he nt li c h in den Abendstunden stattfinden, so daß durch ,die Teil« nähme an demselben eine' etwaige Berufstätigkeit nicht behindert wird. Gegenstand des Unterrichtes, bildet: Liturgie, Blattsingen und synagogaler Gesang. Zur prak« tischen Einübung werden die entsprechend .vqrgebildeten Kursfrequentanten im Rahmen des Öffentlichen Gottes« dienstes herangezogen. Jenen Frequentanten, welche ge« eignet erkannt werden, an diesen praktischen Uebnngen teilzunehmen, wird ein monatliches Stipendium gewährt, Die Dauer des Kurses ist mit einein Jahr ׳ in Aussicht ge« nommen. Absolventen des Kurses werden bei Zutreffen aller sonstigen Voraussetzungen-gelegentlich: ®e* setzung von Chorsängerstellen in den Gemeindetempeln der IsraeL Kultusgemeinde Wien tunlichst in erster Linie berücksichtigt, doch wird den Absolventen ein Rechts* anspruch auf eine Anstellung nicht erwachsen, *׳ Geeignete Aufnahmswerber wollen sich e^e* s t e n s zwischen 10 und 12 Vhv vormittags;־ rin : d'et Ämtsdirektion de? uJ(g3?reV < ■ mein de Wien, L, Seitenstettengasse 4 IE. Stock; ' melden.! י ־ ' 994552447977