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Jüdische Presse · 1931-09-18 · 37 (18.9.1931) · page 3

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Journal
Jüdische Presse
Volume
17 (1931)
Issue
37 (18.9.1931)
Date
1931-09-18
Page
– (sequence 3)
Language
German
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Mit ihm wurde ein Leben ausgclöscht, das, ■ obgleich es erst iin ׳Entfalten begriffen war, schon solch deutliche Konturen jüdischer Prägung zeigte, daß man ohne Ücbertrei'biing von einem sclnveren Verlust des ganzen Judentums sprechen darf. Tiefe Frömmigkeit, aufrichtiges Streben nach wahrer Thorakenntnis, bewußt gepfjgte edle Gemütswerte, Redlichkeit in Handel und Wandel, .stille bescheidene Lebensart bei grundsätzlich strengjüdischer Lebensanschauung, liebevolle, freundliche Verkehrsformen, vorfeinertes Gemeinschaftsgefühl und inniger Wohltätigkeitissinn sind Tugenden, die man in unseren an Irrungen und Wirrungen so .reichen Tagen nur selten in einem jungen Juden, beisammen findet. Nimmt man noch die großzügige geschäftliche Tüchtigkeit und den nüchternen Sinn für die realen Notwendigkeiten kaufmännischer Fortentwicklung hinzu, durch die er sich auszeichnete, so; wird man die unsägliche Trauer der Eltern und Verwandten mitfühlen müssen, in die sie der n 11 erforsch liehe Wille des Schöpfers versetzt hat. Am zweiten Roschhasehonoiuiclimittag bewegte sich eine ■etwa zweitausendköpfige הלוו׳ den בית החיים־ zu, um ihm die letzte Ehre zu erweisen. Dip Teilnahme der gesamten Bratislavaer Judenschaft wandte sich den sehmerzgebeugten Eltern und Geischwistern zu, die ein teures Leben, mitten im Aufblühen geknickt, ins Grab senken ließen. Möge ihnen .השי״תד ■in diesen Tagen des großen Erbarmens mit allen Leidenden Trost .gewähren in dem Gedanken, daß das Andenken des Heimgegangenen ein Segen bleiben wird. R. Jizcliok Jakob Farkas ‘ז״צי־. Das vergangene Jahr hat noch' in der letzten Stunde eine reine Seele mit sich in die Ewigkeit genommen, die hier auf Erden nur Gutes, Schönes und Jüdisches gewirkt hat. R. Jizchok Jakob Farkas "ז״צ׳ל war ein Jude im besten Sinne des Wortes, der die Achtung und Wertschätzung sehr weiter Kreise der Preßburger Gemeinde mit ׳Recht genossen hat. . Von J״ gencl auf in dör Thora und mit der Thora erzögen, erblickte er den Sinn seines Wolies durch מצות,und מע׳ען ־allein als g-ttgefälliig veredelt. In Gernilas Chessed sah er eine jüdische heilige Pflicht selbstverständlicher Art und er entzog sich ihr niemals, so oft sich ihm Gelegenheit dazu bot. In seinem Berufe pflichtbewußt;, gewann er sich die Sympathien aller, die zu ihm Be- Ziehungen hatten. Als ältester Schwiegersohn des Rabbi Mordchaj Wiener זצ״ל pflegte er in seinem Hause und in der Erziehung seiner Kinder den Geist echtjüdischer Traditionen, bis der unerbittliche Tod •seinen Lebensfaden ׳ganz plötzlich zerschnitt und eine trauernde Witwe mit vier unversorgten Kindern ihres Ernährern lind Lcbensstolzes beraubte. Am zweiten ־,f)״yTage wurde seine irdische Hülle unter außergewöhnlich großer Teilnahme zu Grabe getragen. Sein Andenken möge zum Segen werden חגצב״ה. R. Juda Jönap זצ״ל♦ Von einem schweren Verlust ist die Nitraer orth. Gemeinde betroffen worden. A,m 27. Elul verschied plötzlich ihr beliebter, in hohem Ansehen -stehenderשו״בי R■ J u d a J ö n a p זצ״ל im besten Mannes- •alter. Sein grundehrliches, von תורה und יראת השם geleitetes und bestimmtes Wasen, seine während zwölf Jahren bewährte Treue •im Dienste der Gemeinde erwarben ihm die Verehrung der Gemeindemitglieder. Dies kam auch in der allgemeinen Beteiligung bei .seiner הלוו׳ zum Ausdruck. Warme Nachrufe widmeten dein Verblichenen seine beiden Schwäger, die Herren Oberabbiner M. Schwarz aus Hlohovec und Oberrabbiner J. Schwarz aus Urniin, sowie der Gemeincle-Dajaii, Herr Rabbiner Mark. Vorhand, ,die seine großen persönlichen Vorzüge in bewegten Worten schilderten יתנצב״ה Vom Verein ״Marpe Lencfeseh“ in Bratislava. Der riilimlichst bekannte, seit mehr als sechs Jahrzehnten bestehende- Verein zur Versorgung der jüdischen Kranken in den Bratislavaer Spitälern mit Koscherkost ״M ärpe Lenefes c‘11“ versendet soeben seinen Rechenschaftsbericht für die Jahre 1927—1930. Dieser Verein hat sich in all den Jahrzehnten seiner rastlosen Tätigkeit durch Hingabe, Opferwilligkeit und verstandnisvolle Erfassung .seiner humanitären Aufgabe einen gut genug begründeten Ruf in der Reihe der jüdischen Wohltätigkeitsinstitute unseres Landes erworben. Die Berichtsjalire bedeuten demnach selbstverständlich eine würdige Fortsetzung seiner Vergangenheit. Die humaliitäre Arbeit des Vereines in diesen Jahren steigt jedoch bedeutend in ihrem Wort, wenn man bedenkt, daß es sich um eine stille, vor der großen Oeffentlichkeit zumeist verborgene, sich prunklos in •einem Küchenraum des Bratislavaer Staatskrankenhauses entfaltende Tätigkeit im Dienste siechender und kranker Juden inmitten der schwersten Wirtsc 11 aftsk 1־ise handelt Die recht ansehnlichen Summen, die hiezu erforderlich sind, müssen mühselig,, mit dem Aufgebot der ganzen Kraft von wenigen an der. Spitze des Vereines stehenden Personen aufgebracht werden. Wenn es unter solchen Verhältnissen gelungen ist, Gutes zu leisten, so ist das sehr verdienstvoll und anerkennenswert. Diese Anerkennung wird dem Verein um so weniger versagt werden dürfen, als man aus dem Präsidialberichte erfährt, daß die Anzahl der z a h 1 e u d e n Patienten, also solcher, für die der Verein keine Zuschüsse zu leisten Fein'i'Butter! A«y|f0yreMtf!!!r v 01111 g n 6 h! hat, in den letzten Monaten um 90 Prozent zurückgegangen ist. Außerdem hat der Verein in dieser Tätigkeitsperiode eine neue Küche errichten müssen, was;ebenfalls größere Summen in Anspruch nahm. Als sehr bedauerlich muß es daher vermerkt 'werden* daß es immer noch zahlreiche jüdische Gemeinden und Chewroth Kadisclioth in unserem Lande gibt, die ihre Pflicht, die segensreiche Arbeit des Vereines durch Ge- Währung jährlicher Subventionen an ihn zu unterstützen, nicht erfüllen. Der KasSenausweis balanciert im Jahre 1927 mit tsch. K 267.520, 1928 mit. tsch. K 298.575, 1929 mit tsch. K 310.4.78 und 1930 mit tsch. K 308,721. Mit Recht darf es also der Verein erwarten, daß Einzelne 1\nd Gemeinschaften ihm Förderung angedeihen lassen. Bei der am 50. August stattgefundenen sehr gut besuchten Gene r alvers a mmlu n g leitete zur Freude aller Anwesenden nach mehrmonatiger Krankheit der Vereinspräscs Herr Siegmund Rosen bäum die Sitzung. Herr Aaron Go leiste in erstattete den Tätigkeitsbericht. In diesem gedachte er pietätvoll des heimgegangenen GcmcindeprÜses Herrn David K r a u s z in warmen Worten. Er schilderte die Schwierigkeiten, mit denen die Vereinstätigknit cler Wirtschaftskrise wegen in gesteigertem Maße verbunden ist, dankte all denen, die dem Verein Hilfe geboten haben und insbesondere den Professoren, Assistenten und Beamten des Staatskrankenhauses für das weitgehende Entgegenkommen, das sic der Vereinsleitung stets beweisen, und dem Personal des Vereines, namentlich der mehrjährigen umsichtigen Verwalterin Frl. Antonie Benedikt, für die Gewissenlmftigkeit und Treue, mit der sie ihrer Aufgabe gerecht werden. Herr Hans Schreier erstattete ׳den Revisionsbericht, worauf ■der V.ereinsleitung unter begeh sterter Zustimmung das Absolutoriiim erteilt wurde. Bei der darauf vorgenommenen N e־u w a h l wurden über Antrag des Herrn Emaimel S i 1 b e r ,b'e r g folgende Herren zum Teil wieder-, zum Teil neugewählt: Sieg-, imtnci Rose n b a u!in (Präses), Juda_ G r ü 11 w a 1 d (Vizepräses), Heinrich Klastner (Kassier), Aron Gold stein lind Hans Schreier (Kontrollore), Ludwig Kohn (Oekonom). Ignaz. Ros e n b 1 u m und Emanuel Katzburg (Revisoren); Heinrich Gestetiner, Siegmund Ehrenstein, Arthur Fclsenber.g, Eugen Groß, Max Goldberger, Leopold •Grünhut, Nathan Kalisch, Manö Leuchter, Max Löwy, Ludwig Mayer, Jcnö Neuwirih, Philipp Neumann, Kalman Popper, Dr. Karl Rosenbaum, Heinrich Richter, _Ma.no Silberberg, Moritz Singer, Armin Treuhaft (Ausschuß): Samuel Sternfcld. Josef Salzer, Ignaz Farkas, David Resinger, Rudolf Berkovits, Albert Frisch, Salomon Danzig, Martin Weiner, Simon Löwinger, Max Rosenbaum, Ludwig Porjcs, Prof. Max Oesterreiclier, Julius Pick,' Siegmund Adler, Ernü Pollak und Robert Grünwakl (Tempelinspektoren).! ■ Zur Auffrischung des Blutes trinken Sie einige Tage hindurch frühmorgens ein Glas natürliches ״FranzsJosef“־ Bitterwasser! Das von vielen Aerzten verordnete Franz־ Josef־\Vasser regelt die Darmtätigkeit, stärkt den Magen, verbessert das Blut, beruhigt die Nerven und schafft so allgemeines Wohlbefinden und klaren Kopf. In Apotheken, Drogerien und Mineralwasserhandlungen erhältlich. Sijmn-Feier der Tyrnauer Jeschiwah. Aus T r na va wird uns berichtet: Die Tyrnauer Jeschiwah, die dank ihrem hervorragenden Führer, der mit vollster Hingabe und beispielloser Selbstlosigkeit die Jeschiwah leitet, heute auf dem höchsten Niveau der slowakischen Jeschiwoth steht, ist nicht nur für Tyimau, sondern für die ganze Slowakei ein Ruhm und eine Zierde. Die Bachurim, die seinem Geiste,!seinem Ideal nachzueifern bestrebt sind, bemühen sich, praktische Neuerungen ,in die Jeschiwah einzuführen, um den Zusammenhalt und das Gemeinsamkeitsgefühl unter sich zu heben und zu stärken. ׳So־ haben sie auch voriges Jahr im Sommerse,master eine wichtige, nachahmenswerte Neuerung zur Einführung gebracht. Es wird während der ח1רה, in der das im ganzen Semester durchgenommene Pensum wiederholt wird, ganz ע״סמשנ׳ unter den Bachurim freiwillig verteilt und nach dem Auslerncn ein Sijum, verbunden mit einer מלוה 1למלכה, das zugleich als ein Abschiedsfest gelten 13011, veranstaltet. Der Siju.m dieses Semesters fand in imposanter Weise in der großen Jeschiwa ביה״מ am מוש״ס תצא statt. •Mit der Leitung und •den Vorbereitungen waren Ch. E. Schwartz aus Nyiregyhäza, Z. E. Fried aus Humenne und Abraham Silberberg aus Buclapest betraut. Den Sijum eröffnete J. S, Meijer aus Debrecen, גיאו der חברת יגדיל ח1רה üijt einem groß־ angelegten, tiefdurchclachteii הדרן, der ,bei allen Anwesenden großen Beifall auslöste. Bei der Tafel, bei der viele שיר׳ ותשב׳ gesungen wurden, ergriffen das Wort: Baugier aus Edelin und Mendlowitsch aus Ratzferd und sprachen in der סוגי' מצות עשה,שהזמן גרמא .Zum Schluß sprach Herr Rabbiner Schimon Schreiber, wie immer, sehr sinnige Divre-Thora •und zu Herzen gehende Missarworte. Man entfernte sicli nach 2 Uhr in der Nacht mit den besten Eindrücken, an einer echten סעורה של מציה tßilgonammeri zu haben. Oberrabbiner Duschinskys Berufung nach Jerusalem, In verschiedenen Zeitungen macht eine Nachricht ■die Runde, wonach Se, Elvrw. Herr Oberrabbiner D u s c h 1 n s k z - Cliust zum Obfemibbiner der ortliodoxen Gemeinde in Jerusalem gewählt worden sei. Wir sind zuverlässig dahin informiert, daß tatsächlich Vorbosprechuiigeu׳ wegen Berufung ׳ des Herrn Obervubbiiiers Dusch in,sky au die Seite des Ehrw. Herrn Oberbiners Rabbi Josef Chajim Sonuenfeld 1' יאריך ימיו 1שנו׳ eingeleiiet wurden. Wir sind aber nicht in der Lage, die Nachricht in der Form zu bestätigen, wie sie verbreitet wird, .. ־' Grabsteinsetzung für Oberrubbiner Simon Ehrenfehl זצ״ל. Letzten Montag ,wurde in M i c 11 a 1 o v c e auf dem Grab des Herrn Oberrabbiners ׳Rabbi Simon Ehrenfeld s. z, 1, die Mazewoh errichtet. Äußer den Gemeindemitgliederu waren auch zahlreiche Gäste aus der Ferne anwesend. Eindrucksvolle Nachrufe hielten die Dajoniht der Gemeiitdej. ferner Herr Oberrabbiuer־ Frey ans Surany und Rabbiner Horortvi t z ütts Jerusalem. ( Gräbsteinsetztfng für Fra« .öfterfiibbiitei* Brach - if! Kösice* Avtt dem Beth-ha Chajim dfer Kosicer orth. Gemeinde versammelten sich zahlreiche Gemeindemitglieder, um bei der Errichtung des Grabsteines für die vor kurzem verschiedene Gattin Sr, ETirw. des Herrn Obarrabbiners B r a c h zugegen zu seih. Der trauernde Gatte hielt einen tiefbewegten Hespecf, Ihm folgten Herr Oberrabbiner Brach aus Magendorf und die m deren Söhne der Verewigten lind ebenso ihr Schwiegersohn Herr Rabbiner Jostm Falk Friedmann mit eindrucksvollen Nachrufen. Aendernng in der Kosicer Gememdeleitung. Herr Ignaz Roth, erster Vorsteher der Kositzer orth. Gemeinde, gab seine Demission. Mail vermutet, daß dadurch in der ganzen Gemeindeleitung eine Wandlung cintreten wird. Scliulprüfung in Topolcany. Aus Topotcany schreibt man uns: In der ältberüluntcii Topolcanver ח?יק' חזרהD^Schule fanden die Schlußprüfungen, wie alljährlich, erst Mitte Eltil statt. Die Schüler aller drei Klassen zeichneten sich durch gründliches Können und präzise Antworten aus. Es wurdöti nicht mir ג׳מרא ומפרשים sondern auch חומשדש״י נ״ך דקדוק die in dieser Anstalt als Hauptgegenstünde gclelirt lind von den נבאי׳ allwöchentlich genriift werden, bei der Schlußprüfuug rigoros verhört. Die schriftlichen Arbeiten der Schüler in לשון הקודש lagen zur Ansicht auf. Die stramme DH־ ziplin, die erprobte systematische Lehrmethode, die angewendet wurde, und der Ernst und die Tüchtigkeit der ’□מלמדיzeitigten die schönsten Früchte. Es ist nur natürlieh, daß diese in ihrer .Art einzi״ dastehende Anstalt י von nah und .fern aus allen •Ländern aufgesucht \vird. Der Lehrplan ist so ausgearbeitet, daß Zöglinge, welche die drei Klassen in drei Jahren absolvieren, ohneweitem in jeder ישיבה ohne חזור כחור aufgenommen werden und mithalten können. Ein Zeugnis von der dritten Klasse dieser Schule ißt das!beste Empfehlungsschreiben für alle ישיבות aber auch das sicherste Fundament für das ganze geistige jüdische Leben. Die Zöglinge genießen auch Unterricht in den Bürgerscliulgegenständen und prüfen hier. Im Interesse des Lehrcrfolgcs werden Zöglinge nur in beschränkter Zahl au׳fgenommen. Bodenschepuern ist sehr lästig;* Cirine־Beize hi!|Ft Dir prächtig.! (Siehe Inserat.) אספה in Galanta. Am 17. Elul fand in Galanta unter zahlreicher Beteiligung die 4. אספה גדילה der frühe־ ren תלמידים der dortigen ישיבה statt. , ' Jüdisches Landes־Lehrlings־ und ־Waisenheim Kaschau. ' In Kaschau wurde in diesen Tagen das von der Jüdischen Sozialfürsorge für die Slowakei geschaffene LandeSüLehrlings־ und ־Waisenheim feierlich eröffnet. Das Heim wurde mit einem Kostenaufwand von rund einer Million Tschechenkronen errichtet, das Joint Distribution Committee hat einen großen Beitrag zu den Baukosten und der inneren Ausstattung geleistet. An der Feier nahmen auch der europäische Direktor des Joint Distri# bution Committee Herr Dr. Bernhard Kahn, die Än־ regerin des Heims und Präsidentin des Vereins für soziale Fürsorge der Juden in der Slowakei Frau Irene Matzner, und Vertreter der Regierung teil.׳ ״Zehn Tajye Anti-Religion.“ Im •Hinblick ■auf die!bisherige Erfolglosigkeit, der Kampagne gegen die Haltung cler hohen jüdischen Feierta!ge hat das Hauptbüro der Atheisten zur• Bekämpfung der traditionellen ״Zehn Tage innerer Einkehr“ (Asse- 1־eth jeme teschubah) ״Zehn Tage Anti-Religion“ pro-י klamiert. Die lokalen Atlieisten-Komitees wurden angewiesen, mit ׳allen Kräften die Tätigkeit der jüdischen religiösen Funktionäre lahmzulegen. Moskauer Synagogen überfüllt. An den Rosch־Haschanah#Tagen waren die Abend־ und Morgenandachten in den Moskauer Synagogen stark überfüllt. Infolge der ungenügenden Zahl der Synagogen: mußten überall doppelte Gottesdienstschichten einge־ richtet werden. Die große Mehrheit der Synagogenbesucher bestand aus älteren Leuten oder Personen in mittlerem Alter; die von den Athcisten־Brigaden scharf überwachte Jugend hatte sich nur spärlich eingefunden. Gleichzeitig mit den Andachten in den Synagogen fanden in mehreren Moskauer Fabriken und Arbeiterklubs antireligiöse Manifestationen statt, die aber schwach besucht waren; insgesamt hatten sich an allen diesen Ver־ Sammlungen nicht ganz 5000 Personen beteiligt. Die Atheisten־Brigaden aus Moskau und aus cler Provinz melden dem Atheisteri־Häuptquartier, daß die arme .jüdische Bevölkerung' sich der'antireligiösen Propa» ganda schwer zugänglich zeigt. Die Zeitung ״Emess“ stellt fest, daß die antireligiöse Front durchbrochen ist. Die für die ״politisch־kulturelle Erziehung der jüdjschen Massen“ verantwortlichen Organisationen, wie Gewerk־ schäften, Partei־ und Jugendorganisationen, ja sogar der Atheistenverband selbst, nehmen die Propaganda unter den jüdischen Arbeitern und ärmeren Massen nicht ernst. Dies ermutigte die ״Klerikalen“. Die Hälfte der jüdischen Bauern in den Kolonien —■ in einer Anzahl Kolonien sogar die Gesamtbevölkerung •־— ist sogar in der Zeit der Ernte an Sabbattagen nicht auf dem Felde erschienen. Die Kolonistenfrauen machen lange Wege und Fahrten zur Stadt, um zu den Feiertagen das Geflügel vom rituellen• Schächter Schächten zu lassen. In allen Kolonien & Einzige Jüdische für Weißnähen und Kleidermachen mit ÖffentllohKelUreoht Wien« ו!«! M|i1ga$8f 7< Pr. Krüger»Heim Staatsgut!#« Zeugnisse QehUHnaenrecbt S8wsta& gesessen

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