Jüdische Presse
- Journal
- Jüdische Presse
- Volume
- 17 (1931)
- Issue
- 36 (11.9.1931)
- Date
- 1931-09-11
- Page
- – (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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Nif. % wir mit der Schilderung des zweiten;beginnen; Ich kauft die düsteren» schwarzen Farben!zur Seite legen und die helleren ergreifen. Der Engpaß der Anfangsschwierig- Leiten ist - überwunden: es.!beginnt der langsame, Aber stete Aufstieg. Die Saatkörner der Veteinsideale sind in den Boden gesenkt, es beginnt das Werden, die Ent- Wicklung: es winkt die Reife.!Unsere aulklärende Arbeit begann sich auszuwirken. Hie und dort keimte Verständnis fiir die thorarettenden Ideen unseres Vereines auf. Die Gedanken unseres Vereines, die wir auf den Flügeln der Aufrufe und der Presse überallhin in die entlegensten Städte Und ■Dörfer hinaussandten., haben in vielen Orten •freundliche Aufnahme gefunden. Die verzweifelten Hilferufe, die aus der heiligen Welt der Jeschiwoth zu uns herübertönten, drängten uns zum Handeln. Die Stunde war reif zur Tat. Wir haben begönnen, die Fundamente des Vereines niederzulegen. Wir gingen daran, die Einnahmsquellen zu erschließen. Wir haben an die Vorstände der קיזלות und ךן״קי, an diese freigiebigen Förderer jüdischer Ziele •und Thoraaufgaben, Gesuche um jährliche Subventionierung unseres Vereines Unterbreitet. Viele Gemeinden haben unsorem Gesuche Gehör geschenkt. Ihnen gehört der unvergängliche Dank und die ewige Anerkennung des Judentums. ובח תודה יכבדנגיושם דך אראנו בישע אלקים wer das pflichtgemäße Dankopfer auf meinem Altäre niedergelegt, ehrt mich nur ישם דרך w0 er 0,her ein Wegweiser ist, den werde ich die Hilfe G-ttes erblicken lassen. Viele — dies müssen wir, so!schmerzlich und betrübend es auch ist — offen beikennen: — die Wunde wird ja durch Verheimlichung nicht erträglicher — haben ihre verweigert. Sie!beriefen sich auf ihre speziellen Lasten, speziellen Sorgen. Als ob nicht alle Gemeinden keuchend dieselbe ,Bürde tragen würden, als ob nicht den Schultern aller Gemeinden dasselbe Sorgeubündei aufgelastet wäre. Als ob der Sturmwind der Wirtschaftskrise, der vernichtend durch die Länder jagt, einzelne Gemeinden verschont hätte? Wir glauben eher den, Grund ijirer Verweigerung darin zu sehen, daß sie zur Lebensfähigkeit unseres Vereines kein Ver- *trauen hatten. Sie wallten ׳unseren Verein nicht nach seinen Worten!und Versprechungen, sondern nach seinen Taten und Leistungen ׳beurteilen. Heute, da unser Verein בעה״ית der belebende Strom wurde, der Jeschi־ wotli befruchtet, hoffen wir, daß es in unserem Lande bald keine Gemeinde geben werde, die es nicht für ,ihre vornehmste Ehrenpflicht betrachten würde, sich durch eine Jahressubvention in den Kreis der jeschiwounterstützenden Kehiloth einzureihen. Um unserem Vereine eine sichere Grundlage, feste Basis zu geben, um die großen Summen aufbringen zu können, die zur Verwirklichung unserer Ziele notwendig sind, mußten wir in allen Gemeinden ׳Einnahmequellen erschließen, Ortsgruppen gründen. Mit den Ortsgruppen steht •und fällt der Verein. Sie sind die Säulen und Stützen unserer Organisation, sie sind die Quellen und Flüßlein, die den Strom unseres Vereines speisen. Versiegen die Quellen!und!Flüßlein, so!wird das Bett des Stromes fast leer. Versagen die Ortsgruppen, •so wird unser Verein aktionsunfähig. •Bis nun besitzt unsere Organisation über 50 Ortsgruppen. Zu schildern, welche Energie die Gründung dieser Ortsgruppen verzehrte, welche Arbeit sie verschlang,' würden Stunden nicht ausreichen, würde ein Buch ausfüllen. Wir sind es der Wahrheit schuldig, zur Ehre unseres Volkes muß es gesagt werden: Wo es uns gelungen, mit den Massen in Berührung zu kommen, hat e-s unter'den Hunderten und Hunderten trotz parnossoeinengender Wirtschaftskrise keinen gegeben, der nicht willig und freudig unserer Organisation beigetreten wäre. Wo uns aber die Führer der ,Gemeinden mit Versprechungen abspeisten, mit Ausreden vertrösteten, sind wir mit •leeren Händen ausgegangen. Es ist ,unerklärlich, daß Gemeinden, die Fahnenträger des echten, unverfälschten Thorageistes sind, die ihren Ruhm und Glanz den Thora-Institutionen verdanken, die sie ׳beherbergten, die auf eine stolze, thoraunterstUtzende Tradition zurückblicken können, die jährlich mit großen (Summen die Jeschiwoth unterstützten und jetzt von diesen Opfern verschont sind, nicht ׳in der Liste unserer Ortsgruppen verzeichnet zu sehen sind. Von hier aus rufen wir ihnen zu: Werfet eure Versprechungen in den Schmelztiegel des Handelns, lasset eueren Worten die Tat folgen, •gründet Ortsgruppen, die der Größe und dem Ansehen eurer Gemeinde würdig sind! Nun kommen wir zu dein größten Erfolge •unserer Tätigkeit, zu Schubas bamklbor. Dieses Datum verdient es, mit goldenen Lettern in der Geschichte des thoratreuen Judentums unseres Landes verewigt zu werden. Er möge Kindern und Kindeskindein erzählen, welch erhebender Anblick es war, als die Reichen mit ihren Gaben, die Armen mit ihren Hellem hertbeieiltan, um sie auf den מזכה התורה niederzulegen, Wie ein jeder -be’ strebt war, einen Ziegel!zu liefern zu dem Baue, der die Jeschiwoth schützend umfassen soll. Diese Aktion muß zu einer ständigen Einrichtung werden. Sie verspricht, eine der ergiebigsten reichsten Einnahmequellen unseres Vereines;zu sein. ׳Nun noch einiges über die Verteilung, Wir ver* öffentliehten die Liste der von uns unterstützten Jeschiwoth und die Summe *ihrer monatlichen Subvention in unserem!Ausweise, Wiir stellten uns damit unter den Schutz dev Oeffentlichkeit, Jeder Verein, der öffentliche Gelder verwaltet, braucht zu seiner Entwiek- JÜDISCHE MESSE T litng Offenheit und Unzweideutigkeit, wie alle Lebewesen Luft und Licht. Kein Verein darf sieh -in den dichten Schleier der Geheimnistuerei hüllen, er muß Vielmehr, Wie in einem Glashanse sitzend, vor den Augen aller Welt arbeiten. Wir wollen zeigen» daß wir nichts zu verschweigen und nichts •zu verheimlichen haben. Das Verschweigen und Verheimlichen sind ja der Nährboden des Ins-Öhr-Flüstern, des Mißtrauens and der Verleumdung. Wir haben bei der Verteilung unter uen möglichen Schlüsseln, den nach unserem Ermessen gerechtesten gewählt. Es wurde die Zahl der Bachurim, die Leistungsfähigkeit des Ortes, in dem sich die Jeschivo befindet, in!Betracht gezogen. Wir wissen, die Unterstützungen waren nicht zu groß. Sie haben die Jeschiwo nicht von allen Sorgen befreit. Er war aber nur der Anfang, Wird der Verein בעה״ית erstarken, müssen diese Summen gesteigert werden, bis unser Ziel erreicht ist» das ewige Verscheuchen der finsteren Schatten der Not und des Elends von den heiligen Hallen der תורה Nun ist die Geschichte des ersten Vereins ja,h res geschlossen, das!Bild unserer Tätigkeit entworfen. Rückblickend haben Sie den Weg mitgemacht, den die Vereinsleitu,ng seit der Gründung des Vereines zurückgelegt. Nun!liegt es an Ihnen, sich ein Urteil zu bilden, ob wir des Vertrauens würdig gewesen, das Sie uns eiltgegenbrachten. Ob wir von der Wiege des Vereines jede Gefahr ferngelialten, ob wir vorsichtig und umsichtig Vorsorge getroffen für seine Entwicklung in der Zukunft. Wfie immer Ihr Urteil mißfallen mag, bitten wir Sie um dag eine: Zweifeln Sie nicht an der Notwendigkeit und an der Lebensfähigkeit des Vereines. Die Lage de.t• Jeschiwoth ist noch immer eine sehr, sehr ernste. Der ׳Parnossobaum!wirft immer spärlicher und kärglicher seine Früchte ab, der Parnossostrom wird immer schmäler und schmäler. Der Sturm der Wirtschaftskrise zertrümmert Existenz nach Existenz. Die Zahl der unterstützungsbedürftigen Bachurim wird dadurch von Tag!zu Tag größer. Wäre!kein Verein geschaffen, so .müßte einer neu gegründet werden. הידעת עת לדת יעלי סלע יעלה זו אבזרי על בניה כשהיא מרפת לילד היא עולת בראש ההר כדי שיפול ממנו וימות והקמה מזמין לה נשר ומקבלה בכנפיה. Dies ist die stolze Aufgabe des Vereines: Kinder, deren Eltern für sie nicht sorgen wollen oder sorgen können und sie hinausstoßen in die große, verführerische Welt, unter den Flügeln des Vereines aufzufangen, •um sie dem Judentume, der Thora, ,zu retten. Zweifeln Sie auch ,nicht־ an der Lebensfähigkeit des Vereines; ist der Verein auch jung, verspricht er, groß und mächtig zu werden. הקטן ידדה לאלף והצעיר מוי עצום Wer auf das Vertrauen zum jüdischen Volke ballt, wird in seinen Erwartungen nie getäuscht. על משכרתי אעמלדה ואתיצוה על מצור• Das Judentum der Slowakei wird seine Pflicht erfüllen,!wenn es sich auch in beengter Lage befindet. Die Waage der Gerechtigkeit ist vor Ihnen aufgerichtet. In eine Waagschale legen Sie unsere . Miß-, erfolge, unsere mißglückten Pläne, - unsere ־ •unerfüllten Erwartungen, Träume, die Schäume geblieben .und nicht; zur Wirklichkeit wurden. In die andere Waagschale legen. Sie unsere Arbeit, Tätigkeit, Erfolge. Wenn Sie finden, daß• die in die Höhe geht, so bitten wir Sie, im Bewußtsein ehrlich, treu und selbstlos geleisteter Arbeit, legen. Sie die Wahrheit dazu, daß es die •Kunst der Künste ist, Geld aus seinem Verstecke ihervovzuholen, daß das Geld wie Gold nicht zu unseren Füßen liegt, um es im Bücken aufzuheben, sondern es muß aus der Tiefe der Erde in schwieriger, ermüdender Anbeit aus Licht gefördert und aus dein Erze herausgeschmolzen werden. Legen Sie den Satz unserer Weisen hinzu: לא שררות י אלא עבדות <lon wir befolgen, daß wir nicht andere für uns arbeiten ließen, daß wir an jeder Arbeit, mag sie noch so kleinlich, noch so ermüdend gewesen, selbst die Hand angelegt haben, und wir sind dessen gewiß, daß die Waagschale unserer Tätigkeit das Uebergewiclit erhalten wird. Sammlung * namens der PieManyet Jugendgrüppm Ins Tagespräsidium wurden die Herren Wilnelmt Stark» Nitra, Josef Weber-Piestany und Max Weiß^BratisIava* zu Schriftführern die Herren Engen Friedmattn»TdpöU ca riy und G. J. König»Bratislava gewählt, Nach Eitt» setzung von Kommissionen für Organisation, Chisuk Hadass und Limmud Hathora, Erez Jisroel, Finanzen und Statuten und der Beratungen dieser 1KöäimisSiötteü wurde die Debatte in der Plenarsitzung eröffnet üttd am Schlüsse dem bisherigen Präsidium Ahsolutoriutn erteilt. Daran schlossen sich die Referate und die zu ihnen gehörigen Kommissionsberichte mit der Annahme von verschiedenen Resolutionen au. Ueber Organisation referierten die Herren Max Weiß und Wilhelm Goldfinger-iPresov. Ueber Limmud Hathora und Chisuk Hadass referierte Herr A. Z. Kohn-Bratislava» über Erez Jisroel Herr Daniel Löw-Bratislava, über Finanzen Herr Wilhelm Stark-Nitra und über Statuten Herr G. J. König-Bratislava. Die Referate zeichneten sich durch strenge Sachlichkeit und vollständige Beherrschung der Materie aus. In den Resolutionen und den sonstigen Anträgen, die von den Versammelten angenommen wurden, kam der entschlossene Wille der Aguda zur ausdauernden und intensiven Arbeit auf allen Gebieten des orthodoxen jüdischen Lebens, namentlich aber auf dem Gebiete der Selbsterziehung im Geiste der Thora zum begeisterten Ausdruck. Es wurde beschlössen, die Werbearbeit in den Kreisen der Jugend aller orthodoxen Gemeinden so umfassend wie möglich zu gestalten, die ״B“- und ״C“-Gr,uppen für die jüngeren Jugendlichen im Alter von 8 bis 10 Jahren besonders zu pflegen und die Schuljugend zum;Besuch der Talmud Thora anzuregen, Maßnahmen zur Hebung und Stärkung des orthodoxen Selbstbewußtseins unter den Bachurim der Jesclriwos bei den Jeschiwaleitern in die Wege zu leiten, die Gründung einer argudistischen Ferienkolonie in Aussicht zu nehmen, der Stellenvermittlung für Sabbathaltende fortgesetzt die größte Aufmerksamkeit zu widmen, Jescluwa-Aktionen in Anschluß an alle Jugendgruppen aufrecht zu erhalten u. a. m. Die Wahlen ergaben folgendes Resultat: Landespräsidium: Emil Herczl, Ernst Ungar und Max Weiß-Bratislava, David Krojnik- Topolcany und Wilhelm StarknNitra. Beirat: A. Z. Kohn, Emil Kotli und Gerson J. König-Bratislava. Landesausschuß: Daniel Löwy, A. Zimmermann-Bratislava, Israel Weiß-Nitra, Daniel Grünwald-Nove Zamkyr T. Mannheimer-Piestany, Wilhelm Goldfinger־Pre§ov, A. Tauber-äurany, Eugen Friedmann-Topolcany, Bela Beck-Trnava u. a. Darauf schloß Herr Max Weiß die Tagung, die sich unter begeisterter Absingung des ״Hikow׳zu“־Liedes stimmungsvoll auflöste. Sympathiedemonstrationen für den Presover Oberrabbiner. Gegen den seit einigen Jahren an der Spitze der orthodoxen Gemeinde in Presov wirkenden Ehrw. Herrn Oberrabbiner M. Ch. Lau sind seit längerer Zeit von un* bekannter Seite Machinationen eingeleitet worden, die den Zweck verfolgen, ihn an der Erlangung der tschecho* slowakischen .,Staatszugehörigkeit zu hindern und!dadurch seine rabbinische Tätigkeit unmöglich zu machen. Man schreckte hiebei auch vor dem nichtswürdigsten Mittel der verleumderischen Denunziation bei den Behörden nicht zurück. Der Umfang und die Tendenz dieser Wühlarbeit wurde vor kurzer Zeit in der Oeffentlichkeit bekannt und löste nicht nur in Presov, sondern überall, wo •man davon hörte, unter anständigen Menschen die größte Entrüstung aus. Am meisten natürlich in Presov selbst, wo man durch diese verwerfliche Kampfesart den guten Ruf der! Gemeinde aufs schwerste •geschädigt sieht. Am letzten ר״ח אלול versammelte־-/sich daher die gesamte Ge* meinde zu einer Sympathiekundgebung für den Oberrab* biner im Synagogenhof. Mit ganz wenigen Ausnahmen, waren die Gemeindemitglieder erschienen und mit ihnen auch die Jugend. Die Versammelten formierten sich zu einem Demonstrationszug,! der sich über die Hauptstraße zum Gebäude des Kreisamtes begab. Dort wählte •man eine fünfziggliedrige *Deputation aus den angesehensten Gemeindemitgliedern aller Schattierungen, welche vor dem Näcelnik und dem Polizeichef erschien und ihm die Em* pörung der ganzen Gemeinde über die Wühlarbeit gegen den Oberrabbiner, der ihre ungeteilte Verehrung und Liebe genieße, zum Ausdruck brachte. Die Demonstration machte auf die Vertreter der Behörden sichtlich einen tiefen Eindruck und sie gaben der Deputation zur Ant* wort, daß sie überzeugt seien, daß die Gemeinde hinter ihrem geistigen Oberhaupt stehe und es nur ganz Verein* zelte seien, die mit ihren Eingaben falsche Anschauungen über ihn zu wecken versuchen. Die Behörden seien nun* mehr in der Lage, allen Einflüsterungen gegen die ehr* würdige Person des Oberrabbiners ihr Ohr zu verschlie* ßen und ihm seine segensreiche Tätigkeit zum Wöhle der Gemeinde zu erleichtern. Man verlas eine Liste der Ge* meindemitgiieder und stellte fest, daß nur ganz wenige einzelne der Demonstration fernblieben. Unter dem mächtigen Eindruck dieser Versammlung ist nunmehr mit Sicherheit anzunehmen, daß die Angelegenheit des Ober* rabbiners in kurzer Zeit eine günstige Erledigung finden wird. ‘ Der Delegiertentag der slowakischen Agudajugend. In ganz außergewöhnlich ernster Stimmung ver-. sammelten sich am 17. Elul die Delegierten der Agudas J'isroel-Jugendgmippe in der Slowakei in der orth.- jüdischen Schule von PieStany zu ihrer diesjährigen Tagung. Die ganze Schwere der Verantwortung für alles, was im orthodoxen Judentum geschieht oder nicht geschiebt, lastete auf dem Gemüte einer Jugend, die sich ,voii der älteren Generation nicht genügend unterstützt sieht und dennoch das Bedürfnis empfindet, dem Banner der Thora tätig die Treue zu •bewahren und die Wacht um dasselbe unverzagt zu halten, wie es die Aguda von ihr verlangt. Fünfundvierzig Delegierte und mehr als 100 Gäste aus allen Jugendgruppen waren anwesend, als Herr Max Weiß-Bratislava, die spannend aufhorchende Ver- Sammlung eröffnete und mit einer •das Wesen der Agudaarbeit und der Aufgabe unserer Jugend in ihr treffend und wirkungsvoll behandelnden Ansprache die Verbandlungen einleitete. Hn bewegten Worten gedachte er der Lücke, die der verewigte Oherrabbiner Rabbi Aharou Katz ז^״ל in den Reihen d,er Agudaführer zurückgelassen hat, begrüßte herzlich den anwesenden Ehrw, Herrn Oberrabbiner Weber und verwies auf den in den ״Jugendblättern“ im Druck vorliegenden ausführliclien Tätigkeitsbericht, Se, Ehrw, Herr Oberrabbiner Weber dankte in freundlichen Worten fiir die Begrüßung und wünschte den Beratungen der agudistischen Jugend, in •der er den Kern der zukünftigen Orthodoxie unseres Landes erblickt, guten Erfolg. Herr Leo Lettner begrüßt •die Ver- Orth. Jugend Versammlung in Humennü. Am 8. Elul veranstaltete der in Humenne unter dem Namen ״Bne Emünim d’Bes Jizchok“ unter Leitung der Brüder F r i e d* rieh wirkende Jugendverein eine große Versammlung mit dem Zwecke, die Jugenderziehung im Geiste des orthodoxen Judentums zu stärken. An ihr nahmen auch Gemeindepräses Herr Bernat Grün, Talmud*Thora*. Präses Herr Ch. M. Rosenblüth, Herr Dir. Samuel Lengyuel, Chewra*Kadischa*Präses Herr Adolf S p i r a und zahlreiche andere Baale Batim teil1. Die Versamm* lung wurde mit einer Rede des Herrn David Fried, Präses des Vereines, eingeleitet, Das Referat hielt Herr Leopold Friedrich, Sohn des unvergeßlichen Ober« rabbiners Rabbi Jizchok Friedrich s. z. 1, Er schilderte eindrucksvoll die bedauerswerte Lage der orthodoxen Jugend in den ostslowakischen Gemeinden und besonders in Humennd, wo seit dem Hinscheiden ihres Qberräb« biners die thoratreue Jugend ohne geistigen Führer dar steht. Als einzigen/ Weg zur Gesundung der Verhältnisse forderte er den Gemeindevörstand auf, die Mittel zur Verfügung zu stellen, um den geistigen Verheerungen mit Erfolg entgegenwirken zu können, Nach ihm ,forderte sein Bruder, Herr Markus Friedrich, die Jugend zur Pflichterfüllung im Thoralernen und zum religiösen Lebenswandel auf, Gemeindepräses Herr Bernat Grün gab in markanten Worten seiner Freude über die Initia־־ tiye der Herren Friedrich und ihre segensreichen Leistun« gen auf dem Gebiete der Jugenderziehung Ausdruck und versprach, dem Verein zur Seite zu stehen. Es sprachen noch die Herren Dir, Len g y e 1, J, K l e i n. Ch, L. Rosenblüth und andere. Die Herren Bernat Grün, Ch. L. Rosenblüth; Marten Klein, Hermann Klein, Salomon