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Jüdische Presse · 1931-08-21 · 33 (21.8.1931) · page 3

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Presse
Volume
17 (1931)
Issue
33 (21.8.1931)
Date
1931-08-21
Page
– (sequence 3)
Language
German
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% Fabrik:Wien, XV., Staglgasse 1b bei Mafiahilferstr.!48) Tel. R-35-8-47 und R-39-5-38 FUlalet Wien VII, Burggasse 11, fei. B 32*3-80 seil 1870 die besten Wohlstand und ihren Broterwerb den gottgesegneten Heihfnellen ilires Ortes verdankt. Aber nur in allererster Reihe und nicht ausschließlich. Denn man kann unmöglich von einer einzigen Gemeinde verlangen, daß sie neben ihren lokalen Institutionen auch eine Armeukiiehe erhalte, die den Glaubensgenossen aus sehr zahlreichen Gemeinden wohltuend zugute kommt. Jüdische Gemeinden und Vereine mögen es daher .׳als ihre Pflicht betrachten, den Appell der Vereinsleituug zu erhören und die Volksküche zu subventionieren. Wie aus dem Bericht hervorgeht, speist der Verein täglich während des ganzen Jahres zehn ortsansässige Arme und während der Kursaison zirka 80 arme Kurgäste. Das ist in den Zeiten der Wirt: schaftskrise eine sehr schwierige Aufgabe. Die Kassaabreehnung• balanciert mit Kc• 50.919. Für die Küchenerihaltung wurden Kc!53.034־ ausgegeben. Der Verein besitzt ein Vermögen von Kc 76.81. Gastvortrng in Pczinok. Aus ■Pczinok berichtet man uns: In.unserer Gemeinde weilt Jetzt zu seiner Erholung der durch seine bedeutungsvollen Werke Tühmlichst bekannte Herr Rabbiner Abraham Stern aus Novo Zamky. Unser ehr׳w. Herr •Oberrabbiner Schill beehrte ihn am letzten ש״ק פי ש וסטים mit der Abhaltung einer 1 ר ש ה. Die Rede bot eine Fülle auserlesener דברי חורה ומוסר die auf die Zuhörer einen tiefen und nachhaltigen Eindruck machten. Gastvortrag in Tck. §nrluhy. Aus T e k 8 a r 1 u h y wird ■uns berichtet: ״Vergangenen □שבת פ׳ שופטי hatten die hiesigen Gemcindemitglieder das Vergnügen, eine gediegene דרשה und schöne דברי תירה zu hören. Der hier zu Gast weilende Herr Rabbiner מו״ה יעקב אברהם אבעלעם נ״ו־ aus Dubova, Sohn unseres Ehrw. Herrn Oberrabbiners Josef Abel es. hielt am Vormittag einen mehr als einstündigen Vortrag in ¬עת ת א D ש und דברי אגדא Und erfreute alle seine Zuhörer mit einer formvollendeten, für חוד ה ויראה begeisternde Rede. Rabbinerinstallation in Papa. Am 13. Elul (26. August) findet der feierliche Akt der Einführung des Herrn Rabbiners Jakob Haberfeld in das Amt des Obers xabbiners von Papa statt. Am gleichen Tage heiratet der junge Oberrabbiner die Tochter des verewigten Piipaer Oberrabbiners R. Samuel Gottlieb זצ״ל. An diesem Doppelteste der Päpaer Gemeinde werden aus nah und fern zahlreiche Gäste teilnehmen. Herr Oberrabbiner Haberfeld ist Schüler der Preßburger Jeschiwa und Sohn des Herrn Rabbiners Haberfeld in Topolcany. Bis jetzt wirkte er als Rabbiner des Vereines Montefiore in Wien. ((Wir gratulieren! — Die Red.) Rabbiner Hermann Schenk in Oradea. Se. Ehrw. Herr Rabbiner H. Schenk aus Wien ־־weilte vor kurzem eine Woche lang zum Besuch seines Sohnes in Großwardein und hielt dort Samstag, den 15. d. M., in der Synagoge der Schaß־Chewra einen mit großem Beifall aufgenommenen Charifus* und Magidus# vortrag. - Genesungsheim der Chewra Kadischn, Baden bei Wien. Falls sich genügend Bewerber 11:m die Aufnahme Jn das Genesungsheim der Chewra Kadischn, Baden bei Wien, für die Zeit von Mitte September bis Mitte Oktober melden sollten, beabsichtigt der Vorstand des :genannten Vereines, einer Anzahl von Kurbedürftigeji die Aufnahme unter den usuellen Bedingungen zu bewilligen. . v Zur Esroginifrage. Seitens mehrerer Kaufleute wurde uns folgende Mitteilung, welche wir gerne hier wiedergeben, ,gemacht: ״Die Esrogim (Zedern), die auf den Triester Markt kommen, sind nicht aus Griechenland, sondern aus Mimara, einer rein albanesisehen Provinz, die mit Griechenland nichts Gemeinschaftliches hat. Unsere Mitteilung wird durch die offiziell von der albanischen Regierung an die Vertreter der ״JTA“ analog gemachte Erklärung bekräftigt. In Korfu wachsen überhaupt schon lange keine Esrogim ■mehr. Die aus Parga (Griechenland) stamtuenden Esrogim sind in!ganz unbedeutendem Quantum xind minderer Qualität, auf welche Abnehmer kauin zu finden sind.“ ' (Entgeltlich.) Die Nordwestdeutsche Grnppentagnng der Agudas jisroel tu Hamburg, 2. tmd 3; ßhtt Die erste Gruppentagung tief ‘ deutschen Agudas Jisroel war ein voller und schöner, hoffentlich auch in seinen Wirkungen nachhaltiger Erfolg. Neben der selbstverständlich zahlreichen Beteiligung der Ägudisten Hamburg-Altonas waren Freunde ans Hannover. Harbürg, Kiel, Lüneburg, Lübeck, .Oldenburg und Scgcberg berbcigceilt, um an dieser Asifo teilzunehthen. Die offizielle Eröffnung der Tagung fand am Sonntag vormittag 10 Uhr durch den Vorsitzenden der Ortsgruppe Hamburg-Altona, Herrn Dr. Julius Möller, Altona, der die ganze Tagung in vorbildlicher Weise leitete, statt. Nach herzlielien Begrüßungsworten an die zahlreichen Anwesenden, die fast vollzählig erschienenen Rabbiner Hamburgs, die Vertreter der drei Gemeinden und des Synagogeuverbandes und an die Gäste, die agudistischen Führer Rabbiner Dr, Pinchas Kohn und Doktor Nathan Birnbaum, nahm der Vorsitzende der Deutsch- Israelitischen Gemeinde. Herr Alfred Levy. Veranlassung, der Tagung namens der Deutsch-Israelitischen Gemeinde mit besonders freundlichen Worten ein recht glückliches Gelingen zu wünschen. Ihm folgten als Vertreter des Synagogenverbandes dessen Vorsteher Herr Cäsar Cleve, als Vertreter der I.andesorganisation Herr Salomon Esclnvcge: namens des Zentralrats, besonders lebhaft hegrüßt. Dr. Nathan Birnbaum, und im Namen des G. A. Herr Wolf S. Jacobson. Hierauf folgte das großangelegte, meisterhafte Referat des Präsidenten der politischen Exekutive der Agudas Jisroel, des Herrn Rabbiner Dr. Pinchas Kohn-Wien. welcher sicli in seinem Vortrag ,.Bei uns und um uns“ mit den Strömungen der Zeit nuseinandersetzte. Abends um 7 Uhr fand ein großer öffentlicher Vortrag statt. Herr Landrabbiner Dr. de Haas-Oldenburg unternahm eine großzügige Auseinandersetzung mit dem Buch von Franz Mntz.ko .,Die Jugend von heute bekennt: So sind wir!“ und zeigte hierbei den Weg auf, den das gesetzestreue Judentum, und insbesondere die gesetzestreue Jugend, zu gehen hat. Mit einer Schlußrede des Herrn Wolf S. Jacobson, der in kurzen Worten den Ideengehalt der Agudas Jisroel aus der Elul-Sti.mmung :heraus uahezubringen versuchte, wurde der offizielle Teil der Tagung um 9 Uhr durch den Vorsitzenden geschlossen. Tm Anschluß hieran fand zu Ehren der agudistisehen Führer und auswärtigen Gäste ein Bankett statt, bei welchem im engeren Kreise nochmals die Grundfrage, die alle beschäftigte: ״Wie ist das agudistisclie Leben in der Großstadt, aber vor allem in den Mittelgemeinden und auf dein Laude zu beleben?“ itn •Mittelpunkt der Aussprache stand. Abschied Sir John Chancellors von Tel-Awiw. Der High Commissioner Sir John Chancellor hat der Stadtverwaltung Aron Tel-Awiw einen Besuch abgestattet, um sich im Hinblick auf sein baldiges Scheiden aus dem Amte von ihr zu verabschieden. Der High Commissioner hielt bei dieser Gelegenheit eine Anspräche, in der er die Entstehung der Stadt Tel-Awiw als ein historisches Phänomen bezeichnete. Er kündigte die Erteilung einer Konzession auf ein großes Grundstück in der Nähe des Jarkon-Flusses als Sportplatz an und versprach Regierungsbeihilfen für die Erriclttung eines Draiinagesystems. Zur' Frage der Beobachtung der S a b b ti t 111:11! ־ e ■erklärte der Hi.gli Commissioner, seiner Meinung nach solle die Beobachtung der Sabbatruhe eher durch den Druck der öffentlichen Meinung als durch gesetzgeberische Maßnahmen herbeigeführt Averden. .Schließlich bemerkte Sir John Chancellor, als Sprache der jüdischen Gemeinschaft in Palästina käme das Hebräische stärker in Betracht als das Jiddische. Rabbiner Aaron Samuel Tamares gestorben. In Warschau verstarb im Alter von 62 Jahren der berühmte Milejszycer Rabbiner Aaron Samuel Tamares, der unter seinem > literarischen Pseudonym Echod Harabonim Hamargischim über die Grenzen Polens!hinaus bekannt war. Vor etwa 30 Jahren, in der Anfangsperiode des politischen Zionismus, hat er sich in der hebräischen Zeitschrift ״Hamei iz“ in flammenden Artikeln für die Bewegung eingesetzt und die antizionistischen orthodoxen Rabbiner scharf bekämpft. Später entfernte er sich vom Zionismus und widmete sich, der literarischen Propaganda cles Friedensgedankens. In!den letzten Jahren stand er dem Lager der Orthodoxie nahe. Bratislava, Andreasgasse 12. Kredit. Eskompte von Wechseln und offenen Fakturen. Günstige Verzinsung von Einladen (auf Büchel und laufende Rechnungen). Telephon 1166־. v Eigentlich geht es Eisenstadt damit nicht viel anders als früher oder später allen Judengemeinden des Burgenlandes. Sie alle Avaren einmal Kleider gewesen, die ihren Trägern viel zu eng. waren, und hatten kaum die •vielen Aufnahmsbewerber berücksichtigen können, die •sich in den Schutz ihrer Mauern drängten. Und wenn auch damals oft um jedes Fenster gekämpft werden mußte, das aus so einem Judenstädtchen mit seinen an־ einander־ und an die Mauern der Nachbarschaft geklebten vogelnestartigen Häuschen bescheidenen Ausblick in die Außenwelt gewähren mochte, so war wenigstens der Blick in ein nach idealen Gesetzen geleitetes Innere er# freulich gewesen. Aber bald wurden mit der fortschreiten־ den Abwanderung in die Großstädte alle diese Gemeinden zu Kleidungsstücken, die ein längst verstorbener hünenhafter Urahn seinen schwächlichen Enkeln hinter־ lassen, und auch unserem Eisenstadt scheinen die noch einer großen Zeit entstammenden Kleider nur so um die, ach, so dürr gewordenen Gebeine zu schlottern. Zunächst waren viele Wiener Juden noch froh gewesen, wenn sie!die Ansässigkeit in Eisenstadt hatten erlangen und bei־ behalten können, aber schon nach 1848 mußte nicht nur Eisenstadt, sondern beispielsweise auch Gattendorf ihre auswärts wohnenden Gemeindemitgüedef zärtlich an ihre Zugehörigkeit erinnern, und als nach und nach auch alle Appelle an die Liebe der Emigrierten zu den Institutionen der Muttergemeinde nicht mehr fruchten wollten, mußte schließlich an ein Engerschnallen des zu weit gewordenen Gürtels gedacht werden. Nunmehr drückt sich aber das äußerliche Zu* sammenschrumpfen der Judengemeind^ von Eisenstadt bereits längst auch innerlich in merklichem Niedergang -aus, Eisenstadt ist gegen seinen Willen zur Sehenswürdig־ keit geworden und man denkt, wenn sein Name genannt wird, fast schon weniger an die Gemeinde der Lebenden dort, als an die großen Toten, die sein Friedhof birgt und deren Andenken durch die Veröffentlichungen des Samm# lers und Kunsthistorikers Wolf und des Inschriftenforschers Wachstein Weltgeltung erlangte. Dieselbe Be־ rühmtheit hat auch schon das Privatmuseum Sarudor Wolfs erlangt, und einmal, Avenn die Sämmelarbeit ab־ geschlossen sein Avird, soll auch das hier entstehende Zen־ tralarchiv der burgenländischen Judengemeinden eine Fundgrube für den jüdischen Historiker Averden — aber all dies kann nicht darüber himvegtäuschen, daß sich Avohl kaum eine zAveite ״orthodoxe“ Gemeinde der Welt finden dürfte, in der es so Avenige wirklich überzeugte orthodoxe Juden gibt. Sekundäre Aeußerlichkeiten, Avie ״Dreiwochen־ hart“, Schulklopfen und KlettenAverfen am 9. Ah Averden hier, Avie in so vielen alten Gemeinden, treuer beAvahrt als viele primäre Lehren und Vorschriften des Judentums. Die Synagoge von Eisenstadt ist so recht ein Heiligtum von der Art, Avie sie zur Versenkung in tiefste Andacht einladen. Sie läßt leicht in dem, der sie mit einp« fänglichem Herzen betritt, die Vorstellung jener Generationen aufkommen, die hier einst in höchstem Wissen und tiefstem Fühlen ehrfurchtsvoll vor derm Hüter Israels gestanden und den Worten eines Maharam Asch, eines Rabbi Ascher Lemel G log au, eines Moses Perles. und eines Esriel Hildesheimer gelauscht hatten, aber um so schmerzlicher Avird man aus solchen Gefühlen gerissen, wenn man sieht, wie die Epigonen der Thora־ Vorlesung fast gar keine Beachtung schenkten und nur die Versteigerung der Alijoth manchmal in Avettspiel# artiger Zuspitzung noch ein AA'enig Interesse zu erregen vermag. Der junge Rabbiner, der in diesen Tagen sein , aus gutem Hanse; v; werden in Wien bei orthodoxer Eamilie wahrend : def Schuljahres in gute, volle Verpflegung und mütterliche Fürsorge aufgenommen. Referenzen Gellis, Bratislava, Postgasse 3, und Ehrw. Herr Rabbiner Vorhand, Nitra. Schaar, Wien, Vif., Bandgasse 19/24. Amtliche Verlautbarungen der Israel* Kultusgemeinde Wien Israelitische Kultusgemeinde Wien. Zahl 5464 ex 1931. Konkurs. 111 der Versoi'gu ngsa nstalt (Altersversorgungsliatis' und Siechenabteilung) der Israelitischen Kultusgemeinde, Wien, IX., Seegasse 9. gelangt die Stelle .eines Sekunda rnrztes zur Besetzung. Bc\\rerbcr miisen an einer ötcrreichischen Universität promovierte Doktoren der gesamten Heilkunde, zur Ausübung der ärztlichen Praxis in Oesterreich berechtigt sein und haben Spitalspraxis naclizttAveisen. Die Abstellung erfolgt für ein Jahr; bei zufriedcnstellendor Dienstleistung kann die Bestellung von Jahr zu Jahr bis zur Dauer von vier Jahren verlungert Averden. Die Sekunda rärzte der Versorgungsanstalt sind in den Bezügen den Bezügen der Sekundarärztc des Spitals der Wiener Israelitischen Kultusgemeinde gleich- 'gestellt. Die näheren Bestimmungen können in der Amtsdirektion der Israelitischen Kultusgemeinde, Wien, T., Seitenstettengasse 4, III. Stock, eingesehen Averden. Die mit den entsprechenden Perso11aklokumentenv Studien- und Verwendungszeugnissen belegten Gesuche sind bis spätestens 31. August 1931 im Einreichungsprotokoll der Israelitischen Kultusgemeinde, Wien, 1״ Seitenstettengasse 4. III. Stock, zu überreichen. W i e n, 17. August 193t. Der Vorstand der Israelitischen Kultusgemeinde Wien. * F. Z. 1/570/31. Israelitische Kultusgemeinde Wien. Brautausstattungs-Stiftungen. (BeAverbungsausschreibung.) Es gelangen mehrere Stiftplätze im Gesamtbeträge von S 2150 zur Verleihung׳, hievon 1. S 950 aus der J u 1 i u s - E n g e 1 b e r g - A u s s t a tt u n g s - S t i f t u n g; 2. S 1200 aus anderen B r a u t a u s s t a 11 u 11 g s - S t i ft u n g e 11. B e av e r b u 11 gs b e r e c 111 i g t sind: 1. Für die J u 1 i u s - E n g e 1 b e 1• g - A u s s t a 11 u n g s- Stiftung: arme, Aviirde, im Brautstände befindliehe Mädchen, die in Wien oder in Lezaysk (Galizien) geboren sind; 2. für die anderen Braut'ausstaftungs-Stift u 11 g e 11: arme, Aviirdige, im Brautstande befindliche jüdische Mädchen. Gesuchsbeilagen: Gebnrtscliein, Arnuits- Zeugnis, Sittenzeugnis, Brautstandsnachweis. Letzter Tag der Einreichungsfrist: 31. Oktober 1931. Ei 11 reich stelle: Wien, I., Seitenstettengasse 2, I. Stock (Fürsorge-Zentrale). B e av e r b e r i 11 n e 11, av e 1 c 11 e sieh vor der Verleihung des S t i f t u 11 g s b e 11־ a g e s v e 1־ e 11 eliehen, verlieren die Bewcrbnngs be re c htigung. Wien, am 20. August 1931. Der Vorstand der israelitischen Kultusgenieiiide Wien. Zur BeAverbung sind Gesuchsbogen zu verAvenderi, Avelche in der Einreichstelle (Fürsorge-Zentrale, 11, Seitenstettengasse 2, I. Stock) unentgeltlich ausgefolgt Averden; die Gesuchsbogen enthalten auch nähere, für die Be- Averberinnen Aviclitige Bestimmungen. Amt als geistiger Führer dieser alten Gemeinde antreten soll, Avird viel zu tun haben, Avenn er hier ein Avenig Dis־ ziplin und neuen Geist hineinbringen Avill, aber er ent#■ stammt einer Familie, die schon einmal zur Glanzzeit Eisenstadts viel beigetragen hat. Die drei Lehrhäuser, über die Eisenstadt außer der Hauptsynagoge verfügt, Avird er Avieder zu füllen und dafür Avird er vor allem zu sorgen haben, daß der Quell der Thora Avieder in leben# diger Frische an diesem Ort sprudle. Wenn man sich für den Ausblick in die Zukunft ■ noch ein Avenig Optimismus beAvahrt hat, Avird man viel? leicht sogar hoffen dürfen, daß infolge der Arbeit des neuen Raw gerade die EntAvicklung Eisenstadts zur Haupt# stadt auch dem jüdischen Eisenstadt doch auch ein Avenig zugute kommen Avird. Vorläufig geht zAA׳ar der große Ver־ kehr an der Judenstädt vorüber und diese selbst schläft und seufzt. Aber Avenn man es sich des Abends nicht ver־ drießen läßt, die steile Treppe neben der Synagoge zum Schjurzimmer hinanzusteigen, in dem ein paar alte Männer über Talmudfolianten gebeugt sitzen, dann er* öffnet sich einem gerade aus diesem, dem ernsten Studium der Thora geAveihJten Raum ein schöner Ausblick auf die A'orüberführende Hauptverkehrsstraße mit ihren schönen neuen Gebäuden und Aveiter darüber hinaus in das Aveite Land. Vielleicht Avird ernstes Streben nach Thora unserem Volke nicht nur hier zeigen, Avie es nicht mehr seiner Ideale wegen aus den! freien WettbeAverb der Völker ausgeschaltet, sondern gerade durch diese Ideale den ihm gebührenden Anteil, zugeteilt erhalten wir4. und so wird es wohl aueh der' hsiligeiv Gemeinde il5emt«d[t':׳ beschieden sein, Avenn sie wieder den steilen Weg der Thora erklimmt, neue Auswege und Ausblicke zu ' geAvinnen in eine schönere Zukunft.

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