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Jüdische Presse · 1931-08-14 · 32 (14.8.1931) · page 3

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Journal
Jüdische Presse
Volume
17 (1931)
Issue
32 (14.8.1931)
Date
1931-08-14
Page
– (sequence 3)
Language
German
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Nt. 52 JÜDISCHE PRESSE Fßln»i־ßutter! ÄüfBföymafrtdtett Vöfatiglichl iinitminiiiminnnnniininimiinmmntiiititiitiiiiinmintiniitiiimntitiiiiiifnmnmimnmmiiiimmimmtnimmm Ein Sabbat in Möltern Während man Freitag in der Großstadt kaum Zeit hat, an den kommenden ש3!ת zu denken, stand dieser he? uns ganz in Erwartung des bevorstehenden Festtages. Besonders nachmittags wurde so geputzt und alles so her* gerichtet, däß sich zu ק3לח שבת alles in den netten Schabosanzügen pünktlich einfand. Einer der anwesenden Chorjungen trug das לכה דורי Lied in herrlicher Weise vor. Ein gutes, reichhaltiges Essen folgte* wobei gemein- «am gesungen wurde. Schon in aller Früh herrschte reges Lehen, denn es hieß aufstchen, um nicht 13[ ק*שt 711 versäumen. Bald versammelte man sich im geräumigen HÖH תפילה •ז»7 בית• Sowohl der בעל ת0לה als auch der . בעל קירא gehören zu den Mitgliedern der B־Gruppe. Sie entledigten sich ihrer Aufgabe wirklich vorzüglich. An der Stimmung, die beim Gebete herrschte, konnte man unschwer erkennen, daß wir uns hier in innigster Ver« IStindenheit mit G*ttes freier Natur befanden. Und wahr־ lieh! Einige Schritte vor das Haus genügten, um beim Anblick der herrlichen Umgebung ausrufen zu können n מה רבו מעשיך. Soweit das Auge reicht, nichts a׳ls be# walflete Berge, die sich bis zum Heime erstrecken. Ein Frühstück, gewürzt durch ד״ת von unseren jungen Freunden, trug viel zur Hebung der echten שבח Stirn־ mung bei. Nach dem Frühstück fand das Verhör über das im Laufe der Woche gelernte Pensum statt, wobei die Kenntnisse durch Süßigkeiten belohnt wurden. Das Mit־ tagmahl — vorzüglich zubereitet — wurde mit großem Appetit verzehrt.• Der Nachmittag wurde von einigen zum Ausruhen bei einem ספר,'benutzt, andere machten Spazier« gänge, z. B. zu dem herrlichen Wasserfall, den ein naher Bach bildet. Nach dem מנחה “ Gebet vereinigte die סעודה שלישי׳ wieder alle. Es wurde gegessen, gesungen und aucn תורה gesagt. Die מלוה־ ומלכה beschloß dann mit einem ״Rädl“, den in echt jüdischer Weise verbrachten שבת. Wien. Dienstag, den 11. August, fand in der Schiff־ schul zu Wien die Vermählungsfeier der Tochter des Kommerzialrates Moritz Leitner mit Herrn Ernst Weil statt. Die Trauung vollzogen unter großer Beteiligung der Vertreter der Wiener Kultusgemeinde, der Freunde, Bekannten und Verwandten Oberrabbiner S. Fürst, Ober־ iabbiner Weiß, Tapolcany, und Oberrabbiner Ehrenfeld, Mattersburg. (Wir gratulieren hcrzlichst. Red.) Amtliche Verlautbarung der Israel. Kultusgemeinde Wien Kundmachung i Der Vorstand der Wiener israelitischen Kultus־ gemeinde״ veranstaltet - anläßlich •der; diesjährigen hohen Feiertage im־ Großen Musikvereinssaal, I, Dumbagasse 3, Sophiensaal, III., Marxergasse 13, Hotel Continental, II., Taborstraße 4, Gottesdienste. . Jene Parteien, welche auf die im Vorjahre benützten .Sitzplätze reflektieren, können die neuen Karten gegen Vorweisung der vorjährigen an der Kartenkasse der isrealitischen Kultusgemeinde, I., Seitenstettengasse 4, L Stock, in der Zeit von Sonntag,"־den 23. August bis Dienstag, den 1. September 1931 während der A'mtsstun# Jlen von 8 Uhr vormittags bis 1 Uhr nachmittags beheben. Die bis da'hin unbehobenen Sitzplätze gelangen ab Mitt־ Isvoch, den 2. September ’ d. J. zum allgemeinen Verkauf. 1 Wien, im August 1931. Der Vorstand. : Gottesdienst. Der Vorstand der Wiener Isra e I. JCultus gemein de veranstaltet anläßlich der dies־ jährigen hohen Feiertage im, Großen M u s i k v e r# pinssaal, I., Dumbagasse 3, im Sofiensaale, III., Mar־ Xergasse 13, sowie 1m Fest saale des Hotel Co.s־!trin.ental, II., Taborstraße .4, feierliche Gottesdienste. Jene Parteien, welche auf die im Vorjahre benützten Sitz־ plätze > reflektieren, können die neuen Karten gegen Vor־ Weisung, der vorjährigen an der Kartenkasse der Israel. Kultusgemeinde, I., Seitenstettengasse 4, I Stock, in der Zeit vpni 23. August , bis 1. September d. J., während״der Amtsstunden von 8 bis 1 Uhr vormittags, beheben. Der iällgemeine Verkauf beginnt am 2. September d. J. Betsitzkarten für den Leopoldstädter Tempel. Die •P. T. Betsitzinhaber, welche auf ihre vorjährigen Sitz־ iplätze im Leopoldstädter Gemeindebethause reflektieren, werden hiemit ersucht, ihre Karten rechtzeitig zu erneuern. Dieselben können täglich während der Amtsstunden von 8 bis 1 Uhr mittags und vorn 23. August bis 30. August,;außerdem auch ,von 6 bis 8 Uhr abends an der. Betsitz־;kartenkasse der Israel. Kultusgemeinde, I., Seitenstetten־!.gasse 4, I, Stock, behoben werden Die bis dahin nicht erneuerten Sitzkarten gelangen ab 2. September d. J. •gleichfalls von 8 bis 1 Uhr und von 6 bis 8 Uhr an oben־ genannter Kasse zum allgemeinen Verkauf, Der Bethaus־ Vorstand ist ermächtigt, in berücksichtigungswürdigen Fällen Ermäßigungen zu gewähren. Vom Wissen zum Wirken und vom Meinen zur Ueberzeugung führt der ,,Große Herder“, der neue Lexikon ty p! Bei Herzleiden und Adernverkalkung, Neigung zu Gehirnblutungen und Schlaganf allen sichert das natür־. liehe ״Franz־J0sef“־Bitterwasser leichten Stuhlgang ohne Anstrengung. Wissenschaftliche Beobachtungen in den Kliniken für Krankheiten der Blutgefäße haben ergeben, daß das ־Franz־JoseLWasser namentlich älteren Leuten sehr ersprießliche Dienste leistet, ln Apotheken, Dro־ gerien upd Minerahvasserhandlungen erhältlich, HOTEL NEBENZAHL, BflEN Nach neuerlicher Renovierung wieder eröffnet I Kulanteste Preise l Kulanteste Preise { *■fl II. H OUAND ST R A SS S IV f’CKV iifti imwin ü m A!1i a nüH 11 lüiii Bratislava» Andreasgasse 13, Kredit, Eskompte von Wecksein und offenen Fakturen, Günstige Verzinsung von Einlagen (auf Büchel und laufende Rechnungen), Telephon U60־. > versicherttiigsgeseHsdhäft. Zweieinhalb Milliarden Schilling VersfHierungsbestaiid. Der Geschäftsbericht der Lebensvetsichefüngs־Ge־ Seilschaft Phönix zeigt, daß im Laufe des Jahres 1930 der Versieherungsständ der Gesellschaft um 17 Prozent am Versicherungskapital und um 25 Prozent an ver־ sicherter Jahresrente zugenommen hat. Es freut uns be־ sonders, konstatieren zu können, daß die mit der Agudas Jisroet in engerem Vertragsverhältnis stehende heimische Gesellschaft gerade in der jetzigen Krisenzeit so einen schönen Aufschwung nimmt und durch ein neues Abkom# men mit der Prudential Assurance Comp. Ltd. in Lon# don die bereits bestehende Kooperation mit dieser eng־ lischen Gesellschaft auf eine breitere Grundlage stellen konnte. , * Ueber die Generalversammlung erhalten wir fol־ gende Verlautbarung vom 21. v, M.: Die Lebensversicherungs־GeseIIschäft Phönix hat ihre 48. ordentliche Generalversammlung abgehalten. Aus dem Geschäftsbericht ergibt sich, daß der Versicherungs# bestand Ende 1930 255 Millionen Schilling an versicherter Summe und 2,1 Millionen Schilling an jährlichen Leib־ renten umfaßt. Die Anzahl der im Umlauf befindlichen Polizzen beträgt mehr als 750.000. Im Laufe des Jahres 1930 hat sich der Versicherungsbestand um 17 Prozent an Versicherungskapital und um 25 Prozent an ver־ sicherter Jahresrente erhöht. Die Prämieneinnahme hat im Jahre 1930 S 130,176.228 betragen; die Erträgnisse der Kapitalsanlagen haben sich auf S 19,345.970 belaufen. Der Irrimobiliettbesitz .der Gesell־ schaft im Gesamtwerte von 64 Millionen Schilling besteht aus 88 Realitäten in Oesterreich, in der Tschechoslowaki־ sehen Republik, im Deutschen Reich, in Belgien, Frank־• reich Italien. Ungarn, Jugoslawien, Polen, Bulgarien, Ru־ mänien und Aegypten. Der Wertpapierbesitz beträgt 183.6 Millionen ,Schilling, wovon 170,6 Millionen Schilling durch festverzinsliche Wertpapiere mit Goldcharakter oder auf wertbeständige Währungen repräsentiert sind, weiters 3,7 Millionen Schilling auf Anteile von Notenban־ ken, 7,9 Millionen Schilling auf Beteiligungen an Ver־ Sicherungsgesellschaften und 1,4 Millionen Schilling auf diverse Aktien entfallen. Die erteilten Hypothekardarlehen haben sich auf 21,1, Millionen Schilling und “die Polizzendarlehen auf 28,1 Millionen Schilling erhöht. Die gesamten' Gewährleistungsmittel betragen 377.6 Millionen Schilling. An Versicherte und deren Hinterbliebene sind S 35,543.734.48 ausgezahlt worden. Die in־ und ausländischen Versicherungsanstalten, an denen der Phönix durch Aktienbesitz und Rückversiche־ rung beteiligt ist, weisen Ende 1930 einen Versicherungs־ besand von mehr als 1,2 Milliarden Schilling aus. Durch die Gruppenversicherung, die vom Phönix in Gemein־ schaft mit der Metropolitan Life Insurance Company in New York betrieben wird, ist 7000 Angestellten und Ar# heitern Versicherungsschutz über 30 Millionen Schilling geleistet worden. Die Rückversicherungsverbindung, mit der Prüden־ tial Insurance Company Limited, London, hat eine wesent־ liehe Erweiterung erfahren. Der Ueberschuß der Jahres־ rechnung beläuft sich nach Abrechnung der an die Ver# sicherten ausgeschütteten Gewinnanteile auf S 758.508.02. Aus dem Reingewinn werden S 340.000 zur Ausschüttung einer Dividende von 814 Prozent (wie im Vorjahr) auf das volleingezahlte Aktienkapital von 4 Millionen Schilling verwendet und der Rest wird den Kapitalsreserven zu# geführt. _‘ Aus aller Welt- Versammlungsverbot in Palästina um drei Monate verlängert. Das Verbot öffentlicher Versammlungen und des Waffentragens im Gesamtgebiet Palästinas wurde von der Palästinaregierung auf weitere drei ,Monate ver־ iängert. Wassermangel in Jerusalem. Infolge der anhalten־ den Dürre in Palästina sind die Wasservorräte in Jerusalem außerordentlich stark gesunken. Fast keine jüdischen Arbeiter beim Bau des Rocke* feller־Museums in Jerusalem beschäftigt. Der größte Bau in Jerusalem, das Rockefeller־Museum, wird fast gänzlich ohne Verwendung jüdischer, Arbeitskräfte durchgeführt. Unter 160 Arbeitern gibt es acht bis zehn Juden. Das Technische Büro der Regierung für den Museumbau ent# ließ vor kurzem den letzten jüdischen Architekten, der dort drei Jahre lang arbeitete. Die Entlassung erfolgte ohne Angabe von Gründen und ohne Zahlung von Ent# Schädigung, obwohl der Bau sich noch mehrere Jahre hin־ ziehen wird. Die tschechoslowakischen Handelsbeziehungen zu Palästina. Das csl. Handelsministerium veröffentlicht einen Be# rieht über den tschechoslowakischen Außenhandel, der auch interessante Zahlen bezüglich des Handelsverkehrs mit Palästina im Jahre 1929 enthält. In diesem Jahre hat der tschechoslowakische Export nach Palästina rund 14 Mil# lionen tschechische Kronen betragen, und ist gegen das Jahr'1927 um 5lA Millionen tschechische Kronen gestiegen. Die Tschechoslowakei führt hauptsächlich Baumwoll# waren, Glas# und Glaswaren, Konfektion, Schafwolhvaren, Eisenwaren, Seidenstoffe, Papier und Leder nach Palä־ stinavaus. Der Import aus Palästina in die Tschechoslowakei ist im Berichtsjahr ebenfalls gestiegen, und zwar auf 800.000 cK gegen 580.000 im Jahre 1927, Importiert wurden Orangen und Zitronen, Flaschenweine, Därme und Blasen. Auffällig ist der starke Rückgang der Orangeneinfuhr in die Tschechoslowakei. Der Umsatz an Palästina־Orangen betrug 1927 194.000 cK, 1929 nur noch 64.000 6K. Der Obexrabbiner der Türkei gestorben, Der Oberrabbiner der Israelitischen Kultusgemeinden in der Türkei, Büscharano Efendi, ist gestorhen. Der Verstorbene hatte sich um die Neuorganisierung־ der türkischen Judenheit große Verdienste erworben, "' Eine Gesamtorganisation der ungarischen Juden in den Vereinigten Staaten, Die ungarischen jüdischen Ver# eine in Amerika haben auf ihrem in New York abgehal# tenen Kongreß beschlossen, eine jüdische Zentralkanzlei zu errichten, die berufen sein soll, religiöse, Erziehungs־־, Kultur# und Wohlfahrtsangdlegenheiten der amerikaniisehen ungarischen Vereine einheitlich zu regeln. In der jüdischen Zentralkanzlei soll jeder ungarische jüdische Verein eine ständige administrative Vertretung finden. Itn Zwei orth. Mädchen aus gutem Hause werden in Wien bei pfthöddsef Familie während des Schuljahres in gute, volle Verpflegung und mütterliche; Fürsorge aufgenommen. Referenzen G el 1 i s, Bratislava, Postgasse 3, und Ehrw. Herr Rabbiner Vo r h a n d,־ Nitra, Schaar, Wien, VII., Bandgasse 19/24. -•-■-־־־■■-י ■ --■i -■■—*•זי• ■׳■׳■; .!■ in'1'iiifanttr.iiiiia.irr ״r״ irr״’!״'■i« Herbst d. j. soll abermals ein großer Kongreß abgehalten werden, auf dem über praktische Maßnahmen zur Durch־ Führung der geplanten Organisierung der ungarisch־ amerikanischen Judenheit beraten werden soll. Dem vor kurzem gebildeten Organisationskotnitce gehören Her# mann Hoffman als Präsident und Moritz Engelman als Sekretär an. Rabbinerwahi ln Rajka. Die aut. orth. isr. Kultus# gemeinde zu Rajka (Ungarn), wählte Herrn Moses Kraus z, Sohn des Oberrabbiners von Vägas, zu ihrem Gemeinderabbiner. Zugleich verlobte sich der junge Rab# biner mit Frl. Margit, Tochter des Herrn Oberrabbiners Sam. Schlesinger von Ziate M o r a v c e. Oberrabbinerwahl ln Pasztö. In der aut. orth. isr. Kultusgemeinde zu Pasztö (Ungarn) wurde Herr Ober# rabbiner Samuel Benj. Müller, bisher in Sv. J ü r, zum Oberrabbiner gewählt. (Wir beglückwünschen Herrn Ober# rabbiner Müller zu seinem neuen, weit ausgedehnteren rabbinischen Wirkungsfeld und die Gemeinde .Pasztö Zu ihrem neuerwählten, auch bisher schon erfahrungsreichen geistigen Führer. — Die Redaktion.) Der Rückgang der jüdischen Bevölkerung in Ungarn. Wie aus einer vor kurzem vom Budapester neologen Rabbinat veröffentlichten Statistik hervorgeht sind im Jahre 1930 in Budapest 392 Personen aus dem Judentum ausgetreten. Der Giaubenswechsel erfolgte in der Mehr# zahl der Fälle anläßlich von Eheschließungen mit Anders־’ gläubigen. Die Zahl der Austritte entspricht schon seit einigen Jahren einem Prozentsatz von ungefähr 0,4 Pro# zent der jüdischen Bevölkerung. In den Provinzstädten und in den Dörfern ist der Prozentsatz etwas geringer. Zum Rückgang der jüdischen Bevölkerung Ungarns trägt neben der Austrittsbewegung auch das Ueberwiegen der Sterbefälle über die Geburtenziffer bei. Die Zahl der Todesfälle war im Jahre 1927 um 1067, im Jahre 1928 um 771, 1929 um 1185 und 1930 um 973 höher als die Zahl der Geburten. Die immer mehr um sich greifende religiöse Gleichgültigkeit kommt darin zum Ausdruck, daß 30 Pro# zent der jüdischen Geburten beim Rabbinat überhaupt nicht ängemeldet werden, 30 Prozent der rein jüdischen Ehen werden nicht rituell geschlossen und in mindestens 10 Prozent der Fälle wird die Beschneidung nicht voll# zogen. Mindestens 30.000 Mitglieder der Israelitischen Kultusgemeinde besuchen nicht einmal am Versöhnungstage die Synagoge. Der Kremenetzer Raw gestorben. Dieser Tage verstarb plötzlich im Alter von׳ 45 Jahren der bekannte ״Kremenetzer Raw“, Rabbi Hillel Jizchak Rappaport. Der Verstorbene batte sich״ großer Verehrung und Liebe seitens der jüdischen' Bevölkerung erfreut. Rabbiner Janowski in Otwock verstorben. Tn Otwock, in der Nähe von Warschau, verstarb im Alter• von 73 Jahren Rabbiner Jizchak Menachem Janowski, einer der angesehensten polnischen Rabbiner, der 42 Jahre lang, davon 22 Jahre in־ Otwock, das Rabbiner# amt bekleidete. Die älteste jüdische, Frau in Polen gestorben. In Warschau ist die älteste jüdische Frau Polens, Blume Goldstein, gestorben. Bemerkenswert ist,•daß die Greisin, die ein Alter von 111 Jahren erreicht hat, nicht an Alters# schwäche, sondern an den Folgen eines ihr vor drei Mo# naten zugestoßenen Autounfalles, bei dem sie einen Beinbruch erlitten hat, gestorben ist. Die jüdische Wirtschaftsnot in Polen. — Auswanderung nach• Lettland. "'■׳׳■׳ In letzter Zeit macht sich eine starke Zuwanderung von Juden aus Polen nach Lettland bemerkbar, Der Zuzug erfolgt hauptsächlich aus den kleinen Städten in der Ge# gend von Wilna. Die Einwanderer erklären, sie seien in# folge der katastrophalen wirtschaftlichen Verhältnisse in ihrer Heimat zur Auswanderung aus den kleinen Städten genötigt gewesen. Obwohl es ihnen bekannt sei, daß auch in Lettland' die Verhältnisse nicht günstig sind, hätten sie sich zur Auswanderung entschlossen, da sie in Polen vom Hungertode bedroht, waren. Die neueingewanderten Juden halten sich gegenwärtig hauptsächlich in Dwinsk auf. Ihre Lage ist ״im Hinblick darauf, daß sie von den lettischen Behörden keine Arbeitsbewilligung ' erhalten und daher keine Beschäftigung finden können, äußerst bedrohlich. Rabbinerwahl in Sahy (Ipolysäg). Herr Ch. J. Weiß aus Bratislava, unser geschätzter Mitarbeiter, wurde am 26. Aw mit drei Vierteln aller abgegebenen Stimmen zum Dajan der orth. Gemeinde in Sahy (Ipolysäg) gewählt. (Herr Rabbiner Weiß ist -den Lesern unserer Zeitung längst bekannt. Er g'ehört zu jenen aufstrebenden jüngeren Rabbinern unseres Landes, die aus überzeugungstreuer agudistischer Gesinnung heraus ihr Wissen und Können mit idealistischer Begeisterung zielbewußt in den Dienst des orthodoxen Judentums stellen. Als langjähriger Präses der Agudas־Jisroel־Jugengruppe in Bratislava hat er auch bisher mit gutem Erfolg an der Heranziehung einer thorabeseelten jungen Generation selbstbewußter orthodoxer Juden mitgewirkt. Der rabbninische Beruf, in den er nunmehr eintritt, eröffnet seinem ernsten Streben ein hoffnungsreiches, dankbares Tätigkeitsgebiet. Wir gra# tulieren der Gemeinde Sahy zu dieser Wahl und wünschen, dem jungen Rabbiner ד?צלח רחב על דבר אמח— Die Red.) Gastvortrag in der Nitraer AgendasJugendgruppe. Am ש״ק 0' עקב hielt der anläßlich eines Fand־ lienfestes in. Niträ weilende Oberrabbiner Grün# w a 1 d von T i a c e v o in der Agudas־Jisroel־Jugendgruppe einen Vortrag. Der Redner zeigte sowohl im Inhalt als auch in der Form seines Vortrages außerordentliche Be# gabung und übte auf die gesamte zahlreiche Zuhörer# sghaft einen nachhaltigen Eindruck aus. ‘ Kurbad Korytnica• Wie wir.erfahren,;isU®' in’der Niederen Tatra wunderschön gelegene Bad in den Besitz einer großen inländischen .Baugesellschaft ubergegangen, Die neuen• Eigentümer entschlossen sieh, das Bad wegen der in Korytnica erzielten Heilerfolge' anzukaufen,‘ und setzen alles daran, um den dort, befindlichen reichen Naturheilsehätzen auch ein repräsentatives Aeußere zu geben, was ihnen als Fachmännern auch in Bälde gelingen dürfte. Zwar wird das Bad infolge seiner sulfatiscWerdig» eisenhaltigen Quellen zu den Magendarm־Bädern ,gezählt,•

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