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Jüdische Presse · 1931-07-31 · 30 (31.7.1931) · page 4

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Journal
Jüdische Presse
Volume
17 (1931)
Issue
30 (31.7.1931)
Date
1931-07-31
Page
– (sequence 4)
Language
German
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Nf. 30 für moderne PhOtOliraDhie Wien, l.Fleischmarkt 1, Tel. R-29-2-80 .■.Aufnahmen tljrlich von9 bis 6 ÜÄt, an Söä^t«|tet1 Von 9 biü 6 Ufet in 3 Tagenj Auskunft kostenlos R.SteltlbdCh« Karlsbad 38 b, Postfach 158 Das Ze11ti*ala1*d1iv der burgenländisclien Judengemeinden. im heutigen Oesterreich gibt es zwar viele Judengetneinden, die auf eine reiche, oft sicher bis in die Zeit der Besiedlung durch die Deutschen zurückgehende Geschichte blicken können. Diese Judengemeinden batten zum Teil im (Mittelalter in Städten, zum Teil aber auch in ausgesprochenen (Landgemeinden im Zeitalter der Stande- und Religionskampfe des 16. und 1?. Jahr.hunderts bestanden, während einige sogar in beiden Epochen nachweisbar sind. Ihnen allen aber war in den Jahren 1420 und 1670 durch höhere Gewalt der Lebensfaden angeschnitten worden und nur in Wien und Hohenems hatte diese Zäsur keine unheilbaren Wunden geschlagen, so daß in diesen beiden Städten auch das Jahr 1848 Juden vorfand. . Erst durch die Angliederung des Burgenlandes erhielt Oesterreich wieder eine Reihe von Orten mit Judengemeinden zugeteilt, deren Gründung sich zttm Teil bis ins 13. und 14. Jahrhundert, bei allen aber mindestens bis ins 17. Jahnhundert zurück verfolgen läßt. Diese Gemeinden, es sind elf an der Zahl, besitzen größtenteils noch heute ־ ihr unverfälschtes jüdisches Leben und erhalten, soweit ihre oft durch Abwanderung und andere Ursachen geschwächten Kräfte es gestatten, noch immer ihre humanitären, religiösen und geistigen Institutionen. Aber auch‘in diesem Lande gehen einige Gemeinden, wie Gattendorf und Kittsee im Norden und Schlaining im Süden, zusehends dem Untergang entgegen, und da ■auch .in heute noch blühenden Gemeinden oft nicht die für die Erhaltung ihres reichen archivalischen Materials und ihrer kunsthistorisch und volkskundlich oft äußerst wertvollen Schätze nötigen Bedingungen Jegeben׳ sind, machte ich schon vor einigen ähren die zuständigen Stellen auf die Notwendigk'eit der Konservierung in einem eigenen Zentralarchiv aufmerksam. Nach langen Unterhandlungen hat nun auch die burgenländische Landesregierung unter tätiger Mitwirkung des bekannten Sammlers und Konservators Sandor Wolf ein ׳leerstehendes Zimmer, der jüdischen Volksschule in Eisenstadt adaptiert und vor einigen Tagen •konnte ■ich mit Hilfe des ebenfalls als Sammler äußerst tätigen Gendarmerie-fBezirksinspektors Karl Halaunbrenner an die Aufstellung und Sichtuhg des aus Deutschkreuz, Eisenstadt, Frauenkirchen, Gattendorf, Kittsee, Rechnitz und Schlaining bereits eingelangten Arehivmaterials / gehen. ., Vorläufig ist es noch lange nicht möglich, aus, der Fülle ■der bereits׳'meh'rrer'e'Zelintäüsendc von! Stückenf umfassenden Akten und Bücher die historisch und kulturell wichtigsten iherauszugreiifen und zu besprechen. Da finden sich, von den Schlitz- und Toleranzakten aus dem 17. und 18. Jahrhundert angefangen, die für die Rechts-‘ geschichte ungemein lehrreich sind, eine Unmenge von Kontributionslisten, Mitgliederverzeichnissen der verschäedenen Vereine, Mohelbüchern und Synagogensitz- .Verzeichnissen, die bei entsprechender Bearbeitung erst ein richtiges!Bild von der .Größe und dem inneren Leben aller dieser Gemeinden zu geben geeignet sind. Wenn auch Menschen und Zustände, die in diesen vergilbten Papieren auftreten, längst entschwunden sind, ist ihre Kenntnis dennoch auch für die Gegenwart und. Zukunft wichtig gemig.!Die Menschen, die in diesen Akten leben, waren ja die direkten Vorfahren der meisten jetzt in Wien und anderen großen Städten des heutigen Oesterreich lebenden Juden; und nicht nur für den Familienforscher und den Genealogen wild, in diesem neuen Zentralaröhiv viel Interessantes zu finden sein, sondern es wird auch ganz allgemein der Anteil der Juden an der Geschichte des ׳Burgenlandes, ihre Funktion in Wirtschaft und Gesellschaft festzuhalten und ihr in gewisser Abgeschlossenheit hochgezüchtetes Eigenleben mit seinen Werten und seinen Auswüchsen naohzuzeichnen möglich werden. Darum ist die Förderung־ und das Interesse weitester Kreise für diese Neuschöpfung wünschenswert und es kann einst, wenn Ordnung und Aufarbeitung dieses Archivs vollendet sein ׳werden, einmal eiu Ruhmesblatt der österreichischen Judenschaft werden, in der Grenzmark ein kulturelles Musteriusti.tut ersten Ranges geschaffen zu haben. L. Moses. m 0tomnne iif>er4Ö?loocffenunÖ®r3a^fun0cn/12533eftra0? auä allen 3Dlf|ena־u.Äulturgebletfn, 120&unft*׳ bellten, über 1000 ein־ unt> buntfarbl0e 23llÖer ׳«nÖ 12 Tltlaäfarten fürmonatllcb nur 2 SBarf l*'״“״•. enthält eln3af)rgangnon5Deftermannö2?lonatö־; heften. Cr b(r0t alfo eine ganje Bücherei unl> 23 4־llöerfammlung. 53ltte geben ©fe heute noch einer 23uchhan&lun0 Ohre 23eftellung auf einen י• ^Prpbebejug non bref 2B0־näten «uf. 3De|ter־ mannöVHonat^hefte fennenaulernen wlröOhnen! ■flcher jum ©?tebniS. 2luf SDunfd) fenOet öer! Verlag ein früher evföleneneä Probeheft, &a$ 10 Äunftbellagen, etwa 80 ein־ unO buntfarbige 53l(ber unb l ‘2ltl03farte enthält. »erber ononen Orlen 9tutfftlon»8 u.lfnSUigianSeoefmtü «uMtfain: 2ln Den ,©erlag ©eorg 50eftermann ln 93r«unf<h«>eig 0<h hüte ©le, mir oben angebotene Probeheft foftenloS unb unoerblnbllih aujufenben.?tarne *•• ••••••....■••״.״״..••״״ -..׳••.׳....׳•••••...־•••■•־■ ,ואייףעיי ורנא נ״ר, |מאורשי0 ווינא ידידי מתבקשים ■ רבנברני בש״ס בשעה 4 כבית גיסי מר קויפמאן, מחוז שני, שע^נאססע t13־ ב״ר■ th.J.Eiss11.f!aB beehren sich zu der אי״ה Dienstag den 4. VII1.1931 (כ״א מנחם אב) um 3 Uhr nachmittags irri Restaurant Schey in Hadert bei Wien stattfindenden Trauung ihrer Kinder ESTHER und JAKOB höflichst einzuläden Wien * x Zürich ן David Mayer und Frau ן H laden alle Verwandten und* Bekannten zur §j jg בר :‘)צוה-Feier ihres Sohnes *אליקום (Gustav) 1 נ״י I welche אי״ה Samstag, den 1. August (פ׳ עקב) in der § Ü Schiffschul, II, Gr. Schiffg. 8, um!* Uhr, und zur דרשה M Ü welche nachmittags um %5 Uhrjin ihrer Wohnung,.!!, || j§ Praterstraße 43 st^ttfindet 1 Ein vorzüglicher בעל תפלה ובעל קורא אינו; עופית שוחט sucht eine entsprechende Anstellung. Zuschriften unter ״Erstklassige R e f e r e n z eh“ an die Wiener Adm. Aelteres Fräulein aus guterJEainilie, im Kochen per־־ fekt, auch etwas geschäftskundig, ,sucht passende Stelle in strengfrommem ' Hause. Gefl. Zuschriften unter ״Fleißig“ an die Bratislavaer Achn. Erstklassige und Erziehung finden 1 bis 2ז Kinder bei vornehmer Wiener Familie. Nachhilfe' inßDeutsch und Hebräisch. Zuschriften unter ״STRENG ORTHODOX“ an die Wiener Administration ' s! aus den besten orthodoxen Kreisen »nimmt Mädchen aus ebensolchen Familien auf erst- Massige Verpflegung. Streng religiöse und intensive profane Erziehung;׳ auf; Wunsch Referenzen. Zuschriften unter «,Besonders m<ä II i g e Preise“ an die Wr. 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