Jüdische Presse
- Journal
- Jüdische Presse
- Volume
- 17 (1931)
- Issue
- 29 (24.7.1931)
- Date
- 1931-07-24
- Page
- – (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr, 29 1104 jüDBGÜE PRESSE 11 Aufnahmen Jlglieh fön § fei# in Söfir»*gen von 9 bis 6 Üby hierorts um so eher erlaubt, äts beim Erscheinen des ersten Teiles in diesen Blättern bloß des allerdings m e i s t e r* hafte Vorwort des würdigen Sohnes afcgedruckt Worden war, aber keine eigentliche Besprechung, efcxhierten ist. Dieses Buch enthält keinesfalls Arbeiten, über die man mit der banalen Bemerkung ״Nachgelassene Reden und homiletische Vorträge“ zur Tagesorgnung übergehen kann. Nicht bloß der als Gadol b’Thora und äusgezei,ch« neter Kanzelredner gefeierte Name des Verfassers s. z. I. verwehrt einem solches. Vielmehr der Inhalt dieses Buches selbst erheischt in befehlendster Form ein stilles •ln ne* halten und sinnendes Betrachten. Dies sind keine Reden und Vorträge im landläufigen Sinne des Wortes. Sie wi* derspiegeln vielmehr, wenn auch nur in bruchstückartiger Weise, jedoch in meisterhafter Form, das allen heiligen jüdischen Idealen zugewandte Sinnen und Sehnen eines tiefempfindenden Gemütes und nicht alltäglichen Geistes. Was zunächst die äußere Form angeht, so ist die* selbe ein: selten glückliches Gemisch von der Art der frii* hereii parschanim und des modernen Kanzelredners. In den homiletischen Vorträgen überwiegt mehr die äußere Form des alten Darschan der guten Richtung. Da ist wahrhaftig kunstvolle Mosaikarbeit. Eine geistvolle Deu־ tung reiht sich an die andere an, langsam und planvotl fügt sich das eine Glied an das andere, bis dann am Schlüsse der öfters mehr oder minder verwickcits Ge* dankengäng als ein kunstvoll in sich geschlossenes Ganzes vor unseren bewundernden Blicken dasteht. Doch muß ge* sagt werden, daß, wenn auch die ganze Herrlichkeit eines derartig aufgeführten rhetorischen Kunstbaues nur vom Sachverständigen voll erfaßt und gewürdigt werden kann, solches doch zumeist die einzelnen Bestandteile, wor* aus ein Kunstwerk sich aufbaut, von einer derartigen sprachlichen und gedanklichen Fassung sind, daß sie auch für den einfachsten Laien verständlich sind, ja, auch für den einfachsten Laien verständlich sind, ja, auch auf denselben die größte Wirkung ausüben mußten, und wenn vielleicht auch der innige Zusammenhang dieser Einzel* heiten und ihre Verbindung zum abgeschlossenen Ganzen v,on einem solchen nur mehr erahnt als klar begriffen werden konnte. Von bedeutend einfacherer Disposition und mehr den modernen Anforderungen Rechnung tragend sind aber zumeist die mitgeteilten Synagogalreden. Und wenn auch hier nie die Methode der früheren Darschanim gänz* lieh fehlt, so sind sie doch auch in ihrem künstlichen Auf* bau und in ihrer abgerundeten Ganzheit erfaßbarer für die große Masse der Zuhörer gestaltet. Beide aber, Reden und Vorträge, sind ׳ von einer einfachen, allem Phrasenhaften und UeberschwengFehen* abjiölaeh Diktion, getragen, die fast jeden markanteren Satz, worauf es . für den , Redner, besonders ankam, in eigener; durchsichtiger Klarheit und Begreiflichkeit vor den Hörer hinstellt. Und dabei hat die Sprache doch an vielen Stellen Schwunghaftes an sich. Ja, wo da die Irr* tümer und.t Fehler, .des Zeitalters gerügt werden, klingt das mächtig Pathetische oft ans Prophetische an. Die beherrschenden Gedankerigange dieser Reden und Vorträge sind aber alle beeinflußt und getragen von , der strahlenden Ideenwelt des großen Vorgängers auf der Kanzel ,und im Amt, der Ideenwelt S. R. H i r s c h s!. Und wenn ,auch in der äußeren Form der Beredsamkeit natur* gemäß ein großer Unterschied, zwischen dem Vorgänger und Nachfolger besteht. Die Betrachtungen und Reden S. R. Hirschs brausten wie ein reißender Strom über die atemlos lauschenden Zuhörer dahin, siemit ihren in Marmorblöcken gleichen Satzgefügen dahinröllenden tie* fen und hohen Gedanken ,ganz überwältigend,־' während sein würdiger Nachfolger mehr in mosaikartiger Zusam* menstelhmg seine Gedankengänge und Lehren entwickelte. Also diesem äußeren Unterschiede zu Trotz hört der Kenner nicht nur dort, wo S. R. Hirsch ausdrücklich zitiert oder, auf ihn hingewiesen wird, sondern allüberall, wo tra* genäe Kerngedanken ausgesprochen werden, den Wider* hall der Ideenwelt des großen Vorgängers in kristallener Reinheit erklingen und forttönen. Ja, der Verfasser un* seres Buches war eben nicht bloß Schwiegersohn und Amtsnachfolger seines großen Vorgängers, sondern fühlte sich auch als Schüler dieses großen Lehrers in Israel. Es gibt Bücher, die in und mit einer erschöpfenden Besprechung gebührlich gewürdigt werden können. Das uns vorliegende Werk gehört aber zu denjenigen Büchern, die man selber lesen muß, um einen voll und ganz ent* sprechenden Eindruck von seinem Werte und seiner Be* deutung gewinnen zu können; Es wäre nur zu wünschen, daß die folgenden Teile in je,kürzeren Zeitintervallen er* scheinen möchten. Erst in seiner Vollendung wird unser Werk den ihm zukommenden überwältigenden Eindruck auf die große Leserwelt ausüben. Aber auch bis dahin sei jeder erscheinende Teil jeglichem aufs alle.r wärmste empfohlen . . . Rabbiner Ph. Fischer, Sarospatak. Archiv für Geschichte der Philosophie. Herausgegeben von Artur Stein. Band XL, Heft x. Karl Heymanns Verlag, Berlin 193X. Preis für den Band RM. 16. Das, im Jahre 1887 von Ludwig Stein begründete ,;Archiv für Philosophie“ wird von dem Sohne des ver* storbenen Begründers und Herausgebers als ״Archiv für Geschieh^ der Philosophie“ weitergeführt.. Im ersten Heft fällt bereits ein gediegener programmatischer Aufsatz von Heinrich, Rickert auf, der sich mit ״Geschichte und System der Philosophie“ beschäftigt. Es geht auch den Laieri an, wenn dort auseinandergesetzt wird, daß. die. Philosophie sich von der persönlichen Weltanschauung, nur dadurch unterscheide, daß sie sieh bei ihrer univer* salen Deutung des Sinnes, den das Leben in der Welt hat, nicht an einer bloß persönlichen Weltansicht, sondern an einem wissenschaftlich begründeten Weltbegriff zu orientieren sucht. Den religiös ein* gestellten Leser wird aber besonders ein Aufsatz ״Der pädagogische Gedanke in Platons Höhlengleichnis'‘ von Ernst Hoffmann fesseln, der nach Platon zu dem Schluß kommt, in den geeigneten Naturen entzünde sich von selber die philosophische Erkenntnis, die zum Höchsten, also zu Gott führt, Darum werden viele von jenen, die den Weg der Erkenntnis finden wollen, gerne das neu er*' stah^ene ״Archiv für Geschichte der Philosophie“ zum Berater nehmen, um selbst diesen Weg gehen und aach Hoffmann dann pflichtmäßig zurück in dieTlöhle gehen zü können und andere zu befreien, wie er befreit worden ist. ■׳ ׳ M• aus den besten örthodoxen Kreisen nimmt Mädchen aus ebensolchen Familien auf erst- Massige Verpflegung. Streng religiöse und intensive profane Erziehung, auf Wunsch Referenzen. Zuschriften unter ,»äesondefs mäßige Preise“ an die Wr. Administration. Für schwer erziehbaren 11jährigen Jungen wird Erziehungs-Anstalt oder Privatheim Im Inlande oder Im nahen Auslartde g esu cht Zuschriften unter ״Lehrerfamilie bevorzugt“ an die Wiener Administration Kurbad Korytnita, 900 m t M.Da8 8'0waklÄba,1 Natürliche Kohlensäurebäder, neuzeutliche Wasserheilartstalt, Moor, subaquale Darmbäder. Schaumbäder, streng orth. koschere diätetische Küche Jüdische Kindergärtnerin mit Praxis wird in streng orth. Haus zu 3 Kindern im Atter von 1 bis 4 Jahren gesucht. Gutes Honorar. Familien* anschluß. Leopold K o h n, Bratislava, Hochstraße 4. 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Gäste, die ihren Spmmeraufenthalt in der Tatra nehmen wollen, erhalten "die besten Speisen zu ihrem Aufenthaltsort in der Tatra zugestellt. Wilhelm Klingcnfrau. Suche für meine Schwester אלמנה, בת ת״ח גדול יפ״ת dreißigjährig, *mit; einzigem Sohne, eigene neumöblierte Wohnung (Wert zirka Kc 40.000) in Preßburg und Ke. 20.000 bar, einen passenden ש י ד ו ך Bewerber. □ ת״ח וי״ש מרבי die sich dort eine Existenz gründen wollen, mögen ihre frdl. Zuschriften (womöglich mit Licht* bild) an die Bratislavaer Administration unter מזל טוב einsenden. . Konkurse An der orth. isr. Volksschule mit ,ungarischer Unternichts spräche ׳zu Dunajska Strecke ist ein neu organisierter provisorischer VI. Lehrerposten zu besetzen. Dieser Posten ist mit staatlicher Subvention und fixem Gehalt Kß 1200, Wohllungsbeitrag Kc 240 und Gartenablöse Kc 20 von der Kultusgemeincle, verbunden. Offerieren können diplomierte Lehrer, die tsdiechpslowäkisdie Staatsbürger sind, bis 1. Anglist 1931. Bevorzhgt werden, die im Religionsunterricht praktisch und der slowakischen Sprache: mächtig sind. Die Wahl wird nach Genehmigung der Staatssubvention durdi das.Schulreferat in Bratislava statffinden. Der Posten ist sofort nach der Wahl zu besetzen. Dun. Streck, am 3. Juli 1931. 4 s Isr. Schulstuhl. Für die staatlich subventionierte einklassige jüdi* sehe Volksschule in Sebe§ wird äb 1, September 1. J. ein jüdischer Lehrer mit vorgeschriebener Qualifikation ge* sucht. Für Mädchen*Religions* und Deutschunterricht als auch für Gemeihdenötäriät wird bedeutendes Neben* einkommen zugesichert, Wohnung in natura, Amtlicher Konkurs wurde bereits im Amtsblatt verlautbart. Es wer* den jedoch ausschließlich Männerlehrkräfte gesucht. Ge* suche bis 10. August an den. Gemeindevorstand. Sebe§ (Sariäsküke Luky), 20. Juli 1931. (2 Kilometer von Preäov). Orth, Isr, Gemeindevorstand, Spendet für den «riiN« («« Seitenatelteng. 2 ' T61. y-2a«»1*2Ä ׳ fftedtiöt* neben d.!, Tor, Tel. u- I8-0-S5 44 Das Wiener כשר Restaurant von internationalem Range. Unter Aufsicht Adas Jisroel; . Wien, II. Obere Donaustraße Nr. 91 Matura Vorbereitung Gymnasium, Realschule und Handelsakademie Sicherer Erfolg. Sämtl. Handelswissenschaften. Nachhilfe in allen Gegenständen des Gymnasium«, der Realschule und.Handelsakademie. EDBlisch und Fiamösistb mit OnMtälspiBfang Dr. Wundermann und Dr. Bojko geprüfter Lehrer für Handelsschulen und Akademien Wien, II., Pfeffergasse 1. Achtung! Wichtig! Für Möbelkäufer, die bar bezahlen. Habe große- Quantitäten Schlaf*, Speise*, Herrenzimmer, Küchen ein* fachster bis feinster Ausführung, staunend billig eingc* kauft. Besichtigen Sie dieselben ohne Kaufzwang. Vielehaben bereits gekauft. Auch Sie werden in der Lage sein,״ bei solchen niedrigen Preisen gegen Kassa zu kaufen. (Kleine Regien, daher doppelt billig.) 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Aw, Minchah 7,30 Uhr,.ואתחנן Ö״«P.; M9Tf gengebet 6,30 Und 9,30, Vortrag 30׳3 סרה' אבית Uhr, Mim chah 4 Uhr, 20־8מוצש״ק Uhr, An Wochentagen 5.15 Uhr, Morgengebet 6 Uhr, Minchah 7.36 Uhr, f ■ Eigentütner, Herausgeber, Verleger und verantWQrlfo&eirI^!d«k|eur;prf, Jod PoUaM! Wien,. JE, beopplds^sfe Fwr cjie Tscheghoslpwakei Jacob ׳.י י י י י * Druckt Druckerei* und Verl&gs*A*־ö.■ Jgf Steinirtann; Wien, IX., Umversitatsstraße 6*8, Joel Braun, Bratislava. m t. 45547151099^